Montag, 30. Mai 2016

Rezension - Piratinnen - Das ruchlose Leben der Anna Zollinger


Autor: Piero Schäfer

Titel: Piratinnen - Das ruchlose Leben der Anna Zollinger

Genre: Historisch

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 22. Juni 2015

Seiten: 294

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Novumverlag



Der Autor Piero Schäfer ist Jurist und arbeitet seit 1977 als Journalist. Er schrieb u. a. für die NZZ und betrieb später eine eigene Agentur für Publizistik und Kommunikation.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Anna Zollinger wächst zu Beginn des 16. Jahrhunderts als Tochter eines Seidenhändlers am Zürichsee auf. Sie ist rebellisch und unbeugsam. Ihre Stiefmutter schickt sie ins Kloster nach Rüti, wo sie abscheuliche Dinge erlebt und den Glauben verliert. Sie brennt mit einem deutschen Pilger durch, der aus Eifersucht einen Reisläufer erschlägt und fliehen muss. Anna trifft auf die attraktive Dirne Brida, mit der sie zusammen lebt und erste Diebeszüge unternimmt. Die beiden begegnen einer Fischerstochter, mit deren Boot sie auf dem Zürichsee Handelsschiffe überfallen. Eines Tages entern sie ein Boot, das sie bereits einmal überfallen hatten. Dessen Besatzung erkennt die Frauen, und es kommt zu einem tödlichen Handgemenge. Es sollte nicht das letzte gewesen sein.


Meine Meinung:
Piratinnen auf dem Zürichsee? Das hörte sich äußerst interessant an und ich war richtig neugierig auf dieses Buch.
Anna Zollinger war von Anfang an ganz anders als ihre Zwillingsschwester Beata und durch ihr Verhalten war sie mir anfangs gar nicht sympathisch. Sie war mir einfach zu jähzornig und dies hat auch ihrer Stiefmutter überhaupt nicht gefallen. Sie sorgte dafür, dass Anna in ein Kloster kam, was sich entscheidend auf ihre weitere Entwicklung auswirkte. Nun tat mir Anna richtig leid, denn sie machte dort schreckliche Zeiten durch. Nach ihrer Flucht lernt sie Brida Süss kennen, die ebenfalls kein leichtes Leben hat. Aus der Not heraus werden die Frauen zu Piratinnen und lassen sich nichts mehr gefallen.
Der Autor hat sich für Anna Zollinger fiktive Abenteuergeschichten einfallen lassen, die wirklich sehr spannend sind. Mir hat dabei sehr gut gefallen, dass tatsächliche Begebenheiten der damaligen Zeit eingebunden wurden und man kann sich vorstellen, dass es durchaus so gewesen sein könnte.
Allen Beteiligten hat Piero Schäfer interessante Charaktere zugeordnet, wobei mir jetzt nicht ganz klar war, warum Anna und Brida ein Paar werden mussten. Denn so recht hat das ja niemand mitbekommen und ihnen sind dadurch keine Probleme entstanden. Ich könnte es ja noch verstehen, wenn er  uns zeigen wollte, wie die Menschen damals damit umgingen. Nun egal, es war auf jeden Fall sehr spannend über das Leben der Anna Zollinger zu lesen. Wobei ich manchmal Probleme mit der Sprache, verschiedenen Begriffen und mit der Angewohnheit des Autors hatte, zum Ende eines Kapitels einen Hinweis zugeben, was viel später noch  passiert oder jemand zu dem Zeitpunkt nicht ahnen konnte.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, wobei die Ruhe, die das Bild ausstrahlt sehr täuscht. Denn irgendwo lauert bestimmt Anna mit ihren Freundinnen, um wieder zu zu schlagen.

Fazit:
Das ist mal ein ganz anderes Abenteuerbuch. Sind es doch meist Männer gewesen, die als Piraten ihr Unwesen trieben. Deshalb ist es auf jeden Fall lesenswert und interessant über die Piratinnen vom Zürichsee zu lesen.

Bei Literaturtest möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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