Donnerstag, 31. Dezember 2015

Rezension - Die Rache der Duftnäherin



Autorin: Caren Benedikt

Titel: Die Rache der Duftnäherin

Gerne: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 1. September 2015

Seiten: 572

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur



Die Autorin Caren Benedikt, geboren 1971, wuchs in einer norddeutschen Kleinstadt auf. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten und arbeitete danach als freie Journalistin. Heute lebt sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort bei Bremen.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Bremen im 14. Jahrhundert. Anna hat sich in der Stadt, die mit den Nachwirkungen der Pest zu kämpfen hat, längst einen Namen als „Duftnäherin“ gemacht. Ihr Geheimnis, Seife in die Säume der von ihr geschneiderten Kleider zu nähen, hat sich als wahre Sensation entpuppt. Sie lebt mit ihrer Familie im Haus ihres Großvaters, des Ratsherrn Siegbert von Goossen. Als dieser von einer Reise nach Flandern nicht mehr zurückkehrt, macht sich Anna in höchster Sorge auf, ihn zu suchen – und gerät in das Abenteuer ihres Lebens …

Meine Meinung:
Natürlich war ich neugierig, wie es der Duftnäherin Anna so ergangen ist, nachdem ich das erste Buch gelesen hatte. Deshalb habe ich mich gefreut, als ich dieses Buch bekommen habe und nun endlich lesen konnte.
Obwohl es schon eine Weile her ist, seit ich das erste Buch gelesen habe und es mir durchaus auch passieren kann, dass ich einiges vergesse, hatte ich keine Probleme wieder schnell ins Thema und somit in das Leben von Anna zu kommen. Inzwischen sind neun Jahre vergangen und Anna und Gawin haben drei Kinder und führen ein einigermaßen gutes Leben in Bremen. Gäbe es da nicht das Schicksal und das Rad der Geschichte, was ihnen das Leben doch etwas erschweren sollte. Die Pest hat zugeschlagen, die Stadt Bremen ist nicht mehr in der Hanse und es gibt Ärger mit den Grafen der Stadt Hoya, außerdem kommt ihr Großvater nicht wieder zurück aus Flandern, wo er persönlich Ware abliefern wollte.
Caren Benedikt hat es wieder wunderbar verstanden, Ereignisse der damaligen Zeit mit einer erfundenen Geschichte zu verknüpfen. Und so ganz nebenbei kann ich einiges über den Alltag der damaligen Zeit erfahren. Im Leben von Anna passiert im Jahr 1358 so manches. Nicht alles endet gut, nicht immer kann ich den Ausgang vorhersehen, nicht immer bin ich mit dem Handeln der Protagonisten einverstanden. Aber Anna bekommt es hin und wird, wie auch immer, mit den Schicksalsschlägen fertig. Die Autorin hat die Geschichte so fesselnd geschrieben, dass ich das Buch mal wieder nicht aus der Hand legen konnte. Zum Glück schreibt sie sehr flüssig und ich konnte es in einem Rutsch durchlesen.

Anna und ihre Familie, zu denen ich auch Gertrud, Rudolf und Marquardt zähle, sowie ihre Freunde habe ich natürlich in mein Leserherz geschlossen. An manchen Stellen habe ich regelrecht gebangt und gehofft,  dass es gut ausgeht. Was ich nun genau damit meine, werde ich hier natürlich nicht verraten. Ich möchte wie immer keinem den Lesespaß und auch die Spannung nehmen.

Fazit:
Allen Fans von historischen Bücher, die neben dem Alltagsleben auch etwas Spannung und Romanze suchen, kann ich dieses Buch empfehlen.

Ich möchte hier auch erwähnen, dass ich das Vergnügen hatte, die Autorin in Frankfurt auf der Buchmesse kennen zu lernen. Wie immer gibt es dort reichlich Termine, die anstehen, aber wir beide haben etwas Zeit gefunden und konnten uns unterhalten. Bei dieser Gelegenheit habe ich dieses Buch mit einer lieben Widmung von ihre erhalten. Ich sage nochmals herzlichen Dank, liebe Petra.

