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Montag, 25. Oktober 2021

Rezension - Spiel des Schneemörders



Autor: Klaus Heimann

Titel: Spiel des Schneemörders

Genre: Krimi, Weihnachtskrimi

Version: eBook und Taschenbuch (Nov 21)

erschienen: 21. September 2021

Seiten: 244

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ edition oberkassel



Über den Autor:
Klaus Heimann, Jahrgang 1959. Schon als Jugendlicher liebte er es, anderen Kindern Märchen oder aus dem Stegreif erfundene Geschichten zu erzählen. Die Lust am Erzählen begleitete ihn ins Erwachsenenalter und er begann mit dem Schreiben. Bisher verfasste er Kurzprosa, Lieder, ein Kindermusical und mehrere Romane. Neben seiner Heimatstadt Essen und dem Ruhrgebiet liefern Klaus Heimann Reiseerlebnisse Inspiration für sein schriftstellerisches Schaffen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Selten hat es im Ruhrgebiet so viel Schnee gegeben wie im Winter 2010/2011. Einsam räumt ein Schneepflug frühmorgens die Straße nach Essen Kettwig. Plötzlich sieht der Fahrer etwas Auffälliges am Straßenrand liegen. Er hält an und steigt aus. Auf dem Gehweg findet er eine Frauenleiche.
Möhrchen trifft als erste Kriminalbeamtin am Tatort ein. Ihre Kollegen, Hauptkommissar Sigi Siebert und Erich, stoßen später hinzu. Schnell wird klar, dass es wegen des anhaltenden Schneefalls kaum verwertbare Spuren geben kann.
Jedoch mit dem Fortschreiten der Ermittlungen werden die Polizeibeamten immer frustrierter. Es gelingt ihnen nicht, eine Beziehung zwischen Opfer und Täter zu entdecken. Müssen sie von einem professionellen Killer ausgehen? Das Leben der Ermordeten liefert keinerlei Hinweise in dieser Richtung. Das Tatmotiv bleibt unklar.
In der Nacht zum ersten Weihnachtstag wird Sigi aus dem Bett geholt. Eine neue Frauenleiche, etwa im selben Alter wie das erste Opfer, auf dieselbe Weise erdrosselt. Sigi denkt, dass sie ab jetzt von einem Serienmörder ausgehen sollten.


Meine Meinung:
Sigi Siebert erinnert sich. Sigi ist Rentner und trifft sich mit zwei seiner ehemaligen Kollegen in einer Kneipe, dort unterhalten sie sich über einen Fall vor etwa zehn Jahren. Es lag nicht nur viel Schnee im Ruhrgebiet, es dauerte auch nicht mehr lange bis Weihnachten. Da findet in aller Frühe der Fahrer eines Schneefluges eine Leiche. Sigi und seine Kollegen müssen ermitteln und stehen vor vielen Rätseln. Spuren im Schnee gibt es logischerweise wenige. Ich bin sofort mittendrin im Geschehen und gespannt, wie sich alles entwickelt. Natürlich wissen Sigi, Erich und Ecki, wie der Fall ausgegangen ist. Mir als Leserin werden allerdings zwischendurch Gedanken und Handlungen des Mörders mitgeteilt und so erhöht sich die Spannung. Die Frage lautet: erwischen sie ihn, bevor ein weiterer Mord passiert oder kommen sie zu spät.
Mir gefällt der Schreibstil und die Erzählweise von Klaus Heimann. Er lässt Sigi nicht über die den Ermittlungsarbeiten berichten, sondern auch, wie er und seine Frau Lotte einen Weihnachtsbaum kaufen und wie Lotte sich um eine Freundin kümmert. Nebenbei erwähnt, ich wäre an einer Stelle stinkesauer geworden und hätte direkt etwas unternommen.
Das Cover gefällt mir sehr gut, zu selten sehen wir hier Schnee bei Sonnenschein.


Fazit:
Schnee, Spannung, Weihnachten all das trägt dazu bei, dass ich mich sehr gut unterhalten fühlte und deshalb das Buch gerne weiterempfehle.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 13. Mai 2021

Rezension - Harper - Jäger und Gejagter


 

Autor: Stephan Michels

Titel: Harper - Jäger und Gejagter

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. Oktober 2019

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : edition oberkassel




Über den Autor:
Stephan Michels, Jahrgang 1965, wuchs in Kleve am Niederrhein auf und zog nach Abitur und Studium nach Düsseldorf, wo er im IT-Umfeld tätig ist. Seit 20 Jahren wohnt er mit seiner Familie in Wegberg in unmittelbarer Nähe zur deutsch-niederländischen Grenze und pendelt seitdem regelmäßig zwischen Land und Stadt. Er liebt spannende Literatur und liest gerne Krimis und Thriller. So ist es kaum verwunderlich, dass er sich auch schreibend in diesem Genre tummelt – mit Kurzkrimis und nun mit dem ersten Roman 'Harper - Jäger und Gejagter'.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Simon Harper ist kein herkömmlicher Ermittler. Nach einem traumatischen Einsatz, den er bei den britischen Spezialeinheiten SAS geleitet hat, und einem Anschlag auf seine Familie hat er ein neues Leben als ‚Troubleshooter‘ begonnen und bestreitet seinen Lebensunterhalt damit, unkonventionell die Probleme seiner Klienten zu lösen. Seine Fähigkeiten, die er als Elitesoldat erworben hat, sind dabei kein Nachteil.
Als ihn die Ehefrau des Revisors einer Düsseldorfer Privatbank beauftragt, den angeblichen Unfalltod ihres Mannes zu untersuchen, ahnt er noch nicht, dass er auf diese Fähigkeiten angewiesen sein wird, um zu überleben. Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest, denn er steht plötzlich im Visier des Verfassungsschutzes und eines Profikillers. Auf welche Informationen ist der Revisor gestoßen, die ihn das Leben gekostet haben? Eine seltsame Notiz könnte ein entscheidender Hinweis sein.
Als sich Harper der Lösung dieses Rätsels nähert, verschärft sich die Situation dramatisch. Vom Jäger wird er zum Gejagten. Nicht nur sein eigenes Leben steht auf dem Spiel, zusätzlich gerät seine Auftraggeberin in Lebensgefahr. In einem finalen Showdown trifft Harper auf den mächtigen Drahtzieher im Hintergrund …


Meine Meinung:
Es freut mich, dass ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde. Denn dadurch lernte ich Simon Harper kennen. Er ist als "Troubleshooter" tätig, das heißt, er löst für andere Probleme. Seine Kenntnisse und Erfahrungen aus seiner vorherigen Tätigkeit als Elitesoldat kann er dabei hervorragend nutzen. Harper bekommt viele Anfragen per Mail, eine davon hat er nicht sofort beachtet und als er dann eine zweite bekommt, steckt er unversehens in einem Fall, der sich für ihn sehr gefährlich entwickelt. Sehr spannend hat es der Autor werden lassen. Ich begleitete Harper ja bei seinen Ermittlungen und musste zu meinem Schrecken feststellen, dass er plötzlich zum Gejagten wurde und hoffte, dass er es schaffen und am Ende auch heraus finden würde, was denn nun alles dahinter steckt. Wie immer will ich nichts verraten, aber es blieben keine Fragen offen und ich war zufrieden.


Fazit:
Ein sehr spannendes Buch mit einem ungewöhnlichen Ermittler, besser gesagt Troubleshooter. Ich war an das Buch gefesselt und weiß aus zuverlässiger Quelle, dass an einem Folgebuch gearbeitet wird. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und freue mich auf das nächste Buch.


Beim Autor und Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 6. Januar 2021

Rezension - Die Protestantin


Autorin: Gina Mayer

Titel: Die Protestantin

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Juni 2012

Seiten: 600

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : edition oberkassel



Über die Autorin:
Gina Mayer, geb. 1965, studierte Grafik-Design und arbeitete danach als freie Werbetexterin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit 2006 hat sie eine Vielzahl an Romanen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht. Ihre Werke standen auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Gina Mayer lebt mit ihrem Mann in Düsseldorf.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Kaiserswerth im Jahre 1822. Johanne hat nur einen großen Wunsch: Sie möchte der Armut entkommen und ihr trostloses Elternhaus verlassen. Doch der protestantische Pfarrer Theodor Fliedner erkennt ihre Klugheit und Reife. Er ermutigt sie, ihm in seiner Gemeinde zu helfen. Dabei ist schnell offensichtlich, dass Johanne die ideale Gattin für den ehrgeizigen Pastor wäre. Sie aber lehnt eine Ehe ab und wählt die Freiheit. Fliedner und Johanne bleiben enge Vertraute, verbunden durch ihren Glauben und die Vorbereitungen zur Gründung des ersten Diakonissenhauses in Kaiserswerth. 
Johannes Hoffnung, ihre jüngere Schwester Catharine, die zu ihr zieht, würde sich ebenso stark in der Kirche wiederfinden wie sie selbst, wird enttäuscht. Catharine geht ihren eigenen Weg. Mit ihrem Geliebten stürzt sie sich 1848 in die Revolution. Zwischen den Schwestern entbrennt ein heftiger Kampf um die persönlichen Überzeugungen. Erst ihre gemeinsame Pflegetochter Magdalena scheint erfolgreich darin zu sein, Glaube, Liebe und politische Überzeugung in Einklang zu bringen.


