Dienstag, 19. Februar 2019

Autoreninterview - Katharina Mosel

Buchmesse Frankfurt 2018 
wir haben uns endlich mal getroffen




Liebe Katharina,

ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Aber zuerst einmal möchte ich kurz schreiben, wie wir Kontakt zu einander bekommen haben.
Eine sagt es der anderen ;) vieles läuft nach diesem Motto, so wurde ich durch eine andere Autorin auf Deine Bloggersuche aufmerksam. Das Buch interessierte mich und ich habe mich natürlich gemeldet. Nun ist es ja so, dass wir beide nicht weit voneinander entfernt wohnen, aber es bisher noch nicht geschafft haben, uns zu treffen. Dafür müssen wir erst nach Frankfurt fahren.

Nun möchte ich aber mit meinen Fragen loslegen.


Du bist als Anwältin in einer eigenen Praxis tätig, wie bist Du auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben?

Vor meinem 50. Geburtstag hatte ich das Gefühl, dass ich in meinem Leben noch einmal etwas anderes machen müsste, als „nur“ juristische Schriftsätze zu verfassen. Vermutlich die Midlife-Crisis. Ich telefonierte damals mit meiner Cousine, die auch Anwältin ist und jammerte ein wenig über mein Alter und das tägliche Anwaltsleben. Du kannst dir das bestimmt vorstellen. Zusammen kamen wir auf die glorreiche Idee ein Buch zu schreiben. Ein Buch, das auf humorvolle Art und Weise den Alltag einer Anwältin schildert und auch beschreibt, wie schwierig es ist und mit welchen Problemen frau zu kämpfen hat, wenn sie sich als Anwältin selbstständig macht. Die Idee zu unserem Buch “Paragrafen und Prosecco – Justitia und das wahre Leben“ wurde in diesem Telefonat geboren, und es hat uns beiden sehr viel Spaß bereitet, die Geschichte niederzuschreiben. Dabei haben wir zunächst überhaupt nicht an eine Veröffentlichung gedacht.



Da Du ja wohl nebenher schreibst, würde ich gerne wissen, wie lange Du für ein Buch brauchst.

Beim ersten Buch hat es ein paar Jahre gedauert, bis wir zufrieden waren. Für meine anderen beiden habe ich jeweils ein Jahr gebraucht und ich bin zuversichtlich, dass mein nächster Roman Ende dieses Jahres erscheinen wird.



Wie findest Du Deine Ideen oder finden sie Dich?

Darüber habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Die Ideen kommen mir beim Schreiben. Natürlich erlebt man als Anwältin auch so einiges, die besten Geschichten schreibt das Leben.



Wie werden die Ideen festgehalten?

Wenn ich daran denke, halte ich sie in einem Notizbuch fest. Das gelingt mir aber nicht immer.



Kann es vorkommen, dass Du während des Schreibens schon Ideen für weitere Bücher hast?

Ja, das kommt vor. Aktuell habe ich schon eine Idee für ein weiteres Buch. Aber erst muss das jetzige Manuskript fertiggestellt werden.



Deine Bücher geben einiges von der Tätigkeit als Anwältin wieder und sie beschreiben Frauen der Gegenwart. Hast Du schon mal überlegt auch in einem anderen Genre zu schreiben, wie zum Beispiel einen Krimi?

Nö, bisher nicht. Mein Thema sind Frauenfreundschaften und die Veränderung meiner Protagonistinnen aufgrund äußerer Umstände in ihrem Leben. Ich bin eine begeisterte Krimileserin. Aber selbst Krimis schreiben kommt derzeit zumindest nicht in Betracht.



Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Mein Mann liest Auszüge, wenn ich ihn zwinge. J Ansonsten liest meine Lektorin das Buch als erstes.



Hast Du überhaupt Zeit, Bücher Deiner Kollegen zu lesen?

Ein Leben ohne Bücher ist sinnlos, hihi. Ja klar, ich lese immer vor dem Einschlafen.



Du schreibst, dass Du als Kind eine Leseratte warst. Mir kommt Deine Aussage, dass Du damals  mit der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen hast, wirklich sehr bekannt vor. Welche Bücher hast Du gelesen, kannst Du Dich an Titel erinnern?

Ich habe alle Winnetou-Bücher gelesen, außerdem die Bücher von  James Fenimore Cooper (die Lederstrumpf-Romane), d.h. überhaupt alles, was mit Indianern zu tun hatte.



Hast Du ein Autorenvorbild?

Nein.



Was erwartest Du selber von einem Buch?

Ein Roman soll mich unterhalten und vom Alltag ablenken.



Geboren und aufgewachsen bist Du im Norden, jetzt wohnst Du in Köln. Das sind ja sehr große Gegensätze, wie kommst Du mit der rheinischen Mentalität klar?

Für eine Hamburgerin ist es schwer, mit der relativen charmanten Unzuverlässigkeit der Rheinländer klarzukommen. Es hat ein wenig gedauert, bis ich Versprechungen, sich mal zu treffen, nicht mehr so ernst genommen habe. Nach wie vor habe ich „Probleme“ mit dem Karneval. Es ist faszinierend, wie sich an Weiberfastnacht eine ganze Stadt mehr oder weniger verkleidet. Trotzdem ist diese Art zu feiern nichts für mich. Beim Schunkeln werde ich eher steif.



Als Anwältin ist Dir das Grundgesetz ja noch geläufiger als unsereinem. Kennst Du denn auch das „Rheinische Grundgesetz“?

Na klar. Besonders der Satz „Es hätt noch immer jot jejange“ ist ein Motto, was mir liegt.



Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen verstorbenen Autor würdest Du gerne mal besuchen und warum?

Ach da gibt es ganz viele. Ich würde zum Beispiel gerne mit Margarete Mitscherlich über Feminismus in der heutigen Zeit diskutieren.



Wir haben uns auf Facebook gefunden, bist Du dort sehr aktiv? Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?

Ich habe nicht so viel Zeit, um sehr aktiv bei Facebook zu sein. Und um ehrlich zu sein: Manchmal gehen mir die sozialen Netzwerke ganz schön auf die Nerven. Der Kontakt zu meinen Lesern ist mir sehr wichtig, ich freue mich immer, wenn sie sich bei mir melden und erzählen, ob ihnen die Bücher gefallen haben. Am besten ist es natürlich sich live zu treffen, zum Beispiel auf einer Buchmesse oder auf einer Lesung.



Du bist Mitglied im Autorinnenclub, möchtest Du kurz etwas darüber erzählen?

Sehr gerne. Der Autorinnenclub ist ein Netzwerk deutschsprachiger Autorinnen, die ein gemeinsames Miteinander unter Kolleginnen schätzen. Unser Ziel ist es, uns gegenseitig als Autorinnen zu unterstützen. Wir lieben den Kontakt zu unseren Leserinnen und Lesern, denen wir die Bücher unserer Kolleginnen ehrlich und authentisch empfehlen. Dieses Jahr haben wir das erste Mal einen Stand auf der Leipziger Buchmesse. D 409 in Halle 5. Ich hoffe, du kommst uns besuchen.

Ich werde Euch auf jeden Fall besuchen.



Deine Bücher hast Du als Self-Publisherin veröffentlicht, wie kam es dazu?

Ich bin als Anwältin von Anfang an selbstständig unterwegs. Da lag es nahe, dass ich meine Bücher auch ohne Verlag eigenständig herausbringe. Das macht zwar mehr Arbeit, da ich mich um alles selbst kümmern muss, bietet aber auf der anderen Seite auch die Möglichkeit, alleine Cover, Titel und alle anderen Sachen rund um das Buch selbst zu bestimmen.



Bist Du damit zufrieden?

Ja. Im Moment sehe ich keinen Grund etwas zu ändern.



Nun habe ich wie immer sehr viel gefragt, aber mit Sicherheit nicht an alles gedacht. Deshalb gebe ich Dir hier die Gelegenheit, was wolltest Du uns Lesern immer schon mal sagen:

Es ist fabelhaft, wie mich meine Leser durch Rezensionen, Beiträge in den sozialen Netzwerken und nicht zuletzt durch das Kaufen meiner Bücher J unterstützen. Das motiviert mich sehr, weiterzuschreiben. So habe ich gerade eine Newsletter ins Leben gerufen, in dem man exklusiv etwas aus der Welt von Paragrafen-und-Prosecco erfährt, außerdem erhält man Einblicke in den Arbeitsalltag einer Anwältin. Es bereitet mir viel Freude diese Beiträge zu schreiben. Ich hätte nie gedacht, dass das Interesse meiner Leser an dem Anwaltsleben so groß ist.


Gerne frage ich meine Interviewpartner, was ihnen zu Namen und Begriffen einfällt. So nun auch bei Dir:

He lücht
Der Barkassenführer in Hamburg, der bei einer Hafenrundfahrt Seemannsgarn spinnt.

Willy Millowitsch
Heidi Kabel

Astrid Lindgren
Pippi Langstrumpf

Das doppelte Lottchen
Die wunderbaren Bücher von Erich Kästner


Vielen Dank liebe Katharina, dass Du Dir die Zeit genommen und mir meine Fragen beantwortet hast.



Und nun möchte ich auf die Bücher hinweisen, die von Katharina Mosel bisher erschienen sind:





Paragrafen und Prosecco: 

Justitia und das wahre Leben







Vier Mal Frau












Paragrafen und Prosecco

Justicia und andere Katastrophen









Mehr über Autorin und ihre Bücher kann hier nachgelesen werden:

Homepage Katharina Mosel klick hier

Autorenseite bei Amazon klick hier

Sonntag, 17. Februar 2019

Rezension - Der Auktionator


Autor: Wolfgang Pauritsch

Titel: Der Auktionator

Genre: Biografie

Version: eBook und gebunden

erschienen: 24. September 2019

Seiten: 192

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Gütersloher Verlagshaus




Über den Autor:
Wolfgang Pauritsch, geboren 1972 in Innsbruck, ist als »Händler« in der quotenstarken Trödelshow »Bares für Rares« einem Millionenpublikum bekannt geworden. Der gelernte Handwerker entdeckte seine Begeisterung für schöne alte Dinge im Wachdienst für eine Sicherheitsfirma. Seit 1996 betreibt er zusammen mit seiner Geschäftspartnerin in Oberstaufen im Allgäu ein Kunst- und Antiquitätengeschäft. 2007 wurde er zum "öffentlich bestellten und vereidigten Auktionator" ernannt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Eigentlich bin ich ja Schlosser ...« (Wolfgang Pauritsch)

Wolfgang Pauritsch, bekannt als »Händler« aus der quotenstarken Trödelshow »Bares für Rares«, hat ein Händchen für Besonderes. Pauritsch ist ein Selfmademan mit einem eigenwilligen Lebenslauf – vom gelernten Handwerker bis zum öffentlich bestellten und vereidigten Auktionator mit eigenem Auktionshaus im Allgäu. Er ist ausgewiesener Fachmann für hochwertigen Schmuck und Antiquitäten und wird im deutschsprachigen Raum vielfach zu großen Auktionen bestellt. Dieses Buch zieht eine Zwischenbilanz seines Lebens und bietet skurrile und besondere Erlebnisse des Autors als Geschäftsmann und TV-Auktionator.

Ein Mann, der nie aufgibt. Vom gelernten Handwerker zu Deutschlands beliebtestem TV-Auktionator Die spannende und ehrliche Bilanz eines aufregenden Lebens


Meine Meinung:
Sicher ist Wolfgang Pauritsch sehr vielen bekannt durch die Sendung "Bares für Rares". Wenn es meine Zeit zulässt schaue ich mir die eine oder andere Folge gerne an. Wolfgang Pauritsch gehört zu den Händlern und ist mir sehr sympathisch. Ich freue mich immer, wenn er mit in der Runde sitzt.
In diesem Buch berichtet er offen und ehrlich aus seinem Leben. Es gibt viele Anekdoten, lustiges und nachdenkliches. Ich fand es ausgesprochen interessant sein Buch zu lesen. Es war nicht so ausführlich, wie man es als Leser manches Mal erlebt, wenn jemand meint, er müsste seine Lebensgeschichte weitergeben. Die wichtigsten Stationen seines Lebens teilt er uns mit, wobei auch manch jugendliche Schandtat zu Tage kommt 😉 Aber ich will jetzt nicht auf alle Begebenheiten eingehen, das kann jeder selber nachlesen.


Fazit:
Eine sehr unterhaltsame Biografie, Fans der Sendung BfR werden begeistert sein und sie bestimmt lesen wollen. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall sehr gerne.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Das Gutshaus in der Toskana



Autorin: Karin Seemayer

Titel: Das Gutshaus in der Toskana

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Februar 2019

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Karin Seemayer wurde 1959 in Reutlingen geboren, lebte von 1960 bis 1993 in Frankfurt und seitdem im Taunus. Mit acht Jahren schrieb sie ihre ersten Tiergeschichten auf die Rückseite gebrauchter Telex-Rollen, die ihre Mutter aus dem Büro mitbrachte, da ihr der Papierverbrauch ihrer Tochter zu hoch war. Es folgten Wildwestgeschichten, dann Science-Fiction, und später, als Teenager, schrieb sie Liebesgeschichten. Anfang zwanzig packte sie das Fernweh. Sie machte eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und war die nächsten Jahre beruflich und privat viel unterwegs. Viele ihrer Romanideen sind auf diesen Reisen entstanden. Die Umsetzung der Ideen musste jedoch warten, bis ihre drei Kinder erwachsen waren.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Zutaten der Liebe. Toskana, 1833: Auf dem Weingut in der Toskana scheinen Marco und Antonella am Ziel ihrer Träume angekommen: Marco kann nun endlich seiner Berufung nachgehen, Antonella freundet sich schnell mit Tiziana, der Besitzerin der benachbarten Osteria an, und ist froh, bei ihr als Köchin und Bäckerin arbeiten zu können. Außerdem erwarten die beiden ihr erstes Kind. Doch dann taucht ihr ehemaliger Verlobter auf und droht, ihr Glück zu zerstören. Ein Weingut im Italien des beginnenden 19. Jahrhunderts und eine starke Frau, die für ihre Familie kämpft.


Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Die Tochter der Toskana" gelesen hatte, war klar, dass ich auch die Fortsetzung, also dieses Buch lesen wollte.
Auch diesmal fand ich das Buch sehr interessant und vor allem spannend geschrieben. Es ist ja oft so, dass man als Leser die Protagonisten ins Herz geschlossen hat und sich einen bestimmten Lauf der Geschichte wünscht. Leider lassen sich manche Autoren immer wieder etwas Gemeines einfallen, aber Karin Seemayer tat mir den Gefallen und brachte zwar überraschende Wendungen ins Geschehen, aber es war so, wie ich es mir gewünscht hatte. Es gab zwar zwei Dramen, aber es ging gut. Mehr werde ich darüber allerdings nicht verraten.
Interessant fand ich alles, weil die Autorin über Wein und Olivenernte sehr informativ geschrieben hat und auch auf die damalige politische Situation einging. Ich erwähnte ja schon, dass es eine Vorgeschichte zu diesem Buch gibt, allerdings kann dieses ohne Vorkenntnisse gelesen werden, wichtiges wird kurz erwähnt. Allerdings finde ich persönlich immer schönes alles ausführlich lesen zu können. Deshalb empfehle ich beide Bücher in der entsprechenden Reihenfolge.


Fazit:
Beide Bücher haben mich begeistert und deshalb schreibe ich es noch einmal, dass es schön ist, wenn sie in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.  Auf jeden Fall empfehle ich sie beide.


Ich durfte das Buch im vorigen Jahr voran lesen und war begeistert, dafür möchte ich mich vielmals bei der Autorin bedanken und ich freue mich schon auf das nächste Buch

Rezension - Die Toten von Ennert


Autorin: Karin Büchel

Titel: Die Toten von Ennert

Genre: Krimi

Version: Taschenbuch

erschienen: 30. November 2017

Seiten: 192

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: CMZ




Über die Autorin:
Karin Büchel ist in  Gelsenkirchen geboren, nach dem Abitur studierte sie Sozialwissenschaften an der Friedrich-Wilhelm-Universität Bonn. (Abschluss: Diplom 1985) Sie arbeitet mit körperlich und geistig behinderten Erwachsenen. In ihrer Freizeit schreibt sie Kurzgeschichten: Markante, skurrile, eigenwillige, komische und spannende. Aber auch Kriminalgeschichten mit Lokalkolorit, Erzählungen aus dem Leben und Gedichte gehören zu ihrem Repertoire. Sie lebt mit ihrer Familie in Bonn.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Im Ennert, dem Naherholungsgebiet auf Bonns rechter Rheinseite, wird eine Leiche gefunden – Utz Bracker, ehemaliger Musiker, Frauenschwarm und die erste große Liebe der Kommissarin Mira Jäger. Was nun? Mira schüttelt aufkommende, sentimentale Erinnerungen von sich, beginnt mit ihrem Kollegen zu recherchieren. Der Fall wird zu ihrer ganz persönlichen Herausforderung. Bei ihren Ermittlungen weiß Mira Jäger nicht, in welches Wespennest menschlicher Verflechtungen und tiefer, moralischer Abgründe sie sticht. Es gibt weitere Opfer, die sie und die Bevölkerung von Beuel an den Rand des Wahnsinns treiben. Bei den Recherchen rückt unerwartet ein weit zurückliegendes Verbrechen ins Visier der Kommissarin. Wird dadurch die Überführung des Täters möglich?


Meine Meinung:
Bisher kannte ich von der Autorin nur Kurzgeschichten und deshalb war ich neugierig auf einen etwas längeren Krimi. Das war dann auch der Grund, dass ich die Kommissarin Mira Jäger kennen lernen konnte. Zur Seite standen ihr in der Hauptsache zwei Mitarbeiter, die unterschiedlicher nicht sein konnten. Außerdem wurde Mira Jäger von ihrem Mann sehr genervt, so konnte ich gleichzeitig auch noch privates von ihr erfahren.
Erzählt wurde aus der Sicht der Kommissarin in der Ich-Form, was besonders interessant war, konnte ich so doch sofort ihre Gedanken kennen lernen
Den Krimi habe ich relativ schnell lesen können, was ich ebenfalls gut fand, denn ich wollte natürlich wissen, wie sich alles entwickelt. Das Ende hat mich dann doch etwas überrascht, damit hatte ich so nicht gerechnet.


Fazit:
Freunde kürzerer, aber trotzdem nicht wenig spannendere Krimis werden sich freuen. Ich persönlich bin gespannt, ob es noch noch weitere Folgen geben wird.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, ohne ihren Hinweis hätte ich dieses Buch nicht gelesen.

Rezension - Wer will schon eine Null



Autorin: Christine Corbeau

Titel: Wer will schon eine Null

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. Februar 2019

Seiten: 324

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: C. Raabe



Über die Autorin:
Christine Corbeau ist das Pseudonym des Berliner Autors Christian Raabe, unter dem er heitere Romane schreibt, die "was mit Liebe zu tun haben". Geboren wurde dieses Alter Ego in Zusammenarbeit mit zwei Kolleginnen vom Autorensofa, auf dem er seit 2017 einen festen Platz einnimmt. Tatsächlich war auch zuerst die Geschichte da. Als diese hartnäckig darum buhlte, endlich aufgeschrieben zu werden, musste einfach ein passender Name her. Und schon war Christine geboren.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Über eine Idee, die einem um 22 Uhr nach dem dritten Glas Wein kommt, sollte man besser noch einmal eine Nacht schlafen. Dumm nur, dass die Romance-Autorin Agata Finocchio-Schröder genau das nicht getan hat, denn nun steht sie als Nestbeschmutzerin da und wird von ihrem Verleger kurzerhand in Zwangsurlaub geschickt, um sie aus dem zu erwartenden Shitstorm herauszuhalten. So fährt die quirlige Hauptstädterin plötzlich in einem Auto, mit dem sie nicht klarkommt, durch ein Land, das sie nicht kennt, zu einem Hotel, in das sie nicht will. Während sie noch versucht, sich der entschleunigenden Wirkung Süditaliens zu entziehen, trifft sie auf zwei Männer, die verschiedener kaum sein könnten. Oder sind diese Männer in Wirklichkeit auf sie getroffen? Eine heitere Urlaubsgeschichte über eine verpeilte Autorin, Dolcefarniente und Typen mit Geheimnissen.