Freitag, 25. Dezember 2015

Rezension - Mut zur Freiheit - Meine Flucht aus Nordkorea

Autorin: Yeonmi Park

Titel: Mut zur Freiheit - Meine Flucht aus Nordkorea

Genre: Biografie

Version: eBook, gebundene Ausgabe und Hörbuch

erschienen: 19. Oktober 2015

Seiten: 321

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: Goldmann


Die Autorin Yeonmi Park wurde 1993 in Nordkorea geboren und lebt derzeit in New York, wo sie ein Studium absolviert und bei der UNO tätig ist. Die Geschichte ihrer Flucht aus Nordkorea wurde in der englischen Presse breit dokumentiert, u.a. in Artikeln des "Daily Mail", des "Telegraph" und des "Independent". Ihre Aufsehen erregenden Reden, u.a. beim "One Young World Summit" in Dublin, dem "Oslo Freedom Forum" oder "TEDx" in Bath, machten sie einem breiten Publikum bereits vor Erscheinen ihres Buches bekannt. Yeonmi Park ist mit ihren jungen Jahren eine herausragende Aktivistin für Menschenrechte und kämpft mit großem Engagement dafür, ihrem Volk eine Stimme zu geben.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Yeonmi Park träumte nicht von der Freiheit, als sie im Alter von erst 13 Jahren aus Nordkorea floh. Sie wusste nicht einmal, was Freiheit ist. Alles, was sie wusste war, dass sie um ihr Leben lief, dass sie und ihre Familie sterben würde, wenn sie bliebe - vor Hunger, an einer Krankheit oder gar durch Exekution. In ihrem Buch erzählt Yeonmi Park von ihrem Kampf ums Überleben in einem der dunkelsten und repressivsten Regime unserer Zeit; sie erzählt von ihrer grauenhaften Odyssee durch die chinesische Unterwelt, bevölkert von Schmugglern und Menschenhändlern, bis nach Südkorea; und sie erzählt von ihrem erstaunlichen Weg zur führenden Menschenrechts-Aktivistin mit noch nicht einmal 21 Jahren.

Meine Meinung:
Von Korea wusste ich wahrscheinlich genau das, was den meisten auch bekannt war. Das Land ist geteilt. Der Süden ist ein freies Land und im Norden herrscht der nächste Kim, der Enkel des Staatsgründers. Sein Bild ist mit Sicherheit vielen bekannt, denn es erscheint doch ziemlich oft in entsprechenden Nachrichten. Von Yeonmi Park hatte ich bereits im vergangenen Jahr einiges in den Nachrichten gehört und nun war ich neugierig auf ihr Buch.
Sie hat in diesem Buch sehr eindrucksvoll über ihr Leben in Nordkorea und über ihre Flucht berichtet. Ich fand es ungemein interessant, so zu erfahren, wie die Menschen in diesem Land leben. Unvorstellbar erscheint einem einiges, aber doch glaubwürdig.  Auf ihrer Flucht hat sie  sehr viel durchmachen müssen. Auch das hat mich beeindruckt, war sie im Grunde doch noch ein Kind, allerdings eines, das sehr schnell erwachsen werden musste. Ich weiß nicht, wie ich mit allem fertig geworden wäre. Allerdings war sie ja einiges gewohnt  und kannte nicht die Freiheit und das Leben, das wir alle führen können. Ich gehe auch mal davon aus, dass es wesentlich schlimmer gewesen sein muss und sie uns vieles erspart hat. Aber das, was sie uns Leser bereichtet ist schon schlimm und eindrucksvoll.
Da dieses Buch ihr Leben beschreibt, muss ich es auch anders als erfundene Geschichten bewerten. Es sind nun mal alles Tatsachen, allerdings hat sie alles sehr interessant geschildert. Ich habe dieses Buch, wie viel andere in einem Rutsch gelesen. Aufgelockert wurde ihr Bericht durch Bilder von ihr und ihrer Familie. Beim Betrachten fiel mir auf, dass die meisten Bilder gestellt wirken und niemand mal lächelt. Schon als kleines Mädchen schaute sie nur ernst auf den Fotos.
Ihre Geschichte hat mich, wie bereits erwähnt, beeindruckt und macht einen nachdenklich und vor allem dankbar, dafür, dass wir in einem anderen Land aufwachsen durften.

Fazit:
Dieses Buch empfehle ich auf jeden Fall weiter, weil ich auch der Meinung bin, dass es auf keinen Fall schadet, auch Bücher über besondere Schicksale - Lebenswege zu lesen. Ich hoffe, dass Yeonmi Park vieles für die Bewohner des Landes bewirken kann.