Meine Meinung:
Meine Vorliebe für historische Bücher ist bekannt. Wenn ich dann noch feststelle, dass die Handlung sich in Kaiserswerth, heute ein Stadtteil von Düsseldorf, abspielt und ich die Diakonie und Umgebung kenne, muss ich nicht lange überlegen, ob ich das Buch lesen möchte. 
Zunächst lernte ich Johanne König kennen und musste erleben, wie schwer es Protestanten vor rund zweihundert Jahren hatten. Besonders dann, wenn die Familie zu den Armen gehörte. Die Unterschiede in den Gesellschaftsschichten waren enorm. Der junge Pastor Theodor Fliedner musste dies auch feststellen, als er seinen Dienst in der Gemeinde antrat. Dieser Name sollte den meisten bekannt sein, denn er war nicht nur Pastor, sondern auch der Gründer der Kaiserswerther Diakonie. Über ihn und sein Leben erfahren wir Leser in diesem Buch sehr viel. 
Neben Johanne König stehen noch zwei weitere Frauen im Vordergrund. Johanne ist bereits 17 Jahre alt, als sie eine kleine Schwester bekommt. Catharine, um die sie sich Zeit ihres Lebens kümmert und später auch noch eine Pflegetochter, Magdalena. Die Lebensgeschichten der drei Frauen werden eng mit den Begebenheiten verknüpft. Es war allerdings auch eine aufregende Zeit. Die Armut, das Elend und die Revolution, so vieles spielte eine wichtige Rolle im Leben der drei Frauen und natürlich auch im Leben der Familie Fliedner. 
Nun möchte ich nicht den Eindruck erwecken, es wäre ein Buch, in dem die deutsche Geschichte einfach so aufgearbeitet wird. Nein, die Autorin hat es bestens verstanden, besondere Ereignisse und Situationen der Vergangenheit in einem Roman festzuhalten, sie hat das wirkliche Leben mit Romanfiguren verknüpft. Es gibt die Situation der Frau vor zweihundert Jahren wieder. Außerdem fließt das Leben und Wirken der Diakonissen und der Familie Fliedner mit ein. Ich fand das alles ungemein interessant und habe mich an das Buch fesseln lassen. 
Es hat mir außerdem noch gefallen, dass ich die Örtlichkeiten kannte. Für uns ist es heute selbstverständlich, dass wir mal eben vom Süden der Stadt in den Norden fahren können. Aber damals mussten sehr viele Wege zu Fuß zurück gelegt werden, nicht jeder hatte ein Fuhrwerk oder sogar Geld für eine Droschke. Also rundherum ein sehr gutes und unterhaltsames Buch, das über viele Seiten verfügt, was niemanden wundern sollte, denn die Zeit war sehr ereignisreich.


Fazit:
Ein sehr guter historischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch Wissen erweitern kann. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 16. Oktober 2020

Rezension - Lotte mischt mit


Autor: Klaus Heimann

Titel: Lotte mischt mit

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. August 2020

Seiten: 192

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : edition oberkassel



Über den Autor:
Klaus Heimann, Jahrgang 1959. Schon als Jugendlicher liebte er es, anderen Kindern Märchen oder aus dem Stegreif erfundene Geschichten zu erzählen. Die Lust am Erzählen begleitete ihn ins Erwachsenenalter und er begann mit dem Schreiben. Bisher verfasste er Kurzprosa, Lieder, ein Kindermusical und mehrere Romane. Neben seiner Heimatstadt Essen und dem Ruhrgebiet liefern Klaus Heimann Reiseerlebnisse Inspiration für sein schriftstellerisches Schaffen. 2015 erschien sein erster Kriminalroman „Taxi zum Nordkap“. Ihm folgten und folgen noch weitere.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Hauptkommissar Sigi Siebert und seine Frau Lotte machen Urlaub zum Blütenfest in Werder an der Havel. Außerdem wollen sie dort ihre Tochter Lucy treffen, die in Berlin studiert. Auf einer Fahrradtour hören Sieberts plötzlich Schüsse. Sigi dringt in eine Villa ein und entdeckt dort zwei Frauenleichen. Lotte beharrt darauf, in einer schwarz gekleideten Gestalt, die sie zufällig am Tatort beobachtet hat, eine Urlaubsbekannte aus Essen erkannt zu haben. Die Potsdamer Kripo nimmt ihre Arbeit auf. Immer mehr Spuren führen in die Heimatstadt der Sieberts. Sigi wird mit seinen Kollegen Erich und Möhrchen in die Ermittlungen hineingezogen. Sie machen sich auf die Suche nach der ominösen Frau. Doch die nimmt es bei ihren Aussagen nicht allzu genau mit der Wahrheit. Schließlich ist es wieder eine Beobachtung von Lotte, die bei der Überführung hilft. Aber Sigi muss trickreich agieren, um zu einem Geständnis zu gelangen.


Meine Meinung:
Mit dem Buch "Tod einer Bikerin" habe ich den Hauptkommissar Sigi Siebert kennen gelernt und war jetzt neugierig auf einen weiteren Fall von ihm. Nicht nur ich war neugierig, sein Freund Ecki war es ebenfalls. Obwohl er ja eigentlich alles zu dem Fall wissen müsste. Aber zu gerne werden alte Geschichten an der Theke, in der Stammkneipe, bei ein, zwei, drei oder ganz vielen Pilschen und Samtkragen erzählt. Nach dem Motto, weißt Du noch....
Vor einigen Jahren machten Sigi und Lotte in Werder an der Havel Urlaub. Zufällig hörten sie Schüsse und beide wollten natürlich wissen, was da passiert sein könnte. Ohne es zu wollen, steckten beide mehr oder weniger in einem Fall, dessen Spuren auch nach Essen, ihrer Heimatstadt, führten. 
Sigi erzählt also seinem Freund Ecki alles über diesen Fall und ich fand diesen Schreibstil einmal erfrischend anders. Spannend war es bis zum Schluss. Lotte mischte sich, wie der Buchtitel es verspricht, dann auch kräftig ein, wobei ich manches an ihrem Verhalten unverständlich fand. 
Auf jeden Fall fühlte ich mich gut unterhalten und außerdem bekam ich große Lust, genau dort, wo die beiden waren, auch mal Urlaub zu machen. 


Fazit:
Ein Krimi, der mal ganz anders geschildert wurde. Die Spannung ging dadurch nicht verloren und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 3. September 2020

Rezension - El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde


Autorin: Brigitte Lamberts

Titel: El Gustario de Mallorca und das tödliche Gemälde

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 4. September 2020
erschienen: Taschenbuch 17. September 2020

Seiten: 319

Altersempfehlung: Erwachsene

 Herausgeber : edition oberkassel


Über die Autorin:
Brigitte Lamberts ist promovierte Kunsthistorikerin, freiberufliche PR-Beraterin und Redakteurin. Als Autorin sind drei Düsseldorf-Krimis in Zusammenarbeit mit ihrer Co-Autorin bei edition oberkassel Verlag in Düsseldorf erschienen: Ausgeweidet, Totgetanzt und Wutentbrannt. Diverse Kurzkrimis sind in Anthologien und anderen Printmedien veröffentlicht. Als Mitherausgeberin von Mallorca mörderisch genießen und Blutspuren auf Mallorca (Wellhöfer Verlag, Mannheim) kam sie auf den Geschmack ihre Lieblingsinsel in den Fokus zu stellen und es entstand El Gustario de Mallorca und das tödliche Elixier, ihr erster Mallorca-Krimi, dem sogleich die Fortsetzung El Gustario de Mallorca und der tödliche Schatten folgte, ebenfalls bei edition oberkassel Verlag. Sie ist Mitglied im Westdeutschen Autorenverband e.V., im BVjA - Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V., bei den Mörderischen Schwestern e.V. und im Syndikat.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sven Ruge ist auf Mallorca endgültig angekommen. Es läuft gut bei ihm: Er macht sich als Gastrokritiker einen Namen und unterstützt seinen Freund Manuel bei der Führung von dessen Restaurants. Zufällig lernt er in den Markthallen von Santa Catalina die Schweizerin Sara Füssli kennen und verliebt sich in sie. Sven ist im Glück, denn sie erwidert seine Zuneigung. Gemeinsam erkunden sie die schönsten Orte der Insel und genießen die mallorquinische Küche. Sara möchte mehr über die letzten Wochen ihrer jüdischen Urgroßeltern erfahren. Denn die haben sich 1940 auf der Insel das Leben genommen, um ihrer Deportation zu entgehen. Svens journalistische Neugierde ist geweckt. Doch in seine Verliebtheit mischt sich nach und nach Irritation. Irgendetwas stimmt mit Sara nicht. Sie ignoriert seine Unterstützung. Schließlich stößt Sven auf ein geheimnisvolles Gemälde und ihm wird klar, dass nichts so ist, wie es scheint. Doch die Zeit läuft.


