Mittwoch, 23. Juli 2014

Rezension - Nur eine kleine Affäre

Autorin: Annemarie Schoenle

Titel: Nur ein kleine Affäre

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: als eBook am 24. Oktober 2013

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks
zu kaufen: klick hier

Die Romane der Autorin Annemarie Schoenles werden millionenfach gelesen, zudem ist sie eine der begehrtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands (u. a. Grimme-Preis). Sie ist Mutter einer erwachsenen Tochter und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von München.
Mehr und interessantes über die Autorin  sind auf ihrer Homepage zu finden.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Viertelstunde später war alles klar. Sie war schwanger. Der Blinddarm war kein Blinddarm, der Blinddarm war ein Kind.
Schwanger, Job weg, Mann weg. Eigentlich hatte sich Theresa nur auf eine kleine Affäre mit dem gutaussehenden Victor eingelassen, um der Tristesse ihres Alltags zu entfliehen – und nun ist sie alleinerziehende Mutter und arbeitslos. Weder ihr Ehemann, noch ihr Liebhaber wollen etwas von dem Kind wissen. Was also tun? Theresa hat zwar keine Ahnung, dafür aber jede Menge Träume! Sie lässt sich nicht unterkriegen und ist sich sicher: Ich werde mein Glück finden!

Meine Meinung:
Ich suchte nach einer leichten Sommerlektüre und dabei habe ich dieses Buch gefunden. Und da ich keine großen Erwartungen an dieses Buch gestellt hatte, habe ich es mit Spaß zügig durchgelesen.
Normalerweise hätte ich Theresa mit ihren Vorstellungen über die Arbeitswelt und so weiter überhaupt nicht leiden können. Aber die Charaktere der meisten Beteiligten waren so überzogen dargestellt, dass es schon wieder Spaß machte, über sie zu lesen. Dabei möchte ich erwähnen, dass mir die Oma am sympathischsten war,  zumal sie auch die einzige war, die so richtig mit beiden Beinen auf dem Boden der Wirklichkeit stand.

Theresa hat mit ihren 28 Jahren immer noch nicht den Platz im Berufsleben gefunden. Mit ihrem angetrauten Ehemann ist sie auch nicht mehr so richtig glücklich, da er sich während der Ehe ganz anders entwickelt hatte. Eigentlich wollte sie etwas Abwechslung in ihr Leben bringen und beginnt eine kleine Affäre mit Victor. Dummerweise hat sie nicht richtig verhütet und wird schwanger, sehr zum Entsetzen beider in Frage kommenden Väter. Theresa entscheidet sich für ihr Kind und steht auf einmal alleine da. In meinen Augen wird sie da endlich erwachsen und packt endlich mal alles richtig an.

Wie ich schon erwähnte, habe ich nach einer leichten Lektüre gesucht und ich habe das Buch sehr zügig durchlesen können. Allerdings bin ich der Meinung, dass sich die Geschichte am Anfang so sehr in die Länge zieht und dann gegen Ende etwas Tempo bekommt. Wobei es für mich viel zu plötzlich zu Ende war, da hätte ich gerne genau erfahren, wie es weiter gegangen ist. So muss ich mich mit einem Epilog zu frieden geben. Schade, das war dann jetzt auch der Grund, dass ich sage, so richtig zu frieden war ich dann doch nicht mit dem Buch.

Übrigens, als Taschenbuch ist es Anfang der 90er Jahre erschienen und jetzt, so habe ich irgendwo gelesen, überarbeitet als eBook. Wobei bei der Überarbeitung aber anscheinend kein Wert auf die neue Schreibform gelegt wurde. Nun, damit kann ich leben. Aber ich fand es ungemein interessant, wie schnell sich die Zeit doch verändert. Die Protagonisten geht in Telefonzellen zum Anrufen, wann liest man das denn noch. Heutzutage hat auch jeder ein Handy zur Hand, die allerdings in den meisten Büchern vergessen werden oder nicht aufgeladen sind. Ja. so ändern sich die Zeiten. Die gute alte Mark gab es auch noch.

Fazit:
Es ist ja zum Glück nicht jeder so kritisch bei leichter Lektüre und ich kann jetzt auch nicht behaupten, dass ich sage, bitte kauft es auf keinen Fall

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