Montag, 21. August 2017

Rezension - Die Zunftmeisterin


Autorin: Viola Alvarez

Titel: Die Zunftmeisterin

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: 31. Mai 2017

Seiten: 439

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks der eBook-Verlag




Viola Alvarez, geboren 1971 in Lemgo, ist eine deutsche Schriftstellerin und Dramaturgin. Nach dem Studium der Germanistik, Geschichte und Skandinavistik in Freiburg arbeitete sie als Referentin in der Erwachsenenbildung und war Leiterin eines Theaters in Köln. Heute ist sie Inhaberin eines Instituts für Managemententwicklung und lebt im Rheinland.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mitte des 16. Jahrhunderts entfesseln die ersten Hexenverbrennungen in Deutschland eine Welle voll Argwohn und Gewalt. In dieser gefährlichen Zeit hat Antonia Deeken alles, was sie sich wünschen kann: Macht, Geld, Sicherheit. Jeder weiß, dass nicht ihr Mann, der Zunftmeister, sondern sie allein die Geschäfte der Oldenburger Wehrschmiede leitet. Doch nicht alle gönnen einer Frau solchen Erfolg. Missgünstige Konkurrenten, aber auch ihr eigener Stolz treiben sie zu immer größeren Wagnissen, die schließlich drohen, zu ihrem Verhängnis zu werden. Verraten und durch eine Anklage in höchste Gefahr gebracht, begegnet sie Vinzent, der in der stolzen Meisterin eine lange vergessene Seite weckt. Doch kann Antonia alles opfern, ihre Position, ihren großen Plan – für ein Leben mit nichts als seiner Liebe? Oder wird sie für die letzten Reste ihrer hart erarbeiteten Existenz kämpfen?


Meine Meinung:
Ich lese sehr gerne historische Romane, lerne ich doch auf unterhaltsame Weise vieles über das Leben in vergangenen Zeiten kennen. Antonia Deeken lebte vor rund 500 Jahren. In einer Zeit, von der wir wissen, dass Frauen wenig zu sagen hatten, taten sie es dennoch, wurden sie durchaus und das ziemlich oft und schnell als Hexe angeklagt. So konnten Männer mit Leichtigkeit unliebsame Konkurrenz los werden.

Eigentlich wollte Antonia Deeken nur eine geschäftliche Reise nach Osnabrück machen und nie hätte sie damit gerechnet, dass sie von einem Abenteuer ins nächste gerät.
Was sie alles so erleben konnte bzw musste und wen sie auf ihrer Reise kennen lernte, hat die Autorin sehr interessant beschrieben.

Die Geschichte kann einen auch nachdenklich machen, was ist, wenn man plötzlich und unerwartet nichts mehr hat. Wenn man sich auf einmal als Spielball zwischen den Mächten wiederfindet.
Interessant fand ich auch, dass Luther erwähnt wurde und die Aufteilung der Gebiete in religiöse Zugehörigkeiten. Ein Thema, das besonders in diesem Jahr auch sehr aktuell ist. Manch einer vergisst dabei aber auch, wie es dem gemeinen Volk ging.


Fazit:
Wer gerne historische Bücher liest und dabei auch Spannung und Liebe im Buch sucht, könnte an diesem Buch Gefallen finden.


Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

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