Montag, 30. Mai 2016

Rezension - Wildrosensommer


Autorin: Gabriella Engelmann

Titel: Wildrosensommer

Genre: Roman

Version: eBook, broschiert und Hörbuch

erschienen: 2. Mail 2016

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur




Zur Autorin: Die gebürtige Münchnerin entdeckte in Hamburg ihre Freude am Schreiben und fühlt sich im Norden pudelwohl. Nach Tätigkeiten als Buchhändlerin, und Verlagsleiterin genießt sie die Freiheit des Daseins als Autorin von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern. Seit sie zum ersten Mal an der Nordsee war, träumt sie von einem eigenen Häuschen am Deich, mit einem Garten voller Wildrosen und knorrigen Apfelbäumen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Im Licht der glitzernden Nachmittagssonne sieht es beinahe aus wie ein Schlösschen. Ein verwunschenes Schlösschen mitten auf der Elbe. Tatsächlich aber ist es ein Hausboot, das der allein erziehenden Mutter Aurelia in einem Bildband ins Auge fällt. Nun lässt die Sehnsucht nach einem idyllischen Zuhause wie diesem sie nicht mehr los. Denn seit dem plötzlichen Verschwinden ihres Mannes Nic fühlt Aurelia sich einsam und entwurzelt. Als sich wenig später die Gelegenheit ergibt, dieses Hausboot zu kaufen, sieht sie darin einen Wink des Schicksals – und zieht schon wenige Wochen später mit ihren widerstrebenden Töchtern, Katze Momo ,und vielen Träumen im Gepäck von München vor die Tore Hamburgs. Für die gelernte Floristin sind die Vier- und Marschlande mit ihren Rosenhöfen, alten Bauernkaten, Deichen und zahllosen Gärten ein Paradies. Doch auch Rosen im Paradies haben ihre Dornen …


Meine Meinung:
Ein Buch, das mich mal wieder ungemein gefesselt hat. Es gibt ja Bücher, da möchte man zu gerne schnell mal eben nach hinten blättern und schauen, wie es endet. Hier musste ich mich echt zusammenreißen. Ich wollte unbedingt wissen, wie es endet und konnte es deshalb nicht aus der Hand legen.
Aurelia, die Protagonistin hat es verflixt schwer, Nic, der Vater ihrer Kinder ist seit zwei Jahren verschwunden, von heute auf morgen, wie vom Erdboden verschluckt. Die Suche hat nichts ergeben. Eines Tages findet sie einen vermeintlichen Hinweis in einem Bildband über Hausboote und macht sich auf den Weg, dieses zu suchen und zu kaufen.
Große Veränderungen stehen nun für alle an. Wie sie und die beiden Töchter damit klar kommen, hat Gabriella Engelmann sehr fesselnd beschrieben. Besonders gut beschrieben, denn ich hatte sofort den Ort und das Hausboot vor Augen. Zu gerne würde ich sie dort einmal besuchen.

Neben der Suche findet natürlich auch das normale Alltagsleben statt. Die Töchter sind in einem Alter, in dem es nicht immer leicht für sie ist. Sie vermissen ihren Vater, müssen mit neuer Umgebung, neue Schule, Freunde und auch Liebeskummer klar kommen. Ich möchte vom Inhalt ja nicht zu viel verraten, aber ab einem bestimmten Moment war ich sehr gespannt, wie sich alles entwickeln würde. Ich hatte schon meine Wünsche. Ob sie erfüllt wurden, verrate ich hier natürlich auch nicht.

Die Geschichte spielt hauptsächlich in „Vierlande“ diese Gegend kannte ich bisher noch nicht und habe nun das Gefühl, schon mal dort gewesen zu sein. Gabriella Engelmann hat es wunderbar beschrieben. In Hamburg fühlte ich mich sofort heimisch, ich habe vieles erkannt und konnte mir deshalb noch besser vorstellen, wo Aurelia arbeitet und einkaufen geht.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, es fühlt sich wunderbar an und die Schrift des Buchtitels hebt sich sehr schön ab. In der vorderen Innenklappe befindet sich eine kleine Landkarte, die mir genau zeigte, wo sich Vierlande befindet. Im hinteren Buchteil befinden sich die Rezepte der erwähnten Gerichte und auch von Aurelias Seelentröster. Aurelia hat vielen Frauen mit Hilfe von Esotherik helfen können, darüber und über Aura habe ich einiges erfahren können. Ebenso habe ich einen Geist kennen gelernt, wobei ich mir nicht sicher bin, was ich von all dem halten soll. Aber interessant war es schon.

Fazit:
Ein weiteres gelungenes Buch von Gabriella Engelmann, mal etwas anders, als gewohnt, aber trotzdem lesens- und empfehlenswert.

Bei dem Verlag Knaur möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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