Ich möchte mich beim Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 20. Dezember 2015

Rezension - Jochen Busse - Wo wir gerade von belegten Brötchen reden


Autor: Jochen Busse

Titel: Wo wir gerade von belegten Brötchen reden - Die Komödie meines Lebens

Genre: Biografie

Version: eBook und Gebunden

erschienen: 30. November 2015

Seiten: 289

Verlag: Ullstein


Jochen Busse, geboren am 28. Januar 1941 in Iserlohn, ist deutscher Schauspieler, Kabarettist und Drehbuchautor. Drei Jahre war er im Düsseldorfer Kom(m)ödchen aktiv, von 1976 bis 1991 gehörte er zum Ensemble und Autorenteam der Münchner Lach- und Schießgesellschaft. Ab Ende der 60er Jahre übernahm Busse auch Rollen in Film- und Fernsehproduktionen. U.a. war er Dreh- und Angelpunkt der Sketchreihe "Nur für Busse", 1994 spielte er mit in der Serie "3 Mann im Bett". Von 1996 bis 2005 moderierte er die von RTL gesendete Freitagabendshow "7 Tage, 7 Köpfe". Außerdem spielte er ab 1997 den Amtsrat Krause in der RTL-Serie "Das Amt" (über 70 Episoden). Im April 2006 wurde er Moderator der Comedy-Talkshow "Der heiße Brei" auf Sat.1. Seit 2007 tourte er mit Henning Venske und dem Programm "Legende trifft Urgestein" durch den deutschsprachigen Raum, nach 2009 tourten die beiden mit dem Bühnenprogramm "Inventur". Er wurde u.a. mit dem Bambi, dem Deutschen Kleinkunstpreis sowie zwei Mal mit dem Deutschen Comedypreis ausgezeichnet.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Out of Iserlohn - aus dem bewegten Leben eines Sauerländers „Ich habe keine schrecklichen Krankheiten gehabt, keine Pleite erfahren und musste in kein Dschungelcamp. Ich habe Helmut Kohl und vier Ehen überstanden. Wie kann man nur so verdammt viel Glück haben? Drum frage ich mich nach einem Dreivierteljahrhundert: War das etwa ein ideales Leben? Wo ist der Haken daran? Thomas Mann hat gesagt, das Leben eines Menschen sei es wert, ein Buch darüber zu schreiben. Warum sollte er sich bei mir geirrt haben?“ Jochen Busse ist nicht nur der Grandseigneur des deutschen Kabaretts, sondern auch einer der beliebtesten und populärsten Protagonisten der TV-Unterhaltung und des Boulevardtheaters. So vielfältig seine Karriere, so witzig und spannend sind die vielen Facetten seines Lebens, die er hier preisgibt.

Meine Meinung:
Spätestens seit der Serie "Das Amt" oder der Show "7 Tage - 7 Köpfe" kennt jeder Jochen Busse. Aber was er sonst noch oder auch davor gemacht hat, ist vielleicht nicht allen bewusst. Zumindest kann ich das von mir behaupten und deshalb hatte ich große Lust sein Buch zu lesen.

Ich sollte auch nicht enttäuscht werden, denn Jochen Busse hat sehr gut von sich erzählt. Besonders interessant fand ich, was er so alles erlebt hat. Wen er im Laufe der Jahre kennen lernte und mit wem er befreundet ist. Mir war auch gar nicht bewusst, dass er mal zur Münchner Lach- und Schießgesellschaft gehört hat. Damit habe ich bisher jede Menge Namen verbunden, aber seinen gar nicht. So habe ich nun auch eine Bildungslücke bei mir schließen können ;)

Jochen Busse beginnt bei seinen Erzählungen mit seiner Kindheit, erzählt von seinem Familienleben und berichtet natürlich sehr ausführlich über seinen beruflichen Werdegang. Alles fand ich sehr interessant und auch sehr flüssig erzählt. An keiner Stelle hatte ich das Gefühl mich zu langweilen. Denn er hat es geschafft, es immer wieder auf den Punkt zu bringen und nicht langweilig auszuholen. Schön ist bei diesen Schilderungen ja auch immer, dass der Leser Hintergrundwissen bekommt und nebenbei kleine Anekdoten auch über andere Berühmtheiten lesen kann.
Nach dem Lesen habe ich noch ein bisschen wissen wollen und ein bisschen gegoogelt. Einige Filmszenen habe ich entdeckt und sie mit ganz anderen Augen betrachtet, was mir auch sehr viel Spaß gemacht hat.

Fazit:
Gerne empfehle ich das Buch weiter, ich kann mir vorstellen, dass viele Leser, die sich in dem Alter von Jochen Busse befinden, Spaß daran haben werden. Aber auch für jüngere Leute ist es sehr interessant zu lesen, weil es auch wie ein Zeitspiegel betrachtet werden kann. Das Leben von Jochen Busse spiegelt einen Teil der deutschen Geschichte wieder.

