Mittwoch, 17. Februar 2016

Rezension - Meisterdetektiv auf leisen Pfoten


Autorin: Christiane Martini

Titel: Meisterdetektiv auf leisen Pfoten - Carusos erster Fall

Genre: Krimi, Fantasy

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: als eBook 12. Januar 2016

Seiten: 160

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks der eBook-Verlag



Die Autorin Christiane Martini, geboren 1967 in Frankfurt am Main, ist Diplom-Musiklehrerin und Absolventin des Konzertexamens. Sie leitet ihre eigene Musikschule „CasaMusica“ und ist Dozentin für Blockflöte, Querflöte und Klavier. Neben eigenen Kompositionen hat sie auch zahlreiche musikalische Lehrwerke verfasst. Christiane Martini ist nicht nur Musikerin, sondern als Autorin in verschiedenen Genres zu Hause. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in der Nähe von Frankfurt und wurde von ihrer Heimatstadt Dreieich mit einem kulturellen Förderpreis für Musik und einem Stipendium ausgezeichnet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Venedig ohne Touristen? – Für Caruso und seine Katzenbande undenkbar, denn schließlich spendieren die vielen Menschen den Vierbeinern ihre täglichen Mahlzeiten. Eine Reihe mysteriöser Mordfälle droht jedoch die Urlauber aus der beliebten Lagunenstadt zu vertreiben. Das muss unter allen Umständen verhindert werden! Und so nehmen die Detektive um den schlauen Kater die Fährte des Täters auf – die Spur reicht weit in die Vergangenheit zurück und hat mehr mit Caruso zu tun, als dieser zunächst ahnt...


Meine Meinung:
Katzenkrimis habe ich schon immer gerne gelesen und deshalb war ich auch sehr neugierig auf dieses Buch. Allerdings stellte ich dann sehr schnell fest, dass mich das Buch nicht vollauf begeistern konnte. Im Vergleich zu den anderen Katzenkrimis schnitt es leider bei mir nicht so gut ab.
Mich hat ein bisschen gestört, dass so viel italienisch gesprochen wurde. Auch wenn kurz danach im Text die Übersetzung kam. Ich will ein Buch ohne Stopp lesen und wäre deshalb nicht auf die Idee gekommen, immer wieder auf den letzten Seiten nachzusehen, was das alles denn bedeuten könnte. Zumal das in einem eBook auch etwas umständlich sein kann. 
Ich gebe es ja zu, dass es nicht leicht ist, einen Krimi zu schreiben, in dem die Katze die Hauptrolle spielt. Schließlich können die Katzen nicht mit den Menschen reden und müssen irgendwie versuchen, sie auf den richtigen Weg zu bringen.
Fantasie ist da gefragt, aber dass eine Katze ihren Besitzer dazu bringt, mit dem Schiff durch die  Kanäle zu fahren, fand ich dann doch etwas sehr übertrieben. Alles andere fand ich schon passend, vor allem dass der Polizist auf die Katzen achtet und so den Fall leichter lösen kann.

Fazit:
Schade, mich konnte das Buch nicht so überzeugen.  Aber zum Glück sind die Ansprüche und Geschmäcker ja so verschieden und der einen oder dem anderen Leser wird es vielleicht doch gefallen. 

Dem Verlag dotbooks möchte ich vielmals für das Rezensionsexemplar danken. 

