Sonntag, 16. Mai 2021

Rezension - Mörderische Côte d´Azur



Autorin: Christine Cazon

Titel: Mörderische Côte d´Azur

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Februar 2014

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : KiWi-Taschenbuch



Über die Autorin:
Christine Cazon, Jahrgang 1962, hat ihr altes Leben in Deutschland gegen ein neues in Südfrankreich getauscht. Sie lebt mit ihrem Mann und Katze Pepita in Cannes, dem Schauplatz ihrer Krimis mit Kommissar Duval.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Tod auf dem roten Teppich – ein spannendes Krimi-Debüt aus Südfrankreich 
Es ist Mai, die Zeit des berühmten Filmfestivals in Cannes, die ganze Stadt vibriert, überall wimmelt es von Fotografen, Journalisten, Filmstars und solchen, die es werden wollen. Und mittendrin wird plötzlich während einer Pressevorführung für seinen neuen Dokumentarfilm der berühmte Regisseur Serge Thibaut ermordet. Kommissar Léon Duval, frisch aus Paris an die Côte d’Azur gezogen, muss seine unausgepackten Umzugskisten stehen lassen und sofort mit den Ermittlungen beginnen. Schließlich kann das Festival keine Negativschlagzeilen gebrauchen. Ein schneller Erfolg muss her. Wer hatte ein Interesse am Tod des Filmemachers, der sich so unermüdlich für die Erhaltung des Regenwalds einsetzte? Und war dieser Serge Thibaut wirklich so ein uneigennütziger Gutmensch? Seine Nachforschungen führen Duval bald in ein scheinbar unentwirrbares Dickicht aus Eitelkeiten, Intrigen und Korruption. 


Meine Meinung:
Manchmal ist es sehr gut, wenn ich auf ein Buch aufmerksam gemacht werde und gleichzeitig erfahre, dass es zu einer Serie gehört und ich die Möglichkeit habe, mit Band eins anzufangen.
So kam es, dass ich Kommissar Léon Duval und seinen ersten Fall kennen lernte. Duval ist von Paris nach Cannes gezogen. Statt in Ruhe alle Kollegen und die Begebenheiten vor Ort kennen lernen zu können, muss er sofort durchstarten. Es ist die Zeit der Filmfestspiele und die Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Ausgerechnet jetzt wird ein Regisseur während seiner Filmvorführung erschossen.
Christine Cazon hat dafür gesorgt, dass Duval und ich sehr viel erfahren, wie alles abläuft, wer sich dort mit wem trifft, wie die Räumlichkeiten sind und noch mehr. Natürlich lernen wir beide alle Mitarbeiter und deren Befindlichkeiten kennen, außerdem kann ich feststellen, dass sich keiner von einem ausgiebigen Essen mit anschließendem Kaffee abhalten lässt.
Anfangs zieht es sich für mich etwas in die Länge, was aber auch daran liegen kann, dass sich zu viele Leute im Saal befunden haben, als der Mord geschah. Außerdem mischten sich sehr viele Personen ein, die meinten, dass sie Einfluss auf die Ermittlungsarbeit nehmen müssten. Aber Duval stellt auch fest, wie die Zusammenarbeit mit seinen direkten Mitarbeitern klappt. Und das nimmt ihm schon mal einige Sorgen. Denn privat hat er ebenfalls noch einiges, worum er sich kümmern muss. Also, einfach ist der Start wirklich nicht. Steine werden ihm in den Weg gelegt, in bestimmte Richtungen darf nicht ermittelt werden und noch einiges mehr. Klar, am Ende findet er heraus, wer der Täter war, was für mich eine Überraschung war.


