Dienstag, 11. Februar 2014

Rezension - Nr. 13

Autorin: Laura Wulff

Titel: Nr. 13

Genre: Thriller

Version: Broschiert

erschienen: 1. März 2014

Seiten: 361

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira  Taschenbuch


Laura Wulff ist das Pseudonym der bekannten deutschen Autorin Sandra Henke, die in der Nähe von Köln lebt und arbeitet. Obwohl sie das Gelübde "Bis dass der Tod euch scheidet" ernst nimmt, hofft sie, dass ihr Name trotzdem nie in einer Ermittlungsakte der Kriminalpolizei auftauchen wird. Sie trinkt gerne ein Glas blutroten Wein, findet, dass Neid die Seele vergiftet, und könnte nicht für Schuhe morden, sondern für ein gutes Buch.

Kurzbeschreibung, übernommen:
"Er trug die Kutte eines Mönchs ", so beschreibt die verwirrte alte Frau den Mörder, den sie in der gegenüberliegenden Wohneinrichtung für rehabilitierte Sexualstraftäter beobachtet haben will. Einzig mit dieser Aussage kann der Kölner Kriminalkommissar Daniel Zucker nach einem Unfall, der ihn an den Rollstuhl fesselte, wieder frisch im Dienst jedoch nicht anfangen zu Ermitteln, ohne einen Eklat zu verursachen. Als Zeichnerin zu dem Fall hinzugezogen, stößt seine Frau Marie auf Hinweise, die ihren Chef in Verbindung mit den Straftätern bringen. Währenddessen beschließt Maries Cousin Ben, um Daniel zu helfen und seine eigenen Dämonen zu besiegen, das Vertrauen der Bewohner zu gewinnen. Wird es ihm gelingen, etwas über den Mord zu erfahren, ohne sich selbst in Lebensgefahr zu bringen?

Meine Meinung:
Ende Januar war ich zur Autorenlesung und konnte dort dieses Buch schon erwerben. Versehen mit einer tollen Signatur befindet es sich nun in meinem Besitz. Weil Laura Wulff mich wieder neugierig gemacht und mir das erste  Buch "Leiden sollst Du" so gepackt hat, wollte ich diesmal mit dem Lesen nicht mehr lange warten. Und was soll ich berichten, es war wieder so spannend, dass ich jede freie Minute genutzt habe.

Inzwischen kenne ich die Protagonisten schon sehr gut und ich fühlte mich sofort wieder heimisch. Nicht in dieser gruseligen Umgebung, sondern bei Ehepaar Zucker und im Büro von Daniel. Benjamin hat mein Herz ganz schön zum Klopfen gebracht, puh, war das aufregend. Nebenbei empfehle ich allen wirklich, das erste Buch vorher zu lesen, es erklärt doch so manche Zusammenhänge.

Daniel Zucker hat es nicht leicht mit seiner Behinderung seinem Beruf so nachzugehen, wie er es gerne möchte, aber inzwischen hat er doch vieles gelernt und kann damit besser umgehen. Klasse fand ich, welche Ideen er hatte,  einen Tatort zu besichtigen.
In diesem Buch werden nicht nur die Fälle behandelt, ich erfahre auch wieder einiges aus dem Privatleben aller Beteiligten, was mir persönlich immer sehr gut gefällt. Zumal das Verhalten im Beruf oft auf Privates zurück zu führen ist.

In diesem Buch wird nicht nur ein Fall behandelt, zufällig bemerkt Marie etwas, was sie nachdenklich macht und mit Hilfe von Daniel kann ein weiteres Rätsel  gelöst werden.
Vieles in diesem Buch hat mich nachdenklich gemacht. Wie schätze ich das Verhalten der Nachbarn von Haus Nr. 13 ein, wie würde ich reagieren? Auch andere Schicksale am Rande machen einen nachdenklich. Aber ich will wie immer nicht zu viel verraten. Vor allem will ich keinem die Spannung nehmen.

Diesmal kam ich echt in Versuchung, mal schnell ein Kapitel zu überspringen, damit ich weiß, was weiter passiert. Was meine ich? Laura Wulff versteht es prima, die Spannung aufzubauen. Normalerweise werde ich damit auch gut fertig. Ein Kapitel endet und im nächsten wechselt der Ort und die Personen, aber das ist nicht unübersichtlich. Aber ich habe mich zurück gehalten, wollte mir selber die Freude nicht nehmen. Allerdings wollte ich mich auch  von nichts und niemanden stören lassen, damit ich ohne Verzögerung weiterlesen kann.  So kann es schon mal passieren, dass Besucher schnell abgefertigt werden oder ich auch nicht ans Telefon gehe.

Ich könnte jetzt noch so  vieles schreiben, was ich toll fand aber dann müsste ich auch mehr verraten und das will ich wirklich nicht. Leser, die später noch einmal meine Rezension lesen, können mich dann bestimmt noch besser verstehen.

Schon beim ersten Buch habe ich ja geschrieben, dass ich normalerweise kein großer Fan von Thriller bin, aber auch diesmal hat es mich wieder gefesselt.
Übrigens, ich fand die Lesung sehr interessant, auch die Fragen hinterher. Daraufhin habe ich mir beide Cover noch einmal genauestens angesehen und auch die Danksagungen betrachte ich nun mit anderen Augen.

Fazit:
Ich fand das Buch wirklich wieder spannend und kann es jeden weiter empfehlen.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Liebe Ulla,

ich danke dir herzlich für diese erste Rezension. Es freut mich sehr zu lesen, dass dir der 2. Fall der Zuckers ebenso gut gefallen hat wie "Leiden sollst du". Man kann die Bücher separat lesen, schließlich behandeln sie abgeschlossene Fälle. Aber es wäre schade, wenn man Daniels Hintergrund und Entwicklung nicht mitbekäme.

Liebe Grüße,
Laura Wulff

Ulla hat gesagt…

Liebe Laura,
ja, was die Fälle betrifft, kann jedes Buch für sich alleine gelesen werden, das ist richtig. Aber mir hat eben auch gefallen, zu lesen, wie es mit Marie und Daniel und natürlich mit Benjamin weitergeht. Auch die Entwicklung von Leander fand ich interessant und es würde mir etwas fehlen, wenn ich das erste nicht gelesen hätte. Bin dafür einfach viel zu neugierig.
Liebe Grüße
Ulla