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Sonntag, 14. November 2021

Rezension - Ein Cottage in Cornwall



Autorin: Elisabeth Kabatek

Titel: Ein Cottage in Cornwall

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und Paperback

erschienen: 1. Oktober 2021

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Droemer TB



Über die Autorin:
Elisabeth Kabatek wuchs in einer beschaulichen Kleinstadt unweit der Landeshauptstadt Stuttgart auf. Ihre frühkindliche literarische Prägung erfolgte durch Mutter (Losungsbüchle), Vater (Asterix) und Tante (Pippi Langstrumpf). Auf die im Schulaufsatz der 3. Klasse gestellte Frage "Was ich einmal werden will", konnte es nur eine einzige Antwort geben: Schriftstellerin. Wenige (also so ungefähr 34) Jahre später war es dann soweit: das "Laugenweckle" erschien. was es noch zu berichten gibt kann hier gelesen werden


Kurzbeschreibung, übernommen:
Noch mehr Chaos in Cornwall – große Liebe inbegriffen: Im humorvollen Roman der Bestseller-Autorin Elisabeth Kabatek muss es die 50-jährige Margarete nicht nur mit der Ex-Frau ihrer neuen Liebe aufnehmen, sondern auch noch mit ihrer schwäbischen Mutter! Margarete hat endlich die Liebe ihres Lebens gefunden! Okay, mit 50, und in Cornwall statt im heimischen Stuttgart. Aber der Biofarmer Chris im idyllischen Port Piran ist ein echter Hauptgewinn. Das scheint leider auch seiner Noch-nicht-ex-Frau plötzlich klar zu werden. Sie mischt die neue Beziehung genauso auf wie Margaretes schwäbische Mutter. Währenddessen verliebt sich Maggies englische Freundin, die Expunkerin Lori im zarten Alter von 61 zum ersten Mal. Zwei Frauen, zwei Freundinnen – und beide müssen um ihr Glück kämpfen...


Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung machte mich neugierig, denn ich wollte wissen, was die beiden Freundinnen erleben würden. Mit 50 vom Schwabenländle nach Cornwall übersiedeln, ist doch schon mutig. Oder der ersten Liebe mit 61 zu begegnen und sich ihr stellen, ich war gespannt, was sich die Autorin so alles ausgedacht hat.
So kam es, dass ich Margarete und Lori kennen lernte und mit ihnen lachen und weinen musste. Ja, die Geschehnisse rund um die beiden waren sehr vielseitig und bevor ich doch etwas verrate, empfehle ich lieber, dass jeder das selbst lesen sollte.
Nicht immer war ich mit den Handlungen der Personen einverstanden, sie machten es sich selbst manchmal zu schwer. Aber auch einige Nebenfiguren hatten ihr Päckchen zu tragen oder haben sich eingemischt, was nicht unbedingt erforderlich gewesen wäre.
Dieses Buch, in dem Lori und Margarete im Wechsel ihre Geschichte erzählen, ist das dritte Cornwall-Buch der Autorin. Ich kenne die beiden ersten nicht, hatte aber auch keine Probleme, jetzt einzusteigen.


Fazit:
Ein Buch, das sehr viele Gefühle auslöst. Wer gerne viele Leute mit interessanten Charakteren kennen lernen möchte, wird an dem Buch seine Freude haben.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 19. September 2021

Rezension - Die Edelweißpiratin


Autorin: Michaela Küpper

Titel: Die Edelweisspiratin

Genre: Historisch

Version: eBook und Hardcover

erschienen: 1. September 2021

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Droemer HC


Über die Autorin:
Michaela Küpper wurde im niederrheinischen Alpen geboren und ist in Bonn aufgewachsen. In Marburg studierte sie Soziologie, Psychologie, Politik und Pädagogik. Dann zog es sie zurück ins Rheinland, wo sie nach einem Volontariat viele Jahre lang als Projektmanagerin in einem Verlag tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Illustratorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Exakt recherchiert, mitreißend erzählt:- ein ergreifendes Stück deutsche Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus in Köln – und die wahre Geschichte einer mutigen Familie
Köln im Sommer 1933: Die SA stürmt die Wohnung der Familie Kühlem, die dafür bekannt ist, regelmäßig kommunistische Treffen abzuhalten. Gertrud und ihre Tochter Mucki lässt man zunächst in Ruhe, doch Peter Kühlem wird ins Braune Haus verschleppt. – wo erst einen Tag zuvor eine Freundin und Genossin zu Tode kam. und muss später als "Moorsoldat" in einem Arbeitslager um sein Leben bangen.
Trotz ihrer Sorge um Peter hält Gertrud jetzt erst recht an ihrem Kampf für eine bessere, gerechtere Welt fest. Als die Herrschaft der Nazis immer erdrückender wird, schließt Mucki sich den »Edelweißpiraten« an, einer Gruppe Jugendlicher, die im Widerstand aktiv ist und immer größere Risiken eingeht …
Michaela Küpper greift in ihrem sorgfältig recherchierten historischen Roman das Schicksal der Familie Kühlem aus Köln auf, die sich von Anfang an der Herrschaft des Nationalsozialismus widersetzt hat. »Die Edelweißpiratin« ist ein bewegender Roman – und eine wahre Geschichte.