Fazit:
Ein gelungener Start einer Krimiserie, von der auf meinem Reader noch weitere Folgen aufs Lesen warten. Zunächst gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#MörderischeCôtedAzur #NetGalleyDE

Rezension - Don Cavelli und die Hand Gottes



Autor: David Conti

Titel: Don Cavelli und die Hand Gottes

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. Januar 2021

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : dotbooks 



Über den Autor:
David Conti wurde 1964 in Rom geboren und verbrachte dort – unterbrochen von einem mehrjährigen Aufenthalt in München – seine Kindheit und Jugend. Nach einem Studium der Theologie, Geschichte und Germanistik in Perugia, Yale und Tübingen, war er mehrere Jahrzehnte lang in verantwortlicher Position bei einer internationalen Institution in Rom tätig. Seit seinem beruflichen Ausscheiden aus dieser, verbringt er seine Zeit mit Reisen und dem Schreiben der Don-Cavelli-Reihe. Er lebt abwechselnd in Castel Gandolfo, Zürich und Santa Barbara.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Kreuzfahrtschiff, das mit Tausenden Passagieren ausläuft – und im Hafen von Genua als Geisterschiff eintrifft. Ein italienisches Bergdorf, das einen verzweifelten Notruf absetzt – doch jede Hilfe kommt zu spät. Die Öffentlichkeit ahnt nichts von diesen grauenhaften Ereignissen: Der Verdacht auf ein tödliches Virus soll um jeden Preis unter Verschluss gehalten werden. Einzig Don Cavelli, Geschichtsprofessor aus dem Vatikan, weiß mehr darüber; ihn hat das Kirchenoberhaupt inoffiziell mit den brisanten Ermittlungen beauftragt, denn hinter diesem Terror verbirgt sich jemand, der sich für die Hand Gottes hält … und es ist der Gott des Alten Testaments: voller Zorn und ohne Gnade! Wird Cavelli weitere Anschläge verhindern können – oder muss er hilflos zusehen, wie die Menschheit in den Abgrund stürzt?


Meine Meinung:
Es ist manchmal erstaunlich, wie nahe ein Autor mit seiner Fantasie an die Wirklichkeit heran kommt. David Conti hat mit seinem Buch 2019 begonnen und im Jahr darauf beendet. Nie hätte er gedacht, dass einiges tatsächlich passieren könnte. Anfangs war ich etwas unsicher, ob ich das Buch gerade jetzt lesen wollte. Nun bin ich froh, dass ich gemacht habe, denn es war ausgesprochen spannend. Zumal es sich wirklich nicht um ein Corona-Buch handelte, sondern es eine ganz andere Richtung nahm.
Die Bewohner eines Bergdorfes und die Urlauber auf einem Kreuzfahrtschiff wurden mit einem tödlichen Virus infiziert. Dahinter steckte ein religiöser Fanatiker und Cavelli soll mit ihm Kontakt aufnehmen.
Ein weiteres Mal hat der Autor uns Lesern Einblicke in das Alltagsleben im Vatikan gewährt. Alles war sehr interessant und eindrucksvoll geschildert. Außerdem war ich wirklich mal wieder vor Ort und auch an Stellen, zu denen ich als Besucherin bei meinem Aufenthalt vor einigen Jahren keinen Zugang hatte. Aber im Vordergrund stand für mich die Frage, wie kann Cavelli das Problem lösen. Schafft er es? Denn eigentlich sollte es keine weiteren Opfer mehr geben. Nach Möglichkeit sollte von dieser Angelegenheit auch nicht viel an die Öffentlichkeit dringen. Natürlich will ich hier nicht zu viel verraten, aber ich gehe mal davon aus, dass wir noch weitere Folgen lesen können.
Dies ist bereits die dritte Mission für Don Cavelli, der aus einem ganz bestimmten Grund im Vatikan wohnen darf. Er ist mir sehr sympathisch und ich fieberte tatsächlich immer mit und hoffte auf ein gutes Ende.  Über Don Cavelli, dessen Vorname eigentlich Donatus lautet, habe ich in diesem Buch einiges mehr erfahren. Er ist eigentlich Geschichtsprofessor und kennt sich natürlich bestens aus, nicht nur im Vatikan, auch im religiösen Bereich. Das ist erforderlich, denn er muss Gespräche führen, die in diesem Fall sehr wichtig sind. Opus Dei ist nur ein Stichwort und ich konnte darüber einiges erfahren.
Alles drei Cover gefallen mir ausgesprochen gut, sie vermitteln die Zusammengehörigkeit und zeigen eindrucksvolle Bilder von Rom.


