Sonntag, 8. Mai 2016

Rezension - Liebe in Sommergrün


Autorin: Heike Wanner

Titel: Liebe in Sommergrün

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. April 2016

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein



Die Autorin Heike Wanner arbeitet als Angestellte bei einer Fluggesellschaft und lebt in der Nähe von Wiesbaden. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine zauberhafte deutsch-deutsche Liebesgeschichte Sommer 1990: Kathrin Bahrenbeck will die Fabrik ihres Vaters retten - einen alten Familienbetrieb, in dem die besten Essiggurken des Spreewalds hergestellt werden. Ihr Bankberater, der 25-jährige Julian Albrecht, ist ein schnöseliger Wessi, mit dem Kathrin erst gar nichts zu tun haben will. Bis es zum ersten Kuss kommt und bei beiden die Liebe einschlägt wie ein Blitz. Doch dann reißt ein Schicksalsschlag Kathrin und Julian auseinander. Es wird 25 Jahre dauern, bis sie sich wiedersehen - eine Begegnung, die nicht nur ihr eigenes Leben für immer verändern wird …


Meine Meinung:
Mit dem Gedanken: "Puh, das ist ja noch einmal gut gegangen" konnte ich das Buch zur Seite legen. Denn ich hatte schon das Schlimmste befürchtet. Aber ich greife mal wieder vorweg

Mich hat die Buchbeschreibung neugierig gemacht, schließlich habe ich 1989/1990 alles verfolgt und vieles von den Geschehnissen direkt mitbekommen. Viele meiner Kollegen hatten sich damals ebenfalls auf den Weg in den Osten gemacht, um dort "Starthilfe" zu leisten. Allerdings ist dort niemandem die große Liebe begegnet. Naja, Julian, der junge Banker aus Köln hat sie dort zwar getroffen, aber das Leben hatte etwas anderes vor.

Die Autorin hat sehr fesselnd beschrieben, wie Kathrin und Julian sich kennen lernten und wie beide erst mal mit den Vorurteilen über  Ossi/Wessi klar kommen mussten. Ich verrate ja nichts, denn in der Kurzbeschreibung wird ja schon erwähnt, dass die beiden nicht zueinander finden, weil das Schicksal etwas anderes vor hat. Bis es soweit ist, lerne ich mit Julian den Spreewald und bekomme auch einiges von dem Alltagsleben mit.
25 Jahre später will es der Zufall, dass die beiden sich wieder sehen und ich war gespannt, wie es jetzt weitergehen wird. Nun es mag einiges in der Geschichte der beiden vorhersehbar gewesen sein oder wenigstens so ausgesehen haben. Allerdings hat  Kathrin für einige Überraschungen gesorgt. Sie wollte mal wieder ihren eigenen Weg gehen, der nicht gerade einfach war. Einiges konnte ich ja verstehen, aber eine Reaktion von fand ich ziemlich unreif, dass ich wirklich laut mit ihr schimpfen musste. Aber siehe Anfang... Puh und man merkt mal wieder, ich war mitten drin im Geschehen, was mir oft passiert, wenn mich das Buch fesselt und ich die Protagonisten mag.

Heike Wanner hat mich nicht nur durch ihren Schreibstil an das Buch gefesselt, sie hat in diesem Buch über einen wichtigen Teil der deutschen Geschichte geschrieben, was mir sehr gefallen hat. Es kam bei mir als durchaus realistisch an, vielleicht an manchen Stellen ein bisschen übertrieben, aber durchaus glaubwürdig. Spaß hatte ich auch beim Lesen, ganz besonders als eine Bettszene beschrieben wurde. Natürlich werde ich nichts darüber verraten, die soll jede mal schön selber finden.

Das Buchcover ist schön und fällt sofort auf. Allerdings habe ich in der Geschichte keinen Zusammenhang zu den Kirschen feststellen können. Nun ja, vielleicht sollte ich nicht immer alles so ernst nehmen ;)

Fazit:
Der Sommer kommt und Lektüre muss her, dieses Buch eignet sich als Sommer-Wohlfühllektüre.
Gerne empfehle ich das Buch weiter.

Bei dem Ullstein Verlag möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen