Montag, 6. April 2020

Rezension - Zeig Deine Angst



Autor: Dietmar Hesse

Titel: Zeig Deine Angst

Genre: Thriller

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 27. März 2020

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: BoD - Books on Demand



Über den Autor:
Dietmar Hesse wohnt in einem Ort nahe Hannover. Er lebt alleine in seiner kleinen Wohnung. Dort findet er die Ruhe, an seinen Ideen zu feilen. Bei Messebesuchen und anderen Events hat er viele Kolleginnen und Kollegen kennengelernt. Mit den meisten ist er befreundet, und lernt von ihnen. Das Schreiben war schon immer seine Leidenschaft. »Zeig deine Angst« ist sein erster Roman, der in der Krimi-Scene spielt. Es sollen noch einige folgen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sie wollte nur am Kanal Joggen gehen. - Dann liegt sie da und muss unendliche Schmerzen erleiden, bevor Er ihr Leben beendet.
Maren Ballhaus und Jens Lohengrin jagen einen blutrünstigen Killer. Der scheint sich am Schmerz seiner Opfer zu ergötzen. Blutig, aber ohne Spuren, hinterlässt er die Tatorte. Die Ermittler greifen nach jedem Strohhalm, um den Kerl endlich zu schnappen. Die Auswertung der Daten einer Geschwindigkeitskontrolle aus der Nähe des ersten Tatorts weckt das Bauchgefühl des Kommissars.


Meine Meinung:
Bisher hatte ich von Dietmar Hesse noch keinen Thriller gelesen und war deshalb besonders neugierig auf sein Buch. Vorab kann ich dann auch gleich erwähnen, dass mich das Buch begeistert hat. Ich fand seinen Schreibstil mal erfrischend anders, im Vergleich zu anderen Büchern. Außerdem war die Geschichte sehr spannend und über manche Situationen und Redewendungen konnte ich mich bestens amüsieren. Natürlich werde ich hierauf nicht näher eingehen, das soll jeder selber nachlesen.
Das Ermittlerteam war sehr interessant und gut zusammen gestellt. Gefreut habe ich mich, dass am Ende des Buches noch einmal alle Mitarbeiter des Teams aufgeführt wurden.
Ich erwähnte ja schon den Schreibstil, nach und nach habe ich als Leserin vieles erfahren, vor allem, wer ER ist. Aber auch dazu werde ich hier ebenfalls nichts verraten. Auf jeden Fall fühlte ich mich sehr gut unterhalten und an das Buch gefesselt.


Fazit:
Ich gehe mal davon aus, beziehungsweise, ich hoffe es, dass es noch weitere Folgen geben wird. Die ich bestimmt auch lesen werde. Aber zunächst gebe ich für dieses Buch eine Leseempfehlung.

Rezension - Ein Traum vom Glück


Autorin:  Eva Völler

Titel: Ein Traum vom Glück

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 27. März 2020

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Lübbe




Über die Autorin:
Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem hat sie zuerst als Richterin und später als Rechtsanwältin ihre Brötchen verdient, bevor sie Juristerei und Robe schließlich endgültig an den Nagel hängte. „Vom Bücherschreiben kriegt man auf Dauer einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht.“ Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Essen 1951: Nach der Flucht aus der Kriegshölle Berlin hat die junge Katharina Unterschlupf bei der Familie ihres verschollenen Mannes gefunden. Aber das Zusammenleben mit der barschen, zupackenden Schwiegermutter auf engem Raum fällt der lebenshungrigen Frau schwer. Sie will ein besseres Leben für sich und ihre beiden Töchter. Mit trotziger Entschlossenheit versucht sie, ihrem ärmlichen Umfeld zu entfliehen. Doch dann begegnet sie dem traumatisierten Kriegsheimkehrer Johannes ...


Meine Meinung:
Von Eva Völler habe ich bisher erst ein einziges Buch gelesen, das mich allerdings sehr begeistert hat und nun achte ich natürlich auf ihre Neuerscheinungen. Außerdem interessierte mich die "Ruhrpott-Saga" sehr.
Ich lese sehr gerne historische Bücher, als solches betrachte ich es durchaus. Denn die Geschichte rund um Katharina beginnt im Jahr 1951. Vor meiner Zeit also, aber meine Eltern und Großeltern haben ja auch bestimmte Erfahrungen machen müssen.
Sehr gut hat die Autorin eine Liebesgeschichte mit den besonderen Ereignissen verknüpft. Das Arbeiten unter Tage war ebenso ein Thema, wie Gefangenschaft und Spätheimkehrer. Natürlich habe ich als Leserin auch vieles über das Alltagsleben erfahren, egal, ob es ältere Witwen, alleinstehende Mütter oder kinderreiche Familien waren. Ich fand es wirklich sehr interessant.
Mit vielen überraschenden Wendungen hat mich die Autorin an das Buch gefesselt und ich wusste nicht, was ich einzelnen Personen wünschen sollte. Aber mit Sicherheit kann ich sagen, dass ich mit diesem emotionalen Ende nicht gerechnet hatte.


