Freitag, 15. Februar 2019

Rezension - Roter Rabe


Autor: Frank Goldammer

Titel: Roter Rabe

Genre: Krimi, Historisch

Version: eBook, broschiert und Hörbuch

erschienen: 21. Dezember 2018

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft




Über den Autor:
Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit ›Der Angstmann‹, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Spion im eigenen Land Im Spätsommer 1951 kehrt Oberkommissar Heller mit seiner Familie aus dem staatlich genehmigten Ostseeurlaub nach Dresden zurück. Für seine Frau Karin geht die Fahrt gleich weiter, denn sie hat überraschend die Reiseerlaubnis in den Westen zu Sohn Erwin erhalten. Heller ist besorgt. Doch sein neuer Fall lässt ihm keine Zeit zum Grübeln: Zwei unter Spionageverdacht stehende Männer, Zeugen Jehovas, sterben in ihren Gefängniszellen. Und es geschehen weitere mysteriöse Todesfälle. Bei einem der Opfer wird eine geheimnisvolle Botschaft gefunden: »Eine Flut wird kommen.« Heller beschleicht eine schreckliche Ahnung.


Meine Meinung:
Ich gestehe, hier hat mich mal wieder das ansprechende Cover auf das Buch aufmerksam gemacht. Nun ja, so soll es ja auch sein. Weiter fand ich die Kurzbeschreibung sehr interessant, denn ich war sehr neugierig, auf die Schilderungen aus dem Jahr 1951.
Für mich ist dies nicht "nur" ein einfacher Krimi, nein, er spiegelt auch vieles aus der deutsch-deutschen Geschichte wieder. So lernte ich Max Heller kennen, der in diesem Buch allerdings schon seinen vierten Fall lösen sollte. Es war für mich aber kein Problem, die anderen Bücher nicht zu kennen, auf jeden Fall war es für diese Geschichte nicht wichtig.
Sechs Jahre nach Kriegsende spielt sich so ganz langsam alles in Dresden wieder ein. Max Heller steht aber vor dem Problem, dass sich die Russen einmischen und privat hat er auch Kummer, denn seine Frau durfte den Sohn in Köln besuchen und er hört so gar nichts von ihr.
Wie sich nun alles entwickelt und abspielt hat der Autor hervorragend geschildert. Er hat viele Personen mit interessanten Charakteren eingesetzt. Ich hatte keine Ahnung, wer der Täter war, denn geschickt wurde der Verdacht auf verschiedene Personen gelenkt. Am Ende war ich sehr überrascht. Nicht ganz so toll fand ich die Anzahl der Personen, die ums Leben kommen mussten, damit die Spannung noch größer wird, aber das sollte niemanden vom Lesen abhalten.


Fazit:
Spannung und deutsch-deutsche Geschichte, die Kombination ist dem Autor hervorragend gelungen. Wenn es meine Zeit zulässt, werde ich vielleicht die vorherigen Bücher auch noch lesen, mit Sicherheit aber die weitere Folgen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung zu diesem Buch.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



Rezension - Niederbayerische Göttinnen


Autorin: Ingrid Werner

Titel: Niederbayerische Göttinnen

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. Juni 2016

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag




Das schreibt die Autorin über sich:
Bereits im zarten Alter von 11 Jahren versuchte ich mich an einem Kinderbuch. Es ging um Abenteuer auf einem Floß (anscheinend hatte ich gerade Huckleberry Finn gelesen) und einen grünen Laubfrosch. Aber über die ersten Kapitel kam ich nie hinaus.
In der Pubertät dann Gedichte. Klar, wer schreibt die nicht in dieser Zeit! Aber das war auch nur eine Phase, die sich irgendwann selbständig beendet hatte. Deshalb ergriff ich folgende Berufe: Bankkauffrau, Juristin, Mutter von drei Töchtern, Entspannungspädagogin, Heilpraktikerin und freischaffende Malerin.
Erst viele Jahre später wurde ich wieder zum Schreiben inspiriert. Die kommunalpolitischen Querelen in meiner Wahlheimat Bad Griesbach erhitzten mein Gemüt. Der Stadtplatz sollte saniert werden und dieses Projekt war in der Bevölkerung nicht unumstritten. Weil mir das Schreiben von Leserbriefen nicht mehr genügte, entwickelte ich eine Geschichte von einem fiktiven Ort im Rottal, in dem Ähnliches passierte, die Bürger aber gegen die Obrigkeit aufbegehrten. Sozusagen ein heilsames Märchen für mich. Da ich aber keine Märchentante bin, wurde es wegen meiner Vorliebe für Krimis ganz von alleine ein Kriminalroman. Ein prophetischer noch dazu! Denn kaum war das Buch fertig und beim Verlag, wurde auch in der Realität eine Bürgerinitiative gegründet. Ich habe – wenn man so will – energetisch den Weg dafür bereitet. Der Krimi fand sowohl in Bad Griesbach als auch außerhalb großen Anklang. Schließlich wurde er in unserer Buchhandlung öfter als Harry Potter verkauft. (Weltweit habe ich ihn leider noch nicht eingeholt. Aber ich arbeite daran.)


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Rottal steht kopf: Eine im Wald vergrabene Leiche wirbelt fünfzig Jahre alten Staub auf. Dann wird ein weiterer Toter gefunden; der Mann wurde erstochen. Was haben die beiden Todesfälle miteinander zu tun? Schräge Vögel und dubiose Verdächtige: Karin Schneider stößt auf eine heiße Spur, und ihr wird klar, dass sie diesen Fall nur auf keltische Art lösen kann . . .
Sympathisch-urige Figuren, unorthodoxe Ermittlungen und keltische Göttinnen – ein herrlicher Krimispaß!


Meine Meinung:
Bisher hatte ich von der Autorin noch keinen Krimi gelesen und hatte dann zufällig Band 4 einer Serie in der Hand. Allerdings sollte es kein Problem sein, ich musste die anderen nicht kennen, denn ich kam sehr schnell rein ins Thema. Zumindest, was Karin und ihre Familie betraf.
Wie der Zufall es wohl so will, stolpert Karin, die Protagonistin nicht zum ersten Mal über eine Leiche. Wenn sie geahnt hätte, was die Suche nach dem verlorenen Ohrring so nach sich zieht....
Die Autorin hat sich eine interessante und spannende Geschichte rund um die alten Kelten einfallen lassen. Allerdings war ich mir nicht sicher, was ich von Karin halten soll, nicht immer war ich mit ihrem Verhalten einverstanden. Auch haben mich die vielen Personen verwirrt, vor allem wie sie zueinander standen. Falls es anderen auch so geht, möchte ich erwähnen, dass es am Ende des Buches unter anderem ein Personenverzeichnis gibt. Für mich wäre es am Anfang hilfreich gewesen.
Auf jeden Fall war ich sehr neugierig und wollte unbedingt wissen, wer denn nun der Täter war und sollte einige überraschende Wendungen erleben.


Fazit:
Es war interessant, Karin und ihre Freunde kennen zu lernen. Auch ihre Art, wie sie den Kommissaren "hilft", was denen nicht so gut gefällt.  Ich fand den Krimi ganz unterhaltsam und war über einige Erklärungen am Ende des Buches sehr dankbar. Mir war nicht bewusst, wo wir überall Keltensiedlungen hatten.


Ich möchte mich vielmals bei der Autorin und beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Göttliche Verführung



Autorin: Amanda Frost

Titel: Göttliche Verführung

Genre: Roman, Humor, Fantasie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Februar 2019

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene





Über die Autorin:
Anfang 2013 startete Amanda Frost die erfolgreiche Sternen-Trilogie, die es auf Anhieb in die Bestsellerlisten schaffte. Zuvor war Amanda viele Jahre international im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Als Tochter eines Rennfahrers liebt sie schnelle Autos und Motorräder genauso sehr wie Reisen in ferne Länder. Mit "Göttliche Verführung" erscheint im Februar 2019 ihr sechzehntes Buch. In ihren Geschichten geht es grundsätzlich um die große Liebe, gewürzt mit einem guten Schuss Erotik.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Gott wird mit einem nicht zu unterschätzenden Problem konfrontiert: Ein mächtiges Wesen scheint das Ende der Menschheit heraufzubeschwören. Als er in Erfahrung bringt, dass eine dunkle Göttin hierfür verantwortlich sein könnte, holt er sich gezwungenermaßen Hilfe bei dem Mann, der sich am besten mit teuflischen Machenschaften auskennt: Luzifer. Wird es diesem außergewöhnlichen Duo gelingen, die Menschheit zu retten? Und warum muss ausgerechnet diese Göttin so unsagbar sexy sein, dass Gott in ihrer Nähe unentwegt in Versuchung gerät?


Meine Meinung:
Seit ich im Jahr 2013 das erste Buch von Amanda Frost gelesen habe, stürze ich mich regelrecht auf jedes weitere Buch von ihr. Und ich möchte gleich erwähnen, dass ich von keinem bisher enttäuscht wurde.
Diesmal sollte ich etwas über "Göttliche Verführung" lesen, wobei der Titel durchaus zweideutig sein kann. Nun ja, ohne Erotik geht es bei keinem der Bücher der Autorin. Ich denke mal, dass ihre Lesergemeinde das auch von ihr erwartet. Aber es gibt ja noch eine andere Art der Verführung. Was wäre wenn, jemand sich durch die vorhandene göttliche Macht verführen lässt und ins Weltgeschehen eingreift?  Das darf nicht geschehen, obwohl ich manche Beweggründe durchaus nachvollziehen kann.
Amanda Frost hat es auch diesmal wieder geschafft und ein Buch geschrieben, das mich begeistert hat. Mit einem Lächeln habe ich manche Passagen geschrieben und über einige "Personen" lachen müssen. Sie hat aber auch sehr aktuelle Themen eingebunden, was mir gefallen hat. Aus anderen Büchern habe ich Beteiligte getroffen, die damals mein Leserherz erobert hatten. Das Wiedersehen war sehr schön, allerdings muss niemand die anderen Bücher kennen, um dieses zu lesen.
Die Autorin beweist in jedem Buch, dass sie eine besondere Art von Humor besitzt, diesmal empfand ich ihn besonders schwarz, was mir persönlich sehr gut gefällt. Achja, beinahe hätte ich es vergessen, in all ihren Büchern spielen niedliche Tiere eine besondere Rolle, so war es diesmal auch. Aber mehr verrate ich nicht dazu.


Fazit:
Spannung, Humor, Erotik - all dies findet der Leser in den Büchern von Amanda Frost und diesmal ist ihr die Zusammensetzung wieder hervorragend gelungen. Mir hat es reichlich Lesevergnügen beschert und gerne empfehle ich das Buch weiter.
Das Buch kann mit KU gelesen werden.



Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, denn ich durfte das Buch vorab lesen. Das hat natürlich keinen Einfluss auf meine Bewertung, denn inzwischen bin ich da sehr wählerisch geworden.

Montag, 11. Februar 2019

Rezension - Der Tod bohrt nach



Autorin: Isabella Archan

Titel: Der Tod bohrt nach

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. Juni 2018

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag 



Über die Autorin:
Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen, unter anderem im Kölner 'Tatort', in der 'Lindenstraße' und in 'Diese Kaminskis', und vor allem mit ihrem eigenen Programm zu ihren Krimis auf der Bühne.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Während Dr. Leocardia Cardiffs zahnärztlichem Nacht-Notdienst taucht ein seltsamer Patient auf, der etwas von Mord stammelt. Welche Wahl bleibt Leo da? Keine. Sie fühlt dem Bösen auf den Zahn und kommt einer Entführung auf die Spur – und auch eine Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Hauptkommissar Zimmer und sein Team ermitteln, doch auch Leo setzt den Bohrer an ...



Meine Meinung:
Vorweg möchte ich direkt mal erwähnen, dies war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, aber bestimmt nicht das letzte.
Es fängt an, dass ich jemanden dabei beobachte, wie er Tabletten in Wein auflöst und etwas plant.
Ok, denke ich, das ich ein Krimi, in dem ich wohl etwas vom Täter lesen werde und dann von den Ermittlern und somit immer einen Wissensvorsprung habe. So wird ja oft geschrieben. Ja, das dachte ich und dann kam alles anders.
Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und mich immer wieder verblüfft, immer wenn ich dachte, dass eine Situation eintritt, nein, ich schreibe hier nicht welche, dann müsste ich einiges verraten, gab es überraschende Wendungen. Das alles hat mich sehr begeistert.
Leo, die Protagonistin, eine etwas ungewöhnliche Zahnärztin war für Überraschungen gut und manchmal tat mir ihr Freund schon etwas leid. Auf jeden Fall hat Isabella Archan es bestens verstanden und mit ausreichend Humor und Spannung mich unterhalten.


Fazit:
Mir hat es sehr viel Lesevergnügen bereitet Dr. Leocardia Cardiffs zu begleiten. Gerne würde ich das noch öfter machen.  Mit Sicherheit werde ich künftig noch das eine oder andere Buch der Autorin lesen.


was ich noch erwähnen wollte:
ich habe im vergangenen Jahr die Autorin bei einer Krimilesung erleben dürfen und hatte enorm viel Spaß dabei. Einige Zeit später hatte ich die Möglichkeit, mich mit ihr auf der Buchmesse in Frankfurt unterhalten zu können. Bei dieser Gelegenheit, es war ein Bloggertreffen am Stand des Verlages, habe ich das Buch erhalten, das ich jetzt endlich gelesen habe. Zu meiner Schande habe ich ewig gebraucht, bis ich dazu gekommen bin.
Im April werde ich Isabella Archan in meinem Wohnzimmer begrüßen dürfen, worauf ich mich wirklich schon riesig freue.

Rezension - Nudel im Wind



Autor: Jürgen von der Lippe

Titel: Nudel im Wind

Genre: Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 10. Januar 2019

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Penguin Verlag 



Über den Autor:
Jürgen von der Lippe, Jahrgang 1948, ist seit Jahrzehnten als erfolgreicher Meister humoristischer Feinarbeit und Moderator auf Bühnen und im Fernsehen unterwegs. Er lebt in Berlin und ist unter anderem Träger des Bambi, des Grimme-Preises und der Goldenen Kamera. Seine beiden letzten Bücher «Beim Dehnen singe ich Balladen» und «Der König der Tiere» standen wochenlang auf der Bestsellerliste.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Besser gut abgehangen als zu früh gekommen: Jürgen von der Lippes Romandebüt
Neulich sagte meine Frau zu mir: «Warum schreibst Du nicht endlich mal was mit Niveau? Ich würde gerne mal eine welthaltige, vielschichtige Romanhandlung von Dir lesen, ein Panoptikum an Figuren, eine ausgebuffte Mischung aus Action und Reflexion, Gesellschaftskritik und psychologischem Tiefgang, vielleicht sogar auch eine raffiniert eingebaute Krimihandlung, meinetwegen gern auch mit ein bisschen geschmackvoll beschriebenem Sex gewürzt, mach doch, Du kannst das!» Und ich setzte mich an mein Notebook und schrieb: «Ich möchte Ihnen eine ziemlich unglaubliche Geschichte erzählen. Ich weiß, das ist kein glücklicher Anfang für ein Buch, das seine Leser vom ersten Satz an in den Schwitzkasten nehmen und bis zum letzten Wort nicht mehr rauslassen soll. ‹Sie hatten ihm die Kehle durchgeschnitten und ihn dann im Urinal ausbluten lassen› ist da schon ein anderes Kaliber, aber in der Welt der sinnlos waltenden rohen Kräfte bin ich nicht so zu Hause wie in der Psyche der Sanftmütigen, Unscheinbaren mit ihren kleinen liebenswerten Macken. Menschen wie Gregor und sein Hund Waldmeister…»


Meine Meinung:
Wer kennt ihn nicht, den Jürgen von der Lippe? Nun, ich zumindest hatte ihn schon mal auf der Bühne erlebt und kenne viele seiner zahlreichen Sendungen. Deshalb war ich neugierig auf sein Buch.
Schon der erste Satz war ganz anders, als wir Leser es gewohnt sind und das war dem Autor durchaus bewusst. Dieser ungewöhnliche Schreibstil setzte sich dann auch so fort. Ich hatte immer wieder die Stimme des Autors im Ohr und seine Art und Weise uns etwas zu schildern. Obwohl es ungewohnt war, gab es doch eine unterhaltsame Geschichte. Ich bin ja nur froh, dass gleich zu Beginne alle Beteiligten vorgestellt wurden, sonst hätte ich irgendwann den Überblick verloren. Kapitelweise konnte ich immer wieder lesen, was die Person, deren Name in der Überschrift genannt wurde, erlebte oder dachte. In der Kurzbeschreibung erwähnte der Autor, was seine Frau ihm vorgeschlagen hatte und über sie fand ich ebenfalls einiges im Buch. Immer wieder tauchte sie auf, was ich sehr interessant fand.
Auf den Inhalt möchte ich wie immer nicht näher eingehen, ich bekam dadurch zwar einen Einblick ins TV-Geschehen, worauf ich allerdings auch gut hätte verzichten können.  Aber es war nun einmal Bestandteil der Geschichte in diesem Buch.
Das Cover gefällt mir übrigens sehr gut, es ist typisch für Jürgen von der Lippe.

Fazit:
Wer mal etwas anderes lesen möchte und den Humor von Jürgen von der Lippe mag, wird bestimmt dieses Buch lesen wollen. Ich fand es ganz interessant, glaube allerdings, dass ich auf weitere Bücher in diesem Schreibstil wohl verzichten werde. Aber zum Glück sind Geschmäcker verschieden.


Beim Verlag möchte ich mich gerne für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Grenzgänger


Autorin: Mechtild Borrmann

Titel: Grenzgänger

Genre: Roman, Historisch

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 1. Oktober 2018

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droemer HC




Übre die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Für ihre Romane wurde sie mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Deutschen Krimi Preis. Ihr zuletzt erschienener Roman Trümmerkind steht seit Monaten auf Platz 2 der Spiegel-Bestsellerliste. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen. Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte.


Meine Meinung:
Es gibt immer noch reichlich Ereignisse aus der jüngeren Vergangenheit, die wir nicht kennen und deshalb war ich auf dieses Buch besonders neugierig.
Durch den Schreibstil der Autorin war ich dann auch sehr schnell mittendrin im Thema und Geschehen und konnte mich immer wieder aufregen. Wer jetzt den Finger erhebt und meint, dass Schmuggel wohl etwas kriminelles ist und mit Sicherheit wird an den ganzen Behauptungen wohl etwas dran sein, denn käme sonst ein Mädchen in eine Besserungsanstalt? Na, der soll sich mal in die damalige Situation der Menschen versetzen.  Mich hat vielmehr das angeblich so christliche Verhalten einiger Personen maßlos aufgeregt und ich wünschte allen mit Sicherheit keinen Platz im Himmel.
Mechtild Borrmann hat eine sehr bewegende Geschichte geschrieben. Sie zeigt uns aber auch, dass manche Menschen einfach den Mut haben und nicht aufgeben, allerdings wäre es durchaus angebracht gewesen, miteinander zu sprechen. Es wäre manchem einiges an Leid erspart geblieben.


Fazit:
Eine Geschichte, die einen auswühlt und reichlich Emotionen hervorbringt.  Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall und ich empfehle es wirklich sehr gerne.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Helenas Verfolger


Autorin: Sabine Giesen

Titel: Helenas Verfolger

Genre: Thriller

Version: eBook

erschienen: 4. Januar 2019

Seiten: 228

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Über die Autorin:
Sabine Giesen wurde 1964 in Karweiler geboren und wuchs im Bergischen Land auf. Seit über zwanzig Jahren lebt sie nun schon in Düsseldorf und fühlt sich dort wohl. Nach vielen Jahren beruflicher Tätigkeit in den unterschiedlichsten Unternehmen, widmet sie sich nun wieder dem, was sie am meisten begeistert: dem Schreiben. Und ihrer Katze Michou, die sie regelmäßig daran erinnert, dass es mal wieder Zeit für eine Runde knuddeln ist, in dem sie sich über die Tastatur des Laptops legt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Karl wird tot aus dem Rhein geborgen. Seine Verlobte Helena fühlt sich von der Polizei im Stich gelassen. Sie beginnt auf eigene Faust mit Hilfe von Karls Bruder Jakub dort zu ermitteln, wo Karl zuletzt war: als Teilnehmer an einer Pharmastudie. Während der Studie treten vermehrt Probleme auf: Probanden erkranken schwer oder verschwinden spurlos. Jakub und Helena gelangen an Informationen über die Studie, die sie in Lebensgefahr bringt. Sie versuchen, zu fliehen. Helen kann mit Hilfe einer Fremden, Anna, entkommen. Doch Annas Leben wird ab diesem Moment nicht mehr wie bisher sein …


Meine Meinung:
Inzwischen hatte ich von der Autorin schon einige Kurzgeschichten gelesen und auch ihr Buch "Sein Gelübde" , was mich sehr begeistert hat. deshalb war ich natürlich sehr neugierig auf dieses Buch.
Und was soll ich dazu sagen? Für mich war das Buch extrem aufregend und spannend. Ich hatte keine Ahnung, welches Ende sich die Autorin ausgedacht hatte. Wird es noch mehr Tote geben? Wird Helena es mit ihren Freunden schaffen? Diese Fragen stellte ich mir und ich konnte natürlich nicht mit dem Lesen aufhören. Deshalb rate ich allen, denkt nicht, dass Ihr mal eben ein paar Zeilen lesen und dann das Buch zur Seite legen könnt. Zumindest ich habe es nicht geschafft, denn ich musste unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt.
Der Plot kommt mir durchaus realistisch vor, ich würde mich nicht wundern, wenn so etwas tatsächlich passieren würde.  Macht und Geld sorgt immer wieder dafür, dass manch einer vom rechten Weg abkommt.  Außerdem finde ich, dass Sabine Giesen gut recherchiert hat und das "was wäre wenn" bestens rüberbringt.


Fazit:
Das Buch hat mich begeistert und gefesselt. Wer viel Spannung haben will, sollte dieses Buch lesen. Ich empfehle es wirklich sehr gerne.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.