Meine Meinung:
Nachdem ich vor kurzem erst das Buch "Der Kinderzug" von Michaela Küpper gelesen hatte, war ich neugierig auf dieses geworden. Denn ich war der Meinung, dass sie sehr gut recherchiert hatte und nun gespannt, ob es diesmal auch wieder so ist.
Die Geschichte ist fiktiv, allerdings gab es Gertrud "Mucki" Kühlen wirklich und anhand vieler Quellen hat die Autorin versucht, der Lebenswelt der Edelweißpiraten nachzuspüren. Dies berichtet Michaela Küpper im Nachwort und ich finde, es ist ihr bestens gelungen. 
Von Juli 1933 bis Juni 1946 konnte ich die Mutter Gertrud und ihre Tochter Mucki begleiten. Im Wechsel habe ich vieles jeweils über Mutter und Tochter erfahren können. Wobei Mutter Gertrud alles in der Ich-Form geschildert hat. Natürlich lernte ich auch weitere Personen kennen. Gertrud war als Apothekerin sehr aktiv und hat vielen Menschen auf verschiedenste Art und Weise geholfen. Mucki war schon als Kind sehr aufgeschlossen und hat vieles hinterfragt, leider wurde das von SA und SS nicht gerne gesehen. Ich fand es ausgesprochen interessant durch dieses Buch viel über das Leben junger Leute zu erfahren, die sich nicht in Gruppen pressen lassen wollten. Es hat auch nachdenklich gemacht, wie hätten wir damals wohl gehandelt? Glücklicherweise hat Mucki alles überlebt, im Gegensatz zu anderen sehr bekannten Edelweißpiraten. 


Fazit:
Wer mehr über das Leben junger Leute im besonderen, vor rund neunzig Jahren wissen möchte, sollte dieses Buch lesen. Es spiegelt vieles vom Alltagsleben wieder: Familie, Beruf, Schule und Einstellungen zum Zeitgeschehen werden sehr gut geschildert.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Mittwoch, 1. September 2021

Rezension - Der Kinderzug


Autorin: Michaela Küpper

Titel: Der Kinderzug

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: TB 2. August 2021

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Droemer TB


Über die Autorin:
Michaela Küpper wurde im niederrheinischen Alpen geboren und ist in Bonn aufgewachsen. In Marburg studierte sie Soziologie, Psychologie, Politik und Pädagogik. Dann zog es sie zurück ins Rheinland, wo sie nach einem Volontariat viele Jahre lang als Projektmanagerin in einem Verlag tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Illustratorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Ruhrgebiet im Sommer 1943. Die junge Lehrerin Barbara soll eine Gruppe Mädchen im Rahmen der sogenannten Kinderlandverschickung begleiten. Angst, aber auch gespannte Unruhe beherrschen die Gedanken der Kinder, denn sie wissen nicht, was sie erwartet. Das Heim, das ihr zeitweiliges Zuhause werden soll, erweist sich zunächst als angenehme Überraschung, doch dann muss dieses geräumt werden.
Es beginnt eine Odyssee, die nicht nur die Kinder, sondern auch Barbara an ihre Grenzen führt, denn mehr und mehr wird sie, die sich bisher aus der Politik herauszuhalten versucht hat, mit den grausamen Methoden und Plänen der Nationalsozialisten konfrontiert – und mit Menschen, die für ihre Ideologie vor nichts zurückschrecken.
Als schließlich ein Mädchen verschwindet und ein polnischer Zwangsarbeiter verdächtigt wird, kommt für die Lehrerin die Stunde der Entscheidung.
Ein Roman über die Frage: Wie konnte man, konnte eine Frau unter dem verbrecherischen System des Nationalsozialismus anständig bleiben?


Meine Meinung:
Mich hat dieses Buch interessiert, weil ich wusste, dass mein Vater mit seinen Geschwistern auch verschickt wurde. Damals wurde die gesamte Schule evakuiert und ins Bergische Land verschickt. Allerdings haben sie dort eine "harmlosere" Zeit verbringen dürfen.
Die junge Lehrerin Barbara soll eine Gruppe Mädchen begleiten. Sie wurden vom Ruhrgebiet zur Insel Usedom geschickt. Niemand hat damit gerechnet, dass diese Reise, die im Jahr 1943 startete, erst 1945 enden würde.
Die Autorin hat sehr eindrucksvoll beschrieben, wie damals gereist werden konnte und was die Kinder alles erleben mussten. Sie hat sich aus der Gruppe vier Personen herausgesucht, über die kapitelweise im Wechsel geschrieben wurde. So lernte ich einige näher kennen und auch deren Gedanken.
Natürlich habe ich nebenbei auch viel über die Einstellungen verschiedener Personen und über das Alltagsleben unter dem Regime erfahren können.
Das Cover ist passend, es konnte nicht viel Gepäck mitgenommen werden und die Reise selbst war nicht ungefährlich, außerdem mussten weite Strecken zu Fuß zurück gelegt werden.


Fazit:
Wer etwas mehr über die damalige Zeit, Sinn und Zweck dieser Kinderlandverschickungen wissen möchte, der sollte dieses Buch lesen. Die Autorin hat gut recherchiert und daraus einen aufwühlenden Roman gemacht.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 31. August 2021

Rezension - Ein Koffer voller Schönheit


Autorin: Kristina Engel

Titel: Ein Koffer voller Schönheit

Genre: Frauenbuch, historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 1. August und 1. September 2021

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Droemer TB





Über die Autorin:
Kristina Engel wurde in Lübeck geboren und wuchs in Hamburg auf. Sie lebte viele Jahre in Lüneburg und arbeitete dort als Lokalredakteurin sowie als Kundenberaterin für eine große Parfümeriekette. Ferien an der Ostsee gehörten lange Zeit zur Familientradition – ebenso wie fröhliche Feste, auf denen mehrere Generationen von Frauen ihre geheimen Schönheitstipps weitergaben. Großmutter Martha schwor auf Melkfett, Mutter Christa badete ihre Hände in Olivenöl.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Reisende in Sachen Schönheit: Kristina Engels historischer Roman aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts erzählt die Geschichte der ersten deutschen Avon-Beraterin zwischen Wirtschaftswunder und häuslicher Enge.
Ende der 50er Jahre ist eine Fernsehtruhe oder gar ein Auto für viele Deutsche noch ein ferner Traum. Umso begehrter sind die kleinen Dinge, die das Leben schöner machen.
Wie sehr sich gerade die Hausfrauen nach ein wenig Luxus und Leichtigkeit sehnen, weiß Anne Jensen genau. Immerhin geht es ihr selbst nicht anders, seit ihr geliebter Mann Benno sich beim Aufbau seines Geschäfts immer weiter von ihr zurückzieht. Was ist aus der großen Liebe geworden, die sie beide alle Prüfungen von Krieg und Nachkriegszeit hat überstehen lassen?
Da entdeckt Anne eine Anzeige des amerikanischen Kosmetik-Herstellers Avon: Liebend gerne würde sie als Avon-Beraterin mit Puder und Parfum den Glanz der weiten Welt in deutsche Haushalte bringen. Doch ist sie auch bereit, für diese Freiheit ihre große Liebe aufzugeben?
Frauenrechte, Wirtschaftswunder und das mondäne Flair des fernen Amerika: Der historische Roman »Ein Koffer voller Schönheit« ist ein lebendig erzähltes Stück Zeitgeschichte der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts.


Meine Meinung:
Das Buch hat einen interessanten Titel und das Cover zeigt einiges aus der damaligen Zeit, außerdem wurde es vom Verlag sehr schön präsentiert. Ich wurde neugierig und habe doch eher mit dem Lesen begonnen, als es geplant war.
Ich lernte Anne Jensen zu einem Zeitpunkt kennen, in dem sich gerade für Frauen vieles ändern konnte, wenn sie es denn wollten. Beziehungsweise, wenn ihr Ehemann es erlaubte. Die kurze Zeitspanne, in der ich Anne begleite, beginnt im Frühjahr 1959. Anne ist vierunddreißig Jahre alt und in einer schwierigen Zeit aufgewachsen und hatte es auch nicht leicht mit ihren Eltern.
Sie befindet sich in einer Situation, in der sie sich nicht wohlfühlt, aber selbst wenig ändern kann und auch nicht unbedingt will. Bis ihre Schwiegermutter dafür sorgt, dass sie als Avon-Beraterin tätig werden kann. Jetzt war ich an dem Punkt angelangt, der mit dem Buchtitel zu tun hatte. Allerdings dauerte es sehr lange und so richtig viel habe ich dazu auch nicht erfahren.
Im Grunde hat die Autorin das Leben Anfang der 60er Jahre berichtet, was ich sehr interessant fand, denn vieles vom Zeitgeschehen wurde darin aufgenommen. Ob es nun die große Politik, die Teilung Deutschlands oder Verarbeitung von Kriegsgeschehen war. Zufällig wurde Anne Vertreterin von Avon, es hätte auch eine andere Aufgabe sein können. Aber es passte genau zu den Personen und deren Erlebnissen. Die Frauen wollten sich endlich etwas gönnen und mussten lernen, sich dezent zu schminken. Mir sind die Parfümfläschchen in Erinnerung geblieben, sie sahen toll aus und waren mal etwas anderes als das altbekannte Kölnisch Wasser.
Das Buchcover passte genau zu dem Inhalt des Buches, denn Anne war anfangs mit der Isetta unterwegs, um die Sachen aus dem Köfferchen vorzustellen.


Fazit:
Ein interessantes Buch, das vieles vom Zeitgeschehen Anfang der 60er Jahre widerspiegelt. Ich hatte zwar eine andere Erwartungshaltung, nachdem ich diese zurück geschraubt hatte, war ich ganz zufrieden mit der Geschichte rund um Anne. Denn ich hatte das Gefühl, dass in der Hauptsache das Familienleben und Verarbeitung von unangenehmen Ereignissen behandelt wurden. Avon spielte eine kleine Rolle, die dann immer wichtiger wurde für die Verwirklichung von Anne.


Bei der Autorin und beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 12. September 2020

Rezension - Hope Rides Again



Autor: Andrew Shaffer

Titel: Hope Rides Again

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 3. August 2020

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Droemer TB



Über den Autor:
Andrew Shaffer ist die New York Times-Bestseller-Autor des wesentlichen Überlebensführung , wie eine Sharknado zu überleben und andere unnatürliche Katastrophe, sowie die bevorstehende Ghostbusters tie-in, Geister aus der Vergangenheit: wahrsten Sinne des Wortes: Die Untersuchung der Paranormal. Er ist kein Wissenschaftler. Er ist eher wie eine Game-Show-Host.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bromance never dies – die Ex-Präsidenten Barack Obama und Joe Biden lösen ihren 2. Fall!
Herrlich absurde Unterhaltung für Fans satirischer Noir-Krimis mit einem ordentlichen Schuss Gesellschaftskritik Was ist bloß los mit Ex-Präsident Barack Obama? Ex-Vize Joe Biden macht sich ernsthaft Sorgen um seinen Super-Freund, der in einem untypisch scheußlichen Anzug zu einer Konferenz in Chicago auftaucht. Als dann auch noch Obamas Blackberry aus dem Tagungsraum verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse – schließlich sind darauf die Nummern sämtlicher Machthaber dieser Welt gespeichert! Die Jagd nach dem Uralt-Handy führt die best friends Barack Obama und Joe Biden in die Unterwelt von Chicago, mitten ins Reich der Gangs, zu undurchsichtigen Priestern, vorbestraften Jugendlichen und in eine russische Sauna. Die wichtigste Frage bleibt jedoch: Wann bekommt Joe Biden endlich sein Eis?
Ironisch, komisch, geistreich: Mit »Hope Rides Again« legt der amerikanische Bestseller-Autor Andrew Shaffer die geniale Fortsetzung seines Noir-Krimis »Hope Never Dies« vor und beschert damit der berühmtesten Bromance, seit es das Internet gibt, einen großartigen zweiten Auftritt. Denn wenn irgendjemand diese Welt noch retten kann, dann sind es die Ex-Präsidenten Barack Obama und Joe Biden!


