Dienstag, 13. Oktober 2020

Rezension - Fesseltrick


Autor: Klaus Stickelbroeck

Titel: Fesseltrick

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. Oktober 2020

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : KBV




Über den Autor:
Klaus Stickelbroeck (*1963) lebt in Kerken am Niederrhein und arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. Seinen ersten Kurzkrimi veröffentlichte er im Jahr 2000. Der erste Kriminalroman »Fieses Foul« erschien 2007. »Fischfutter« (2010) wurde für den Friedrich-Glauser-Preis als bester Kriminalroman des Jahres nominiert. Sein Serienermittler ist der Ex-Profifußballer und Privatdetektiv Hartmann. Stickelbroeck ist zudem einer der fünf »Krimi-Cops«, deren sechs Kriminalromane, zuletzt »Goldrausch« (2018), ebenfalls bei KBV erschienen sind.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Hartmann verstrickt sich! Privatdetektiv Hartmann ist mächtig genervt. Sein Kumpel Angie ist vorübergehend bei ihm eingezogen und feiert eine Party nach der anderen. Da kommt ihm ein neuer Fall gerade recht: Der Düsseldorfer Immobilien-König Lutz Busse wurde heimlich bei einem Clubbesuch mit frivolem Fessel-Event fotografiert und wird nun erpresst. Hartmann soll herausfinden, wer der Erpresser ist, damit Busse sich mit ihm einigen kann. Die Ermittlungen führen ihn in die Düsseldorfer BDSM-Szene, auf ausschweifende Partys und in geheime Privatclubs. Er trifft auf schlagfertige Frauen, frivole Finnen, trinkfeste Schlagerstars und brave Ehefrauen, die alles andere sind als das. Die rumänische Computerspezialistin Alina, Huren-Heinz und Regenrinnen-Rita helfen Hartmann, einen Fall aufzuriffeln, der verknoteter nicht sein könnte. Als er bei seinen Ermittlungen schließlich sogar auf eine Tote stößt, wird ihm schlagartig klar, dass aus einem kunstvoll geknoteten Strick ganz leicht eine tödliche Schlinge werden kann.


Meine Meinung:
Als bekennender Krimi-Serien-Junkie war es für mich klar, dass ich auch das achte Buch lesen wollte, in dem Christian Hartmann einen Auftrag bearbeitet. 
Klaus Stickelbroeck hat sich wieder einiges einfallen lassen und so beginnt die Geschichte in diesem Buch sehr chaotisch. Hartmann kommt nach Hause und seine Wohnung ist verwüstet. Aber es waren keine Einbrecher, sondern sein Kumpel Angie, dem er Obdach gewährt hat. Allerdings hatte Angie Besuch und sie haben so richtig schlimm gehaust. Hartmann hat Durst und schnappt sich eine Colaflasche und trinkt alles aus. Oh oh. Es sind die vielen kleinen Nebensächlichkeiten, die neben der Spannung noch für sehr viel Lesevergnügen sorgen. Außerdem bereitet es mir immer wieder viel Spaß, wenn ich die Örtlichkeiten kenne, wo etwas passiert ist. Allerdings gestehe ich sofort, dass ich mit Fesseltricks bisher noch nichts zu tun hatte und das auch gar nicht kennen lernen will. 😉 Mir reicht es, dass ich Hartmann begleiten konnte.
Mit Spannung und Humor hat es der Autor wieder geschafft, dass ich an das Buch gefesselt wurde, haha, tolles Wortspiel. Der Schreibstil ist so ganz anders, als ich es normalerweise von Krimiautoren gewohnt bin, aber genau das gefällt mir an den Krimis von Klaus Stickelbroeck sehr gut. Wer kennt eine Regenrinnen-Rita oder einen Huren-Heinz? Die Namen sind doch schon sehr aussagekräftig und besonders Rita hat eine wichtige Rolle in diesem Buch. Überhaupt sähe Hartmann sehr schlecht aus, wenn er nicht immer wieder Hilfe seiner schrägen Freunde bekommen würde.


Fazit:
Auch diesmal ist dem Autor ein spannender und humorvoller Krimi gelungen. Die Szene war jetzt nicht so ganz mein Ding, aber ich musste dort ja auch nicht ermitteln, mir hat das Lesen durchaus gereicht. Gerne gebe ich auch für diese Folge eine Leseempfehlung, möchte aber erwähnen, dass es durchaus Sinn und Spaß macht, auch die vorherigen Bücher zu kennen. Allerdings kann jedes Buch für sich gelesen werden, da es abgeschlossene Geschichten sind.