Bei dem Verlag Ullstein möchte ich mich recht herzlich bedanken, ohne Ihren Vorschlag hätte ich nicht, zumindest jetzt nicht, meine Aufmerksamkeit auf dieses Buch gelenkt.

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Rezension - Mistelzweigtanz

Autorin: Katharina E. Volk

Titel: Mistelzweigtanz

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 28. Oktober 2015

Seiten: 72

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks, der eBook-Verlag


Katharina E. Volk, geboren in Witten an der Ruhr, wurde als Autorin von Bilder- und Kinderbüchern bekannt. Mittlerweile schreibt sie außerdem erfolgreich Romane für Erwachsene und gibt ihre Erfahrungen in Schreibworkshops weiter.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Für Nina droht das Weihnachtsfest dieses Jahr zur Katastrophe zu werden: Ihr Freund verlässt sie wegen einer schlankeren Frau – und gibt dieser auch noch Ninas Job! Verzweifelt sucht sie Zuflucht bei ihrer Tante Elvira, die schon völlig im Weihnachtsjubel und -trubel steckt. Wie jedes Jahr dreht sich bei Elvira alles um die Frage: Wird sie zum legendären Mistelzweigtanz eingeladen – und von wem? Nina hat für diese Tradition ja so gar nichts übrig. Mit dem gut aussehenden Bildhauer Henning allerdings würde sie ein Tänzchen wagen …

Meine Meinung:
Auf meiner weiteren Suche nach Weihnachtsbüchern wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Das Buchcover hat mich angesprochen und der Titel machte mich neugierig.
So kam es, dass ich eine schöne kurze Weihnachtsgeschichte lesen konnte.  Obwohl es zunächst nicht schön anfing. Es passierte das, was sich eigentlich niemand wünscht, schon gar nicht in der Vorweihnachtszeit. Nina überrascht ihren Freund mit einer anderen, jüngeren Frau und packt spontan ihre Koffer. Zunächst fährt sie zu ihren Eltern, wo sie aber nur kurz Station macht. Bei ihrer Patentante fühlt sich Nina viel wohler, dort wird sie herzlich aufgenommen. Tante Elvira liebt die Adventszeit und das mystische Mistelorakel und sie will unbedingt beim Mistelzweigtanz dabei sein. Was das alles nun zu bedeuten hat, werde ich hier nicht verraten, den Lesespaß will ich niemandem nehmen.

Fazit:
Wer kurze schöne Weihnachtsgeschichten zur Einstimmung sucht, hat mit diesem Buch etwas gutes gefunden.

Bei dem Verlag dotbooks möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Dafür ist man nie zu alt



Autorin: Gabriella Engelmann

Titel: Dafür ist man nie zu alt

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 29. Oktober 2015

Seiten: 92

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Verlag: dotbooks  Der eBook-Verlag



Die Autorin Gabriella Engelmann, geboren 1966 in München, lebt in Hamburg. Sie arbeitete als Buchhändlerin, Lektorin und Verlagsleiterin, bevor sie sich ganz dem Schreiben von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern zu widmen begann.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Über die Kunst, erwachsen zu sein und im Herzen doch ein wenig Kind zu bleiben… Natürlich gibt es weder das Christkind noch den Weihnachtsmann – aber wenn doch, dann haben sich die beiden gegen Pia verschworen. Die hätte den 24. Dezember gerne in ihrer ersten eigenen Wohnung verbracht. Für den ganzen Festtagszirkus ist sie mit fast 20 Jahren schließlich viel zu alt! Doch es hilft nichts: Sie muss nach Hause zu Mama und Papa und der kleinen Schwester. Die haben für den Heiligabend allerdings Besuch eingeladen – Nic, den mit Abstand letzten Menschen, mit dem Pia unter dem Weihnachtsbaum sitzen will. Und das bleibt nicht die einzige Überraschung…

Meine Meinung:
Auf der Suche nach einem weiteren Weihnachtsbuch wurde ich auf dieses aufmerksam. Da ich von der Autorin schon einige Bücher mit Begeisterung gelesen hatte, war es keine Frage, ob ich dieses Buch lesen möchte oder nicht.
Das Buchcover hat mir sehr gut gefallen und der Buchtitel hörte sich vielversprechend an. Schließlich passt er auf jede Altersgruppe. Also lernte ich zunächst Pia kennen, die in meinen Augen etwas verrückte und überspannte 19jährige. Und ihre Eltern, aber nur kurz, denn die machen sich den Streß und fahren am 24.12. von Hamburg nach Kiel zu einer Tante. Verstehen konnte ich das nicht, aber für die Geschichte war es sehr wichtig. Warum, nun, das verrate ich hier natürlich nicht.
Obwohl ich im Grunde alles bereits ahnte, machte es Spaß Pia, Nic und Feline am Heiligen Abend zu begleiten. Denn Pia entwickelt sich erstaunlich schnell von einer Spaßbremse zu einer jungen Frau, die doch über ihren Schatten springt und feststellt, dass man dafür nie zu alt sein wird.

