Freitag, 17. April 2015

Rezension - Heiligenschein


Autor: Wolf Schreiner

Titel: Heiligenschein

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 18. August 2014

Seiten: 413

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann

Der  Autor Wolf Schreiner wurde 1958 in Nürnberg geboren. Er wuchs in Oberbayern in der Nachbarschaft zum katholischen Wallfahrtsort Altötting auf und studierte in München Politik, Volkswirtschaft und Kommunikationswissenschaft. Wolf Schreiner arbeitete als Journalist für Zeitschriften, Rundfunk und Fernsehen, bevor er seine Leidenschaft für Krimis entdeckte. Er lebt heute in München.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Baltasar Senner, katholischer Pfarrer und Hobbyermittler, fällt aus allen Wolken: Ein Dieb ist ins Heiligste des Passauer Doms eingedrungen und hat das Herzstück des Kirchenschatzes gestohlen, eine edelsteinbesetzte Monstranz. In seiner Not bittet der Bischof Baltasar, die Monstranz diskret wiederzubeschaffen, schließlich sollte sie ein Geschenk für den Papst sein. Aber als die Lösegeldübergabe scheitert und ein Mord geschieht, ist es endgültig aus mit dem Frieden im Bayerischen Wald. Mit Feuereifer ermittelt Baltasar in alle Richtungen und entdeckt: Nicht nur der Dieb hat kein reines Gewissen ...

Meine Meinung:
Ich gebe zu, das witzige Cover und da ganz besonders die Kuh, die mich direkt anzusehen scheint, haben mich dazu verführt, dass ich mich näher mit dem Buch beschäftigt habe. Dabei fiel mir ein, dass ich von dem Autor bereits ein Buch gelesen habe und deshalb wanderte dieses dann auf meinem Stapel zu lesener Bücher.

Pfarrer Baltasar Senner erhält von seinem Bischof den Auftrag, sich um die gestohlene Monstranz zu kümmern. Wurde  ihm zwar in der Vergangenheit vom Bischof untersagt, als Hobbyermittler tätig zu sein, soll er sich jetzt darum kümmern. Denn der Bischof will jedes Aufsehen vermeiden und springt dabei auch über seinen vermeintlichen Schatten und verspricht Baltasar Senner einiges für seine Gemeinde.
Baltasar Senner ist genauso unwissend, wie ich als Leserin und macht sich an die Arbeit. Dass er nicht überall gern gesehen wird, versteht sich, denn auch die Vertreter der katholischen Kirche haben nicht immer ein reines Gewissen. Sehr fesselnd beschreibt der Autor, was Baltasar alles erfährt und wie er an seine Informationen kommt.

Den Beteiligten hat Wolf Schreiner ganz besondere Charaktere zugeordnet. Die Haushälterin fand ich gelungen, besonders die Gerichte, die sie dem Pfarrer immer wieder vorsetzt. Der Bischof kam gar nicht so gut weg, sympathisch war er mir überhaupt nicht, aber ich fand es klasse, wie er sein Fähnlein immer wieder nach dem Wind gedreht hat. Ich kann mir gut vorstellen, dass auch genau diese Person Inhalt von Gesprächsthemen sein könnte. Von der Behauptung, so benimmt sich kein Würdenträger bis hin zu der Aussage, ich habe es ja immer gewusst, trauen kann man denen einfach nicht. Und für ihn könnte der Titel des Buches auch in "Scheinheilig" geändert werden. Auf jeden Fall ist es hier dem Autor wunderbar gelungen, eine Person besonders darzustellen.

Humor sollte man schon mitbringen, wenn dieses Buch gelesen wird. Ich konnte über vieles schmunzeln, gehöre ich ja auch zu den anderen, die laut Bischof hoffentlich mal wieder den rechten Weg finden werden.
Wie bereits erwähnt, war ich gefesselt und wollte wissen, wer denn nun der Täter war. Ich hatte ab und zu eine Ahnung und war gespannt, ob ich recht behalten sollte. Damit musste ich bis ganz zum Ende warten.

Fazit:
Wer Spaß daran hat einem Pfarrer dabei zu beobachten, wie er besondere Fälle löst, dem kann ich dieses Buch empfehlen.

Ich möchte mich beim Verlag Goldmann vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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