Montag, 7. November 2016

Rezension - Marlene


Autorin: Hanni Münzer

Titel: Marlene

Genre: Historisch

Version:  eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 1. September 2016

Seiten: 541

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Piper




Die Autorin Hanni Münzer hatte schon immer eine lebhafte Phantasie (zum Leidwesen von Eltern und Lehrern) und verschlang bereits als Sechsjährige jedes Buch. Nicht alles war jugendfrei. Nach Stationen in Seattle, Stuttgart und Rom lebt Hanni Münzer heute mit Mann und Hund in Oberbayern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
München 1944: Erschüttert steht Marlene vor dem ausgebombten Haus am Prinzregentenplatz. Ihre Freundin Deborah und deren kleinen Bruder Wolfgang wähnt sie tot. Doch das kann ihre Entschlossenheit zum Widerstand nicht brechen. Todesmutig stürzt sie sich in den unheilvollen Strudel des Krieges, immer wieder riskiert sie ihr Leben und wird zu einer der meistgejagten Frauen im Deutschen Reich. Sie schließt ungewöhnliche Freundschaften und lernt einen ganz besonderen Mann kennen. Einen Mann, dem das eigene Leben nichts gilt, der aber alles für die Kinder tut, die er unter seinen Schutz gestellt hat. Bald sieht sich Marlene vor der größten Entscheidung ihres Lebens: Sie erhält die Chance, den Verlauf des Krieges zu ändern, vielleicht Millionen Menschen zu retten. Doch dafür müsste der Mann, den sie liebt, sterben ...


Meine Meinung:
Puh, Marlene hat einiges im Krieg erlebt und ich war eigentlich froh, dass sie die Erlebnisse als sehr alte Frau ihrer Familie erzählte. So wusste ich, dass sie aus der ganzen Sache lebend heraus kam.
Marlene kämpfte im Untergrund, was ja sehr abenteuerlich war und so schlidderte sie auch von einer gefährlichen Situation in die nächste. Mir persönlich wurde das dann doch ein bisschen viel, auch wenn sie nur eine Romanfigur war, konnte ich mir nicht vorstellen, dass jemand daran nicht zu Grunde geht.

Auf jeden Fall hat Hanni Münzer sehr ausführlich geschildert, was sich damals abspielte, leider entsprach vieles den Tatsachen. Man kann es sich kaum vorstellen, wie grausam die Menschen miteinander umgingen. Andere, die es gut meinten hatten einen verflixt schweren Stand.

Nun kann oder will man als Leserin nicht immer nur lesen, wie schlimm und gefährlich es damals war. Deshalb fand ich es sehr gut, dass die Autorin vor den Kapiteln immer wieder Kriegssplitter und Zitate von Berühmtheiten eingefügt hat. Interessant waren sie auf alle Fälle. Manchmal musste ich mit dem Kopf schütteln, kaum zu glauben, aber es war wahr, was ich das zu lesen bekam.

Fazit;
Schon das erste Buch "Honigtot" hat mir sehr gut gefallen und ich war auf die Fortsetzung sehr neugierig. Allerdings will ich erwähnen, dass dies kein Buch für zart besaitete Seelen ist, aber das war die Zeit damals auch nicht.

Bei Hanni Münzer möchte ich mich recht herzlich für das Buch bedanken.

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