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Dienstag, 12. Oktober 2021

Rezension - Das Geheimnis des Schneemanns



Autor: Nicholas Blake

Titel: Das Geheimnis des Schneemanns

Genre: Historischer Krimi, Winterbuch

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 18. September 2021

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Klett-Cotta



Über den Autor:
Nicholas Blake ist das Pseudonym des Autors Cecil Day-Lewis (1904–1972). Er war ein irisch-britischer Akademiker, arbeitete eine Zeit lang beim Verlag Chatto & Windus, wurde von der Queen zum Hofdichter ernannt und brauchte irgendwann Geld, weshalb er begann, unter Pseudonym äußerst erfolgreiche psychologische Kriminalromane zu schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Mr. Strangeways, ich wüsste gern, ob Sie das Übernatürliche akzeptieren.«
Im ehrwürdigen Easterham Manor gehen sonderbare Dinge vor sich. Zu Heiligabend haben sich Familie und Freunde versammelt, um zu ergründen, was es mit einer alten Spuklegende auf sich hat. Und tatsächlich scheint zumindest die Katze Gespenster zu sehen. Doch dann geschieht ein Mord, und nichts ist mehr, wie es war...
Als Privatdetektiv Nigel Strangeways gemeinsam mit seiner Frau Georgia zu einer Tante nach Essex reist, glaubt er noch, er sei nur eingeladen worden, um das rätselhafte Verhalten einer Katze aufzuklären. Doch schnell wird klar, dass der Geist, der offenbar seit Heiligabend in Easterham Manor sein Unwesen treibt, es nicht auf Katzen abgesehen hat, sondern auf sehr reale Menschen. Als ein Mitglied der Familie Restorick in Easterham zu Tode kommt, erwacht der Spürsinn des Detektivs. Welche Geheimnisse birgt das alte Gemäuer, in dem es angeblich spukt? Und welche Absichten verbergen die Gäste der Restoricks?


Meine Meinung:
Nachdem ich im vergangenen Jahr das Buch "Das Geheimnis von Dower House" gelesen hatte, wusste ich diesmal, was mich erwartet. Nicholas Blake hat dieses Buch 1941 geschrieben und somit gehört es zu den Klassikern mit besonderem Schreibstil.
Das Geheimnis des Schneemanns sollte offen gelegt werden, allerdings wurde ich im Prolog erst einmal nur neugierig gemacht und musste bis zum Ende warten.
Nigel Strangeways und seine Frau Georgia werden von Georgias Cousine gebeten, nach Essex zu reisen. Sie sollen herausfinden, ob Katzen Gespenster sehen können. Als morgens eine Bewohnerin des Hauses tot aufgefunden wird, kann Nigel nicht anders. Er bietet seine Hilfe an, zumal er vieles beobachtet hat und auch andere Antworten als die Polizei erhält.
Dieser Krimi erinnert an andere Klassiker. Jemand wird tot aufgefunden und alle Anwesenden werden zu Verdächtigen, denn von außerhalb kann niemand gekommen sein. Der Autor macht es uns Lesern, aber auch dem Privatdetektiv nicht leicht. Immer wieder rückt jemand anderes an erster Stelle der Liste mit den Verdächtigen. Merkwürdige Begebenheiten geben weitere Rätsel auf. Ich hatte zwar einen Verdacht, aber da lag ich nur halb richtig. Mehr werde ich dazu aber nicht schreiben.
So ganz nebenbei erfahre ich auch vieles über die damalige Situation, denn der Zeitgeist wird bestens wieder gegeben.


Fazit:
Ich erwähne noch ein weiteres Geheimnis, der Schneemann ist kein gewöhnlicher Schneemann, nein, es wird eine bekannte Persönlichkeit dargestellt. Das Cover verrät nichts. Wer mehr wissen will, sollte das Buch lesen.


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DasGeheimnisdesSchneemanns #NetGalleyDE!