Fazit:
Ein gelungenes und unterhaltsames erstes Buch der Ruhrpott-Saga. Gerne empfehle ich es weiter und ich persönlich bin nun auch neugierig, wie es weitergeht.

Beim Verlag und bei NetGallyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#EinTraumvomGlück #NetGalleyDE

Samstag, 4. April 2020

Rezension - Mordseeluft



Autorin: Emmi Johannsen

Titel: Mordseeluft

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 27. März 2020

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Lübbe



Über die Autorin:
Emmi Johannsen ist das Pseudonym von Christine Drews. Mit ihren Romanen, ihren Thriller und Krimis konnte sie bereits etliche Leser im In- und Ausland begeistern, auch als Drehbuchautorin ist sie erfolgreich. Doch mit Mordseeluft erfüllt sie sich einen ganz besonderen Traum: Inspiriert von ihrer liebsten Urlaubsinsel schreibt sie nun als Emmi Johannsen eine humorvolle Krimireihe um Caro Falk und Jan Akkermann, die gemeinsam auf Borkum Verbrecher jagen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine perfekt gegarte Leiche in der Strandsauna? Nicht gerade das, was Caro Falk sich von ihrer Kur auf der Insel Borkum erwartet hat. Wattspaziergänge, Robbengucken und jede Menge erholsame Langeweile waren ihr eigentlicher Plan. Trotzdem ist sie empört, als die örtliche Polizei den Fall einfach zu den Akten legen will. Zusammen mit Türsteher Jan und Schwiegervater Hinnerk beginnt Caro notgedrungen selbst zu ermitteln. Und schon bald müssen Polizei und Mörder sich verdammt warm anziehen ...


Meine Meinung:
Ausschlaggebend war mal wieder das schöne und humorvolle Cover, dass ich mich für das Buch interessiert habe. Und das war gut so, denn ich konnte einen gelungenen Start einer neuen Krimiserie lesen.
Eigentlich wollte Caro Falk auf Borkum ja eine Mutter-Kind-Kur machen, aber als sie dann eine Leiche in der Sauna findet, kann sie gar nicht anders. Sie will wissen, was passiert ist. Dabei bekommt sie Hilfe von ihrem Schwiegervater und von Jan Akkermann.
Sie radelt viel auf der Insel herum und ich kann direkt die Gelegenheit nutzen und sie dabei etwas kennen zu lernen. Also Insel und Caro lerne ich dabei besser kennen 😉
Die Autorin hat sich einiges einfallen lassen und viele interessante Personen in dieser Geschichte untergebracht. Die Protagonisten sind mir alle sehr sympathisch und ich freute mich über die Wendung, die ich am Ende lesen konnte.  Natürlich gab es auch reichlich Spannung und genügend Verdächtige. Das Buch konnte ich gut in einem Rutsch lesen, was mir natürlich gefallen hat, denn ich war ja doch sehr neugierig auf den Täter.


Fazit:
Ein gelungener Start einer neuen Serie, ich freue mich schon auf weitere Folgen. Aber zunächst empfehle ich diese gerne weiter.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#Mordseeluft #NetGalleyDE

Rezension - Schiffsmord



Autorin: Katharina Peters

Titel: Schiffsmord

Genre: Krimi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 18. Februar 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Katharina Peters (Pseudonym für Manuela Kuck) ist in Wolfsburg geboren, lebt im südlichen Berliner Umland und fühlt sich heimisch auf Rügen. Sie schreibt Krimis und Thriller, Romane, Kurzgeschichten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Im Hafen von Sassnitz wird auf einer Yacht eine Leiche gefunden: Florian Gerber, ein Finanzbeamter aus Stralsund, ist offenbar bereits tot auf das Schiff gebracht worden. Romy Beccare kann zunächst nichts Auffälliges in der Biografie des Toten entdecken – außer, dass ihm die Yacht offensichtlich gehört hat. Wie kann ein Finanzbeamter zu soviel Geld kommen? Dann erfährt sie, dass Gerber sich seit dem Tod seiner kleinen Nichte sehr verändert hat. Das Mädchen starb bei einem Verkehrsunfall, weil Gaffer den Rettungskräften den Weg versperrten. Gerber hat sich intensiv auf die Suche nach den Schuldigen gemacht. Musste er deshalb sterben?


