Freitag, 6. November 2020

Rezension - Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang



Autorin: Michaela Grünig

Titel: Palais Heiligendamm - Ein neuer Anfang

Genre: Historisch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 30. Oktober 2020

Seiten: 576

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Lübbe



Über die Autorin:
Michaela Grünig, geboren und seelisch beheimatet in Köln, war lange Jahre im Ausland tätig. Dort kam sie nicht nur mit interessanten Menschen und ihren Geschichten zusammen, sie entdeckte auch ihre große Liebe zum Reisen. Seit 2010 hat sie ihr Hobby, das Schreiben, zum Beruf gemacht. Zusammen mit ihrer Familie und vielen Tieren lebt sie in der Westschweiz.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Heiligendamm, 1912: Die Berliner Hotelierfamilie Kuhlmann hat große Pläne, man will dem berühmten Grand Hotel Konkurrenz machen. Doch die High Society steigt lieber weiter bei dem etablierten Rivalen ab. In dieser schweren Zeit zeigt ausgerechnet die junge Tochter Elisabeth kaufmännisches Geschick, während sich der sensible Sohn Paul für Musik begeistert. Vater Kuhlmann sieht sich gezwungen, den Emporkömmling Julius Falkenhayn um Hilfe zu bitten. Und der hegt recht unkonventionelle Ansichten ...
 

Meine Meinung:
1912, eine interessante Zeit über die ich nur wenig weiß. Schade eigentlich, meine Oma war damals 12 Jahre alt und wenn ich das so alles lese, denke ich immer öfter daran, wie es meinen Großeltern damals ergangen sein muss. Allerdings haben sie in diesen Kreisen nicht verkehren dürfen, denn der Standesdünkel war schon sehr groß. 
Er macht auch vor dem Leben der Familie Kuhlmann nicht halt. Elisabeth Kuhlmann ist nicht frei in ihren Entscheidungen und bedauert dies sehr, aber ihr Bruder darf auch nicht nach seinen Vorstellungen leben. Die Eltern haben entsprechende Ansichten und Vorstellungen, was aus ihren Kindern mal wird beziehungsweise was sie gefälligst zu tun haben.
Was bin ich froh, dass sich im Laufe der Jahrzehnte vieles verändert und verbessert hat. Es war damals für viele eine schwierige Zeit. Der Krieg stand kurz vor der Tür und viele junge Männer wollten mal eben los und den Krieg gewinnen. Tja, wenn sie gewusst hätten, wie falsch sie damals lagen. Aber ich will jetzt nicht weiter auf den Inhalt des Buches und auf die Meinungen der damaligen Zeit eingehen. Ich fand es ausgesprochen interessant, wie Michaela Grünig diverse schwierige Themen in die Geschichte eingebunden hat. Außerdem hat sie den Zeitgeist sehr gut rüber gebracht. Es hatten alle nicht leicht und manche Entscheidungen wurden unter falschen Voraussetzungen getroffen. Mit dem Ergebnis, dass es langfristig zu einem Vertrauensbruch kam. Was die Familie Kuhlmann und die Menschen in deren Umgebung so alles erleben mussten, hat die Autorin sehr gut vermitteln können. Ich war an das Buch gefesselt. Denn ich wollte ja unbedingt wissen, wie sich alles entwickeln würde. Gab es ein Ende, das mir gefallen würde?


Fazit:
Damals hätte ich sicher nicht zu den Leuten gehört, die nach Heiligendamm reisen konnten. Heute wäre ich dabei, zumal mich die Autorin neugierig auf die Gegend gemacht hat. Das Buch hat mich also nicht nur gut unterhalten. Aber bevor ich dorthin reisen kann, gebe ich erst einmal eine Leseempfehlung ab.



Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#PalaisHeiligendamm #NetGalleyDE

Montag, 2. November 2020

Rezension - Mission Weisse Weihnachten - Ein Rentner-Road-Trip in die Berge


Autor: Andreas Benz

Titel: Mission: Weisse Weihnachten 

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. Oktober 2020 

Seiten: 2004

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Wörterseh Verlag 




Über den Autor:
Andreas Benz, geb. 1961, war über zwanzig Jahre als erfolgreicher Manager in der Finanzwelt tätig, bevor er sich 2010 entschied, nochmals ganz neu zu beginnen und seine Passion, das Filmemachen, zu leben. Er besuchte die New York Film Academy, bevor er in Los Angeles das Drehbuchschreiben lernte. Einige seiner danach entstandenen Kurzfilme wurden an bekannten Filmfestivals gezeigt. Heute ist er an verschiedenen Projekten der Constantin Film AG beteiligt, für die er unter anderem das Drehbuch »Mission: Weiße Weihnachten « schrieb. Doch gerade als es um die Finanzierung ging, kam Corona, und so schrieb der Zürcher während des Lockdowns das Filmscript zu seinem ersten Roman um. Andreas Benz gilt als Pionier des Corporate Storytelling und arbeitet als Coach und Consultant. Er lebt mit seiner Familie in Benken SG


Kurzbeschreibung, übernommen:
Für vier Seniorinnen und Senioren des in die Jahre gekommenen Altersheims "Abendrot" im Zürcher Oberland ist klar: Sie wollen ihrer todkranken Freundin Maria den letzten Wunsch erfüllen – nochmals weisse Weihnachten in den Bergen. Mit von der Partie sind Hans, ehemaliger Primarlehrer und erfolgloser Autor, Inge, Grande Dame mit mysteriöser Herkunft, Frida, zupackende Reinigungsunternehmerin im Ruhestand, und Luky, alternder Playboy mit Narkolepsie. Aber leider fehlt der "Sonnenuntergäng", wie sie sich selber nennen, für diese Mission das nötige Kleingeld. Der Überfall auf eine Bijouterie, der das Abenteuer finanzieren soll, schlägt fehl, und anstatt mit vollen Taschen Richtung weisse Berge befinden sich die Alten nun plötzlich auf der Flucht. Sie schlagen der Polizei ein Schnippchen, zeigen einem Drogendealer, wo der Bartli den Most holt, und feiern im Hotel Montreux Palace eine legendäre Party. Die alten Freunde erleben unterwegs ihren zweiten Frühling, und selbst Maria blüht nochmals auf, obwohl es ihr gesundheitlich immer schlechter geht und weisse Weihnachten in den Bergen immer unwahrscheinlicher wird. Doch noch mehr zu schaffen macht Maria, dass ihr wohl keine Zeit mehr bleibt, sich mit ihrer Enkelin zu versöhnen. Aber die "Sonnenuntergäng " gibt auch dann noch nicht auf, als eine riskante Entführung aus dem Spital direkt unter den Christbaum nötig wird, um ihre Mission erfolgreich zu beenden.



Meine Meinung:
Hier hatte ich mal wieder ein Buch, wo mich das Cover angesprochen und dafür gesorgt hat, dass ich mich näher mit dem Buch befasse. Was sich als sehr gut herausstellen sollte. 
Ich lernte eine sehr liebenswerte Rentnertruppe kennen, die in einem Altersheim leben mussten. Dieses Heim wäre ja noch erträglich gewesen, wenn das Personal freundlicher und vor allem menschlicher mit den alten Leuten umgegangen wär. So hatte ich gleich zu Anfang Personen, die ich in mein Leserherz geschlossen habe und solche, die ich wer weiß wohin gewünscht habe, kennen gelernt. 
Auf den Inhalt will ich nicht weiter eingehen, darüber kann in der ausführlichen Kurzbeschreibung einiges gelesen werden. Aber ich möchte erwähnen, dass ich mich in einer humorvollen, berührenden und spannenden Geschichte wiederfand. Andreas Bent hat alles so gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, ich wäre dabei. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen, was mich sehr begeistert hat. Am meisten hat mich das Ende berührt und zu gerne hätte ich weiter gelesen, denn in meiner Vorstellung hätte noch einiges passieren können. 


Fazit:
In der Weihnachtszeit liebt man berührende Geschichten sehr und bei dieser habe ich auch ein paar Tränchen weg wischen müssen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. 

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#MissionWeisseWeihnachten #NetGalleyDE

Rezension - Weihnachten im kleinen Laden am Strand



Autorin: Julia Rogasch

Titel: Weihnachten im kleinen Laden am Strand

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 2. November 2020

Seiten: 390

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Forever



Über die Autorin:
Julia Rogasch, geboren 1983, lebt mit ihrem Ehemann und ihren Töchtern in Hannover. Seit 2010 sorgt ihr Leben als Mama mit Job täglich für Inspirationen. Ihr großes Glück ist die Familie, welche sie nun mit der Arbeit und der Leidenschaft fürs Schreiben vereinbaren kann, da man ihr die Chance bot, im Marketing via Homeoffice für das Autohaus ihre Kreativität auszuleben, für das sie bis 2010 Autos verkaufte. Wann immer der Familientrubel es zulässt, widmet sie sich privat dem Schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die schönste Zeit des Jahres auf Sylt Die Weihnachtszeit steht im kleinen Laden auf Sylt vor der Tür. Kaum Touristen sind auf der Insel und Ebba und Magnus bereiten mit Hingabe den anstehenden Weihnachtsmarkt vor. Doch in die Kälte und Ruhe vor dem turbulenten Weihnachtsgeschäft platzt eine junge Frau, die einen Job sucht. Ebba und Magnus überlegen nicht lange und stellen Lene May als Aushilfe ein. Zwischen Plätzchen, Glitzerkugeln und Leuchtsternen freunden Ebba und Lene sich an und bald schon wird klar: Lene ist nicht nur wegen einer dringend benötigten Auszeit auf der Insel. Sie ist schwer krank und außerdem auf der Suche nach ihrer Zwillingsschwester, zu der sie seit Jahren keinen Kontakt mehr hat. Doch obwohl ihre Schwester scheinbar auf Sylt lebt, ist sie auf einmal unauffindbar. Lene ahnt nicht, wie weit die Spuren ihrer Familiengeschichte sie in die Vergangenheit führen werden…


Meine Meinung:
Bisher kannte ich  den kleinen Laden am Strand noch nicht und wusste nicht, was Ebba und Magnus bisher erlebt hatten. Denn Ereignisse des ersten Buches spielten in diesem eine wichtige Rolle. Allerdings hat die Autorin immer wieder Rückblenden eingefügt und ich hatte keine Wissenslücken.
So konnte ich die beiden während der Adventzeit begleiten. Es gab viel zu tun in dem kleinen Laden, deshalb war es eine sehr gute Fügung des Schicksals, dass Lene ausgerechnet zu dieser Zeit nach Sylt gefahren ist und dort zur Aushilfe angestellt wurde. Allerdings ist sie nicht wegen des Aushilfsjobs auf die Insel gefahren. Es gab andere, viel wichtigere Gründe. Lene suchte nach ihrer Zwillingsschwester. Aber darauf möchte ich nun nicht näher eingehen. Wie zu erwarten kam es zu Verwicklungen, das doppelte Lottchen lässt grüßen 😉 Ich als Leserin hatte natürlich den Überblick, aber welche Geheimnisse sonst noch so verborgen waren, wurde auch mir nicht vorzeitig verraten. Ich musste bis zum Ende warten, das dann auch meinen Vorstellungen entsprach. 


Fazit:
Weihnachtliche Stimmung, Geheimnisse, Schicksale, Zusammenhalt, Romanze - all das wurde in diesem Buch miteinander verbunden. Ich fühlte mich gut unterhalten und gebe gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

 

#WeihnachtenimkleinenLadenamStrand #NetGalleyDE

Rezension - Die Weihnachtsdiebin - Eiskalt erwischt


Autorin: Christina Wermescher
Autorin: C.K. Zille

Titel: Die Weihnachtsdiebin - Eiskalt erwischt

Genre: Krimi, Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. November 2020

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

 Herausgeber : Piper Gefühlvoll



Über die Autorinnen:
Christa Wermescher Nach ihrem Studium zur Diplom-Kauffrau entdeckte Christina durch ein Auslandspraktikum ihre Liebe zu England, wo sie später auch promovierte. Bevor sie Schriftstellerin wurde, arbeitete sie bei verschiedenen Unternehmen in den Bereichen Einkauf und Qualitätsmanagement. Sie reist nicht nur gerne mittels Geschichten, sondern auch in der Realität und fühlt sich auf der ganzen Welt zu Hause, solange ihr Mann und ihr Sohn dabei sind.
C.K.Zille lebt seit ihrer Geburt nahe der niederländischen Grenze auf dem Land. Schon immer hat sie sich gerne Geschichten ausgedacht und ihrer Fantasie freien Lauf gelassen. In ihrem Freundeskreis ist sie für ihre Ideen und ihren Einfallsreichtum bekannt. Es gibt keine kreative Herausforderung, der sie sich nicht stellt. Neues auszuprobieren, liegt ihr im Blut, aber eine Sache bleibt beständig: Die Liebe zum Schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn weihnachtliche Romantik zu einem spannungsvollen Katz und Maus Spiel wird - für alle, die Zimtsterne und Cosy Crime mögen! Die Studentin Kira will zusammen mit einer kleinen Gruppe von Gaunern einen Coup landen. Schnell hat die hübsche Diebin sich das Vertrauen des Direktors erschlichen, in dessen Museum sich die begehrten Stücke befinden. Doch sie hat nicht mit dem smarten Polizisten Jan gerechnet, der nicht nur Kiras Pläne sondern auch ihre Gefühle gehörig durcheinanderwirbelt. Ein romantischer Krimi im weihnachtlichen München.
 

Meine Meinung:
Weihnachten mal anders...während andere feiern, will eine Gruppe von Gaunern einem Museum wertvolle Ausstellungsstücke entwenden. Aber der beste Plan nützt nichts, wenn sich einiges anders entwickelt, als gedacht. Aber ich will nicht vorgreifen und erst einmal erwähnen, dass ich zunächst Kira und ihre "Kollegen" kennen lernen durfte. Gleichzeitig wurde ich über ihre Pläne informiert, die ich der Zeit angepasst fand. Ich lernte aber auch Jan kennen, der leider die Schicht seines verletzten Kollegen übernehmen musste. Er war zuständig für die Sicherheit im Museum.
Sehr fesselnd haben die beiden Autorinnen geschildert, was alle so erlebten. Normalerweise mag ich die "Bösen" ja nicht so sehr, aber bei Kira machte ich eine Ausnahme, zumal sie eine interessante Entwicklung durchmachte. Es hat mir sehr viel Lesevergnügen bereitet, alle zu beobachten und auch die kleinen privaten Nebensächlichkeiten haben mir gefallen. Eine gewisse Spannung entwickelte sich im Laufe der Geschichte und ich war neugierig, wie es letztendlich ausgehen würde. 


Fazit:
Weihnachten mit Spannung und Romantik, eine Kombination, die mir sehr gut gefallen hat und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals bedanken.


