Mittwoch, 5. November 2014

Rezension - Ghosem - Das Seelenportal


Autorin: Claudia Schwarz

Titel: Ghosem - Das Seelenportal

Genre: Fantasie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Mai 2014

Seiten: 556

Altersempfehlung: Erwachsene


Im Jahre des Herrn 1972 in Nordhorn geboren, lebt die Autorin Claudia Schwarz mit Mann und Kindern in einem kleinen Vorort nahe Aachen. Ihre Liebe zum Schreiben und die Faszination, in vergangene Epochen und den Zauber erdachter Welten einzutauchen, fand bereits in frühster Jugend seinen Anfang. Vor einigen Jahren gab sie sich der tief in ihr verwurzelten Leidenschaft des Schreibens vollends hin und machte ihr einstiges Hobby zum Beruf.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Was wäre, wenn es plötzlich dunkel um dich werden würde? Wenn dein Körper fortan hilflos in einem Krankenhausbett läge? Du nicht mehr fähig wärest, dich zu regen? Was, wenn deine Seele auf Wanderschaft ginge und dein Herz mitnähme? Wie weit würdest du für einen Traum gehen?

Das Leben des neunzehnjährigen Jona gerät abrupt aus den Fugen, als er durch die Folgen eines schweren Motorradunfalls ins Koma fällt. Er erwacht in einer Welt, die gegen alle Regeln des Verstandes zu verstoßen scheint: Ghosem. Dort herrscht Domhnall, ein allmächtiges Gottwesen. Sich von den Ängsten menschlicher Seelen nährend, stellt Domhnall ihn vor die Wahl: Unterwirf dich oder stirb. Während Jonas Körper reglos und angeschlossen an lebenserhaltende Maschinen in einem Krankenhausbett liegt, kämpft seine Seele in Ghosem fortan ums Überleben. Nicht willens, sich seinem Schicksal zu beugen, steht Jona jedoch schon bald vor der Frage: Ist es lohnenswert, für seinen Stolz alles aufs Spiel zu setzen? Doch nicht allein dafür, sondern ebenso für eine verbotene Liebe ist Jona bereit, weit mehr zu opfern als nur seine Unbeugsamkeit …

Meine Meinung:
Ich gebe jetzt zu, dass ich mit dem Lesen vor einiger Zeit schon mal begonnen hatte und dann abgebrochen habe. Irgendwie sagte es mir nicht so richtig zu. Nun habe ich mich noch einmal daran gewagt und bin froh, dass ich das gemacht habe. Nach dem Anfang, den ich auch diesmal nicht so toll fand, weil es mir einfach zu gruselig vorkam, wurde es richtig spannend und abenteuerlich. Das zeigt mir mal wieder, dass ich nicht zu früh aufgeben soll. Nun ja, ich bin eben nicht der größter Fan von Fantasybüchern, aber ab und zu fesseln sich mich doch.
Den Protagonisten Jona habe ich sehr lieb gewonnen und ich habe um ihn gebangt und gezittert und auch ein paar Tränen vergossen.
In diesem Buch hat die Autorin ein sehr interessantes Thema verarbeitet. Was erleben Komapatienten tatsächlich. Ich kenne jemanden, der einige Tage im Koma lag und sehr schlimme Träume hatte, die er leider nicht abwehren konnte.
Jona befindet sich auf einmal in diesem Seelenportal und hat die Chance zurück in seinen Körper zu kommen. Allerdings muss er sich gegen diesen Domhnall wehren und den Weg zurück finden. Seine Erlebnisse sind sehr spannend geschrieben, manchmal zog es sich meiner Meinung nach zu sehr in die Länge. Dafür ging am Ende alles sehr schnell und ließ bei mir auch einige Fragen offen, die ich dem Vater ebenfalls  gerne gestellt hätte.
Ich bin mir nicht sicher, ob dieses Buch vom Verlag als Jugendbuch angesehen wird, wenn das der Fall ist, dass finde ich es nicht gut, denn es gibt mir zu viele grausame Szenen.
Ich finde, dass dieses Buch nach einer Fortsetzung schreit, ich sage da nur: Eva.
Was ich damit nun meine, sollte jeder Leser selber herausfinden.

Das Buchcover finde ich sehr ansprechend.  Die Farben vermitteln eine Harmonie, die ich an verschiedenen Stellen leider nicht entdeckt habe, aber wer weiß schon, wie es in der Zwischenwelt aussieht.

Fazit:
Also, ich bin froh, dass ich mit dem Lesen noch einmal begonnen habe und kann dieses Buch jedem nur empfehlen. Ich denke, dass Jona vielen ans Herz wachsen wird.

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