Samstag, 14. Juni 2014

Rezension - Brombeerliebe


Autorin: Andrea Reichart

Titel: Brombeerliebe

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 7. November 2013

Seiten: 186

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Oldigor


Die Autorin Andrea Reichart wurde in Oberhausen geboren, verbrachte ihre Kindheit in den USA und die weiterführende Schulzeit in Essen. Nach ihrer Buchhandelslehre studierte sie Germanistik und Anglistik (MA, 1989), arbeitete bis 2004 als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Essen (Gemanistik/Mediävistik) und besaß von 1992 bis 2008/09 in Essen erst einen Verlag und ab 1995 auch eine Buchhandlung. Eine ausführliche Information kann hier nachgelesen werden.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Der 49-jährigen Sue könnte es kaum besser gehen. Gut gelaunt schreibt sie einen romantischen Bestseller nach dem anderen (worüber sich nicht nur ihr Agent Norbert Schulte freut), die sechs Kinder sind gelungen und ihr Mann Lu liebt angeblich jedes Gramm an ihr. Als sich die bildschöne aber verhasste Yvonne an Lu heranmacht, muss Sue in Bewegung kommen, wenn sie ihre Ehe retten will. Nicht ganz einfach, wenn man über hundert Kilo wiegt. Endgültig auf Trab gebracht wird sie von Barbara und Klaus, die das Geheimnis um Sues vergessene Kindheit hüten, und von der skurrilen Erbschaft eines Vaters, den es in ihrem Leben nie gab.

Meine Meinung:
Eine schöne Sommerlektüre. Das Buch eignet sich wirklich bestens als Urlaubslektüre, denn es lässt sich sehr flüssig lesen. Mit viel Humor hat die Autorin viele Begebenheiten geschildert. Köstlich fand ich, wie Sue ihrem Autohändler erklärt, dass ihr neues Auto einige Probleme hat. Aber es kommen auch ernste Themen vor. Tierschutz und Ernährung werden sehr groß geschrieben und sehr gut in die Geschichte um Sue eingebaut. Wobei mir die Familiengeschichte von Sue doch etwas sehr unrealistisch gestrickt vorkam. Da ich das Buch aber erworben hatte, weil ich für meine Teilnahme an der Challenge AGDSD etwas leichtes suchte, habe ich das alles nicht so ernst genommen. Manchmal vergesse ich einfach, dass es "nur" ein Buch ist und mich unterhalten soll.
Gespannt habe ich dann auch verfolgt, was es mit der merkwürdigen Erbschaft auf sich hat. Und natürlich hat es mich interessiert, wie Sues Mann Lu, der mit vier der sechs Kinder in Urlaub gefahren ist, klar kam. Denn in seiner Begleitung war eine Freundin der kleineren Kinder und ihre geschiedene Mutter, die ein Auge auf Lu geworfen hatte.
Wirklich sehr gut beschrieben fand ich die Arbeit für den Tierschutz, da merkte ich, dass die Autorin sich damit selber sehr beschäftigt.
Was mir persönlich allerdings gar nicht gefallen hat, war, wie mit der übergewichtigen Sue umgegangen und sie von der Autorin beschrieben wurde. Man stelle sich mal vor, wir Übergewichtigen würden jeden Spargeltarzan so behandeln, nur weil er nicht so aussieht wie wir. Auch hat es mich genervt, dass Sue sich einiges anhören musste, weil sie Fleisch ißt und eigentlich ganz normale Fragen stellt. Schade, das alles fand ich nicht sehr passend. Zumal ich in der letzten Zeit in so vielen Büchern lesen muss, dass Frauen mit der Kleidergröße 42 schon als dick bezeichnet werden.

Die Protagonistin Sue war mir von Anfang an sehr sympathisch und ich war bei allem voll auf ihrer Seite. Aus diesem Grund habe ich das Buch auch bis zum Ende gelesen, denn mich interessierte wirklich, wie es in ihrem Leben weitergeht.

Das Buchcover hat mich übrigens sehr angesprochen, als ich auf der Suche nach einem passenden Buch war. Ich selber esse sehr gerne Brombeeren und habe auch schöne Kindheitserinnerungen daran.

Fazit:
Wer ein kurzweiliges Buch sucht, dem sei dieses empfohlen.

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