Montag, 11. Januar 2021

Rezension - Wiedersehen im Land der Weihnachtssterne


Autorin: Lea Thannbach

Titel: Wiedersehen im Land der Weihnachtssterne

Gerne: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. November 2020

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch




Über die Autorin:
Lea Thannbach, geboren 1991, wuchs in der Nähe von München auf. Sie studierte Journalistik an der Universität Eichstätt, war Mitglied der Drehbuchwerkstatt „Toptalente“ und wurde für das „First Movie Plus"-Programm des Filmzentrums Bayern ausgewählt. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft dem Reisen in ferne Länder, wo sie oft Inspirationen für neue Geschichten findet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Auf den weiten Feldern Kaliforniens leuchtet die prachtvollste Winterblume Kalifornien, 1940: Lizzys Eltern haben den Weihnachtsstern zum weltweiten Symbol für das Fest der Liebe gemacht. Nun übernimmt die junge Frau mit ihren Brüdern die Farm. Als ein großer Brand ausbricht, ist das erfolgreiche Unternehmen in Gefahr, und die Familie droht, alles zu verlieren. Während Lizzy versucht, die Farm zu retten, begegnet sie auf den Feldern dem geheimnisvollen Arbeiter Miguel, der ihr Herz zutiefst berührt …
 

Meine Meinung:
Ich hatte den Vorteil, dass ich nach dem ersten Buch "Im Land der Weihnachtssterne" sofort weiterlesen konnte. Denn längst drehte es sich in der Hauptsache nicht mehr um die Weihnachtssterne, Stellas Familie und die vielen Geheimnisse standen immer mehr im Vordergrund. 
Auch diesmal wurde in zwei Zeitebenen erzählt, 2006 war Stellas Zeit und die Erlebnisse ihrer Familie schlossen 1940 an das erste Buch an. Es macht wenig Sinn, nur dieses zweite Buch zu lesen, weil sonst die Zusammenhänge fehlen. Es ist schon erstaunlich, was in dieser Familie so alles passiert ist und wie lange es dauert, bis endlich alle Geheimnisse gelüftet werden. Mir persönlich war das dann doch ein bisschen zu viel und ich habe nur durch gehalten, weil ich unbedingt wissen wollte, wie denn alles zusammenhing und ob Stella erfahren würde, wer ihr Vater ist. Außerdem wollte ich wissen, wie sich Stella am Ende entscheiden würde, denn eine Entscheidung musste gefällt werden, auch wenn sie sich zerrissen fühlte.


Fazit:
Die Erlebnisse einer Familie, die ausgewandert ist und zufällig eine Pflanze entdeckte, die etwas ganz besonderes werden sollte. Wer Geheimnisse mag mit viel Drama, der wird vielleicht Freude an dem Buch haben.  Ich persönlich werde nicht die volle Anzahl der Sterne geben, denn so richtig begeistern konnte mich diese Familie nicht.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#WiedersehenimLandderWeihnachtssterne #NetGalleyDE

Rezension - Im Land der Weihnachtssterne


Autorin: Lea Thannbach

Titel: Im Land der Weihnachtssterne

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. September 2020

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch



Über die Autorin:
Lea Thannbach, geboren 1991, wuchs in der Nähe von München auf. Sie studierte Journalistik an der Universität Eichstätt, war Mitglied der Drehbuchwerkstatt „Toptalente“ und wurde für das „First Movie Plus"-Programm des Filmzentrums Bayern ausgewählt. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft dem Reisen in ferne Länder, wo sie oft Inspirationen für neue Geschichten findet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach einer wahren Geschichte: die Entdeckung des Weihnachtssterns 
1910: Felizitas' Familie beschließt, nach Kalifornien auszuwandern, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Im Land der Sonne angekommen, erwartet Felizitas die raue und zugleich wunderschöne Natur des amerikanischen Westens. Nicht alle sind von den Neuankömmlingen begeistert: Der Farmerssohn Philipp hält Felizitas für eine „Gewächshauspflanze“, die nicht für das spröde Land gemacht ist. Doch Felizitas blüht in der neuen Umgebung regelrecht auf, und das bleibt auch Philipp nicht verborgen. Auf einem gemeinsamen Ausritt entdecken die beiden wunderschöne wilde Blumen. Sie entscheiden, die unbekannte Pflanze anzubauen – nichtsahnend, dass sie kurz davor sind, die prachtvollste Weihnachtspflanze der Welt zu züchten.


