Donnerstag, 1. Oktober 2020

Autoreninterview - Sissi Steuerwald

Liebe Sissi,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Zunächst schreibe ich ja immer etwas darüber, wie ich meine Interviewpartnerin kennen gelernt habe. Die meisten Autoren, die ich interviewt habe, konnte ich auf der einen oder anderen Buchmesse treffen. Wir beide kennen uns jetzt „nur“ durch meine Mitgliedschaft im Bloggerportal des Self Publisher Verbandes. Und damit habe ich auch gleich einen Einstieg zu meinen Fragen.


Ich habe auf Deiner Homepage gelesen, dass Du schon sehr früh mit dem Schreiben begonnen hast, wann war das?

In der Grundschule habe ich bereits erste Wettbewerbe für Aufsätze gewonnen. Als Teenager wusste ich, dass das Schreiben fest zu meinem Leben gehört. Dies sahen auch so meinen Eltern, die mir eine elektrische Schreibmaschine schenkten.

 

Existieren noch Kurzgeschichten aus der Zeit?

Leider gibt es aus der Grundschulzeit keine Belege mehr. Meine Eltern haben nach meinem Auszug einmal groß aufgeräumt. Doch den Ordner mit meinen „Schreibmaschinen“-Geschichten konnte ich retten.


Worüber hast Du damals geschrieben?

In meiner Jugend und noch einige Zeit später habe ich viel Frust verarbeitet. Damals schrieb ich in erster Linie Horror.

 

Wie kam es dazu, dass Du den Schritt machst und Bücher schreibst, die auch veröffentlicht wurden?

Ich schrieb viele Jahre für Tageszeitungen und Magazine. Doch mein Traum blieb auch mit Belletristik in die Öffentlichkeit zu treten. Es war also nie die Frage ob, sondern nur wann.

 

Du veröffentlichst die Bücher als Self Publisher, also als verlagsunabhängige Autorin, bist Du mit dieser Entscheidung zufrieden?

Bei Veröffentlichungen in den vergangenen Jahren war klar, dass diese Nischentitel nie den Weg in einen Verlag finden würden. So durfte ich sehr gute Erfahrungen als Selfpublisher machen. Ich bin aktuell immer noch zufrieden, aber auch offen für jeden Weg und kann mir durchaus auch beides – Autorin im SP und Verlag - vorstellen.

 

Nun ist es so, dass ich keins Deiner Bücher kenne, nenne mir einen Grund, weshalb ich eins Deiner Bücher lesen sollte. Mach ruhig etwas Werbung.

Hier möchte ich aus einer Rezension zu meinem Debütroman von Barbara zitieren: „Die Autorin hat einen ganz tollen, klaren und einfühlsamen Schreibstil, dass die Seiten nur so dahinflogen. Sie hat zwei wunderbare Protagonisten erschaffen, die liebenswerter nicht sein können... Und natürlich Muffin... Des Weiteren beschreibt sie die Landschaften und Orte so getreu, man fühlt sich selbst wie auf einer Urlaubsreise.“ – Ich schreibe keine Bücher, die gerade thematisch in sind oder mir vorgegeben werden, sondern Geschichten, für die mein Herz schlägt. Denn ich bin der festen Überzeugung, dass jeder spürt, wenn der Autor Herzblut in seine Texte steckt. Das darf jeder Leser bei mir erwarten: Romane mit Herz und mit Sheltie.

 

Apropos Sheltie – wieso gibt es in Deinen Texten immer einen Sheltie?

Ich liebe das Schreiben. Doch vor fast zwölf Jahren habe ich mich unsterblich in diese wunderbare Hütehunde-Rasse verliebt. Meine ersten Buchprojekte entsprangen der Idee gemeinsam mit anderen Sheltieliebhabern ein Buch zu veröffentlichen, in denen sie berichten, was das Besondere an ihren Fellknäuel ist.  Die Resonanz war so groß, dass es mittlerweile vier Sheltiebücher gibt. So wie mein Herz für das Schreiben höherschlägt, reagiert es auf gleiche Weise bei Shelties.  So wie sich diese wunderbare Rasse in mein Herz geschlichen hat, tat sie es seitdem auch immer wieder in meinen Texten. Mal als sehr wichtiger Part, mal nur als Cameo.

 

Vom Schreiben allein kann keine Autorin leben, hast Du noch einen so genannten Brotjob?