Beim Autor und beim Verlag möchte ich mich vielmals bedanken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, das Buch vorab zu lesen. Zumal ich im Vorfeld schon sehr neugierig darauf gemacht wurde. 
Ich hatte nämlich die Möglichkeit den Autor in diesem Corona-Sommer mit Abstand in unserem Entenpark zu treffen und worüber unterhalten sich da Leserin und Autor? Außerdem habe ich beobachten können, welche Geschichten ihm so erzählt werden. Interessant kann ich da nur sagen 


Sonntag, 11. Oktober 2020

Rezension - Mord im Santa-Express



Autor: Jan Beinßen

Titel: Mord im Santa-Express

Genre: Weihnachtsbuch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 5. Oktober 2020

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Piper Taschenbuch



Über den Autor:
Jan Beinßen, Jahrgang 1965, ist gebürtiger Niedersachse und lebt mit seiner Familie bei Nürnberg. Der langjährige Journalist der Abendzeitung schrieb zahlreiche Kriminalromane, darunter die beliebten Franken-Krimis mit Ermittler Paul Flemming sowie verschiedene Frankreich-Krimi-Reihen unter Pseudonymen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Heiligabend im Zug. Und an Bord eine Leiche … 
Am 24. Dezember sitzt Bruno Häusler im letzten ICE des Tages von Hamburg nach München. Während im Dunkeln die Schneelandschaft an ihm vorbeizieht und Mitpassagiere Glühwein und Plätzchen auspacken, denkt er an die Feiertage mit seiner Ex-Frau und den erwachsenen Kindern. Da betritt eine aufgewühlte Frau den Großraumwagen. Der ältere Mann in ihrem Abteil hat gesundheitliche Probleme. Als sie bei ihm ankommen, ist er bereits tot. Hatte er einen Herzinfarkt? Oder war sein Kaffee vergiftet? Was als beschauliche Bahnfahrt beginnt, wird unerwartet zu einem Weihnachtskrimi, der den Frieden der Weihnacht gefährdet.


Meine Meinung:
Wer Heiligabend seine Zeit im Zug verbringt, hätte wahrscheinlich nie damit gerechnet, dass es einen Toten gibt. Vor allem nicht, dass es anscheinend kein natürlicher Tod ist. 
Nun ist es für mich als Krimifan nicht das erste Buch, wo sich die Beteiligten in einem Zug befinden und es einen Toten gibt. Die Zahl der Verdächtigen wird zwangsläufig etwas eingegrenzt und es beginnt nicht nur für mich ein Rätselraten, wer denn wohl was gemacht haben könnte. So nach und nach lernte ich nicht nur die Reisenden kennen, sondern auch Mitarbeiter des Zugpersonals, wobei ich von einigen Personen wesentlich mehr erfahren konnte.  
Der Autor hat es sehr gut verstanden und entsprechende Fährten gelegt, allerdings konnte ich nicht so recht glauben, dass eine Begebenheit tatsächlich der Auslöser für alles war. Auf jeden Fall konnte ich an einer erlebnisreichen Zugfahrt teilnehmen und war am Ende von der Entwicklung und Auflösung sehr überrascht.


Fazit:
Eine Fahrt im Santa-Express, die nicht für jeden glücklich endete. Ein unterhaltsamer Krimi, für mich zum Mitraten geeignet, den ich gerne weiter empfehle.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Der Tod singt laut O Tannenbaum


Autorin: Susanne Hanika

Titel: Der Tod singt laut O Tannenbaum

Genre: Krimi, Winterbuch, Weihnachtsbuch

Version: eBook und Hörbuch

erschienen: 30. September 2020

Seiten: 174

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : beTHRILLED 



Über die Autorin:
Susanne Hanika, geboren 1969 in Regensburg, lebt noch heute mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in ihrer Heimatstadt. Nach dem Studium der Biologie und Chemie promovierte sie in Verhaltensphysiologie und arbeitete als Wissenschaftlerin im Zoologischen Institut der Universität Regensburg. Die Autorin ist selbst begeisterte Camperin und hat bereits zahlreiche Regiokrimis veröffentlicht. 