Samstag, 13. Februar 2016

Rezension - Unter dem Vanillemond


Autorin: Petra Pfänder

Titel: Unter dem Vanillemond

Genre: Roman

Version: eBook und Broschiert

erschienen: 11. Januar 2016

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: mtb Mira Taschenbuch



Die Autorin Petra Pfänder studierte Film-, Fernseh- und Theaterwissenschaften sowie Alt- und Neugermanistik und arbeitete einige Jahre als freie Journalistin für Print, TV und Hörfunk, bevor sie als Übersetzerin und selbstständige Autorin durchstartete. Heute lebt sie als freiberufliche Schriftstellerin und Übersetzerin im Münsterland.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein geheimnisvoller Liebesbrief, ein altes Foto, ein lang gehütetes Familiengeheimnis … Nach dem Tod ihres Vaters steht Annabel Hansen vor einer schweren Entscheidung: Was soll mit der Vanilleplantage geschehen, die ihr Vater auf Madagaskar betrieben hat? Nur widerwillig macht die junge Hamburgerin sich auf den Weg ins ferne Afrika und wird sofort gefangen genommen von der exotischen Schönheit der Insel: Von der tropischen Landschaft, den fremden Gerüchen, der Farbe des Indischen Ozeans. Plötzlich versteht sie, was ihren Vater immer wieder hierher gezogen hat. Doch als sie in seinen Unterlagen einen zärtlichen Liebesbrief und das Foto einer schönen Fremden findet, ahnt sie, dass die Insel noch mehr Geheimnisse birgt. Geheimnisse, die ihr bisheriges Leben in einem völlig anderen Licht erscheinen lassen …

Meine Meinung:
Ich weiß ja nicht, wie es bei anderen ist, aber bei mir ist das Buchcover wirklich sehr oft der Grund, dass ich mich näher mit einem Buch befasse.  Bei diesem Buch war es dann auch mal wieder das Cover. Hier fiel mir die wunderschöne Vanilleblüte als erstes auf. Naja und wenn mich die Kurzbeschreibung neugierig macht, dann möchte ich das Buch natürlich am liebsten sofort lesen.
Das habe ich dann auch gemacht und weil ich es so gut fand, dann auch sofort in einem Rutsch gelesen.
Die Geschichte ansich ist jetzt nichts besonderes, ich habe schon viele Bücher gelesen, in denen nach dem Tod der Eltern Familiengeheimnisse aufgedeckt werden und die Kinder sehr überrascht werden.
Aber es hat mir gefallen, wie die Autorin dies aufgebaut hat. Annabel und ich hatten ja so gar  keine Ahnung, was sich hinter dem geheimnisvollen Liebesbrief und dem Bild verbirgt. Außerdem fand ich es von den Verwandten gar nicht nett, dass sie uns beiden nicht verraten wollten, warum sie sich so merkwürdig verhalten. Man merkt, ich war mal wieder mittendrin im Geschehen. Annabel hatte ich auch sofort in mein Herz geschlossen. Den einen oder den anderen Beteiligten auch, aber bei manchen wusste ich nicht, was ich von ihm halten sollte.
Aber es ging ja nicht nur um Annabel und ihrem Erbe. Ich konnte mit Annabel gemeinsam Madagaskar kennen lernen. Petra Pfänder hat alles so wunderbar beschrieben, dass ich mir die Örtlichkeiten sehr gut vorstellen konnte. Gleichzeitig habe ich auch viel über die Gepflogenheiten und Probleme erfahren. Das alles wurde sehr gut ins Geschehen um Annabel verknüpft. Ich selber wurde nun noch neugieriger und ich habe mir bei google map die Landschaft angesehen und mich über Lemure informiert.
Nachdenklich hat mich dieses Buch dann auch gemacht, ich habe mir überlegt, ob es wirklich gut ist, wenn Geheimnisse so lange bewahrt werden? Auf wen soll man eher Rücksicht nehmen, als Tote oder Lebende? Tja, nun gebe ich Rätsel auf, aber wer dieses Buch gelesen hat, wird mich sicher verstehen.
Mir hat der Schreibstil der Autorin gut gefallen und wie unschwer zu erkennen ist, hat sie mich an das Buch gefesselt. Ich wollte aber auch unbedingt wissen, ob das Geheimnis gelüftet wird und wie Annabel sich entscheiden wird.

Fazit:
In diesem Buch hat die Autorin sehr vieles vereint, neben der bildhaften Beschreibung der Insel kamen die Spannung und Romanze auch nicht zu kurz. Mir hat das Buch gut gefallen und gerne empfehle ich es weiter.

Bei dem Verlag mtb Mira Taschenbuch möchte ich mich recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.