#DieWeihnachtsdiebinEiskalterwischt #NetGalleyDE

Rezension - Als die Sehnsucht uns Flügel verlieh


Autorin: Hanni Münzer

Titel: Als die Sehnsucht uns Flügel verlieh

Genre: Historisch

erschienen: 5. Oktober 2020

Seiten: 592

Altersempfehlung: Erwachsene

 Herausgeber : Pendo





Über die Autorin:
Hanni Münzer ist eine der erfolgreichsten Autorinnen Deutschlands. Mit ihrer »Seelenfischer«-Reihe und der »Honigtot«-Saga erreichte sie ein Millionenpublikum und eroberte die Bestsellerlisten. Nach Stationen in Seattle, Stuttgart und Rom lebt Hanni Münzer heute mit ihrem Mann in Oberbayern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mai 1945: Der Krieg ist zu Ende. Doch für das junge Mathematikgenie Kathi Sadler bedeutet das keinen Frieden. Als Kriegsbeute der Russen wird sie gemeinsam mit ihrer Schwester Franzi nach Moskau verschleppt. Während der Eiserne Vorhang Osteuropa vom Westen trennt, wird Kathi Jahrzehnte um ihre Rückkehr in die Heimat kämpfen, um ihre Freiheit und ihre große Liebe.


Meine Meinung:
Nachdem ich Familie Sadler in dem Buch "Heimat ist ein Sehnsuchtsort" kennen gelernt hatte, wollte ich natürlich auch wissen, wie es mit ihnen weitergeht. Schnell war ich wieder drin in der Geschichte und konnte die Familienmitglieder begleiten. Es ist ja vieles nicht so gekommen, wie es sich manch einer aus der Familie vorgestellt hatte. So wurde es nicht nur für die Beteiligten eine aufregende Zeit, auch ich hoffte und bangte. Es gab so viele Erlebnisse, das Schicksal heftig zu und so ganz nebenbei hatte ich wieder etwas Geschichtsunterricht. Mich hat das alles sehr begeistert. Ganz toll fand ich, dass ein Geheimnis, zumindest für mich, aufgedeckt wurde.  Mehr werde ich dazu aber nicht verraten.
Hanni Münzer hat mich auch diesmal wieder an ihr Buch gefesselt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, aber selbst ich schaffe es nicht, ein so umfangreiches Buch in einem Rutsch zu lesen.  Deshalb musste ich zwangsläufig Pausen einlegen. Das alles erhöhte natürlich die Spannung. Ich hatte doch Hoffnungen, dass sich alles gut entwickeln würde. Mit dem Ende war ich dann so einigermaßen zufrieden, was allerdings an den Lebensumständen lag. Ich hätte mir für sie einiges anders gewünscht.


Fazit:
Eine gelungene und fesselnde Fortsetzung der Heimat-Saga. Familiengeschichte, Zeitgeschehen, Schicksale, Hoffnungen und Liebe, so vieles fand ich in diesem Buch. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 1. November 2020

Autoreninterview Karin Joachim

Liebe Karin,

ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Wir beide haben uns bisher noch nicht auf einer Buchmesse getroffen und deshalb „nur“ schriftlichen Kontakt. Dieser Kontakt entstand durch eine Empfehlung eines lieben Bloggerkollegen. Er gab mir den Hinweis zu einem Deiner Bücher und ich habe mich dann bei Dir gemeldet. Inzwischen habe ich mit Begeisterung einige Deiner Bücher gelesen und werde jetzt auch sofort mit meinen Fragen loslegen.

Danke, liebe Ulla. Ich freue mich sehr auf Deine Fragen. Unser persönliches Treffen holen wir bald nach.


Als freie Autorin hast Du einige Jahre für verschiedene Zeitschriften gearbeitet. Wie kam es, dann Du mit dem Schreiben „richtiger“ Bücher angefangen hast?

Romane zu schreiben, war immer mein Traum. Ich hatte zeitlebens Ideen für ganz verschiedene Geschichten im Kopf, schrieb auch hin und wieder, aber es bestand einfach keine Gelegenheit, mich ausgiebiger damit zu beschäftigen. Bis 2009 habe ich ein Museum geleitet, danach schrieb ich vorwiegend Fachartikel und Sachbücher. Im Rahmen meiner Recherchen für meinen Reiseführer durch das Ahrtal stieß ich auf eine historische Begebenheit, die meine Fantasie beflügelte. Daraus entstand dann die Idee für meinen ersten Ahr-Krimi „Krähenzeit.“

 

Ich kenne von Dir einige Krimis. Wie bist Du auf die Idee gekommen, in diesem Genre zu schreiben?