Meine Meinung:
Erstaunlich wie viele Begebenheiten der Vergangenheit sich auch in der Gegenwart wieder finden. Ein sehr interessantes Thema war diesmal die Grundlage zu diesem Krimi: Beutekunst.
Leider waren viele Juden auch auf Mallorca nicht sicher, denn es gab dort reichlich Nazis, die ihnen das Leben schwer machten, beziehungsweise dafür sorgten, dass es vorzeitig tödlich endete.

Sara möchte mehr über ihre Urgroßeltern erfahren, die sich dort das Leben genommen haben, kurz bevor sie verhaftet werden sollten. Zufällig lernt sie Sven Ruge kennen, der ihr behilflich sein will und ihr aber auch einiges von der Insel zeigt. Ich konnte mal wieder dabei sein und viele Orte wiedersehen, die ich im Urlaub kennen gelernt habe. 
Glücklicherweise macht das Lesen der kulinarischen Genüsse ja nicht dick, was mich immer wieder erfreut. Denn Sven lässt es sich als Gastrokritiker nicht nehmen und erklärt Sara viele Gerichte. Natürlich kehren beide in vielen interessanten Restaurants ein. Es könnte alles so schön sein, wenn es da nicht die Kleinigkeit der Merkwürdigkeiten geben würde. Ich verrate nichts, aber ich befürchtete irgendetwas. 
Mal wieder war ich an das Buch gefesselt und gespannt, was sich Brigitte Lamberts diesmal hat einfallen lassen. Geschickt hat sie ein weiteres Mal Geschehnisse der Vergangenheit aufgegriffen und sie durch Beteiligte, vorzugsweise Sven Ruge, aufarbeiten lassen. Obwohl Sven ja am liebsten als Gastrokritiker tätig ist, lässt ihm seine journalistische Spürnase keine Ruhe. Die Autorin gönnt sie ihm ebenfalls nicht und es wird eine aufregende Zeit für ihn. 


Fazit:
Ein weiteres Mal hat mir ein Buch, das Brigitte Lamberts geschrieben hat, vieles bieten können: Spannung, Ausflüge auf der Insel, Appetit auf Tapas und auch etwas Romanze kam darin vor. Nach wie vor bin ich begeistert, dass ich auf bequeme Weise Reisen unternehmen kann. Und auch diesmal meine ich, dass Mallorca-Fans sich freuen werden und wer weiß, vielleicht kann der eine oder die andere in den nächsten Jahren mal die Insel besuchen und vielleicht das Buch als kleinen Reiseführer nutzen. Ich gebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung ab.



Beim Verlag und bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken, ich bekam dadurch nicht nur etwas spannendes, sondern auch die Möglichkeit, das Buch vorab lesen zu dürfen.

Sonntag, 19. April 2020

Rezension - Tod einer Bikerin



Autor: Klaus Heimann

Titel: Tod einer Bikerin

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. November 2019

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über den Autor:
Schon als Jugendlicher liebte es Klaus Heimann, anderen Kindern Märchen oder aus dem Stegreif erfundene Geschichten zu erzählen. Die Lust am Erzählen begleitete ihn ins Erwachsenenalter und er begann mit dem Schreiben. Bisher verfasste er Kurzprosa, Lieder, ein Kindermusical und mehrere Romane. Neben seiner Heimatstadt Essen und dem Ruhrgebiet liefern Klaus Heimann Reiseerlebnisse Inspiration für sein schriftstellerisches Schaffen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sigi Siebert, pensionierter Hauptkommissar, trifft sich mit seinem Kumpel Ecki und seinem ehemaligen Kollegen Erich in seiner Lieblingskneipe. Im Laufe des Abends kommt die Thekenrunde auf Erichs aktuellen Mordfall zu sprechen. Eine Frau wurde in ihrer Wohnung in Essen-Werden erschossen. Ihr Partner schlief zur Tatzeit volltrunken im Nachbarzimmer. Er ist nachweislich nicht der Mörder. Zufällig kommt Sigi zu Hause auf den Fall zu sprechen. Im Gespräch mit seiner Frau Frau Lotte erinnert er sich, dass er den Partner der Ermordeten kennt: es ist ein gemeinsamer Schulkamerad. Sigi kann nicht widerstehen. Er nimmt Kontakt zum alten Bekannten auf, versucht, ihn auszuhorchen, entwickelt ein Tatszenario, lädt ihn in eine Pizzeria ein und konfrontiert ihn mit seiner Theorie. Als Erich davon Wind bekommt, zerstört das Erichs Vertrauen zu seinem Ex-Kollegen. Er gibt ihm keine Auskünfte mehr. Auch Lotte wird immer misstrauischer, was die Aktivitäten ihres Mannes angeht, bis es für den ganz brenzlig wird.


Meine Meinung:
Bisher kannte ich weder den Autor noch Bücher von ihm. Deshalb konnte ich natürlich auch nicht Sigi Siebert kennen und seine anderen Fälle. So startete ich mit dem fünften Fall, womit ich aber überhaupt keine Probleme hatte. Ich konnte problemlos in die Serie einsteigen.
Sigi Siebert ist ein pensionierter Hauptkommissar, der in meinen Augen etwas Langeweile hat und zu gerne in Fälle einsteigt. Natürlich nicht unbedingt zur Freude seines ehemaligen Kollegen und seiner Frau. Aber er kann nicht anders.
Mit Spannung verfolgte ich, was Sigi Siebert alles unternimmt und ich war vor allem selber neugierig, wer denn nun der Täter ist. Außerdem begleitete ich ihn auf seinen Fahrradtouren, naja, ich las, wo er überall lang fährt. Denn Sigi war meist mit dem Rad unterwegs. Es ist ja auch nicht so, als könnte Sigi nicht zur Aufklärung des Falles beitragen, ein wichtiger Hinweis beispielsweise sollte sehr hilfreich sein. Aber ich möchte nun nichts weiter vom Inhalt verraten.
Auf jeden Fall fand ich es sehr spannend und unterhaltsam geschrieben. Wie so oft, habe ich das Buch in einem Rutsch ausgelesen. Das Ende macht mich nun besonders neugierig, wird es noch weitere Bücher von und mit Sigi Siebert geben:


Fazit:
Spannung, überraschende Wendungen und gute Unterhaltung hat mir dieses Buch geboten. Ich war begeistert und empfehle es sehr gerne weiter.

Mittwoch, 1. April 2020

Rezension - Mörderhof


Autor: Kriminalinski

Titel: Mörderhof

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 27. März 2020
erschienen: Taschenbuch 16. April 2020

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über den Autor:
Kriminalinski – mit bürgerlichem Namen: Andreas Kaminski; 1969 im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, lebt seit vielen Jahren in Norddeutschland. Als Mitglied des SYNDIKATs war für bereits für den Agatha-Christi-Krimipreis sowie für den Newcomer-Krimipreis Harzer Hammer nominiert.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Vor zwei Jahren verschwand Bauer Spix spurlos. Seine Frau Jutta meldete ihn als vermisst. Doch nun bricht sie ihr Schweigen und brüstet sich damit, ihren tyrannischen Ehemann getötet, zerstückelt und an die Schweine verfüttert zu haben. Ihre Tochter und deren Verlobter hätten ihr geholfen. Als die Zahnprothese des Landwirts auftaucht, wird der Fall wieder aufgerollt, diesmal übernimmt ein Verhörspezialist vom LKA die Leitung. Der Dorfpolizist Willen ist von der Unschuld der Familie überzeugt. Um ihr zu helfen, müsste er auf eigene Faust ermitteln. Keine leichte Entscheidung. Und schon befindet er sich mitten in einem perfiden Spiel.


Meine Meinung:
Nachdem ich Hendrik "Pommes" Willen bei der Aufklärung seines Falles im Buch Ministermord begleitet hatte, wollte ich auch dabei sein, wenn er auf dem so genannten Mörderhof ermittelt. Zunächst startete der Autor mit einem Kapitel, in dem ich interessantes erfuhr, das mich aber auch etwas verwirrt hat. Es ist der besondere Schreibstil von Andreas Kriminalinski, er macht es spannend, er sorgt dafür, dass ich als Leserin denke, ich hätte eine Ahnung und dann werde ich geschickt auf andere Fährten geführt. Was ist nun wirklich geschehen, bis zum Ende musste ich es aufhalten, um endlich zu erfahren, was tatsächlich passiert ist.
In diesem Buch behandelt der Autor ein sehr brisantes Thema, was mir sehr gut gefallen hat, also, dass er es anpackt. Denn ich bin auf meiner Lieblingsferieninsel auch schon damit konfrontiert worden. Aber mehr verrate ich dazu nicht. Außerdem versteht es Kriminalinski einige Nebensächlichkeiten unterzubringen, die dem ganzen etwas Würze geben.


Fazit:
Das Buch ist in sich abgeschlossen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung, allerdings möchte ich gerne erwähnen, dass es mehr Spaß macht beide Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.