Nachtrag: Da ich durch Zufall das Buch zweimal erhalten habe, wollte ich es einer interessierten Bloggerin zur Verfügung stellen. Sie hat es gelesen und auch sehr schön rezensiert:
Auf dem Blog: Bücher sind fliegende Teppiche ins Reich der Phantasie.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Rezension - Suse, liebe Suse



Autorin: Lina Zimmer

Titel: Suse, liebe Suse

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. Januar 2016

Seiten: 222

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Lina Zimmer wurde 1975 in der rauen Rhön geboren. Sie studierte Marketing, verbrachte einige Zeit im Ausland und arbeitete jahrelang in der Werbebranche in Frankfurt am Main. Sie ist glücklich verheiratet und lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern im beschaulichen Herzogenaurach.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Und ich habe Jan und mich schon in der Hochzeitskutsche sitzen sehen. Schön blöd! Eingetroffen ist genau das Gegenteil von dem, was ich mir gedanklich so zurechtgepinselt habe: Jan ist ein elender Betrüger und Ruth seine Gespielin. Muss es ausgerechnet meine verhasste Kollegin aus der leidigen Werbeagentur sein? Meine beste Freundin Katinka weiß sofort, was zu tun ist: 1. Jan den Laufpass geben, 2. Neuer Job, 3. Neuer Mann. Die hat gut reden. Schließlich bin ich schon vierunddreißig und will nicht erst mit Mitte vierzig Mutter werden. Die Torschlusspanik treibt mich dazu, einen Pakt mit dem Teufel zu schließen. Wer hätte das gedacht? Ich nicht. Am Ende läuft eh wieder alles anders als geplant, aber am wichtigsten ist doch, dass ich die bin, die ich schon immer hätte sein sollen: einfach nur Suse.


Meine Meinung:
Ausgerechnet an ihrem Geburtstag erwischt Suse ihren Freund Jan mit einer anderen Frau im Bett. Tja, das war wohl nichts mit einem Heiratsantrag, auf den Suse schon soooo lange wartet. Was wird nun aus ihrem Kinderwunsch und überhaupt... wie soll es nur weitergehen.

Lina Zimmer hat wunderbar beschrieben, wie Suse sich nach der Entdeckung fühlt. Ihre Höhen und Tiefen, die sie durchlebt, hat sie sehr gut geschildert. Natürlich leide ich mit Suse und wünsche ihr, dass sie sich ihren Wunsch nach Ehe und Kindern erfüllen kann. Nicht immer bin ich mit ihren Gedanken und ihrem Verhalten einverstanden, aber das mag daran liegen, dass ich einfach zu alt für diese Geschichten bin.
Trotzdem hat mit das Buch gefallen und die Autorin hat mit ihrem Schreibstil dafür gesorgt, dass ich das Buch in kurzer Zeit gelesen habe.

Fazit:
Ich gehe mal davon aus, dass Leserinnen, die sich in dem Alter der Protagonistin befinden, sich für das Buch begeistern werden.
Bei der Autorin möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass sie mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat und auch bereit war, mit mir über das Buch zu diskutieren.

Dienstag, 9. Februar 2016

Rezension - Als Schisser um die Welt


Autor: Jan Kowalsky

Titel: Als Schisser um die Welt

Genre: Reise, Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Juni 2015

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann

Eigentlich hatte der Illustrator und Marketingmann Jan Kowalsky, geboren 1976, gar keine Lust auf abenteuerliche Fernreisen. Erst seine Frau musste ihn zu seinem Glück zwingen. Was als Schocktherapie begann, endete in einer Leidenschaft fürs Reisen, die beide inzwischen schon um die halbe Welt geführt hat. Die Geschichte von einem, der mitmusste als Spitzentitel im Goldmann Sommersortiment: "Als Schisser um die Welt".