Ich bin neben meinem Beruf als freie Autorin zwei Mal in der Woche als Pädagogische Fachkraft in einer Schule, wo ich u.a. AGs Rund um Bücher und das Schreiben geben darf.

 

Wie sieht Dein Alltag aus?

Vormittags ist meine Schreibzeit. Danach folgt ein wenig Haushalt und eine große Runde mit meinen Shelties. Nach dem Mittagessen geht es entweder in die Schule oder wieder ins Büro, wo ich entweder schreibe, überarbeite, am Buchsatz arbeite oder mich mit dem Marketing beschäftige. Abends gehört die Zeit meiner zwei- und vierbeinigen Familie. Einzig der Sonntag ist anders, da dies mein schreibfreier Tag ist.

 

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das kommt ganz auf den Umfang an. Für die Rohfassungen meiner ersten beiden Romane habe ich knapp vier Monate gebraucht.

 

Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Zuerst mein Mann und meine Testleser, die ich bereits während des Schreibprozesses mit an Bord hole.

 

Wie und wo findest Du die Ideen?

Das ist ganz unterschiedlich. Manchmal genügt ein Satz, den ich höre und mir kommt dazu eine Szene in den Sinn. Ein anderes Mal entwickle ich einen groben Plot beim Gassigehen. Ich sitze aber auch gerne (außerhalb von Corona) gerne in Cafés und Parks und beobachte Menschen. Hier fand ich auch schon einige Geschichten.

 

Welche Buchpläne hast Du für die Zukunft?

Nach meiner Fantasy-Dilogie, an der ich gerade arbeite und die ich für das Frühjahr 2021 plane, möchte ich mich verstärkt dem Genre Romance zuwenden. Ich möchte mich als Autorin mit Herz und Sheltie etablieren. Mit meinen zukünftigen Büchern, möchte ich meine Fangemeinschaft über die Sheltiecommunity hinaus erweitern.

 

Du hast auf der Homepage geschrieben, dass Du als Kind auch Bücher gelesen hast, Dir aber nicht so viele zur Verfügung standen. Kannst Du Dich noch daran erinnern, was Du am liebsten gelesen hast?

Ich las in meiner Kindheit Bücher über Internatsschüler und Abenteuergeschichten, später wurde ich riesiger Fan von Stephen King und Clive Barker.

 

Hast Du ein Autorenvorbild?

Aktuell sind alle Selfpublisher, die nicht nur schreiben, sondern unermüdlich für ihre Arbeit eintreten, das Marketing und alle Bereiche abdecken, die sonst ein Verlag mitträgt, ein großes Vorbild. Ganz besonders meine Autorenschreibgruppe “Fantastische Mütter“ möchte ich an dieser Stelle unbedingt erwähnen. Sie dienen mir in jeder Beziehung als Vorbild – jede auf ihre liebeswerte, besondere Weise.

 

Gibt es ein Buch, dass Du schon immer mal lesen wolltest, aber bisher noch keine Zeit dazu gehabt hast?

 Ich nehme mir immer wieder vor, „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky zu lesen. 

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne besuche und warum?

Ich würde Paulus eine kurze Zeit auf seinen Reisen begleiten. Er verfolgte Christen und dann die Bekehrung. Dieser große Wandel, der so beeindruckend ist und bis heute nachhallt. 

 

Wie immer gebe ich meinen Interviewpartnern auch die Möglichkeit, noch etwas mehr zu schreiben. Denn ich stelle immer viele Fragen und vergesse vielleicht doch das eine oder andere. Hier kannst Du schreiben, was Du uns Lesern schon immer mal sagen wolltest.

Lieber Leser, ich bin jedem sehr dankbar, der ein Buch von mir zur Hand nimmt und darin liest. Dafür schreibe ich. Dich möchte ich erreichen und Dir schöne Lesestunden bescheren. Durch die große Welt der Bücher, ist es aber immer schwieriger geworden in der Masse nicht unterzugehen. Hier brauchen wir Autoren Dich! Jede Rezension hilft uns sichtbar zu werden oder zu bleiben. Und jede Kritik hilft, dass wir uns verbessern und weiterentwickeln können.  Bitte rezensiere, gib Feedback. Ich verspreche Dich im Gegenzug weiterzuschreiben, nicht auf der Stelle stehen zu bleiben, um Dich in Zukunft immer mit Lesestoff versorgen zu können. 