Dienstag, 25. Februar 2020

Rezension - Kati Küppers und der liegende Holländer



Autorin: Barbara Steuten

Titel: Kati Küppers und der liegende Holländer

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 14. Februar 2020

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über die Autorin:
Barbara Steuten, 1969 geboren in Düsseldorf, lebt mit der Familie am Niederrhein. Ihr Mathematikstudium hängte sie an den Nagel und widmet sich nun ganz dem Schreiben. Seit 2010 arbeitet sie als freie Autorin, gewann 2011 den Leverkusener Short Story Sonderpreis und belegte 2014 den 2. Platz des Moerser Literaturpreises. Ihre Kurzgeschichten finden sich in verschiedenen Anthologien. Ihr Romanprojekt "Back-Wahn" war 2014 für den C.S.Lewis-Preis nominiert. Sie ist Mitglied im Bundesverband junger Autoren und Autorinnen (BVjA), im Syndikat, bei den Mörderischen Schwestern e. V. und saß in der Jury diverser Schreibwettbewerbe.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach mehreren Morden in Niederbroich braucht die Küsterin Kati Küppers dringend Erholung. Sie fährt mit ihrem Mann Jo nach Hochmoor, einem verschlafenen Ortsteil von Gescher im Münsterland. Als ihr Enkel Bene zu Besuch kommt, sorgt beim Beobachten der Sterne ein Lichtschein am Horizont für Irritationen. Bei einer Radtour am nächsten Tag gehen sie dem geheimnisvollen Leuchten auf den Grund und entdecken auf einem verfallenen Gehöft eine Cannabisplantage. Doch ein junger Mann jagt sie vom Hof. In der folgenden Nacht taucht das Leuchten wieder auf: Das Gehöft brennt. Am Tatort nennt der junge Mann den Namen Eric Parcer und bricht zusammen. Für Kati steht sofort fest, dass Eric Parcer der Brandstifter sein muss. Aber die Polizei geht münsteranisch gelassen an die Ermittlungen heran. Wieder einmal folgt die resolute Küsterin ihrer Spürnase und ist bald Leuten auf der Spur, die mit ihren kriminellen Aktivitäten auch Niederbroich nicht verschonen.


Meine Meinung:
Rein zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und deshalb stieg ich erst bei Band 3 in die Serie mit Kati Küppers ein. Allerdings sollte es für mich kein Problem werden, denn ich fand mich sehr schnell zurecht. Zunächst lernte ich Kati Küppers, ihren Mann und ihren Enkel kennen, die eigentlich ein paar erholsame Tage fernab der Heimat verbringen wollten. Aber ehe sie sich versahen, entdeckten sie etwas merkwürdiges und wollten der Sache auf den Grund gehen. Dass sie dabei eine Cannabisplantage finden und jede Menge Personen kennen lernten, die da mitmischten, konnte ja niemand ahnen.
Für mich beginnt die Geschichte mit und um Kati Küppers ganz gemütlich und wird immer spannender. Natürlich darf neben der Spannung das Alltagsleben mit allem Drum und Dran nicht zu kurz kommen. Ich finde, dass Barbara Steuten alles gut miteinander vermischt hat. Nach und nach habe ich dann auch viel mehr über die Protagonistin erfahren, Fragen blieben für mich keine offen und wenn, dann könnte ich die Gelegenheit nutzen und die beiden vorherigen Bücher lesen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen und ich fühlte mich an das Buch gefesselt, das ich mal wieder in einem Rutsch gelesen habe.

Fazit:
Ein spannender Krimi mit einer sympathischen Hauptfigur, der neugierig auf mehr macht. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 21. Januar 2020

Rezension - Münchhausenwut


Autorin: Deborah Emrath

Titel: Münchhausenwut

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 10. Januar 2020
erschienen: Taschenbuch 20. Februar 2020

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über die Autorin:
Deborah Emrath, geboren 1976 im Untertaunus, wohnt genau wie Emma, die Protagonistin ihres Debütromans, in Bodenwerder. Auch den trockenen Humor hat sie mit ihrer Kriminalhauptkommissarin gemeinsam. Ihre erste Kurzgeschichte aus der Grundschulzeit handelte von einer Kuh, die eine Fahrkarte kaufen wollte. Mittlerweile hat sie bereits einige – hoffentlich besser lesbare -Kurzgeschichten veröffentlicht. Seit 2005 lebt sie in Bodenwerder, zusammen mit ihrem Ehemann und zwei Birmakatern. Mittlerweile ist das Städtchen an der Weser ihre Heimat. Ihre Geschichten bleiben so bewusst im Alltag verankert. Die Figuren der studierten Diplompädagogin leben von ihrer Erfahrung als Lehrkraft. Wenn sie nicht gerade Emma zur Aufklärung eines Mordfalls schickt, arbeitet sie als freie Lektorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ralf Ebelski, Gynäkologe und Hauptdarsteller im Musical "Münchhausen", wird erwürgt am Münchhausenbrunnen im beschaulichen Bodenwerder aufgefunden. Auch ein Täter ist schnell gefunden. Doch als die Fassade des schauspielernden Frauenarztes bröckelt, steigt die Zahl der Verdächtigen rasant an.
Fast jeder verfolgt bei dieser Mörderjagd eigene Pläne. So auch Emma Stanford, die Kriminalhauptkommissarin mit dem trockenen Humor, die mit der Aufklärung des Falles beauftragt wird. Leider kann sie dieser Pflicht wegen ihrer neuen Freundin Barbara und ihres nicht mehr so ganz Ex-Mannes Andreas nur wenig nachkommen. Denn die beiden haben eigene Vorstellungen von den Motiven und dem Tathergang. Emma muss schnell sein, denn der Täter ist immer noch auf freiem Fuß.


Meine Meinung:
Münchhausen sollte ja eigentlich den meisten bekannt sein. Die Gegend vielleicht nicht so, aber ich kenne sie und es freut mich immer wieder, wenn ich weiß, was wo passiert. Deshalb war ich natürlich mal wieder neugierig auf einen Krimi. Von der Autorin hatte ich bisher noch nichts gelesen, was wohl daran liegen mag, dass sie bisher mit Kurzgeschichten an Anthologien beteiligt war und dies ihr Debütroman ist.
So lernte ich zunächst Emma Stanfort kennen, die sich hauptsächlich um den Mord kümmern sollte. Nach und nach kamen noch mehr Personen hinzu und da hat die Autorin einen interessanten Schreibstil gewählt. Denn sie hat wechselweise viele Personen zu Wort kommen lassen, die Situationen aus ihrer Sicht schilderten. So kannte ich das noch nicht und musste mich auch erst einmal daran gewöhnen. Meist habe ich immer aus Sicht der Ermittler und geheimnisvoll aus Sicht des Täters etwas gelesen. Aber so machte es Deborah Emrath besonders spannend und lenkte den Verdacht auf viele Personen. Ich selber hatte lange keine Ahnung, wer denn nun der Täter war.
Was ich neben der Spannung immer gerne lese, sind Angaben über das Privatleben der Ermittler, davon gab es hier reichlich und es spielte eine sehr wichtige Rolle. Wie immer möchte ich aber nicht weiter auf den Inhalt eingehen, aber zumindest erwähnen, dass ich das Ende als sehr dramatisch empfand und nun gespannt auf weitere Folgen bin.


Fazit:
Mir hat der Debütroman sehr gut gefallen, Spannung gab es und auch viele Informationen, die die Umgebung und deren Besonderheiten betrafen. Ich würde mich freuen, wenn ich noch mehr über Emma Stanfort lesen kann. Aber zunächst empfehle ich dieses Buch gerne weiter.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Montag, 30. Dezember 2019

Rezension - Mit Lampenfieber und Musik


Autorin: Heike Sonn

Titel: Mit Lampenfieber und Musik

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:  29. November 2019 als eBook
erschienen:  16. Januar 2020 als Taschenbuch

Seiten: 342

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über die Autorin:
Heike Sonn, geboren 1963, schreibt meist zuhause in Bremen, wo sie mit ihrem Mann lebt. Beim Walken und Radfahren, überhaupt in der Stille der Natur, kommen ihre die besten Ideen. Außer Erzählungen und Kurzgeschichten verfasst die Autorin Texte für Fachmagazine und schätzt bei Lesungen den direkten Kontakt zu Leser*innen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Tessa ist frisch getrennt und schwört, sich nie wieder zu verlieben. Die mollige Rotblonde will ihr Leben ändern und auf keinen Fall die Unterstützung ihres Ex-Manns annehmen. Ein Job muss her und dringend mehr Selbstbewusstsein. In einer Notsituation hilft Tessa Leadsänger Ben und seinem kleinen Bruder, hysterischen Fans zu entkommen. Das beeindruckt Ben und er bietet ihr einen Job als Kinderfrau bei seinen Geschwistern an.
Doch Tessa ist nicht bei allen Mitgliedern der singenden Großfamilie willkommen. Außerdem hat sie keine Ahnung, wie sie den Alltag einer so großen Familie bewältigen soll. Aber sie hat Biss und Herz und es gelingt ihr, die Geschwister mit ihren Kochergebnissen nicht zu vergiften. Schon bald fühlt Tessa sich als Teil der Familie und zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie das Gefühl, angekommen zu sein. Als sie sich gegen ihren Willen in Ben verliebt, drohen die Familie und die Band auseinanderzubrechen. Tessa könnte erneut alles verlieren.


