Mittwoch, 29. April 2015

Rezension - Tante Frieda - Ein Hohe-Tanne-Krimi



Autorin: Heidi Gebhardt

Titel: Tante Frieda - Ein Hohe-Tanne-Krimi

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Oktober 2014

Seiten: 237

Altersempfehlung: Erwachsene



Heidi Gebhardt, geboren 1962, war früher als Kundenberaterin in Werbeagenturen tätig und arbeitet heute als freie Autorin. Schon früh hat sie ihre große Liebe zum Kochen und zur Kriminalliteratur entdeckt, der sie sich nach der Geburt ihrer Kinder noch mehr widmen konnte. Ihr erster Krimi um Tante Frieda erschien im Selbstverlag und war ein großer Erfolg in Hanau und Frankfurt. Die Autorin lebt seit über zehn Jahren im Hanauer Stadtteil Hohe Tanne.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Stadt, Land, Mord – Tante Frieda ermittelt! Gerade noch macht sich Tante Frieda mit ihrer Nichte Lena über ihre Leibspeise her, da ziehen dunkle Wolken auf. Im idyllischen Viertel Hohe Tanne wird eine Leiche gefunden. Überhaupt gab es erstaunlich viele Tote in letzter Zeit. Angeblich sind alle eines natürlichen Todes gestorben. Doch Tante Frieda ist misstrauisch. Irgendetwas stimmt hier nicht. Und während die Polizei glaubt, es ginge um Drogenhandel, ahnt Tante Frieda, dass die Dinge anders liegen: Schnell gewinnt sie das Vertrauen der Zeugen, lässt sie alle Geheimnisse ausplaudern und kommt dem wahren Täter auf die Spur.

Meine Meinung:
Kann es sein, dass es in jeder Familie eine Tante namens Frieda gibt? Oder zumindest eine Tante, die so fit und pfiffig ist, wie die Protagonistin in diesem Buch? Ich wünsche es auf jeden Fall allen.
Durch Zufall wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und da wir mal eine Tante Frieda hatten, war ich auch neugierig darauf. Ich sollte nicht enttäuscht werden.

Frieda Engel, eine sehr sympathische ältere Dame lebt mit ihrem Dackel Amsel in einem Ortsteil von Hanau, Hohe-Tanne. Auf ihren Spaziergängen mit Amsel sieht sie so einiges, was manches Mal nicht ganz in Ordnung zu sein scheint. Auf einmal häufen sich die Todesfälle in ihrer Gegend und einige Leute verhalten sich merkwürdig. Zusammen mit ihrer Nichte Lena will sie den Geheimnissen auf die Spur kommen. Was sie dabei alles erlebt, hat die Autorin sehr fesselnd geschrieben.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, Lena hat in der Ich-Form geschildert, was sie und ihre Tante unternommen haben. Im Wechsel kann ich in den Kapiteln verfolgen, was Tante Frieda und Lena erleben und gleichzeitig die zuständigen Ermittler bei ihrer Arbeit beobachten. Denn neben den beiden Frauen lerne ich auch Bärbel und Peter, die beiden Kommissare und noch weitere Mitarbeiter der Polizeidienststelle kennen. So sind es denn zwei Erzählstränge, in denen ich alles verfolgen kann.

Tante Frieda und Bärbel und Peter waren mir sehr sympathisch, auch mit den kleinen oder großen Macken, die jeder hatte. Mit Lena wurde ich nicht so richtig warm. Vielleicht wird sich das mit dem nächsten Buch ändern, denn ich weiß inzwischen, dass es ein weiteres Buch mit Tante Frieda als Hauptrolle geben wird.

Das Buchcover gefällt mir richtig gut, so stelle ich mir die Tante mit ihrem Dackel vor. Und in dem Bild ist alles vereint, was auch zum Buch gehört.

Die Geschichte in diesem Buch ist spannend, allerdings hatte ich ziemlich früh einen bestimmten Verdacht, der sich dann auch bestätigen sollte. Trotzdem kam mir das alles nicht vorhersehbar vor, denn es gab immer wieder neue Überraschungen.

Sehr gut finde ich, dass ich am Ende des Buches Rezepte von Tante Frieda nachlesen kann. Ich werde mich damit auf jeden Fall mal näher befassen, originell sind auch die Kommentare von Lena zu einigen Rezepten.

Fazit:
Wer Lust hat, eine pfiffige alte Dame beim Ermitteln zuzuschauen, sollte dieses Buch lesen. Mir hat es gefallen und ich werde bestimmt auch das zweite davon lesen.

Bei der Autorin möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken. Ohne sie hätte ich wahrscheinlich dieses "Tante-Frieda-Buch"  im Wust der vielen Bücher nicht entdeckt.

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