Freitag, 31. Juli 2015

Rezension - Fleischhammermord - Regional-Krimi aus Lippe


Autor: Jürgen Reitemeier
Autor: Wolfram Tewes

Titel: Fleischhammermord Regional-Krimi aus Lippe

Genre: Krimi

Version: eBook und Broschiert

erschienen: 7. April 2014

Seiten: 238

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autoren:
Jürgen Reitemeier Geboren 1957 in Hohenwepel-Warburg/Westfalen. Dort verbrachte er seine Kindheit und Jugend. Nach einer handwerklichen Ausbildung zum Elektromaschinenbauer studierte er Elektrotechnik, Wirtschaft und Sozialpädagogik an den Hochschulen Paderborn und Bielefeld. Seit vielen Jahren verheiratet, lebt und arbeitet er mehr als zwanzig Jahre in Detmold. Sein täglich Brot verdient er als Coach und Erwachsenenbildner in seinem Unternehmen modul b. Gemeinsam mit Wolfram Tewes schreibt er Kriminalromane.
Wolfram Tewes Geboren 1956 in Peckelsheim/Westfalen. Dort verbrachte er seine Kindheit und Jugend in dörflicher Umgebung. Nach einigen Lehr- und Wanderjahren 1982 endlich sesshaft geworden auf der Nordseeinsel Norderney. Als Mädchen für alles bei der Norderneyer Badezeitung zuständig für Anzeigen, Vertrieb, Redaktion und Kaffeekochen. Seit 1987 im Anzeigenbereich der Neuen Westfälischen Zeitung (Bielefeld). Privat ist er verheiratet (seit über 25 Jahren), Vater von zwei mittlerweile erwachsenen Töchtern und wohnt in Horn-Bad Meinberg im wunderschönen Lipperland.

Kurzbeschreibung, übernommen:
In einem Waldgebiet in der Nähe eines lippischen Dorfes werden Teile einer männlichen Leiche gefunden. Da es keine Vermisstenmeldung gibt, tappt die Polizei erst einmal im Dunkeln. Dann meldet eine Firma einen ihrer Mitarbeiter als seit Tagen überfällig. Es stellt sich heraus, dass es sich beim Toten um einen Mann aus diesem Dorf handelt. Alles spricht dafür, dass dessen Ehefrau ihn aus Habgier getötet und in Einzelteilen im Wald entsorgt hat. Das Dorf steht unter Schock. Gerüchte schießen ins Kraut, alte Vorurteile werden wieder lebendig, die Volksseele kocht über. Der Polizist Jupp Schulte, der selbst Einwohner des Dorfes ist, muss feststellen, dass er hier keine ergebnisoffene Ermittlung führen kann. Schnell sitzt Schulte zwischen allen Stühlen.

Meine Meinung:
Dass ich ein großer Fan von Regionalkrimis bin, habe ich schon öfter erwähnt, außerdem bin ich ein Serien-Junkie. Die Krimis dieser beiden Autoren stehen alle in meinem Regal und ich freue mich, wenn ich eine weitere Folge lesen kann.

Neben dem spannenden Teil, in dem ein Mord aufgelöst werden soll, interessiert mich ja immer wieder, was so drum herum im privaten Bereich passiert. Ich freue mich, alte Bekannte wieder zu treffen. Jupp Schulte, der Herr Polizeirat, wie er von einigen angesprochen wird, ist in die Jahre gekommen. Er merkt, dass er vieles nicht mehr so wegstecken kann, wie in den Jahren davor. Anton Fritzmeier, inzwischen über 80 hat mich ebenfalls wieder begeistert. Manchmal lese ich mir seine gesprochenen Sätze laut vor, denn ich meine, dass die Aussprache dann so richtig rüber kommt. Es hat mich chefreut, von ihm zu lesen. Naja und dann ist da noch Maren Köster, langjährige Kollegin von Jupp. Sie und noch einige andere Personen sind Beteiligte in dem neuesten Mordfall. Das heißt, zunächst werden ja nur Leichenteile gefunden. Aber schnell wird ermittelt zu wem die Teile gehören.
Sehr spannend haben die beiden Autoren die Geschehnisse geschildert und mich auch einmal auf eine falsche Fährte gelockt. Nun, Jupp Schulte hatte den besseren Überblick.

Die beiden Autoren haben es nicht nur verstanden, einen spannenden Krimi zu schreiben, sie haben auch gleichzeitig ganz aktuelle Themen eingebaut. Außerdem erfährt der Leser einiges über Dorfgemeinschaften, was dort gut ist, aber auch, wie es besser nicht sein sollte.

Das Buchcover gefällt mir genau so gut, wie alle anderen dieser Serie.  Das Bild enthält viele interessante Details, die der Leser im Buch wieder finden wird.

Fazit:
Gerne empfehle ich dieses Buch weiter, nicht nur den Fans des Lipperlandes.

Rezension - Gestehe!



Autorin: T.C. Bennet

Titel: Gestehe!

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 29. Juli 2015

Seiten: 164

Altersempfehlung: Erwachsene


T.C.Bennet ist das Pseudonym der Autorin Elke Becker. Über sie habe ich in meinen anderen Rezensionen schon etwas geschrieben, wer aber ganz viel erfahren möchte, kann dies auf der Seite von Elke-Becker.com

Kurzbeschreibung, übernommen:
Wie weit würden Sie gehen, um Ihr verschwundenes Kind zu finden?
Franziskas Welt zerbricht, als ihre siebzehnjährige Tochter nach einem Discobesuch nicht mehr nach Hause kommt. Trotz eines vorliegenden Verdachts bleibt das Mädchen spurlos verschwunden und die Ermittler tappen im Dunkeln.
Jahre später fällt Franziska ein Gegenstand in die Hände, der zum Täter führt. In einer Kurzschlussreaktion begeht sie eine Dummheit, die ihre Welt erneut ins Wanken bringt ...

Meine Meinung:
Ich bin ja ein ausgesprochener Krimifan und begleite die Ermittler sehr gerne bei der Auflösung ihrer Fälle. Oft weiß ich nicht, wer der Täter ist und manchmal lasse ich mich auch auf falsche Fährten führen. Das ist immer sehr spannend und ich verschlinge die Bücher meist, weil ich die Auflösung wissen will.

Diesmal war es anders. Ich wusste von Anfang an was passiert war und es baute sich bei mir eine Wut auf, weil es anscheinend keine Möglichkeit gab, den Täter zu überführen. Als dann Franziska, die Mutter des verschwundenen Mädchens die Initiative ergriff und auf eine ganz besondere Art versuchte, den Fall zu lösen, war ich voll auf ihrer Seite.

Elke Becker hat es geschafft und mich an dieses Buch gefesselt. Sie hat es geschafft, dass auch ich gewisse kriminelle Energien entwickelte. Naja, nicht wirklich, aber ich war voll auf der Seite von Franziska und habe gehofft, dass sie es schafft. Was sie nun unternommen hat und ob es ihr gelungen ist, werde ich hier nicht verraten. Auf jeden Fall steckte ich so richtig drin im Geschehen, was mir sehr viel Spaß bereitet hat.

Fazit:
Ich war froh, dass ich zwar über die in der Kurzbeschreibung gestellte Frage nachdenken konnte, aber nicht in dieser Situation steckte. Mit Franziska hätte ich nicht tauschen wollen, konnte sie aber sehr gut verstehen und ihr Handeln nachvollziehen. Aber lest selber, es lohnt sich! Ich finde Elke Becker hat uns hiermit einen spannenden Krimi gegeben. Auf jeden Fall gebe ich eine Leseempfehlung.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Rezension - Neue Hoffnung in Virgin River


Autorin: Robyn Carr

Titel: Neue Hoffnung in Virgin River - Band 18

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Juli 2015

Seiten: 326

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch

Als die Autorin Robyn Carr mit Ende Zwanzig ihrem Ehemann zu seinen Einsätzen als Air Force Helikopterpilot folgte, konnte sie ihren eigentlichen Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. So begann sie erst zu lesen, und dann selber zu schreiben. Inzwischen sind von der erfolgreichen Bestsellerautorin und Mutter von zwei Kindern über fünfundzwanzig Romances erschienen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Irgendwann wird es wieder aufwärtsgehen, davon ist Katie Malone überzeugt. Dieser Gedanke hat die junge Witwe die letzten Monate überstehen lassen, als sie zusammen mit ihren Zwillingen untertauchen musste. Jetzt, hier bei ihrem Bruder in Virgin River, hofft sie, ein wenig Kraft für einen Neuanfang zu schöpfen. Dabei helfen ihr die intensiven Gespräche mit Dylan Childress, einem Sommergast, dem sie immer wieder begegnet. Obwohl sie beide nicht an einer ernsten Beziehung interessiert sind, scheinen sie gegen die magische Anziehungskraft machtlos zu sein. Doch der Tag des Abschieds rückt immer näher … Hat Katie den Mut, auf die Stimme ihres Herzens zu hören?

Meine Meinung:
Ich bin immer noch Virgin-River-süchtig! Auch das 18. Buch hat mich wieder begeistert, obwohl ich das Gefühl habe, dass es in dieser Serie schon einmal bessere Geschichten gegeben hat. Es kann aber auch daran liegen, dass die Machart nun hinreichend bekannt ist. Zwei Personen, mit entsprechender Vergangenheit treffen sich dort und kommen sich näher. Mal ist es leichter, mal ist es schwerer. Außerdem ahnt die Vielleserin schon, wer in der nächsten Folge die Hauptrolle spielen wird. Aber und nun kommt es, die Autorin schafft es mit ihren Geschichten immer wieder, mich an das Buch zufesseln. Für dieses Buch habe ich auf einige Stunden meines Schlafes verzichtet, weil ich unbedingt wissen wollte, wie alle es schaffen werden.
Katie und ihre Zwillinge lernte ich bereits im Band 17 kennen und freute mich, dass sie nun wieder zu ihrem Bruder fahren darf und es keine Gefahr mehr gibt. Da ich nicht weiß, ob die Vorgeschichte bekannt ist, werde ich nicht näher darauf eingehen.
Auf jeden Fall lernt sie in Virgin River rein zufällig Dylan Childress kennen, der spontan seinen einwöchigen Urlaub verlängert und natürlich kommen sie sich näher, aber ob und wo es ein glückliches Ende gibt, verrate ich ebenfalls nicht. Ich bin immer wieder begeistert, dass bereits bekannte und lieb gewonnene Bewohner von Virgin River auftauchen und ebenfalls eine Rolle in der Geschichte spielen. Diesmal hatte ich auch das Gefühl, wieder sehr viel von der wunderschönen Gegend kennen zu lernen. Dylan hat mit seinem Motorrad einige faszinierende Ausflüge gemacht. Ich habe mal wieder gegoogelt und mir die Umgebung angesehen.
Wie ich es schon erwähnte, bin ich süchtig nach den Büchern von Robyn Carr und ich staune wirklich jedes Mal aufs Neue, dass ihr immer wieder neue Personen und Begebenheiten einfallen. Außerdem wird nicht nur mal eben eine Liebesgeschichte erzählt, es gibt auch hier einiges drum herum, was mich ans Buch fesselt und für Spannung sorgt.

Nach wie vor bin ich von den Buchcovern dieser Serie begeistert und freue mich auf jedes weitere Buch, das mein Regal verschönert.

Fazit:
Ich gestehe, ich habe schon mal nachgesehen und die Kurzbeschreibung des nächsten Buches gelesen. Ich hatte recht mit meinem Verdacht und freue mich schon darauf.  Ich weise gerne noch einmal darauf hin, dass jedes Buch für sich gelesen werden kann, aber es macht einfach mehr Spaß sie in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.