Meine Meinung:
Ich freue mich immer, wenn ich für mich neue Autoren kennen lernen kann. Deshalb habe ich sehr gerne zugestimmt, als bei mir die Frage aufkam, ob ich dieses Buch lesen wollte.
Heike Sonn hat einen für mich nicht unbekannten Einstieg in das Buch gewählt. Tessa hat sich gerade von ihrem Mann getrennt und will ihr Leben ändern. Außerdem kam eine Person in der Geschichte vor, deren Charaktereigenschaften mir ebenfalls oft begegnen. Aber dann wurde es sehr interessant, die Geschichte und die Personen haben mich gut unterhalten. Tessa und ich lernten die Mitglieder einer singenden Großfamilie kennen. Wie es bei Geschwistern oft so ist, sind nicht alle gleich und haben die unterschiedlichsten Einstellungen, aber auch Probleme. Wir beide, also Tessa und ich fühlten uns trotzdem gleich wohl und konnten auch einige Familienmitglieder schnell in unser Herz schließen. Andy, der Bengel und die stille Sara waren die ersten. Aber ich möchte hier jetzt nicht alle aufführen und nicht weiter auf den Inhalt eingehen. Auf jeden Fall hat die Autorin sich vieles einfallen lassen und auch brisante Themen und Verhaltensweisen eingeflochten. Für Tessa war nicht immer alles leicht und auch ich musste mal lachen oder hatte Tränen vor Rührung in den Augen.


Fazit:
Ein gelungener und unterhaltsamer Roman, der Höhen und Tiefen aufzeigt. Ein Buch, das viele Emotionen hervor rufen kann und vor allem zeigt, dass man durchaus Selbstbewusstsein entwickeln und über sich hinauswachsen kann. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 23. Juli 2019

Rezension - Der Fall Susann K.


Autorin: Carmen Mayer

Titel: Der Fall Susann K.

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Juli 2019

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Über die Autorin:
Carmen Mayer lebt als zuagroaste Württembergerin in Bayern. Nach Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie in der Geschäftsleitung verschiedener Industrie- und Handelsbetriebe, und war mehr als zwanzig Jahre lang als Einkäuferin für deutsche Firmen in Nordamerika und Asien unterwegs. Ihre literarische Laufbahn begann Carmen Mayer auf verschiedenen Literaturforen im Internet, von wo aus sie mit ihren Kurzgeschichten den Sprung in die Welt des gedruckten Wortes startete. Sie ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern und bei HOMER.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Susann K. wird beim Joggen überfallen, brutal vergewaltigt und ermordet. Der mutmaßliche Täter wird vor Gericht gestellt, jedoch überraschend freigesprochen. Der Tod seiner Tochter und dieser Freispruch werfen ihren Vater völlig aus der Bahn, denn wie es im Nachhinein scheint, sind wichtige Spuren verwischt worden, Unterlagen wurden gefälscht, das Original-Polizeifoto des Tatorts ist verschwunden. Wenzel K. muss damit leben, dass Julius Morawicz selbst dann nicht mehr für diese Tat vor Gericht gestellt werden kann, wenn sich die Unterlagen wiederfinden, mit denen seine Täterschaft bewiesen werden könnte. Kurze Zeit später ist Julius Morawicz tot. Neben der Leiche sitzt Wenzel K. mit der Mordwaffe in der Hand. Er hat genügend Motive für diesen Mord. Was weder er noch sein Anwalt wissen: Der Reporter Bernd Wunderlich hat sich vorgenommen, die Hintergründe des Freispruchs von Julius Morawicz im Fall Susann K. zu ergründen. Er stößt auf Zusammenhänge, die ihn und seine Informanten in tödliche Gefahr bringen und in einen wahrhaft mörderischen Wettlauf mit der Zeit münden, während Wenzel K. seiner Verurteilung zu lebenslanger Haft entgegensieht.


Meine Meinung:
Von Carmen Mayer habe ich inzwischen schon einige Bücher gelesen und weitere schlummern noch auf meinem Reader. Aber da ich mal wieder Lust hatte, einen Krimi zu lesen, wurde dieses Buch den anderen vorgezogen. Zumal mich die Kurzbeschreibung doch sehr neugierig gemacht hat. Ich dachte, dass ist doch mal etwas anderes und ich sollte recht behalten. Wobei ich zugeben muss, dass ich anfangs etwas unsicher war, ob ich das Buch nun wirklich lesen wollte. Mir kam es zunächst wie ein Tatsachenbericht vor, es wurde geschildert, was die Polizei ermittelt hat und wie der Täter vor Gericht gestellt wurde. Die Autorin hatte für dieses Buch einen ganz besonderen Schreibstil gewählt. Mir wurde nicht nur mitgeteilt, was vor Gericht passierte, nein, ich konnte auch an den Gedanken und dem Gefühlsleben des Vaters teilhaben. Und dann hat mich das Buch auf einmal gepackt, es traten Personen auf, die eine wichtige Rolle spielen sollten und es passierte einiges, was für mich durchaus spannend war. Vorher wusste ich vieles, aber nach der überraschenden Wendung war für mich alles offen und ich hoffte so sehr, dass es ein gutes Ende geben würde.
Ich möchte jetzt aber auch noch etwas anderes gestehen. Ich habe mit dem Lesen des Buches begonnen und vorausgesetzt, dass es Krimi wie alle anderen sein würde. Teilweise war es das ja auch, aber die Autorin hat mir die Gedanken des Vaters sehr nahe gebracht und ich als Leserin hätte durchaus Verständnis dafür gehabt, wenn.. Nein, darauf gehe ich jetzt nicht näher ein. Aber durch diese Geschichte wurde ich auf eine Ungerechtigkeit aufmerksam, die ich aber auch nicht verraten werde,  es soll jeder selber nachlesen.


Fazit:
Es zeigt mir mal wieder, dass ich für andere Schreibstile offen sein und auch nicht zu schnell aufgeben sollte.  Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 11. Februar 2019

Rezension - Helenas Verfolger


Autorin: Sabine Giesen

Titel: Helenas Verfolger

Genre: Thriller

Version: eBook

erschienen: 4. Januar 2019

Seiten: 228

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Über die Autorin:
Sabine Giesen wurde 1964 in Karweiler geboren und wuchs im Bergischen Land auf. Seit über zwanzig Jahren lebt sie nun schon in Düsseldorf und fühlt sich dort wohl. Nach vielen Jahren beruflicher Tätigkeit in den unterschiedlichsten Unternehmen, widmet sie sich nun wieder dem, was sie am meisten begeistert: dem Schreiben. Und ihrer Katze Michou, die sie regelmäßig daran erinnert, dass es mal wieder Zeit für eine Runde knuddeln ist, in dem sie sich über die Tastatur des Laptops legt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Karl wird tot aus dem Rhein geborgen. Seine Verlobte Helena fühlt sich von der Polizei im Stich gelassen. Sie beginnt auf eigene Faust mit Hilfe von Karls Bruder Jakub dort zu ermitteln, wo Karl zuletzt war: als Teilnehmer an einer Pharmastudie. Während der Studie treten vermehrt Probleme auf: Probanden erkranken schwer oder verschwinden spurlos. Jakub und Helena gelangen an Informationen über die Studie, die sie in Lebensgefahr bringt. Sie versuchen, zu fliehen. Helen kann mit Hilfe einer Fremden, Anna, entkommen. Doch Annas Leben wird ab diesem Moment nicht mehr wie bisher sein …


Meine Meinung:
Inzwischen hatte ich von der Autorin schon einige Kurzgeschichten gelesen und auch ihr Buch "Sein Gelübde" , was mich sehr begeistert hat. deshalb war ich natürlich sehr neugierig auf dieses Buch.
Und was soll ich dazu sagen? Für mich war das Buch extrem aufregend und spannend. Ich hatte keine Ahnung, welches Ende sich die Autorin ausgedacht hatte. Wird es noch mehr Tote geben? Wird Helena es mit ihren Freunden schaffen? Diese Fragen stellte ich mir und ich konnte natürlich nicht mit dem Lesen aufhören. Deshalb rate ich allen, denkt nicht, dass Ihr mal eben ein paar Zeilen lesen und dann das Buch zur Seite legen könnt. Zumindest ich habe es nicht geschafft, denn ich musste unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt.
Der Plot kommt mir durchaus realistisch vor, ich würde mich nicht wundern, wenn so etwas tatsächlich passieren würde.  Macht und Geld sorgt immer wieder dafür, dass manch einer vom rechten Weg abkommt.  Außerdem finde ich, dass Sabine Giesen gut recherchiert hat und das "was wäre wenn" bestens rüberbringt.


Fazit:
Das Buch hat mich begeistert und gefesselt. Wer viel Spannung haben will, sollte dieses Buch lesen. Ich empfehle es wirklich sehr gerne.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 1. Februar 2019

Rezension - El Gustario und der tödliche Schatten


Autorin: Brigitte Lamberts

Titel: El Gustario und der tödliche Schatten

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 31. Januar 2019 eBook 14.3.2019 als TB

Seiten: 319

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Über die Autorin:
Brigitte Lamberts ist promovierte Kunsthistorikerin, PR-Beraterin und Redakteurin. In Zusammenarbeit mit einer Co-Autorin sind drei Düsseldorf-Krimis bei edition oberkassel in Düsseldorf erschienen. Mit der El-Gustario-Reihe bei edition oberkassel, kulinarische Krimis, die auf Mallorca spielen, startete sie 2017 ihr Solodebüt. Gleichzeitig schreibt sie Kurzgeschichten und ist Mitherausgeberin mehrerer Mallorca-Anthologien. Brigitte Lamberts ist Mitglied der Mörderischen Schwestern e.V., des SYNDIKATs und des BVjA-Bundesverband junger Autoren und Autorinnen e.V.



