Donnerstag, 12. Juni 2014

Rezension - Picture Bride - Die Geschichte einer Fotobraut


Autorin: Dorothy Castle

Titel: Picture Bride - Die Geschichte einer Fotobraut

Genre: Historischer Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. April 2014 als eBook

Seiten: 222

Altersempfehlung: Erwachsene



Hinter dem Namen Dorothy Castle verbirgt sich die Autorin Sabine Landgraeber, sie wird in diesem Jahr 50, ist verheiratet und arbeitet seit langer Zeit als Regisseurin. Vor zwei Jahren hat sie mit dem Schreiben begonnen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wie findet man den Mann fürs Leben? Heute sucht man auf Partnerbörsen im Internet, früher gab es den Heiratsvermittler.
Hawaii, 1902: Die 18jährige Japanerin Hitomi kennt ihren zukünftigen Mann nur von einem Foto. Ein Heiratsvermittler hat einen Ehemann für sie auf Hawaii gefunden. Nach einer beschwerlichen Schiffsreise endlich dort angekommen, muss sie feststellen, dass der Mann sie nicht abholt. Hitomi kann auf keinen Fall wieder zurück nach Japan, denn dort wartet nur der gewalttätige Onkel. Um einer Ausweisung zu entgehen, geht sie auf eine weitere Vermittlung ein. Sie heiratet Jiro, einen einfachen Arbeiter einer Zuckerrohr-Plantage. Nach anfänglichen Schwierigkeiten gelingt es Hitomi, ihren Mann zu akzeptieren und sie findet sich im harten Arbeitsalltag der Plantage zurecht. Doch dann geschieht ein Unglück, dass ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Gemeinsam mit ihren Freundinnen erkämpft sie sich ihren Weg und findet die wahre Liebe. Eine spannende und mitreißende Geschichte vom Überlebenskampf einer jungen Frau, die in eine fremde Welt entführt.

Meine Meinung:
Ein sehr gelungenes Buch über eine Fotobraut, die eine von vielen war und deren Geschichte mich sehr berührt hat. Von manchen Begebenheiten hat man ja schon mal gehört, sich aber nicht weiter damit beschäftigt, deshalb fand ich das Buch auch sehr interessant, denn so konnte ich mich über das Leben vieler junger Japanerinnen informieren. Jetzt weiß ich, dass damals sehr viele Frauen nur mit einem Foto versehen sich auf die weite Reise nach Hawaii machten, um dort den Mann zu heiraten, den sie wirklich nur vom Bild her kannten.
Die Protagonistin Hitomi begibt sich auch auf den Weg ins Unbekannte. Da ihr Onkel sie sehr früh von der Schule genommen hatte, damit sie arbeitet und nicht ihre Zeit bei einer unbeliebten Lehrerin verbringt, war ihr auch gar nicht bekannt, wo Hawaii überhaupt liegt. Auf der unbequemen Überfahrt lernt sie zum Glück hilfsbereite Menschen kennen und findet Freundinnen, die ihr später sehr helfen werden. Leider hat sie gleich bei der Ankunft großes Pech und hätte eigentlich wieder nach Hause fahren müssen. Aber glücklicherweise findet sie in Jiro einen sehr guten Mann und ich hatte mich schon sehr für sie gefreut. Hitomi war mir sehr sympathisch und ich war bei ihr vor Ort, so habe ich dann auch mit ihr auf der Zuckerrohrplantage gelitten und als dann ein weiteres Unglück geschah, tat sie mir sehr leid.
Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, denn, wie ich es schon erwähnte, fand ich die Geschichte sehr interessant. Der Schreibstil hat mir gefallen und neben der Geschichte um Hitomi und ihren Freundinnen lernte ich gleich noch etwas von Hawaii und dem Leben der Japaner dort kennen.
Wie es so oft ist, endet das Buch an einer Stelle, wo man zu gerne noch weiterlesen würde. Deshalb würde ich mich über eine Fortsetzung auf jeden Fall freuen. Aber nun werde ich das andere Buch von Sabine Landgraeber "Zufällig Hawaii" lesen, denn es schlummert schon auf meinem Kindle.

Fazit:
Auch Anfang 1900 passierte so vieles, was uns nicht unbedingt bekannt ist. Deshalb kann ich diesen historischen Roman auf jeden Fall empfehlen. Ich freue mich, dass ich von der Autorin auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde.

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