Meine Meinung:
Ganz ehrlich? Dass es eine Geschichte über die Weihnachtssterne geben könnte, hätte ich nicht gedacht. Die Autorin erfuhr zufällig von Paul Ecke, der als Junge von Deutschland nach Amerika ausgewandert ist. Er entdeckte eines Tages die Pflanze, die zur Weihnachtszeit ihre Blätter rot färbt. Eine Idee wurde geboren und der Weihnachtsstern sollte berühmt werden.  Nun wäre es ja langweilig zu schreiben, welche Mühe es machte, bis daraus Topfpflanzen wurden, so wie wir sie kennen. Also entstand die Geschichte rund um Stella und ihre Familie.
Die Autorin erzählt im Wechsel in zwei Zeitzonen. Stella stellt im Jahr 2006 fest, dass sie Verwandte in Amerika hat. Deren Geschichte beginnt im Jahr 1910. Allerdings gibt es in dieser Familie reichlich Geheimnisse. Bis Stella und ich endlich erfahren, was denn nun alles passiert ist, vergeht eine lange Zeit und im Grunde bleiben am Ende noch reichlich Fragen für mich offen. 
Interessant fand ich alles, was den Weihnachtsstern betraf, es gab damit im Laufe der Jahre einige Probleme, mit denen die Familie fertig werden musste. 


Fazit:
So interessant für mich alles war, was mit dem Weihnachtsstern zusammenhing, fand ich die Familiengeschichte doch sehr in die Länge gezogen. Zum Glück konnte ich das zweite Buch sofort lesen, nachdem ich mit diesem fertig war, denn für mich war das alles nicht abgeschlossen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#ImLandderWeihnachtssterne #NetGalleyDE

Rezension - Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder


Autorin: Antonia Blum

Titel: Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder

Genre: Historisch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 30. November 2020

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch


Über die Autorin
Antonia Blum lebte längere Zeit in Berlin, ohne den Weißen See dort je gesehen zu haben. Erst Jahre später, nachdem sie die Hauptstadt längst verlassen hatte, entdeckte sie durch einen Zufall die Ruine der einstigen Kinderklinik in Weißensee und kommt seitdem von dem Ort und seiner bewegten Geschichte nicht mehr los. Heute fährt Antonia nicht nur zum Spazierengehen immer wieder an den Weißen See, der dem Berliner Stadtteil seinen Namen gab. Sie ist überzeugt, dass dort ein Tor in die Vergangenheit existiert.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das erste Kinderkrankenhaus Berlins und zwei junge Frauen, die sich aufopferungsvoll um ihre kleinen Patienten kümmern Berlin 1911: Die Schwestern Marlene und Emma Lindow können ihr Glück kaum fassen: Sie dürfen als Lernschwestern in der Kinderklinik Weißensee anfangen. Die forsche Marlene lernt schnell, die schüchterne Emma fühlt sich hingegen bald von ihrer Schwester zurückgesetzt. Denn Marlene hat sich gleich doppelt verliebt: in den vornehmen Assistenzarzt Doktor Maximilian von Weilert und in das noch junge Fachgebiet Kinderheilkunde. Sie ist fest entschlossen, selbst Kinderärztin zu werden. Doch der Weg nach oben ist steinig, der in Maximilians Familie erst recht. Emma geht in ihrer Rolle als Kinderkrankenschwester auf und entfernt sich immer mehr von ihr. Erst als das Leben des kleinen Fritz Schmittke am seidenen Faden hängt, erkennen Emma und Marlene, dass sie zusammenstehen müssen, um ihre wichtigste Aufgabe zu erfüllen: den Kindern zu helfen.