Meine Meinung:
Der Protagonistin hatte spät abends eine Idee, die sie hinterher zwar bereute, aber da wusste sie noch nicht, was sie danach alles erleben würde. Der Autor hatte nach einem nächtlichen lustigen Gedankenaustausch mit zwei seiner Kolleginnen ebenfalls eine Idee und das fand ich klasse. Denn so ist dieses Buch entstanden, was mir sehr viel Lesevergnügen bereitet hat.
Bisher hatte ich von Christian Raabe, der dieses Buch unter einem Pseudonym geschrieben hat, noch kein Buch gelesen. Allerdings haben mich das Cover und der Titel neugierig gemacht, denn mir schien, dass ein bestimmtes Thema, das in vielen Büchern vorherrscht, humorvoll behandelt werden sollte. Und nicht nur das, es gab so viele Wortspielereien, bei denen ich grinsen musste. Vielleicht fällt einem ja schon etwas auf, wenn der Name der Protagonistin, der in der Kurzbeschreibung erwähnt wird, laut gelesen wird. Aber mehr werde ich hier mit Sicherheit nichts verraten.
Der Schreibstil ist locker und flüssig, einem Vielleser kommt zwar einiges im Plot bekannt vor, aber auch hier möchte ich betonen, dass es nun auf den Autor ankommt und was er sich drumherum einfallen lässt. Mir hat es auf jeden Fall viel Spaß bereitet und besonders gut fand ich, dass bestimmte Szenen nicht so ausführlich beschrieben werden, wie es in einigen Büchern manchmal der Fall ist. Hier konnte jeder sein Kopfkino anwerfen oder es eben sein lassen.
Außerdem darf nicht alles so tierisch ernst genommen werden.

Fazit:
Wer nun Ausschau nach einer locker-lustigen Lektüre hält, wird hier das richtige Buch finden. Achja, es gab auch ernsthafte Situationen, also ist von allem und für jeden etwas dabei. Für mich war der Unterhaltungswert wichtig und da bin ich sehr zufrieden und empfehle das Buch gerne weiter.
Das Buch kann mit KU gelesen werden.

Freitag, 15. Februar 2019

Rezension - Roter Rabe


Autor: Frank Goldammer

Titel: Roter Rabe

Genre: Krimi, Historisch

Version: eBook, broschiert und Hörbuch

erschienen: 21. Dezember 2018

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dtv Verlagsgesellschaft




Über den Autor:
Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit ›Der Angstmann‹, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Spion im eigenen Land Im Spätsommer 1951 kehrt Oberkommissar Heller mit seiner Familie aus dem staatlich genehmigten Ostseeurlaub nach Dresden zurück. Für seine Frau Karin geht die Fahrt gleich weiter, denn sie hat überraschend die Reiseerlaubnis in den Westen zu Sohn Erwin erhalten. Heller ist besorgt. Doch sein neuer Fall lässt ihm keine Zeit zum Grübeln: Zwei unter Spionageverdacht stehende Männer, Zeugen Jehovas, sterben in ihren Gefängniszellen. Und es geschehen weitere mysteriöse Todesfälle. Bei einem der Opfer wird eine geheimnisvolle Botschaft gefunden: »Eine Flut wird kommen.« Heller beschleicht eine schreckliche Ahnung.


Meine Meinung:
Ich gestehe, hier hat mich mal wieder das ansprechende Cover auf das Buch aufmerksam gemacht. Nun ja, so soll es ja auch sein. Weiter fand ich die Kurzbeschreibung sehr interessant, denn ich war sehr neugierig, auf die Schilderungen aus dem Jahr 1951.
Für mich ist dies nicht "nur" ein einfacher Krimi, nein, er spiegelt auch vieles aus der deutsch-deutschen Geschichte wieder. So lernte ich Max Heller kennen, der in diesem Buch allerdings schon seinen vierten Fall lösen sollte. Es war für mich aber kein Problem, die anderen Bücher nicht zu kennen, auf jeden Fall war es für diese Geschichte nicht wichtig.
Sechs Jahre nach Kriegsende spielt sich so ganz langsam alles in Dresden wieder ein. Max Heller steht aber vor dem Problem, dass sich die Russen einmischen und privat hat er auch Kummer, denn seine Frau durfte den Sohn in Köln besuchen und er hört so gar nichts von ihr.
Wie sich nun alles entwickelt und abspielt hat der Autor hervorragend geschildert. Er hat viele Personen mit interessanten Charakteren eingesetzt. Ich hatte keine Ahnung, wer der Täter war, denn geschickt wurde der Verdacht auf verschiedene Personen gelenkt. Am Ende war ich sehr überrascht. Nicht ganz so toll fand ich die Anzahl der Personen, die ums Leben kommen mussten, damit die Spannung noch größer wird, aber das sollte niemanden vom Lesen abhalten.


Fazit:
Spannung und deutsch-deutsche Geschichte, die Kombination ist dem Autor hervorragend gelungen. Wenn es meine Zeit zulässt, werde ich vielleicht die vorherigen Bücher auch noch lesen, mit Sicherheit aber die weitere Folgen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung zu diesem Buch.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



Rezension - Niederbayerische Göttinnen


Autorin: Ingrid Werner

Titel: Niederbayerische Göttinnen

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. Juni 2016

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag




Das schreibt die Autorin über sich:
Bereits im zarten Alter von 11 Jahren versuchte ich mich an einem Kinderbuch. Es ging um Abenteuer auf einem Floß (anscheinend hatte ich gerade Huckleberry Finn gelesen) und einen grünen Laubfrosch. Aber über die ersten Kapitel kam ich nie hinaus.
In der Pubertät dann Gedichte. Klar, wer schreibt die nicht in dieser Zeit! Aber das war auch nur eine Phase, die sich irgendwann selbständig beendet hatte. Deshalb ergriff ich folgende Berufe: Bankkauffrau, Juristin, Mutter von drei Töchtern, Entspannungspädagogin, Heilpraktikerin und freischaffende Malerin.
Erst viele Jahre später wurde ich wieder zum Schreiben inspiriert. Die kommunalpolitischen Querelen in meiner Wahlheimat Bad Griesbach erhitzten mein Gemüt. Der Stadtplatz sollte saniert werden und dieses Projekt war in der Bevölkerung nicht unumstritten. Weil mir das Schreiben von Leserbriefen nicht mehr genügte, entwickelte ich eine Geschichte von einem fiktiven Ort im Rottal, in dem Ähnliches passierte, die Bürger aber gegen die Obrigkeit aufbegehrten. Sozusagen ein heilsames Märchen für mich. Da ich aber keine Märchentante bin, wurde es wegen meiner Vorliebe für Krimis ganz von alleine ein Kriminalroman. Ein prophetischer noch dazu! Denn kaum war das Buch fertig und beim Verlag, wurde auch in der Realität eine Bürgerinitiative gegründet. Ich habe – wenn man so will – energetisch den Weg dafür bereitet. Der Krimi fand sowohl in Bad Griesbach als auch außerhalb großen Anklang. Schließlich wurde er in unserer Buchhandlung öfter als Harry Potter verkauft. (Weltweit habe ich ihn leider noch nicht eingeholt. Aber ich arbeite daran.)


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Rottal steht kopf: Eine im Wald vergrabene Leiche wirbelt fünfzig Jahre alten Staub auf. Dann wird ein weiterer Toter gefunden; der Mann wurde erstochen. Was haben die beiden Todesfälle miteinander zu tun? Schräge Vögel und dubiose Verdächtige: Karin Schneider stößt auf eine heiße Spur, und ihr wird klar, dass sie diesen Fall nur auf keltische Art lösen kann . . .
Sympathisch-urige Figuren, unorthodoxe Ermittlungen und keltische Göttinnen – ein herrlicher Krimispaß!


Meine Meinung:
Bisher hatte ich von der Autorin noch keinen Krimi gelesen und hatte dann zufällig Band 4 einer Serie in der Hand. Allerdings sollte es kein Problem sein, ich musste die anderen nicht kennen, denn ich kam sehr schnell rein ins Thema. Zumindest, was Karin und ihre Familie betraf.
Wie der Zufall es wohl so will, stolpert Karin, die Protagonistin nicht zum ersten Mal über eine Leiche. Wenn sie geahnt hätte, was die Suche nach dem verlorenen Ohrring so nach sich zieht....
Die Autorin hat sich eine interessante und spannende Geschichte rund um die alten Kelten einfallen lassen. Allerdings war ich mir nicht sicher, was ich von Karin halten soll, nicht immer war ich mit ihrem Verhalten einverstanden. Auch haben mich die vielen Personen verwirrt, vor allem wie sie zueinander standen. Falls es anderen auch so geht, möchte ich erwähnen, dass es am Ende des Buches unter anderem ein Personenverzeichnis gibt. Für mich wäre es am Anfang hilfreich gewesen.
Auf jeden Fall war ich sehr neugierig und wollte unbedingt wissen, wer denn nun der Täter war und sollte einige überraschende Wendungen erleben.


Fazit:
Es war interessant, Karin und ihre Freunde kennen zu lernen. Auch ihre Art, wie sie den Kommissaren "hilft", was denen nicht so gut gefällt.  Ich fand den Krimi ganz unterhaltsam und war über einige Erklärungen am Ende des Buches sehr dankbar. Mir war nicht bewusst, wo wir überall Keltensiedlungen hatten.


