Donnerstag, 10. November 2016

Rezension - Die Tage, die ich Dir verspreche



Autorin: Lily Oliver

Titel: Die Tage, die ich dir verspreche

Genre: Roman

Version:  eBook und broschiert

erschienen: 1. September 2016

Seiten: 368

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Knaur



über die Autorin:
Als Kind wollte Lily Oliver Tierärztin werden und wurde dafür von ihrer Künstlerfamilie misstrauisch beäugt. Nach dem Studium stellte sie fest, dass sie zwar die Medizin liebte, nicht aber den Alltag in der Praxis. Also suchte sie etwas, bei dem sie ihre chronische Neugier und ihr Bedürfnis, alles auszuprobieren, besser ausleben konnte. So kam sie zum Schreiben, dem perfekten Beruf, weil er genauso gefühlvoll und vielseitig ist wie sie. Ihr Studium verbucht sie als bereichernde Erfahrung, und ihre Familie weiß nun endlich, woran sie ist.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wie fühlt es sich an, das Herz eines Fremden in sich zu tragen? Dieser Frage widmet sich Lily Oliver in ihrem bewegenden Roman "Die Tage, die ich dir verspreche".
»Du hast Glück, Gwen, alles wird gut, Gwen.« Seit ihrer Herztransplantation hört Gwen nichts anderes mehr. Doch statt überschäumender Lebensfreude fühlt sie nur Schuld gegenüber dem Menschen, der für sie gestorben ist. Und so fasst sie in einer besonders verzweifelten Nacht einen ungeheuerlichen Plan: Sie will ihr neues Herz verschenken und sterben. Ihr entsprechendes Angebot in einem Internetforum liest dessen Moderator Noah, ein junger Student, der keinen großen Sinn in seinem Leben sieht. Er hält ihr Angebot für einen üblen Scherz, geht aber zum Schein darauf ein. Erst als Gwen am nächsten Tag vor ihm steht, um ihn beim Wort zu nehmen, erkennt er, wie schrecklich ernst es ihr ist. Nur mit einem gewagten Handel und einer furchtbaren Lüge kann er ihr das Versprechen abringen, ein paar weitere Tage durchzuhalten. Tage, in denen Noah alles daran setzen muss, Gwen von etwas zu überzeugen, woran er selbst kaum noch glaubt: Dass das Leben lebenswert ist.


Meine Meinung:
Ganz ehrlich? Mit der Frage Wie fühlt es sich an, das Herz eines Fremden in sich zu tragen? hatte ich mich bis jetzt noch nicht beschäftigt. Deshalb fand ich es toll, dass ich die Autorin auf der Frankfurter Buchmesse kennen lernte und sie etwas über ihr Buch erzählt hat. Keine Frage, dass sie mich neugierig gemacht hat und ich das Buch gerne lesen wollte.

So kam es dann, dass ich Gwen und Noah kennen lernte und mich sehr schnell in einer sehr bewegenden Geschichte wiederfand, die einen auch ganz schön nachdenklich machen kann.
Ich lernte die Gedanken der beiden kennen, denn Kapitelweise fand ein Wechsel statt und es wurde aus der jeweiligen Sicht von Gwen und Noah in der Ich-Form berichtet.
Mir hat es sehr gut gefallen, wie Noah versucht, Gwen von dem Vorhaben abzubringen. Allerdings auch befürchtet, dass es Probleme geben wird, wenn seine Lüge ans Tageslicht kommt. Wie es in vielen Büchern vorkommt und mich immer wieder ärgert ist, dass die Beteiligten nicht miteinander sprechen und/oder falsche Schlüsse ziehen. Ich hatte mich schon gefreut, dass es hier anders zu sein schien, aber dann trat doch wieder der Fall ein. Ich möchte hier jetzt nicht  weiter darauf eingehen, ich müsste sonst doch zuviel vom Inhalt verraten.

Auf jeden Fall finde ich es toll, dass Lily Oliver von diesem ernsten Thema ein schönes bewegendes Buch gemacht hat. Es hat mich auch sehr gefesselt, wobei ich doch ab und zu das Gefühl hatte, etwas zu alt zu sein. Nun, es mag gut sein, dass ich nicht mehr zu der Altersgruppe gehöre, die in der Hauptsache mit dem Buch angesprochen werden soll. Trotzdem finde ich, dass es durchaus auch von älteren Semestern gelesen werden kann und sollte.
Das Buchcover finde ich sehr ansprechend, die wunderschönen Mohnblumen kann ich nicht nur vorne auf dem Buch, sondern auch in den Umschlagklappen betrachten.


Fazit:
Ein bewegendes Buch über ein sehr ernstes und überaus interessantes Thema. Nebenbei werden aber auch andere Probleme junger Leute beleuchtet, was mir auch gut gefallen hat. Deshalb empfehle ich dieses Buch nicht nur den Jugendlichen sondern auch den Erwachsenen.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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