Mittwoch, 29. Juli 2015

Rezension - Neben der Spur ist auch ein schöner Weg


Autorin: Dorothea Böhme

Titel: Neben der Spur ist auch ein schöner Weg

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. April 2014

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Dorothea Böhme wurde 1980 in Hamm (Westfalen) geboren. Es hat sie immer schon in die Welt hinausgezogen: Sie studierte in Deutschland und Österreich, verbrachte einige Monate in Ecuador und Italien und arbeitete als Deutschlehrerin in Ungarn.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Laura, Margot und Sabine haben eines gemeinsam: gute Gründe, dem Alltag für einige Zeit zu entfliehen! Und sie alle haben dasselbe Ziel: Bella Italia. Als sie einander zufällig auf dem Weg nach Süden begegnen, beschließen sie spontan, zusammen weiterzufahren. In Margots klappriges kleines Auto gequetscht beginnt eine abenteuerliche, chaotische Reise, bei der die drei vor einem privaten Ermittler flüchten, ein Verbrechen aufklären, sich mit Liebesdingen herumschlagen und noch viele andere Turbulenzen gemeinsam überstehen. Doch am Ende haben sie auf ihrer Suche nach dem Glück das Wichtigste im Leben gefunden: Freundschaft!

Meine Meinung:
Diesmal haben mich Buchcover und der ungewöhnliche Buchtitel dazu verführt, mich näher mit dem Buch zu beschäftigen.  Nachdem ich auch die Kurzbeschreibung ganz interessant fand, war eigentlich klar, dass ich dieses Buch lesen wollte.

So lernte ich zunächst drei ganz unterschiedliche Frauen kennen, die sich zufällig trafen und gemeinsam nach Italien fahren wollten. Laura, noch keine 18 Jahre alt, Margot Anfang 70 und Sabine Mitte 30, das könnte sehr interessant werden, dachte ich mir. Jede der drei Frauen hatte einen besonderen Grund sich einfach auf den Weg zu machen.

Ich bin ja oft sehr kritisch, aber diesmal habe ich fünfe gerade sein lassen und nicht alles ernst genommen und deshalb hatte ich auch sehr viel Spaß beim Lesen. Außerdem konnte ich die Drei begleiten und habe so einiges von Italien kennen gelernt oder wieder gesehen. Denn Margot hatte die Idee, sich überall verewigen zu lassen, ganz besonders an den berühmten Sehenswürdigkeiten. Das dies für einigen Trubel sorgte, war mir dann auch sehr schnell klar. Aber ich musste doch öfters lachen. So einige Dialoge zwischen Laura und Margot haben mir viel Spaß bereitet.

Die Autorin hat es wunderbar verstanden die doch ernsten Hintergründe, weshalb sich jede auf den Weg gemacht hat, mit humorvollen Erlebnissen zu verknüpfen. Und da ich beschlossen hatte, nichts ernst zu nehmen, habe ich mir auch keine Gedanken gemacht, wie jemand so schnell mit seinem Roller nach Italien kommt und dort tatsächlich auch die Gesuchte findet. Und genauso wenig wollte ich wissen, wieso jemand immer einen Aktenkoffer mit sich rumschleppt, statt.... achne, lassen wir das, ich verrate sonst zu viel.

Schade fand ich allerdings, dass das  Buchcover, obwohl es mir sehr gut gefällt, nicht so richtig passt. Anfangs bin ich davon ausgegangen, dass die drei mit dem Campingbus unterwegs sind, was bestimmt auch sehr lustig gewesen wäre. Aber der in der Kurzbeschreibung erwähnte klapprige Wagen war nur ein normales Auto. Und dann habe ich auch eingesehen, dass für es die Spannung wichtiger war, wenn sie sich irgendwo unterwegs immer ein Zimmer mieten mussten.

Da dieses Buch nicht ins Genre Krimi gehört, war es für mich auch klar, dass die erwähnte Verbrechensaufklärung eher mit Humor betrachtet werden sollte. Obwohl, in diesem Teil kam dann etwas Tempo auf, worauf unsere Hobbyermittlerinnen schon ungeduldig warteten.
Insgesamt gesehen hatte ich also viel Spaß beim Lesen. Der flüssige Schreibstil hat es mir dann auch ermöglicht, das Buch in einem Rutsch durch zu lesen.

Fazit:
Eine Geschichte, humorvoll erzählt, aber doch mit ernsten Hintergründen. Mir hat das Buch gefallen und ich werde sehr wahrscheinlich auch nach anderen Büchern der Autorin Ausschau halten.

Ich bedanke mich beim Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar

Dienstag, 28. Juli 2015

Rezension - Ein Engel für Jule



Ein Engel für Jule hat ein neues Aussehen bekommen,

damit hier aber keiner irritiert ist, zeige ich beide

Cover

links das alte und unten das neue







Autorin: Jo Berger

Titel: Ein Engel für Jule

Genre: modernes Märchen

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 5. Juni 2015

Seiten: 264

Altersempfehlung; Erwachsene






Die Autorin Jo Berger schreibt in ihrer Freizeit moderne Liebesromane und Satiren aus dem Leben. Dabei erwärmen ihre Romane nicht nur Herzen, sondern auch Lachmuskeln. Ihre Romanfiguren sind moderne Frauen in den Achterbahnen des Lebens. Die Leser/innen lieben ihren Humor, der in keinem Roman fehlt. Denn wenn Jo Berger zu ihrer spitzen Federn greift, dann meist um alltägliche Situationen zu beschreiben, die man nur mit einer gehörigen Portion Nutella und jeder Menge Humor übersteht. Die Betriebswirtschaftlerin und Autorin begann 2012 mit satirischen Kolumnen für lokale Online- und Printzeitungen und veröffentlichte 2013 die ersten Satiren aus dem Alltag "Das liegt am Wetter". Sie lebt mit ihrer Familie in Weinheim.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Jule liebt Simon. Und Jule hat nur den einen Wunsch: ihn endlich zu heiraten. Sie ahnt jedoch nichts von seiner zwanghaften Untreue, und fegt alle Zweifel beiseite. Sie will keinen Mr. Grey und keinen George Clooney, sie liebt ihren Simon und er liebt sie. Und weil nicht sein kann, was nicht sein darf, werden sämtliche Versuche der Freundinnen, Simons Treiben aufzudecken, von Jule ausnahmslos ignoriert. Da kann nur noch ein Wunder helfen. Aber die gibt es ja nicht.  Oder doch?

Meine Meinung:
Auf der Suche nach einer leichten Lektüre für Zwischendurch habe ich dieses Buch gefunden. Wobei das Buchcover mir sehr geholfen hat, denn es hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht.
Die Kurzbeschreibung las sich ganz interessant und ab und zu möchte frau auch mal an kleine Wunder glauben.

Jule ist total auf Simon fixiert und sieht nicht, was sie eigentlich stutzig machen sollte. Zu oft muss Simon viel und lange arbeiten. Obwohl sie schon zwei Jahre befreundet sind, kennt sie seine Eltern noch nicht. Und da ist noch einiges mehr, was zumindest ihre besten Freundinnen ständig hinterfragen. Aber Jule hat eben ihre rosarote Brille auf. Da wird tatsächlich Hilfe von oben erforderlich sein und so bekommt Engel Elisa ihren ersten Auftrag. Es ist nicht nur ihr erster Auftrag, der ziemlich schwer zu erledigen ist, gleichzeitig ist es auch ihr erster Aufenthalt auf der Erde und mir hat es sehr viel Spaß bereitet, Elisa dabei beobachten zu können.
So hatte ich Elisa sehr schnell in mein Leserherz geschlossen, bei Jule fiel es mit etwas schwerer. Sie war aber auch sowas von beratungsresistent! Ich wünschte ihr zwar alles Gute, aber es war schon sehr schwer, ihr zu helfen. Zum Glück gab es ja noch ihre beiden besten Freundinnen und andere liebenswerte Helfer.
Ich denke mal, dass sich jeder vorstellen kann, wie Elisas Auftrag endete. Aber auf Einzelheiten möchte ich nun nicht eingehen und einigen dadurch etwas vom Lesespaß nehmen.

Mir hat der Schreibstil von Jo Berger gefallen, die mit viel Humor die Geschichte von Jule geschildert hat. Aber es war nicht nur humorvoll, es gab auch Nachdenkliche Stellen und ein Hoch auf die Freundschaft und die Liebe.
Ganz gerührt war ich am Ende des Buches, schnief, da hatte ich doch tatsächlich eine paar Tränchen in den Augen, weshalb verrate ich ebenfalls nicht.

Dieses Buch habe ich für mich unter modernes Märchen eingeordnet, wer wünscht sich nicht auch ab und zu Hilfe von einem rettenden Engel.

Fazit:
Eine schöne Lektüre, die auch gut fürs Herz ist und wunderbar für schöne Lesestunden geeignet ist. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Sonntag, 26. Juli 2015

Rezension - Alt mit Schuss

Autor: Michael Naseband
Autor: Mike Engel

Titel: Alt mit Schuss

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 26. Februar 2015

Seiten: 271

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: emons

Die Autoren:
Michael Naseband, geboren 1965 in Düsseldorf, arbeitete als Polizist bei der Mordkommission und im Kosovo, bevor er einem breiten Publikum durch die SAT.1- Serie »K11 – Kommissare im Einsatz « bekannt geworden ist. »Alt mit Schuss« ist sein erster Kriminalroman.

 Mike Engel ist in Hessen und Niedersachsen aufgewachsen und lebt seit über 20 Jahren in Berlin. Nach seinem Soziologie-Studium arbeitete er in Architekturbüros, war Storyliner für Daily Soaps und Gründer und Geschäftsführer eines Internet-Startups. Seit 2004 hat er als Autor und Chefautor ca. 300 Drehbücher fürs Fernsehen geschrieben, etwa die Hälfte davon für »K11 – Kommissare im Einsatz«

Kurzbeschreibung, übernommen:
Michael Naseband war echter Mordermittler, Polizeichef am Flughafen Priština und zuletzt TV-Cop auf Sat1. Kein Wunder, dass ihn dauernd jemand erkennt, obwohl er inzwischen in Düsseldorf ein gemütliches Kneipenwirt-Dasein genießt. Das ändert sich, als ihn eine junge Frau bittet, nach ihrer vermissten Freundin zu suchen, die tags zuvor bei einem ausufernden Junggesellinnenabschied an der »längsten Theke der Welt« verschütt ging. Naseband übernimmt den Auftrag. Doch dabei lernt er eine neue, dunkle Seite der Stadt kennen – und legt sich mit den falschen Leuten an.

Meine Meinung:
Auf der Leipziger Buchmesse besuchte ich unter anderem auch den Stand vom emons Verlag. Dort habe ich mich sehr gerne umgesehen, denn ich habe einige sehr spannende Krimis aus dem Verlagsprogramm in meinem Regal stehen. Es ist außerdem nicht sehr verwunderlich,  dass mir als Düsseldorferin sofort der Buchtitel "Alt mit Schuss" auffiel. Allerdings sagte mir der Autorenname gar nichts, weil ich so gut wie gar kein "Fernseh gucke".  Im Laufe der Geschichte konnte ich nun diese Bildungslücke schließen ;)

Michael Naseband, einer der beiden Autoren ist auch gleichzeitig der Protagonist dieses Krimis. Aus seiner Sicht wird die Geschichte in der ich-Form erzählt. So erfuhr ich dann auch sehr schnell, dass er durch eine Fernsehserie sehr bekannt ist und oft von seinen Fans erkannt und angesprochen wurde. Es sollte sich heraus stellen, dass es manchmal sehr hilfreich war.