Ich möchte mich vielmals bei der Autorin und beim Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Göttliche Verführung



Autorin: Amanda Frost

Titel: Göttliche Verführung

Genre: Roman, Humor, Fantasie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Februar 2019

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene





Über die Autorin:
Anfang 2013 startete Amanda Frost die erfolgreiche Sternen-Trilogie, die es auf Anhieb in die Bestsellerlisten schaffte. Zuvor war Amanda viele Jahre international im Marketing und der Logistik großer Unternehmen tätig und lebte lange in der Schweiz, bevor es sie nach München zog. Als Tochter eines Rennfahrers liebt sie schnelle Autos und Motorräder genauso sehr wie Reisen in ferne Länder. Mit "Göttliche Verführung" erscheint im Februar 2019 ihr sechzehntes Buch. In ihren Geschichten geht es grundsätzlich um die große Liebe, gewürzt mit einem guten Schuss Erotik.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Gott wird mit einem nicht zu unterschätzenden Problem konfrontiert: Ein mächtiges Wesen scheint das Ende der Menschheit heraufzubeschwören. Als er in Erfahrung bringt, dass eine dunkle Göttin hierfür verantwortlich sein könnte, holt er sich gezwungenermaßen Hilfe bei dem Mann, der sich am besten mit teuflischen Machenschaften auskennt: Luzifer. Wird es diesem außergewöhnlichen Duo gelingen, die Menschheit zu retten? Und warum muss ausgerechnet diese Göttin so unsagbar sexy sein, dass Gott in ihrer Nähe unentwegt in Versuchung gerät?


Meine Meinung:
Seit ich im Jahr 2013 das erste Buch von Amanda Frost gelesen habe, stürze ich mich regelrecht auf jedes weitere Buch von ihr. Und ich möchte gleich erwähnen, dass ich von keinem bisher enttäuscht wurde.
Diesmal sollte ich etwas über "Göttliche Verführung" lesen, wobei der Titel durchaus zweideutig sein kann. Nun ja, ohne Erotik geht es bei keinem der Bücher der Autorin. Ich denke mal, dass ihre Lesergemeinde das auch von ihr erwartet. Aber es gibt ja noch eine andere Art der Verführung. Was wäre wenn, jemand sich durch die vorhandene göttliche Macht verführen lässt und ins Weltgeschehen eingreift?  Das darf nicht geschehen, obwohl ich manche Beweggründe durchaus nachvollziehen kann.
Amanda Frost hat es auch diesmal wieder geschafft und ein Buch geschrieben, das mich begeistert hat. Mit einem Lächeln habe ich manche Passagen geschrieben und über einige "Personen" lachen müssen. Sie hat aber auch sehr aktuelle Themen eingebunden, was mir gefallen hat. Aus anderen Büchern habe ich Beteiligte getroffen, die damals mein Leserherz erobert hatten. Das Wiedersehen war sehr schön, allerdings muss niemand die anderen Bücher kennen, um dieses zu lesen.
Die Autorin beweist in jedem Buch, dass sie eine besondere Art von Humor besitzt, diesmal empfand ich ihn besonders schwarz, was mir persönlich sehr gut gefällt. Achja, beinahe hätte ich es vergessen, in all ihren Büchern spielen niedliche Tiere eine besondere Rolle, so war es diesmal auch. Aber mehr verrate ich nicht dazu.


Fazit:
Spannung, Humor, Erotik - all dies findet der Leser in den Büchern von Amanda Frost und diesmal ist ihr die Zusammensetzung wieder hervorragend gelungen. Mir hat es reichlich Lesevergnügen beschert und gerne empfehle ich das Buch weiter.
Das Buch kann mit KU gelesen werden.



Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, denn ich durfte das Buch vorab lesen. Das hat natürlich keinen Einfluss auf meine Bewertung, denn inzwischen bin ich da sehr wählerisch geworden.

Montag, 11. Februar 2019

Rezension - Der Tod bohrt nach



Autorin: Isabella Archan

Titel: Der Tod bohrt nach

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. Juni 2018

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Emons Verlag 



Über die Autorin:
Isabella Archan wurde 1965 in Graz geboren. Nach Abitur und Schauspieldiplom folgten Theaterengagements in Österreich, der Schweiz und in Deutschland. Seit 2002 lebt sie in Köln, wo sie eine zweite Karriere als Autorin begann. Neben dem Schreiben ist Isabella Archan immer wieder in Rollen in TV und Film zu sehen, unter anderem im Kölner 'Tatort', in der 'Lindenstraße' und in 'Diese Kaminskis', und vor allem mit ihrem eigenen Programm zu ihren Krimis auf der Bühne.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Während Dr. Leocardia Cardiffs zahnärztlichem Nacht-Notdienst taucht ein seltsamer Patient auf, der etwas von Mord stammelt. Welche Wahl bleibt Leo da? Keine. Sie fühlt dem Bösen auf den Zahn und kommt einer Entführung auf die Spur – und auch eine Leiche lässt nicht lange auf sich warten. Hauptkommissar Zimmer und sein Team ermitteln, doch auch Leo setzt den Bohrer an ...



Meine Meinung:
Vorweg möchte ich direkt mal erwähnen, dies war das erste Buch, das ich von der Autorin gelesen habe, aber bestimmt nicht das letzte.
Es fängt an, dass ich jemanden dabei beobachte, wie er Tabletten in Wein auflöst und etwas plant.
Ok, denke ich, das ich ein Krimi, in dem ich wohl etwas vom Täter lesen werde und dann von den Ermittlern und somit immer einen Wissensvorsprung habe. So wird ja oft geschrieben. Ja, das dachte ich und dann kam alles anders.
Die Autorin hat einen tollen Schreibstil und mich immer wieder verblüfft, immer wenn ich dachte, dass eine Situation eintritt, nein, ich schreibe hier nicht welche, dann müsste ich einiges verraten, gab es überraschende Wendungen. Das alles hat mich sehr begeistert.
Leo, die Protagonistin, eine etwas ungewöhnliche Zahnärztin war für Überraschungen gut und manchmal tat mir ihr Freund schon etwas leid. Auf jeden Fall hat Isabella Archan es bestens verstanden und mit ausreichend Humor und Spannung mich unterhalten.


Fazit:
Mir hat es sehr viel Lesevergnügen bereitet Dr. Leocardia Cardiffs zu begleiten. Gerne würde ich das noch öfter machen.  Mit Sicherheit werde ich künftig noch das eine oder andere Buch der Autorin lesen.


was ich noch erwähnen wollte:
ich habe im vergangenen Jahr die Autorin bei einer Krimilesung erleben dürfen und hatte enorm viel Spaß dabei. Einige Zeit später hatte ich die Möglichkeit, mich mit ihr auf der Buchmesse in Frankfurt unterhalten zu können. Bei dieser Gelegenheit, es war ein Bloggertreffen am Stand des Verlages, habe ich das Buch erhalten, das ich jetzt endlich gelesen habe. Zu meiner Schande habe ich ewig gebraucht, bis ich dazu gekommen bin.
Im April werde ich Isabella Archan in meinem Wohnzimmer begrüßen dürfen, worauf ich mich wirklich schon riesig freue.

Rezension - Nudel im Wind



Autor: Jürgen von der Lippe

Titel: Nudel im Wind

Genre: Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 10. Januar 2019

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Penguin Verlag 



Über den Autor:
Jürgen von der Lippe, Jahrgang 1948, ist seit Jahrzehnten als erfolgreicher Meister humoristischer Feinarbeit und Moderator auf Bühnen und im Fernsehen unterwegs. Er lebt in Berlin und ist unter anderem Träger des Bambi, des Grimme-Preises und der Goldenen Kamera. Seine beiden letzten Bücher «Beim Dehnen singe ich Balladen» und «Der König der Tiere» standen wochenlang auf der Bestsellerliste.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Besser gut abgehangen als zu früh gekommen: Jürgen von der Lippes Romandebüt
Neulich sagte meine Frau zu mir: «Warum schreibst Du nicht endlich mal was mit Niveau? Ich würde gerne mal eine welthaltige, vielschichtige Romanhandlung von Dir lesen, ein Panoptikum an Figuren, eine ausgebuffte Mischung aus Action und Reflexion, Gesellschaftskritik und psychologischem Tiefgang, vielleicht sogar auch eine raffiniert eingebaute Krimihandlung, meinetwegen gern auch mit ein bisschen geschmackvoll beschriebenem Sex gewürzt, mach doch, Du kannst das!» Und ich setzte mich an mein Notebook und schrieb: «Ich möchte Ihnen eine ziemlich unglaubliche Geschichte erzählen. Ich weiß, das ist kein glücklicher Anfang für ein Buch, das seine Leser vom ersten Satz an in den Schwitzkasten nehmen und bis zum letzten Wort nicht mehr rauslassen soll. ‹Sie hatten ihm die Kehle durchgeschnitten und ihn dann im Urinal ausbluten lassen› ist da schon ein anderes Kaliber, aber in der Welt der sinnlos waltenden rohen Kräfte bin ich nicht so zu Hause wie in der Psyche der Sanftmütigen, Unscheinbaren mit ihren kleinen liebenswerten Macken. Menschen wie Gregor und sein Hund Waldmeister…»


Meine Meinung:
Wer kennt ihn nicht, den Jürgen von der Lippe? Nun, ich zumindest hatte ihn schon mal auf der Bühne erlebt und kenne viele seiner zahlreichen Sendungen. Deshalb war ich neugierig auf sein Buch.
Schon der erste Satz war ganz anders, als wir Leser es gewohnt sind und das war dem Autor durchaus bewusst. Dieser ungewöhnliche Schreibstil setzte sich dann auch so fort. Ich hatte immer wieder die Stimme des Autors im Ohr und seine Art und Weise uns etwas zu schildern. Obwohl es ungewohnt war, gab es doch eine unterhaltsame Geschichte. Ich bin ja nur froh, dass gleich zu Beginne alle Beteiligten vorgestellt wurden, sonst hätte ich irgendwann den Überblick verloren. Kapitelweise konnte ich immer wieder lesen, was die Person, deren Name in der Überschrift genannt wurde, erlebte oder dachte. In der Kurzbeschreibung erwähnte der Autor, was seine Frau ihm vorgeschlagen hatte und über sie fand ich ebenfalls einiges im Buch. Immer wieder tauchte sie auf, was ich sehr interessant fand.
Auf den Inhalt möchte ich wie immer nicht näher eingehen, ich bekam dadurch zwar einen Einblick ins TV-Geschehen, worauf ich allerdings auch gut hätte verzichten können.  Aber es war nun einmal Bestandteil der Geschichte in diesem Buch.
Das Cover gefällt mir übrigens sehr gut, es ist typisch für Jürgen von der Lippe.