Fazit:
Eine sehr realistische Folge, die mich gefesselt hat. Denn es gibt einen gefährlichen Virus und religiöse Fanatiker tauchen ebenfalls immer wieder auf.
Jedes Buch ist abgeschlossen und kann ohne Kenntnisse der anderen gelesen werden, allerdings macht es viel mehr Spaß, die Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Gerne gebe ich für alle drei eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für ein Rezensionsexemplar bedanken. 

Samstag, 15. Mai 2021

Rezension - Immer Ärger mit der Famiglia



Autorin: Beate Boeker

Titel: Immer Ärger mit der Famiglia

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 5. April 2021

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Midnight by Ullstein



Über die Autorin
Beate Boeker ist neben ihrem Beruf als Autorin Betriebswirtin mit internationalem Schwerpunkt, arbeitet im Marketing und lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Deutschland. Der erste Roman der USA Today Bestseller-Autorin wurde 2008 vom Verlag Avalon Books in New York veröffentlicht. Heute ist eine große Auswahl ihrer romantischen Komödien, Krimis und Kurzgeschichten auf Englisch verfügbar. Ihre Bücher wurden für viele Auszeichnungen nominiert, z.B. den Golden Quill Contest, den National Readers' Choice Award und den Best Indie Books. Obwohl sie Deutsche ist, entschied sie sich, zunächst nur auf Englisch zu schreiben, weil sie in den USA mehr Hilfe bei der Entwicklung ihrer schriftstellerischen Fähigkeiten fand. Inzwischen schreibt sie sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Familie Mantoni unter Mordverdacht 
Carlina und Commissario Stefano Garini sind gerade erst zusammengezogen, da wird Lucio, der frisch gebackene Ehemann von Carlinas Cousine, in einer kompromittierenden Situation gefunden: Er liegt bewusstlos in den Armen einer erstochenen Prostituierten. Als Stefano ihn befragt, kann Lucio sich an nichts erinnern. Wieder einmal gezwungen, gegen die Mantonis zu ermitteln, gibt der Commissario sein Bestes, um einen Beweis für Lucios Unschuld zu finden. Doch mit jedem neuen Indiz zieht sich die Schlinge um Lucios Hals nur noch enger zu. Dabei hilft es auch nicht, dass die Familienoberhäupter, Tante Violetta und Onkel Teo, an einer neuen Geschäftsidee arbeiten, die sie in der Mordnacht zufällig direkt zum Tatort treibt …


Meine Meinung:
Inzwischen kenne ich die Familie Mantoni recht gut und eigentlich sollte mich gar nichts mehr überraschen. Tja, das dachte ich zumindest und wurde überrascht, wie turbulent es weiterhin bei ihnen zu geht. Manchmal wünsche ich mir beim Lesen ja, dass ich gerne vor Ort wäre, aber bei Serie mit den Florentinischen Morden verzichte ich gerne darauf. 
Commissario Stefano Garini hat es wirklich nicht leicht. Nachdem ein Mitglied der Familie als Tatverdächtiger verhaftet wurde, erwarteten alle von ihm, dass er selbstverständlich dessen Unschuld nachweisen kann. Leider gab es aber so viele Verdachtsmomente, die gegen Lucio sprachen und nicht nur gegen ihn, da waren doch tatsächlich noch weitere Familienmitglieder zur Tatzeit unterwegs. Mehr verrate ich darüber aber nicht. 
Beate Boeker hat es auch diesmal verstanden, einen spannenden und humorvollen Krimi zu schreiben. 
Sie präsentierte Stefano und mir reichlich Personen, die sich verdächtig gemacht hatten. Außerdem bereitete sie mir viel Vergnügen mit der neuen Geschäftsidee von Tante Violetta und Onkel Teo. Die beiden haben glücklicherweise eine verrückte Idee aufgegeben, mit denen sie in einigen Folgen die Familie arg genervt hatten. Deshalb freute ich mich sehr, wie Stefano und Carlina, die mir beide sehr sympathisch sind, alles meisterten und natürlich Stefano den Fall zur Zufriedenheit alles auflösen konnte. 


Fazit:
Eine weitere Folge einer gelungenen Serie und ich hoffe, dass ich noch mehr von Familie Mantoni lesen werde. Denn irgendwie habe ich das Gefühl, mich an sie gewöhnt zu haben. 
Jedes Buch ist abgeschlossen, allerdings gibt es einen roten Faden, der sich durch alle Bücher zieht und deshalb empfehle ich doch mehrere Teile der Serie zu lesen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


#ImmerÄrgermitderFamiglia #NetGalleyDE

Donnerstag, 13. Mai 2021

Rezension - Der Schwedenschimmel



Autorin: Carmen Mayer

Titel: Der Schwedenschimmel

Genre: Historisch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 5. April 2021

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : MAXIMUM Verlag



Über die Autorin:
Carmen Mayer lebt als zuagroaste Württembergerin mit ihrer Familie in Bayern. Nach Abschluss ihrer kaufmännischen Ausbildung arbeitete sie in der Geschäftsleitung verschiedener Industrie- und Handelsbetriebe, und war mehr als zwanzig Jahre lang als Einkäuferin für deutsche Firmen in Nordamerika und Asien unterwegs. Ihre literarische Laufbahn begann Carmen Mayer auf verschiedenen Literaturforen im Internet, von wo aus sie mit Kurzgeschichten den Sprung in die Welt des gedruckten Wortes startete.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Was geschah 1632 wirklich?
Thomas, der eine besondere Begabung im Umgang mit Pferden zu haben scheint, wird von Hauptmann Leonhart Seitz vom Walde zu sich geholt. Dieser schenkt ihm volles Vertrauen, vor allem als er vom bayerischen Kurfürsten den Befehl erhält, im württembergischen Gestüt Marbach eine kleine Herde wertvoller Pferde zu kaufen. Hier entdeckt er einen einzigartigen Hengst, der für ihn zum Symbol eines besseren Lebens wird.
An der Seite seines Hauptmanns sieht Thomas den Prunk, mit dem sich der bayerische Kurfürst umgibt, während sein Volk hungert. Wie sehr unterscheidet sich das Leben des armen Bauernmädchens Rosa aus dem Audorf Oberstimm im Süden Ingolstadts, das ihm nicht mehr aus dem Kopf geht, davon.
Die Ereignisse überschlagen sich und viel passiert, bis Thomas schließlich den prachtvollen Hengst wiedersieht: Auf seinem Rücken trägt er den Schwedenkönig Gustav Adolf, der kurz davorsteht, Ingolstadt anzugreifen. Wird es Thomas gelingen, die Stadt rechtzeitig zu warnen?
Flucht, Kampf und Gewalt prägen diese Tage des Dreißigjährigen Krieges, aber immer geht es auch um den unbändigen Willen eines jungen Mannes um Aufrichtigkeit und Treue gegenüber Menschen, die ihm vertrauen und die er bewundert und liebt. Um seinen Traum von einem Leben ohne Not und Elend und die Enttäuschung darüber, dass genau das den Menschen seines Standes nicht vergönnt ist. Es geht um Träume, aber auch um Hass, Rache und Verzweiflung, und letztendlich immer um die große Liebe.
Tauchen Sie ein in die Geschichte von Thomas und Rosa und dem Schicksal des "Schwedenschimmels", der noch heute im städtischen Museum in Ingolstadt zu sehen ist.