Meine Meinung:
Da ich bisher von der Autorin noch nichts gelesen hatte, landete ich überraschend in der neunten Folge der Romy Beccare Serie. Allerdings hatte ich kein großes Problem, mich zurecht zu finden. Schnell fand ich die Zusammenhänge zu den Personen heraus.
Im Hafen von Sassnitz wurde auf einer Yacht eine Leiche gefunden und es begann für die Kommissare eine mühselige Ermittlungsarbeit. Mir persönlich kam sie sehr lang vor. Es gab immer neue Erkenntnisse und ich war weit davon entfernt, endlich den Täter kennen zu lernen. Meine Geduld wurde auf eine harte Probe gestellt, denn einige Ergebnisse sollten wichtig sein und andere zwar interessant, aber nicht unbedingt zur Lösung dieses Falles führen. So kam es mir auf jeden Fall vor.


Fazit:
Ich fand diese Folge durchaus gut, bin mir aber nicht sicher, ob ich noch weitere lesen möchte. Wer weiß, vielleicht wäre ein Einstieg an anderer Stelle für mich besser gewesen. Auf keinen Fall werde ich aber jemandem vom Lesen abhalten wollen, zum Glück gibt es viele unterschiedliche Meinungen zu den Büchern.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#Schiffsmord #NetGalleyDE

Rezension - Die Tote in der Sommerfrische



Autorin: Elsa Dix

Titel: Die Tote in der Sommerfrische

Genre: Historisch, Kirmi

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 16. März 2020

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann Verlag



Über die Autorin:
Elsa Dix ist eine aus Norddeutschland stammende Krimiautorin. Sie lebt heute mit ihrem Mann und Hund in Düsseldorf und verbringt jede freie Minute auf Norderney. »Die Tote in der Sommerfrische« ist der Auftakt einer Seebad-Krimireihe um das sympathische Ermittlerduo Viktoria Berg und Christian Hinrichs.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Norderney 1912: Im eleganten Seebad verbringt die feine Gesellschaft der Kaiserzeit die Sommerfrische. Auch die junge, unabhängige Viktoria Berg genießt die Zeit am Meer, bevor sie ihre Stellung als Lehrerin antritt. Doch dann wird sie Zeugin, wie der Hamburger Journalist Christian Hinrichs, der eine Reportage über den Sommer der Reichen und Schönen schreibt, eine ertrunkene junge Frau aus den Wellen zieht. Viktoria kannte die Tote und glaubt nicht eine Sekunde daran, sie habe den Freitod gewählt. Gemeinsam mit Christian stellt sie Nachforschungen an und stößt in der adeligen Seebadgesellschaft der Belle Époque bald auf dunkle Geheimnisse …


Meine Meinung:
Historische Bücher vermitteln uns Leser immer einen Blick auf das Leben in der damaligen Zeit, das lese ich gerne. Wenn es sich außerdem noch um einen Krimi handelt, bin ich mehr als begeistert. Historie und Spannung, eine Kombination, die ich mag.
Die Autorin hat mich mit ihrem Buch nicht nur darüber informiert, wie groß vor über hundert Jahren die Standesunterschiede waren. Sie hat mir auch wieder einmal vor Augen geführt, wie schwer es Frauen damals hatten, einen Beruf nachgehen zu dürfen, nicht zu müssen. Es macht mich dann doch froh, dass wir es besser hatten.
Viktoria Berg möchte lieber als Lehrerin arbeiten und dafür auf die Liebe verzichten. Ob ihr das gelingt? Die junge Frau, die tot aus dem Wasser geborgen wird, hatte gar keine Wahl, sie musste arbeiten.  Christian Berg, ein junger Journalist ist leider auch nicht frei von Zwängen. Der Standesdünkel schlägt überball zu.
Elsa Dix hat mich mit ihrem Krimi begeistern und an das Buch fesseln können. Verdächtige hat sie mir genügend präsentiert. Ich wusste bis zum Ende nicht, wer denn nun der Täter war. Deshalb war es für mich auch eine große Überraschung.


Fazit:
Ich bin mir nicht sicher, welchen Weg ich mir für Viktoria und Christian wünsche. Auf jeden Fall wird es nicht langweilig, sollte es eine weitere Folge geben. Für dieses Buch gebe ich jetzt erst einmal eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Donnerstag, 2. April 2020

Verlag Maximum - Petra Mattfeldt


Wenn ich den Maximum Verlag vorstellen möchte, dann komme ich an Familie Mattfeldt nicht vorbei. 😉 Was ich jetzt allerdings nicht als besonders schlimm empfinde.