Fazit:
Wer mal etwas anderes lesen möchte und den Humor von Jürgen von der Lippe mag, wird bestimmt dieses Buch lesen wollen. Ich fand es ganz interessant, glaube allerdings, dass ich auf weitere Bücher in diesem Schreibstil wohl verzichten werde. Aber zum Glück sind Geschmäcker verschieden.


Beim Verlag möchte ich mich gerne für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Grenzgänger


Autorin: Mechtild Borrmann

Titel: Grenzgänger

Genre: Roman, Historisch

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 1. Oktober 2018

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droemer HC




Übre die Autorin:
Mechtild Borrmann, Jahrgang 1960, verbrachte ihre Kindheit am Niederrhein. Bevor sie sich dem Schreiben von Kriminalromanen widmete, war sie u.a. als Tanz- und Theaterpädagogin und Gastronomin tätig. Für ihre Romane wurde sie mit vielen renommierten Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Deutschen Krimi Preis. Ihr zuletzt erschienener Roman Trümmerkind steht seit Monaten auf Platz 2 der Spiegel-Bestsellerliste. Mechtild Borrmann lebt als freie Schriftstellerin in Bielefeld.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Schönings leben in einem kleinen Dorf an der deutsch-belgischen Grenze. Wie die meisten Familien hier verdienen sich auch die Schönings mit Kaffee-Schmuggel etwas dazu. Die 17jährige Henni ist, wie viele andere Kinder, von Anfang an dabei und diejenige, die die Schmuggel-Routen über das Hohe Venn, ein tückisches Moor-Gebiet, kennt. So kann sie die Kaffee-Schmuggler, hauptsächlich Kinder, in der Nacht durch das gefährliche Moor führen. Ab 1950 übernehmen immer mehr organisierte Banden den Kaffee-Schmuggel, und Zöllner schießen auf die Menschen. Eines Nachts geschieht dann das Unfassbare: Hennis Schwester wird erschossen. Henni steckt man daraufhin 1951 in eine Besserungsanstalt. Wegen Kaffee-Schmuggels. Doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Die jüngeren Geschwister, die Henni anstelle der toten Mutter versorgt hatte, kommen in ein kirchliches Heim. Wo der kleine Matthias an Lungenentzündung verstirbt. Auch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Spannung und Zeitgeschichte miteinander zu verknüpfen, versteht Borrmann wie keine andere deutsche Autorin. "Grenzgänger" ist ein packender wie aufwühlender Roman, eingebettet in ein düsteres Stück Zeitgeschichte.


Meine Meinung:
Es gibt immer noch reichlich Ereignisse aus der jüngeren Vergangenheit, die wir nicht kennen und deshalb war ich auf dieses Buch besonders neugierig.
Durch den Schreibstil der Autorin war ich dann auch sehr schnell mittendrin im Thema und Geschehen und konnte mich immer wieder aufregen. Wer jetzt den Finger erhebt und meint, dass Schmuggel wohl etwas kriminelles ist und mit Sicherheit wird an den ganzen Behauptungen wohl etwas dran sein, denn käme sonst ein Mädchen in eine Besserungsanstalt? Na, der soll sich mal in die damalige Situation der Menschen versetzen.  Mich hat vielmehr das angeblich so christliche Verhalten einiger Personen maßlos aufgeregt und ich wünschte allen mit Sicherheit keinen Platz im Himmel.
Mechtild Borrmann hat eine sehr bewegende Geschichte geschrieben. Sie zeigt uns aber auch, dass manche Menschen einfach den Mut haben und nicht aufgeben, allerdings wäre es durchaus angebracht gewesen, miteinander zu sprechen. Es wäre manchem einiges an Leid erspart geblieben.


Fazit:
Eine Geschichte, die einen auswühlt und reichlich Emotionen hervorbringt.  Lesenswert ist das Buch auf jeden Fall und ich empfehle es wirklich sehr gerne.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Helenas Verfolger


Autorin: Sabine Giesen

Titel: Helenas Verfolger

Genre: Thriller

Version: eBook

erschienen: 4. Januar 2019

Seiten: 228

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Über die Autorin:
Sabine Giesen wurde 1964 in Karweiler geboren und wuchs im Bergischen Land auf. Seit über zwanzig Jahren lebt sie nun schon in Düsseldorf und fühlt sich dort wohl. Nach vielen Jahren beruflicher Tätigkeit in den unterschiedlichsten Unternehmen, widmet sie sich nun wieder dem, was sie am meisten begeistert: dem Schreiben. Und ihrer Katze Michou, die sie regelmäßig daran erinnert, dass es mal wieder Zeit für eine Runde knuddeln ist, in dem sie sich über die Tastatur des Laptops legt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Karl wird tot aus dem Rhein geborgen. Seine Verlobte Helena fühlt sich von der Polizei im Stich gelassen. Sie beginnt auf eigene Faust mit Hilfe von Karls Bruder Jakub dort zu ermitteln, wo Karl zuletzt war: als Teilnehmer an einer Pharmastudie. Während der Studie treten vermehrt Probleme auf: Probanden erkranken schwer oder verschwinden spurlos. Jakub und Helena gelangen an Informationen über die Studie, die sie in Lebensgefahr bringt. Sie versuchen, zu fliehen. Helen kann mit Hilfe einer Fremden, Anna, entkommen. Doch Annas Leben wird ab diesem Moment nicht mehr wie bisher sein …


Meine Meinung:
Inzwischen hatte ich von der Autorin schon einige Kurzgeschichten gelesen und auch ihr Buch "Sein Gelübde" , was mich sehr begeistert hat. deshalb war ich natürlich sehr neugierig auf dieses Buch.
Und was soll ich dazu sagen? Für mich war das Buch extrem aufregend und spannend. Ich hatte keine Ahnung, welches Ende sich die Autorin ausgedacht hatte. Wird es noch mehr Tote geben? Wird Helena es mit ihren Freunden schaffen? Diese Fragen stellte ich mir und ich konnte natürlich nicht mit dem Lesen aufhören. Deshalb rate ich allen, denkt nicht, dass Ihr mal eben ein paar Zeilen lesen und dann das Buch zur Seite legen könnt. Zumindest ich habe es nicht geschafft, denn ich musste unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt.
Der Plot kommt mir durchaus realistisch vor, ich würde mich nicht wundern, wenn so etwas tatsächlich passieren würde.  Macht und Geld sorgt immer wieder dafür, dass manch einer vom rechten Weg abkommt.  Außerdem finde ich, dass Sabine Giesen gut recherchiert hat und das "was wäre wenn" bestens rüberbringt.


Fazit:
Das Buch hat mich begeistert und gefesselt. Wer viel Spannung haben will, sollte dieses Buch lesen. Ich empfehle es wirklich sehr gerne.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Straßburger Geheimnisse - Kommissar Sturnis erster Fall


Autor: Stefan Böhm

Titel: Straßburger Geheimnisse

Genre: Krimi

Version: eBook und Tachenbuch

erschienen: 2. November 2018

Seiten: 234

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur TB




Über den Autor:
Stefan Böhm, Jahrgang 1976, studierte nach einer kaufmännischen Ausbildung Rechtswissenschaften in Tübingen, Speyer und London. Mehrere Jahre verbrachte er in Frankreich und Belgien und befasste sich beruflich mit den Themen Europa und der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Er lebt mit seiner Familie in Esslingen bei Stuttgart.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Der erste Fall von Kommissar Sturni im Elsass. Ein spannender Straßburg-Krimi und ein gelungenes Debüt von Stefan Böhm. Antoine Sturni, Leiter der Straßburger Mordkommission, verbringt gerade ein freies Wochenende mit seinem siebenjährigen Sohn Christian, als er ins Europäische Parlament gerufen wird: Während einer Gedenkfeier verstarb plötzlich der Kabinettschef des Präsidenten der Europäischen Kommission. Eine Obduktion der Leiche ergibt, dass das Opfer vergiftet wurde. Die Ermittlungen führen Kommissar Sturni bis in die höchsten Ebenen der europäischen Politik. Da bereits seine Ehe an seinem nervenaufreibenden Beruf gescheitert ist, versucht der elsässische Lokalpatriot den Mord aufzuklären, ohne dabei seinen Sohn und seine neue Geliebte Margaux zu vernachlässigen. Ein nahezu unmögliches Unterfangen. Denn bei seinen Recherchen gerät Sturni in einen Sumpf aus Intrigen und schmutzigen Geschäften. Es geht um Macht, Geld, Eifersucht und um die Zukunft Europas.


Meine Meinung:
Ich freue mich immer, wenn ich neue Krimiautoren entdecke und Krimis finde, die in Orten spielen, die ich mal besucht habe. Straßburg hatte ich in guter Erinnerung und deshalb war es keine Frage, ob ich dieses Buch lesen wollte.
Deshalb lernte ich Kommissar Antoine Sturni kennen. Einen Mann, der sehr heimatverbunden ist und wirklich ungerne sein geliebtes Straßburg verlässt. Durch ihn wurden Erinnerungen geweckt an diese schöne Stadt, was mir natürlich sehr gut gefallen hat. Ich sollte aber auch noch wesentlich mehr erfahren, viele Internas der EU, wie die Zusammenarbeit mit Kollegen von Paris ist und welch schrecklichen Vorgesetzten er hat. Außerdem erfuhr ich sehr viel über sein Privatleben. Im Grunde gefällt mir das alles immer sehr, aber diesmal hatte ich irgendwie das Gefühl, der eigentliche Fall beziehungsweise die Aufklärung würde ganz schön in den Hintergrund gedrängt. Mäßig spannend empfand ich dann auch den Inhalt, mir persönlich war es zu leicht, obwohl der Kommissar eine Menge Verdächtiger hatte.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass ich mich gelangweilt hätte, denn in dem Fall hätte ich das Buch mit Sicherheit nicht zu Ende gelesen. Ich war schon sehr neugierig auf die Entwicklung und Auflösung, allerdings habe ich das Gefühl, das alles könnte spannender werden.


