Dienstag, 1. November 2016

Rezension - Winterblüte


Autorin: Corina Bomann

Titel: Winterblüte

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 14. Oktober 2016

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List




Die Autorin Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Im eleganten Kurort Ostseebad Heiligendamm bereitet sich die Hotelierfamilie Baabe im Jahr 1902 auf den großen Winterball vor. Feierlich soll die Verlobung von Tochter Johanna bekannt gegeben werden, doch die wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich ihre große Liebe heiraten zu dürfen. Leider ist der junge Mann in den Augen ihrer Eltern keine gute Partie. Da wird eine junge Frau am Strand angespült, die einzige Überlebende eines Schiffsunglücks. Sie kann sich nicht an ihren Namen oder ihre Herkunft erinnern, verzweifelt hält sie einen kleinen Zweig umklammert, der sich in ihrem Kleid verfangen hat. Im Hotel findet sie eine neue Heimat und in Johanna eine Freundin. Die Namenlose weiht Johanna in die Adventstradition des Barbarazweigs ein: Die beiden Frauen stellen am 4. Dezember frisch geschnittene Obstzweige in eine Vase, jede mit der für sie dringendsten Frage – der knospende Zweig wird ihnen die Zukunft weisen. Beide hoffen auf Blüten zum Weihnachtsfest.


Meine Meinung:
Bei diesem Buch war das Cover mal wieder schuld, dass ich mich näher damit befasst habe. Leider kann man auf dem Bild nicht sehen, wie wunderschön es ist.  Wie erwähnt, das Cover sorgte dafür, dass ein weiteres Buch auf meinem Stapel der zu lesenden Weihnachtsbücher landete.

Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war mir eigentlich klar, dass ich ein Buch in der Hand hatte, was eine Zeit wiederspiegelte, in der wir Frauen von heute gar nicht hätten leben wollen. Außerdem nahm ich an, dass der Verlauf der Geschichte sehr vorhersehbar sein würde. Auf der anderen Seite wünscht man sich gerade zur Weihnachtszeit doch öfter Bücher oder Filme, die etwas romantisch kitschig erscheinen. Was in keinem Fall abwertend gemeint ist.

Dezember 1902, eine gut situierte Familie bereitet sich auf den Winterball vor. Johanna soll dort ihre Verlobung bekannt geben. Wobei es damals wichtig war, sich gut zu verheiraten, auch wenn die Liebe keine große Rolle spielte. Es war aber auch die Zeit, in der die jungen Frauen nicht mehr alles mit sich machen ließen. Konflikte waren vorprogrammiert - die Eltern, noch zur alten Schule gehörend, sahen in einer Ehe etwas anderes.
Christian, der Sohn des Hauses findet am Strand eine vermeintlich Schiffsbrüchige. Die junge Frau erholt sich zum Glück sehr schnell, muss aber unter dem Standesdünkel der Frau des Hauses arg leiden.
Sehr fesselnd schildert die Autorin nun wie die jungen Leute ihren Weg finden, welche Hürden sie bewältigen müssen, damit sie an ihr Ziel kommen und ihr Glück finden. Corina Bomann hat mich mit ihrem Schreibstil so richtig in die damalige Zeit versetzen können. Gleichzeitig habe ich den kalten Winter miterlebt und auch gefiebert, dass alles gut ausgeht.

Inzwischen ist die Tradition des Barbarazweiges weit verbreitet, damals war es etwas ungewöhnliches und die Zweige sollten eine wichtige Rolle spielen.


Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war berührend und zeigte, was Verhaltensweisen so alles auslösen können. Das Buch eignet sich wirklich hervorragend dazu, in der Advents- und Weihnachtszeit gelesen zu werden.

Ich möchte mich bei dem List Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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