Michael Naseband ist nicht mehr im Polizeidienst tätig, er ist jetzt Wirt einer Altstadtkneipe und deshalb wird er von einer jungen Frau, Nele, auch angesprochen. Ihre beste Freundin und künftige Braut ist nach einem Junggesellenabschied verschwunden. Gemeinsam machen sich Michael und Nele auf den Weg und versuchen herauszufinden, wo sich die insgesamt fünf Freundinnen überall aufgehalten haben. Ich begleite die beiden auf ihrem Weg, was mir sehr viel Spaß gemacht hat, denn die Örtlichkeiten kannte ich ja meistens und hatte so alles wunderbar vor Augen. Aber auch für nicht Einheimische liest sich das sehr interessant, denn die beiden Autoren haben nebenbei jede Menge Informationen über die Stadt und Gaststätten weitergegeben. Dabei fällt mir ein, ich könnte auch mal wieder nach Meusers zum Speckpfannekuchen essen fahren. ;)

Bei der Suche nach Linda, der verschwundenen Braut, kommt Michael vielen anderen kriminellen Machenschaften auf die Schliche. Er muss dabei aber auch feststellen, dass es für ihn immer gefährlicher wird. Zum Glück kann er sich auf Mark, einem guten Freund und ehemaligem Kollegen verlassen, der ihm immer wieder hilfreich zur Seite steht, manchmal nicht so ganz freiwillig. Aber nicht nur Mark ist zur Stelle, Michael kennt reichlich Leute, die ihn unterstützen und die Sache zu einem guten Abschluss bringen. Die meisten der Beteiligten waren mir sehr sympathisch, außerdem haben die beiden Autoren den Personen sehr interessante Charaktere zugeordnet.

Mir hat der Schreibstil der beiden Autoren sehr gut gefallen. Sehr flüssig geschrieben und vor allem spannend. Es gab einige Überraschungen in dieser Geschichte, was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat. Ich könnte jetzt voller Begeisterung ganz viel erwähnen, woran ich mich erfreut habe, aber dann würde ich zu viel verraten.

Das Buchcover gefällt mir mit der farblichen Gestaltung ausgesprochen gut. Was man auf dem Bild nicht so richtig erkennen kann, ist, dass der Buchtitel und Verlagsname sich etwas hervorheben.

Fazit:
Ein Regionalkrimi so ganz nach meinem Geschmack. Alltagsleben, Spannung und auch ein bisschen Romanze, alles war vertreten. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung zu diesem Buch.

Samstag, 25. Juli 2015

Rezension - Glückliche Menschen küssen auch im Regen


Autorin: Agnés Martin-Lugand

Titel: Glückliche Menschen küssen auch im Regen

Genre: Roman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 12. Januar 2015

Seiten: 207

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Agnès Martin-Lugand ist Psychologin und war sechs Jahre im Rahmen eines Kinderschutzprogramms tätig. Seit dem Riesenerfolg von Glückliche Menschen küssen auch im Regen, das demnächst verfilmt wird, widmet sie sich nur noch dem Schreiben. Agnès Martin-Lugand lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in der Normandie.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Seitdem ihr Mann Colin und ihre Tochter Clara bei einem Unfall starben, lebt Diane zurückgezogen. Der Einzige, den sie in ihre Wohnung lässt, ist ihr Freund Félix, mit dem sie bis vor einem Jahr ein Literaturcafé betrieben hat. Eines Tages jedoch beschließt sie Hals über Kopf, Paris zu verlassen und nach Irland zu ziehen, was ursprünglich einmal Colins Traum war. Ihr Ziel heißt: Mulranny. In dem kleinen Dorf am Meer hofft sie ein neues Leben aufbauen zu können – an einem Ort, an dem Claras Lachen nie erklang. Sie hätte aber nie erwartet, dass es ausgerechnet im regnerischsten Kaff der Welt jemanden gibt, der wieder Licht in ihr Leben bringt …


Meine Meinung:
Ich sitze hier und überlege die ganze Zeit, was mir dieses Buch gegeben hat. Ich gebe ja zu, dass mich der Titel des Buches verführt hat und auch die Kurzbeschreibung las sich sehr vielversprechend.
Deshalb hatte ich gewisse Erwartungen an das Buch.

Zunächst lernte ich Diane kennen und musste erfahren, dass ihr das Schicksal übel mitgespielt hat. Bei einem Verkehrsunfall verliert sie ihren Mann und ihre Tochter. Natürlich ist die Trauer sehr groß und ich habe mit ihr gelitten, denn ich bin mir nicht sicher, wie es mir ergehen würde. Aber ich denke doch, dass ihr Verhalten etwas übertrieben ist. Wer kann es sich leisten, ein Jahr lang zu trauern, nicht arbeiten zu gehen, nur in der Wohnung rumzuhängen? Irgendwo hörte dann doch mal mein Mitleid auf und mir tat eher Felix, ihr Freund und Kollege leid, der sich seit einem Jahr um sie kümmerte.
Ganz plötzlich reißt sich Diane zusammen und schafft es tatsächlich in Irland ein Cottage zu mieten und die Reise dorthin zu organisieren. Schnell verfällt sie aber wieder in ihren alten Tagesablauf und will mit niemandem Kontakt haben. Wäre da nicht dieser ungehobelte Nachbar, der sie aus ihrer Lethargie reißt. Eher unbeabsichtigt, denn Diane, die nichts mit anderen Leuten zu tun haben will, kann es aber auch nicht ertragen, wenn jemand sie nicht beachtet. Ein Vielleser kann sich nun vorstellen, was passieren wird, denn irgendwann muss derjenige ja auftauchen, der wieder Licht in ihr Leben bringt, wie es in der Kurzbeschreibung so schön heißt.

Ich will jetzt nicht weiter über das Verhalten der Beiden schreiben, manches kann ich nachvollziehen, anderes wiederum nicht. Meine Sympathie zu Diane und Edward schwankte enorm. Normalerweise stehe ich voll auf der Seite der Protagonisten, aber beide machten es mir sehr schwer. Vor allem eine Entscheidung konnte und wollte ich nicht akzeptieren. Aber die Autorin hat sich nun einmal anders entschieden und ich musste es hinnehmen.

Was mich enorm gestört hat, war diese ewige Raucherei. Ich glaube, wenn die Sätze, in denen erwähnt wird, dass irgendwer schon wieder eine Zigarette anzündet, wegfallen würden, wäre das Buch um einige Seiten dünner geworden. Sorry, aber das ist halt mein Gefühl.
Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich auch sagen, dass ich den Titel des Buches unpassend finde. Die richtige Übersetzung des Originaltitels "Glückliche Menschen lesen und trinken Kaffee" finde ich viel besser.

Anfangs habe ich erwähnt, dass ich überlege, was mir das Buch gegeben hat und dazu möchte ich kurz noch etwas schreiben. Die Erwartungshaltung bei Büchern ist doch so, lese ich einen Krimi, erwarte ich Spannung, bei einem humorvollen Buch möchte ich lachen. Manchmal lese ich gerne tiefsinniges, ich kann mitweinen oder mitzittern. Aber hier war nur die Neugierde auf das Ende, was mir dann noch nicht einmal gefallen hat. Ich wollte Diane auf ihrem schweren Weg begleiten und erleben, dass sie ein glückliches neues Leben anfängt. Nun, die Autorin war mit mir nicht einer Meinung, deshalb bin ich von dem Buch doch etwas enttäuscht.

Fazit:
Ich habe mir diesmal fast alle anderen Rezensionen angesehen und musste dabei auch feststellen, dass die Meinung über das Buch sehr auseinander geht, wobei ich diesmal die wenig-Sternegeber durchaus verstehen kann. Ich kann leider keine eindeutige Leseempfehlung aussprechen.

Ich möchte mich beim Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Der Coup von Marseille


Autor: Peter Mayle

Titel: Der Coup von Marseille

Genre: Krimi

Version: eBook, gebunden und Taschenbuch

Erschienen: TB 9. Februar 2015

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne

Der Autor Peter Mayle wurde 1939 in Brighton/England geboren. Er war Kellner, Busfahrer und erfolgreicher Werbetexter, bevor er 1975 dauerhaft in die Provence zog und Schriftsteller wurde. Seine Bücher "Mein Jahr in der Provence", "Toujours Provence" und Romane wie "Ein guter Jahrgang" (Blessing, 2004) wurde ein Bestseller. Mit "Ein diebisches Vergnügen" (Blessing, 2010) begann Peter Mayle eine neue Serie um den mit detektivischen Fähigkeiten ausgestatteten Anwalt Sam Levitt und seine Freundin Elena Morales, die es beide immer wieder zu einem Freund in Marseille zieht.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Sam Levitt, der lebenslustige studierte Jurist ohne festen Beruf, erhält von einem französischen Mogul einen verlockenden Auftrag: Er soll in Marseille für ein Bauprojekt werben, das die Fischerbucht östlich vom alten Hafen aufwertet. Sein Auftraggeber möchte als Großunternehmer im Hintergrund bleiben. Sam stürzt sich in die Arbeit – doch schon bald muss er feststellen, dass noch andere Geschäftsleute an dem lukrativen Bauauftrag Interesse haben. Und ihnen ist jedes Mittel recht, um zum Zuge zu kommen …

Meine Meinung:
Wenn ich von einem Autor mehrere Bücher gelesen habe, die mir gefielen, dann mache ich mir auf meiner Bücherwunschleseliste einen Vermerk, damit ich weitere Bücher nicht übersehe. Deshalb wurde ich nun auf dieses Buch von Peter Mayle aufmerksam. Besonders freute es mich, dass ich vor kurzem "Ein diebisches Vergnügen" gelesen hatte und nun viele der Beteiligten wieder getroffen habe. Zu den bekannten Beteiligten ist nun Daphne dazu gekommen, die mir sehr sympathisch war. Sie hatte eine so wunderbare Art einiges abzuwickeln.

Sam und Elena reisen diesmal gemeinsam nach Frankreich. Sam, um dort einen Auftrag zu erledigen und Elena hauptsächlich, weil sie dort etwas Urlaub machen möchte. Beide genießen das gute französische Essen und den Wein, zu dem beide eine besondere Beziehung haben. Und ich bin auch wieder dabei und begleite die beiden, wobei ich mich mehr für die Umgebung interessiere.

Leider kann Sam seinen Auftrag nicht so einfach erledigen, wie er es gerne getan hätte. Ein Konkurrent lässt nichts unversucht, um den Zuschlag für das Bauvorhaben zu erhalten. Sehr fesselnd erzählt Peter Mayle in diesem Buch, was Sam und seine Helfer alles unternehmen müssen, damit sie zum Zuge kommen können. Was ihnen alles passiert und ob es gelingt verrate ich hier natürlich nicht. Auf jeden Fall hatte ich wieder meinen Spaß daran, etwas spannendes zu lesen, ohne dass es groß zu Blutvergießen kommt.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und zeigt auch gleich, dass das Buch "Ein diebisches Vergnügen" und dieses zusammen gehören. Obwohl dies eine abgeschlossene Geschichte ist und für sich gelesen werden kann, empfehle ich doch, beide Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.

Fazit:
Reise und Spannung, eine sehr schöne Kombination. Als Leser wird man nach Frankreich entführt und kann einige Eindrücke sammeln und außerdem bietet die Geschichte drumherum auch eine gewisse Spannung. Ich denke, dass Fans von Peter Mayle und seinen Büchern ihre Freude daran haben werden.

