Donnerstag, 10. Dezember 2015

Rezension - Abschied für immer und nie


Autorin: Amy Reed

Titel: Abschied für immer und nie

Genre: Schicksal

Version: eBook und gebunden

erschienen: 10. November 2015

Seiten: 304

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Harper Collins Germany

Die Autorin Amy Reed, geboren und aufgewachsen in und um Seattle, hat vor ihrem 18. Lebensjahr acht Schulen besucht. Die häufigen Umzüge haben sie rastlos gemacht. Nach dem Abschluss der Film-Hochschule in San Francisco hat sie ihren Master in Creative Writing auf dem New College in California absolviert. Heute lebt sie mit ihrem Mann in Ashville, North Carolina, wo sie sich endlich zu Hause fühlt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Leben außer Kontrolle. „Mal im Ernst, Evie, was haben wir schon zu verlieren?“ Was die krebskranke Evie noch will, ist eine letzte Reise. Noch einmal das Adrenalin in den Adern spüren. Noch einmal auf den Rat ihrer Freundin Stella hören: Lebe wagemutig. Aber die Flucht aus der Klinik wird alles verändern … Evie fällt es unsagbar schwer, in die Welt der Gesunden zurückzufinden. Bis sie Marcus trifft. In seiner Nähe fühlt sie sich lebendig. In seinen Exzessen, seinen fantastischen Höhenflügen. Nur ahnt sie nicht, dass sie nur einen Schritt vor dem Abgrund steht …

Meine Meinung:
Als mir das Buch zum Lesen vorgeschlagen wurde, habe ich mich näher mit dem Inhalt befasst und fand es sehr interessant. Obwohl es kein leichtes Thema ist, sollte man sich auch damit hin und wieder beschäftigen.

Evie hat  Krebs und weiß, dass sie nicht mehr lange zu leben hat. Im Krankenhaus hat sie sich mit Stella und Caleb angefreundet. Zu dritt verbringen sie sehr viel Zeit und entwickeln einen besonderen Humor, den gesunde und vor allem die Familie von Evie nicht verstehen kann und will.

Ich habe mit allen dreien mitgelitten, als ich lesen musste, wie sich ihre Familien ihnen gegenüber benehmen. Besonders Evie und Stella taten mir sehr leid. Stellas Eltern erlaubten ihr nicht, dass ihre Freunde zu Besuch kommen dürfen und Evies Eltern erschienen mir überfürsorglich und ich hatte das Gefühl, dass sie mehr an sich und ihr Empfinden denken, als an Evie. Wenn die verbliebene Zeit sowieso kurz ist, warum darf sie dann nicht nach draußen oder warum macht man ihr dann nicht eine Freude. Immer wieder sollte sie  mit allen möglichen Leuten reden und mitteilen, wie sie sich fühlt. Ist es nicht klar, wie man sich als krebskranker fühlt? Ich wäre wahrscheinlich irgendwann mal ausgeflippt.

Wunder geschehen immer wieder und völlig überraschend wird Evie geheilt. Ich kann es kaum glauben, nehme es aber erst einmal hin. Klar, fällt es Evie schwer, wieder in ihr altes Leben zu kommen. Ihre Freundinnen machen sich immer noch um  banale Dinge Gedanken. Evie hat erkannt, dass es wohl wichtigeres gibt als Nagelpflege, Nagellack  und so weiter.  Natürlich sieht man als wieder Genesener vieles anders, aber wie Evie nun mit allem umgeht, kann ich nicht nachvollziehen und würde ihr jetzt  zu gerne meine Meinung sagen.
Evies Verhalten ist schlimm, Caleb schreit nach Zuwendung und erhält sie nicht, so passiert etwas, was nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. Damit muss Evie fertig werden
Aber auch jetzt nervt das Gerede, zu Therapeuten gehen zu sollen und alle Erwachsenen bestimmen, was für Evie wichtig sein soll. Puh, sogar ich musste trotz allem reichlich Geduld aufbringen.

Der erste Teil des Buches hat dazu beigetragen, viel Verständnis aufzubringen und sich Gedanken zu machen, wie man sich als betroffene Eltern verhalten würde. Der zweite Teil des Buches hat mir nicht gefallen, zeigt es, dass Evie mit 17 noch nicht reif genug ist? Das Ende ließ eine große Frage offen, was mir nicht so richtig gefallen  hat.

Fazit:
Ich bin wirklich hin und her gerissen. Auf der einen Seite fand ich es ungemein interessant und es hat mich nachdenklich gemacht. Auf der anderen Seite hat mir die Entwicklung nicht gefallen, die Evie auf Wunsch der Autorin durchmachen musste. Eine Leseempfehlung gebe ich, weil ich wissen möchte, was andere Leser bei diesem Buch empfinden.

Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich recht herzlich bedanken.

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