Fazit:
Falls dies der Start einer neuen Krimisserie sein soll, dann hoffe ich doch, dass bei dem nächsten Buch doch der Fall mehr im Vordergrund gerückt wird und das Private zur Nebensache wird. Zum Glück gehen die Meinungen über Bücher ja weit auseinander und ich gebe jedem eine weitere Chance und rate auch nicht vom Kauf des Buches ab.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE  möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


#StraßburgerGeheimnisseKommissarSturnisErsterFall #NetGalleyDE

Mittwoch, 6. Februar 2019

Rezension - Das Mädchen, das den Blumen zuhörte


Autorin: Stephanie Knipper

Titel: Das Mädchen, das den Blumen zuhörte

Genre: Roman, Schicksal

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Januar 2019

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Piper Schicksalsvoll




Über die Autorin:
Stephanie Knipper ist in Kentucky, USA, aufgewachsen. Ihre Liebe zu Büchern war von klein auf grenzenlos, und obwohl die Familie nicht viel Geld besaß, sorgte ihre Mutter immer dafür, dass ihre Tochter etwas zum Lesen hatte. Ihr Vater wiederum förderte ihre Begeisterung für die Flora und Fauna und lehrte sie, welche Pflanzen sich in welchem Boden am wohlsten fühlen. Knippers Liebe zu Büchern und Blumen prägte ihr gesamtes Leben: Nach ihrem Abschluss in Englischer Literatur an der Northern Kentucky University studierte sie Gartenbau. »Antoinettes geheime Sprache der Blumen« ist Knippers Debütroman. Ihre Tochter Grace war das Vorbild für die Heldin dieses Buchs. Stephanie Knipper lebt mit ihrem Mann, Grace und fünf weiteren Kindern in Kentucky und schreibt derzeit an ihrem zweiten Roman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Antoinette Martin leidet an einer starken Form von Autismus, noch nie in ihrem Leben hat sie ein Wort gesprochen. Aber das kleine Mädchen besitzt eine große Gabe: Ihre Berührungen sind heilend. Doch jede Heilung kostet Kraft und mit jeder Berührung riskiert sie ihr Leben. Zusammen mit ihrer Mutter Rose wohnt sie auf der großen Blumenfarm »Eden Farms«. Als Rose lebensbedrohlich erkrankt, bittet sie ihre Schwester Lily um Hilfe. Die beiden Frauen waren als Kinder unzertrennlich – bis ein trauriger Vorfall sie auseinanderriss. Nun kehrt Lily mit gemischten Gefühlen zurück auf die Blumenfarm. Doch dank der unglaublichen Liebe zu Antoinette und der einzigartigen Wunder, die das kleine Mädchen vollbringt, lernen die Schwestern endlich, einander zu verzeihen...


Meine Meinung:
Hier hat mich das schöne Cover eindeutig mal zu einem Buch verführt, das etwas anders war als die meisten, die ich sonst immer lese. Ich hätte auch nicht gedacht, dass sich solch eine Geschichte hinter dem Buchdeckel verbirgt.
Ich lernte also Antoinette kennen, ein zehnjähriges Mädchen, das noch nie gesprochen hat und eine besondere Gabe besitzt. Außerdem natürlich ihre Mutter Rose und ihre Tante Lily, sowie einige weitere Personen, die mir mal mehr, mal weniger sympathisch waren, aber eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen sollten. Wie immer möchte ich nicht auf Einzelheiten eingehen, was diesmal sehr schwer ist, denn sie haben für überraschende Wendungen gesorgt und bewegten mich sehr. Das Ende war besonders berührend und ich bin mir nicht sicher, ob ich damit zufrieden sein kann oder mir ein anderes gewünscht hätte.
Die Autorin hat in ihrem Buch eine wirklich bewegende Geschichte erzählt, im Wechsel aus der Sicht der Schwestern, es gab Rückblenden und ich konnte auch die Gedanken den Mädchens erfahren. Als Leserin war ich also bestens informiert. Auch wenn die Gabe und alles, was damit zusammenhängt im Bereich der Phantasie anzusiedeln ist, habe ich mir doch Gedanken gemacht, wie ich reagieren würde, wenn ich in der Haut verschiedener Personen gesteckt hätte. Eine schwer zu beantwortende Frage und deshalb bin ich froh, dass es diese Möglichkeit in dieser Form nicht gibt.


Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und wer mal wieder etwas lesen möchte, wo nicht immer nur die Sonne scheint und das Schicksal zuschlägt, sollte dieses Buch lesen. Ich empfehle es auf jeden Fall.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DasMädchenDasDenBlumenZuhörte  #NetGalleyDe #Werbung

Autoreninterview - Brigitte Lamberts

Unser erstes persönliches Treffen: Brigitte Lamberts und ich. 
Mit der charmanten Mutter der Autorin Sabine Giesen 
haben wir die Gelegenheit genutzt und uns 
sehr gut vor der Lesung unterhalten.



Liebe Brigitte,
ich freue mich, dass Du Dir die Zeit nimmst und Dich meinen Fragen stellst. Wie immer beginne ich mit meinen Überlegungen und Schilderungen, wie der Kontakt bei uns entstanden ist.

Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Krimiautoren und vor allem nach Krimis, deren Handlungen in Gegenden angesiedelt sind, die ich kenne oder wo ich schon einmal einen Urlaub verbracht habe. So wurde ich auf das Buch „El Gustario de Mallorca und das tödliche Elixier“ aufmerksam. Das Buch wanderte auf meinen Reader und schlummerte dort erst einmal.

Als ich dann in der Presse einen Artikel über die Autorin und ihr neues Buch las und zusätzlich vom
Düsseldorfer Verlag „edition oberkassel“ eine Nachricht über Neuerscheinungen des Verlages erhielt, dachte ich  "Moment mal!" Das erwähnte Buch hatte ich doch auf meinem Reader und nun wurde es sofort gelesen, denn ich wollte doch unbedingt wissen, was die Autorin schreibt, die hier bei mir in Düsseldorf lebt. Mich hat nicht nur dieses Buch, sondern noch weitere begeistert, aber davon kann später gelesen werden.

Nun will ich aber endlich mit meinen Fragen starten.



Auf Deiner Homepage habe ich gelesen, dass Du promovierte Kunsthistorikerin bist und als PR-Beraterin und Redakteurin tätig warst. In meinen Augen ist das eine interessante Mischung. Wie bist Du denn dann auf die Idee gekommen, Krimis zu schreiben?

Lach, ja das frage ich mich auch! Nein im Ernst. Ich bin schon sehr lange eine begeisterte Krimileserin und immer wollte ich mal selber einen schreiben. Doch die Zeit hat gefehlt und vielleicht auch der Mut. Irgendwann kam ich mit einer früheren Schulkameradin ins Gespräch, die zugleich auch meine Nachbarin ist, sie hatte eine rudimentäre Idee, ich nahm meinen Mut endlich zusammen und fing an zu schreiben. Sie war ganz überrascht als schon am nächsten Tag 20 Seiten Manuskript in ihrem Briefkasten lagen. So fing es an. Und das hat mir so viel Freude gemacht, dass ich gar nicht mehr aufhören konnte und so sind drei Düsseldorf-Krimis rund um den stilsicheren, sympathischen und kulinarisch interessierten Hauptkommissar Clemens von Bühlow entstanden: Ausgeweidet, Totgetanzt und Wutentbrannt.



Ich habe gesehen, dass Du nicht nur „lange“ Krimis geschrieben hast, sondern auch Kurzgeschichten in Anthologien erschienen sind. Was hast Du zuerst gemacht?

Nach den drei Düsseldorf-Krimis, wollte ich es auch mal mit der kurzen Version versuchen, man will ja an sich arbeiten! Spaß beiseite, wer glaubt das ist einfacher und es geht schnell, irrt gewaltig. Manch eine Idee für einen Kurzkrimi hat mich mehr Nerven gekostet, als der Plot für einen ganzen Kriminalroman. Andere Kriterien müssen beachtet werden und eine gute Idee bedeutet noch lange nicht, dass sie auch für eine Kurzversion taugt.



Bei einigen Anthologien bist Du auch als Herausgeberin tätig. Wie ist es dazu gekommen?

Eine liebe Autorenkollegin, Ursula Schmid-Spreer, hat mich für Anthologien begeistert und nachdem ich meinen Hauptkommissar Clemens von Bühlow erst einmal in den Urlaub geschickt habe – er brauchte Erholung von mir und ich von ihm – kam mir die Idee zu einer Mallorca-Krimi-Anthologie, „Mallorca mörderisch genießen“, die erste Anthologie von mir, die ich als Mitherausgeberin mit Ursula verwirklicht habe. Nicht ganz uneigennützig, ich wollte mir etwas Urlaubsflair nach Hause holen!



Welche Aufgaben hast Du als Herausgeberin? Gerade bei den Werken mit gesammelten Kurzkrimis muss sicher auch an vieles gedacht werden?

Nach der Idee/Konzeption gilt es zu überlegen, wer von den Autorenkollegen/Innen zum Thema gut passen könnte, denn eine Anthologie lebt auch von der interessanten Mischung aus unterschiedlichen Schreibstilen. Wir machen zumeist sogenannte Einladungs-, keine Wettbewerbs-Anthologien, so wissen wir was auf uns zukommt. Nicht so ganz, aber schon ein bisschen. Lach!
Wir übernehmen dann das Vorlektorat, d.h. die Geschichten werden von uns intensiv gelesen und mit den einen oder anderen Anmerkungen an die Kollegen zurückgesendet. Gerade bei Kurzkrimis ist es oftmals so, - das geht uns selbst nicht anders - : die eigene Geschichte ist rund und fertig im Kopf, und doch auf dem Papier kann schon mal etwas vorausgesetzt werden, was der Leser so nicht wissen kann, wie sollte er auch; er kann nicht in den Kopf des Autors blicken, also muss nachgebessert werden. Da bedarf es Fingerspitzengefühl, eines liebevollen, kritischen Blicks und auch der Einsicht: jeder Text kann immer noch besser werden!



Wie findest Du Deine Ideen oder finden sie Dich?