Kurzbeschreibung, übernommen:
Es ist Winter am Hirschgrundsee und Sofia und ihre Camper freuen sich auf den nächsten Mord! Natürlich kein echter Mord. Evelyn plant ein Krimidinner im Stile der Zwanziger Jahre! Doch für die mörderische Dinnerparty fehlen noch ein paar Gäste. Zum Glück quartieren sich kurz zuvor noch zwei Paare auf dem Campingplatz ein. Doch es kommt, wie es kommen muss - am Ende des Dinners hat Sofia eine echte Leiche im Keller! Und weil Kommissar Jonas mit einer dicken Erkältung das Bett hüten muss, haben Sofia und Evelyn freie Fahrt für ihre Ermittlungen. Aber können sie es wirklich mit einem Mörder aufnehmen? 
"Der Tod singt laut O Tannenbaum " ist der elfte Teil der erfolgreichen Bayern-Krimi-Reihe "Sofia und die Hirschgrund-Morde" von Susanne Hanika. Krimi trifft auf Humor, Nordlicht auf bayerische Dickschädel, Wieder-Single-Frau auf Jugendliebe und feschen Kommissar - dazu jede Menge Leichen, Mörder und Ganoven. Und all dies vor herrlich bayerischer Kulisse!


Meine Meinung:
Dies ist bereits das elfte Buch dieser Krimiserie. Ich habe (noch) nicht alle gelesen, wollte aber dieser Folge unbedingt den Vorzug geben. Denn ich lese zur Zeit ja bevorzugt Bücher, die bestens für die Winter/Advents/Weihnachtszeit geeignet sind. Jede Folge ist ein abgeschlossenes Buch, allerdings macht es natürlich Spaß, zu wissen, wie alles am Hirschgrund anfing. 
Diesmal sollte ein Krimidinner die Dauercamper erfreuen. Im Winter befinden sich nur wenige auf dem Campingplatz und so bietet das Dinner eine angenehme Abwechslung. Natürlich hat keiner geahnt, dass es eine echte Leiche geben würde und so nahm die Entwicklung des Geschehens einen sehr spannenden und interessanten Verlauf. Ich kannte ja bereits die meisten Beteiligten und freute mich, dass ich sie jetzt "wiedersah", aber auch Neueinsteiger hätten kein Problem gehabt, denn so nebenbei wurde immer mal das eine oder andere Wichtige erwähnt. 
Ich hatte jetzt ein weiteres Mal die Möglichkeit, bei der Aufklärung eines Falles dabei zu sein. Wobei sich Evelyn sehr hervor tat und nicht jeder damit einverstanden war, wie sie es machte. Sofia will sie so manches Mal bremsen, aber im Grunde ist sie dann doch zu neugierig und mischt so richtig mit. 
Susanne Hanika hat es wieder geschafft und auch im elften Buch keine Langeweile aufkommen lassen. Ich bin nun bestens informiert, wie ein Krimidinner abläuft und hätte große Lust dazu, im Hirschgrund an einem weiteren teilzunehmen. 


Fazit:
Eigentlich ist auf diesem Campingplatz immer etwas los, egal zu welcher Jahreszeit. Während die Beteiligten im Schnee und in der Kälte ihre Rollen spielen müssen, darf ich zu Hause gemütlich im Lesesessel alles verfolgen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für diese Folge und rate allen, die bisher noch nichts von den Hirschgrund-Morden gelesen haben, mal nach den anderen Folgen Ausschau zu halten.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die Rache der Weihnachtsgurke


Autorin: Julia Bruns

Titel: Die Rache der Weihnachtsgurke

Genre: Krimi, Humor, Weihnachtsbuch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 18. September 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene



Über die Autorin:
Julia Bruns wurde in einem kleinen Dorf mitten in Thüringen geboren. Die promovierte Politikwissenschaftlerin arbeitete viele Jahre als Redenschreiberin und in der Öffentlichkeitsarbeit. Heute schreibt sie als freie Autorin.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Advent, Advent, ein Mörder rennt … Im kleinen Dorf Eliasborn bricht am ersten Dezember eine neue Zeitrechnung an: Der Bürgermeister wünscht sich ein "Weihnachtswunderland" und kämpft mit harten Bandagen für den Erhalt sämtlicher Traditionen. Auch Weihnachtsmuffel Adam wird gezwungen, sich einzubringen - er soll den Nikolaus spielen. Doch dann, kurz vor der feierlichen Einweihung des Adventskalenders, das Drama: Der Pfarrer wird tot in seiner Badewanne gefunden! Ein schlechtes Omen? Jetzt hilft nur noch Teamwork. Gemeinsam mit Freund Ruprecht macht sich der Nikolaus auf die Suche nach dem "Weihnachtsmörder", um das Fest der Liebe zu retten.