Sonntag, 25. April 2021

Rezension - Tod auf dem Rhein



Autor: Stefan Winges

Titel: Tod auf dem Rhein

Genre: Historisch, Krimi, Klassiker

Version: Taschenbuch

erschienen: 5. November 2004

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons



Über den Autor:
Stefan Winges, geboren 1957 in Rheydt. Studium der Philosophie, Germanistik und Komparatistik in Bonn. Schon während des Studiums Tätigkeit als Antiquar, zuerst in Bonn, dann ab 1986 in Köln.


Kurzbeschreibung, übernommen:
1903: Dr. Watson folgt einem Hilferuf von Luzia Bylandt, jetzt Mrs. Jones, nach Ägypten. Bei Ausgrabungen im Tal der Könige häufen sich die mysteriösen Vorfälle. Um in den Besitz eines altägyptischen Amuletts zu gelangen, geht eine obskure Bande von Grabräubern offenbar über Leichen. Sogar in Cairo. bei ihrem alten Kölner Freund Baron Oppenheim, ist Luzia nicht sicher. Eine gefährliche Flucht quer durch Europa beginnt. Erst in Köln kommt das wahre Ausmaß der Affaire ans Licht. Sherlock Holmes und Dr. Watson stellen sich einem übermächtigen Gegner und müssen erfahren, dass es im romantischen Rheintal genauso tödlich zugehen kann wie an den Ufern des Nils.


Meine Meinung:
Nachdem ich von Stefan Winges den Krimi " Der vierte König" gelesen hatte, war für mich klar, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen wollte. Es begann dann für mich sehr humorvoll, denn Holmes und Watson erinnerten sich an den Fall vor einigen Jahren in Köln. Begriffe wie "Jungfrau war keine Jungfrau" und "Stippefott" empörten die Haushälterin Mrs Hudson, amüsierten Holmes und machten Watson verlegen. Aber dies möchte ich nur am Rande erwähnen.
Eines Tages erhält Watson einen Brief aus Ägypten, der alles ins Rollen bringt. Holmes ist leider schon seit einiger Zeit unterwegs, ohne eine Nachricht hinterlassen zu haben. So macht sich Watson alleine auf den Weg nach Cairo. Nach einer erstaunlichen kurzen Reisezeit von fünf Tagen erreicht er sein Ziel und trifft dort auf alte Bekannte des ersten Buches. Ich möchte hier natürlich nicht alles nacherzählen, aber einige Hinweise sind schon wichtig, um meine Begeisterung zu verstehen. Ein Ausflug zu einer Grabkammer von Watson und Mrs. Jones, die den Brief geschrieben hatte, bekam eine gefährliche Wendung. Dies und einiges mehr, veranlassten die Flucht mehrerer Personen nach Köln. Natürlich war die Reise nicht ohne Gefahren, selbst die Fahrt im Orientexpress war nicht so harmlos, wie sie sonst immer war.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass der Autor bekannte Persönlichkeiten und auch andere Begebenheiten aus Klassikern und der Zeitgeschichte in diesem Buch eingebunden hat. Wir wissen ja alle, dass Dr. Watson derjenige war, der alle Abenteuer von Sherlock Holmes nieder geschrieben hat. Deshalb erfahren wir Leser alles aus Sicht von Watson, geschildert in der Ich-Form. Natürlich taucht Holmes auf und mischt eifrig mit.
Ich erwähnte ja schon, dass die Reise nicht ohne Gefahren war. Es wurde immer spannender, sogar der Kölner Dom stand gefährlich im Weg. Nicht nur ich fragte mich, wer denn hinter allem steckt und die Auflösung war für alle eine Überraschung.
Der Schreibstil des Autors hat mir gut gefallen, da ich inzwischen einige alte Geschichten von Holmes und Watson gelesen hatte, konnte ich auch Vergleiche anstellen. Deshalb bin ich der Meinung, dass es eine gelungene Hommage ist.


Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, vor allem hatte ich das Gefühl, es passt so richtig zu den alten  Geschichten  über die Fälle von Sherlock Holmes und Dr. Watson. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.
Leider gibt es keine Neuauflagen des Verlages, aber die Bücher können beim Autor angefordert werden.