Kurzbeschreibung, übernommen:
»Das war es!«, sagt Sven, als die doppelläufige Pistole auf ihn gerichtet ist. Wieder einmal musste er seine Nase in Sachen stecken, die ihn nichts angehen. Er wollte nur einem guten Freund helfen. Wer konnte denn ahnen, in das dunkelste Kapitel der jüngsten mallorquinischen Geschichte hinein zu geraten, in eine Familienfehde um Ansehen, Geld und Macht, die ihre Wurzeln im spanischen Bürgerkrieg hatte?



Meine Meinung:
Nachdem ich Sven Ruge bereits bei seiner ersten Tour über Mallorca begleitet hatte und seine Abenteuer miterleben durfte, wollte ich natürlich wissen, wie es weitergeht.
Inzwischen hat er sich entschlossen, für längere Zeit auf der Insel zu bleiben. Er hatte einige Freunde gewonnen  und wollte nun sehen, dass er durch Aufträge auch alles finanziert bekommt.
Eigentlich wollte er seinem Freund  Manuel nur helfen, der sich für die Teilnahme an der Tour de Menue angemeldet hatte und ihm mit Tipps zur Seite stehen. Nie hätte Sven damit gerechnet, dass er sich auf einmal wieder in reichlich brenzligen Situationen befindet. Auslöser waren Begebenheiten im spanischen Bürgerkrieg, der sehr heftig auf der Insel gewütet hat.
Brigitte Lamberts hat es ein weiteres Mal verstanden und mich an das Buch gefesselt. Ich fand es ungemein spannend, was die Gegenwart betraf und sehr interessant, was alles vor über 80 Jahren auf der Insel passiert ist. Nun mag manch einer denken, oh, wieder eine Form von Vergangenheitsbewältigung und so ganz unrecht hat er da nicht. Aber es kommt ja darauf an, wie es verpackt ist. Das ganze Drumherum ist wichtig und sollte nicht langweilig rüber kommen. Auf jeden Fall hat die Autorin tatsächliche Ereignisse spannend rüber gebracht. Denn heute, genau wie damals, geht es meist um Macht, Geld und Familienansehen. Wer da zwischen die Fugen gerät, kann von Glück sagen, wenn er heile aus der Sache herauskommt.
Damit ich alles nachvollziehen konnte, hat die Autorin in zwei Zeitschienen geschrieben. Es gab immer wieder Rückblenden auf Ereignisse aus dem Jahr 1936.
Was Sven und Manuel so alles passiert, werde ich hier natürlich nicht verraten, aber am Ende war ich verdammt froh.
Ganz besonders gefreut hat mich, dass ich so richtig mit dabei war und wusste, wer sich wo auf der Insel aufhält. Zum Glück hat Sven diesmal nicht soviel essen müssen, aber es wurden trotzdem reichlich Gerichte genannt, die den Appetit anregen konnten. Die Menüvorschläge am Ende des Buches lasen sich sehr gut.


Fazit:
Mallorcafans werden es lieben, andere werden danach vielleicht ein Fan der Insel. Ich hatte vor einigen Jahren die Möglichkeit während eines Urlaubs viel über die Insel zu reisen und freute mich, auf diesem Weg vieles wieder "zu sehen".
Also Inselfeeling, leckeres Essen und enorme Spannung, alles bestens vereint und gerne empfehle ich dieses Buch. Es ist in sich abgeschlossen, aber es macht mehr Lesespaß, wenn das erste Buch schon bekannt ist, muss nicht, ist aber schöner.
Zum Start der Veröffentlichung wird das Buch kurzfristig kostenlos angeboten.



Ich möchte mich vielmals beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Werbung #Mallorcakrimi #editionoberkassel

Montag, 3. September 2018

Rezension - ...große Kinder, große Sorgen



Autorin: Carmen Mayer

Titel: ... große Kinder, große Sorgen

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 3. September 2018

Seiten: 80

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über die Autorin:
Carmen Mayer lebt als zuagroaste Württembergerin in Bayern. Nach Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie in der Geschäftsleitung verschiedener Industrie- und Handelsbetriebe, und war mehr als zwanzig Jahre lang als Einkäuferin für deutsche Firmen in Nordamerika und Asien unterwegs. Ihre literarische Laufbahn begann Carmen Mayer auf verschiedenen Literaturforen im Internet, von wo aus sie mit ihren Kurzgeschichten den Sprung in die Welt des gedruckten Wortes startete.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Johannas Schwester Henriette bereitet ihren 65. Geburtstag vor. Mitten hinein platzt ihre siebzehnjährige Enkeltochter Claudia mit der Nachricht, dass sie ihre Adoptionspapiere entdeckt hat. Niemand in der Familie hat etwas gewusst. Nach dem Gespräch mit ihrer Oma verschwindet Claudia spurlos. Henriette ist fassungslos, weil sich außer ihr offenbar niemand Sorgen um das Mädchen macht. Alle sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Henriette gerät deshalb mit Sohn und Schwiegertochter aneinander. Sie macht sich schließlich mit ihrer Schwester Johanna und deren Freundinnen Sophie und Elsie auf die Suche nach dem Mädchen.


Meine Meinung:
Nachdem ich vor ein paar Tagen das Buch "Alles, nur nicht Emma!" gelesen hatte, freute ich mich, dass ich in diesem Buch mehr über Sophie, Elsie und Johanna lesen konnte. Jedes Buch ist zwar für sich abgeschlossen, aber es macht mehr Spaß beide Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.
Diesmal stand Johanna im Vordergrund, das heißt eigentlich ihre Schwester Henriette und deren Enkelin Claudia. Aber Johanna und ihre Freundinnen interessierten sich sehr für die Situation in der sich die beiden befanden und wollten ihnen natürlich helfen. Das war mehr, als manch andere für die beiden machten. Ich will, wie immer, nicht näher auf die Geschichte eingehen. Aber es zeigt, dass ungeahnte Probleme auftauchen können, wenn man nicht miteinander spricht und zu sehr mit sich selber beschäftigt ist, egal wie.
Auch diesmal bemängel ich, dass es nur ein Kurzroman ist. Ja klar, ich bin eine neugierige Leserin und manches hätte in meinen Augen ruhig etwas ausführlicher sein können. Aber ich habe gut reden, ich will ja nur lesen und muss mir keine Gedanken machen und eine Geschichte zu Papier bringen.


Fazit:
Auch das zweite Buch hat mich gut unterhalten und nun freue ich mich auf das dritte und bin gespannt, was die drei noch erleben werden.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Werbung #VerlageditionOberkassel

Samstag, 1. September 2018

Rezension - Alles, nur nicht Emma!


Autorin: Carmen Mayer

Titel: Alles, nur nicht Emma!

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 28. November 2016

Seiten: 130

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Über die Autorin:
Carmen Mayer lebt als zuagroaste Württembergerin in Bayern. Nach Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie in der Geschäftsleitung verschiedener Industrie- und Handelsbetriebe, und war mehr als zwanzig Jahre lang als Einkäuferin für deutsche Firmen in Nordamerika und Asien unterwegs. Ihre literarische Laufbahn begann Carmen Mayer auf verschiedenen Literaturforen im Internet, von wo aus sie mit ihren Kurzgeschichten den Sprung in die Welt des gedruckten Wortes startete.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sophie, vernünftig geschieden, Anfang sechzig, Mutter einer verheirateten Tochter, versteht die Welt nicht mehr: Ihre erste Enkeltochter soll Emma heißen! Das geht ja gar nicht. Mitten in ihr Unverständnis hinein bekommt sie von ihrem Ex-Mann die Aufgabe, für eine Familienchronik zu recherchieren. Neben einem handfesten Skandal findet sie einen interessanten Weg für sich und ihre Zukunft. Mit ihrem neuen Blick sich und anderen gegenüber kann sie inzwischen akzeptieren, dass das Kleine Emma heißen soll.


Meine Meinung:
Ich freue mich immer wieder, wenn ich ein Buch entdecke, in dem sich die Protagonistin  in meinem Alter befindet. Es ist interessant zu lesen, wie es den Frauen so ergeht.  In diesem Fall waren wir uns allerdings nicht sehr ähnlich. Sophie hat etwas andere Ansichten als ich, zumindest was den Namen ihrer Enkelin betrifft ;) Auch sonst hat sie sich nach der Scheidung von ihrem Mann sehr zurück gezogen, statt mit 60 das Leben so richtig zu genießen. Durch die Aufgabe, die ihr Ex-Mann ihr stellt ändert sich allerdings einiges in ihrem Leben. Mehr möchte ich dazu aber nun nicht verraten.
Auf jeden Fall hat die Autorin mich mit ihrem Buch sehr gut unterhalten, wobei ich mir schon gewünscht hätte, dass sie etwas mehr auf verschiedenes eingegangen wäre. Aber sie hat es trotzdem geschafft und mit diesem Buch eine wichtige Botschaft vermittelt.
Ich möchte noch erwähnen, dass dieses Buch unbedingt lesen wollte, bevor ich das neueste von Carmen Mayer auf meinen Reader lade. Denn es gibt wohl insgesamt drei Bücher über Sophie und ihre Freundinnen. In jedem Buch steht eine andere im Vordergrund. Jedes Buch ist für sich abgeschlossen und kann allein gelesen werden, aber ich wollte eben alle in der entsprechenden Reihenfolge lesen.