Meine Meinung:
Schaut Euch mal das Cover an. Mir gefällt es sehr gut und ich finde, es verspricht Spannung und Humor. Natürlich wollte ich das Buch unbedingt lesen und kann vorab erwähnen, dass es eine gute Entscheidung für mich war.
Julia Bruns hat sich ganz besonders urige Typen ausgedacht. Manchmal etwas übertrieben dargestellt, obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass viele so reagieren. Schließlich ist die Organisation einer Dorfweihnacht eine ähnlich ernst zu nehmende Angelegenheit, wie Karneval im Rheinland. 😉
Die Geschichte in diesem Buch erzählt uns Leser, in der Ich-Form, der Nikolaus,  ach sorry, ich meine Adam erzählt uns die Geschichte. Er ist eigentlich gar kein Freund dieser Dorfweihnacht und gar nicht begeistert, dass er die Rolle des Weihnachtsmannes übernehmen muss,  obwohl er immer besser in die Rolle schlüpft und seine Bemerkungen und Gedanken dazu sind köstlich. Ich musste so oft lachen beim Lesen. Manchmal finde ich es schon schade, dass ich nicht viel vom Inhalt verraten kann und will. Sonst könnte ich jetzt etwas darüber berichten, was beim Kindergartenchor merkwürdig ist und vieles mehr. Es gab so viele tolle Situationen. Trotzdem es ja eigentlich ein Krimi ist und wie bereits erwähnt, eine ernste Angelegenheit. Auf jeden Fall hat die Autorin es bestens verstanden, Spannung, dörfliches Alltagsleben und Humor zu vereinen. Nebenbei erwähnt, mir ist die Tradition dieser Weihnachtsgurke völlig unbekannt, aber nun bin ich doch bestens informiert.


Fazit:
Wer in der Advents/Weihnachtszeit Spannung und Humor sucht, sollte dieses Buch lesen. Ich hatte einen riesengroßen Spaß beim Lesen und gerne empfehle ich das Buch weiter.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - O du fröhliche, oh du grausige


Autorin: Friederike Schmöe

Titel: O du fröhliche, o du grausige

Genre: Weihnachtsbuch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 7. Oktober 2020

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Gmeiner-Verlag




Über die Autorin:
Geboren und aufgewachsen in Coburg, wurde Friederike Schmöe früh zur Büchernärrin - eine Leidenschaft, der die Universitätsdozentin heute beruflich nachgeht. In ihrer Schreibwerkstatt in der Weltkulturerbestadt Bamberg verfasst sie seit 2000 Kriminalromane und Kurzgeschichten, gibt Kreativitätskurse für Kinder und Erwachsene und veranstaltet Literaturevents, auf denen sie in Begleitung von Musikern aus ihren Werken liest. Ihr literarisches Universum umfasst u. a. die Krimireihen um die Bamberger Privatdetektivin Katinka Palfy und die Münchner Ghostwriterin Kea Laverde.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bella will nicht mehr als freie Mitarbeiterin der Zeitung Termine wahrnehmen, die Egos ihrer Familie kraulen und sich für Dorf-Events engagieren, sondern endlich einen Job als Reporterin! Leider stehen die Chancen für sie, mit ihren 50 Jahren, nahezu bei null. Als Bella eines Abends eine sterbende Frau auf der Landstraße findet, sieht sie ihre Chance gekommen: Sie will über »ihren Fall« schreiben. Doch was als Unfall mit Fahrerflucht beginnt, entpuppt sich als weihnachtliches Dorfdrama, und Bellas Familie steckt mittendrin …


