Mittwoch, 14. Oktober 2015

Rezension - Straße nach Nirgendwo


Autorin: Nele Löwenberg

Titel: Straße nach Nirgendwo

Genre: Roman

Version: eBook, broschiert und Hörbuch

erschienen: 11. September 2015

Seiten: 496

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein

Nele Löwenberg ist der Mädchenname der Bestsellerautorin Nele Neuhaus. Sie begann schon in jungen Jahren zu schreiben und erlangte mit ihren Krimis inzwischen Weltruhm.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach einem Familienstreit hat die 17-jährige Sheridan Grant Nebraska verlassen, um in New York ihr Glück als Sängerin zu suchen. Doch ein blutiger Amoklauf ihres Bruders Esra macht ihre Träume zunichte. Eine abenteuerliche Flucht vor der Presse und den hasserfüllten Anschuldigungen ihrer Adoptivmutter führt Sheridan durch halb Amerika. Während sie versucht, sich ein neues Leben aufzubauen, deckt Detective Jordan Blystone ein dreißig Jahre altes Familiengeheimnis auf und bringt Rachel Grant deswegen vor Gericht. Hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach ihrer Heimat und der Chance, die Schatten der Vergangenheit für immer hinter sich zu lassen, muss Sheridan eine schwere Entscheidung treffen ...

Meine Meinung:
Da ich schon einige Bücher von Nele Neuhaus gelesen hatte, war ich neugierig auf das Buch, welches sie als Nele Löwenberg geschrieben hat. Inzwischen weiß ich, dass dieses das zweite einer Serie ist. Allerdings hatte ich nicht das Gefühl, das erste Buch unbedingt kennen zu müssen, denn für mich war es eine abgeschlossene Geschichte.

So lernte ich erst einmal Sheridan kennen, die eigentlich auf den Weg nach New York war und wegen eines Amoklaufs ihres Bruders zurück zur Farm wollte. Leider konnte sie nicht ganz freiwillig den Weg antreten, übereifrige Polizisten sorgten für eine unangenehme Heimreise. Auf der Farm ist Detective Jordan Blystone für die Aufklärung zuständig, der endlich dafür sorgt, dass Sheridan ordentlich behandelt wird. Die Geschichte ist so geschrieben, dass ich als Leserin automatisch Partei für einige Personen ergreife und kein Verständnis für das Verhalten anderer aufbringe. Ich kenne mich mit den Geflogenheiten in den USA ja nicht so aus, finde manches etwas sehr übertrieben, kann mir auf der anderen Seite aber auch vieles als realistisch vorstellen. Auf jeden Fall fand ich alles sehr spannend geschrieben und ich war neugierig, wie sich alles entwickeln würde.

Sheridan ist mit 17 Jahren ja noch sehr jung und somit kann ich manches Verhalten von ihr nachvollziehen, trotzdem mag ich sie nicht besonders. Aber ich habe zu ihr gehalten und hoffte, dass die ganze Geschichte für sie und ihre Familie gut ausging.
Nachdem sich eine gewisse gute Entwicklung abzeichnete dachte ich, dass nun eigentlich die Geschichte enden könnte. Aber die Autorin war damit anscheinend nicht zufrieden, denn sie ließ die Protagonistin in die nächste Katastrophe schliddern. Mir wurde es dann doch etwas zu viel, aber aus lauter Neugierde habe ich natürlich weiter gelesen.
Mittlerweile rückte Detective Jordan Blystone mit seiner Lebensgeschichte immer mehr in den Vordergrund, anfangs konnte ich das nicht so recht nachvollziehen, aber gegen Ende gab es dann die Erklärung. Allerdings fand ich das dann alles etwas heftig. So viele Dramen und Lebenslügen auf einmal? Irgendwie wollte ich es nicht glauben.

Die Autorin hat einen interessanten Schreibstil. Sheridan erzählte ihre Geschichte in der Ich-Form, was ich immer interessant finde, weil ich so auch gleich die Gedanken von ihr erfahren konnte. Gut gefallen haben mir auch die größeren Zeitsprünge, so kam etwas Tempo in die Geschichte.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut, nicht nur die Gestaltung außen, sondern auch den eingeklappten inneren Teil.

Mich hat das Buch gefesselt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles entwickelt und ich war auch an den Geschichten einzelner Personen interessiert. Aber ich bin mir nicht sicher, ob ich weitere Folgen  lesen möchte. Mir haben die Dramen in diesem Buch gereicht und ich kann mir gut vorstellen, wie sich alles entwickeln könnte, denn Sheridan ist zwar älter aber nicht unbedingt schlauer geworden. Ob es etwas nützt, wenn sie einen Schlussstrich zieht und sich von ihrer Familie ganz löst?

Fazit:
Wenn ich ganz ehrlich bin, haben mir die Krimis von Nele Neuhaus besser gefallen. Ich will jetzt nicht behaupten, dass dieses Buch so richtig schlecht ist, aber meinen Geschmack hat es einfach nicht getroffen, es war mir alles ein bisschen zu heftig, was in den Familien so passiert ist.
Geschmäcker sind unterschiedlich, zum Glück und es mag viele geben, die das Buch gerne lesen möchten und ich werde niemanden davon abhalten.

Beim Verlag Ullstein möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

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