Die Idee zu meinem ersten Krimi fand mich. Außerdem spukte mir schon eine Weile eine Protagonistin im Kopf herum: Eine Tatortfotografin. Krimis sind für mich eine geeignete Möglichkeit, die Geschichten spannend zu erzählen. In meinen Krimis verwebe ich gerne reale historische Ereignisse mit der Gegenwart.

 

Hast Du mal darüber nachgedacht, Bücher in einem anderen Genre zu schreiben?

Ich schreibe ja bereits zeitgeschichtliche Romane. In „Domschattenträume“ und „Großstadtflüstern“ macht sich die Kölner Fabrikantentochter Karolina Offermann auf ihren ganz eigenen Weg und versucht, dem Einflussbereich ihres Elternhauses zu entkommen. Sie möchte Filmschauspielerin werden. 1926 zieht es sie ins ferne Berlin.

 

Wie findest Du die Ideen zu Deinen Büchern?

Auf ganz unterschiedlichen Wegen. Ich lese sehr viel, vor allem auch Sachbücher. Besuche Museen, Ausstellungen, historische Orte, recherchiere in Archiven. Gute Ideen notiere ich. Und wenn sie ausbaufähig sind, entstehen daraus meine Romane.

 

Kann es vorkommen, dass während des Schreibens bereits neue Ideen auftauchen?

Während des Schreibens bin ich meist ganz in meiner Geschichte gefangen. Ich konzentriere mich dabei auf meine Protagonisten, versetze mich in sie hinein. Die Ideen für neue Projekte kommen eher bei den Recherchen und im Alltag. Die möglichen Fortsetzungen habe ich allerdings schon im Blick, wenn ich schreibe, denn was in den Folgebänden geschieht, muss vorbereitet und angelegt werden.

 

Wie hältst Du sie fest?

Ich habe dafür verschiedene Notizbücher, in die ich dann auch kleine Schnipsel wie Zeitungsartikel etc. klebe.

 

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Die reine Schreibzeit für die erste Fassung des Manuskriptes beträgt meist zwei bis drei Monate. Dann arbeite ich so konzentriert, dass ich in dieser Zeit keine weiteren Termine vereinbare, wenig schlafe und esse. Aber um so arbeiten zu können, muss ich umfangreich recherchiert haben. Die Recherchen können ein bis zwei Jahre dauern. Zunächst schreibe ich das Exposé, entwerfe Figurenbiografien und plotte. Nachdem die Erstfassung geschrieben ist, gibt es wiederum mehrere Korrekturdurchgänge, bevor das Manuskript überhaupt ins Lektorat geht. Alles in allem plane ich für einen Roman ein bis zwei Jahre ein, manchmal auch drei.

 

Wer darf es als erstes lesen?

Sehr gute Freund*innen.

 

Wie sieht Dein Autorenalltag aus?

Ich bin schon sehr diszipliniert. Mein Tagesablauf sieht vermutlich nicht sehr anders aus, als der anderer Berufstätiger. Allerdings arbeite ich oft bis spät in die Nacht, stehe dann am anderen Morgen trotzdem zeitig auf. Zum Glück erinnert mich mein Hund regelmäßig daran, dass ich auch Pausen machen muss. Bewegung an der frischen Luft ist so wichtig.

 

Ich habe gesehen, dass Du auch Lesungen machst, leider wurde in diesem Jahr alles ein bisschen ausgebremst. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu den Lesern?

Ich liebe Lesungen und den Austausch mit den Leserinnen und Lesern. Im Vorfeld stelle ich ein Programm zusammen, das durchaus unterhaltsam ist. Je nach Buchthema gibt es auch kleinere kabarettistische Einlagen. Für die Lesungen aus „Großstadtflüstern“ (erschienen im Sommer 2020) war die Zusammenarbeit mit Musikern geplant, die Filmmusik der 1920er-Jahre spielen. Das wäre etwas ganz Besonderes geworden.