Bei dem Verlag Heyne möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 24. Juli 2015

Rezension - Stadt, Land, Kuss


Autorin: Cathy Woodman

Titel: Stadt, Land, Kuss

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 22. März 2011

Seiten: 449

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Cathy Woodman ist Autorin mehrerer Romane und ausgebildete Tierärztin. Sie hat ein ganzes Haus voller Haustiere, auch wenn sie sich mittlerweile ausschließlich dem Schreiben widmet.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Maz Harwood ist Tierärztin in London und hat vom Stadtleben genug: mit viel Liebeskummer im Herzen beschließt sie, dem Hilferuf ihrer Freundin Emma zu folgen und deren Praxis in Devonshire für sechs Monate zu übernehmen. Allerdings birgt das Landleben so seine Tücken: komatöse Hamster, epileptische Hunde und preisträchtige Katzen fordern Maz’ ganzen Einsatz, sind aber immer noch pflegeleichter als der alte Miesepeter, dem die zweite Tierarztpraxis vor Ort gehört. Um das Chaos perfekt zu machen, verliebt sich Maz ausgerechnet in den umwerfenden Sohn ihres starrköpfigen Konkurrenten …

Meine Meinung:
Wenn ich es mir recht überlege, lasse ich mich immer wieder mal durch ein witziges Buchcover verleiten, mich näher mit einem Buch zu beschäftigen. Bei diesem Buch war es jedenfalls so und die Kurzbeschreibung las sich auch sehr interessant. Also landete es auf meinem Reader und wartete darauf, sobald wie möglich gelesen zu werden.
Ich bin keine allzu große Freundin von Liebesromanen und war deshalb sehr erfreut, dass hier mehr das Alltagsleben einer Tierärztin im Vordergrund stand. Wobei die Romanze nicht zu kurz kam, denn bei vielen war es Liebe auf den ersten Blick, wobei ich nicht nur die Menschen meine, sondern auch Mensch und Tier.

Maz soll für ein halbes Jahr ihre Freundin Emma vertreten, allerdings war sie sich nicht sicher, ob sie es schaffen würde und sie sollte in gewisser Weise recht haben. Einige Tierbesitzer des Dorfes machten es ihr überhaupt nicht leicht und so reihte sich eine Katastrophe an die nächste. Wobei Maz auch sehr schöne Erfahrungen machen konnte. Als Städterin musste sie sich erst einmal in solch einer Dorfgemeinschaft zurecht finden. Und hätte es nicht Alex, den gut aussehenden Tierarzt und Sohn des miesepetrigen Konkurrenten gegeben, dann wäre vielleicht vieles anders ausgegangen.
Auf jeden Fall konnte Maz feststellen, dass viele, die ihr das Leben dort nicht sehr leicht machten, in der Not aber an ihrer Seite waren. So etwas hätte sie in London nicht kennen gelernt.

Die Autorin hat es wunderbar verstanden und mich mit ihren Schilderungen über das Leben einer Tierärztin an dieses Buch gefesselt. Es gab traurige Situationen, aber auch genügend über die ich schmunzeln konnte. Manchmal fühlte ich mich an die Serie "Der Doktor und das liebe Vieh" erinnert, die ich als Kind sehr gerne gesehen hatte. Deshalb konnte ich mir Maz auch so gut in den Gummistiefeln vorstellen, die sie eigentlich nicht gerne tragen wollte.

Fazit:
Ein schönes Buch, was sich angenehm lesen lässt. Das Buchcover verspricht leichte Lektüre, die aber durchaus auch Tiefgang hat.

Ich möchte mich bei dem Verlag blanvalet für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Rezension - Fahr zur Hölle, Schatz!


Autorin: Brigitte Kanitz

Titel: Fahr zur Hölle, Schatz!

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. Mai 2015

Seiten: 319

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Brigitte Kanitz, Jahrgang 1957, hat lange in Norddeutschland gewohnt. Inzwischen lebt und schreibt sie seit vielen Jahren in ihrer Wahlheimat Italien. Sie war Redakteurin bei diversen Printmedien, bevor sie sich ganz der Belletristik widmete. Bei Blanvalet veröffentlichte sie bereits erfolgreich einige Familienkomödien und einen Regionalkrimi.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Geh zum Teufel, denkt sich Svea, als ihr schusseliger Nachbar ihre Wohnung überflutet und sie gezwungen ist, wieder bei ihren Eltern einzuziehen. Zu allem Überfluss wird Svea auch noch von ihrem Freund verlassen – weil sie ihm zu langweilig ist. Hätte der mal geahnt, was für aufregende Zeiten Svea bevorstehen! Denn zu Hause erwarten sie Papa Klaas, der eine Geliebte hat, Mama Rieke mit reichlich Prosecco und Oma Lina auf Männerfang. Als Svea über ein altes Buch stolpert, naht Rettung. Denn plötzlich wird alles wahr, was sie sich wünscht – und das Chaos nimmt seinen Lauf ...

Meine Meinung:
Oh, oh! Was lehrt uns das Buch? Überlege Dir Deine Wünsche sehr genau, bevor Du sie aussprichst.

Svea hat gerade keinen guten Lauf, ihre Wohnung wird unter Wasser gesetzt und sie muss wieder bei ihren Eltern einziehen. Das fällt ihr nicht leicht, denn dort geht es auch sehr turbulent zu. Einiges hat sie allerdings verschuldet. Denn ihr fällt ein besonderes Buch in die Hände, es ist nicht sehr dick, aber der Zauberspruch, der dort steht, hat es in sich. Svea kann sich Wünsche erfüllen. Dumm ist dabei nur, dass sie manchmal abgelenkt ist oder sie etwas falsches wünscht. Mehr will ich darüber nicht verraten. Nur soviel, es hat mir Spaß gemacht, Svea dabei zu beobachten. Nun ja,  vielleicht hätte ich manchmal etwas anders gemacht, aber das hätte sicher nicht so viel Lesevergnügen bereitet.

Die Autorin hat es bestens verstanden, mit viel Humor die Geschichte einer Familie zu erzählen. Diese Familie hatte es aber auch in sich. Ich meine, schon der Name Svea Amore macht einen doch neugierig. Svea und alle Beteiligten wurden sehr interessante Charaktere zugeordnet. Oma Lina hat mir dabei  sehr gut gefallen.
Svea, die ja so völlig unvorbereitet dieses Buch gelesen hat, hat meist sehr spontan gehandelt. Ich als Leserin hatte da ja die Möglichkeit mir Gedanken zu machen. Sicher haben noch mehr Leser überlegt, was sie sich gewünscht hätten, wenn.....  Diese Gedanken darf man haben und Brigitte Kanitz hat trotz der humorvollen Beschreibung auch zum Nachdenken angeregt. Denn es war schon sehr interessant, wie die Personen reagieren, wenn sie auf einmal wissen, dass jemand "zaubern" kann. Nun ist es aber gut. ich will jetzt nichts mehr über den Inhalt des Buches verraten.

So sehr ich die Buchcover dieser humorvollen Bücher ja mag, finde ich es diesmal überhaupt nicht zum Inhalt passend. Ich hatte zunächst vermutet, dass es sich um ein älteres Ehepaar handelt, die sich das Leben nicht gerade leicht machen. Aber wie auch aus der Kurzbeschreibung zu lesen ist, ist die Protagonistin eine junge Frau.  Trotzdem finde ich das Cover schon witzig gestaltet.

Fazit:
Ein schönes und humorvolles Buch, bestens als Sommerlektüre geeignet.

Dem Verlag blanvalet möchte ich für das Rezensionsexemplar danken.

Dienstag, 21. Juli 2015

Rezension - Herz über Kopf

Autorin: Jo Platt

Titel: Herz über Kopf

Genre: Frauenroman

Version: eBook, broschiert und Hörbuch

erschienen: 30. Mai 2015

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt


Die Autorin Jo Platt wurde in Liverpool geboren und studierte Literatur. Wie ihre Hauptfigur Rosalind hat sie Erfahrung mit Neuanfängen: Über das ländliche Wiltshire, London und Seattle, wo sie als Lehrerin arbeitete, verschlug es sie nach St Albans, die malerische Kathedralenstadt in der Nähe Londons, in der «Herz über Kopf» spielt. Lange Zeit schrieb sie nur für Familie und Freunde, bevor sie sich ein Herz fasste und ihren ersten Roman in England veröffentlichte. Heute lebt sie mit ihrem Mann – der übrigens einmal ihr Nachbar war – und zwei Kindern in Bristol. Zwei Katzen und (natürlich) zwei Meerschweinchen machen die Familie komplett.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Mit Rückschlägen kennt Rosalind sich aus. Achtzehn Monate ist es her, dass ihr Verlobter – aus gutem Grund nur «die Ratte» genannt – aus der Kirche floh. Am Tag ihrer Hochzeit, durch das Fenster der Sakristei. Seitdem ist nichts mehr wie zuvor. Im malerischen St. Albans hofft Ros, endlich mit der Vergangenheit abschließen zu können: Sie liebt das beschauliche Leben dort, den neuen Job in der Buchhandlung und vor allem ihre Kollegen: den schweigsamen Andrew, Georgina, die alles zu haben scheint, was sich Ros wünscht, und die liebenswert-schrullige Joan. Doch dann klingelt es eines Freitagabends an der Tür: Der Mann mit dem Blumenstrauß entpuppt sich als ihr Nachbar Daniel, und er bringt schlechte Nachrichten: Er hat Mr. Edward überfahren. Mit dem Rasenmäher. Noch ahnt Ros nicht, dass das vorzeitige Ableben ihres geliebten Meerschweinchens einen noch größeren Einfluss auf ihr Leben haben wird als die Flucht der Ratte …

Meine Meinung:
Bei der Suche nach einer leichten Sommerlektüre wurde ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Dadurch lernte ich Ros kennen, die lange braucht, bis sie mit einem argen Rückschlag fertig wird. Zum Glück hat sie eine liebenswerte Familie und tolle Freunde, die sie unterstützen und auch wieder aufbauen. Ros zieht in eine andere Gegend und nimmt einen neuen Job an. Dort ist sie von sehr interessanten Kollegen umgeben, Joan, George und Andrew, die mir alle sehr sympathisch waren.
Es hat mir sehr viel Vergnügen bereitet, Ros zu beobachten, sie war aber auch manchmal sehr naiv und tollpatschig und manövrierte sich in tolle Situationen. Köstlich fand ich die Gespräche, die sie mit Daniel geführt hat.

Die Autorin hat in diesem Buch sehr viel untergebracht, was zum Lachen, Schmunzeln und Nachdenken anregt. Sie hat der Protagonistin klar gemacht, dass auch andere Schicksalsschläge hinnehmen müssen und damit fertig werden. Der Schreibstil ist sehr flüssig und dazu geeignet, das Buch in einem Rutsch durchlesen zu können.
Die Bilder vom Buchcover passen wunderbar zum Inhalt des Buches, am Ende weiß jeder, was es mit den einzelnen Motiven auf sich hatte.

Fazit.
Wer auf der Suche nach einer schönen und leichten Sommerlektüre ist, sollte  dieses Buch in die engere Auswahl ziehen. Ich empfehle es gerne weiter.