Meine Meinung:
Mit diesem Buch wurde eine Trilogie beendet, in der die Erlebnisse vieler Personen während des dreißigjährigen Krieges erzählt werden. Carmen Mayer hat alles sehr gut recherchiert und uns Lesern ausführlich vieles berichtet. Allerdings nicht so einfach als Sachbuch, sondern in Romanen, was viel interessanter war. Der besondere Abschluss ist der Schwedenschimmel, der heute noch im Museum in Ingolstadt bewundert werden kann. Die Autorin hat den jungen Mann Thomas erschaffen und ihn reichlich Abenteuer bestehen lassen. Und am Ende durfte er sogar diesen besonderen Schimmel kennen lernen. Durch Thomas wurde uns Lesern weitere Einblicke in das Leben der damaligen Zeit gewährt, die für alle sehr schwer war und manches können wir uns heute gar nicht vorstellen.
Thomas hat den Weg in mein Leserherz gefunden und ich war am Ende froh, wie es für ihn ausging. 
Sehr gut gefallen hat mir, dass Carmen Mayer im Nachwort noch einiges erklärte und außerdem einen Glossar angehängt hat.


Fazit:
Eine historische Trilogie über eine ereignisreiche und schwere Zeit vor rund vierhundert Jahren. Für historisch Interessierte ist dies besonders lesenswert.

 Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Rezension - Der Möwenschiss-Mord



Autorin: Regine Kölpin

Titel: Der Möwenschiss-Mord

Genre: Krimi

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 1. April 2021

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Knaur TB



Über die Autorin:
Regine Kölpin ist 1964 in Oberhausen geboren, lebt seit ihrem fünften Lebensjahr an der Nordseeküste und schreibt Romane und Geschichten unterschiedlicher Genres. Sie ist auch als Herausgeberin tätig und an verschiedenen Musik- und Bühnenproduktionen beteiligt. Außerdem hat sie etliche Kurztexte publiziert. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet. Regine Kölpin ist verheiratet mit dem Musiker Frank Kölpin. Sie haben fünf erwachsene Kinder, mehrere Enkel und leben in einem kleinen Dorf an der Nordsee. In ihrer Freizeit verreisen sie gern mit ihrem Wohnmobil, um sich für neue Projekte inspirieren zu lassen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Langeweile ist aller Laster Anfang, weiß Ino Tjarks, der seit Jahren nicht mehr so viel Spaß hatte wie zuletzt als Mordverdächtiger, als er seine Unschuld beweisen musste – was er natürlich niemals zugeben würde. Deshalb nehmen Ino und seine Haushälterin Gerda einen Spionage-Auftrag des arroganten Camping-Urlaubers Falko von Walde an: Der verdächtigt nämlich seine Frau, ein Verhältnis mit ihrem neuen Nachbarn zu haben, Kommissar a. D. Traugott Fürchtenicht. Doch bevor Ino und Gerda mit ihrer Beschattungsaktion auf dem Campingplatz Möwenschiss so richtig loslegen können, wird Falko tot am Pool aufgefunden – erschlagen ausgerechnet mit der Markisenkurbel von Traugott Fürchtenicht.



Meine Meinung:
Bereits mit dem Buch "Ins Watt gebissen" lernte ich Ino, Gerda und Theda kennen und musste feststellen, dass sie doch ein etwas ungewöhnliches Trio sind. Als ich nun auf das zweite Buch mit den Dreien aufmerksam gemacht wurde, war ich neugierig, was sie diesmal erleben würden. Zweifellos ist ihnen der Erfolg zu Kopf gestiegen, denn als eine Leiche im Pool gefunden wurde, äußerten sie, dass sie Profis sind und wüssten, was gemacht werden müsste. Sehr zum Missfallen des ermittelnden Kommissars, was ich durchaus verstehen konnte, mischten sie munter mit. Aber das sollte mich nicht daran hindern, in die Geschichte einzutauchen und voller Erwartung auf die Lösung zu sein. 
Regine Kölpin hat sich wieder einiges für ihre Beteiligten einfallen lassen und manchem ganz besondere Charaktere zugeordnet. So hat sie für Spannung und Humor gesorgt und mich am Ende mit dem Täter überrascht.