Kurzbeschreibung, übernommen:
Pauschaltourismus, Strandurlaub und Stadtrundfahrten waren gestern – heute gehen wir Bergsteigen im Himalaya oder machen Hundeschlittenrennen in Alaska. Alles ist möglich, kein Ziel unerreichbar! Und doch gibt es Leute, die wollen gar nicht weg. Der Schisser zum Beispiel würde lieber zu Hause bleiben. Das Problem ist nur: Seine Frau liebt Abenteuerreisen. Und er liebt seine Frau. Also verbringt er seine Freizeit notgedrungen überall, nur nicht auf dem geliebten Sofa. Erspart bleibt ihm auf seinen unfreiwilligen Reisen rund um den Globus natürlich nichts: menschenfressende Riesenechsen, Wildwasserrafting mit Zahnverlust, Safari im Schweinsgalopp, auf dem Elefanten durch den Dschungel und dabei immer mit den Nerven zu Fuß. Dies ist die Geschichte von einem, der mitmusste ...


Meine Meinung:
Wenn ich ganz ehrlich bin, dann wurde ich als erstes durch den Titel auf das Buch aufmerksam, danach fiel mir das witzige Cover auf. Die Kurzbeschreibung versprach mir eine interessante Lektüre und ich wollte das Buch gerne lesen. Nun habe ich es gelesen und bin ich wirklich hin und her gerissen und überlege, was ich zu dem Buch schreiben soll.

Zunächst betrachte ich das alles mal ganz nüchtern:
Ich kann Jan verstehen, seine Frau will Reisen machen, die für mich nicht unter Urlaub und Erholung fallen. Allerdings finde ich auch, dass Jan es manchmal übertreibt mit seinen Ängsten. Ich kann nachvollziehen, dass er manchmal Schiss bekommt, aber er macht sich schon im Vorfeld selber verrückt.
Ich kann Sarah ebenfalls verstehen. An ihrer Stelle hätte ich auch keine Lust jedes Jahr nach Dänemark zu fahren, was Jan mit seinen Eltern über 15 Jahre gemacht hat. Ein bisschen Abwechslung sollte doch schon sein. Aber Sarah übertreibt es in meinen Augen wirklich mit ihren Reisewünschen. Dass die beiden irgendwann große Probleme bekommen, ist vorhersehbar. Wie sie damit umgehen, ist interessant zu lesen.

Dann sehe ich mir alles mal von der humorvollen Seite an:
Es ist ja wohl klar, dass sich das Schicksal im Urlaub  immer den Schisser aussucht, wenn es zuschlagen will. Was schief gehen kann, geht schief, aber wirklich nur bei ihm. Humorvoll werden die Schilderungen mit seinen eigenen Zeichnungen aufgelockert. Überhaupt hat der Autor alles bestens beschrieben, ich hatte alles wunderbar vor Augen.  Sehr gut gefallen hat mir der Doppelname-Doktor, seine Ratschläge und Äußerungen fand ich klasse. Wenn ich es recht überlege, hat es mir Spaß bereitet, Jan zu begleiten, wohlgemerkt, in Sicherheit und vom Sofa aus. Denn so ganz nebenbei habe ich wieder einiges über andere Länder und Städte erfahren, in die ich mit Sicherheit nicht reisen werde.

Fazit:
Jan Kowalsky ist der Autor und gleichzeitig auch der Schisser, er schildert seine Gedanken und Erlebnisse sehr gut. Manches wiederholt sich zwar, aber als Leser kann man auch die Entwicklung beobachten, die er durchmacht.
Jan wurde vom Schisser zu einem Reiseexperten, der irgendwann gerne selber plante und immer öfter über seinen Schatten sprang. Er entwickelte sich von einem, der mitmusste zu einem, der einem, der sich darauf freute.