          Alin Mattfeldt                                                             Petra Mattfeldt
Uli Mattfeldt



Petra Mattfeldt ist mir vor sieben Jahren schon als Caren Benedikt begegnet. Als Fan historischer Bücher habe ich natürlich Bücher von ihr gelesen. Später kamen dann weitere Bücher hinzu, die sie unteren anderen Namen geschrieben hat. Wir lernten uns auf einer Buchmesse kennen und nutzten auch die Gelegenheit zu einem längeren Gespräch. Da bleibt es nicht aus, dass ich den weiteren Werdegang verfolge. Ich lernte den Sohn Uli und den Mann Ulrich Mattfeldt kennen und ich bekam mit, dass der Maximum Verlag ins Leben gerufen wurde und um diesen geht es jetzt.

Achja, ich möchte noch erwähnen, dass ich inzwischen einige Bücher des Verlages gelesen und rezensiert habe und von diesen auch begeistert war.




Liebe Petra,
ich freue mich, dass Du Dich bereit erklärt hast und einige Fragen beantworten möchtest. Nach wie vor bin ich ja begeistert und bewundere Dich, was Du alles auf die Beine stellst. Wie war das noch einmal mit den 24 Stunden 😉

Erstmal vielen Dank für die lieben Worte, liebe Ulla! Ja, über diese komische Regelung, dass der Tag nur 24 Stunden hat, haben wir ja schon mal gesprochen. Komische Regelung :D Nein, im Ernst: Ich gebe zu, dass ich schon auch manches Mal so meine Schwierigkeiten habe, alles unter einen Hut zu bringen. Doch es ist eben so: Ich liebe das Schreiben, das Lesen und einfach alles, was irgendwie mit Büchern zu tun hat. Und das gibt natürlich eine Menge Energie.

Buchmesse Leipzig 2019
Petra und Uli Mattfeldt mit mir

Du hast selber sehr viele Bücher geschrieben und eins gemeinsam mit Deinem Sohn Uli. Auf der Messe in Leipzig 2019 hatte ich die Gelegenheit mit Dir, Deinem Mann und Deinem Sohn zu sprechen und mich interessierte brennend, wie denn die Familie mit dieser aktiven Frau und Mutter klar kommt. Inzwischen weiß ich, dass nicht nur Uli im Verlag mitarbeitet, auch Deine Tochter Alin ist dort tätig, aber dazu kommen wir später.


Berichte uns doch bitte mal, wie es dazu kam, dass Du einen eigenen Verlag gegründet hast.

Die Arbeit als Autorin ist sehr interessant, nicht nur wegen des Schreibens. Ich habe Kontakt mit vielen Bloggern, Buchhändlern und eben auch anderen Autoren. Dabei habe ich viele Geschichten über Verlage mitbekommen, die teilweise nicht sehr schön anzuhören waren. Ich selbst muss sagen, dass ich von meinen Verlagen immer gut behandelt wurde, aber dieses Glück haben eben nicht alle. Da ich immer mal wieder ein gutes Wort für den einen oder anderen Autorenkollegen eingelegt habe, dachte ich mir, dass es doch noch besser wäre, wenn ich es selbst besser mache, einfach dadurch, dass ich aus eigener Erfahrung weiß, was Autoren wichtig ist. Deswegen stieg ich beim Bookspot Verlag zu Burkhard Bierschenck in die Geschäftsführung auf. Burkhard hatte „Multiversum“ herausgebracht und die beiden Teile von „Der Jahrbuch-Code“. Wir arbeiteten erfolgreich zusammen und bereits hier konnten meine Tochter und mein Sohn erste Verlagsluft schnuppern. Mir wurde jedoch klar, dass Bookspot Burkhards Verlags ist und ich wollte etwas Eigenes. Also habe ich Maximum gegründet. Wir bedienen die Genres Krimi/Thriller, Liebe/Unterhaltung und historische Romane, also vor allem Bereiche, in denen ich selbst auch schon geschrieben habe. Mir ist dabei besonders die enge Zusammenarbeit zwischen Autor und Verlag wichtig, ein steter Austausch, der das beste Buch hervorbringt.


Nun ist es ja nicht so, dass jeder sagen kann, ich gründe jetzt mal eben einen Verlag, Dir hat sicher geholfen, dass Du als Autorin schon reichlich Erfahrungen sammeln konntest, oder?

