Dienstag, 19. April 2016

Rezension - Heringsmord


Autorin: Sina Beerwald

Titel: Heringsmord

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 25. Februar 2016

Seiten: 192

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: emons




Die Autorin Sina Beerwald, 1977 in Stuttgart geboren, wanderte vor acht Jahren mit zwei Koffern und vielen kriminellen Ideen im Gepäck auf die Insel Sylt aus und lebt dort seither als freie Autorin. Seitdem sind sieben erfolgreiche Romane und der Erlebnisführer »111 Orte auf Sylt, die man gesehen haben muss« erschienen. Sie ist Preisträgerin des NordMordAward und des Samiel Award.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Leben auf Sylt? Ein Traum! Jedenfalls für das Rentner- Ehepaar Frieda und Ernst Schmälzle. Da das Ersparte für ein Reetdachhäuschen jedoch nicht reicht, lassen sie sich mitsamt Spätzlespresse und Dackel Gustav als Dauercamper auf dem Kampener Campingplatz nieder. Doch zwischen Gemeinschaftsdusche und Chemietoilette schwelen die Konflikte, und in der Ehe der Schmälzles beginnt es heftig zu kriseln – bis ihr Platznachbar Konrad ermordet wird und Frieda die Unschuld ihres Mannes beweisen muss . . .


Meine Meinung:
Reif für die Insel, das sind Frieda und Ernst und als Rentner wollen sie nun auf Sylt wohnen.
Die Geschichte fängt ganz langsam an. Frieda und Ernst erzählen von ihrem Vorhaben, nach Sylt zu ziehen, aber da sie kein Geld für eine Immobilie haben, wollen sie sich auf einem Campingplatz niederlassen. Ernst fährt vor und findet einen Wohnwagen, den er mietet. Ich gestehe, dieser Wohnwagen wäre für mich entweder ein Scheidungsgrund oder ein wichtiger Grund einer sofort eingeleiteten Renovierung. Grauselig die Innenausstattung, die ich dank der guten Beschreibung so richtig vor Augen hatte.
Nun, vieles entwickelt sich anders, als die beiden es sich vorstellen und auf einmal gibt es eine Leiche und ein sehr verrückter Teil des Buches beginnt. Ich möchte darauf nicht näher eingehen. Ich habe beschlossen, dass ich diesen Teil mit Humor lese. Spannung war ja vorhanden, ich hatte so gar keine Ahnung, wer der Mörder sein könnte. Allerdings fand ich das Verhalten von Frieda und Ernst schon etwas merkwürdig und ich hätte am liebsten gesagt, redet miteinander und macht nicht solchen Quatsch.
Die Auflösung des Falles war für mich eine Überraschung, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber es gab genügend Hinweise in der Geschichte, die mich stutzig gemacht haben und ich sollte richtig liegen
Ich hatte erwähnt, dass nach dem Auffinden der Leiche der verrückte Teil der Geschichte beginnt. Zumindest war dies mein Gefühl und ich würde das Buch vielleicht auch eher als Krimikomödie einordnen. Irgendwie war es für mich kein typischer Krimi.
Sina Beerwald hat die Geschichte im Wechsel von Frieda und Ernst in der Ich-Form erzählen lassen. Was mir sehr gut gefallen hat, denn so konnte ich verschiedene Situationen aus unterschiedlichen Gesichtswinkeln betrachten und lernte auch gleich die Gedanken des jeweiligen Erzählers kennen.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut, als Inselfan spricht mich so ein Bild sofort an.


Fazit:
Auch wenn ich nun schon zweimal erwähnt habe, dass mir einiges verrückt vorkam, soll es aber nicht negativ gedeutet werden. Eher verrückt, was zum Lachen reizt.
Spannung und Humor und verzwickte Situationen, alles hat die Autorin sehr gut miteinander verbunden und ich empfehle das Buch gerne weiter.

Bei Sina Beerwald und dem Verlag emons möchte ich mich recht herzlich bedanken.

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