Das ist ganz unterschiedlich! Mal finden sie mich, mal finde ich sie! Oftmals ist es etwas, das ich in der Zeitung gelesen oder im Fernsehen gesehen habe, eine kurze Information, die meine Phantasie anregt. Die Idee zu meinem zweiter Mallorca-Krimi „El Gustario de Mallorca und der tödliche Schatten“ ist z.B. dadurch entstanden, dass ich in der Mallorca Zeitung einen Bericht gelesen habe, der sich mit der Debatte um die Freilegung eines Massengrabes in Porreres beschäftigt hat. Das für und wider fand ich spannend und so habe ich mich mit dem spanischen Bürgerkrieg beschäftigt, und dann war die Idee auf einmal da.



Kann es passieren, dass Dir während des Schreibens bereits Ideen zu weiteren Büchern kommen? Wenn ja, wie werden sie fest gehalten.

Ideen für Kurzkrimis schon, aber nicht für einen ganzen Roman. Da bin ich so im jeweiligen Thema, da schaue ich nicht rechts oder links. Wenn mich doch etwas anfliegt notiere ich mir das, heißt aber nicht, dass ich den Zettel dann auch wiederfinde. Egal sag ich mir: Wenn die Idee gut war, kommt sie wieder. So war es bisher meistens.



Ist es schon mal vorgekommen, dass sich eine Figur ganz anders entwickelte, als Du es geplant hattest?

Eigentlich nicht. Oder besser gesagt, psychologisch nicht, die sind so wie sie sind, aber die machen auch schon mal ihr eigenes Ding, dann bringen sie mich kurzzeitig in Verlegenheit oder aber ich bewundere ihren Einfallsreichtum, ihre Naivität, oder ihren Spürsinn.



Bist Du jetzt „nur“ noch als Autorin tätig?

Nein nicht ganz, aber die meiste Zeit verbringe ich mit Schreiben und dem was dazu gehört: Lesungen, Interviews, Seminare! 



Wie sieht Dein Arbeitsalltag aus?

So um halb zehn Uhr morgens sitze ich am Schreibtisch, dann geht es los mit Schreiben oder Recherche, kann auch mal eine halbe Stunde später sein! Dann schmiere ich mir mittags (spätmittags!)eine Stulle und es geht weiter. Das eine oder andere Telefonat mit lieben Autorenkolleginnen und Kollegen kann schon einmal eine kleine Pause bedeuten. Wenn alles gut läuft und ich nicht zum Sport muss oder mich mit Freunden verabredet habe, geht es bis zum späten Abend. Ferngesehen habe ich schon lange nicht mehr!



Die Handlungen Deiner Bücher spielen sich entweder in Düsseldorf ab oder auf Mallorca. Den Tatort Düsseldorf kann ich mir selber gut erklären, schließlich wohnst Du hier. Aber wie bist Du auf Mallorca gekommen?

Ich bereise Mallorca seit meiner frühesten Jugend. Ich liebe diese Insel und kenne mich mittlerweile dort ganz gut aus. Und nach der Anthologie „Mallorca mörderisch genießen“, die mir so viel Spaß gemacht hat, war klar, der nächste Kriminalroman spielt auf der Insel. Meine Bücher sind nur da verortet, wo ich mich gut auskenne, alles andere macht für mich zumindest wenig Sinn, denn ich schätze Lokalkolorit. Zurück zu Mallorca: natürlich stellte ich mir die Frage, kann das, was als Anthologie funktioniert hat auch als ganzer Roman klappen, also die schönsten Stellen auf der Insel beschreiben, die schmackhafte mallorquinische Küche vorstellen und dabei noch einen spannenden Kriminalfall schreiben. Nicht viel überlegen sagte ich mir, loslegen. Raus gekommen ist dabei mit El Gustario No. 1 und 2. Ein Krimi, der auch Elemente eines Abenteuerromans hat, der zugleich ein kulinarischer Reiseführer über die Insel ist und die schönsten Flecken Mallorcas zeigt. Nun frage ich Dich: Was braucht es mehr um sich auf einen Urlaub einzustimmen?



Wie lange schreibst Du an einem Buch bzw. einer Kurzgeschichte?

Normalerweise brauche ich rund ein Jahr für einen Kriminalroman, je nach Recherche. Der erste El Gustario, also „El Gustario de Mallorca und das tödliche Elixier“ hat etwas über ein Jahr gebraucht, der zweite „El Gustario de Mallorca und der tödliche Schatten“ 1 ½ Jahre, hier war die Recherche umfangreicher und zudem gab es noch Lesereisen nach Mallorca, die natürlich auch Zeit kosten – aber wunderbar sind, vor allem, wenn man diese mit lieben Kollegen macht! Für Kurzkrimis brauche ich, wenn die Idee schlüssig ist zwei, drei Tage mit überarbeiten, aber dann muss die Idee stimmen, sonst zieht es sich.



Du machst gerne Lesungen, wie wichtig ist Dir das?

Sehr wichtig! Es macht Spaß und es ist fast die einzige Chance mit meinen Lesern wirklich in Kontakt zu treten. So erfahre ich, was ihnen gefallen hat, und was nicht.



Und wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Deinen Lesern?

Sehr wichtig! Nur leider kommt der meist nur auf Lesungen oder bei Buchmessen zustande!



Du bist Mitglied in verschiedenen Autorenverbänden und ich denke, dass  Du dadurch ja sicher auch viel und guten Kontakt zu Autorenkollegen hast, wie wichtig ist Dir das?

Ich habe gute Kontakte zu Autorenkollegen/Innen, die sind aber nicht durch die Vereinigungen entstanden, zumindest nicht bei mir, sondern durch den Verlag und gemeinsam besuchte Seminare. Und diese Kontakte sind mir sehr wichtig! Denn es sind mittlerweile gute Freunde geworden, wenige, aber Menschen, auf die ich mich verlassen kann, die einem den kleinen Erfolg, den man hat, nicht neiden, wo man sich gegenseitig unterstützt. Kriminalinski ist einer der wenigen guten Autorenfreunde, die ich habe, wir unterstützen uns gegenseitig, nein es ist viel mehr: wir sind von Anfang dabei, wenn der andere seinen Kriminalroman entwickelt und zu schreiben beginnt. Sehr spannend und zudem lehrreich! Eine Zusammenarbeit, die genial ist und viel Freude macht. Wir stecken den Finger in die kleinen Schwachstellen des Manuskriptes des anderen und dann fangen wir an zu bohren, einfach klasse! Das bringt uns einfach weiter und wir wissen, diese Kritik ist konstruktiv, nur gut und herzlich gemeint! Auch wenn es schon einmal weh tut! Ursula Schmid-Spreer und Sabine Giesen sind Autorenfreundinnen, mit denen ich mich auch intensiv austausche. Ohne solche Freundschaften würde man sehr alleine da stehen. Das geht natürlich auch, aber es ist ein einsames Schaffen, das nur halb so viel Freude macht! Davon bin ich jedenfalls überzeugt!



Hast Du eigentlich Zeit „just for fun“ Bücher von Deinen Kollegen zu lesen?

Ich muss gestehen, früher habe ich mehr gelesen! Aber natürlich lese ich „just for fun“ Bücher meiner Kollegen. Es ist eine Bereicherung zu sehen, was und wie die anderen es machen, aber es ist auch einfach nur Lesegenuss.



Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Mein Freund Kriminalinski, der ist von der ersten Seite mit dabei. Jedes neue Kapitel bekommt er auf den Tisch geknallt. Und dann hagelt es Lob und Kritik gleichermaßen. Über das Lob freue ich mich, aber die Kritik ist es, die mich weiter bringt und wenn es nur so ein Satz ist wie: „wieder typisch Lamberts“, dann weiß ich: och, nee. Und zwei liebe Freundinnen, die nichts mit dem Schreiben zu tun haben, belästige ich regelmäßig. Da wird aufs Manuskript geschaut nicht als Autor, sondern als Leser und da habe ich schon sehr interessante und weiterführende Bemerkungen um die Ohren geknallt bekommen.



Was macht ein wirklich gutes Buch für Dich aus?

Sag Du es mir, Du Vielleserin. Aber nein, Du willst es ja von mir hören. Also, ein überzeugender, durchdachter Plot, nichts, wo man das Gefühl hat, hier wurde getrickst. Lebensnahe, authentische Personen und eine Geschichte, die einem Content vermittelt, Wissen, entweder historisch oder themenbezogen: es geht nicht nur um eine gut recherchierte Geschichte, für mich geht es auch darum etwas zu erfahren: über geschichtliches, gesellschaftspolitisches, psychologisches oder zwischenmenschliches. Ich will durch einen Krimi nicht nur spannend unterhalten werden, sondern ich will auch meinen Horizont erweitert sehen, egal ob ich in die Zeit der 30er Jahre in Berlin eintauche, die Insel Mallorca erkunde, oder mehr über die Polizeiarbeit erfahre. Und natürlich geht es darum, den Schreibstil des jeweiligen Autors zu genießen.



Hast Du ein Autorenvorbild?

Nein, nicht wirklich! Ich bin durch Hennig Mankell bestimmt geprägt worden von dem ich viel gelesen habe, aber auch durch die klassischen Autoren wie Agatha Christie, Margarete Miller, Patricia Highsmith oder Nicholas Blake.



Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher erinnerst Du Dich?

Viele Autorenkollegen/Innen erzählen immer, dass sie schon als Kinder viel gelesen haben. Ich habe natürlich auch gelesen, Emil und die Detektive, Pippi Langstrumpf, die fünf Freunde oder ähnliches, aber erst in der Oberstufe erkannte ich für mich den Genuss des Lesens. Und dann war kein Halten mehr. Natürlich keine Krimis! Das kam erst später. Allein zur Vorbereitung auf mein Rigorosum habe ich über 200 Novellen gelesen, klar, dass ich danach alle durcheinander gebracht habe, aber es ist ja noch einmal gut gegangen. Geschrieben habe ich in meiner Kindheit und Jugend nur doofe Aufsätze für die Schule, später dann wissenschaftliche Aufsätze, hoffentlich unterhaltsame Beiträge für Kataloge und redaktionelle Artikel für Magazine. Alles andere als Kriminalliteratur.



Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen verstorbenen Autor würdest Du gerne besuchen und warum?