Meine Meinung:
Ohje, so hatte Bella es sich nicht vorgestellt. Als sie von einer Sitzung abends nach Hause fährt, sieht sie im Schnee etwas liegen und schaut nach. Leider ist es eine junge Frau, die nicht mehr gerettet werden kann. Bella findet das alles sehr merkwürdig und will wissen, was passiert ist. Als freie Mitarbeiterin der Zeitung sieht sie hier auch eine Chance für sich, wenn sie darüber ausführlich berichten kann. 
Tja, das wahre Leben stellt allerdings andere Herausforderungen an sie. Ich darf Bella begleiten und erfahre vieles aus ihrem Familienleben und vor allem aus dem Dorfleben. Irgendwie tat sie mir leid und ich hatte schon überlegt, wie ich an ihrer Stelle handeln würde. Wäre der Entschluss gefallen, dass sie einfach mal abhaut und sich ein paar Tage Auszeit nimmt, hätte ich durchaus Verständnis dafür gehabt. Aber die Autorin hat sich anderes für Bella einfallen lassen, die am Ende vielleicht zu dem Schluss gekommen wäre, dass es nicht immer gut ist, wenn man alles lösen will. Es stellt sich die moralische Frage, Familiensinn oder Gerechtigkeit, was ist wichtiger?
Friederike Schmöe hat es geschafft und Spannung mit dem Alltagsleben in Familie und Dorf verbunden. Der Buchtitel passt auf jeden Fall.


Fazit:
Im Advent geht es nicht immer nur gemütlich und besinnlich zu. Todesfälle, die geklärt werden müssen, gibt es auch in dieser Zeit. Als Krimifan finde ich es sehr gut, wenn ich auch in dieser Zeit Abwechslung beim Lesen habe. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 10. Oktober 2020

Autoreninterview - Katharina Lankers


 

Liebe Katharina,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Zunächst schreibe ich ja immer etwas darüber, wie ich meine Interviewpartnerin kennen gelernt habe. Die meisten Autoren, die ich interviewt habe, konnte ich auf der einen oder anderen Buchmesse treffen. Wir beide kennen uns jetzt „nur“ durch meine Mitgliedschaft im Bloggerportal des Selfpublisher-Verbandes. Bevor ich mit meinen Fragen loslege, informiere ich mich gerne über meine Interviewpartnerin und schon geht es los.


Liebe Ulla, ganz herzlichen Dank für dein Interesse!


Ich habe gelesen, dass Du es schon früh geliebt hast, Dir Geschichten auszudenken und aufzuschreiben. Gerne würde ich jetzt wissen, wie „früh“ war das?

Das war schon in der Grundschule, so ab der zweiten / dritten Klasse: Ich fand es immer toll, wenn wir Aufsätze schreiben durften. Gerne habe ich auch außerhalb der Schule geschrieben, beispielsweise Theaterstücke, die ich zusammen mit meiner kleinen Schwester einstudiert und meinen Eltern vorgeführt habe


Gibt es davon noch Aufzeichnungen?

Ja, neben ein paar alten Schulheften habe ich noch das Original meines illustrierten Dramas „Das Reh Flecki“, das von einem verwaisten Reh handelt und leider unvollendet geblieben ist. Außerdem das Theaterstück „Fips und Strolchi“, das ich mit etwa 11 Jahren geschrieben habe. Einen kleinen Eindruck davon kann man sich auf meiner Webseite verschaffen


Du bist Mathematikerin und hast einen zeitaufwendigen, so genannten Brotjob, wann hast Du Zeit zum Schreiben?

Das ist in der Tat ein Problem, vor allem seit ich so aktiv im Selfpublisher-Verband bin. Generell sind die Abende, Wochenenden und Urlaube fürs Schreiben und alles drumherum reserviert. Das heißt, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, beginnt quasi mein Zweit-Job, der nur noch mit der Zeit konkurriert, die ich mir fürs Wandern und Walken im Grünen nehme. So etwas wie „Frei-Zeit“ habe ich eigentlich nie…


Wie lange schreibst Du an Deinem Buch?

Sehr lange. Von der ersten Idee bis zum fertigen Buch sind bisher immer mehrere Jahre vergangen.Bis ich aus meinem ersten Romanentwurf schließlich eine Veröffentlichung gemacht habe („Woanders blühen die Kastanien“), hat es siebzehn Jahre gedauert! Für mein Debüt, den „Himmel über München“ brauchte es dagegen NUR sieben Jahre 😉
Das heißt aber natürlich nicht, dass ich so lange daran schreibe, vielmehr gibt es immer wieder lange Phasen, in denen so ein Projekt bei mir reifen muss.



Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Zwei meiner engsten Schreibfreundinnen und zwei Bloggerinnen, mit denen ich seit meiner Erstveröffentlichung zusammenarbeite. So bekomme ich wertvolles Feedback, das ich einarbeiten kann, bevor ich es meiner Lektorin schicke.


Du hast erwachsene Kinder, was sagen sie denn dazu, dass ihre Mutter Bücher schreibt?


Sie finden es cool😊


Geben sie Dir manchmal auch Anregungen und liefern Ideen?

Auf jeden Fall, wenn auch unabsichtlich. Meine Kinderbuchreihe habe ich beispielsweise ursprünglich für meinen jüngsten Sohn geschrieben, um ihn im Grundschulalter zum Lesen zu motivieren. Und in meinen letzten Roman sind jede Menge der wundervollen kindlichen Formulierungen und originellen Wortschöpfungen eingeflossen, mit denen sie mich im Kleinkindalter beglückt haben (und die ich natürlich fast alle aufgeschrieben habe)


Du scheinst sehr vielseitig zu sein, in welchen Genres hast Du bereits Bücher geschrieben?

Da ich eigentlich nicht in Genres denke, sondern in Geschichten oder Gedanken, die aus meinem Herzen aufs Papier wollen, ist bisher ein bunter Mix herausgekommen: zwei Liebes- bzw. Entwicklungsromane, eine Art humorvolles Roadmovie als Kurzroman, eine Kinderbuchreihe für Erstleser und zuletzt eine autobiografische Erzählung von meinem Jakobsweg. Außerdem habe ich einen bisher unveröffentlichten Lyrikband auf Lager und etliche Kurzgeschichten, Kurzprosa und Gedichte, die zum Teil in Anthologien erschienen sind.


Du darfst hier ruhig etwas Werbung für Deine Bücher machen und mir zum Beispiel erklären, warum ich ein bestimmtes Buch von Dir lesen sollte, oder vielleicht mehrere?

Mit deinen Lieblingsgenres Krimi und historische Bücher kann ich zwar nicht dienen, aber da du auch Gegenwartsliteratur magst, könnte mein Roman „Woanders blühen die Kastanien“ vielleicht etwas für dich sein. Darin geht es um Selbstwertgefühl, Lebensträume, das Muttersein und einen Neustart, bei dem sich die Protagonistin Maggie aus ihrer festgefahrenen Situation freistrampelt. Mit deiner Lebenserfahrung gefällt dir vielleicht auch die Liebesgeschichte von Simon und Theresa in „Der Himmel über München“, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt und bei der man – mit einem Augenzwinkern – den Schutzengeln der beiden bei der Arbeit über die Schulter schauen darf und so einen ganz anderen Blick auf das Geschehen auf Erden bekommt. Und solltest du schon mal mit einer Pilgerreise geliebäugelt haben, oder falls es dich interessiert, wie ich aus einem heftigen emotionalen Tief auf dem Jakobsweg wieder auf die Beine gekommen bin, kann ich dir meine Reiseerzählung „Schritt für Schritt zur eigenen Mitte“ empfehlen.


Ich habe eine Aufstellung Deiner Lieblingsbücher gesehen, die ich sehr interessant fand. Bei den Kinderbüchern habe ich die vermisst, die ich als Kind gerne gelesen habe. Hast Du Bücher von Enid Blyton oder Astrid Lindgren gelesen?

Oh ja, und wie ich die verschlungen habe! Von Enid Blyton hatte ich alle „Geheimnis“- und „Fünf Freunde“- Bücher, ich kannte sie fast auswendig. Und von Astrid Lindgren habe ich neben Pippi Langstrumpf ganz besonders die „Kinder aus Bullerbü“ geliebt. In meinem heutigen Bücherregal stehen diese Bücher allerdings nicht mehr, weswegen sie auf meiner Liste nicht auftauchen.


Bei dieser tollen Liste stelle sich mir direkt die nächste Frage, wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du besuchen und weshalb.

Da gibt es so einige! Astrid Lindgren zu treffen fände ich toll, weil sie so eine spannende Biographie hat, und ich gerne mehr von ihr persönlich erfahren würde. Michael Ende würde ich wahnsinnig gerne besuchen und mit ihm über den Sinn des Lebens, die Zeit und die Stundenblumen philosophieren. Und mit Christian Morgenstern und Robert Gernhard würde ich am liebsten ein paar Nachmittage im Café verbringen und gemeinsam unter viel Gelächter abgefahrene Reime dichten!