Meine Meinung
Das Cover hat mich neugierig gemacht und nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, wollte ich das Buch gerne lesen. Denn ich finde es immer wieder interessant zu lesen, wie sich vor über hundert Jahren das Leben so abspielte. 
In Berlin wurde 1911 das erste Kinderkrankenhaus eröffnet. Junge Frauen begannen eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester. Damit ich mehr über die Arbeit und das Leben erfahre, hat die Autorin die beiden Schwestern Marlene und Emma in den Vordergrund gestellt. Sie haben lange Jahre in einem Waisenhaus gelebt, bevor sie ihre Ausbildung antreten durften. Natürlich wird es ihnen nicht leicht gemacht, denn alle anderen Schwesternschülerinnen kommen aus gutem Haus. So gut ich es fand, dass ich sehr viel über die Klinik und Arbeitsweise erfahren habe, konnte ich mich aber nicht für andere Begebenheiten begeistern. Zu oft habe ich über solche Intrigen gelesen. Natürlich wurde mir vor Augen geführt, wie schwer es jungen Frauen damals gemacht wurde. Viele waren unerfahren und statt Hilfe bekamen sie meist nur Ärger. 


Fazit:
Wissenswertes über die Kinderklinik konnte ich erfahren, was mir sehr gut gefallen hat. Was die beiden Schwestern so alles erleben mussten, war manchmal ergreifend, aber im Grunde nichts besonderes mehr. Nun mag nicht jeder so kritisch denken und bestimmt Gefallen an dem Buch finden. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#KinderklinikWeißenseeZeitderWunder #NetGalleyDE

Sonntag, 10. Januar 2021

Rezension - Die Frauen von Paris


Autorin: Pam Jenoff

Titel: Die Frauen von Paris

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 8. Dezember 2020

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Pam Jenoff wurde in Maryland geboren und wuchs in der Nähe von Philadelphia auf. Sie besuchte die George Washington Universität in Washington D.C. und die Cambridge University in England. Während sie ihren Master in Geschichte machte, arbeitete sie als Special Assistant bei der Army im Pentagon. 1996 wurde sie ins U.S. Konsulat in Krakau, Polen versetzt. In dieser Zeit vertiefte Pam Jenoff ihre Kenntnisse in der Polnisch-Jüdischen Geschichte und dem Holocaust. Sie schloss enge Bekanntschaften und Beziehungen zur Jüdischen Gemeinde, während sie in Ämtern arbeitete, die sich mit dem Nachlass von Auschwitzüberlebenden beschäftigte. Sie verließ den „Foreign Service“ 1998 und beendete ein Jura – Studium an der Universität von Pennsylvania. Sie arbeitete mehrere Jahre als Rechtsanwältin in einer Firma in Philadelphia und ist mittlerweile als Dozentin für Recht tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von Philadelphia.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Waffen der Frauen.
Manhattan, 1946: Die junge Witwe Grace Healey gerät an einen Koffer mit einem Dutzend Fotografien junger Frauen, jede von ihnen auffallend attraktiv. Schon bald findet Grace heraus, dass alle zwölf Frauen während des Krieges von England ins besetzte Frankreich geschickt wurden, um die Landung der Alliierten vorzubereiten – und keine von ihnen ist zurückgekehrt. Beim Versuch, das Rätsel ihres Verbleibs zu lösen, stößt Grace auf eine tragische Geschichte von Mut, Liebe und Verrat.
London, 1943: Die alleinerziehende Marie ist verzweifelt, weil sie nicht weiß, wie sie ihre kleine Tochter vor den Bombenangriffen der Deutschen schützen soll – zu kostspielig ist die Unterbringung des Kindes auf dem Land. Dann macht ihr der britische Militärgeheimdienst ein Angebot: Weil die männlichen Agenten im besetzten Frankreich zu schnell enttarnt werden, sollen zum ersten Mal in der Geschichte Frauen als Spione eingesetzt werden. Und zunächst scheint der Plan aufzugehen: Es gelingt Marie, ein Funkgerät zum Résistance-Netzwerk des charismatischen Vesper zu bringen. Doch schon bald wird ihr klar, dass es einen Verräter in ihren Reihen geben muss …
Ein bislang unbekanntes, wahres Kapitel des Zweiten Weltkriegs und eine bemerkenswerte Geschichte über den Mut der Frauen.