 

Durch das Bloggerportal des Verbandes lernen sich viele Autoren und Buchblogger kennen. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern, bzw hast Du Kontakt zu Lesern und Bloggern?

Gerade als Selfpublisher ist mir der Kontakt zu Bloggern und Lesern sehr wichtig. Sie sind es, die uns Autoren heutzutage unterstützen und fördern. Daher war es mir eine Herzensangelegenheit für mein Debüt auch ein Bloggerteam an meiner Seite zu haben. Ich möchte keine meiner Mädels missen, die mich so wunderbar motivieren, aber mir auch durch den Austausch in unserer Gruppe ermöglichen immer wieder am Puls und den Themen der Zeit zu sein, um nicht im Marathon des Autorenlebens zurückzufallen.

 

Hast Du Interesse an Buchlesungen?

Ich habe schon Lesungen halten dürfen und bisher immer wunderbare Zuhörer gehabt. Von daher: immer wieder gerne.

 

Fährst Du zu Buchmessen?

Frankfurt liegt fast vor meiner Haustür, so dass ich gerne hinfahre. Außerdem gehe ich auch gerne auf regionale Buchmessen, wie die Mainzer Minipresse oder die Buchmesse im Ried.

 

Ich denke, nun habe ich genug Fragen gestellt und möchte mich recht herzlich bei Dir dafür bedanken, dass Du Dir die Zeit für das Interview genommen hast.

 

Gerne weise ich in meinen Interviews auf Bücher hin. Hier zeige ich das neueste Buch von Sissi Steuerwald 


Rose & Alick - Eine Liebe ohne Dornen
erschienen am 25. September 2020

Kurzbeschreibung, übernommen:

Sowie nicht jede Rose Dornen besitzt, muss nicht jede Liebe verletzen. Doch einmal geschehen, bedarf es ehrlicher Liebe anderer und manchmal auch eines feuchten Nasenstupsers, um dies zu erkennen. Rose Thorburns ständige Begleiter ihrer Kindheit waren Demütigungen und Scham. Sie verließ Glencoe kaum, dass sie ihren Schulabschluss in der Tasche hatte. Doch der Tod ihrer geliebten Tante holt sie in ihre Heimat zurück. Dort wartet nicht nur ihr Erbe, sondern auch Alick, der junge, attraktive Nachbar ihrer Tante. Rose ahnt nicht, dass Alick ihrer Tante nicht nur half, alles für ihre Rückkehr vorzubereiten... Während seine Gefühle für sie wachsen, muss sie sich ihrer Vergangenheit stellen. Ob Alick Roses Herz ebenso gewinnen kann, wie sein treuer Sheltiekumpel?

 

 

Möchtet Ihr noch mehr erfahren, dann klickt auf folgende Links

Homepage der Autorin klick hier

Autorenseite bei Amazon klick hier


Rezension - Die Weihnachtsvilla

Autorinnen: Anne Jacobs, Hanna CaspianMartina Sahler, Karin Baldvinsson

Titel: Die Weihnachtsvilla

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. September 2020

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch




Über die Autorinnen:
Anne Jacobs begeistert mit ihren Romanen die Leserinnen. Ihre Bücher um „Die Tuchvilla“ und „Das Gutshaus“ standen wochenlang auf der Bestsellerliste. Die Autorin schreibt sehr erfolgreich unter verschiedenen Namen. 
Hanna Caspian hat mit ihrer Saga „Gut Greifenau“ die Herzen der Leserinnen erobert. Ihre Romane sind allesamt Bestseller. Nach dem Studium arbeitete sie zunächst als Pressereferentin, heute lebt sie als freie Autorin in Köln. 
Martina Sahler lässt sich bei der Gestaltung ihres eigenen Gartens am liebsten von den englischen Botanikern inspirieren und verbringt im Frühjahr, Sommer und Herbst viel Zeit mit der Recherche in England, bevorzugt in Sissinghurst und Kew Gardens. Mit ihren bisherigen historischen Serien hat sie eine begeisterte Leserschaft gewonnen. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln. 
Karin Baldvinsson wurde 1979 in Erlenbach am Main geboren. Während ihrer mehrjährigen Tätigkeit für einen isländischen Konzern hat sie ihr Herz an einen Isländer verloren. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hamburg, doch die raue Insel wird immer ihre zweite Heimat bleiben. Unter ihrem Pseudonym Karin Lindberg hat Karin Baldvinsson schon viele Bestseller veröffentlich, unter anderem "Vertraglich verliebt", "Sommer auf Schottisch" und "High Heels im Schnee".