Fazit:
Eine weitere unterhaltsame Folge eines Küstenkrimis, in dem Ino Tjarks & Co ermitteln. Ein Krimi, den ich gerne zwischendurch gelesen habe und wo ich die so genannten Profi-Ermittler nicht sehr ernst nehmen konnte. Mit der entsprechenden Portion Humor sollte dieses Buch gelesen werden.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Rezension - Harper - Jäger und Gejagter


 

Autor: Stephan Michels

Titel: Harper - Jäger und Gejagter

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. Oktober 2019

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : edition oberkassel




Über den Autor:
Stephan Michels, Jahrgang 1965, wuchs in Kleve am Niederrhein auf und zog nach Abitur und Studium nach Düsseldorf, wo er im IT-Umfeld tätig ist. Seit 20 Jahren wohnt er mit seiner Familie in Wegberg in unmittelbarer Nähe zur deutsch-niederländischen Grenze und pendelt seitdem regelmäßig zwischen Land und Stadt. Er liebt spannende Literatur und liest gerne Krimis und Thriller. So ist es kaum verwunderlich, dass er sich auch schreibend in diesem Genre tummelt – mit Kurzkrimis und nun mit dem ersten Roman 'Harper - Jäger und Gejagter'.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Simon Harper ist kein herkömmlicher Ermittler. Nach einem traumatischen Einsatz, den er bei den britischen Spezialeinheiten SAS geleitet hat, und einem Anschlag auf seine Familie hat er ein neues Leben als ‚Troubleshooter‘ begonnen und bestreitet seinen Lebensunterhalt damit, unkonventionell die Probleme seiner Klienten zu lösen. Seine Fähigkeiten, die er als Elitesoldat erworben hat, sind dabei kein Nachteil.
Als ihn die Ehefrau des Revisors einer Düsseldorfer Privatbank beauftragt, den angeblichen Unfalltod ihres Mannes zu untersuchen, ahnt er noch nicht, dass er auf diese Fähigkeiten angewiesen sein wird, um zu überleben. Mit seinen Ermittlungen sticht er in ein Wespennest, denn er steht plötzlich im Visier des Verfassungsschutzes und eines Profikillers. Auf welche Informationen ist der Revisor gestoßen, die ihn das Leben gekostet haben? Eine seltsame Notiz könnte ein entscheidender Hinweis sein.
Als sich Harper der Lösung dieses Rätsels nähert, verschärft sich die Situation dramatisch. Vom Jäger wird er zum Gejagten. Nicht nur sein eigenes Leben steht auf dem Spiel, zusätzlich gerät seine Auftraggeberin in Lebensgefahr. In einem finalen Showdown trifft Harper auf den mächtigen Drahtzieher im Hintergrund …


Meine Meinung:
Es freut mich, dass ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde. Denn dadurch lernte ich Simon Harper kennen. Er ist als "Troubleshooter" tätig, das heißt, er löst für andere Probleme. Seine Kenntnisse und Erfahrungen aus seiner vorherigen Tätigkeit als Elitesoldat kann er dabei hervorragend nutzen. Harper bekommt viele Anfragen per Mail, eine davon hat er nicht sofort beachtet und als er dann eine zweite bekommt, steckt er unversehens in einem Fall, der sich für ihn sehr gefährlich entwickelt. Sehr spannend hat es der Autor werden lassen. Ich begleitete Harper ja bei seinen Ermittlungen und musste zu meinem Schrecken feststellen, dass er plötzlich zum Gejagten wurde und hoffte, dass er es schaffen und am Ende auch heraus finden würde, was denn nun alles dahinter steckt. Wie immer will ich nichts verraten, aber es blieben keine Fragen offen und ich war zufrieden.


Fazit:
Ein sehr spannendes Buch mit einem ungewöhnlichen Ermittler, besser gesagt Troubleshooter. Ich war an das Buch gefesselt und weiß aus zuverlässiger Quelle, dass an einem Folgebuch gearbeitet wird. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und freue mich auf das nächste Buch.