Meine Meinung:
Nachdem ich das erste Buch „Hope Never Dies“ gelesen habe, war klar, dass ich auch das zweite lesen wollte und wartete darauf, dass es übersetzt und hier veröffentlicht wird.
Die amerikanische Ausgabe ist 2019 erschienen und behandelt vorausschauend ein Thema, das in diesem Jahr wirklich sehr aktuell ist. Denn Joe Biden kandidiert tatsächlich. Der Autor lässt uns in dem Buch an den Überlegungen teilhaben. Aber darum geht es zunächst nicht.
Das Blackberry von Barack Obama ist verschwunden. Wurde es gestohlen oder was ist damit passiert? Joe Biden macht sich Sorgen und begibt sich auf die Suche. Was die beiden nun alles erleben, hat der Autor sehr fesselnd beschrieben. Er spart dabei auch nicht an Kritik der amerikanischen Gesellschaft. Für uns Leser gibt es viele interessante Einblicke.
Auch diesmal begeistert mich das Cover sehr, beim ersten Buch war es auch der Grund, das ich mich für das Buch interessierte.


Fazit:
Es macht Spaß über dieses Team zu lesen. Spannung, Rätsel raten und ein besonderer Humor sorgen für das Lesevergnügen. Das Buch kann unabhängig von dem ersten gelesen werden, aber ich empfehle allen, beide Bücher zu lesen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#HopeRidesAgain #NetGalleyDE

Montag, 9. Dezember 2019

Rezension - Hope never dies


Autor: Andrew Shaffer

Titel: Hope never dies

Genre: Krimi

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 2. Dezember 2019

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droemer TB




Über den Autor:
Andrew Shaffer ist Autor zahlreicher New York Times Bestseller u. a. »The Day of the Donald: Trump trumps America« und »Fifty Shames of Earl Grey«. Er lebt mit seiner Frau, der Autorin Tiffany Reisz, in Lexington, Kentucky. Er unterrichtet am Carnegie-Center for Literary and Learning. »Hope Never Dies« ist sein Krimi-Debüt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Action-Heroes aufgepasst, hier kommen Obama und Biden!
Halb Noir-Krimi, halb „Bromance“ macht dieser »New York Times«-Bestseller vor allem eines: jede Menge Spaß!
Ex-Vize-Präsident Joe Biden kann sich so gar nicht damit abfinden, ein Ex-Vize-Präsidenten-Leben zu führen. Er langweilt sich auf seinem Anwesen mit Hund und Frau beinahe zu Tode, außerdem vermisst er sein Idol und besten Freund, Ex-Präsident Barack Obama. Der scheint sich derweil prächtig zu amüsieren, ob beim Bungee-Jumping von einem Hochhaus in Hongkong oder beim Speedboot Fahren vor der Küste Südafrikas.
Doch dann führt der Tod eines alten Bekannten das Dream-Team Obama und Biden wieder zusammen: Bidens Lieblings-Amtrak-Fahrer hat sich ausgerechnet vor einen Amtrak-Zug geworfen. Und das ist nicht das einzig Seltsame: Der alte Mann war vollgepumpt mit Drogen – und er hatte eine Karte bei sich, auf der Bidens Anwesen markiert war. Eines ist Obama und Biden sofort klar: Dies ist ein Fall von höchster Tragweite. Ein Fall von höchster Komplexität. Ein Fall für die Ex-Präsidenten Obama und Biden!


Meine Meinung:
Zum Lesen dieses Buches hat mich wirklich in erster Linie das Cover verführt. Die Kurzbeschreibung las sich ja auch sehr interessant und ich war so richtig neugierig geworden. Zu gerne wollte ich wissen, ob die beiden wirklich das beschriebene Dreamteam sind und was der Autor sich hat einfallen lassen. Hoch gelobt wurde es ja.
Erzählt wurde die Geschichte aus Sicht von Joe Biden, der sich so ein bisschen langweilt und etwas neidisch auf  Barack Obama ist. Schließlich haben sie beiden jahrelang sehr eng zusammen arbeiten müssen und nun führt jeder sein eigenes Leben. Eines Tages steht Barack Obama aber im Garten von Joe Biden und teilt ihm mit, dass ein Mann tot aufgefunden wurde, der eine Karte seines Anwesens bei sich hatte. Was hat das zu bedeuten? Durch Joe Biden erfuhr ich, dass er den Mann kannte und nun wissen wollte, was das alles zu bedeuten hat und was wirklich passiert war. Biden teilt mir seine Gedanken zu vielen Dingen mit, wobei kritische Bemerkungen zur Politik ebenfalls darin vorkommen. Es hat mir sehr gut gefallen, wie die beiden unterschiedlichen Männer versuchen Klarheit in die Angelegenheit zu bekommen. Ich merke die großen Altersunterschiede und kann die verschiedenen Verhaltensweisen der beiden sehr gut nachvollziehen. Und ich konnte feststellen, dass es dem Autor gelungen ist, Spannung, Humor und Gesellschaftskritik gut in diesem Buch miteinander zu kombinieren. Ich gebe zu, es gibt spannendere Krimis, aber das ungewöhnliche Ermittlerduo hat mich gut unterhalten.