Kurzbeschreibung, übernommen:
Dienstmagd, Hausherrin und rebellische Tochter: Zu Weihnachten hofft jede von ihnen auf die große Liebe. Und immer hilft eine festlich geschmückte Villa dem Glück auf die Spur. Mal ist es das Herrenhaus eines alten Gutshofs, mal das hell erleuchtete Anwesen in einem verschneiten Städtchen. An der Ostsee und in den Bergen, in England und Island: Die beliebtesten Autorinnen der historischen Frauenunterhaltung erzählen weihnachtliche Geschichten für gemütliche Leseabende.


Meine Meinung:
Bei Weihnachtsbüchern mache ich eigentlich jedes Jahr große Ausnahmen. Ich lese dann auch mal ein Buch mit einer Auswahl verschiedener Geschichten und freue mich auf ein Ende, das immer vorhersehbar ist.
Was mich bei diesem Buch außerdem noch begeistert hat, waren die Autorinnen. Entweder kannte ich sie, weil ich schon Bücher von ihnen gelesen hatte oder ich wurde neugierig und wollte mehr von ihnen lesen. 
Anne Jacobs, Hanna Caspian, Martina Sahler und  Karin Baldvinsson haben sehr schöne Geschichten geschrieben. Manchmal war die Zeitspanne nur einige Tage lang und dann konnte es durchaus einige Jahre dauern, bis es ein glückliches Ende gab. Wobei nur diese Geschichte zu Ende war, zu gerne hätte ich weiter gelesen, was die Beteiligten später noch alles erleben durften.


Fazit:
Ein sehr schönes Buch mit einer gelungenen Auswahl mehrerer Geschichten. Nicht nur zum Selberlesen geeignet. Mit Sicherheit bietet es sich auch als Geschenk für die Adventszeit an. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung:

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich gerne für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DieWeihnachtsvilla #NetGalleyDE

Mittwoch, 30. September 2020

Rezension - Rote Tränen


Autor: Mike Landin

Titel: Rote Tränen

Genre: Thriller

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Juni 2020

Seiten: 342

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : BoD – Books on Demand



Über den Autor:
Mike Landin: Der Autor wurde 1968 in Berlin geboren. Er wuchs im Spreewald auf, studierte Bauingenieurwesen in Cottbus und lebt heute in der Nähe von Magdeburg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Jacob ist vom Umzug seiner Familie auf einen verlassenen Hof in den Berchtesgadener Alpen wenig begeistert. "Ich mache hier die zwölfte Klasse, dann haue ich wieder ab." Lediglich Hannah, die gleichaltrige Tochter der Nachbarn, kann seine Laune etwas aufbessern. Doch dann verschwindet in der Gegend ein jugendliches Mädchen, das Sechste innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Die Fälle sind nie aufgeklärt worden und Jacobs Eltern verhalten sich seltsam abweisend, wenn er darüber reden will. Jacob forscht nach und erkennt bald, dass es nicht nur eine Verbindung zwischen den ungelösten Kriminalfällen und seinen Eltern gibt, sondern auch Hannahs Familie in deren Vergangenheit eine Rolle spielt.


Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und hatte erst Bedenken, ob es für mich ein geeignetes Buch ist. Lange musste ich mir aber darüber keine Gedanken machen, denn ich war von Anfang bis Ende an das Buch gefesselt. 
Jacob und seine Familie zieht vom Spreewalt wieder in die Heimat seiner Eltern. Er ist gar nicht begeistert und findet auch das Verhalten seiner Eltern äußerst merkwürdig. Zusammen mit Hannah versucht er das Geheimnis zu lüften. Ich war ebenfalls sehr neugierig und wollte wissen, was das alles zu bedeuten hatte. Ich wurde genau, wie die Jugendlichen überrascht und hatte mit manchen Wendungen gar nicht gerechnet. Vor allem, weil es sich in eine Richtung abzeichnete, die ich voller Spannung verfolgte und tatsächlich auch etwas aufgeregt war. Denn der Autor "sparte" nicht mit Todesfällen und ich befürchtete, dass er auch vor Personen, die ich mochte, keinen Halt machen würde. 
Die Spannung nahm immer mehr zu und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Am Ende war ich zwar zufrieden aber nicht unbedingt glücklich. Dafür war zuviel passiert, was nicht hätte sein sollen. Man merkt, ich war mal wieder so richtig mitten drin und so richtig an das Buch gefesselt. Das beweist, dass Mike Landin einen hervorragenden Debütroman geschrieben hat.


