Sonntag, 1. Mai 2016

Rezension - Das Pestdorf


Autorin: Deana Zinßmeister

Titel: Das Pestdorf

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Dezember 2015

Seiten: 481

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann




Die Autorin Deana Zinßmeister widmet sich seit einigen Jahren ganz dem Schreiben historischer Romane. Bei ihren Recherchen wird sie von führenden Fachleuten unterstützt, und für ihren Bestseller »Das Hexenmal« ist sie sogar den Fluchtweg ihrer Protagonisten selbst abgewandert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Saarland.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Im Jahr 1671 liegt der Dreißigjährige Krieg lange zurück, und die Pest scheint ausgerottet. Der Arzt Urs und seine Frau Susanna haben die Schrecken der vergangenen Jahrzehnte verwunden und leben friedvoll mit ihren beiden Kindern Gritli und Michael in Trier. Doch als die fünfzehnjährige Gritli eines Tages mit einem Freund eine Botenfahrt in das Dorf Piesport an der Mosel macht, bricht die Pest dort völlig unerwartet wieder aus, und der Ort wird von der Außenwelt abgeriegelt: Niemand darf mehr hinein oder hinaus. Mit Entsetzen hören Susanna und Urs von der Gefahr, in der ihre Tochter steckt. Doch es scheint keine Möglichkeit zu geben, Gritli zu retten ...


Meine Meinung:
Zu dem Zeitpunkt als ich mich für dieses Buch interessierte, war mir nicht bekannt, dass es der letzte Teil einer Trilogie ist. Was allerdings auch kein Problem werden sollte, denn ich fand einen sehr guten Einstieg in das Buch und die Geschichte. Ich hatte nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben, denn auf wichtige Begebenheiten hat die Autorin sehr gut Bezug genommen.
Ich habe bereits viele historische Bücher gelesen und das Thema Pest kam in diesen Büchern sehr häufig vor. Man könnte meinen, dass es mir allmählich zu langweilig würde, aber dies ist nicht der Fall. Es passiert immer wieder etwas anderes und so war es auch mit diesem Buch. So lernte ich diesmal die Mär um ein Geldmännchen kennen. Zu Anfang konnte ich keinen rechten Zusammenhang zu dem Pestdorf feststellen, aber es sollte sich für mich herausstellen, dass das Geldmännchen und Urban, der auf der Suche danach war, noch eine wichtige Rolle spielen sollten.
Ich finde es immer wieder interessant  zu lesen, woran die Menschen damals glaubten, wie sie der Kirche hörig waren und wie sie mit Problemen wie zum Beispiel der Homosexualität umgingen.

Auf jeden Fall lernte ich Susanna und Urs und deren Kinder kennen. Wobei Kinder jetzt nicht die richtige Bezeichnung ist, denn Gritli befindet sich mit 15 bereits in dem damals durchaus üblichem heiratsfähigen Alter. Sie sorgt mit ihren Erlebnissen genau wie ihr Bruder, der aus Italien zurück kehrt für reichlich Trubel und Sorgen in der Familie.

Die Autorin hat sehr gut recherchiert und konnte wahre Begebenheiten, wie die Absperrung eines Dorfes sehr gut mit der Geschichte um die Familie von Urs und Susanna verknüpfen. Sehr gut finde ich, dass sie am Ende des Buches noch weitere Erklärungen abgibt.

Fazit:
Wer ganz besonders neugierig ist, sollte die beiden ersten Bücher lesen, bevor er mit diesem beginnt. Aber ich erwähnte ja bereits, dass die Autorin sehr gut Bezug auf sehr wichtige Ereignisse genommen hat und ich nicht das Gefühl hatte, Wissenslücken zu haben. Auf jeden Fall empfehle ich dieses Buch sehr gerne weiter.

Bei dem Verlag Goldmann möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

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