Beim Autor und Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Kretisches Schweigen



Autor: Nikos Milonás

Titel: Kretisches Schweigen

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 28. April 2021

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : FISCHER Scherz



Über den Autor:
Nikos Milonás alias Frank D. Müller hat sich bereits im jungen Alter von 17 Jahren bei seiner ersten Kreta-Reise in die Mittelmeerinsel verliebt. Aus einem kühlen norddeutschen Sommer kommend, war er überwältigt, als er vom Schiff aus die Küste zu Gesicht bekam und der intensive Duft von wildem Thymian übers Meer zu ihm herüberwehte. Seither verbringt er so viel Zeit wie möglich auf Kreta und hat Land und Leute fest ins Herz geschlossen. In seinem deutschen Leben wohnt der gebürtige Hamburger mittlerweile in München, arbeitet als Regieassistent und Dokumentarfilmer und ist (Co-)Autor diverser TV-Sendungen (u.a. »München 7«).


Kurzbeschreibung, übernommen:
Zwei Skelette am Strand und das Schweigen derer, die davon wussten – Kommissar Michalis Charisteas ermittelt in seinem dritten Fall Es ist Ende Mai auf Kreta, und die Insel steht in voller Blüte. Im Süden Kretas haben sich zahlreiche Urlauber am Strand von Frangokastello eingefunden, weil sie im Morgengrauen die Drosoulites, die „Seelen des Taus“, sehen wollen. Der Legende nach erheben sich jedes Jahr Ende Mai diese Seelen für einige Minuten aus dem Sand und ziehen in riesigen Schwaden über den Strand. Doch in diesem Jahr kommen nicht die Seelen zum Vorschein: Im Sand finden sich die Skelette zweier Männer. Beide weisen Einschusslöcher auf. Also Mord? Als Michalis Charisteas seine Ermittlungen aufnimmt, erfährt er jedoch eine völlig andere Geschichte.



Meine Meinung:
Da ich zur Zeit schlecht nach Kreta reisen kann und mich die beiden vorherigen Krimis von Nikos Milonás bereits begeistert  hatten, war klar, dass ich auch das dritte Buch lesen wollte. 
Kommissar Michalis Charisteas, seine Freundin Hannah und seine Familie kannte ich inzwischen sehr gut. Michaelis wird an den Strand von Frangokastello gerufen, weil dort Knochen gefunden wurden. Seine Freundin Hannah muss sich Gedanken machen, wie es beruflich bei ihr weitergehen soll und die Familie von Michaelis beteiligt sich an allem, wirklich an allem humorvoll nervend. 
Ich selber konnte Michaelis und seinen Kollegen Pavlos begleiten und war richtig vor Ort. Der Autor beschreibt die Gegend so gut und mir kam vieles bekannt vor. Genau diese kurvenreichen Straßen sind wir während eines Urlaubs gefahren und wir konnten ebenfalls wunderschöne Eindrücke mitnehmen. Obwohl das alles am Rande eine Rolle spielte, war es doch wichtig, dass alles sehr gut beschrieben wurde. Die Ermittler konnten nicht mal eben mit dem Autor irgendwohin fahren. Die Strecken war recht abenteuerlich und manche Orte konnten nur zeitsparend mit dem Boot erreicht werden. Es wäre ja auch alles einfach gewesen, wenn die Bewohner dieser Orte mitteilungsbereit gewesen wären. Aber die Kommissare stießen auch großes Schweigen, auf kretisches Schweigen. Denn es gab reichlich alte Traditionen und Ansichten, was für einige gefährlich wurde. Sehr gefährlich, wenn nicht sogar tödlich.  Trotz der vielen Arbeit kam das kulinarische nicht zu kurz. Zu gerne hätte ich dort auch in einer Taverne gesessen und einen Frappé getrunken oder von den griechischen Köstlichkeiten probiert. Vielleicht eines Tages.... kann ich mal wieder dort Urlaub machen, wo Michaelis arbeiten muss.
Natürlich habe ich die Auflösung des Falles nicht aus den Augen verloren und war dann überrascht, als ich am Ende erfahren konnte, wie und was sich alles zugetragen hat.


Fazit:
Nach Kreta reisen, im Geiste die Köstlichkeiten genießen und den Ermittlern zur Seite stehen, allerdings nur als Leserin. Das alles hat mir sehr gut gefallen, gerne gebe ich eine Leseempfehlung und hoffe, dass es noch weitere kretische Folgen geben wird.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#KretischesSchweigen #NetGalleyDE