Fazit:
Ok, am Dreamteam müssen die beiden noch etwas arbeiten, aber es hat doch schon ganz gut geklappt und ich bin gespannt auf das nächste Buch, das eigentlich "nur" noch übersetzt werden muss. Auf jeden Fall gebe ich gerne eine Leseempfehlung, denn es ist nicht nur alleine ein Krimi, es gewährt auch viele interessante Einblicke.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 14. April 2019

Rezension - Spanischer Totentanz


Autorin: Catalina Ferrera

Titel: Spanischer Totentanz

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. März 2019

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droemer TB




Über die Autorin:
Catalina Ferrera ist das Pseudonym von Eva Siegmund, 1983 in Bad Soden geboren. Sie arbeitete als Kirchenmalerin, Juristin und Verlagsmitarbeiterin, bevor sie sich voll und ganz dem Schreiben widmete. Für ihre Kurzgeschichten hat sie bereits zahlreiche Preise gewonnen. Ferrera lebt in Barcelona und Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die in Barcelona lebende Autorin Catalina Ferrera mit ihrem zweiten hinreißend atmosphärischen Barcelona-Krimi für den Berliner Ex-Kommissar Karl Lindberg und seinen katalanischen Schwager Comisario Alex Diaz von der Mossos d`Esquadra. Mit sicherem Gespür für kriminalistische Spannungsbögen sowie liebevollem Blick auf die Eigenheiten und Zwistigkeiten der Katalanen und Spanier führt Catalina Ferrera den Leser in ihrem zweiten Barcelona-Krimi nicht nur durch die faszinierende Hauptstadt Kataloniens, sondern auch auf Barcelonas riesigen Friedhof, den Cementiri de montjuïc.
Denn was treibt ein erzkonservativer Politiker nachts auf dem Cementiri de montjuïc - einem Friedhof, so groß wie eine ganze Stadt, der in den dunklen Stunden Schauplatz illegaler Partys und allerhand anderer unziemlicher Vergnügungen ist? Und, wichtiger noch: Wer hat den Mann dort ermordet? Als eine weitere – unbeerdigte – Leiche auf dem Friedhof auftaucht, geht im abergläubischen Barcelona schnell die Angst um. Comisario Alex Diaz und sein Schwager Karl Lindberg, gerade offiziell zum Sergent der katalanischen Polizei ernannt, haben alle Hände voll zu tun, den »Teufel« selbst dingfest zu machen.
Ein Mord und ein ausgetüftelter Kriminalfall in der "Stadt der Toten", Spanien-Atmosphäre, Humor und Charme - das sind die Ingredienzien, die bei einem Urlaubs-Krimi, einem Länder-Krimi, nicht fehlen dürfen.


Meine Meinung:
Da die Stadt Barcelona bereits länger auf meiner Wunschreiseliste steht, wollte ich sie wenigstens schon mal durch diesen Krimi etwas kennen lernen.  Und das ist mir auch gelungen, denn ich konnte  die beiden Kommissare Alex Diaz und Karl Lindberg begleiten. Sie waren in Barcelona ganz schön viel unterwegs, entweder zu Tatorten oder aus anderen Gründen. Ich lernte einige interessante Orte kennen, die die Autorin sehr gut beschrieben hat. Aber sie hat mich nicht nur mit den Beschreibungen der Stadt begeistert, sie hat auch reichlich Spannung aufgebaut und mich sehr überrascht, als ich erfuhr, wer denn der Täter war.
Dieses Buch ist bereits das zweite, in dem Alex und Karl gemeinsam ermitteln. Ich kenne das erste Buch (noch) nicht, was aber kein Problem für mich war. Der Einstieg ist mir gut gelungen, denn durch kurze Erwähnungen über vergangene Ereignisse, fand ich mich prima zurecht.  Das Ermittlerduo ist der Autorin gut gelungen. Karl hat bisher in Berlin gearbeitet und sich aus familiären Gründen in Barcelona nieder gelassen. Nachdem er bei der Mosso aufgenommen wurde, durfte er mit seinem Schwager Alex zusammen arbeiten. Aber auch den anderen Beteiligten wurden interessante Charaktere zugeordnet. Ich möchte jetzt nicht auf jeden einzelnen eingehen, allerdings gibt es auch hier  eine Vorgesetzte, die es ihren Mitarbeitern nicht unbedingt leicht macht.
Dem flüssigen Schreibstil habe ich es zu verdanken, dass ich das Buch zügig durchlesen und somit auch schnell über die Entwicklung des Falles und dem Ende informiert werden konnte.