Fazit:
Eine Weihnachtsgeschichte, die für mich ruhig etwas länger hätte sein können. Da bin ich wohl nie zu frieden. Aber als Einstimmung auf einen verschneiten 24.12. war es genau richtig.

Bei dem Verlag dotbooks möchte ich mich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Tödliche Meeresnacht



Autorin: Eva-Maria Farohi

Titel: Tödliche Meeresnacht

Genre: Krimi, Kurzroman

Version: eBook

erschienen: 25. November 2015

Seiten: 56

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Biografie der Autorin Eva-Maria Farohi
Geboren in Wien, Studium am Horak Konservatorium, Tätigkeit als Schauspielerin, Malerin und Autorin. "Als Malerin beschäftige ich mich mit der Natur als Quelle des Lebens. Die Farbe ist das Ausdrucksmittel für die Stimmung. Als Autorin interessiere ich mich vor allem für die Beziehungen zwischen Mann und Frau - mit all den Missverständnissen, die durch die verschiedenen Zugangsrichtungen entstehen." Aufenthalt in Mallorca von 2003 bis 2009. "Mallorca hat mich verändert. Das Leben auf der Insel ist grundverschieden zu dem in Mitteleuropa - die Wertigkeit der Dinge ist eine andere. Dadurch ergibt sich ein anderer Lebensrhythmus und ein anderer Umgang zwischen den Menschen. In meinen Geschichten erzähle ich von der Schönheit der Insel, von kleinen Alltagsgeschichten und von großen Gefühlen. Immer wieder werde ich gefragt, ob meine Geschichten autobiografisch sind. Por supuesto - natürlich! Vieles habe ich erlebt, vieles beobachtet. Immer wieder die unterschiedlichsten Beziehungen von Menschen aus nächster Nähe erlebt. Ob meine Geschichten auch etwas für Männer sind? Aber selbstverständlich! Ich hoffe, dass meine Bücher für alle gleichermaßen unterhaltsam sind."


Kurzbeschreibung, übernommen:
Jeder Mörder hinterlässt eine Spur, man muss sie nur finden. Davon ist Chefinspektor Vicent Rius überzeugt. Als er auf der Mittelmeerinsel einen scheinbar einfachen Unfalltod untersuchen soll, entdeckt er schnell Ungereimtheiten: Wer ist die schöne Tote unter den Klippen wirklich – und welche Rolle spielt ihr Ehemann? Immer tiefer dringt der erfahrene Ermittler in ein Netz aus Lügen, Betrug und Habgier ein, bis nichts mehr so ist, wie es scheint, und die Unschuldigen zu Schuldigen werden.


Meine Meinung:
Nachdem ich gerade einen spannenden Mallorca-Krimi von der Autorin gelesen hatte, war ich natürlich neugierig auf den nächsten. Diesmal war es allerdings ein Kurzkrimi. Obwohl ich persönlich ja lieber längere Bücher lese, finde ich es toll, wie Eva-Maria Farohi es geschafft hat, in diesem kurzen Krimi so viel unterzubringen. Ich möchte natürlich nicht allzu viel darüber erzählen, dann wäre die ganze Spannung weg. Auf jeden Fall lernte ich den Inspektor Vicent Rius kennen, der nicht aufgab und den Fall zu meiner Zufriedenheit löste.


Fazit:
Wer keine Lust auf lange Krimis hat, wird seine Freude an diesem Buch haben,  Ich habe es auch mal eben zwischendurch gelesen, hätte aber nichts dagegen gehabt, wenn es etwas ausführlicher gewesen wäre.

