Freitag, 2. Oktober 2015

Rezension - Kräuter der Provinz


Autorin: Petra Durst-Benning

Titel: Kräuter der Provinz

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. September 2015

Seiten:  510

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die Autorin Petra Durst-Benning wurde 1965 in Baden-Württemberg geboren. Nach ihrer Ausbildung zur staatlich geprüften Übersetzerin und Wirtschaftskorrespondentin arbeitete sie im Im- und Exportgeschäft, bevor sie ins elterliche Antiquitätengeschäft einstieg. Seit zehn Jahren ist sie hauptberuflich als Autorin tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Hunden südlich von Stuttgart. All ihre Romane sind SPIEGEL-Bestseller und fast im gesamten europäischen Ausland zu lesen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Bürgermeisterin Therese liebt ihre schwäbische Heimat – Wiesen mit sattgelbem Löwenzahn, ein paar sanft geschwungene Hügel und mittendrin Maierhofen. Doch die jungen Leute ziehen weg, und der Dorfplatz wird immer leerer. Als Therese krank wird und das Dorf kurz vor dem Aus steht, raufen sich alle Bewohner zusammen – seien es die drei Greisen, die immer auf der Bank sitzen, der linkische Metzgermeister Edi oder die schüchterne Christine. Und sie haben nur noch ein Ziel: ihre schöne kleine Stadt zu retten und das erste Genießerdorf entstehen zu lassen – einen Ort, an dem der echte Geschmack King ist!

Meine Meinung:
Würde ich viele Bücher von Petra Durst-Benning nicht kennen und mit Begeisterung gelesen haben, was für mich schon ein Grund ist, sofort immer nach dem nächsten neuen Buch von ihr zu greifen, also würde ich sie nicht kennen, hätte mich schon alleine das tolle Cover und die Kurzbeschreibung neugierig gemacht.
Bisher habe ich "nur" historische Romane von ihr gelesen und war nun auf diesen ganz besonders gespannt. Die Handlung dieses Buches spielt sich in der Gegenwart ab und wer die Autorin etwas besser kennt, kann sich auch vorstellen, dass sich darin vieles von ihrer Einstellung wiederfindet.

Maierhofen, ein fiktiver Ort im Allgäu, spiegelt vieles wider, was leider in vielen Dörfern passiert. Die jungen Leute ziehen weg, die Läden schließen und zurück bleiben meist nur die Älteren. Ein Dorf stirbt aus. Dabei haben so viele Dörfer einiges zu bieten, was wir Städter längst verloren haben. Einen Platz der Ruhe, ein Ort um die Seele baumeln zu lassen. Bewohner, die sich auf alte Techniken besinnen oder diese nie modernisiert haben. Das Brot schmeckt besser, als aus dem Supermarkt, Kräuter werden gesammelt und richtig eingesetzt, der Käse schmeckt hervorragend. Ich fahre immer wieder gerne im Urlaub in ein Bergdorf, wo ich im Bauernladen vieles finde, das die Bewohner der umliegenden Bauernhöfe herstellen und dort verkaufen. Aber ich schweife mal wieder ab, trotzdem wollte ich dies kurz erwähnen.

In Maierhofen wohnt Therese, sie ist die Bürgermeisterin und Besitzerin des Gasthofes "Goldene Rose", sie liebt ihr Dorf und es macht sie traurig, dass dort immer weniger los ist. Eine Lösung muss her! Zufällig sieht sie im Fernsehen einen Bericht, in der sie ihre Cousine Greta erkennt. Greta ist bei einer Werbeagentur beschäftigt und könnte mit einer Kampagne dem Dorf behilflich sein. Ich will jetzt nicht den ganzen Inhalt des Buches nacherzählen, ich würde zuviel Lesevergnügen wegnehmen.
Aber ich kann verraten, dass die Autorin es wunderbar und fesselnd beschrieben hat, was nun alles unternommen wird. Neben Therese und Greta lerne ich viele Dorfbewohner kennen, die ich alle in mein Leserherz geschlossen habe. Jeder hat ein mehr oder weniger großes Päckchen zu tragen. Im Laufe der Geschichte verändert sich für einige vieles, sie lernen ihre Stärken kennen oder entdecken ganz andere Seiten an sich selber. Nicht jeder kann mit dieser Entwicklung umgehen, manche müssen über ihr Leben nachdenken und Entscheidungen treffen.

Petra Durst-Benning hat alles so gut beschrieben, dass ich mal wieder das Gefühl hatte, vor Ort zu sein. Ich wäre wirklich gerne bei dem Fest dabei gewesen und wäre wohl auch eine, die sofort einen Kurzurlaub buchen würde.
Natürlich war ich mittendrin im Geschehen und habe Greta bei allem begleitet und für das Dorf und die Bewohner so sehr gehofft, dass ihre Träume wahr werden. Es war ein richtiges "Wohlfühlbuch" obwohl viele ernste Themen nicht zu kurz kamen. So toll die Begebenheiten beschrieben wurden, hat vieles einen ernsten Hintergrund und regt zum Nachdenken an. Manch einer fragt sich jetzt vielleicht auch, gibt es etwas, was ich gerne ändern würde.
Ganz besonders hat mir in diesem Buch gefallen, dass viele der Beteiligten Frauen im Alter ü40 waren und nicht immer auf einen neuen Diättripp waren, sondern das Essen wirklich mal geniessen konnten. Naja, Ausnahmen gab es auch hier, aber die waren nur am Rande beteiligt. Ach, es gäbe noch so vieles über das Buch zu schreiben, aber ich will mit meinem Beitrag nicht den Rahmen einer Rezension sprengen. Am besten ist natürlich, dass jetzt ganz viele neugierig geworden sind und sich das Buch nun gönnen.

Fazit:
Meine Begeisterung kennt keine Grenzen und ich möchte das Buch jeder Leserin ans Herz legen. Es ist einfach wunderbar gelungen!

Dem Verlag blanvalet möchte ich vielmals für das Rezensionsexemplar danken.

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