Fazit:
Wer es so richtig spannend haben möchte und Geheimnisse aufdecken will, dem kann ich dieses Buch vielmals empfehlen.

Beim Autor möchte ich mich vielmals bedanken, dass er mich auf sein Buch aufmerksam gemacht hat. In der Menge der neu erschienen Bücher kann ein einzelnes Buch schon mal untergehen. Zumal ein Autor, der verlagsunabhängig Bücher veröffentlicht, selbst dafür sorgen muss, dass sein Buch bekannt wird. Ich persönlich bin der Meinung, dass Self Publisher durchaus mehr Aufmerksamkeit verdienen als sie bekommen. Denn in ihren Reihen gibt es viele, die hervorragende Bücher geschrieben haben.

Rezension - Der Glanz einer Sternennacht


Autorin: Karen Swan

Titel: Der Glanz einer Sternennacht

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. September 2020

Seiten: 576

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Goldmann Verlag



Über die Autorin:
Karen Swan arbeitete lange als Modejournalistin für Zeitschriften wie Vogue, Tatler und YOU. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im englischen Sussex. Wenn die Kinder sie lassen, schreibt sie in ihrem Baumhaus Romane.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Schloss in Irland, ein rauschendes Fest und drei Schwestern, die nach den Sternen greifen … 
Lorne Castle – majestätisch thront das Anwesen über der rauen Westküste Irlands, seit Generationen ist es in Familienbesitz. Doch damit soll jetzt Schluss sein, denn Sir Declan Lorne hat es ausgerechnet seiner jüngsten Tochter Willow vermacht, die es schnellstmöglich verkaufen will. Die älteren Töchter Ottie und Pip sind entsetzt. Einst standen die Schwestern einander sehr nahe, doch nun trennen sie zahlreiche Geheimnisse. Als der attraktive neue Schlossherr Connor Shaye zu einem rauschenden Weihnachtsfest lädt, treffen sie sich ein letztes Mal in Lorne Castle. Eine denkwürdige Nacht, in der sich nicht nur die drei Schwestern näherkommen …


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach geeigneten Weihnachtsbüchern, wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Da ich von Karen Swan bereits einiges gelesen hatte, wollte ich auch dieses Buch gerne lesen. 
Im Vordergrund steht mal wieder ein Erbe, allerdings ist es diesmal etwas sehr ungewöhnliches. Willow erbt eine siebenhundert Jahre alte Burg. Diese alten Gemäuer stellen natürlich eine Herausforderung dar. Aber damit ist es noch nicht getan, die Mutter und Schwestern von Willow sind nicht gerade erfreut über die Erbfolge. Außerdem hat jede der Frauen ihr Päckchen zu tragen. Geheimnisse scheint es reichlich zu geben. Andeutungen machen mich sehr neugierig und natürlich will ich wissen, was denn nun alles passiert ist und auch noch passieren wird. 
Die Autorin hat es bestens verstanden, den Personen besondere Charaktere einzuhauchen und einige, vielleicht nicht ganz alltägliche, Begebenheiten in die Geschichte eingebaut. Dadurch bekam das Buch viele Seiten, aber ich habe mich mit Sicherheit nicht gelangweilt. Natürlich wünschte ich mir, dass die Ereignisse eine bestimmte Wendung bekamen, denn ich war nicht mit allem, was dort geschah, einverstanden. 
Das Buch gehört für mich zu den Weihnachtsbüchern, weil es ein wunderschönes Cover hat und im Dezember alles passiert.