Du hast Dich entschieden, Deine Bücher als Self Publisherin zu veröffentlichen, hast Du diese Entscheidung schon einmal bereut?

Nein, im Gegenteil. Da mein erster Roman im Verlag erschienen ist, habe ich ja den direkten Vergleich. Ich bin froh, bei meinen SP-Titeln alle Entscheidungen selbst treffen zu können und komplett unabhängig zu sein, auch wenn es natürlich viel Arbeit ist, sich um alles selbst zu kümmern.


Im Self Publisher Verband bist Du auch sehr aktiv, wie wichtig ist Dir die Zugehörigkeit?

Ich finde es toll, mich mit anderen Selfpublisher:innen auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Außerdem bietet der SP-Verband die Möglichkeit, auf Messen präsent zu sein, tritt für die Rechte von SP-lern ein und gibt ihnen eine Stimme. Und wir organisieren so großartige Dinge wie den Selfpublishing-Buchpreis! Wie wichtig mir das ist, sieht man daran, dass ich seit letztem Jahr sogar im Vorstand aktiv bin und auch fürs kommende Jahr wieder kandidieren werde 😊


Hast Du zu Lesern und Bloggern Kontakt?

Ja, unbedingt. Natürlich zunächst virtuell über Facebook und Instagram, aber ich freue mich ganz besonders über den persönlichen Kontakt. Deshalb halte ich oft und gerne Lesungen und bin (zu Nicht-Corona-Zeiten) viel auf Messen präsent und verabrede mich dort z.B. für Meet&Greets. Es ist jedesmal eine Riesenfreude, eine Leserin oder Bloggerin persönlich zu treffen, den/die ich nur von Facebook kannte.Ich hoffe, auf der nächsten Messe, die nicht nur digital stattfindet, lernen wir uns auch einmal persönlich kennen!


Welche Pläne hast Du für die Zukunft?

In unmittelbarer Zukunft erscheint erstmal eine Neuauflage meines Debütromans „Der Himmel über München“, mit überarbeitetem Text und in einem neuen Gewand, auf das ich mich riesig freue. Dann hoffe ich, dass ich im kommenden Winter endlich einen der angefangenen Romane fertig schreiben kann, die mir schon lange im Kopf herumspuken. Außerdem möchte ich meinen Lyrikband fertigstellen und gerne wieder mehr literarisch herumexperimentieren und vielleicht neue Genres ausprobieren. Meine Ideen platzen aus allen Nähten und ich hätte gerne mehr Zeit zum Schreiben, daher habe ich meinen Brotjob vor Kurzem auf 80 Prozent reduziert. Ganz definitiv wird es im Jahr 2021 wieder eine Veröffentlichung geben – lasst euch überraschen, welches Genre es diesmal wird!


Wie immer frage ich viel und vergesse doch schon mal das eine oder andere, deshalb gebe ich Dir hier die Gelegenheit… was wolltest Du uns Lesern schon immer mal sagen?

Ich würde gerne nochmal darauf hinweisen, dass wir Autor:innen ja (unter anderem) schreiben, um euch, liebe Leser:innen zu unterhalten, zum Nachdenken zu bringen und euch interessante, spannende, beschauliche oder fröhliche Stunden zu bescheren. Je mehr Rückmeldungen wir bekommen, wie gut das gelingt, umso besser können wir daran arbeiten, besser zu werden. Daher habt bitte keine Scheu, uns zu sagen oder zu schreiben, was euch gefallen hat und was weniger gut. Ob es eine Rezension ist oder ein persönlicher Kontakt – jedes Feedback hilft! So habe ich beispielsweise das umfangreiche Leserfeedback zu meinem Debütroman genutzt, um das Manuskript zu überarbeiten und demnächst eine zweite, verbesserte Auflage zu veröffentlichen. Ohne eure vielfältigen Meinungen hätte ich das nicht geschafft – danke!😊


Zum Schluss möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast.


Ich bedanke mich ganz herzlich für deine Zeit und Mühe, für die tollen Fragen und dass du mir einen Platz auf deinem schönen Blog gewährst! 

 

 Stellvertretend für alle Bücher zeige ich hier das Cover zu:


Schritt für Schritt zur eigenen Mitte

Um sich selbst einzuholen, muss man langsam gehen Pilgern? 