Fazit:
Ein schönes unterhaltsames Buch, das ich gerne weiter empfehle. Für mich hätte es ja durchaus länger sein dürfen, aber es gibt genügend Leserinnen, die ein kurzes Buch zum Zwischendurch lesen suchen und werden hier wohl das richtige finden.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Werbung #CarmenMayer #editionOberkassel

Donnerstag, 16. August 2018

Rezension - Tod in der Klingenfabrik


Autorin: Sibyl Quinke

Titel: Tod in der Klingenfabrik

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 6. Juli 2018

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Über die Autorin:
Ihr Wissen über die Wirkung giftiger Essenzen brachte die promovierte Apothekerin Sibyl Quinke dazu, einen Krimi zu schreiben. Die gebürtige Freiburgerin schreibt sie seit Jahren als freie Mitarbeiterin Artikel für die Bergischen Blätter. Mit der Zeit entstanden auch Märchen und lyrische Texte. Sie hat diverse Preise bei Ausschreibungen gewonnen und geht mit einem Bühnenprogramm auf Tour. Sie ist Mitglied im Literaturkreis ERA e.V., sie begleitet maßgeblich die Reihe "Literatur am CronenBerg", ist Redaktionsmitglied der Literaturzeitschrift KARUSSELL und Mitglied im Schriftstellerverband sowie dem SYNDIKAT.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Thorsten Cielzik, Anteilseigner der Firma Crena, wird nach der Einweihungsfeier des neuen Firmengebäudes tot aufgefunden – es gibt kaum einen Zeitgenossen, der sein Ableben bedauert, außer der Chefsekretärin Antonia, die ihn liebt und sehr um seine Reputation bemüht ist. Obwohl nicht unerheblich am Unternehmen beteiligt, hatte Thorsten heftige Geldsorgen, die er mit den heimlichen Patentverkäufen der Firma lösen wollte. Seine Schwester, Geschäftsführerin von Crena, ist jedenfalls froh, dass sie nun nicht mehr die Brände löschen muss, die ihr Bruder ständig gelegt hatte.


Meine Meinung:
Bekanntermaßen lese ich ja sehr gerne Regionalkrimis, besonders dann, wenn ich die Gegend auch kenne. Hier hatte ich gleich zwei Orte, die nicht weit entfernt von meinem Wohnort lagen. Das hat mir schon mal gefallen.
Natürlich ist es mir auch wichtig, dass der Krimi spannend ist, was nützt es mir, wenn ich die Gegend kenne, ich aber nicht an das Buch gefesselt werde.
Hier lernte ich zunächst interessante Personen kennen, denn die Autorin hat allen Beteiligten  besondere Charaktere zugeordnet. Mir hat es sehr viel Lesevergnügen bereitet, alle bei ihren Tätigkeiten zu beobachten.
Thorsten Cielzik, nebenbei bemerkt, war er mir nicht sehr sympathisch, kommt während einer Einweihungsfeier ums Leben. Ich konnte ihn bis zu einem gewissen Zeitpunkt begleiten und dann hat die Autorin es geschickt verstanden und andere Begebenheiten geschildert. So hatte ich den Wissensstand, den die beiden Ermittler hatten und ich wusste bis zum Ende nicht, wer denn nun der Täter war. Das Ende fand ich dann auch sehr gelungen und hat mich verblüfft. Mehr will ich aber nicht über den Inhalt verraten.
Auf jeden Fall habe ich den Krimi verschlungen, denn die Autorin hat alles sehr gut beschrieben und es bis zum Ende spannend gemacht.
In diesem Buch wird der fünfte Fall behandelt, den die beiden Ermittler lösen. Ich hatte jetzt nicht das Gefühl, die anderen unbedingt kennen zu müssen. Zumindest blieben bei mir keine Fragen offen.


Fazit:
Durch Zufall habe ich den 5. Fall gelesen, wenn es meine Zeit zulässt, werde ich vielleicht auch die vorherigen Bücher lesen wollen. Aber hier gebe ich gerne eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Werbung #editionOberkassel

Freitag, 4. Mai 2018

Rezension - Sein Gelübde


Autorin: Sabine Giesen

Titel: Sein Gelübde

Genre: Thriller

Version: eBook

erschienen: 17. November 2017

Seiten: 296

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Über die Autorin:
Sabine Giesen wurde 1964 in Karweiler geboren und wuchs im Bergischen Land auf. Seit über zwanzig Jahren lebt sie nun schon in Düsseldorf und fühlt sich dort wohl. Nach vielen Jahren beruflicher Tätigkeit in den unterschiedlichsten Unternehmen, widmet sie sich nun wieder dem, was sie am meisten begeistert: dem Schreiben. Und ihrer Katze Michou, die sie regelmäßig daran erinnert, dass es mal wieder Zeit für eine Runde knuddeln ist, in dem sie sich über die Tastatur des Laptops legt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In der Eifelregion versetzt seit den 1970er Jahren eine Mordserie die Menschen in Angst. Die Opfer sind alte und junge Frauen und Männer. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Was haben die Toten gemeinsam? Vier junge Menschen lernten sich damals kennen. Aus ihnen wurden zwei Familien. Doch jemand hat sich geschworen, leidenden Menschen zu helfen. Dieses Gelübde gilt bis heute …


Meine Meinung:
Ich habe schon immer gerne Eifelkrimis gelesen und deshalb war ich auch neugierig auf dieses Buch. Mit Begeisterung habe ich es gelesen und stehe jetzt vor einem Problem. Denn ich hatte mir ja vorgenommen, dass ich nie zu viel vom Inhalt verrate, weil ich anderen damit Lesevergnügen nehmen könnte. Jetzt muss ich einen Weg finden, wie ich meine Begeisterung mit allen teilen kann.
Hier hatte ich mal einen ganz anderen Thriller oder Krimi, denn diesen Aufbau und Schreibstil kannte ich in dieser Form noch nicht.
Ich möchte zuerst etwas aus dem Buch zitieren: "Jede Geschichte hat einen Anfang.Diese beginnt in den 1960er Jahren" Toll, die Autorin hat nicht mit einem Prolog angefangen, sondern mir vier Kinder vorgestellt, die in den Jahren etwas besonderes erlebt haben. Später würden sie sich kennen lernen und zwei Familien gründen. Einer von ihnen hat ein Gelübde abgelegt, was schicksalshafte Auswirkungen haben sollte. Und hier bin ich jetzt an der Stelle angelegt, wo ich nichts mehr verraten werde, vom Inhalt wohlgemerkt.
Natürlich habe ich alle vier mehr als 30 Jahre ihres Lebens begleitet und manches Mal war ich sehr nachdenklich und wusste nicht, ob ich gewisse Sachen vielleicht doch gut heißen könnte. Auf der anderen Seite, wer gibt einem das Recht für und über andere zu entscheiden.
Auf jeden Fall hat mich die Autorin an ihr Buch gefesselt, ich wollte doch unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt. Ich hatte schlimme Befürchtungen und war dann überrascht. Es trat eine Wendung ein, mit der ich so gar nicht gerechnet hatte und wieder kamen mir Zweifel, wie ich das bewerten sollte. Ich gebe es zu, ich fand das Ende gut und war sehr zu frieden.


Fazit:
Wer Spannung sucht, aber mal etwas ganz anderes lesen möchte, dem empfehle ich dieses Buch. In der Kurzbeschreibung wird eine Mordserie erwähnt, normalerweise sucht die Polizei nach dem Täter und wir Leser können sie dabei begleiten. Hier tritt die Polizei aber sehr in den Hintergrund.
Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.  Dieses Exemplar hatte ich angefragt, weil ich die Autorin neulich persönlich kennen gelernt hatte und nun besonders neugierig auf ihr Buch war.