Ganz genau, wie eben schon gesagt, hat mir das Autorendasein extrem geholfen und war überhaupt erst der Grund, einen Verlag zu gründen. Von Vorteil war natürlich, dass ich schon einiges über die Verlagsarbeit wusste und auch schon viele Menschen kannte, die wichtig für einen Verlag sind, zum Beispiel um überhaupt erstmal sichtbar zu werden. Aus diesem Netzwerk konnte ich mir dann die Besten zur Unterstützung raussuchen, sodass Maximum entstehen konnte. Das war nicht einfach, dahinter steckt viel Arbeit und Überzeugungskunst, aber wir haben es am Ende geschafft. Jetzt gilt es, Maximum wachsen zu lassen!


Du schreibst ja immer noch Bücher, wie sieht denn nun Deine Zeiteinteilung aus? Ich denke für die Verlagsarbeit musst Du ja ebenfalls einiges leisten?

Das Schreiben ist und bleibt ein wichtiger Teil in meinem Leben. Ich arbeite sehr viel an meinen Büchern. Im Verlag gibt es auch immer wichtige Entscheidungen zu treffen, weshalb ich hier präsent sein muss. Ich denke, dass ich da momentan einen guten Mittelweg gefunden habe. Mal arbeite ich mehr für den Verlag, mal schreibe ich mehr. Ich habe allerdings auch einige Bereiche im Verlag so aufgeteilt, sodass ich mich nicht mehr darum kümmern muss. Dabei ist es Wichtigsten, an einem Strang zu ziehen. Da ja, wie du bereits erwähnt hast, sowohl meine eine Tochter als auch mein Sohn gleich miteingestiegen sind, hat es zum einen gleich so richtig Spaß gemacht, aber auch den Vorteil mit sich gebracht, dass wir uns eben unglaublich gut kennen und so die Stärken des jeweils anderen optimal nutzen können. Außerdem habe ich, wie ich finde, auch neben meinen Kindern die besten Mitarbeiter der Welt, denen ich wirklich sehr vertrauen kann und deshalb viel Autonomität zugestehen. Außerdem schreibe ich viel abends oder eben auch nachts. Das ist anstrengend, aber ich mache mir auch immer wieder bewusst, dass das, was ich hier tue, mein absoluter Traum ist. Es ist eben vor allem eine Frage der Einstellung.


Von Deinem Sohn Uli weiß ich ja, dass er inzwischen studiert, welchen Studiengang hat er gewählt. Im Verlag arbeitet er nun auch mit, was genau macht er dort?

Uli studiert gerade Kommunikations- und Medienwissenschaft im Hauptfach und Geschichte im Nebenfach. Im Verlag kümmert er sich um die Manuskripte. Alles, was bei uns eingereicht wird, geht an ihn. Außerdem erarbeitet er gemeinsam mit unserer Presse- und Öffentlichkeits-Agentin Heike Stepprath Texte für Postings und kümmert sich um die Website. Das Studium hat er natürlich nicht zufällig gewählt. Was er dort lernt, soll er bestenfalls im Verlag umsetzen. Geschichte hat er gewählt, weil er sich selbst schon immer sehr dafür interessiert hat, aber auch weil es ihm hilft, historische Romane besser prüfen zu können, die einen wesentlichen Teil unseres Verlagsprogramms ausmachen.


Leider habe ich Deine Tochter Alin noch nicht kennen gelernt, habe aber gesehen, dass sie für die Covergestaltung zuständig ist. Die mir übrigens sehr gut gefallen. Ist jetzt ein weiteres Familienmitglied infiziert?

Ja, das kann man so sagen! Alin hat bei Bookspot auch bereits Plakate gestaltet und Dinge wie das Layout gelernt. Jetzt bei Maximum übernimmt sie alles, was mit Gestaltung zu tun hat. Sie entwirft die Cover, für die wir wirklich schon extrem viele Komplimente bekommen haben. Sie gestaltet Plakate, Banner, Postings und das Layout, also wirklich alles, was zum Design des Buches gehört. Zusätzlich arbeitet sie in einem Architekturbüro als Bauzeichnerin, wozu vor allem Ausführungsplanungen von Bauwerken gehören und übernimmt auch dort Aufgaben der Büropräsentation/Vorstellung nach außen. Der Bereich Design hat sie also wirklich gepackt und ich kann froh sein, sie mit ihren vielseitigen Kenntnissen und modernen Ideen an Bord von Maximum zu haben.