Nichts für mich, hätte Katharina Lankers noch vor wenigen Jahren gesagt. Gemeinsam mit Horden von Menschen eine vorgegebene Trasse entlang zu marschieren, lag weit jenseits dessen, was sie sich als erholsam und inspirierend vorgestellt hätte. Doch in Krisensituationen ist vieles anders… 
So brach sie aus einem langjährigen emotionalen Tief auf, um den 800 Kilometer langen Jakobsweg zu pilgern, den Camino Frances von den französischen Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela. Und erlebte sechseinhalb Wochen, die zu den besten ihres Lebens gehören. Warum, davon erzählt diese Geschichte.

Eine persönliche Reiseerzählung mit praktischen Tipps und Packliste


Mehr über die Autorin könnt Ihr hier erfahren:

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Mittwoch, 7. Oktober 2020

Rezension - Auf Messers Schneide


Autor: Sören Prescher

Titel: Auf Messers Schneide

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 11. September 2020

Seiten: 252

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Edel Elements 



Über den Autor:
Sören Prescher wurde am 9. August 1978 in Bautzen geboren, ist verheiratet und wohnt mit seiner Familie in Nürnberg. Er ist Mitglied des 42erAutoren e.V. und des Phantastischen Autoren Netzwerks (PAN). Neben seiner Arbeit für ein internationales Wirtschaftsunternehmen schreibt er Artikel und Berichte für das Nürnberger Musik- und Kulturmagazin RCN. Seit der Jahrtausendwende veröffentlicht er Kurzgeschichten und Gedichte in zahlreichen Anthologien. Dazu sind bisher zwölf Romane aus den Bereichen Thriller und Mystery/Urban-Fantasy in zahlreichen Verlagen erschienen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein neuer Fall für das Trio mit vier Pfoten! 
Mark, Felix und Dominik werden zum Tatort eines Mordes gerufen. Zunächst sieht es nach einem schiefgelaufenen Einbruch aus. Rätselhaft daran ist nur, dass im Haus ein Loch in die Zimmerwand geschlagen wurde. Dahinter befand sich offenbar ein Geheimversteck, von dem nicht einmal die Frau des Ermordeten wusste. Die Kommissare beginnen zu ermitteln und stellen fest, dass der unbescholtene Bürger doch nicht ganz so arglos war, wie es zunächst den Anschein hatte.


Meine Meinung:
Da ich mich immer wieder freue, wenn ich neue Krimis und, für mich bis dahin, unbekannte Autoren entdecke, wollte ich dieses Buch gerne lesen. Außerdem war ich neugierig, was das "Trio mit vier Pfoten" alles so erlebt.  Für mich war es also ein neuer Fall, aber  für Mark, Felix und Dominik war es mittlerweile der dritte, an dem sie gemeinsam arbeiten sollten. Allerdings hatte ich kein Problem und kam sehr schnell in die Geschichte um die drei rein.
Mark und Dominik wurden an den Tatort eines Mordes gerufen und es beginnt für sie eine sehr mühsame Ermittlungsarbeit. Felix ist immer dabei, aber ich finde nicht, dass ihm in diesem Buch eine große Rolle gegeben wird, aber vielleicht habe ich auch einfach zuviel erwartet.
So gerne ich von den Ermittlern privates erfahren möchte, fand ich es hier nicht so gut. Auf Mark und seine Frau Caro wird zu ausführlich eingegangen. Ich möchte ja nicht spoilern und erwähne deshalb nur, dass auf eine bestimmte Begebenheit etwas zu sehr eingegangen wurde. Mir persönlich hat das jetzt nicht soviel ausgemacht, da ich ähnliches kannte, aber es passte meiner Meinung nach nicht dahin. 
Der Autor hat Mark und besonders Dominik besondere Charaktere zugeordnet, was die Zusammenarbeit der beiden interessant gestaltete. Nun, Mark war nicht immer der Meinung, aber es war durchaus unterhaltsam. 


Fazit:
Es war ganz nett und unterhaltsam zu lesen, wie das Trio den zunächst verzwickten Fall lösen konnte. Allerdings habe ich die Spannung vermisst und ich bin mir nicht sicher, ob ich weitere Folgen lesen möchte. Wer allerdings nach einem Krimi Ausschau hält, der die Nerven nicht so strapaziert, wird hier vielleicht das richtige Buch finden.


Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


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