Mittwoch, 1. März 2017

Rezension - Schneetänzerin Trilogie





Autorin: Judith Nicolai

Titel: Schneetänzerin

Genre: Roman, Historisch

Version: eBook und gebundene Ausgabe erhältlich bei Weltbild

Seiten: 1023

Altersempfehlung: Erwachsene




Die gebundene Ausgabe der Trilogie ist nur bei Weltbild erhältlich
Bestell-Nr.: 56 96 860 – 14,99 € erhältlich bei Weltbild: auf www.weltbild.de und in allen Weltbild Filialen


Die Autorin Judith Nicolai wurde 1976 in Karlsruhe geboren. Ihre Liebe zum Schreiben entdeckte sie bereits mit 14 Jahren. Dennoch machte sie erst eine Ausbildung zur Buchhändlerin und studierte anschließend Gartenbauwissenschaften. Heute lebt sie in der Nähe von Karlsruhe. „Schneetänzerin“ ist ihr erster Roman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Band 1:
Es hätte die schönste Zeit ihres Lebens sein können: Friedlich wachsen die junge Anna und ihre Freundin Helene auf dem abgeschiedenen ostpreußischen Gut Mechnitz auf. Doch dann wird ihr kleines Paradies bedroht: Adam, Annas große Liebe, meldet sich freiwillig für die Front und Helene stürzt sich in eine gefährliche Liebe zu dem Kriegsgefangenen Robert – obwohl ein machthungriger SS-Offizier Ansprüche auf sie erhebt. Und während die Ostfront mitsamt Hunger und Tod immer näher rückt, müssen Anna und Helene um ihr Glück und ihre Zukunft kämpfen.

Band 2:
Das Herz der Schneetänzerin Bremen, 1950: Die Jahre nach dem Krieg waren hart, die Nahrungsmittel knapp und die Winter kalt, doch nun ist es Zeit, nach vorn zu blicken – auch für Anna und ihre Familie. Durch ihre Arbeit in der Kantine der amerikanischen Besatzer nimmt Annas Leben eine ganz neue Wendung: Mit der quirligen Gisi kehren Fröhlichkeit und Ausgelassenheit in ihren Alltag zurück … und mit dem charmanten GI Samuel Herzklopfen und Küsse bei Sonnenuntergang. Doch darf Anna ihren Gefühlen wirklich folgen, solange sie nicht weiß, welches Schicksal ihre Jugendliebe Adam ereilt hat, der in den Kriegswirren 1944 verschwand? Die Saga geht weiter ...

Band 3:
Der Traum der Schneetänzerin Manchmal muss man seine Heimat verlassen, um ein neues Zuhause zu finden. Deswegen packt auch Anna ihre Koffer und besteigt einen Dampfer, der sie in das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bringen soll. Nur ganz so strahlend ist die Neue Welt leider nicht: Zahllose Einwanderer suchen verzweifelt nach Arbeit. Eine zarte Hoffnung auf Glück tut sich auf, als Anna Anstellung auf einer Ranch findet. Endlich wieder Weite und Pferde, Sonnenduft und Pfirsicheistee – und eine neue Liebe? Doch auch in diesem Paradies ziehen bald dunkle Wolken auf …


Meine Meinung:
Der Vorteil einer Trilogie, wenn sie neu erscheint, ist ja, dass alle Bücher sofort ohne Wartezeit hintereinander gelesen werden können. Deshalb freute ich mich, als ich auf diese Trilogie aufmerksam gemacht wurde.
Anna ist die Schneetänzerin, denn Schnee gab es in ihrer Jugend reichlich. 1937 zieht sie mit ihren Eltern nach Ostpreußen auf ein Gut, weil ihr Vater dort als Verwalter Arbeit gefunden hat. Sie verbringt eine sehr schöne Zeit dort und wäre nicht das fürchterliche Weltgeschehen dazwischen gekommen, würde sie wahrscheinlich mit ihren Enkeln dort immer noch leben.
Ich durfte Anna nun eine lange Zeit ihres Lebens begleiten und lesen, was sie alles erleben wird. Interessant fand ich das natürlich, weil ich dadurch auch einen Teil der deutschen Geschichte aus anderer Sicht kennen lernen konnte. Gleichzeitig sollte ich erfahren, wie es deutschen Auswanderern erging, denn nicht jeder Tellerwäscher wurde in Amerika ein Millionär.
Die Autorin hat mich neugierig gemacht, ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles entwickeln wird.
Allerdings muss ich auch gestehen, dass ich vielen Entscheidungen, die von den Beteiligten getroffen wurden, kritisch gegenüber stand. Mag es daran liegen, dass wir Frauen heutzutage aufgeklärter in allem sind? Waren die Leute damals etwas naiver? Ich weiß es nicht, aber manchmal hätte ich selbst unter der Berücksichtigung, wie man damals dachte, anders entschieden, zumindest habe ich ab und zu mit Anna und ihren Leuten schimpfen müssen. Besonders Anna machte es mir sehr oft schwer, sie weiterhin zu mögen. Ich konnte sie manchmal einfach nicht verstehen, aber es ging anderen im Buch genauso.
Daran merkt man mal wieder, dass ich mittendrin war und mir nicht egal war, was mit den Beteiligten passiert.  Es gab natürlich auch Personen, die mein Leserherz erobert haben und andere, die mir völlig unsympathisch waren. Das ist klar, weil es die Entwicklung der Geschichte so mit sich brachte und leider sehr viele unsympathische Personen auf einmal etwas zu sagen hatten. Natürlich gab es sie in diesem Buch auch, ich glaube niemand wurde damals von ihnen verschont.


Fazit:
Vieles aus diesem Buch  entsprach den Tatsachen und mit vielen Erlebnissen, wenn nicht sogar noch viel schlimmeren, mussten die Menschen damals klar kommen. Auch wenn ich nicht immer mit dem Verhalten  von Anna einverstanden war, so konnte ich das Buch nicht zur Seite legen und empfehle die Trilogie gerne weiter. Es gibt einen Abschnitt der deutschen Zeitgeschichte wieder.

Ich möchte mich bei Weltbild vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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