Sonntag, 24. Juli 2016

Indie Autoren Challenge Stefanie D. Murphy

Im März 2015 hatten einige Autoren die Idee sich einer besonderen Herausforderung zu stellen. Ihnen sollten 15 Begriffe genannt werden und sie wollten eine Geschichte daraus machen, die mindestens drei Seiten lang sein sollte. Nach und nach möchte ich die Autoren und deren Geschichten vorstellen:




Stefanie D. Murphy wurde 1967 im schönen Saarland geboren und ist bis heute dort kleben geblieben.

Das Schreiben zählt, neben dem Reisen, Lesen und der Musik, zu ihren größten Leidenschaften.

Ursprünglich in der Lyrik zu Hause, erfüllte sie sich nach über 30 Jahren im "normalen" Berufsleben, den Wunsch vom eigenen Roman.

Stefanie D. Murphy lebt heute mit Ehemann und Katze in einem verschlafenen Nest im Herzen eines der kleinsten Bundesländer und ist glücklich, ihren Traum leben zu dürfen.





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Stefanie D. Murphy Author wurde Nadine Kapp nominiert. lesen:

Foto
Wald
Fenster
Lampe
Hand
Backofen
Computer
Fußboden
Couch
Wand
Roller
Blumen
Schuhe
Eimer
Sonne

Was Stefanie gezaubert hat, könnt ihr hier lesen:


Denkst du auch manchmal zurück an den schönen Spätsommertag im September, als wir zum letzten Mal einen gemeinsamen Spaziergang machten?
Die Sonne zwängte ihre lichternen Glieder durch die Schatten des Waldes, als wir schweigend Hand in Hand nebeneinander herliefen.
Ich denke oft daran! Auch jetzt. Ich sitze vor meinem Computer und wie immer starre ich auf dein Foto, das mir vom Monitor entgegen lacht. Diese Augen! Diese unglaublich blauen Augen, die mich einst einfingen und nie wieder losließen. Mein Herz ist gefüllt mit Erinnerungen an dich. Ich denke an dein zauberhaftes Lächeln und spüre, wie sich eine Träne den Weg bahnt. Voller Bitterkeit drehe ich meinen Kopf zur Seite und starre die Wand an.
Es tut weh. Es tut so verdammt weh! Ich will diese Erinnerungen nicht mehr fühlen müssen! Ich muss mich ablenken! Der Eimer mit dem Müll muss noch raus, also los. Ich ziehe meine Schuhe an und stapfe durch den Schnee zu der großen Tonne. Die Kälte, die mir dabei entgegen schlägt, ist nicht halb so schlimm wie die Kälte, die in meinem Inneren wütet. Schnell eile ich ins Haus zurück, und der Duft von Zimt, der von den Plätzchen im Backofen herrührt, strömt in meine Nase.

Weihnachtszeit – das Fest der Liebe! Der Duft sollte mich eigentlich glücklich machen, aber er tut es nicht. Ich lege mich auf die Couch und wieder sehe ich dein Gesicht vor mir. Vier Tage! Ganze vier Tage, die wir uns kannten, reichten aus, um für immer mein Herz an dich zu verlieren.

Wieder denke ich an diesen letzten Tag, als wir spazieren gingen und uns ein Regenschauer überraschte. Wir suchten Zuflucht in einer verlassenen Waldhütte, wo ich mich an dich verschenkte.

Du hattest deine Jacke auf dem Fußboden ausgebreitet, und zu dem rhythmischen Trommeln der Regentropfen auf der Fensterbank und dem Farbenschmelz der untergehenden Sonne, liebten wir uns in die Ewigkeit.
Danach kam die schwere Erkenntnis: Ein Flugzeug wartet nicht! Nichts ist bis zum heutigen Tag schlimmer für mich gewesen, als diese letzte Minute, in der ich für immer von dir Abschied nehmen musste.
Draußen wird es langsam dunkel und die bittere Kälte zaubert Blumen aus Eis auf das Glas der Fensterscheiben. Ein Hund bellt in der Ferne und ich springe auf, um die Rollladen zu schließen. Wie in Zeitlupe knipse ich die kleine Lampe auf meinem Ecktisch an. Schatten spielen wild durchs Zimmer und ich denke an das letzte Bild von dir, als du mit deinem Roller den Flughafen verlassen hattest und ich für immer aus deinem Leben verschwand.
Ich musste zurück. Ich wusste es, und du wusstest es auch. Doch selbst nach Jahren schnürt es mir immer noch die Kehle zu, und am liebsten würde ich nur noch weinen.
Ein Geräusch reißt mich aus meinen Gedanken. Ein Schlüssel dreht sich im Schloss der Haustür, und kurz darauf tritt mein Ehemann ein. „Hallo, Schatz, ich bin wieder zu Hause!“, höre ich ihn sagen. Und was tue ich? Das, was ich immer tue: Ich lächele!

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