Sonntag, 25. Oktober 2015

Rezension - Hundert Tage Glück



Autor: Fausto Brizzi

Titel: Hundert Tage Glück

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20, April 2015

Seiten: 471

Altersempfehlung: Erwachsene


Der Autor Fausto Brizzi, geboren 1968 in Rom, ist Regisseur, Drehbuchautor und Filmproduzent. "Hundert Tage Glück" ist sein erster Roman. Er begeisterte Verlage weltweit und erscheint in 23 Ländern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Lucio Battistini ist mit seinem Leben eigentlich zufrieden: Er hat eine Frau, die er liebt, zwei Kinder, die er vergöttert, und sein Schwiegervater backt die besten Doughnuts Roms. Doch dann wird bei Lucio Krebs diagnostiziert – und plötzlich hat er nur noch 100 Tage ... Um seine Frau dazu zu bringen, ihm seinen Seitensprung zu verzeihen. Um festzustellen, dass ein richtig gutes Eis besser hilft als jeder Psychologe. Um seinen Kindern Italien zu zeigen. 100 Tage, um nicht aufzugeben. 100 Tage, um anzufangen zu leben. 100 Tage, um glücklich zu sein.

Meine Meinung:
Als ich für meine Teilnahme an der Challenge  Blanvalet nach weiteren Büchern suchte, wurde ich auf dieses aufmerksam. Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war mir klar, dass dies keine leichte Lektüre für zwischendurch sein würde. Ich hatte allerdings nicht damit gerechnet, dass ich in Tränen aufgelöst das Ende lesen würde. Aber ich will nicht vorgreifen.

Lucio erfährt, dass er Krebs im Endstadium hat und nicht mehr lange leben wird. Ihm bleiben noch hundert Tage, die er gut nutzen will. An dieser Stelle wird bestimmt mancher sehr nachdenklich und überlegt, wie er denn handeln würde. Was ist einem wichtig, wie würden unsere letzten hundert Tage aussehen. Ich war ganz gespannt darauf, wie Lucio alles meistern würde.

Der Autor hat einen interessanten Schreibstil und lässt Lucio alles erzählen, aber nicht nur in der sonst bekannten Ich-Form, sondern Lucio spricht uns Leser direkt an und berichtet am Anfang über seine Familie, Freunde und wie alles begann.
Nachdem wir Leser nun auf den aktuellen Stand gebracht wurden, beginnt Lucio die Tage rückwärts zu zählen. Gestartet wird mit Tag 100 und endet, nun, das kann sich ja jeder denken.
Natürlich erfahre ich auch, wie seine Familie und Freunde sich mit der Erkrankung abfinden, wobei ich das Verhalten aller ganz klasse finde, nur Paolas Verhalten gefällt mir nicht so recht.

Lucio legt sich ein Heft zu und notiert, was er auf jeden Fall noch alles erledigen möchte. Mir haben seine Ideen sehr gut gefallen und berührt. Ich möchte hier jetzt nicht alles erwähnen, es sollte jeder selber lesen und feststellen, wie er darüber denkt. Die eine oder andere Anregung ist auch dabei und das musst nicht erst umgesetzt werden, wenn man das Lebensende so dicht vor Augen hat.

Die Krönung aller Ideen ist die Reise, die Lucio mit seiner Familie unternimmt. Wobei die Zeit immer schneller wird und ich hoffte, dass er alles schafft, was er sich vorgenommen hat. Diese Reise hatte in meinen Augen einen Höhepunkt und mir kommen jetzt beim Schreiben, wenn ich daran denke, noch einmal die Tränen. Es war so wundervoll berührend.

Auch wenn das Ende vorhersehbar und traurig sein wird, es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen. Es macht einen nachdenklich, es gibt Stellen zum Schmunzeln und herzergreifende Momente.

Fazit:
Ich gebe hier auf jeden Fall eine Leseempfehlung und rate aber auch, Taschentücher nicht zu weit weg zu legen.

Dem Verlag blanvalet danke ich recht herzlich für das Rezensionsexemplar

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