Ich kenne ja eigentlich nur die Bücher, die ich letztendlich in den Händen halte, deshalb möchte ich natürlich etwas mehr über die Verlagsarbeit erfahren.


Sucht Ihr nach Autoren oder wie finde sie Euch?

Wir haben uns bei Maximum dazu entschieden, nur mit Agenturen zusammenarbeiten. Das bedeutet, dass wir über unsere festen Agenturen, die auch auf unserer Website verlinkt sind, regelmäßig Manuskripte bekommen, die wir dann prüfen. Der große Vorteil bei der Arbeit mit Agenturen ist, dass die Manuskripte bereits auf die Qualität hin vorgeprüft sind und wir insoweit tatsächlich Zeit sparen. Uns wird professionell Exposé, Leseprobe und eine Vita zugeschickt und wir können das sehen, ob es etwas für uns ist.
Zusätzlich kenne ich viele Autorinnen und Autoren, mit denen ich auch im Kontakt bleibe. Wenn sie mir einen Roman anbieten, höre ich natürlich zu und schaue, inwieweit dieser zu uns passt und ob wir vielleicht gemeinsam etwas erarbeiten können. Die Autorengemeinschaft ist insgesamt eben sehr herzlich, da öffnen sich einige Türen.


Sie reichen Manuskripte ein und wie geht es dann weiter?

Die Manuskripte (zunächst Leseprobe, Vita, Exposé) gehen an meinen Sohn, der die Romane vorprüft. Ich schaue natürlich auch auf den Stoff. Daraufhin sprechen wir über Stärken und Schwächen, ob der Roman in unser Programm passt und wie wir ihn bewerben können. Da spielen einige Faktoren mit rein, zum Beispiel auch der Autor oder die Autorin selbst, also die mediale Präsenz, das Genre, das Thema und so weiter. Wenn wir uns entschließen, das Buch zu verlegen, wird das Vertragliche geregelt. Nachdem das erledigt ist, geht es ins Lektorat.


Habt Ihr eigene Lektoren?

Wir arbeiten mit dem erfahrenen Lektorenteam von Dr. Rainer Schöttle (DRSVS) zusammen und sind damit sehr zufrieden. Die Lektoren liefern uns sehr gute Texte, verstehen die Autorinnen und Autoren und arbeiten sehr freundlich und professionell mit ihnen zusammen.


Wo werden die Bücher gedruckt?

Wir arbeiten mit der Druckerei CPI zusammen und sind auch hier sehr zufrieden mit der Qualität, der Schnelligkeit der Auslieferung und der innovativen Beratung.


Werbung ist wichtig, damit die Bücher auch sichtbar werden, was macht Ihr dort?

Dafür ist Heike Stepprath zuständig, sie kümmert sich um unseren Social Media Bereich. Des Weiteren organisieren wir Lesungen, stehen in ständigem Kontakt mit Buchhandlungen,  Bloggern und Rezensenten. Unsere Website hat einen eigenen Shop und Newsletter, wir gestalten Trailer für unsere Bücher und stellen ebenfalls auf unserer Website und Social Media Hör- und Leseproben zur Verfügung. Seit neuestem bieten wir nun auch Online-Lesungen an. Generell stellen wir für die Lesungen alles zusammen, was der Autor und die Buchhandlung benötigen. Von Plakaten zur Ankündigung, über Banner auf unserer Website bis hin zu Eintrittskarten für den Verkauf vor Ort geben wir alles, um ein möglichst breites Publikum für unsere Autoren anzusprechen. Außerdem nutzen wir natürlich Systeme wie VLB-Tix, um unsere Bücher und Programme sichtbar zu machen. Hier kann man sogar das Buch ganz leicht zum Testlesen anfordern, genau wie auf unserer Website.


Können sich Blogger für Rezensionsexemplare bewerben?

Für Blogger und Rezensenten bieten wir das ganze Paket: Über Social Media, unseren Website-Newsfeed und unseren Newsletter geben wir rechtzeitig Auskunft, damit sich für Rezensionsexemplare beworben werden kann, sowohl für ein zugeschicktes Buch als auch für ein E-Book. Gerade Rezensenten und Blogger, die bereits gelistet sind, müssen sich nur kurz bei uns melden und werden sofort eingetragen. Auf unserer Website haben wir einen Button, über den man einfach ein Rezensionsexemplar anfragen kann. Wir freuen uns aber über jeden Weg, sei es per Mail, über die Website,  oder auch als Nachricht/Kommentar über Social Media!


Werden wir irgendwann einen Stand des Verlages auf einer Buchmesse besuchen können?