Fazit:
Ich fühlte mich mit diesem Krimi gut unterhalten, denn es war dort so vieles miteinander verbunden, neben der Spannung, habe ich auch vieles über das Alltags- und Privatleben der Beteiligten erfahren. Ich empfehle das Buch gerne weiter und werde mit Sicherheit auch noch weitere Folgen lesen wollen.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#SpanischerTotentanz #NetGalleyDE

Montag, 11. Februar 2019

Rezension - Grenzgänger


Autorin: Mechtild Borrmann

Titel: Grenzgänger

Genre: Roman, Historisch

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 1. Oktober 2018

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droemer HC




Übre die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Für ihre Romane wurde sie mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Deutschen Krimi Preis. Ihr zuletzt erschienener Roman Trümmerkind steht seit Monaten auf Platz 2 der Spiegel-Bestsellerliste. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen. Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte.


Meine Meinung:
Es gibt immer noch reichlich Ereignisse aus der jüngeren Vergangenheit, die wir nicht kennen und deshalb war ich auf dieses Buch besonders neugierig.
Durch den Schreibstil der Autorin war ich dann auch sehr schnell mittendrin im Thema und Geschehen und konnte mich immer wieder aufregen. Wer jetzt den Finger erhebt und meint, dass Schmuggel wohl etwas kriminelles ist und mit Sicherheit wird an den ganzen Behauptungen wohl etwas dran sein, denn käme sonst ein Mädchen in eine Besserungsanstalt? Na, der soll sich mal in die damalige Situation der Menschen versetzen.  Mich hat vielmehr das angeblich so christliche Verhalten einiger Personen maßlos aufgeregt und ich wünschte allen mit Sicherheit keinen Platz im Himmel.
Mechtild Borrmann hat eine sehr bewegende Geschichte geschrieben. Sie zeigt uns aber auch, dass manche Menschen einfach den Mut haben und nicht aufgeben, allerdings wäre es durchaus angebracht gewesen, miteinander zu sprechen. Es wäre manchem einiges an Leid erspart geblieben.


Fazit:
Eine Geschichte, die einen auswühlt und reichlich Emotionen hervorbringt.  Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall und ich empfehle es wirklich sehr gerne.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 10. September 2017

Rezension - Die Farben im Spiegel


Autorin: Deniz Selek

Titel: Die Farben im Spiegel

Genre: Roman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 1. August 2017

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droemer




Die Autorin Deniz Selek wurde 1967 in Hannover geboren und verbrachte ihre Kindheit in Istanbul. Schon früh begann sie Geschichten zu schreiben, die sie selbst illustrierte. Nach einigen Semestern Germanistik und Pädagogik studierte sie Innenarchitektur, und beschloss dann doch lieber ihren Kindheitstraum vom Bücherschreiben zu verwirklichen. Als waschechte Halbtürkin liebt sie Süßes und Saures, Abendrot und Aberglauben, Kitsch und Klunker, Hut und Häkelwerk und natürlich Sommer, Sonne und Südseestrand. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Alev und Koray wachsen zusammen in Istanbul auf, beide mit einer deutschen Mutter und einem türkischen Vater. Es ist eine Sandkastenliebe, die nicht aufhört, als sie die Türkei verlassen; auch nicht, als sie sich in andere Menschen verlieben und Kinder großziehen. Sie hört nicht auf, obwohl sie die meiste Zeit ihres Lebens getrennt voneinander verbringen. Als Alev daran denkt, auszubrechen aus den engen Grenzen ihrer Existenz in Deutschland, tauchen auch die Erinnerungen an den Liebsten ihrer Jugend wieder auf - und Fragen: Kann es Liebe geben, die bleibt, ganz gleich, was geschieht? Die einfach bleibt, weil sie den richtigen Ort gefunden hat?