Ich möchte mich bei Verlag Rowohlt für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 19. Juli 2015

Rezension - Entenblues


Autor: Thomas Krüger

Titel: Entenblues

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 10. November 2014

Seiten: 369

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne



Der Autor Thomas Krüger, geboren 1962 in Ostwestfalen, arbeitete zunächst als Journalist für Tageszeitungen und Magazine. Heute ist er Hörbuch- und Kinderbuchverleger, Autor von Kinderbüchern (Jo Raketen-Po) und zahllosen Sonetten – u.a. an Donald Duck. Mit Erwin, Mord & Ente legt er seinen ersten Krimi vor und betritt mit der Figur der »Ermittlungsente« Lothar völlig neues Terrain. Thomas Krüger lebt mit seiner Familie in Bergisch Gladbach bei Köln.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Was ist los in Bramschebeck? Erwin Düsedieker, der Sohn des ehemaligen Dorfpolizisten, hat das Waffenlager eines mörderischen Geheimbundes ausgehoben. Trotzdem gilt er weiterhin als Trottel, der in Gummistiefeln über Äcker und Wiesen stapft und mit seinen Enten Lothar und Lisbeth spricht. Bald heißt es im Dorf, er habe in dem Waffenlager Geld gefunden und unterschlagen. Und dann liegt auch noch eine grässlich zugerichtete Leiche in seinem Gartenteich. Erwin hat das Gefühl, in einen Strudel aus Erpressung und Verdächtigungen zu geraten. Und Lothar und Lisbeth droht der Entenblues …

Meine Meinung:
Als erstes möchte ich erwähnen, dass dieses Buch das zweite ist, in dem Erwin Düsedieker die Hauptrolle spielt und ich rate jedem Leser vorher das  Buch "Erwin, Mord & Ente" zu lesen. "Entenblues" ist regelrecht die Fortsetzung und nimmt somit Bezug auf die Geschehnisse des ersten Falles.

Als ich das Buch ausgelesen hatte, kamen wir die Worte in den Sinn, die auch einer der Beteiligten hätte sagen können: MannMannMann! Denn ein Sündenpfuhl hat sich dort aufgetan.

Erwin, der nach der ganzen Aufregung eigentlich zur Ruhe kommen möchte, wird einfach in einen Mordfall hinein gezogen und die Presse lässt ihn ebenfalls nicht in Ruhe.  Inzwischen hat Erwin ja zwei Enten, Lisbeth gehört jetzt dazu, damit Lothar nicht mehr so alleine ist. Die beiden müssen leider, ebenfalls ungewollt, mit sehr viel Aufregung fertig werden.
Erwin hat nach dem Tod von Anni eine neue Person gefunden,  die ihm immer wieder hilfreich zur Seite steht: Lina. Was für ihn auch sehr wichtig ist, denn obwohl er ja manchmal doch knifflige Sachen lösen kann, ist es doch Tatsache, dass er nicht der Schnellste ist und sich nicht immer richtig ausdrücken kann.

Thomas Krüger hat seinen Schreibstil beibehalten, an den ich mich inzwischen gewöhnt hatte und dementsprechend zügig konnte ich dieses Buch lesen. Auch diesmal wurde es zum Ende hin immer spannender. Ich hatte so manchen Verdacht, der sich nicht immer bestätigen sollte, einmal wurde ich auf eine falsche Spur gebracht. Auf jeden Fall war ich mit dem Ende sehr zu frieden.

Die meisten  Beteiligten kannte ich ja schon aus dem ersten Buch, Erwin und Lothar hatte ich da schon in mein Leserherz geschlossen. Jetzt kamen noch Lina, Lisbeth, Hilde und Arno hinzu. Wobei ich mich diesmal nicht an so vielen Dialogen von Erwin und Arno erfreuen konnte. Arno war es wohl zu aufregend in der Nähe von Erwin ;)

Das Buchcover gefällt mir auch diesmal wieder, genau verstehen wird es jeder nach dem Lesen des Buches. Außerdem erkennt jeder wunderbar die Zusammengehörigkeit der beiden Bücher.

In der vorderen Umschlaginnenseite befindet sich eine kleine Landkarte, die ich auch diesmal sehr hilfreich fand, ich habe immer wieder gerne nachgesehen und die Wege gesucht, auf denen die Beteiligten unterwegs waren.

Fazit:
Inzwischen habe ich gesehen, dass es in diesem Jahr ein weiteres Buch geben wird. Mit Sicherheit werde ich das auch lesen. Allen anderen empfehle ich diese beiden Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.

Ich möchte mich beim Verlag Heyne für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 18. Juli 2015

Rezension - Das Geheimnis des Nordsterns

Autorin; Karin Seemayer

Titel: Das Geheimnis des Nordsterns

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 15. Juli 2015

Seiten: 363

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: books2read
zu kaufen: klick hier


Mit acht Jahren schrieb die Autorin Karin Seemayer ihre ersten Tiergeschichten auf die Rückseite gebrauchter Telex-Rollen, die ihre Mutter aus dem Büro mitbrachte, da der Papierverbrauch ihrer Tochter zu hoch war. Es folgten Wildwestgeschichten, dann Science-Fiction und später Liebesgeschichten. Als Mitarbeiterin eines großen Reisebüros war die in Reutlingen geborene Autorin viel unterwegs. Auf einer Reise nach San Francisco und Vancouver Island stieß sie auf die Geschichte der Robbenjäger und des Kapitäns Alexander McLean, die sie zu ihrem ersten Roman "Die Sehnsucht der Albatrosse" inspirierte.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Sommer 1904. In dem Seemann Peer Svensson hat die gefeierte Opernsängerin Sarah ihre große Liebe gefunden. Nun steht ihre gemeinsame Zukunft in San Francisco auf unsicherem Boden. Denn Peer zieht es aufs Meer, ins heimatliche Schweden - und er kehrt nicht wieder. Nur mühsam findet Sarah in ihr altes Leben in den feinen Kreisen der Gesellschaft zurück, bis ein Erdbeben die Stadt in Schutt und Asche legt. Hals über Kopf folgt sie dem Nordstern, dem Symbol ihrer Liebe, und macht sich auf den Weg in das beschauliche Mollösund. In dem alten Fischerdorf will sie Peer finden und die Wahrheit über sein Verschwinden ans Licht bringen - nicht ahnend, dass ein unheilvolles Familiengeheimnis seine dunklen Schatten vorauswirft …

Meine Meinung:
Nachdem mir das Buch "Die Sehnsucht der Albatrosse" so gut gefallen hat, freute ich mich darauf, die Fortsetzung zu lesen.

Sarah und Peer, die sich auf dem Robbenschoner kennen gelernt und danach ineinander verliebt haben, finden es sehr schwer, eine gemeinsame Zukunft aufzubauen. Kommen doch beide aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten. Auch wenn sie beide damit leben könnten, machen es die ihnen die Familienmitglieder nicht leicht.

Außerdem gibt es jede Menge Schicksalsschläge, die ihnen die Sache ebenfalls nicht erleichtern.
Sehr fesselnd hat Karin Seemayer beschrieben, wie beide das alles meistern. Dabei zeigt es sich auch mal wieder, dass Vertrauen sehr wichtig ist und man nicht immer alles glaubt, was einem erzählt wird oder man irgendwo lesen kann.

Sarah und Peer habe ich wieder in mein Leserherz geschlossen und ich habe mit ihnen gelitten und gefiebert und gehofft und.... nun, ich war auch manchmal böse und wollte ihnen meine Meinung sagen. Aber dafür gab es dann andere Beteiligte, die in dem Buch eine wichtige Rolle spielten, was mich sehr gefreut hat.

Neben der Geschichte um Sarah und Peer konnte ich vieles über das Leben in der damaligen Zeit erfahren. Peer, der aus einem kleinen Ort in Schweden kommt, wollte sich eigentlich lösen von den Zwängen, die dort herrschten. Die Männer fuhren zur See und leider sind nicht immer alle lebend nach Hause gekommen. Auch fand ich die Schilderungen der Arbeitsbedingungen auf den neumodischen Dampfern sehr interessant. Und wieder konnte ich feststellen, wie leicht uns doch heute alles fällt, wir können schnell mal eben irgendwohin reisen. Wir müssen nicht mehr wochenlang auf Briefe warten und haben jede Menge andere Erleichterungen.
Ich finde, dass die Autorin alles sehr gut recherchiert hat und uns so das Leben der damaligen Zeit gut vermittelt.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, denn ich bin ein großer Fan des Nordens und erinnerte mich sofort an die schönen Urlaube in Schweden.


Fazit:
Wer das erste Buch gelesen hat, ist sicher sehr neugierig auf die Fortsetzung und ich kann nur empfehlen, dieses auch zu lesen. Allerdings rate ich wirklich dazu, zunächst das erste Buch zu lesen, es erleichtert doch einiges.

Ich durfte mit diesem Buch an einer Leserunde bei Lovely Books teilnehmen, was mir sehr viel Spaß gemacht hat, denn leider kann ich in meiner Rezension oft nicht die Stellen erwähnen, die mir besonders gut gefallen haben, ich würde dadurch zu viel verraten und anderen das Lesevergnügen nehmen.

Gleichzeitig stelle ich meine Rezension bei Blogg Dein Buch ein

Rezension - Erwin, Mord & Ente


Autor: Thomas Krüger

Titel: Erwin, Mord & Ente

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 14. Oktober 2013

Seiten: 305

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne




Der Autor Thomas Krüger, geboren 1962 in Ostwestfalen, arbeitete zunächst als Journalist für Tageszeitungen und Magazine. Heute ist er Hörbuch- und Kinderbuchverleger, Autor von Kinderbüchern (Jo Raketen-Po) und zahllosen Sonetten – u.a. an Donald Duck. Mit Erwin, Mord & Ente legt er seinen ersten Krimi vor und betritt mit der Figur der »Ermittlungsente« Lothar völlig neues Terrain. Thomas Krüger lebt mit seiner Familie in Bergisch Gladbach bei Köln.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Erwin Düsedieker ist ein herzensguter Mensch, doch er gilt als beschränkt: Der Sohn des ehemaligen westfälischen Dorfpolizisten Friedhelm Düsedieker stapft gern mit Gummistiefeln an den Füßen und Papas alter Dienstmütze auf dem Kopf über Äcker und Wiesen. Begleitet von Lothar, seiner treuen Laufente. Ein Polizist könnte Erwin nie sein. Eines Tages aber strauchelt er in einen Kriminalfall mit geradezu höllischen Dimensionen und muss ihn lösen – zusammen mit Lothar, der sich im Zuge des Abenteuers als wahre Ermittlungsente entpuppt …

Meine Meinung:
Ich habe ja schon reichlich verschiedene Krims gelesen, aber solche einem Ermittlerteam bin ich bisher noch nicht begegnet. Erwin, der in seinem Dorf als Dorftrottel angesehen wird und Lothar, eine Laufente. Beide sind nicht das, was man vermutet. Erwin mag  zwar nicht der Hellste und Schnellste sein, aber er weiß seine Trotteligkeit sehr gut einzusetzen. Lothar entpuppt sich an seiner Seite als sehr hilfreich und ganz schön clever.

Der Autor hat mit seinem Schreibstil eine sehr spannende Geschichte um Erwin, Lothar und das Dorf in Ostwestfalen geschrieben. Obwohl ich anfangs große Schwierigkeiten hatte, mit dem Schreibstil klar zu kommen und ich muss zugeben, er hat mein Lesetempo ganz schön gebremst. Die Geschichte wurde ja aus der Sicht von Erwin erzählt und da habe ich dann auch gemerkt, dass er eben ein besonderer Mensch ist und nicht immer auf direktem Weg zum Ziel kommt. Die Eigenarten der Dorfbewohner und vor allem die Dialoge zwischen Erwin und seinem Freund Arno haben mich köstlich amüsiert. Beide hielten nicht viel davon große reden zu schwingen. Ich verrate wohl nicht zu viel, wenn ich hier mal kurz zitiere:
"Wie geht's denn, Arno?" rief Erwin.....
"Och, muss ja, nä!?"
"Und sonst?!"
"Pollezei is da. Die ham was gefunden!"
"Aufm Hof bei Hilde?!"
"Nee. Bei Jasper, Da issn Toter!"
"'n Toter? Bei Jasper?"
"Jau. So Knochen und so!"
"So Knochen und so?!"
"Jau"
Man muss sich diese Dialoge nur mal laut vorlesen, also ich habe dann einige mir bekannte Ostwestfalen im Ohr.
Wie schon erwähnt, musste ich mich an den Schreibstil gewöhnen, denn zu Anfang zog sich alles etwas in die Länge, aber zum Ende wurde reichlich Tempo gemacht und es wurde so richtig spannend. Ich wollte dann auch nicht mehr gestört werden. Sicher kennen das viele, irgendjemand will etwas von einem und dann kommt die Aussage: kann jetzt nicht, habe nur noch ein paar Seiten zu lesen und gerade jetzt kann ich das Buch nicht zur Seite legen.

