Mittwoch, 24. August 2016

Rezension - Vergeltung im Münzhaus


Autorin: Petra Schier

Titel: Vergeltung im Münzhaus

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. August 2016

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt





Die Autorin Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachtsromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch. Ihre Liebesromane veröffentlicht sie ebenfals bei MIRA. Sie ist Mitglied im Syndikat, bei HOMER und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln 1408: Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird ein Toter aufgefunden - brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Clara des Mordes an ihrem Vater. Offenbar ein Racheakt: Der Tote hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen. Im Kerkerturm wird Clara bald ein zweiter Mord zur Last gelegt. Apothekerin Adelina setzt mit ihrer Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten ..


Meine Meinung:
Nun ist es endlich da, das 6. Buch aus der Adelina-Serie und es könnte das letzte Buch sein. Nun, warten wir mal ab. Petra Schier ist für Überraschungen immer gut.  Aber nicht nur darin, mit Begeisterung habe ich alle ihre historischen Bücher gelesen und ich musste nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch auch lesen möchte.
Obwohl es schon einige Zeit her ist, seit ich Buch 5 "Verschwörung im Zeughaus" gelesen hatte, war ich sehr schnell wieder im Thema. Naja, diesmal lautete der Buchtitel ja "Vergeltung im Münzhaus" und es war klar, dass es sich um eine ganz neue Geschichte handelt. Aber ich war schnell wieder im Haushalt von Adelina und Neklas angekommen und freute mich, alte Bekannte begrüßen zu können. Immer wieder bin ich begeistert, wenn ich so ganz nebenbei etwas über das Leben zu der damaligen Zeit erfahren kann.
Aber nun will ich endlich mal etwas über dieses Buch schreiben. Im Grunde gibt es zwei ganz wichtige Themen, die mich auch diesmal wieder an das Buch fesselten.
Clara, eine gute Freundin der Familie Burka wird beschuldigt ihren Vater umgebracht zu haben. Wer Adelinas Familie kennt, weiß, dass sie diese Beschuldigung nicht einfach hinnehmen werden und Clara helfen wollen, den wahren Mörder zu finden.
Bisher stand Adelina meist im Vordergrund, aber nun hält sie sich etwas zurück, weil Griet, ihre Stieftochter einiges erleben wird. Wer die anderen Bücher kennt, weiß was sie alles durchgemacht hat und eigentlich sehr zurück gezogen lebt und weiterhin so leben will. Zu meiner Freude hat sich die Autorin etwas besonderes einfallen lassen. Worauf ich hier aber nicht näher eingehen will. Ich möchte nur erwähnen, dass ich ganz gespannt war, wie sich alles entwickelt und ich mich für Griet wirklich sehr freute.
Ich erwähnte ja schon, dass ich mich im Haushalt der Familie Burka wohlfühle. Die Beteiligten sind mir auch alle an mein Leserherz gewachsen. Im Laufe der Bücher konnte ich alle besser kennen lernen und eine Entwicklung beobachten. Diesmal hatte ich viel Spaß daran, Neklas als besorgten Vater zu beobachten. Adelina musste ihn so manches Mal an einige Begebenheiten erinnern, was sie gerne mit einem Schmunzeln machte. Aber nicht nur sie hat dabei geschmunzelt.

Petra Schier hat es ein weiteres Mal geschafft und mich begeistert. Ich finde es klasse, wie sie Spannung, Leben im Mittelalter und Romanze miteinander verknüpft hat. Ich kann mir vorstellen, dass sehr viel Arbeit in so einem Buch steckt, selbst für die Beschreibung eines normalen Alltages muss reichlich recherchiert werden. Außerdem ist es ja auch wichtig, historische Aspekte richtig einzubauen und die richtigen Personen mit Namen zu kennen, um sie auch in einem Buch nennen zu können. Und wenn es "nur" die Namen der Bürgermeister sind. Dies mögen vielleicht Nebensächlichkeiten sein, die man auf den ersten Blick gar nicht so beachtet, aber bei genauerem Betrachten fällt das einem Leser durchaus auf.

Fazit:
Als bekennender Serienfan historischer Bücher war es für mich klar, dass ich dieses Buch lesen wollte. Gerne gebe ich hierzu eine Leseempfehlung, rate aber jedem Neueinsteiger alle Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Einen Vorteil hat dies, es können alle Bücher ohne große Wartezeiten hintereinander gelesen werden.

Bei Petra Schier möchte ich mich recht herzlich für das Buch bedanken.

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