Ich möchte mich beim Goldmann Verlag recht herzlich für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 8. Februar 2016

Rezension - Die Liebe meines Vaters


Autorin: Sabine Eichhorst

Titel: Die Liebe meines Vaters

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1, Februar 2016

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur

Die Autorin Sabine Eichhorst studierte Germanistik und Soziologie und arbeitete lange als Journalistin für verschiedene Radioprogramme der ARD. Für ihre Reportagen wurde sie 2002 mit dem CIVIS-Medienpreis und 2011 mit dem Herbert-Quandt-Medienpreis ausgezeichnet. Seit 1993 schreibt sie auch Bücher und hat bis heute über zwanzig Sachbücher und Memoirs veröffentlicht, darunter Ein Tagwerk Leben – Erinnerungen einer Magd, das zum Bestseller wurde. Die Liebe meines Vaters ist ihr Romandebüt.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Loris Schorb 1930 in Budapest aus dem Zug steigt, verliert er sein Herz: Erst an die Stadt mit ihren Kuppeln und Brücken, ihrem pulsierenden Leben, den freundlichen Menschen, dem Duft von Mokka und warmem Mohnstrudel. Dann an die eigenwillige und kluge Éva, die zu allem eine Meinung hat, auch zur Politik. Drei Jahre lang reist Loris immer wieder nach Budapest - doch auch Éva liebt ihre Heimatstadt, und über das ferne Deutschland senkt sich bereits der Schatten des Nationalsozialismus. Kann es für sie und Loris eine gemeinsame Zukunft geben?
Ende der 1950er Jahre verliebt sich in München die junge Maria in den Ungarn Dénes. Als sie ihm eines Tages alte Familienfotos zeigt, deutet er auf eine junge Frau – und erkennt in ihr seine Tante, Éva. Der Mann an ihrer Seite ist Marias im Krieg verschollener Vater Loris ...

Meine Meinung:
Mir erging es wie Loris, auch ich war von Budapest beeindruckt, als ich 1985 die Stadt besuchen konnte. Allerdings lagen zwischen unseren Besuchen 55 Jahre. Ich lernte die Stadt in der Zeit der Ostblockzugehörigkeit kennen, bei Loris sah es ganz anders aus. Auf seine Erfahrungen war ich sehr gespannt und auch alles andere, was noch in der Kurzbeschreibung erwähnt wurde, machte mich neugierig.
Ich fand es sehr interessant Loris zu begleiten und seine Eindrücke und Gedanken zu lesen. Leider habe, zumindest ich es versäumt, mich mit Menschen, die 1930 noch sehr jung waren, über diese Zeitspanne, zu unterhalten. Deshalb freue ich mich immer, wenn ich durch Zeitzeugen etwas über das Leben erfahren kann. Loris fährt 1930 als junger Mann nach Budapest und verliebt sich dort in Eva. In den folgenden Jahren fährt er bei jeder sich bietenden Gelegenheit dorthin. Er lernt das Leben, das besonders scharfe Essen und vor allem die doch schwierige Sprache kennen. Aber, wie wir alle wissen, dauerte es nicht mehr lange bis der Krieg begann. Auch Loris bekam den Einsatzbefehl.
Loris fand ich sehr sympathisch und ich gönnte ihm das Glück immer wieder aus den schwierigen und gefährlichen Situationen lebend heraus zu kommen.
Wen ich ja so gar nicht verstehen konnte, war Elsa, seine Frau. Sicher, es war keine leichte Angelegenheit, gerade wurde das Baby geboren und dann muss ihr Mann in den Krieg ziehen. Aber dieses Schicksal teilte sie mit tausenden anderen Frauen und ich kann mir nicht vorstellen, dass diese in den Briefen an ihre Männer, die im Schützengraben liegen, so schreiben würden. Oh, sollte ich jetzt zuviel verraten haben? Nein, ich denke nicht, denn wer den Klappentext aufmerksam gelesen hat, wird schon feststellen, dass irgendetwas vorgefallen sein muss. Ich musste mich allerdings gedulden, bis alle meine Fragen beantwortet wurden.

Zum besseren Verständnis möchte ich hier nun folgenden Text einfügen, auf den ich gestoßen bin, als ich nach weiteren Informationen über die Autorin und das Buch suchte:

Sabine Eichhorst ist eigentlich eine erfolgreiche Sachbuchautorin. Als ihr jedoch eine alte Dame über gemeinsame Bekannte die rund 700 Feldpostbriefe ihres verschollenen Vaters zur Verfügung stellt, ist für sie klar, dass das Leben einmal mehr die besten Geschichten schreibt, und nur ein Roman der Dramatik des Stoffs gerecht werden kann. So spinnt sie einen mitreißenden, erschütternden und herzergreifenden Erzählfaden um die realen Ereignisse.