Thomas Krüger hat den Beteiligten sehr interessante Charaktere zugeordnet. Einige sehr liebenswerte und andere weniger, aber leider durchaus realistische. Es versteht sich von selbst, dass ich einige so gar nicht leiden konnte. Natürlich sind mir Erwin und Lothar ans Leserherz gewachsen. Eine Person mochte ich gar nicht leiden und hinterher stellte ich fest, dass ich damit richtig lag, sie war mir nicht nur unsympathisch, sie kam mir auch verdächtig vor. Trotzdem war die Geschichte nicht so ganz vorhersehbar.

Das Buchcover finde ich sehr witzig gemacht und es passt wunderbar und bestens zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Wer mal nach einem etwas anderen Krimi Ausschau hält, wird hier fündig werden. Ich werde jetzt auf jeden Fall das zweite Buch, in dem die beiden die Hauptrolle spielen zur Hand nehmen.

Ich möchte mich beim Heyne Verlag für das Buch bedanken

Dienstag, 14. Juli 2015

Rezension - Achterbahnfahrt der Gefühle



Autorin: Marion Kluge

Titel: Achterbahnfahrt der Gefühle

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Oktober 2014

Seiten: 500

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: novum pro



Diese Information gibt uns die Autorin über sich: Mein Name ist Doreen (Marion) Kluge. Um meinem zweiten Vornamen, Marion, auch eine Daseinsberechtigung zu geben, habe ich meine Romane unter diesen Namen verfasst. Ich wurde am 14.02.1965 in Magdeburg geboren, habe nach meiner Schulausbildung 1981 mit der Ausbildung zum Bibliotheksfacharbeiter mein Hobby zum Beruf gemacht, den ich leider im September 1990, wegen Schließung der Gewerkschaftsbibliothek, aufgeben musste. Seitdem bin ich bei der Deutschen Post AG tätig. Ich bin verheiratet, habe zwei erwachsene Kinder und zwei ganz reizende Enkel.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Samantha Hall führt ein ruhiges, relativ uninteressantes Leben, lediglich ihre Arbeit in der Bibliothek, ihre Freundin Peggy und ein paar kurze Beziehungen bringen etwas Abwechslung. Das ändert sich jedoch als der smarte Schauspieler Robert West vor ein paar Fans in ihr Auto flüchtet, während sie bei einer roten Ampel hält. Es entwickelt sich eine Liebesbeziehung und Sam bekommt Einblick in das ruhmreiche Leben von Robert. Doch plötzlich wird Sam auf einer Feier der Filmcrew Zeugin eines Mords und das blieb vom Täter nicht unbemerkt. Dadurch gerät Sam selbst in Gefahr, wird jedoch immer wieder von einem mysteriösen Unbekannten gerettet. Zudem folgen merkwürdige Begegnungen, glücklose Missverständnisse und selbstgefällige Intrigen, die die junge Liebe von Sam und Robert immer wieder auf eine harte Probe stellen. "Achterbahnfahrt der Gefühle" ist der erste Teil der aufregenden Geschichte von Sam und Robert.

Meine Meinung:
Durch einen Hinweis wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und damit wurde auch meine Neugierde geweckt. Das Buchcover fand ich sehr ansprechend und auch die Kurzbeschreibung las sich sehr interessant. Deshalb freute ich mich, dass ich kurz danach das Buch in meinen Händen hielt.

Sehr schnell tauchte ich in die Geschichte von Sam, wie sich Samantha am liebsten rufen ließ, ein. Sie hätte sich wahrscheinlich nie träumen lassen, was alles passieren kann, wenn sie einem Schauspieler, der von übereifrigen Fans verfolgt wird, aus der Patsche hilft. Ab sofort kann ihr Leben wirklich mit einer Achterbahnfahrt verglichen werden, ach nicht nur ihr Leben, auch ihre Gefühle fahren Achterbahn. In sofern passt der Titel des Buches wunderbar.

Die Autorin hat allen Beteiligten sehr interessante Charaktere zugeordnet. Es erklärt sich von selbst, dass mir die einen mehr und die anderen weniger sympathisch waren. Wobei ich sehr große Probleme mit Sam hatte. Ihre Entscheidungen und ihr Verhalten fand ich schon sehr extrem, meine Freundin wurde sie nicht unbedingt. Trotzdem wollte ich natürlich wissen, ob sie vor der Gefahr fliehen kann, wer der mysteriöse Unbekannte ist und wie es mit ihr und Robert weitergeht.

Marion Kluge hat sehr ausführlich viele Begebenheiten beschrieben. Allerdings kam in meinen Augen der spannende Teil etwas zu kurz und überzeugt hat es mich auch nicht. Aber für die Entwicklung der Geschichte reichte es dann wohl, damit es weiterhin einen roten Faden gab.
In meinen Ordnungskriterien sortiere ich dieses Buch als Frauenroman ein. Eine leichte und unterhaltsame Lektüre, ab und zu lese ich das mal ganz gerne. Aber mein bevorzugtes Genre ist es eindeutig nicht mehr.

Fazit:
Wer nach einem netten Frauenroman Ausschau hält, könnte an diesem Buch Gefallen finden.

Ich möchte mich bei Marion Kluge recht herzlich für dieses Buch bedanken

Montag, 13. Juli 2015

Rezension - Cottage mit Kater


Autorin: Hermien Stellmacher

Titel: Cottage mit Kater

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 6. Juli 2015

Seiten: 253

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Suhrkamp / Insel


Die Autorin Hermien Stellmacher, geboren 1959, wuchs in Amsterdam auf. Im Alter von 15 Jahren zog sie nach Deutschland. Sie illustrierte zahlreiche Kinder- und Jugendbücher. Seit einigen Jahren schreibt sie hauptsächlich für Erwachsene, zum Teil unter dem Pseudonym Fanny Wagner. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Katern in einem kleinen Dorf in der Fränkischen Schweiz.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Schwere Zeiten für die Krimiautorin Nora: die Mutter gestorben, der Lebensgefährte auf und davon. Da kommt ihr die Einladung in ein Cottage an der Küste Cornwalls gerade recht. Endlich alles hinter sich lassen, Spaziergänge durch leuchtend bunte Blumenwiesen, Sonnenuntergänge am Strand und in Ruhe schreiben – wunderbare Aussichten! Doch wieder einmal macht das Leben ihr einen Strich durch die Rechnung. Ein kleiner Kater, den sie von einer Klippe rettet, weicht ihr fortan nicht mehr von der Seite. Immer wieder schmuggelt er sich heimlich ins Haus und wirbelt ihren Alltag durcheinander. Mit dem neuen Manuskript geht es auch nicht wie erhofft voran. Es ist zum Verzweifeln! Aber da ist noch Phil, der nette, gut aussehende Nachbar, der immer wieder seine Hilfe anbietet.

Meine Meinung:
Hach, das war mal wieder ein wunderschönes Buch, es konnte mir so vieles bieten. Ich habe herzhaft gelacht, hatte aber auch einige Tränen in den Augen.

Ich bin mit dem Buch nach Cornwall gereist und konnte mich an der wunderschönen Gegend erfreuen. Denn die Autorin hat es bestens verstanden, alles so zu beschreiben, dass ich es wirklich vor Augen hatte. Ganz begeistert haben mich dabei auch die Bewohner des Ortes, wo sich die Geschichte abspielen soll.

Ich hatte sehr viel Spaß daran, Nora und den kleinen Kater zu beobachten, vor allem haben mir ihre Gespräche gefallen. Nun, sie waren scheinbar sehr einseitig, aber sowohl Nora und ich hatten das Gefühl, dass er es sehr wohl verstanden und durch sein Verhalten entsprechend geantwortet hat.

Ich habe Nora kennen und schätzen gelernt. Endlich mal wieder eine Protagonistin, die mir ohne wenn und aber gefallen hat. Sie kam mir wie eine Frau vor, die ich an vielen Orten treffen könnte. Nein, ich meine damit nicht, dass sie nichts Besonderes ist, schließlich ist sie eine Autorin. Nora hat sich um ihre Mutter gekümmert und die Ängste und Sorgen, die sie dabei hatte, habe ich auch im realen Leben schon kennen gelernt. Nora habe ich sofort in mein Leserherz geschlossen. Ich war voll an ihrer Seite und habe sie bei allem begleitet.

Mit ihrem Schreibstil hat die Autorin mich sofort an ihr Buch gefesselt. Sehr gut hat mir gefallen, dass Nora eine Autorin darstellt, so konnte Hermien Stellmacher auf ihre eigenen Erfahrungen zurück greifen und sozusagen aus dem Leben eines Autors sehr realistisch berichten. Der kleine Kater wurde so gut beschrieben, das kann wohl nur jemand, der selber Katzen hat  und sie bei allem beobachten kann.

Nora erhält in dem Buch Tipps, wie sie ihren Krimi spannender gestalten kann. Den Tipp mit den überraschenden Wendungen hat Hermien Stellmacher hier natürlich auch eingefügt. So gab es nicht nur für mich eine Überraschung, auch Nora musste damit umgehen. Mehr werde ich dazu aber nicht verraten. Manchmal muss ich mich richtig bremsen mit meiner Begeisterung, leider kann ich hier vieles nicht erwähnen, was mir sehr gut gefallen hat, ich würde einfach zu viel verraten. Aber das Lesevergnügen möchte ich keinem nehmen.

Das Buchcover gefällt mir ausgesprochen gut, Vorder- und Rückseite machen mich wirklich neugierig auf Cornwall. Aber bis ich vielleicht mal dorthin reisen kann, erfreue ich mich mit so tollen Büchern wie dieses.
Den Schreibstil der Autorin erwähnte ich ja schon, ihm ist es zu verdanken, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte und es in einem Rutsch gelesen habe, Es ist so flüssig und auch fesselnd geschrieben, die Zeit verflog nur so und schon war ich am Ende des Buches angelangt.

Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das ich sehr gerne weiter empfehle. Wer jetzt zu Hause bleibt, kann trotzdem auf Reisen gehen und sich mit dem Buch sehr schöne Lesestunden bereiten.
Achja, ich bin nach Ende des Buches tatsächlich mit Hilfe von Google etwas in Cornwall spazieren gegangen ;)

Ich möchte mich bei der Autorin recht herzlich für dieses tolle Buch bedanken.

Sonntag, 12. Juli 2015

Rezension - Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg



Autor: Florian Herb

Titel: Der Tag, an dem Lotto-Klara in mein Taxi stieg

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Juli 2015

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein

Der Autor Florian Herb, 1971 in Berlin geboren, lebt mit seiner Frau und den beiden Söhnen im Allgäu. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit begeistert er sich für Musik, Fotografie, Film, Theater, den VFB Stuttgart und die Tücken des menschlichen Zusammenlebens.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Eigentlich sieht die ältere Dame ganz normal aus, die morgens in Alvaros Taxi steigt. Auch dass sie sich erst zum Hauptbahnhof und dann doch zum Flughafen fahren lässt, macht ihn nicht stutzig. Aber warum lässt sie ihren geblümten Rollkoffer nicht los? Bevor Alvaro sich versieht, ist er mit Klara Lüdtke und einer Million in bar auf dem Weg von Berlin nach Andalusien — verfolgt von Klaras Verwandtschaft und von Alvaros Chef, der sein Taxi zurück will ...

Meine Meinung:
Ich gebe zu, dass ich durch den Autor auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde. Aber ich bin mir sicher, hätte ich es auf einem der Tische im Buchladen liegen sehen, würde ich mit Sicherheit danach greifen. Das Buchcover ist ja sehr auffällig und der Titel verspricht eine lustige Lektüre. Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war ich ganz gespannt auf die Geschichte, die in diesem Buch steckt.
Eigentlich fängt die Geschichte ganz harmlos an. Alvaros ist Taxifahrer und macht sich morgens auf den Weg zur Arbeit. Dort teilt ihm sein Chef ein ganz besonderes Auto zu, mit dem er die Kunden in Berlin fahren soll. Als Klara an seinem Auto steht, möchte sie zunächst nur zum Hauptbahnhof gebracht werden. Aber es kommt alles anders und für beide beginnt eine große Reise.
Klara und Alvaros kommen ins Gespräch und lernen sich dadurch sehr gut kennen, außerdem helfen sie dem Anderen auf diese Weise Entscheidungen zu fällen und ...... nein, ich will nicht zuviel verraten.
Auf jeden Fall hat es das Buch in sich. Ich lerne eine Frau kennen, die endlich einen großen Traum verwirklicht. Einen Mann, der seinem Heimweh nachgibt und auch über seinen Schatten springt, ich lerne urige Typen kennen, wie Kerstin, die mal Karsten hieß, einen Türken, der berlinert, einen Genossen, der noch in einer anderen Zeit steckt und viele mehr.

Florian Herb hat allen Beteiligten so interessante Charaktere zugeordnet, dass es mir wirklich viel Spaß machte, über sie zu lesen. Mit viel Humor hat er über Erlebnisse auf der Reise berichtet, ich konnte mir Alvaros und Klara wunderbar in Paris vorstellen.
Aber ich lernte nicht nur urige Typen kennen oder hatte Spaß an den humorvollen Schilderungen, es hat mich auch nachdenklich gestimmt. Ohne jetzt zu viel zu verraten, kann ich zumindest verraten, dass diese Reise nicht nur bei Klara und Alvaros etwas verändert hat.

Das Buchcover erwähnte ich ja bereits, es ist nicht nur auffällig, es ist wunderbar gelungen und passt ganz genau zum Inhalt des Buches.

Fazit:
Ein Lesevergnügen der besonderen Art. Entwicklungen, die überraschen und mich erfreuten

Freitag, 10. Juli 2015

Rezension - Die Seidenrose




Autorin: Julia Drosten

Titel: Die Seidenrose

Genre: Historisch

Version: zur Zeit nur eBook

erschienen: 20. April 2013

Seiten: 541

Altersempfehlung: Erwachsene





Das Autorenpaar Horst und Julia Drosten lebt im schönen grünen Münsterland und hatte schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht den beiden die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker, sahen einem Landschlachter über die Schulter oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
New York 1907: Im Kosmetiksalon ihrer Tante Antonietta erlebt die junge Waise Mirella Rossi die faszinierende Welt des Luxus und der Schönheit. Als Antonietta unerwartet stirbt, hinterlässt sie ihrer Nichte jedoch ein dunkles Geheimnis. Mirella steht vor dem Nichts. Aber sie lässt sich nicht entmutigen und baut sich gegen viele Widerstände ihr eigenes Kosmetikunternehmen auf. Doch dann entpuppt sich Antoniettas ehemaliger Angestellter als bitterer Feind. Unterstützt von ihrer großen Liebe, dem Rennpferdetrainer Nick, nimmt Mirella den Kampf um ihr Lebensglück auf. Eine Geschichte von tiefer Freundschaft, der Kraft der Liebe, und der unerschöpflichen Quelle der Phantasie.


Meine Meinung:
Ich hatte von dem Autorenpaar schon einige Bücher gelesen, als ich auf dieses aufmerksam wurde. Da ich die anderen mit Begeisterung gelesen hatte, war für mich klar, dass ich dieses erwerben und lesen wollte. Ich sollte nicht enttäuscht werden.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1907 sehr dramatisch. Ein Bergdorf in Italien wird bei einem Bergrutsch unter den Wassermassen und dem Schlamm begraben. Auf wundersameweise überlebt Mirella und wird von ihrer Tante Antonietta, die in New York lebt, aufgenommen. Für das 15jährige Mädchen war dies nicht leicht, sie hatte ihre ganze Familie in Italien verloren und fand sich in einem unbekannten Land mit einer fremden Sprache wieder. Es muss für sie ein Kulturschock gewesen sein, zumindest hatte ich dieses Gefühl.

Sehr fesselnd haben die Autoren beschrieben, wie sich Mirella einlebte und welche Erfahrungen sie in ihrer neuen Heimat machen musste. Tante Antonietta hatte einen sehr gut laufenden Kosmetiksalon  und stellte ihre Produkte selber her. Sie schlug ihrer Nichte vor, bei ihr eine Ausbildung zu machen, was Mirella dann auch mit Begeisterung tat. Das anfangs schüchterne Mädchen entwickelte sich zu einer selbstbewussten jungen Frau, was mir sehr gefallen hat. Inzwischen hatte sie, aber auch ihre Tante und weitere Beteiligte, den Weg in mein Leserherz gefunden. Als die Tante plötzlich verstarb stand Mirella plötzlich vor dem Nichts. Aber zum Glück gab es viele hilfsbereite Menschen, die ihr zur Seite standen.

Ich möchte jetzt nicht zuviel vom Inhalt des Buches verraten, aber ich fand es sehr interessant über das Leben einer jungen Frau in der damaligen Gesellschaft zu lesen. So ganz langsam begannen die Frauen sich zu emanzipieren. Viele Männer und auch genug Frauen sahen es gar nicht gern, wenn Frauen der gehobeneren Klasse berufstätig waren. Ereignisse der damaligen Zeit wurden sehr gut in die Geschichte um Mirella eingebunden, sei es der Untergang der Titanic oder der Weltkrieg. Außerdem lernte ich vieles über die Herstellung von Kosmetik kennen. Bekannte Namen wie Elisabeth Arden kamen ebenfalls in der Geschichte vor.

Mirella lernte natürlich auch einen jungen Mann kennen, der sie nach kurzer Zeit heiraten wollte. Sie musste nun den Spagat zwischen Beruf und Familie erlernen. Obwohl Nick etwas andere Ansichten hatte, hat er Mirella doch ihren Weg gehen lassen. Dies hat mir sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es damals genügend Männer mit dieser Einstellung gab und den Frauen es nicht noch unnötig schwer machten.

Ich fand dieses Buch sehr interessant und konnte es kaum aus der Hand legen. Zu gerne hätte ich am Ende noch weiter gelesen, denn dort gab es genug Fragen, die sich mir stellten und vielleicht kann ich das ja irgendwann mal in einem weiteren Buch lesen.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, der Titel hatte mich anfangs etwas irritiert, aber im Laufe der Geschichte bekam ich dann die Erklärung.

Fazit:
Dies ist wieder ein Buch, das mir sehr gut gefallen hat und ich gerne weiter empfehle.

Dienstag, 7. Juli 2015

Rezension - Hummeln im Herzen



Autorin: Petra Hülsmann

Titel: Hummeln im Herzen

Genre: Romanze

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 16. September 2014

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Petra Hülsmann, Jahrgang 1976, wurde in einer niedersächsischen Kleinstadt geboren. Ihr Studium der Germanistik und Kulturwissenschaft brach sie erfolgreich ab, machte eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin und landete schließlich in Hamburg, wo sie zehn Jahre als Sekretärin in Rechts- und Patentanwaltskanzleien arbeitete, heiratete und 'Hummeln im Herzen' schrieb. 2013 reiste sie für sechs Monate mit Mann und Rucksack durch Südostasien. Inzwischen lebt die Autorin wieder in Hamburg.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Von der Liebe darfste dich nich feddich machen lassen - diesen weisen Rat hört Lena gleich mehrmals von Taxifahrer Knut. Aber leichter gesagt als getan, wenn der Verlobte eine Niete und der Job wegen eines äußerst peinlichen Fehlers plötzlich ein Ex-Job ist. Für Selbstmitleid bleibt Lena aber sowieso kaum Zeit. Ihr Leben muss dringend generalüberholt werden, und außerdem zieht ausgerechnet sie als Ordnungsfanatikerin in die chaotische WG ihrer besten Freundin. Vor allem Mitbewohner Ben nervt! Der ist nämlich nicht nur unglaublich arrogant, sondern auch ein elender Womanizer. Umso irritierter ist Lena, als ihr Herz beim Gedanken an ihn immer öfter auffällige Aussetzer hat - Eine wunderschöne Liebesgeschichte, voller Humor und Herzenswärme

Meine Meinung:
Das Buch legte ich am Ende mit einem Grinsen im Gesicht zur Seite. Das zeigt ja wohl, dass es mir gefallen hat. Obwohl ich es manchmal nicht gut finde, wenn ich am Anfang schon weiß, wie das Buch enden wird. Da kommt es eben auf Gutes "dazwischen" an und hier war es der Fall,

Lena hat wohl die A-Karte gezogen, Verlobter weg, Wohnung weg, Arbeit weg, ein Grund sich heulend beim Bruder und seinen Mitbewohnern niederzulassen. Allerdings sehen die anderen gar nicht ein, dass Lena im Selbstmitleid versinkt und nichts mehr auf die Reihe kriegt.
Michel, ihr Bruder, seine Freundin Juli, die gleichzeitig auch Lenas beste Freundin ist und der langjährige Freund Ben wollen es gar nicht zulassen, dass sie immer weiter versinkt.
Von anderen bekommt Lena ebenfalls noch Hilfe und gute Ratschläge, denn sie lernt Knud, den Taxifahrer kennen, ich fand ihn köstlich. Und dann wäre da noch Otto, so urig wie er sich verhält, ist er sehr wichtig für Lenas künftigen Weg.

Trotzdem geht weiterhin vieles schief bei Lena, die ich manchmal gerne geschüttelt hätte, denn in meinen Augen hat sie sich sehr naiv verhalten und mich damit auch sehr genervt. Immer wieder ging sie sofort wie ein HB-Männchen hoch, wenn Ben etwas gesagt hat, obwohl mir einige Dialoge der beiden doch Spaß bereitet haben.
So seicht und vorhersehbar mir alles vorkam, kann die Geschichte doch zum Nachdenken anregen. Es zeigt doch mal wieder, dass das Leben zu kurz ist, um sich lange böse zu sein und man sich doch besser spät als gar nicht aussöhnen sollte und man nicht immer so stur sein sollte.
Als das Buch sich dann dem Ende näherte, war ich schon etwas traurig, denn gerne hätte ich jetzt noch ein bisschen mehr von allen gelesen.

Das Buchcover finde ich ausgesprochen witzig und dadurch auch sehr ansprechend. Auf jeden Fall zeiht das Buch damit schon mal Aufmerksamkeit auf sich.

Fazit:
Wer ganz besonders leichte Sommerlektüre sucht, könnte mit diesem Buch vielleicht fündig werden.

Rezension - Aktenzeichen Luxus gegen Liebe



Autorin: Rike Stienen

Titel: Aktenzeichen : Luxus gegen Liebe

Genre: Frauenroman

Version: eBook

erschienen: 27. Juni 2015

Seiten: 228

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Rike Stienen war einige Jahre als Rechtsanwältin und Mediatorin tätig, bevor sie sich ihren Traum erfüllte, eine Ausbildung zur Drehbuchautorin zu absolvieren. Seitdem entwickelt sie Stoffe für diverse Filmproduktionen, am liebsten romantische Komödien, die im Alpenvorland oder vor exotischer Kulisse spielen. Dabei ist es ihr wichtig, zwischenmenschliche Konflikte auf humorvolle Weise zu lösen. Mittlerweile sind zusätzlich einige Kurzgeschichten und Liebesromane veröffentlicht worden. Die Autorin lebt und arbeitet in der Nähe des Chiemsees und gehört verschiedenen Autorenverbänden an. Für den Delia-Literaturpreis 2015 war die Autorin als Jurymitglied tätig.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Leben von Rafael König scheint beruflich und privat perfekt zu sein. Er liebt seinen Anwaltsjob und seine Verlobte Nicole. Als Rafael aber unfreiwillig für seinen Freund Tim auf einem Kindergeburtstag bei der Familie Storm als Clown einspringen muss, ändert sich sein Dasein schlagartig. Plötzlich stellen die alleinerziehende Pia und ihre drei Kinder durch ihre völlig andere Lebensweise seinen Alltag und seine Wertvorstellungen auf den Kopf. Die Beziehung zu Nicole wird auf eine harte Probe gestellt, und seine Zukunftspläne geraten ins Wanken. Wird Rafael die richtige Entscheidung treffen?

Meine Meinung:
Von Rike Stienen habe ich inzwischen einige Bücher gelesen und war nun auf dieses gespannt. Vor allem das Buchcover hat mich neugierig gemacht, was könnte sich hinter diesen Motiven verbergen?
Eins sei schon mal erwähnt, beides, Porsche und Herz passten wunderbar zum Inhalt des Buches.

Rafael, der Karrieremann mit Geld und Pia, allein erziehende Mutter mit drei Kindern, zwei Welten prallen aufeinander. Durch Zufall lernen sie sich kennen und im Laufe der Zeit musste  Pia ein Vorurteil revidieren und bei Rafael geriet die Weltanschauung ins Wanken. Dazu hat nicht nur das nette und natürliche Verhalten von Pia beigetragen, auch die Kinder waren daran beteiligt. Pias Kinder waren ganz typisch, die Jungs kurz vor der Einschulung konnten wunderbar begeistert werden und die Tochter war im besten Zickenalter. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, alle Personen zu beobachten. Denn so komme ich mir manchmal vor. Ich habe das Gefühl vor Ort zu sein und bei allem zuschauen zu können und hatte auch gleichzeitig eine Ahnung, wie sich alles entwickeln würde. Soll ich nun sagen, es war für mich vorhersehbar oder besser, die Autorin hat die Geschichte so geschrieben, wie ich es mir gewünscht hätte.

Alle Beteiligten konnte ich sehr gut leiden,neben den Protagonisten gab noch Rehlein mit ihrem besonderen fürsorglichem  Verhalten und Tim, den besten Freund und Kollege von Rafael, der eigentlich der Auslöser zu allem war.
Die Geschichte um Pia und Rafael war an sich schon interessant zu lesen, da ließ sich die Autorin noch Nebenschauplätze einfallen. Amüsiert habe ich mich über die Dame mit der Tätowierung an besonderer Stelle, leiden konnte ich sie aber trotzdem nicht.

Riek Stienen ist es gelungen, eine Liebesgeschichte im Alltag verschiedener Personen unterzubringen. Ein einfaches Kennenlernen und sich Verlieben wäre auch zu langweilig für die Leserin. Trotzdem ist alles eigentlich sehr realistisch, auch die überraschenden Wendungen. Nun ja, nicht alle mögen ganz in Ordnung gewesen sein, aber dafür ist es ja eine Geschichte, es ist "nur" ein Buch.

Fazit:
Nicht immer kann ich mich für Liebesromane begeistern, aber dieser hat mir gefallen und wenn mich jemand nach schöner leichter Sommerlektüre fragt, werde ich dieses Buch empfehlen.

Rezension - Rehruf


Autorin: Julia Mayer

Titel: Rehruf

Genre: Fantasy, modernes Märchen

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 25. Dezember 2014

Seiten: 322

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene



Die Autorin Julia Mayer wurde 1993 in Malchin geboren, lebt mit ihrer Hündin Leia an der Ostsee und schreibt seit ihrem vierzehnten Lebensjahr Romane. Nachdem sie sich mehrere Jahre lang erfolglos und frustriert durch den Alltags-Dschungel gekämpft hat, wagte sie im Dezember 2012 den Sprung ins Indie-Publishing. Seitdem veröffentlicht sie regelmäßig und tobt sich dabei gern in den unterschiedlichsten Genres aus. Je vielseitiger, desto besser. Sie bezeichnet sich selbst gern als Frau mit Hund - immer auf der Suche nach dem richtigen Wort.

Kurzbeschreibung, übernommen:
"Tausend Leben will ich dir geben, nur wandeln kannst du nicht auf alten Wegen. Bist du mein, bist du’s für immer. Bist frei und wild vorm Himmelsschimmer. Komm und ich trage dich über den Fluss, doch kennen wirst du nimmer eines Menschen Kuss." Trink nicht vom Fluss, es sei denn du musst dem Tode entkommen. Inga ist dazu verflucht, ihr Leben als Rehdoppel zu verbringen. Fern von ihrer Familie, verwandelt sie sich beim ersten Morgenlicht in ein Reh und kann erst bei Anbruch der Dunkelheit in ihren Menschenkörper zurückkehren. Sie ist zwar dem Tod entronnen, aber ihre neue Existenz birgt Gefahren und Verlockungen, auf die Inga nicht vorbereitet ist.

Meine Meinung:
Ich habe mich mal wieder auf ein Fantasybuch eingelassen und es hat mir gefallen. Allerdings nicht, weil ich nun von diesem Genre begeistert bin, sondern weil hinter der Geschichte sich so vieles verbirgt. So ein kleines bisschen wurde ich an Grimms Märchen "Brüderlein und Schwesterlein" erinnert, mir kam es als modernere Form vor.
Inga lebt seit langem mit einer Krankheit, die in jungen Jahren zum Tod führt. Aus einem besonderen Grund, den ich hier aber nicht erwähnen möchte, findet sie sich nach ihrem Tod auf einmal als Rehdoppel wieder, tagsüber Reh und nachts Menschenkind. Das bringt natürlich einige Probleme mit sich. Zu gerne möchte sie Mutter und Schwester noch einmal sehen und ahnt nicht, was sie mit diesem Wunsch auslöst.
Ich mochte Inga von Anfang an gut leiden und sie hatte auch mein Mitgefühl. Man stelle sich nur einmal vor, wie man sich selber fühlt: zu wissen, dass liebe Verwandte um einen trauern und man kann sie nicht trösten. Nun normalerweise ist es dem Verstorbenen ja auch nicht möglich, aber Inga steckte ja in einer anderen Situation.
In dem Buch konnte ich sehr viel von Zusammenhalt in der Familie und Freunden erfahren, ob sie nun da war oder nicht vorhanden oder sogar ganz verloren ging, wenn vorher etwas da war. Ich konnte Zwickmühlen und gefühlsmäßigen Regungen verstehen, aber nicht unbedingt akzeptieren. Zu gerne hätte ich einer bestimmten Person mal meine Meinung gesagt. Man merkt, ich war gefühlsmäßig wieder mittendrin im Geschehen.
Ansich war ich mit der Geschichte ganz zufrieden, aber die Autorin war wohl der Meinung, etwas zusätzliche Spannung einbauen zu müssen. Es ist ihr auch gelungen, aber ich für meinen Teil hätte gerne darauf verzichten können. Ging doch leider nicht alles so aus, wie ich es gerne gehabt hätte.

Das Buchcover gefällt mir, ich kann mir vorstellen, dass ich diesen Hintergrund auf für meine Kartengestaltung nutzen würde, die ich ab und zu mache.

Fazit:
Wer gerne Märchen liest oder gelesen hat, wird dieses Buch vielleicht auch mögen.

Ich möchte mich gerne bei der Autorin bedanken, ohne sie wäre ich auf das Buch nicht aufmerksam geworden.

Montag, 6. Juli 2015

Rezension - Ein zauberhafter Sommer


Autorin: Corina Bomann

Titel: Ein zauberhafter Sommer

Genre: Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 8. Juni 2015

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Marion von Schröder /Ullstein Buchverlage

Die Autorin Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen "Wachsstift-Illustrationen", später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Die 23-jährige Wiebke muss nach einem quälend langen Winter, einer verhauenen Prüfung und einem zähen Beziehungskampf einfach mal raus. Die Urlaubskasse gibt nicht viel her, und ihre beste Freundin macht Pärchenurlaub, doch Wiebke hat eine wunderbare Alternative: Sie besucht ihre Tante Larissa an der Müritz. Larissa ist genau so, wie Wiebke gern wäre: unabhängig, stark, eine Lebenskünstlerin. Doch Wiebke merkt, dass auch Larissa ihre Zweifel, Schwächen und Sehnsüchte hat. Ihre Gespräche helfen ihnen, die eigenen Wünsche ans Leben klarer zu sehen. Als die Liebe bei beiden einschlägt, wird ihre sommerliche Schicksalsgemeinschaft zu einer emotionalen Achterbahnfahrt.

Meine Meinung:
Zunächst hatte das Bild des Buchcovers meine Aufmerksamkeit geweckt. Als ich das Buch dann in der Hand hielt, konnte ich feststellen, dass das Bild ihm nicht gerecht wird. Für ein gebundenes Buch ist es für meine Empfindungen sehr schmal, auffällig sind auch die abgerundeten Ecken, was ich aber alles als sehr angenehm ansah. Die Zeichnungen der Erdbeerpflanzen mit den Blüten und Früchten setzt sich auf den Umschlaginnenseiten fort. Die Sommerfrüchte runden das Erscheinungsbild sehr gut ab.
Nun war ich noch mehr gespannt auf den Inhalt des Buches. Und stellte sehr schnell fest, dass es nicht nur einen zauberhaften Sommer sondern auch eine zauberhafte Geschichte versprach.
Wiebke, die aus den verschiedensten Gründen eine Auszeit nehmen will, sucht sich dafür den Ort, in dem ihre Tante lebt, aus. Damit löst sie einiges aus, was nicht nur ihre Zukunft sondern auch die der Tante betrifft. Beide kommen sich näher und führen einige aufschlussreiche Gespräche, die dafür sorgen, dass beide über einiges nachdenken, etwas ändern wollen und offen für Veränderungen sind.
Vom Inhalt möchte ich nicht mehr erzählen, als dass der Leser ein harmonische Lesevergnügen erwarten kann. Es klingt fast schon wie ein Märchen, wie sich alles entwickelt und bei den ganzen Hiobsbotschaften um einen herum, freute ich mich, die Geschichte lesen zu können.
Wiebke und Larissa waren so, wie sie eben waren, mir sehr sympathisch. Auch wenn sie manchmal etwas überstürzt handelten und vielleicht falsche Schlüsse zogen.  Insgesamt gesehen war die Entwicklung sehr vorhersehbar, aber dies tut der Leserseele manchmal auch gut. Es kommt dann eben auch immer auf das "Dazwischen" an.
Der Schreibstil der Autorin hat mir wieder gut gefallen und ich war auch gleich mittendrin im Geschehen. Zu gerne würde ich das Brombeerfeld mal sehen und mich abends auf den Steg setzen.
Bei einem zauberhaften Sommer versteht es sich, dass das Ende auch meinen Vorstellungen entsprach.

Fazit:
Wer für diesen Sommer noch nach einer leichten und schönen Lektüre sucht, wird hier das richtige Buch finden. Mir hat es gefallen und gerne empfehle ich es weiter.

Ich möchte mich bei der Ullstein Verlagsgruppe für das Rezensionsexemplar bedanken.