Donnerstag, 19. Dezember 2013

Rezension - Mütter, Töchter und andere Krisen


Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Mütter, Töchter und andere Krisen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 3. September 2013

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher, geb. 1955, ist verheiratet und arbeitet als Immobilien-Fachfrau in Wien. Darüber hinaus schreibt die kommunikative Hobbyköchin seit einigen Jahren heitere Gesellschaftsromane, in denen sie sich auf unterhaltsame Weise mit dem Alltag, Beziehungen aller Art und gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinandersetzt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Annette ist Geschäftsfrau, sie liebt ihre Villa, ihre Firma und ihre Familie. „Genau in der Reihenfolge“, meint Tochter Monika, die sich ganz der Familie widmet. Als sie ihren Mann Udo jedoch bei einem Seitensprung erwischt, zieht sie mit Tochter Sarah in die Villa ihrer Mutter. Annette, die Udos betriebswirtschaftliche Fähigkeiten zu schätzen weiß, macht ihn dennoch zu ihrem Geschäftsführer. Da sind Probleme ebenso vorprogrammiert, wie bei dem Versuch ihres Ex-Mannes, seinen ungewollten Ruhestand zu verheimlichen. Die herrschende Finanz- und Wirtschaftskrise macht die Situation auch nicht leichter, verhilft aber zu neuen Ideen – und schafft am Ende ganz völlig neue Verhältnisse.

Meine Meinung:
Ui, war das ein turbulenter Roman! Ich hatte zu Anfang das Gefühl ein Wimmelbuch vor mir zu haben. Mit den Kindern habe ich gerne Wimmelbilderbücher angesehen und nach Betrachten der wunderschönen Bilder auch den Überblick erhalten. In diesem Buch tauchen so viele Personen auf, in der alten Villa von Annette wimmelt es regelrecht von ihnen. Aber auch hier habe ich den Überblick behalten können.
Ich fand es sehr interessant, wie viele Protagonisten die Autorin zusammen gesucht hatte und jede hatte einen anderen Charakter. Mit einigen könnte ich mich anfreunden, andere würden mich ganz schön nerven. Monika, die Tochter von Annette würde mit Sicherheit nicht meine Freundin werden, so sehr hat sie mich genervt und so wenig hat mir ihre Einstellung gefallen. Aber gerade diese verschiedenen Einstellungen haben das Buch auch sehr interessant werden lassen.
Die Geschichte spielt in Österreich und wie ich beim Lesen des anderen Buches von Brigitte Teufl-Heimhilcher schon bemerkt habe, tauchten auch hier wieder für mich sehr unbekannte Wörter auf. Bis heute kannte ich den Monat Feber nicht und habe extra nachgesehen, ob es den Namen wirklich gibt. Gewundert hat es mich auch, wie schnell eine Scheidung "durch" ist. Ich werde bei Gelegenheit bei meinen Freunden in Österreich mal nachfragen, ob das wirklich so ist. Es tut mir leid, wenn ich schon über den Alltag mit all den Problemen etwas lese, dann will ich auch wissen, wie wahr alles ist.
Ansonsten hat mir das Buch gefallen, es hat mich gefesselt und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Genug Abwechslung in den Themen gab es dort auch. Der ganz normale Alltag wurde geschildert, womit eine allein erziehende Mutter oder eine Geschäftsfrau zu kämpfen hat. Der Leser erfährt, wie sich Scheidungskinder fühlen, die eine neue Familie bekommen sollen. Es geht um Liebe, Betrug, Job und Krankheit. Eigentlich wurde in diesem Buch so ziemlich alles reingepackt, was in einer großen Familie vorkommt. Wobei es gut geschrieben ist und ich hatte nicht das Gefühl, es wäre zu viel des Guten.
Gefallen hat mir, welche Wendung die Geschichte nahm und wie es am Ende für alle ausging.

Fazit:
Ein gutes Buch für Zwischendurch zu lesen. Mit Humor wurde über eine große Patchworkfamilie geschrieben. Ich kann das Buch weiter empfehlen.

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