Montag, 23. April 2018

Rezension - Wutentbrannt


Autorin: Brigitte Lamberts
Autorin: Annette Reiter

Titel: Wutentbrannt

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Januar 2016

Seiten: 210

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel



Über die Autorinnen:
Brigitte Lamberts, geboren 1960 in Düsseldorf, lebt seit rund zwanzig Jahren wieder in ihrer Heimatstadt. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin, PR-Beraterin und Redakteurin. Nach Stationen in Museen, PR-Agenturen und Verlagen hat sie sich vor einigen Jahren im Bereich Corporate Publishing selbstständig gemacht und entwickelt Kundenmagazine. Annette Reiter, geboren 1961 in Würzburg, lebt in Düsseldorf. Nach ihrer Schauspielausbildung und dem Gesangsstudium an der Robert-Schumann-Hochschule war sie als Oratorien- und Konzertsängerin tätig. Seit einigen Jahren unterrichtet sie Gesang und Sprecherziehung. Beide Autorinnen sind begeisterte Krimileserinnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nikolaj Smirnow ist auf dem besten Weg, der neue Shootingstar der Düsseldorfer Kunstszene zu werden. Für den gebürtigen Russen ist das Leben ein Spiel und Menschen sind die Spielsteine, die sich seinem Charme nicht entziehen können. Doch seine Intrigen und seine sexuellen Beziehungen zu Männern und Frauen waren offensichtlich zu viel: Der Kunststudent liegt erschlagen in einem Hotelzimmer. Rasch gehen die Ermittler von einer Beziehungstat aus. Doch je tiefer sie in den Fall einsteigen, desto mehr Personen sind verdächtig. Handelt es sich wirklich um Eifersucht oder stecken andere Motive hinter dem Mord? Auch die Spurenlage am Tatort sorgt für mehr Verwirrung als Klarheit. Erst eine zufällige Bemerkung bringt Hauptkommissar Clemens von Bühlow auf die richtige Spur.


Meine Meinung:
Ich hatte ja bereits angedeutet, nachdem ich das zweite Buch gelesen hatte, dass ich mich auch auf das dritte freute. Denn ich gebe es ja zu, diese Bücher erfüllen einiges für mich. Ich bin ein Serienjunkie und liebe Regionalkrimis, besonders die, die sich in meiner Heimatstadt abspielen.
So konnte ich ein weiteres Mal Clemens von Bühlow und Maria Esser bei ihrer Arbeit begleiten und beobachten, wie sie mit dem Team diesen Fall lösen wollten.
Die beiden Autorinnen haben auch dieses Mal wieder einen sehr spannenden Krimi geschrieben. Es gab reichlich Beteiligte, die mir mehr oder weniger sympathisch waren. Das war natürlich beabsichtigt, Hauptsache die Ermittler bleiben weiterhin in meinem Leserherzen. Dies Mal musste ich selber miträtseln, wer es denn gewesen sein könnte, denn Verdächtige gab es genug, beinahe wäre es mir dann auch zu unübersichtlich geworden.
Als ich allerdings einen winzigen Hinweis las, hatte ich gleich einen Verdacht und der bestätigte sich dann auch. Tja, welchen der vielen Hinweise ich nun meine, werde ich mit Sicherheit nicht verraten.
Als Serienjunkie freue ich mich natürlich, wenn einige Nebenfiguren immer wieder auftauchen und auch diesmal hatte ich meine Freude daran. Allerdings befürchte ich, dass Clemens nicht so begeistert war.


Fazit:
Ich hoffe, ich werde noch weitere Fälle kennen lernen, die das Team zu lösen hat. Zu diesem Buch gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Bei Brigitte Lamberts möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Freitag, 6. April 2018

Rezension - Totgetanzt


Autorin: Brigitte Lamberts
Autorin: Annette Reiter

Titel: Totgetanzt

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Dezember 2014

Seiten: 200

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel 



Über die Autorinnen:
Brigitte Lamberts, geboren 1960 in Düsseldorf, lebt seit zwanzig Jahren wieder in ihrer Heimatstadt. Sie ist promovierte Kunsthistorikerin, PR-Beraterin und Journalistin. Nach Stationen in Museen, PR-Agenturen und Verlagen hat sie sich im Bereich Corporate Publishing selbstständig gemacht.
Annette Reiter, geboren 1961 in Würzburg, lebt in Düsseldorf. Nach ihrer Schauspielausbildung und dem Gesangsstudium an der Robert-Schumann-Hochschule war sie als Oratorien- und Konzertsängerin tätig. Seit einigen Jahren unterrichtet sie Gesang und Sprecherziehung. Beide Autorinnen sind begeisterte Krimileserinnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Im Düsseldorfer Süden wird die Leiche einer jungen Frau gefunden. Ihre Bekleidung wirkt befremdlich: ein Tellertutu und Ballettschuhe. Hauptkommissar Clemens von Bühlow und sein Team stehen unter Druck, denn schon bald taucht eine weitere Leiche auf, wieder eine junge Frau und wieder auf diese merkwürdige Weise in Szene gesetzt. Rasch ist klar, dass die Morde mit Tanz zu tun haben. Aber was hat es mit der Eisblume auf sich, die alle Opfer als Tattoo tragen?


Meine Meinung:
Zu gerne lesen ich ja Regionalkrimis und wenn es dann noch die Region ist, in der ich wohne, lese ich sie noch lieber. Natürlich sollten sie auch spannend sein und mich nicht langweilen.
Hier hatte ich nun das zweite Buch in der Hand, in dem Clemens von Bühlow und sein Team einen schwierigen Fall lösen mussten. Die beiden Autorinnen haben auch diesmal alles sehr spannend gemacht und mich an das Buch gefesselt.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, im Wechsel konnte ich die Ermittler bei der Arbeit beobachten oder den Täter bei seinen Vorhaben. So wurden mir als Leserin auch die Gedanken aller vermittelt. Natürlich hatte ich gegenüber Clemens und seinem Team einen Vorteil, was es aber auch noch spannender machte, denn ich hoffte natürlich, dass sie bald herausfinden, wer es denn nun ist und allem ein Ende bereiten konnten.
Das Cover dieses Buch fand ich ebenfalls sehr interessant und von der Aufmachung her zeigt es mir, dass alle drei Krimis zu einer Serie gehören. Ja, richtig, es gibt zur Zeit auch ein drittes Buch, in dem Clemens ermittelt, das ich mit Sicherheit irgendwann auch noch lesen werde.


Fazit:
Regionalkrimi mit Spannung, das lese ich sehr gerne und deshalb empfehle ich dieses Buch allen, die Düsseldorf etwas näher kennen lernen möchten und gleichzeitig einen guten Krimi suchen.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 24. März 2018

Rezension - Ministermord


Autor: Kriminalinski

Titel: Ministermord

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. September 2017

Seiten: 280

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Über den Autor:
Kriminalinski heißt mit bürgerlichen Namen Andreas Kaminski. 1969 im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet mittlerweile in Neuss. Der freiberufliche Unternehmensberater ist Krimi-Fan und spät berufener Krimi-Autor. Der Besuch eines Schreibseminars im Mai 2011 hat ihn zum Schreibtischtäter gemacht. Seitdem schreibt er unter dem Pseudonym Kriminalinski . Seine Kurz-Krimis veröffentlicht er regelmäßig in Anthologien. Der erste Kriminalroman befindet sich in Arbeit.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hendrik "Pommes" Willen ist Dorfpolizist in Cappeln, einer kleinen Gemeinde in Niedersachsen. Er wird zu einem Verkehrsunfall gerufen. Auf der Landstraße ist ein Auto explodiert und vollständig ausgebrannt. Es handelt sich dabei um den Dienstwagen des Landwirtschaftsministers, der in Cappeln seine Privatwohnung hat. Im Auto befinden sich zwei bis zur Unkenntlichkeit verkohlte Leichen. Die Hure Dausen-Dörte, eine gute Freundin von Willen, befürchtet, dass es sich bei einer der beiden Leichen um ihre Freundin Anna, eine Escort-Dame bzw. Edel-Prostituierte, handeln könnte. Die Kripo stuft den Vorfall aber als Verkehrsunfall ein und schließt die Akte. Daher bittet Dörte Willen, weiter zu ermitteln, was er natürlich nicht kann, da das Sache der Kripo ist. Um Dörte den Gefallen zu tun, ermittelt er daher auf eigene Faust. Willen findet heraus, dass der Minister die Dienste von Anna regelmäßig nutzt. Dem Minister gefallen Willens eigenmächtige Ermittlungen nicht. Er befürchtet, der Polizist macht ihn für den Tod der Escort-Dame verantwortlich. Willen macht weiter und findet Ungeahntes heraus.


Meine Meinung:
Als Krimifan bin ich immer wieder auf der Suche nach neuen Krimis und mir noch unbekannten Autoren. So wurde ich auf dieses Buch aufmerksam.
Deshalb lernte ich Hendrik Willen kennen, der den Spitznamen Pommes hat. Pommes ist als Dorfpolizist in einer kleinen Gemeinde tätig und eigentlich sehr zufrieden mit seinem Aufgabenbereich. Aber als in der Nähe das Auto eines Ministers explodiert, gerät er völlig überraschend in einen Strudel von Machenschaften.
Der Autor hat hier ein Thema verarbeitet, was durchaus realistisch sein könnte und auch brandheiß ist. Es geht um Macht, Karriere und Vertuschungen, manche gehen dafür sogar über Leichen. Durch den interessanten Schreibstil des Autors konnte ich gleichzeitig beide Seiten beobachten. Ich begleitete die Ermittler und wusste auf der anderen Seite aber auch, was die Täter so planten.
Interessant fand ich auch mit zu erleben, wie manche einen ganz anderen Schein erwecken konnten und andere sich sehr leicht beeinflussen ließen.


Fazit:
Ein sehr spannendes Buch, bei dem es nicht nur um Mord geht. Gerne gebe ich hierzu eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.