Meine Meinung:
Buchtitel und Klappentext machten mich neugierig und deshalb wollte ich das Buch auf jeden Fall lesen. Es ist eine fiktive Geschichte über den Einsatz der Frauen während des Krieges, allerdings mit einem wahren Hintergrund. 
Marie wird rekrutiert und ausgebildet um in Frankreich als Funkerin eingesetzt zu werden. Natürlich ist dies alles nicht so einfach, denn in London sind die wichtigen Männer der Meinung, dass Frauen dazu eigentlich nicht in der Lage sind. So erfahre ich mal wieder ganz nebenbei, wie schwer es eine alleinerziehende Mutter und Frau hatte.
Grace findet in Manhattan einen Koffer und als sie darin Bilder findet, wird sie neugierig und will wissen, wer die Besitzerin ist. 
Was Marie und Grace erleben, erfahre ich im Wechsel, was mir gut gefallen hat. Leider war es eine traurige Geschichte, die aber durchaus realistisch rüberkam. Das Thema fand ich sehr interessant, allerdings hatte ich das Gefühl, das alles zu oberflächlich geblieben ist. 
Im nachhinein fand ich den Titel des Buches dann auch etwas irritierend. Ich hatte mir etwas anderes darunter vorgestellt. 


Fazit:
Interessant war die Kombination der fiktiven Geschichte mit wahren Begebenheiten. Hervorgehoben wurde hier der Zusammenhalt, Freundschaft und Vertrauen der Frauen untereinander. Aber es nützt alles nichts, wenn an höherer Stelle etwas anderes geplant wurde. Mich hat das Buch jetzt nicht hundertprozentig überzeugen können, aber ich stelle vielleicht auch zu hohe Ansprüche. Deshalb sollte jeder lesen und selbst eine Meinung bilden.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.  

Rezension - Das Doppelte Gesicht



Autorin: Heidi Rehn

Titel: Das doppelte Gesicht

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Dezember 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Taschenbuch




Über die Autorin:
Heidi Rehn, geboren 1966, studierte Germanistik und Geschichte in München. Seit vielen Jahren schreibt sie hauptberuflich. In München bietet sie literarische Spaziergänge „Auf den Spuren von …“ zu den Themen ihrer Romane an, bei denen das fiktive Geschehen eindrucksvoll mit der Historie verbunden wird. 


Kurzbeschreibung, übernommen:
München, August 1945. Der Krieg ist zu Ende, die Stadt versinkt im Chaos. Die Reporterin Billa Löwenfeld, eine aus dem Exil zurückgekehrte Jüdin, soll den Kriegsheimkehrer Viktor von Dietlitz interviewen – und findet ihn erschossen auf. Der junge und noch unerfahrene Ermittler Emil Graf soll den vermeintlichen Routinefall aufklären. Schon bald geschehen zwei weitere Morde nach demselben Muster. Und Emil findet heraus, dass ausgerechnet Billa die gesuchte Verbindung zwischen den drei Opfern sein könnte …
Ein hervorragend recherchierter Kriminalroman im München der Nachkriegszeit über die Frage, was einen Menschen zum Täter macht


Meine Meinung:
Von Heidi Rehn habe ich bereits einige Bücher gelesen, aber ein historischer Krimi war bei jetzt noch nicht darunter und deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Das war für mich eine gute Entscheidung, denn ich war von Anfang bis zum Ende an das Buch gefesselt.
Der Krieg ist gerade vorbei, als die Reporterin Billa Löwenfeld sich wieder in München befindet. Sie hat den Auftrag, Kriegsheimkehrer zu interviewen. Allerdings findet sie ihre erste Kontaktperson ermordet vor. Der junge Ermittler Emil Graf soll sich um die Aufklärung kümmern. Merkwürdigerweise bleibt es nicht bei diesem einen Mord und jedes Mal ist Billa nicht weit entfernt. So kommt es, dass beide sich um die Aufklärung kümmern und ich darf sie begleiten. Bei dieser Gelegenheit lerne ich das zerstörte München kennen. Gleichzeitig muss ich erfahren, dass viele aus der Vergangenheit nichts gelernt haben und ich bekomme mit, wie Amerikaner versuchen, Ordnung in das ganz Chaos zu bringen. Die Autorin hat es bestens verstanden, die damaligen Zustände und Probleme zu schildern und gleichzeitig hat sie reichlich Spannung aufgebaut und uns rätseln lassen, was denn nun tatsächlich passiert ist.


Fazit:
Ein spannender historischer Krimi, von dem ich mir wünsche, dass es weitere Folgen geben wird. Ich war an das Buch gefesselt und habe es in einem Rutsch gelesen. Deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Mittwoch, 6. Januar 2021

Rezension - Die Protestantin


Autorin: Gina Mayer

Titel: Die Protestantin

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Juni 2012

Seiten: 600

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : edition oberkassel



Über die Autorin:
Gina Mayer, geb. 1965, studierte Grafik-Design und arbeitete danach als freie Werbetexterin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit 2006 hat sie eine Vielzahl an Romanen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht. Ihre Werke standen auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Gina Mayer lebt mit ihrem Mann in Düsseldorf.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Kaiserswerth im Jahre 1822. Johanne hat nur einen großen Wunsch: Sie möchte der Armut entkommen und ihr trostloses Elternhaus verlassen. Doch der protestantische Pfarrer Theodor Fliedner erkennt ihre Klugheit und Reife. Er ermutigt sie, ihm in seiner Gemeinde zu helfen. Dabei ist schnell offensichtlich, dass Johanne die ideale Gattin für den ehrgeizigen Pastor wäre. Sie aber lehnt eine Ehe ab und wählt die Freiheit. Fliedner und Johanne bleiben enge Vertraute, verbunden durch ihren Glauben und die Vorbereitungen zur Gründung des ersten Diakonissenhauses in Kaiserswerth. 
Johannes Hoffnung, ihre jüngere Schwester Catharine, die zu ihr zieht, würde sich ebenso stark in der Kirche wiederfinden wie sie selbst, wird enttäuscht. Catharine geht ihren eigenen Weg. Mit ihrem Geliebten stürzt sie sich 1848 in die Revolution. Zwischen den Schwestern entbrennt ein heftiger Kampf um die persönlichen Überzeugungen. Erst ihre gemeinsame Pflegetochter Magdalena scheint erfolgreich darin zu sein, Glaube, Liebe und politische Überzeugung in Einklang zu bringen.


Meine Meinung:
Meine Vorliebe für historische Bücher ist bekannt. Wenn ich dann noch feststelle, dass die Handlung sich in Kaiserswerth, heute ein Stadtteil von Düsseldorf, abspielt und ich die Diakonie und Umgebung kenne, muss ich nicht lange überlegen, ob ich das Buch lesen möchte. 
Zunächst lernte ich Johanne König kennen und musste erleben, wie schwer es Protestanten vor rund zweihundert Jahren hatten. Besonders dann, wenn die Familie zu den Armen gehörte. Die Unterschiede in den Gesellschaftsschichten waren enorm. Der junge Pastor Theodor Fliedner musste dies auch feststellen, als er seinen Dienst in der Gemeinde antrat. Dieser Name sollte den meisten bekannt sein, denn er war nicht nur Pastor, sondern auch der Gründer der Kaiserswerther Diakonie. Über ihn und sein Leben erfahren wir Leser in diesem Buch sehr viel. 
Neben Johanne König stehen noch zwei weitere Frauen im Vordergrund. Johanne ist bereits 17 Jahre alt, als sie eine kleine Schwester bekommt. Catharine, um die sie sich Zeit ihres Lebens kümmert und später auch noch eine Pflegetochter, Magdalena. Die Lebensgeschichten der drei Frauen werden eng mit den Begebenheiten verknüpft. Es war allerdings auch eine aufregende Zeit. Die Armut, das Elend und die Revolution, so vieles spielte eine wichtige Rolle im Leben der drei Frauen und natürlich auch im Leben der Familie Fliedner. 
Nun möchte ich nicht den Eindruck erwecken, es wäre ein Buch, in dem die deutsche Geschichte einfach so aufgearbeitet wird. Nein, die Autorin hat es bestens verstanden, besondere Ereignisse und Situationen der Vergangenheit in einem Roman festzuhalten, sie hat das wirkliche Leben mit Romanfiguren verknüpft. Es gibt die Situation der Frau vor zweihundert Jahren wieder. Außerdem fließt das Leben und Wirken der Diakonissen und der Familie Fliedner mit ein. Ich fand das alles ungemein interessant und habe mich an das Buch fesseln lassen. 
Es hat mir außerdem noch gefallen, dass ich die Örtlichkeiten kannte. Für uns ist es heute selbstverständlich, dass wir mal eben vom Süden der Stadt in den Norden fahren können. Aber damals mussten sehr viele Wege zu Fuß zurück gelegt werden, nicht jeder hatte ein Fuhrwerk oder sogar Geld für eine Droschke. Also rundherum ein sehr gutes und unterhaltsames Buch, das über viele Seiten verfügt, was niemanden wundern sollte, denn die Zeit war sehr ereignisreich.