 

Hast Du Zeit und Lust Bücher Deiner Kollegen zu lesen?

Ja. Aber da ich sehr viele Sachbücher und Fachliteratur lese, bleibt dafür eher wenig Zeit.

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne besuchen und warum?

Ich fände es spannend, mit Vicki Baum zu sprechen. Sie war eine sehr erfolgreiche Schriftstellerin, die z.B. 1929 den Roman „Menschen im Hotel“ schrieb, der auch mehrfach verfilmt wurde. Sie emigrierte in den 1930er-Jahren und starb 1960 in Los Angeles.

 

Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher erinnerst Du Dich?

Ich habe als Kind gerne gelesen, aber ich war keine typische Leseratte. Ich habe immer schon gerne die Welt erkundet, Museumsbesuche, Besichtigungen historischer Stätten und Städte gehörten immer dazu.

 

Du lebst Deinen Traum, wann ist er zum ersten Mal aufgetreten?

Irgendwann in der Schulzeit. Einer meiner Berufswünsche war übrigens auch Kriminalkommissarin, weil ich es mag, Zusammenhänge zu ergründen.

 

Du bist als Verlagsautorin tätig, fühlst Du Dich dort gut aufgehoben?

Ja. Ich bin wirklich glücklich, dass der Gmeiner-Verlag meine Romane verlegt. Die Kontakte zu den Mitarbeiter*innen sind eng und die Zusammenarbeit mit meinem Lektor ist sehr konstruktiv.

 

Hast Du jemals den Gedanken gehabt, Bücher als Self Publisherin herauszubringen?

Bislang noch nicht. Ich mag es, in ein Team eingebettet zu sein.

 

Wie immer frage ich sehr viel und kann doch etwas vergessen haben, deshalb gebe ich Dir hier die Möglichkeit, uns Lesern zu sagen, was Du schon immer mal sagen wolltest.

Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich für die Unterstützung bedanken, die ich von Buchblogger*innen, Buchhändler*innen und natürlich den Leser*innen bislang erfahren durfte. Ich finde es bewundernswert, wie viel Arbeit sich Buchblogger*innen zuweilen machen, wie ausführlich sie unsere Bücher besprechen und wie liebevoll sie diese präsentieren. Über Rückmeldungen meiner Leser*innen freue ich mich besonders. Schreibt mir gerne, z.B. in den sozialen Netzwerken oder auch per persönlicher Nachricht. Mehr dazu gibt es auf www.karinjoachim.de.

 

Ganz zum Schluss frage ich gerne, was meiner Interviewpartnerin zu bestimmten Namen oder Begriffen einfällt:

BerlinEine spannende Stadt, vor allem in den 1920er-Jahren

Astrid LindgrenEine Frau mit einer interessanten Vita

RotweinDie Tatortfotografin Jana Vogt, die Protagonistin meiner Ahr-Krimis, liebt Rotweinkuchen.



Liebe Karin, ich möchte mich vielmals bei Dir bedanken, dass Du meine Fragen beantwortet hast

Herzlichen Dank, liebe Ulla, für diese interessanten Fragen.


Gerne möchte ich an dieser Stelle noch etwas zu dem Buch schreiben, das die Autorin in den Händen hält:


Großstadtflüstern

Köln 1927. Hin- und hergerissen zwischen Familie und den glänzenden Verlockungen der Reichshauptstadt fiebert Karolina Offermann ihrer Volljährigkeit entgegen. In Berlin lernt sie berühmte Schauspieler und Regisseure kennen und wähnt sich am Ziel ihrer Träume. Doch als die Polizei den Tod ihrer Mutter neu aufrollt, rückt Karolinas glanzvolles Leben als Filmstar in den Hintergrund. Während die Ermittlungen Unglaubliches zutage bringen, droht sie auch noch die Liebe ihres Lebens zu verlieren …


Wer noch mehr über Karin Joachim und ihre Bücher erfahren möchte, kann hier lesen:

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Rezension - Ein berauschendes Weihnachten

Neu aufgelegt

Autorin: Mira Morton

Titel: Ein berauschendes Weihnachten

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. November 2021

Seiten: 247

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ BookRix

 

Achtung. dieses Buch ist bereits mit dem unteren Cover erschienen. Ehrlich? Mir gefällt dieses neue  sogar noch viel besser. Der Inhalt ist unverändert und hat mich begeistert.

Autorin: Mira Morton

Titel: Ein berauschendes Weihnachten

Genre: Weihnachtsbuch

erschienen: 31. Oktober 2020

Seiten: 228

Herausgeber : PINK CROWN Edition



Über die Autorin:
Mira Morton ist das Pseudonym der österreichischen Autorin, die es mit ihrem eigenwilligen Erzählstil immer wieder auf Bestsellerlisten schafft. Glamour, Luxus, Witz, verdammt reiche und attraktive Männer, malerische Schauplätze, intelligente Frauen und ein Schuss Sexiness - das ist die Welt der Principessa Mira! Und ab und zu wird es ein wenig magisch ... Immer ist es großes Kino mit einem einzigen Anspruch der Principessa: Sich beim Lesen aus dem Alltag zu beamen. Für ein paar Stunden in Geschichten rund um die große Liebe einzutauchen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Es gibt sie, diese Jahre, die gar nicht schnell genug zu Ende gehen können.
Eines von diesen liegt hinter Ninnie. Nach einem Umzug, ihrer Scheidung und jeder Menge an Problemen mit ihrer achtzehnjährigen Tochter wünscht sich Ninnie nur eines: ein perfektes Weihnachtsfest mit Sophie. Was ihr auch beinahe gelingt, bis Ninnie den Schokokuchen ihrer Tochter isst, singend um den Weihnachtsbaum tanzt und völlig allein gelassen, jedoch kichernd ihrer heimlichen Liebe die Tür öffnet …


Meine Meinung:
Berauschende Weihnachten - Titel und Cover machen einen doch neugierig, oder?  Ich war auf jeden Fall gespannt, was mich erwartete. Und ich kann vorab verraten, es war einiges. 
Zunächst lernte ich erst einmal Ninnie kennen. Allerdings befand sie sich in einer Situation, die wir beide nicht prickelnd fanden und ich durfte sogleich erfahren, was bei ihr im Leben so alles los ist. Tja Scheidung, Probleme mit der Tochter und...Weihnachten steht vor der Tür. Als Vielleserin hatte ich das Gefühl, dass ich sehr vieles vorhersehen konnte. Manches trat davon auch ein, aber dann hat mich die Autorin überrascht, was mich natürlich sehr begeistert hat. Oft genug gab es in anderen Büchern Situationen, die ausführlich ausgeschmückt wurden und dadurch alles in die Länge zogen. Mira Morton hat es bestens verstanden, sich kurz zu fassen  und hat mich mit  überraschenden Wendungen erfreut. 
Sie hat sich außerdem für einige Personen besondere Charaktere ausgedacht und mich dazu gebracht, dass ich manche in mein Leserherz schloss und andere wiederum böse angeschaut hätte, wenn sie mir begegnet wären 😉 Es gab Situationen, die nicht jeder der Beteiligten mochte, aber ich musste an der Stelle frech grinsen. Tja, das gönnte ich denen. Es mag sein, dass ich jetzt etwas rätselhaft werde, muss ich aber, da ich vom Inhalt nichts genaues verraten möchte. 


Fazit:
Ein schönes Weihnachtsbuch, das mich sehr gut unterhalten hat. Mit dem Verlauf der Geschichte war ich einverstanden und mit dem Ende mehr als zufrieden. Also gebe ich gerne eine Leseempfehlung.