Und ich finde, dies ist ihr sehr gut gelungen. Ich stelle es mir sehr aufwändig vor, alle Briefe zu lesen und daraus eine Geschichte zu stricken. Für mich erklärte es dann aber auch die großen Zeitspannen, in denen über die Geschehnisse geschrieben wurden.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und passt hervorragend zu der Zeit in Budapest. Allerdings finde ich den Buchtitel etwas verwirrend, ich hatte mir doch etwas anderes darunter vorgestellt.

Fazit:
Ich habe das Buch für mich in der Rubrik "Historisch" eingeordnet, es sind zwar noch keine 100 Jahre vergangen, aber trotzdem finde ich es dort gut untergebracht. Ich fand das Buch sehr interessant und es stimmt schon, das wahre Leben schreibt sehr gute Geschichten. Auf jeden Fall finde ich es empfehlenswert.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Rezension - Amor's Five - Himmelreich und Honigduft


Autorin; Jo Berger

Titel: Amor's Five - Himmelreich und Honigduft

Genre: Frauenroman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 1. Februar 2016

Seiten: 380

Altersempfehlung: Erwachsene



Die Autorin Jo Berger schreibt in ihrer Freizeit moderne Liebesromane und Satiren aus dem Leben. Dabei erwärmen ihre Romane nicht nur Herzen, sondern auch Lachmuskeln. Ihre Romanfiguren sind moderne Frauen in den Achterbahnen des Lebens. Die Leser/innen lieben ihren Humor, der in keinem Roman fehlt. Denn wenn Jo Berger zu ihrer spitzen Federn greift, dann meist um alltägliche Situationen zu beschreiben, die man nur mit einer gehörigen Portion Nutella und jeder Menge Humor übersteht. Die hauptberufliche Betriebswirtschaftlerin begann 2012 mit satirischen Kolumnen für lokale Online- und Printzeitungen und veröffentlichte 2013 die ersten Satiren aus dem Alltag "Das liegt am Wetter". Sie lebt mit ihrer Familie in Weinheim.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ohne Mütze geht sie nie aus dem Haus, ihr Herz trägt sie auf der Zunge und das einzige männliche Wesen, bei dem sie sich völlig fallenlassen kann, ist Jupp, ihre Hängematte. Charlotte, genannt Schoscho, lebt als Tauchlehrerin an einem der schönsten Plätze der Welt. Hier, an der Küste des Roten Meeres kann sie gleichzeitig ihrer Leidenschaft fürs Tauchen nachgehen und ihrer Vergangenheit mit all ihren Problemen ausweichen. Leider ist Himmelreich überall, und so findet Schoscho sich gegen ihren Willen bald zurück in der alten Heimat – und bis zum Hals in Schwierigkeiten. Mit Josh, ihrer alten Liebe, hatte sie längst abschließen wollen. Jetzt ist er wieder da, immer noch ein Typ zum Niederknien, und es ist schwer, ihm in dem kleinen Dorf … Verzeihung, der kleinen Stadt … aus dem Weg zu gehen. Gleichzeitig nehmen die Ermittlungen rund um Natties Tod Fahrt auf. Endlich gibt es einen Verdächtigen, und alle Freundinnen sind sich einig: Ihn lassen sie nicht davonkommen.

 »Himmelreich und Honigduft« ist der dritte Band zu einer fünfteiligen Romanreihe der Autorinnen Emma Wagner, Lana N. May, Jo Berger, Violet Truelove und Mia Leoni.

Meine Meinung:
Darf man eine Rezension mit den Worten "Ja. sch..ß die Wand an" beginnen? Das dachte ich mir, als ich das Buch ausgelesen hatte. Keine Angst, ich kann mich noch kultiviert ausdrücken. Aber dieser Spruch kam in dem Buch auch vor und zeigt wohl, wie locker und frech es streckenweise zuging. Außerdem ist dies ein bekannter Spruch, der in einem Comedysketch von Herbert Knebel vorkommt. Oh, ich schweife ab und sollte endlich etwas über das Buch und meine Begeisterung und Eindrücke schreiben.