Auf jeden Fall! Wir wollen allerdings, dass der Stand dann auch wirklich ein Hingucker ist, deswegen wollen wir erst ein völlig etablierter Verlag sein und ein größeres Programm haben, ehe wir uns hierzu entschließen.


Wie viel Bücher sind bisher bei Euch erschienen und was habt Ihr noch geplant?

Momentan sind bei uns fünf Bücher erschienen, das sechste erscheint am 06.04.2020: „Die Muskatprinzessin“ von Christoph Driessen. Dazu haben wir bereits zwei Hörbücher herausgebracht, gelesen von Bodo Henkel („Der Käpt’n – Jenseits der See“) und Helmfried von Lüttichau („Opfer ohne Blut“). Weitere Bücher sind bereits geplant und zwar in allen Genres, die wir verlegen. Allerdings haben wir uns entschieden, aufgrund der aktuellen Corona-Krise nach „Die Muskatprinzessin“ abzuwarten und erst im Herbst das nächste Buch herauszubringen, da ja die Buchhandlungen geschlossen sind. Ihr könnt euch aber auf noch viele tolle Titel von Maximum freuen!


Deine eigenen Bücher haben ja bereits ein Verlags-Zuhause, planst Du weitere, die dann in Eurem Verlag erscheinen werden.

Maximum ist gedacht, um anderen Autoren den Traum, das eigene Buch im Verlag zu veröffentlichen, zu ermöglichen. Deswegen werde ich meine historischen Romane weiterhin bei meinen bisherigen Verlagen veröffentlichen. Allerdings hätte ich mal wieder Lust, einen Krimi zu schreiben und den könnte ich mir sehr gut bei Maximum vorstellen. Vorausgesetzt natürlich, dass der Roman von meinem Sohn angenommen wird (lacht)! Ich würde gerne sehen, was für ein Cover Alin zaubert. Aber grundsätzlich würde ich erst einmal sagen: Nein – meine Bücher erscheinen nicht bei Maximum.


Wie sieht es bei Deinen Kindern aus, möchten sie nicht ebenfalls Bücher schreiben, bzw. hat Uli vor, mal ganz alleine eins zu schreiben?

Uli hat bereits angekündigt, wieder zu schreiben und dieses Mal alleine. Allerdings gibt die Zeit das im Moment nicht her, der Verlag wächst und es gibt viel zu tun. Dazu kommt das Studium, das auch seine Zeit einfordert. Nach dem Studium möchte er jedoch wieder anfangen und sein Glück mit dem ersten eigenen Buch unter seinem Namen versuchen.
Alin wird ihren Weg nicht im Bereich des Schreibens gehen, sondern in der Gestaltung. Auch hier wollen wir ihr weitere Aufträge ermöglichen. Zuallererst wollen wir aber Maximum weiter nach vorne bringen.


Mit Sicherheit gibt es noch einiges zu berichten, denn mir ist bestimmt nicht alles eingefallen, wonach ich hätte fragen können. Deshalb biete ich Dir hier die Gelegenheit, was möchtest Du uns mitteilen.

Du hast da schon einen sehr guten Job gemacht! Ich möchte gerne noch einmal sagen, was Maximum ausdrückt: Zusammenarbeit. Es hat einen Grund, dass meine Kinder mit an Bord sind. Wir arbeiten Hand in Hand für den maximalen Erfolg eines Buches und sind dabei sehr an dem Austausch mit dem Autor oder der Autorin interessiert. Sowohl in der Covergestaltung als auch beim Klappentext lassen wir den Autor zu Wort kommen und erarbeiten auf dieser Grundlage etwas, mit dem wir alle sehr zufrieden sind. Ich möchte wirklich jeden ermutigen, das zu tun, was ihm/ihr gefällt. Wenn es das Schreiben ist, dann wollen wir dabei gerne helfen.


Deine Kinder habe ich bisher noch gar nicht zu Wort kommen lassen und biete ihnen hier ebenfalls die Gelegenheit.