Ich bedanke mich vielmals beim Autor für das Rezensionsexemplar. 

Sonntag, 4. April 2021

Rezension - Der vierte König



Autor: Stefan Winges

Titel: Der vierte König

Genre: Krimi, Klassiker, Historisch

Version: Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 1. Januar 2000

Seiten: 255

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Emons 



Über den Autor:
Stefan Winges ist nach einem Studium der Philosophie als Autor, Antiquar und Lehrer für Kampfsport tätig und lebt mit Frau und zwei Katern in einem alten Haus in Köln-Ehrenfeld. Bisher hat er neben einem Hörspiel für den WDR sechs Romane veröffentlicht, in denen es unter anderem auch Sherlock Holmes an den Rhein verschlägt. Stefan Winges ist nach einem Studium der Philosophie als Autor, Antiquar und Lehrer für Kampfsport tätig und lebt mit Frau und zwei Katern in einem alten Haus in Köln-Ehrenfeld. Bisher hat er neben einem Hörspiel für den WDR sechs Romane veröffentlicht, in denen es unter anderem auch Sherlock Holmes an den Rhein verschlägt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln 1896. Ein mysteriöser Raub führt Sherlock Holmes an den Rhein: Aus dem Dom sind die Heiligen Drei Könige gestohlen worden. Was die Polizei erst nicht so recht ernst nimmt, entpuppt sich bald als Teil einer bizarren Verschwörung, die ein Opfer nach dem anderen fordert. Die Wurzeln der grausigen Ereignisse scheint bis tief ins Mittelalter zurückzureichen. Unterstützt von einem alten Kölner Jesuitenpater und dessen Nichte Luzia kämpfen Sherlock Holmes und Dr. Watson gegen einen unheimlichen und äußerst gefährlichen Gegner.


Meine Meinung:
Vor kurzem wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und ich war besonders neugierig darauf. Denn Sherlock Holmes sollte zu uns an den Rhein kommen und hier ermitteln. 😉 Allerdings hat Stefan Winges dafür gesorgt, dass Holmes und Watson nach Köln kamen und heraus finden sollten, wer die Heiligen Drei Könige gestohlen hat. Dies war noch ein weiterer Grund, dass ich das Buch lesen wollte. Denn ich wollte zu gerne erfahren, ob ein Autor der Gegenwart sich in die Zeit der Jahrhundertwende begeben und einen spannenden Krimi, sozusagen als Hommage, schreiben kann. Vorab möchte ich erwähnen, dass ich der Meinung bin, es ist dem Autor gelungen.
Stefan Winges hat mir nicht nur einen spannenden Krimi geboten, er hat mir auch interessante Einblicke in die Gedanken von Holmes und Watson geboten. Vor allem in die von Watson, der einiges über das Leben in Köln, vor allem über das Essen und Trinken preis gegeben hat. Aber das waren nur Wahrnehmungen am Rande. Die Hauptgeschichte wurde immer spannender und näherte sich einem dramatischen Höhepunkt in der Nähe von Köln. Wie immer werde ich nicht mehr verraten, um anderen nicht das Lesevergnügen zu nehmen. Auf jeden Fall hat mich der Autor an das Buch gefesselt. Außerdem hat er dafür gesorgt, dass ich in Kürze das nächste Buch von ihm lesen werde und doch das eine oder andere "alte" Buch von und mit Sherlock Holmes.


Fazit:
Sherlock Holmes und Dr. Watson haben dafür gesorgt, dass die Gebeine der Heiligen Drei Könige wieder im Kölner Dom sind. Wie, es hat keiner bemerkt, dass sie weg waren? Naja, etwas künstlerische Freiheit sei einem Autor erlaubt und so hätte es doch sein können, oder? Gerne gebe ich für dieses Buch eine Leseempfehlung.

Das Buch ist ursprünglich im emons Verlag erschienen, jetzt aber nicht mehr im Sortiment. Interessierte Leser können sich beim Autor melden und dort das Buch bestellen.


Beim Autor möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.