Gerade hatte ich ein Buch von Jo Berger ausgelesen und konnte sofort zu einem weiteren Buch von ihr greifen. Es ist Band 3 der Serie Amor's five. Es ist wohl klar, dass ich die beiden ersten schon verschlungen habe und nun sehnsüchtig auf das nächste warte. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass jedem die beiden ersten Bücher bekannt sind. Auf  jeden Fall sollten alle Bücher in der richtigen Reihenfolge gelesen werden. Die Geschichte der fünf Freundinnen. die das Geheimnis um den Tod ihrer Freundin Natti klären wollen, zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bücher.

Diesmal stand Charlotte, die von allen Schoscho gerufen wird, im Vordergrund. Sie hat es mir nicht leicht gemacht und mein Leserherz nicht sofort erobern können. Das heißt eigentlich schwankte ich die ganze Zeit, denn sie ist eine patente Frau, die immer einen lockeren Spruch auf den Lippen hat. Aber es muss in ihrer Vergangenheit irgendetwas passiert sein, weshalb sie lieber in Ägypten statt in dem Örtchen Himmelreich weilt. Puh, gerade noch die Kurve gekriegt und Himmelreich weder Dorf noch Stadt genannt. Ach, es gab so manche Begebenheiten, wo ich herzhaft lachen musste.  Aber um auf Schoscho zurück zu kommen. Es gab Momente, da hätte ich sie am liebsten geschüttelt und dazu verdonnert, dass sie endlich mal zuhört und nicht immer wegläuft. Oder hätte ich das besser mit der Autorin machen sollen? Autoren lieben es ja auf diese Weise für Verwicklungen zu sorgen und mich bringen sie damit zum Schimpfen.  Aber ich habe nicht nur mit Schoscho geschimpft, schon in Band eins fand ich das Detektivspielen der fünf Freundinnen etwas naiv und auch diesmal fand ich sie etwas voreilig. Lach, man sieht, ich steckte so richtig drin in der Geschichte.

Inzwischen sind mir die ganzen Dorfbewohner ja bekannt und sie habe ich alle mehr oder weniger in mein Herz geschlossen. Es macht Spaß sie alle zu beobachten. Kleine Nebenrollen sind durchaus auch sehr interessant. Wie es wohl mit dem Blumenkavalier weitergeht? Ob der selbstherrliche Bürgermeister mal auf die Nase fällt. Ob die Halspastillen nun noch berühmt werden? Jede Menge Fragen, die bestimmt in den nächsten Büchern beantwortet werden.

Mir hat der Schreibstil von Jo Berger unwahrscheinlich gut gefallen. So locker und frech, ich erwähnte es schon, hat sie ihren Teil zu der Serie beigetragen. Das Buch konnte ich in einem Rutsch durchlesen, was ich auch gerne gemacht habe. Ich hatte die Gelegenheit dazu und konnte es ohne große Unterbrechungen lesen. Was ich natürlich auch gut fand, denn eine gewisse Spannung steckt ja auch in dem Buch. Wir Leser wissen immer noch nicht, wieso, weshalb, warum Natti das gemacht hat. Neben Humor und Spannung kam die Romanze natürlich auch nicht zu kurz und so ein kleines bisschen Zickenkrieg fand auch statt. Und am Schluss hatte Schoscho mein Leserherz dann auch erobert, zumal sie endlich einsichtig wurde.

Das Buchcover passt wunderbar, wie bei allen der bereits erschienenen Bücher, zum Inhalt.

Fazit:
Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung, rate aber dringend dazu, die Reihenfolge einzuhalten.

Dienstag, 2. Februar 2016

Rezension - Hallo Schatz, wie war dein Tag



Autorin: Jo Berger

Titel: Hallo Schatz, wie war Dein Tag?