Erstmal auch ein herzliches Hallo von uns beiden, liebe Ulla! Wir freuen uns sehr, dass wir Teil des Maximum Verlags sein dürfen. Insgesamt ist das für uns natürlich eine extrem spannende Zeit, wir lernen jeden Tag etwas Neues und haben das große Glück, den Verlag mit aufbauen und dabei in alle einzelnen Bereiche schauen zu dürfen. Maximum hilft uns also, nicht nur unseren eigenen Bereich zu meistern, sondern wir erfahren überall, auf was es ankommt.
Für uns ist das Wichtigste das wunderbare Feedback. Es ist jedes Mal ein einzigartiges Gefühl, das eigene Buch gedruckt und fertig in den Händen zu halten. Wenn dann noch das Cover, der Klappentext und der Text insgesamt gelobt werden, dann haben wir für uns alles erreicht. Was noch gar nicht erwähnt wurde: Wir können uns nur bei dem Maximum-Team bedanken. Wir haben in unserer Firmenstruktur zwar eine generelle Verteilung der einzelnen Aufgabenfelder, aber wir helfen uns im Verlag alle gegenseitig. Das stärkt nicht nur das Gefühl, wirklich gemeinsam ein Buch auf den Weg zu bringen, sondern hilft uns, den gesamten Ablauf zu verstehen, das große Ganze, wenn man so will. Wir sind uns sicher, dass wir durch unser an einem Strang Ziehen Maximum groß machen werden, zusammen und als Familie!


Liebe Petra und liebe Familenmitglieder, ich bedanke mich vielmals, dass ich hier meine Fragen los werden konnte.

Wir danken dir, liebe Ulla, dass du dich für uns und unsere Arbeit interessierst. Getreu unserem Motto: Entdecke dein Maximum, hoffen wir, dass ganz viele neugierig geworden sind und einfach mal auf unserer Website vorbeischauen.





Link zur Website des Verlages






Mittwoch, 1. April 2020

Rezension - Der Schmetterlingsgarten


Autorin: Marie Matisek

Titel: Der Schmetterlingsgarten

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: eBook 1. März 2020
erschienen: Taschenbuch 1. April 2020

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur TB



Über die Autorin:
Die Autorin Marie Matisek lebt mit ihrer Familie, Hund und Kater im idyllischen Umland von München. Neben dem Schreiben pflegt sie ihre Leidenschaften: Kochen, spazieren gehen und gärtnern. Die gebürtige Berlinerin fühlt sich in ihrer Wahlheimat Bayern genauso zu Hause wie an der Nordsee, Südfrankreich oder Italien, seit vielen Jahren ihre bevorzugten Reiseziele.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sie ist ein Ausbund an Leidenschaft, ein wahrer Vulkan der Gefühle, aber auch eine Frau mit dunkler Vergangenheit. Lucia bewacht die Contessa Farnese, deren Palazzo und sagenhaften Garten wie ein Wachhund und lässt niemanden hinein – auch nicht in ihr verwundetes Herz. Er ist zurückhaltend, ein bisschen weltfremd und in Herzensangelegenheiten eher pragmatisch. Das Einzige, was das Blut des Biologen Martin in Wallung bringen kann, sind – Schmetterlinge. Als ihn ein Forschungsauftrag nach Capri führt, stößt er auf den geheimnisvollen Garten der Contessa, der von der bezaubernden, aber sehr abweisenden Italienerin gehütet wird. Doch auch Lucia hat ein Herz, und bald darauf macht Martin Bekanntschaft mit den Schmetterlingen in seinem Bauch …
Ein Urlaubsroman für alle, die Italien lieben!


Meine Meinung:
Zweimal war ich dank Marie Matisek an der Amalfiküste und diesmal konnte ich nach Capri reisen. Die Insel habe ich vor Jahrzehnten mal besuchen können, einen Tagesausflug von Ischia habe ich gemacht und konnte jetzt mit diesem Buch Erinnerungen auffrischen. Aber nicht nur das, lieb gewonnene Personen aus anderen Büchern habe ich hier auch wieder getroffen.
Lucia ist aus einem besonderen Grund auf ihre Heimatinsel zurück gekehrt. Sie hat einige Zeit in Neapel gelebt und wollte damit jetzt nichts mehr zu tun haben. Sie wurde Haushälterin der Contessa Farnese, deren Garten ich zu gerne mal sehen würde. Denn die Autorin hat ihn so wunderbar gestaltet, was für die Geschichte auch eine wichtige Rolle spielte. Aber mehr werde ich jetzt nicht verraten.
Die Autorin hat mich auch mit diesem Buch bestens unterhalten. Neben Beschreibungen zur Insel gab es Geheimnisse, Romanze und wissenschaftliches. All das wurde sehr gut miteinander verbunden.  Allerdings möchte ich erwähnen, dass ich mir Schmetterlinge trotz allem lieber anschauen möchte als Motten. 😉


Fazit:
Wer gerne mit Büchern in andere Länder reist und außerdem noch eine unterhaltsame Geschichte sucht, der wird hier das richtige Buch gefunden haben. Ich empfehle es sehr gerne.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken