Mittwoch, 14. August 2019

Rezension - Das Blut von London


Autorin: Laura Robinson

Titel: Das Blut von London

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Juli 2019

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne Verlag




Über die Autorin:
Laura Robinson studierte an der Bristol University Politikwissenschaften und politische Philosophie. 15 Jahre arbeitete sie als Politikerin, bevor sie sich entschloss, das Schreiben in den Mittelpunkt ihres Lebens zu stellen. »Das Blut von London« ist ihr Romandebüt.


Kurzbeschreibung: übernommen:
London, 1781: Aus dem Nebel der Hafendocks schält sich das Bild eines schrecklichen Verbrechens. Eine männliche Leiche, die Brandmale aufweist. Harry Corsham, der zur oberen Gesellschaftsschicht gehört, erfährt, dass es sich bei dem Ermordeten um seinen Jugendfreund Tad handelt. Erinnerungen kommen bei ihm auf, aus Zeiten, in denen Tad und er noch voller Ideale waren. Corsham will die Mörder seines Freundes finden, um Seelenfrieden zu erlangen. Doch damit stellt er sich gegen die Mächtigen Londons. Für seine Familie und ihn geht es jetzt um Tod oder Leben.


Meine Meinung:
Wer mich kennt, weiß, dass ich sofort neugierig werde, wenn ich ein Buch entdecke, worin London eine Rolle spielt. Wenn es dann noch ein Krimi ist und außerdem historisch, dann ist überlege ich nicht lange, ob ich das Buch lesen möchte.
Zunächst habe ich allerdings hin und her überlegt, ob ich das Buch abbrechen oder weiterlesen sollte. In meinen Augen zog sich vieles in die Länge, die Autorin hat sehr ausführlich alles mögliche beschrieben, was meinen Lesefluss anfangs störte. Ich habe mich fürs Weiterlesen entschieden und das war gut so, denn es wurde auf einmal sehr spannend und ich konnte das Buch mal wieder nicht zur Seite legen, zumal ich keine Ahnung hatte, wer der Täter ist und ich es doch unbedingt wissen wollte.
So ganz nebenbei habe ich auch viel Interessantes erfahren. Über Sklavenhaltung in England hatte ich mir so gar keine Gedanken gemacht und deshalb fand ich es auch gut, dass die Autorin die Einstellungen und Ansichten verschiedener Leute zu Afrikanern vermittelt hat. Bekannt war mir, dass es in London Elend und Armut gab und die Stadt, von der ich heute so begeistert bin, viele düstere Seiten hatte. Das alles hat die Autorin in ihrem Buch miteinander verknüpft und somit nicht nur Spannung vermittelt.


Fazit:
Ein gelungener Debütroman, der mich dann doch gut unterhalten hat. Wobei ich immer noch der Meinung bin, manches hätte nicht so ausführlich sein müssen. Aber lest selber und bildet Euch ein Urteil.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Der Duft von Olivenblüten


Autorin: Linda Cuir

Titel: Der Duft von Olivenblüten

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. April 2019

Seiten: 351

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dp DIGITAL PUBLISHERS 




Über die Autorin:
Linda Cuir wurde 1944 geboren. Nach Aufgabe ihrer Berufstätigkeit im Jahr 2000 verlegte sie ihren Wohnsitz teilweise nach Andalusien. In der neuen Heimat begann sie mit Leidenschaft, Geschichten über Erlebtes und Visionäres zu schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Frau, die um ihr Glück kämpft. Und eine Liebe aus einer vergessenen Zeit. An einem Festtag im Juni ändert sich das Leben der reichen Erbin Carlota schlagartig. Die Adelige steht nicht nur vor einem Trümmerhaufen der Gefühle, sondern auch vor der größten Herausforderung ihres Lebens. Aus der luxusverwöhnten Besitzerin einer Ölmühle, einer Sherrybodega und zahlreicher Ländereien wird von einem Tag auf den anderen eine hart arbeitende Frau, die um den Erhalt ihrer Betriebe kämpft. Dabei entdeckt sie Verborgenes, erlebt Gewalt und Verrat und entgeht nur knapp einem Attentat. Doch sie erfährt ebenso Freundschaft und die Treue der Menschen, die sie auf diesem Weg quer durch Andalusien und Marokko begleiten. Kann Carlota ihre Ländereien retten und am Ende sogar die Liebe finden?


Meine Meinung:
Das schöne Cover und der Buchtitel haben mich mal wieder neugierig auf ein Buch gemacht. So
lernte ich Carlotta kennen, die wirklich sehr sehr lange brauchte, bis ich sie in mein Leserherz aufgenommen habe. Ich war wirklich hin und her gerissen, sie kam mir sehr naiv vor und manchmal konnte ich nur mit dem Kopf schütteln, nicht immer konnte ich ihr Handeln und ihre Gedanken verstehen. Aber zum Glück konnte sie sich selber helfen, was mich dann erfreute. Allerdings kam mir das Ende etwas zu plötzlich und irgendwie wollte ich es nicht glauben, was ich da las. Aber nun ja, die Wege zu einem glücklichen Ende sind nicht immer nachvollziehbar und zu verstehen. Auf jeden Fall fand ich es sehr emotional und zufrieden war ich auf alle Fälle.
Während ich Carlotta nun bei ihren Tätigkeiten beobachten konnte, hatte ich auch die Möglichkeit einiges über Andalusien und Marokko zu erfahren, was ich sehr interessant fand.


Fazit:
Ich fühlte mich dann doch ganz gut unterhalten und freute mich über die Entwicklung, die Carlotta machte und wie sie am Ende alles schaffte. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für dieses Buch und wenn es anfangs so aussah, als würde ich Carlotta nicht mögen, dann liegt es daran, dass mich die Autorin mit der Geschichte doch gefesselt hatte und ich mittendrin steckte und mir die Protagonistin nicht egal war. Also alles bestens gelungen von Linda Cuir.


Ich möchte mich bei der Autorin vielmals bedanken, denn sie hat mich neugierig gemacht und das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt.

Rezension - Zeit aus Glas


Autorin: Ulrike Renk

Titel: Zeit aus Glas

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 14. Juni 2019

Seiten: 488

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau Taschenbuch




Über die Autorin:
Ulrike Renk, geboren 1967 in Detmold, zog ein paar Jahre später mit Eltern und Bruder nach Dortmund, wo sie auch die Schule besuchte. Studienaufenthalt in den USA, Studium der Anglistik, Literaturwissenschaften und Soziologie an der RWTH Aachen. Sie ist Mutter von vier Kindern. Heute lebt sie mit ihrem Mann, dem jüngsten Sohn, zwei Alaskan Malamute, drei ordinären Hauskatzen und zwei indischen Laufenten, in Krefeld am Niederrhein und arbeitet als freie Autorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
1938: Nach der Pogromnacht ist im Leben von Ruth und ihrer Familie nichts mehr, wie es war. Die Übergriffe lasten schwer auf ihnen und ihren Freunden. Wer kann, verlässt die Heimat, um den immer massiveren Anfeindungen zu entgehen. Auch die Meyers bemühen sich um Visa, doch die Chancen, das Land schnell verlassen zu können, stehen schlecht. Vor allem wollen sie eines: als Familie zusammenbleiben. Dann passiert, wovor sich alle gefürchtet haben: Ruths Vater wird verhaftet. Ruth sieht keine andere Möglichkeit, als auf eigene Faust zu versuchen, ins Ausland zu kommen: Nur so, glaubt sie, ihren Vater und ihre Familie retten zu können …


Meine Meinung:
Nachdem ich im ersten Buch "Jahre aus Seide" Ruth Meyer und ihre Familie kennen gelernt habe, war es für mich klar, dass ich wissen will, was sie noch alles erleben mussten.
Das Buch beginnt 1938 und die Autorin hat sehr ausführlich beschrieben, was alles in der Pogromnacht passiert ist. Aber nicht nur über die Geschehnisse dieser Nacht berichtet sie, auch über die Zeit danach. Aus heutiger Sicht kann man manche Einstellung nicht nachvollziehen, wie viel Elend wäre vielen erspart geblieben, wenn... tja, es nützt nichts, aus heutiger Sicht darüber zu diskutieren, wer weiß, wie wir gehandelt hätten. Ich verrate jetzt nicht zuviel, wenn ich auf einiges eingehe, denn alle wissen ja, dass es die wahre Geschichte von Ruth Meyer ist und sie es geschafft hat. Es ist schon bewundernswert, wie Ruth sich durchsetzt und  nach England reisen kann. Die Ängste, die sie ausstehen musste, die Diskussionen, die sie führen musste und und und.


Fazit:
Auch dieses Buch ist sehr emotional und gibt so vieles wieder, was damals passiert ist. Es zeigt aber auch den Zusammenhalt und was Freundschaft bewirken kann. Es lohnt sich auf jeden Fall, auch dieses Buch zu lesen.

Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#ZeitAusGlas #NetGalleyDe

Rezension - Der weiße Ahorn


Autorin: Mina Baites

Titel: Der weiße Ahorn

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. Februar 2019

Seiten: 313

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder




Über die Autorin:
Mina Baites alias Iris Klockmann ist eine Geschichtenerzählerin. Als kleines Mädchen unterhielt sie ihre Familie mit kindlichen Abenteuern und konnte es kaum erwarten, endlich selbst lesen und schreiben zu können. Mit sieben verschlang sie so viele Bücher, dass sie ihre Eltern schier zur Verzweiflung brachte. Doch erst viel später, sie hatte längst selbst Kinder, fand sie Raum und Zeit, um ihre unzähligen Ideen aufzuschreiben. Sehr zur Freude ihrer Töchter, denn so gingen die ausgedachten Gutenachtgeschichten nicht verloren. Seit gut zehn Jahren veröffentlicht die erfolgreiche Schriftstellerin zeitgenössische und historische Romane.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Berlin, 1881. Die Schuhfabrikation der Familie Breitenbach ist unter Bedrängnis geraten. Georg Breitenbach soll in Colorado eine Tochterfabrik eröffnen, die ihr Überleben garantiert. Seine abenteuerlustige Schwester Rosa begleitet ihn nach Übersee. Dort möchte die rebellische junge Frau ihren Traum von einem selbstbestimmten Leben und einer eigenen Schule verwirklichen. Mit Mut und dem unbedingten Willen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen, wagen die Geschwister den Aufbruch in das Ungewisse der Neuen Welt und stehen bald weit größeren Herausforderungen gegenüber, als sie sich je vorstellen können. Zuhause kämpft Vater Hermann Breitenbach mit ihrem Bruder Theodor nicht nur gegen einen Widersacher, auch in ihrem Privatleben erwarten sie turbulente Ereignisse. Wird es den Breitenbachs gelingen, dem Firmensymbol des weißen Ahorns, das für Stabilität und Familienzusammenhalt steht, auch in unruhigen Zeiten gerecht zu werden?


Meine Meinung:
Inzwischen habe ich schon einige Familien-Saga gelesen und nun war ich neugierig, was ich in diesem Buch erfahren würde. Denn es ist durchaus interessant mehr aus vergangenen Zeiten zu erfahren. Diese Geschichte beginnt 1881 in Berlin und ich lernte alle Familienmitglieder der Breitenbachs kennen. Gleichzeitig erfuhr ich auch von den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Unternehmens, außerdem von vielen Geflogenheiten der damaligen Zeit, was einen froh macht, das es heute doch anders ist, besonders für die Frauen.
Die Autorin hat alles sehr gut geschildert, wobei es keinen großartigen Spannungsbogen gab, aber es sollte ja auch eine Familien-Saga und kein Krimi sein. Wobei ich mich doch etwas korrigieren muss, ein bisschen spannend war die Reise nach Amerika schon und dann gab es da noch eine Person, die für reichlich Unannehmlichkeiten sorgte, aber darauf will ich nicht weiter eingehen.
Auf jeden Fall fühlte ich mich gut unterhalten und auch der Schreibstil hat mir gefallen. Denn es wurde immer im Wechsel über ein anderes Familienmitglied berichtet.


Fazit:
Unterhaltsame historische Lektüre, gut recherchiert und vermittelt. Das Buch ist für sich abgeschlossen und lässt keine Fragen offen. So kann jeder entscheiden, ob die Neugierde groß auf eine Fortsetzung ist.

Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DerWeißeAhorn #NetGalleyDE

Samstag, 10. August 2019

Rezension - Mordsmäßig verkatert


Autorin: Saskia Louis

Titel: Mordsmäßig verkatert

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 23. Juli 2019

Seiten:

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Weltbild exklusiv vorab lesen




Über die Autorin:
Saskia Louis lernte durch ihre älteren Brüder bereits früh, dass es sich gegen körperlich Stärkere meistens nur lohnt, mit Worten zu kämpfen. Auch wenn eine gut gesetzte Faust hier und da nicht zu unterschätzen ist ... Seit der vierten Klasse nutzt sie jedoch ihre Bücher, um sich Freiräume zu schaffen, Tagträumen nachzuhängen und den Alltag einfach mal zu vergessen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Tote im eigenen Wohnzimmer und keinerlei Erinnerungen an die letzte Nacht: der fünfte Fall für Louisa Manu! Der neue Cosy-Krimi von Bestsellerautorin Saskia Louis 
In Louisa Manus Wohnzimmer liegt eine Leiche. Das ist gleich doppelt problematisch, denn Lou wird nicht nur zu spät zum Sonntagsbrunch kommen, sie steht auch urplötzlich unter Mordverdacht. Leider fällt es ihr schwer abzustreiten, die Frau getötet zu haben, da sie sich partout nicht daran erinnern kann, was am vergangenen Abend passiert ist. Es bleibt ihr nichts anderes übrig, als ihre Unschuld selbst zu beweisen. Zur Sicherheit zieht sie vorübergehend aus dem Tatort aus und bei Kommissar Rispo ein ... und das bringt ganz eigene, nervenaufreibende Probleme mit sich.


Meine Meinung:
Für mich als Serienjunkie war klar, dass ich natürlich auch das fünfte Buch lesen wollte, in dem Louisa Manu wieder, ja was denn, in Schwierigkeiten und somit in einen Mordfall gerät. Aber diesmal konnte sie wirklich nichts dafür, ehrlich! Oder vielleicht doch? Nun, ihr fehlen ein paar Stunden des vergangenen Abends und deshalb kann sie sich auch nicht daran erinnern, ob sie die Person kennt, die tot in ihrem Wohnzimmer liegt.
Das Buch fängt schon gut an, Saskia Louis startet gleich durch, was mir sehr gut gefallen hat. So hat sie mich sofort wieder an das Buch gefesselt. Mal davon abgesehen, dass ich die Protagonisten mag und ich nicht nur eine spannende Unterhaltung bekomme, nein, es geht auch sehr humorvoll zu. Wobei die Autorin aber auch das Alltagsleben nicht zu kurz kommen lässt. Wie immer gehe ich nun nicht näher auf den Inhalt ein, ich will nicht verraten, dass die Mutter einen verwirrt und Rispo... ups, beinahe wäre es doch passiert. Aber es fällt mir nicht leicht, meine Begeisterung zum Ausdruck zu bringen, ohne bestimmte Situationen zu zitieren. Da bleibt nur eins, es sollte sich jeder das Buch holen und lesen. Wer bisher noch keine Folge gelesen hat, kann ohne weiteres einsteigen, denn jede Folge ich abgeschlossen. Allerdings macht es mehr Spaß, die Serie in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.


Fazit:
Spannung, sehr gute Unterhaltung und Humor, alles passt wunderbar auf dieses Buch, das ich sehr gerne empfehle.

Bei dp digital publishers möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Honigblütentage


Autorin: Sofie Cramer

Titel: Honigblütentage

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 18. Juni 2019

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt Taschenbuch




Über die Autorin:
Sofie Cramer stammt aus der Lüneburger Heide, geboren wurde sie 1974 in Soltau. Zum Studium der Germanistik und Politik ging sie zunächst nach Bonn, später nach Hannover. Nach ihrer Zeit als Hörfunk-Redakteurin machte sie sich selbständig. Sie lebt in Hamburg, am Waldrand, arbeitet als freie Drehbuchautorin und entwickelt Film- und Fernsehstoffe. Seit ihrem Überraschungserfolg «SMS für dich» hat sie bereits mehrere Romane unter dem Pseudonym Sofie Cramer geschrieben. Sie lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Hamburg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Valerie steht kurz vor einem Burnout, als sie von ihrer Chefredakteurin auf Recherchereise geschickt wird. Das Thema: «Pilgern vor der eigenen Haustür – Selbstfindung pur?». Widerwillig macht sich die Journalistin auf den Heidschnuckenweg südlich von Hamburg – und hat bereits nach wenigen Tagen genug von Rückenschmerzen und geschundenen Füßen. In einer kleinen Pension am Rande des Naturschutzgebietes legt sie eine Pause ein. Die rüstige Besitzerin Annegret erkennt Valeries grundsätzliche Erschöpfung und bringt ihr mit Hilfe eines Bienenzüchters die Natur näher: Honig schleudern, Brot backen und Fliederbeersaft herstellen ...
Aber Valerie ahnt, es braucht noch mehr, um zu sich selbst zu finden - und zum kleinen, großen Glück.


Meine Meinung:
Hier hat mich mal wieder die Kurzbeschreibung neugierig gemacht und ich sollte nicht enttäuscht werden. Zunächst lernte ich Valerie kennen, die von ihrer Chefredakteurin einen ganz besonderen Auftrag bekam. Sie sollte auf dem Heidschnuckenweg pilgern und davon berichten. Start war Celle und Ziel war Hamburg, wo sie wohnte und arbeitete. Tja, so eine Pilgerreise liegt nicht jedem, ich bin mir nicht sicher, ob ich die Strapazen heute noch auf mich nehmen würde. Aber darüber muss ich mir ja keine Gedanken machen, ich konnte Valerie bequem von zu Hause aus begleiten.
Manchmal bin ich schon der Meinung, dass man Leute zu ihrem Glück zwingen muss. Der Auftrag entwickelte sich für Valerie dann auch ganz anders, als sie es vermutet hatte. Weiter möchte ich natürlich nicht auf den Inhalt eingehen.  Auf jeden Fall hat mich die Autorin mit der Geschichte an das Buch gefesselt und ich war sehr gespannt, wie sich alles entwickeln würde. Es zeigt, dass so eine Pilgerreise für vieles gut ist. Sie gibt einem Zeit über manches nachzudenken, Erkenntnisse werden gewonnen, Entscheidungen werden gefällt. Am Ende kommt alles anders, womit Valerie nie gerechnet hätte. Mir hat es sehr gut gefallen.


Fazit:
Ein sehr schönes Buch, das einem zeigt, dass doch ab und zu andere Wege gegangen werden müssen,  man sich Problemen stellen sollte und es sich lohnt, über festgefahrenes nachzudenken. Natürlich kommt das Alltagsleben und die Romanze ebenfalls nicht zu kurz. Also ein rundherum gelungenes Buch.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Islandsommer



Autorin: Kiri Johannson

Titel: Islandsommer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Mai 2019

Seiten:  385

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne Verlag



Über die Autorin:
Kiri Johansson ist schon seit ihrer Kindheit fasziniert von guten Geschichten, von Island und seinen Pferden. Sie hält sich für eine talentierte Handwerkerin, hat in London "Fashion History" studiert und liebt die Farben des Nordens. In ihrer Freizeit geht sie gern ins Museum, liest oder tanzt bei Sonnenaufgang in ihrem Garten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Merit von ihrem Freund verlassen wird, muss die chaotische Lebenskünstlerin sich ein neues Zuhause suchen. Da kommt ihr das Angebot, den Sommer über ein Haus samt Kater zu hüten, gerade recht. Die Sache hat nur einen Haken: Das Haus steht in Reykjavík. Kurz entschlossen verlässt sie Berlin, um in Islands quirlige Hauptstadt zu reisen. Von der Liebe will die talentierte Künstlerin vorerst nichts mehr wissen. Kristján will das auch nicht, denn er hat mit einer anhänglichen Ex und den Dämonen seiner Vergangenheit genug zu tun. Doch nun wirbelt die neue Nachbarin aus Deutschland das ruhige Leben des ordnungsliebenden Piloten mit ihren eigenwilligen Ideen ziemlich durcheinander ..


Meine Meinung:
Dieses wunderschöne Cover und der Titel machen einen neugierig auf das Buch. Wer kennt sich schon auf Island aus, mal ganz davon abgesehen, wer überhaupt schon einmal dort war. Ich war es noch nicht und denke auch, dass ich die Insel wohl nie kennen lernen werde. Aber dafür gibt es ja Bücher, die einen mit auf die Reise nehmen.
Der Plot des Buches ist jetzt überhaupt nichts ungewöhnliches, zu oft gibt es die Frau, die überraschend vom Freund verlassen wird und eine neue Wohnung, wenn nicht sogar einen neuen Job suchen muss.  Aber ich bin ja immer wieder der Meinung, man kann aus dieser Situation so vieles machen und hier fährt Merit kurz entschlossen von Berlin nach Reykjavik, um dort ein Haus und einen Kater zu hüten. Originell und für mich tatsächlich eine neue Variante, zumal ich dadurch vieles über Land und Leute erfahren konnte.
Natürlich lernt Merit gleich zu Beginn einen Mann kennen. Kristján, der ein Geheimnis mit sich herum trägt. Bei vielen Büchern ist das Ende vorhersehbar und hier ist es nicht anders, aber bis es soweit ist, passiert einiges und ich als Leserin bin immer dabei. Natürlich werde ich hierzu nichts verraten. Auf jeden Fall ist es interessant, denn ich hatte die Möglichkeit beide gut kennen zu lernen, weil im Wechsel mal über Merit und mal über Kristján geschrieben wurde.


Fazit:
Ein schönes unterhaltsames Sommerbuch, das mich nach Island entführt hat. Die Autorin hat vieles miteinander vereint. Höhen und Tiefen eines Lebens, Mut und Romanze, Alltagsleben und besondere Gewohnheiten. Wer nach einer schönen Sommerlektüre Ausschau hält, könnte hier das richtige finden.


Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.