Meine Meinung:
Die Autorin hat nicht einfach "nur" eine Liebesgeschichte geschrieben, nein, es ist viel mehr, was sie dem Leser vermittelt.
Alev und Koray verbindet eine Sandkastenfreundschaft und schon früh spüren die beiden eine enge Verbundenheit zueinander. Alev erzählt die Geschichte in der Ich-Form und beginnt auch tatsächlich mit ganz frühen Kindheitserinnerungen.  Aber oft fällen Erwachsene Entscheidungen, die auch das Leben ihrer Kinder betreffen. Alev berichtet dann, wie unterschiedlich sich ihr Leben in den beiden Ländern, der Türkei und Deutschland abspielt. Sie kann Koray einfach nicht vergessen und trotzdem gründet sie später mit einem ganz anderen Mann eine Familie.
Die Frage stellt sich nun, kann aus einer Sandkastenliebe mehr werden? Und dann noch, wie lange kann es dauern, bis es endlich ein Happy End geben kann?

Deniz Selek hat mit diesem Buch eine unterhaltsame Lektüre geschaffen, die einem nebenbei auch einiges über die verschiedenen Kulturen und was alles damit zusammen hängt, berichtet.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, ich bezeichne das auch gerne immer als "Streichelcover" weil es sich so schön anfühlt, durch die hervor gehobene Schrift.


Fazit:
Das ist jetzt mal etwas anderes als einfach  "nur" eine Liebesgeschichte, ich erwähnte es ja bereits. Und es ist auch nicht nur die Geschichte von Alev und Koray, auch die Geschwister und Eltern müssen mit den besonderen Lebensumständen klar kommen. Ich fand es sehr interessant zu lesen und gebe gerne eine Leseempfehlung.

Bei dem Verlag Droemer möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 9. Mai 2017

Rezension - Das warme Licht des Morgens


Autorin: Franziska Fischer

Titel: Das warme Licht des Morgens

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 3. April 2017

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droemer




Franziska Fischer wurde 1983 in Berlin geboren und wohnt dort nach einem Studium der Germanistik und Spanischen Philologie an der Universität Potsdam noch immer. Sie arbeitet als freiberufliche Autorin und Lektorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Licht, die Farben, der Ausdruck in den Augen Fremder – das sind die Zutaten, die Levi für seine Gedichte und Romane braucht. Doch als er bei einem Brand ein kleines Mädchen aus dem Feuer rettet und dabei sein Augenlicht verliert, bricht für den erblindeten Schriftsteller eine Welt zusammen. Nie wieder sehen bedeutet für ihn auch nie wieder die richtigen Worte finden. Verzweifelt zieht er sich immer mehr aus dem Leben zurück. Bis er eines Tages Rea kennenlernt, die neue Kellnerin in dem Café, in dem er immer Essen geht. Sie wird seine Vertraute, durch ihre Augen lernt er wieder sehen und mit ihren Händen schreiben. Auch sie hat mit einem großen Verlust zu kämpfen, der noch viel schwerer wiegt als seine Blindheit. Doch das verrät sie ihm nicht.


Meine Meinung:
Oh oh, das war aber mal wieder ein sehr berührendes Buch. Jeder von uns kann es sich vorstellen, wie es sein würde, wenn man das Augenlicht für immer verliert. Ein Drama! Hier hat das Schicksal bei einem Autor zugeschlagen. Wie soll er denn weitere Bücher schreiben?  Verständlich, dass für Levi zunächst eine Welt zusammen bricht und er sich verflixt schwer tut, mit allem klar zu kommen. Naja, seine Tochter macht es ihm anfangs ja auch sehr leicht. Allerdings kann das Mädel so kurz vor dem Abitur sich nicht auf Dauer um den Vater kümmern.  Zum Glück für alle taucht auf einmal Rea auf, die es schafft, dass Levi nach und nach immer mehr Fortschritte macht.
Sehr bewegend hat die Autorin geschildert,  wie Levi sein neues Leben langsam, aber sicher wieder im Griff bekommt, wie Freunde und Verwandte reagieren, für die es ebenfalls nicht leicht ist.
Allerdings gibt es da noch einige Überraschungen mit denen Levi und wir Leser fertig werden müssen. Die große Frage ist, wie wird Levi reagieren?  Ich war mit dem Ende sehr zufrieden.

Das Buchcover sagt mir diesmal nicht so zu. Irgendwie finde ich es nicht passend. Der Mann schaut und die Frau wendet ihm den Rücken zu, nein, wirklich nicht gut.


Fazit:
Ein sehr berührendes Buch, das einen über vieles nachdenken lässt. Denn auch Levi denkt über vieles nach, was in seinem bisherigen Leben passiert ist. Wir Leser können froh sein, dass wir gucken und so tolle Bücher lesen können.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.