Fazit:
Ein sehr guter historischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch Wissen erweitern kann. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 5. Januar 2021

Rezension - Die Schwestern Chanel



Autorin: Judithe Little

Titel: Die Schwestern Chanel

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook, Hörbuch, Broschiert

erschienen: 28. Dezember 2020

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : HarperCollins




Über die Autorin
Judithe Little ist in Virginia aufgewachsen und hat Politikwissenschaften und Jura studiert. Nach einem Aufenthalt in Frankreich hat sie für verschiedene Fachzeitschriften gearbeitet. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Houston, Texas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frankreich, 1897: Gabrielle Chanel - später unter dem Namen Coco weltberühmt - und ihre Schwester Antoinette werden von ihrem Vater in einem Waisenheim abgegeben. Armut und harte Arbeit bestimmen dort ihren Alltag. Doch Coco ist nicht bereit, sich in ihr Schicksal zu fügen. Unbeirrbar erobert sie sich ihre Freiheit - unter den teils bewundernden, teils neidischen Blicken ihrer Schwester. Antoinette weicht Coco bei ihrem Weg zur Modemacherin nicht von der Seite und unterstützt sie, wo sie kann. Bald schon spricht man in Paris ehrfurchtsvoll von den »Schwestern Chanel«. Doch auf dem Höhepunkt des Erfolges müssen die Frauen erkennen, dass selbst Geld und Unabhängigkeit kein Ersatz für das sind, nach dem sie sich am meisten sehnen: Liebe.


Meine Meinung
In letzter Zeit wurden reichlich Bücher veröffentlicht, in denen wir Leser, über eine kurze Zeitspanne, etwas aus dem Leben besonderer Frauen erfahren konnten. Ich hatte bereits ein Buch über Coco Chanel gelesen und war gespannt, was ich noch erfahren würde. Der Zeitraum passte bestens, dieses endete ungefähr in dem Jahr, womit in dem anderen Buch begonnen wurde. Allerdings gab es hier einen Unterschied, im Vordergrund stand Antoinette Chanel. Durch ihre Geschichte konnten wir verfolgen, was Coco so machte. Ich fand das alles zwar ganz interessant, aber so richtig überzeugen konnte mich das Buch nicht. Deshalb hat es diesmal auch länger gedauert, bis ich es ausgelesen hatte. Der Buchtitel sagt mir zwar, dass ich ein Buch über die Schwestern Chanel in der Hand habe, aber es wäre schöner gewesen, wenn die Autorin auf die Schwestern näher eingegangen wäre. So erschienen mir einige am Rande und etwas sehr blass. 


Fazit
Ein Buch, das zwar sehr interessant ist, mich aber nicht so richtig überzeugen konnte. Wer Interesse hat, mehr über die Chanels zu erfahren, kann es lesen. Mit einer eindeutigen Leseempfehlung bin ich lieber etwas zurück haltend. 


Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#DieSchwesternChanel #NetGalleyDE