Montag, 28. September 2015

Rezension - In 80 Tagen zu Dir


Autorin: Natascha Sagorski

Titel: In 80 Tagen zu Dir

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:22. Juni 2015

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet

Die Autorin Natascha Sagorski, geboren 1984 in Karlsruhe, lebt in München und arbeitet neben ihrer Tätigkeit als Autorin seit Dezember 2010 als Kolumnistin bei ProSieben, wo sie sich derzeit als „Miss Understood“ in der Sendung taff mit allem beschäftigt, was Männer über Frauen wissen sollten. Als PR-Managerin betreut sie einige der schönsten Hotels und Luxusreedereien weltweit und geht so ihrer, nach dem Schreiben zweitgrößten Leidenschaft, dem Reisen nach.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Finns Großvater hat ihm nach seinem Tod nur zweierlei hinterlassen: alte Briefe und die Bitte, nicht denselben Fehler wie er zu machen. Daraufhin trifft Finn zum ersten Mal eine spontane Entscheidung: Er steigt in einen Flieger, um die Spuren dieser Briefe zurückzuverfolgen, die von einer Fremden versendet wurden.
Stines Welt bricht an einem Tag zusammen. Und sie tut das Einzige, was ihr noch übrig bleibt: Sie gibt ihr bisheriges Leben auf und sich 80 Tage, um die Welt zu bereisen und zu sich selbst zu finden. Im Gepäck hat sie nur die Liebesbriefe, die ihre Großmutter einst von einem Seemann erhielt …

Meine Meinung:
Der Titel des Buches hat mich neugierig gemacht, denn wer kennt es nicht, das Buch "In 80 Tagen um die Welt". Natürlich hat das eine mit dem anderen nichts zu tun. Aber nun hatte ich die Kurzbeschreibung gelesen und wollte unbedingt die Geschichte von Stine und Finn kennen lernen.

Finn trifft nach dem Tod seines geliebten Großvaters eine folgenschwere Entscheidung. Nicht nur das, er nimmt die Briefe, die sein Großvater von einer Frau erhalten hat und macht sich auf den Weg, deren Spuren zu folgen.
Stine braucht unbedingte eine Auszeit, weit weg von zu Hause und macht sich auf den Weg, um den Spuren ihrer Großmutter zu folgen, die sie leider nie kennen gelernt hat. Auch sie hat alte Briefe, die ihr den Weg weisen.

Erfahrene Leser werden sich nun denken, wie alles zusammenhängt und ich verrate deshalb hier sicher nicht zu viel, wenn ich erwähne, dass jeder die Briefe des anderen in den Händen hält. Ich begleite beide nun auf eine sehr interessante Reise. Denn natürlich finden sich beide immer in den Orten ein, wo der andere sich meist schon befindet. Die Autorin hat die Reiseziele sehr gut beschrieben und ich hatte dadurch das Gefühl vor Ort zu sein. Interessant fand ich, dass anfangs jeder andere Reiseerfahrungen machen konnte. Bis sie sich durch Zufall endlich trafen, allerdings ohne zu wissen, aus welchem Grund sich der andere ebenfalls vor Ort aufhält.

Der Schreibstil hat mir gut gefallen. Ich als Leserin hatte natürlich den kompletten Überblick, denn ich konnte ja alle Briefe lesen und war so bestens informiert. Obwohl das Ende der Geschichte um die Briefe ja vorhersehbar war, tat es der Spannung keinen Abbruch. Außerdem hat die Autorin auch noch eine Überraschung eingebaut. Mit dem letzten Brief hatte ich so gar nicht gerechnet.

Die beiden Protagonisten Finn und Stine konnte ich ganz gut leiden, obwohl Stine es mir nicht immer leicht gemacht hat, denn ich war oft nicht  mit ihrem Verhalten einverstanden. Ob die beiden nun wenigstens, im Gegensatz zur Großmutter und Großvater, zueinander gefunden haben, werde ich hier natürlich nicht verraten. Auf jeden Fall hat die Autorin es verstanden, die Lebenswege aller wunderbar zu schildern und vielleicht miteinander zu verknüpfen.

Das Buchcover hat mir gefallen und zum Schluss konnte ich auch Verstehen, was der Heißluftballon zu bedeuten hatte. Ich erwähnte ja schon die wunderbaren Schilderungen der Orte, an denen sich alle aufgehalten haben. Durch die Briefe konnte ich erfahren, wie beschwerlich die Reise damals war und wie leicht es doch Stine und Finn heutzutage hatten.

Fazit:
Ein Buch über die Wege der wahren Liebe, schicksalshaft und eindrucksvoll. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Dem Verlag blanvalet danke ich vielmals für das Rezensionsexemplar.

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