Fazit:
Dies ist ein Buch, das einen mitnimmt, einen berührt, es macht nachdenklich, vielleicht auch traurig, aber es hat auch humorvolle Situationen. Auf jeden Fall ist es ein Buch, das ich gerne weiter empfehle.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 29. September 2020

Rezension - White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht


Autorin: Michelle Marly

Titel: White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht

Genre: Historisch, Biografie, Weihnachtsbuch

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 22. September 2020

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rütten & Loening


Über die Autorin:
Hinter Michelle Marly verbirgt sich die deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in der Welt des Kinos und der Musik aufwuchs. Durch ihren Vater, den Komponisten Michael Jary, entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft für französische Chansons. Lange Jahre lebte sie in Paris, heute wohnt sie mit Mann und Hund in Berlin und München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Dreaming of a White Christmas. 
Hollywood, Heiligabend 1937. Für den erfolgreichen Jazz-Komponisten Irving Berlin aus New York ist dieser Tag stets ein besonderer – er verbindet damit sein größtes Glück und gleichzeitig auch einen schweren Schicksalsschlag. Doch diesen Heiligabend muss Irving, zum ersten Mal getrennt von seiner Familie, unter der Sonne Kaliforniens verbringen. Voller Sehnsucht nach seiner Frau und den Kindern beginnt er an einem Song über die Weihnachtszeit zu arbeiten – und erfährt schließlich, dass auch in Hollywood ein Weihnachtswunder geschehen kann.


Meine Meinung:
In diesem Jahr hat das Lied "Dreaming of a White Christmas" das Rennen gewonnen. Es war das erste Weihnachtslied, welches ich hörte. Das lag natürlich an diesem tollen Buch von Michelle Marly. Hin und weg war ich nach dem Lesen. Ich habe mich natürlich noch mehr über Irvin Berlin informiert und stellte fest, dass ich einige der "alten" Lieder kannte. 
Bevor ich noch weiter abschweife, möchte ich auf dieses Buch eingehen. Ich finde es klasse, dass aus dem Leben berühmter Personen ein Zeitabschnitt und somit besondere Begebenheiten hervor gehoben werden. Ich gehe mal davon aus, dass dieses Lied jedem bekannt ist. Aber wer weiß schon, wann und wo das Lied komponiert wurde. Zumindest mir war es nicht bekannt und ich fand es ausgesprochen interessant, weil ich gleichzeitig auch vieles aus dem Leben von Irving Berlin erfahren konnte. 
Die Autorin hat zwei Zeitabschnitte gewählt. Weihnachten 1937 wurde das Lied geschrieben, denn Irving war weit entfernt von seiner Familie, die er sehr vermisste. Durch Rückblenden konnte ich erfahren, was Irving Berlin und seine künftige Frau Ellin Mackay alles durchmachen mussten, bevor sie endlich heiraten konnten. 
Michelle Marly ist es ein weiteres Mal gelungen, ein Buch zu schreiben, das nicht nur interessant ist sondern auch berührt und vor allem mich neugierig gemacht hat. Übrigens, den Film mit Bing Crosby kenne ich natürlich. 


Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das mich wirklich sehr begeistert hat. Sehr gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung ab und das Buch hat für mich mehr als fünf Sterne verdient. 

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Bunburry - Nur das Schaf war Zeuge


Autorin: Helena Marchmont

Titel: Bunburry - Nur das Schaf war Zeuge

Genre: Cosy Crime

Version: eBook und Hörbuch

erschienen: 28. Juli 2020

Seiten: 138

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : beTHRILLED 




Über die Autorin
Helena Marchmont ist das Pseudonym von Olga Wojtas. Die schottische Schriftstellerin hat 2015 den Scottish Book Trust New Writers Award gewonnen und bereits über 30 Kurzgeschichten veröffentlicht. 


Kurzbeschreibung, übernommen:
Thomas Cox, Teilnehmer eines Survival Camps in der Nähe von Bunburry, stürzt mitten in der Nacht von einem Felsen und stirbt. Die Polizei geht von einem Unfall aus und ermittelt nicht weiter. Doch Neil Walker, der das Camp im Wald geleitet hat, ist sich sicher, dass bei diesem Sturz jemand nachgeholfen hat: Er hatte alles abgesichert, damit den unerfahrenen Großstädtern nichts passieren kann. Deshalb bittet er das Bunburry-Trio Liz, Marge und Alfie um Hilfe. Für die Ermittlungen muss Alfie undercover am Survival Training teilnehmen, dabei ist er alles andere als ein Outdoor-Fan ...