Genre: Humor, Kurzgeschichten

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 3. Dezember 2015

Seiten: 188

Altersempfehlung: Erwachsene


Die Autorin Jo Berger schreibt in ihrer Freizeit moderne Liebesromane und Satiren aus dem Leben. Dabei erwärmen ihre Romane nicht nur Herzen, sondern auch Lachmuskeln. Ihre Romanfiguren sind moderne Frauen in den Achterbahnen des Lebens. Die Leser/innen lieben ihren Humor, der in keinem Roman fehlt. Denn wenn Jo Berger zu ihrer spitzen Federn greift, dann meist um alltägliche Situationen zu beschreiben, die man nur mit einer gehörigen Portion Nutella und jeder Menge Humor übersteht. Die hauptberufliche Betriebswirtschaftlerin begann 2012 mit satirischen Kolumnen für lokale Online- und Printzeitungen und veröffentlichte 2013 die ersten Satiren aus dem Alltag "Das liegt am Wetter". Sie lebt mit ihrer Familie in Weinheim.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frisch, fröhlich, frech und auch mal traurig. Und ziemlich gepfeffert. Von falschen Männern, zur Midlifecrisis bis hin zum richtigen Haustier für den geliebten Nachwuchs. Warum bleiben wir bei der Werbung vor dem Fernseher sitzen? Warum braucht ein Mensch ein Multifunktionspulssensorenmessdings und wieso müssen extrovertierte Vielblubberer nicht unbedingt zu den Schaumschlägern gehören? Weshalb sind Mütter eigentlich stets flexibel, einsatzbereit, nie krank und. haben eigentlich auch Männer Problemzonen? In ihren humorvollen Kurzgeschichten spielt Erfolgsautorin Jo Berger mit Themen, die Frauen und Männer verbinden oder trennen.

Meine Meinung:
Ich habe von Jo Berger bis jetzt erst das Buch "Ein Engel für Jule" gelesen, was mich sehr begeistert hat. Dann hatte ich das Vergnügen die Autorin auf der Buchmesse kennen zu lernen und nun bin ich dabei, nach und nach ihre Bücher zu lesen. denn ich dachte mir, eine Autorin, die so gut "drauf" ist, schreibt bestimmt nur tolle Bücher. Nun, ich werde es ja erfahren, auf meinem Reader schlummern inzwischen einige Bücher von ihr.

Auf dieses Buch war ich nun besonders neugierig, denn mir hat das witzige Cover sehr gut gefallen und ich wollte wissen, was sich dahinter versteckt. Ich bin ja eigentlich kein Freund von kurzen Büchern oder gar von Kurzgeschichten, aber hier war ich ganz begeistert. Es kommt eben ab und zu doch mal vor, dass ich nicht die Gelegenheit habe, in Ruhe und konzentriert ein Buch zu lesen. Da kam mir dieses Buch mit den vielen abgeschlossenen Kapiteln gerade richtig.

Mit viel Humor hat Jo Berger Geschichten geschildert, die sie erlebt oder beobachtet hat. Aber sie waren nicht nur humorvoll, auch frech oder gar traurig. Es kam genau das alles vor, was viele von uns täglich selbst erleben oder erleben könnten. Manches Mal kam mir etwas sehr bekannt vor und ich dachte, he, hat sie mich beobachtet? Auf jeden Fall hatte ich sehr viel Spaß beim Lesen. Dazu beigetragen auch der angenehme Schreibstil der Autorin. Von einigen Formulierungen war ich ganz begeistert. Und wie erwähnt, ich konnte jederzeit nach einem Kapitel das Buch zur Seite legen und später danach greifen und brauchte keinen großen Einstieg.

Fazit:
Wer kein Fan von dicken Schmökern ist, aber trotzdem mal wieder ein Buch zur Hand nehmen möchte, sollte dieses Buch erwerben. Vielleicht kommt dann die Lust weitere Bücher der Autorin zu lesen. Ich selber bin schon beim nächsten, das sie geschrieben hat und werde nach Fertigstellung dieser Rezension sofort weiterlesen.