Sonntag, 27. Oktober 2013

Rezension - Schneeküsse


Autorin: Gaby Hoffmann

Titel: Schneeküsse

Genre: Weihnachtsbuch

Version: ebook

erschienen: 25. Oktober 2013

Seiten: 68

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Gaby Hoffmann ist genau wie ihre Romanheldin Nina Campbell (siehe hier)  von Haus aus Journalistin. Das hat in ihrem Krimi natürlich Spuren hinterlassen, die aufmerksame Leser verfolgen können. Ihre erste Erzählung "Die schwarze Sprühdose" schrieb Gaby Hoffmann im Alter von acht Jahren. Seitdem quellen die sprichwörtlichen Schubladen dank der zahlreichen selbstverfassten Texte über. Mit zwanzig Jahren veröffentlichte sie ihr erstes Buch "Weihnachtsgeschichten" (Aurora und Knoth Verlag). Heute ist Gaby Hoffmann Inhaberin einer Media-Agentur, mit der sie sich auf das Lektorat von Büchern spezialisiert hat und Autoren, Verlage, Agenturen und Firmen aus dem In- und Ausland betreut. Seit Neuestem bietet sie auch das Lektorat und die Produktion von E-Books an. Informationen und Kontakt unter: www.profi-lektorat.com

Kurzbeschreibung:
Weihnachten steht vor der Tür, viele freuen sich darauf und sind glücklich. Aber in einem Haus wohnen drei Frauen, die gar nicht so glücklich sind. Netty, weil ihr Mann so viele Gäste eingeladen hat und ihr damit viel Arbeit verursacht. Hannah, weil ihr der Freund etwas mitteilen möchte, aber nicht das, was sie erwartet und Linda, die sich nur noch einsam fühlt, seit sie im Ruhestand ist. Alle drei treffen sich rein zufällig und verbringen spontan das Weihnachtsfest gemeinsam.

Meine Meinung:
Irgendwie kam mir das alles bekannt vor und ich konnte alle drei Frauen sehr gut verstehen. Ob sie alles richtig machen und vielleicht selbst auch etwas ändern könnten, steht auf einem anderen Blatt.
Netty hat einen Mann, der wenig Verständnis dafür hat, dass sie das Weihnachtsfest nur mit ihm und den beiden Söhnen verbringen möchte. Hilfe bei der Vorbereitung und bei der Betreuung der Söhne kann sie auch nicht erwarten, kein Wunder, dass sie eine Auszeit nehmen will.
Hannah, eine Studentin, fühlt sich gar nicht wohl an der Uni und denkt, dass sie am besten heiraten sollte und dann gar nicht mehr arbeiten gehen muss. Eine Einstellung, die nicht gerade originell ist und auch viele Männer verschreckt. So beschließt Hannah zu ihren Eltern zu fahren, mal wieder!
Linda befindet sich im Ruhestand und hat leider keine Verwandten und auch gar keine Freunde mehr, sie fühlt sich sehr einsam. Sie würde gerne mit anderen Leuten reden, aber alles sind so hektisch und Netty, ihre Nachbarin ist zu sehr im Stress und hat kein Verlangen danach mit ihr zu reden. So trifft Linda eine folgenschwere Entscheidung.
Zufällig treffen alle drei Frauen am Bahnhof zusammen und fahren dann gemeinsam zum Wochenendhaus von Linda. Ab da kommt alles anders, als die drei es sich dachten. Wichtig ist dabei, dass sie miteinander reden. Sie unternehmen etwas gemeinsam und stellen fest, dass dieses Beisammensein allen dreien gut tut.
Dieses Buch liest sich sehr flüssig und zeigt auch mal wieder, dann man Auszeiten braucht und sich nehmen sollte. Es sollte über einiges nachgedacht werden und manchmal kommt man nicht auf das nahe liegende.
Wichtig war mir hier, dass endlich alle drei mit anderen Personen gesprochen haben, die sozusagen eine neutrale Funktion hatten.
Wer sich nach meinen Zeilen nun Gedanken über den Buchtitel macht und denkt, dass passt ja überhaupt nicht, dem kann ich verraten, dass es auch eine kleine Romanze im Buch zu lesen gibt.

Fazit:
Schade, mir war die Geschichte etwas zu kurz. Ich hätte so gerne noch mehr erfahren. Aber vielleicht gibt es ja mal eine Fortsetzung. Ich wüsste auch schon, was mich interessiert, aber das schreibe ich Gaby Hoffmann bei Facebook, denn damit würde ich doch mehr vom Buch verraten und das will ich ja nicht.
Übrigens, die Rezepte mit Erklärungen zum Ende des Buches haben mir gefallen.


Kommentare:

  1. Hallo Ulla. Danke für Dein aufschlussreiches Fazit. Das Buch ist aufgrund Deiner Schilderung auf meinen Wunschzettel "gewandert" . Die Kürze würde mich nicht stören, sie kommt doch gerade recht als weihnachtliche, abendliche Bettlektüre über das Fest.

    LG Reni

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  2. Huhu Ulla,
    da bin ich, wusste auch gar nichts von deinem Blog und werden hier bestimmt öfter rein schauen, da ich ja auch viel lesen und wir einen ähnlichen Geschmack haben.
    Bis dann
    Heike

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