Samstag, 12. Dezember 2015

Rezension - Der Pfauenfedernmord


Autorin: Ulrike Busch

Titel: Der Pfauenfedernmord

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Dezember 2015

Seiten: 278

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Ulrike Busch wurde 1958 in Essen geboren. Sie studierte Sprachwissenschaften in Bochum und Pisa. Als Norddeutsche aus Überzeugung zog sie 1986 nach Hamburg. Seitdem ist sie im Norden tief verwurzelt. Sie liebt die grüne Landschaft Schleswig-Holsteins und den weiten Horizont, die Inseln Amrum und Sylt, die Geradlinigkeit und Bodenständigkeit der Menschen, ihre dröge Herzlichkeit und ihren schnörkellosen Dialekt. Rund 20 Jahre lang war Ulrike Busch als Texterin und Technische Redakteurin in IT-Unternehmen angestellt. 2003 machte sie sich in diesem Metier selbständig. Zehn Jahre später entdeckte sie eine neue berufliche Leidenschaft: Das Schreiben von Romanen - die natürlich in Norddeutschland spielen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Jahr für Jahr treffen sich in Kampen der Hamburger Schönheitschirurg Dr. Claus Wiederkehr, seine Frau Valerie Wunderlich-Wiederkehr – erfolgreiche Galeristin und beste Kundin ihres Mannes – sowie die Ehepaare Bitterstein und Geier. In diesem Sommer feiern sie gleich zwei Jubiläen, das fünfundzwanzigjährige Bestehen ihres Freundeskreises und die Silberhochzeit der Wiederkehrs. Vier Tage nach der Silberhochzeitsfeier findet eine Joggerin frühmorgens eine Leiche am Fuß des Roten Kliffs. Ein Blick genügt, um zu erkennen: Selbstmord war das nicht. Ein heikler Fall für die Kripo Wattenmeer. Denn zu Lebzeiten gehörte das Opfer zu der kleinen Kampener Jubiläumsgesellschaft. Und Hauptkommissar Kuno Knudsen und seinem Assistenten Arne Zander ist bald klar, dass sie den Täter im Kreis um Dr. Wiederkehr zu suchen haben.


Meine Meinung:
Manchmal bin ich richtig froh, wenn ich auf Bücher aufmerksam gemacht werde. Denn bei der Vielzahl der Neuerscheinungen kann ich schon mal die Übersicht verlieren. Obwohl das Buchcover wohl dafür gesorgt hätte, dass ich es näher betrachtet hätte. Denn der Hinweis "Krimi" und der Leuchtturm sind für mich schon Hingucker, lediglich die dunkle Wolke hätte mich etwas abgehalten. Gut, dass sie es dann doch nicht geschafft hat.

So habe ich zwar Leute kennen gelernt, mit denen ich im wirklichen Leben nichts zu tun haben wollte. Alle wollten als etwas besonderes erscheinen und keiner wirkte irgendwie sympathisch auf mich. Aber die Autorin hat für mich sehr spannend geschrieben, ich war von Anfang bis Ende an das Buch gefesselt. Denn im Prolog wird das Auffinden der Leiche beschrieben. Lange wusste ich nicht so genau, wer es ist und während ich über die Geschehnisse an den Tagen davor las, kam die Erkenntnis. Bis zur Bestätigung dachte ich manchmal, na, ob es wirklich die bei mir unbeliebte Person ist. Ich hatte auch keine Ahnung, wer der Mörder sein könnte, denn es waren ja einige Personen verdächtig und ich musste abwarten, was die beiden Kommissare ermitteln
Die beiden Kommissare Kuno Knudsen und Arne Zander haben mir sehr gut gefallen. Die Zusammenarbeit des alten erfahrenen und des jungen,manchmal etwas voreiligen, fand ich spannend und amüsant. 

Der Schreibstil von Ulrike Busch hat mir sehr gut gefallen. Ich war mal wieder so in die Geschichte eingetaucht, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Wobei ich mich wirklich mehr dafür interessierte, ob die beiden Kommissare den Täter finden oder besser gesagt, was sie unternehmen, damit sie ihn finden. Die anderen Beteiligten waren für mich eigentlich Randfiguren, da sie mir ja nicht besonders sympathisch waren, aber sie spielten trotzdem eine wichtige Rolle in diesem Krimi.
Ihnen möchte ich nicht wieder begegnen, aber über Kuno und Arne würde ich gerne mehr lesen wollen. 

Fazit:
Für mich war es das erste Buch, das ich von Ulrike Busch gelesen habe, aber mit Sicherheit nicht das letzte. Gerne empfehle ich das Buch weiter.

Bei Ulrike Busch möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass sie mich auf dieses Buch aufmerksam und somit die Möglichkeit gegeben hat, es kennen zu lernen.