Meine Meinung:
Und wieder einmal hat mich ein ansprechendes Cover dazu verführt ein Buch zu lesen. Dadurch geriet ich an die achte Folge der Bunburry-Krimis. Allerdings war es für mich überhaupt kein Problem, denn wichtige Informationen wurden kurz eingeflochten und ich hatte schnell den Durchblick.
Ich lernte das Bunburry-Trio kennen. Liz, Marge und Alfie helfen anscheinend immer wieder gerne bei Ermittlungen und Emma, die Polizistin vor Ort ist dafür auch dankbar. 
Ich fand alle Personen sehr sympathisch. Die Autorin hat allen auch besondere Charaktere zugeordnet, was den Lesespaß erhöhte. Diesmal hatte Alfie ziemlich viel zu tun und über alles wurde sehr ausführlich geschrieben, deshalb kam für mich das Ende überraschend schnell und auch unerwartet.


Fazit:
Ein netter unterhaltsamer Krimi für zwischendurch und bestens für Leser geeignet, die keine dicken Wälzer lesen möchten. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#BunburryNurdasSchafwarZeuge #NetGalleyDE

Rezension - Die Bäckerei der Wunder


Autor: Christian Escribà
Autorin: Silvia Tarragò

Titel: Die Bäckerei der Wunder

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 14. September 2020

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Heyne Verlag



Über die Autoren:
Christian Escribà führt seit vielen Jahren die Konditorei seiner Familie, die 1906 in der Gran Via in Barcelona eröffnete. Er wurde als bester Konditor in Spanien ausgezeichnet und gilt als einer der besten Patissiers der Welt. »Die Bäckerei der Wunder«, in dem die Geschichte seiner Familie erzählt wird, entstand als Gemeinschaftswerk mit der spanischen Autorin Sílvia Tarragó Castrillón. 
Sílvia Tarragó Castrillón ist eine spanische Bestseller-Autorin, die bereits zahlreiche Kurzgeschichten, Gedichtbände, Jugendbücher und historische Romane veröffentlicht hat. Zusammen mit Christian Escribà, dem berühmtesten Konditor Spaniens, schrieb sie »Die Bäckerei der Wunder«, ihr erster in Deutschland veröffentlichter Roman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Barcelona, 1926. An einem Wintermorgen, der voller Wunder ist, wird Alba geboren. Es schneit in Barcelona so heftig wie nie zuvor, und die Menschen laufen auf die Straße, um die tanzenden Kristalle zu bewundern. Schon bald wird sich herausstellen, dass Alba in ihrem Leben noch viele Menschen verzaubern wird – mit ihrer einzigartigen Gabe, Kuchen und Kekse zu backen, die Glück und Trost spenden. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, Konditorin zu werden. Doch im Spanien der rauen Nachkriegszeit ist es für eine junge Frau alles andere als leicht, sich den Weg zum Glück zu erkämpfen. Bis sie eines Tages die Bäckerei Escribà betritt – und ahnt, dass sich ihr Leben für immer verändern wird …


Meine Meinung:
Das wunderschöne Cover hat mich verführt, ich wollte die Bäckerei kennen lernen und vor allem wissen, welche Wunder dort geschehen würden. Soweit meine Erwartungshaltung, die leider wohl zu hoch angesetzt war. Was ich fand, war eine Geschichte über eine fiktive Person, Alba, die in der anscheinend berühmtesten Bäckerei Barcelonas arbeiten durfte. 
Ich konnte die Lebensgeschichte von Alba verfolgen, was ziemlich unaufregend war. Die Autoren haben durch eingefügte Rückblenden Informationen über die tatsächlichen Personen, die mit der Bäckerei zu tun hatten, weiter gegeben. Es war durchaus interessant dadurch etwas über die damalige Zeit in Spanien zu lesen, aber ich persönlich wartete die ganze Zeit auf die Wunder.


Fazit:
Hier hatte ich nun ein Buch, das ich zwar gut zwischendurch lesen konnte, aber bei mir bestimmt nicht nachhaltig in Erinnerung bleibt. Die Idee des Erben dieser Bäckerei, etwas über die Geschichte zu schreiben, war ja nicht schlecht, aber mich konnte das Buch leider nicht überzeugen. Zum Glück sind die Geschmäcker ja sehr verschieden und der eine oder die andere mag vielleicht mehr Gefallen an diesem Buch finden.


Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.