Och, da gibt es so einige: Emile Zola beispielsweise, ein großer Romanciers, der mit seinem Gesellschaftsroman Thérèse Raquin schon kriminalistisches Terrain betreten hat, E.T.A. Hoffmann, dessen Novellen mich begeistert haben, er hat manchmal etwas Mystisches und hätte das Zeug zum Kriminalautor gehabt und Patricia Highsmith mit ihren Romanen, die viel Kriminelles haben – sie würde es bestimmt nicht gerne sehen, wenn man sie als Krimiautorin bezeichnen würde, aber ihre psychologische Tiefe hat mich schwer beeindruckt.



Du schreibst in der Hauptsache im Genre Krimi, hast Du schon mal daran gedacht, in anderen Genres zu schreiben?

Nein, eigentlich nicht! Könnte ja mal einen Reiseführer oder ein Kochbuch schreiben!



Wie meist in meinen Interviews stelle ich viele Fragen und vergesse doch immer mal wieder etwas. Hier hast Du nun die Möglichkeit uns Lesern das zu schreiben, was Du uns schon immer mal sagen wolltest:

Liebe Leserinnen und Leser,
ich hoffe doch sehr, dass Sie so viel Freude beim Lesen haben, wie wir Autoren beim Schreiben. Wenige deutsche Autoren stehen in den Bestseller-Listen, die meisten von uns haben es bis dahin noch nicht geschafft, nicht weil sie weniger gut sind, sondern weil der Buchmarkt schwer umkämpft ist und das Fünkchen Glück schon einmal auf sich warten lässt. Haben Sie den Mut zu Büchern zu greifen, deren Autoren noch nicht so bekannt sind. Sie werden so manch eine angenehme Überraschung erfahren.
Viel Lesespaß und eine Menge guter Bücher
wünscht Ihnen
Brigitte Lamberts



Zum Abschluss nenne ich meinen Interviewpartnern gerne Namen und Begriffe und frage, was ihnen dazu einfällt. So jetzt auch bei Dir:

Edvard Munch
Der Schrei! Das Gemälde wurde 2012 in New York für 120 Millionen Dollar bei Sotheby`s versteigert. Ein sagenhaftes Bild, das die Angst der damaligen Zeit bildlich vor Augen führt. Nur, eine Million würde mir reichen, um mir so den einen oder anderen kleinen Wunsch zu erfüllen!

Alexandre Dumas
Ist nicht eigentlich der Graf von Monte Christo ein Abenteuerroman, der auch kriminalistische Elemente hat, oder irre ich mich da? Lach!

Emil und die Detektive
Das Buch hat mich an das Lesen herangeführt!

Michelangelo
Einer, wenn nicht der bedeutendste Maler und Bildhauer der Hochrenaissance; sagenhaft wie so ein einzelner Mensch über Jahrhunderte im Gedächtnis der Menschheit seinen Platz gefunden hat.


Liebe Brigitte, ich bedanke mich vielmals bei Dir.

Hier zeige ich nun zwei Bücher, die mich begeistert haben:




El Gustario de Mallorca und 
das tödliche Elexier

schaut Euch mal den tollen Trailer dazu an

klick hier







El Gustario de Mallorca und
der tödliche Schatten


auch hier gibt es einen tollen Trailer dazu

klick hier




Mehr Infos über die Bücher und Autorin erfahrt Ihr auf

der Amazonautorenseite klick hier
und
der Homepage klick hier

Dienstag, 5. Februar 2019

Rezension - Tod eines Weinbauern


Autorin: Evelyne Weissenbach

Titel: Tod eines Weinbauern

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. September 2018

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Prolibris




Über die Autorin:
Evelyne Weissenbach, geboren in Wien, lebt mit ihrem Ehemann, dem Maler Heinz Spicka, seit 2006 im österreichischen Burgenland. Seit Jahrzehnten schreibt und veröffentlicht sie Texte und Bücher zu Themen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können. Vom Sachbuch bis zur Lyrik. Je nachdem, was sie gerade beschäftigt und wie es sie emotional berührt. Und deshalb eben manchmal sachlich, manchmal poetisch, auch satirisch, experimentell und erotisch. Ihre neueste Schreiblust gilt dem Regionalkrimi. Land und Leute ihrer neuen Heimat geben ihrem Leben besondere Qualität, und sie möchte etwas davon zurückgeben, indem sie ihren liebevollen Blick darauf in authentische, aber vor allem auch humorvolle Krimis packt. Mit Luise Pimpernell hat sie eine kauzige Ermittlerin geschaffen. "Tod eines Surfers" ist der erste Kriminalroman einer Reihe im Prolibris Verlag. Nun folgt mit "Tod eines Weinbauern" der zweite Band.



Kurzbeschreibung, übernommen:
„Einen Toten haben wir schon länger keinen mehr gehabt. Vielleicht wird’s spannend“, freut sich die Büroassistentin, als Oberst Doktor Luise Pimpernell zu Ermittlungen in ihren Heimatort am Neusiedlersee aufbricht. Beim Anblick des Opfers erschrickt die liebenswert-schrullige Ermittlerin: Es ist der alte Emser! Sein Weinkeller in den Rieden ist ihr oft Zufluchtsort an anstrengenden Tagen gewesen. Zwei Wochen lag der erschlagene Weinbauer unter den Schneemassen, erst das Tauwetter hat die Leiche freigegeben. Die Pimpernell schaut dem alten Mann noch einmal zärtlich ins Gesicht und verspricht ihm, seinen Mörder zu finden. Sie beginnt die Suche in der Familie, die den Vater und Großvater nicht einmal vermisst hat. Aber nun ist bei allen das Interesse an dem Erbe groß: neben einer großen Summe Bargeld vor allem der Hof und die Weinberge, die der Emser verpachtet hatte. Alle haben schon Pläne für den Nachlass und Luise reiht sie unter die Verdächtigen ein. Dazu gesellen sich der Pächter, dem der Emser sein Land nicht mehr geben wollte. Und die Honoratioren des Ortes, die aus dem Hof gern eine Touristenattraktion machen wollen. Die Pimpernell deckt mit ihrem Scharfsinn die möglichen Motive für einen Mord auf und auch ihre Intuition führt sie schließlich zum Mörder.



Meine Meinung:
Vorweg möchte ich erwähnen, dass ich inzwischen ein großer Fan von Luise Pimpernell bin. Die Autorin hat da eine tolle und vor allem originelle Ermittlerin erschaffen.
Diesmal war Luise sehr betroffen, denn der Tote war ein lieb gewonnener Freund von ihr. Gerne ist sie in einem Weinkeller eingekehrt und hat ein Achterl Wein getrunken oder mehr, je nachdem.
Ich hatte auch diesmal alles so gut vor Augen, denn die Autorin hat alles bestens beschrieben. Eigentlich hätte ich mir beim Lesen des Buches auch ein Glaserl Blaufränkisch eingießen können. Nun, dann mache ich es beim nächsten Mal, denn ich hoffe wirklich auch weitere Folgen.
Luise Pimpernell hat diesen Fall wieder auf ihre besondere Art und Weise gelöst. Leicht war es nicht unbedingt, denn es gab reichlich Verdächtige. Ich selber hatte immer wieder jemand anderen in Verdacht und verfolgte gespannt, was Luise und ihr Kollege wohl heraus finden würden. Am Ende war ich sehr überrascht und vor allem sehr damit einverstanden. Was ich damit nun meine, werde ich natürlich nicht verraten.


Fazit:
Spannung und Humor, beides wurde in diesem Buch vereint. Spannend war es, denn es war unklar, wer denn nun der Täter ist und humorvoll wird immer wieder beschrieben, wie andere auf die originelle Ermittlerin reagieren. Ich hatte sehr viel Spaß beim Lesen und empfehle das Buch gerne weiter.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Hundert kalte Winter


Autorin: Kristina Moninger

Titel: Hundert kalte Winter

Genre: Roman, Schicksal

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. September 2018

Seiten: 331

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder




Über die Autorin:
Kristina Moninger wurde 1985 in Würzburg geboren und hat eine sehr glückliche Kindheit auf dem Land verbracht. Nach einer kaufmännischen Ausbildung hat sie ein Studium zur Übersetzerin absolviert. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren vierjährigen Zwillingen mitten im Grünen. Wenn sie nicht schreibt, liest oder mit ihren Kindern unterwegs ist, dann übersetzt sie Romane vom Englischen ins Deutsche.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Geschichte über die Bedeutung von Verlust und den unschätzbaren Wert von Freundschaft und Liebe von Bestsellerautorin Kristina Moninger. Wenige Sekunden sind genug, um einem anderen Menschen Hoffnung zu geben und die eigene für immer zu begraben. Sekunden, nach denen für Sandra und ihre Familie nichts mehr ist, wie es früher war, und sie die schwerste Entscheidung ihres Lebens getroffen hat: Sie muss ihren Sohn Jonah loslassen, damit ein anderes Kind weiterleben darf. Katharina bangt um ihre jüngste Tochter Mila. Das Kind hat einen schweren Herzfehler und lebt nach mehreren erfolglosen Operationen mit einem externen Kunstherz. Das einzige, was Mila retten kann ist eine Herztransplantation. Zwei Frauen, die sich vermutlich nie begegnet wären, wenn das Schicksal ihre Wege nicht zusammengeführt hätte. Zwei Familien, deren Lebens- und Liebesglück auf dem Spiel steht. Denn was geschieht, wenn Sandra das Kind kennenlernt, in dem Jonahs Herz schlägt?


Meine Meinung:
Das ansprechende Cover und die Kurzbeschreibung haben dafür gesorgt, dass ich neugierig wurde und das Buch gerne lesen wollte.
Die Autorin hat gleich mehrere Themen in dieser Geschichte untergebracht, was mir manchmal schon etwas zu viel war. Aber in der Hauptsache ging es ja darum, wie gehen die Familien und hier besonders die Mütter mit Situationen um, in die keiner von uns geraten möchte. Hier drehte sich vieles darum, was passiert, wenn ein Kind das Herz spendet und ein anderes ein Spenderherz bekommt. Wie wird jeder damit fertig, kann man normal weiterleben. Wird man überängstlich oder überwältigt einen die Trauer maßlos. Kristina Moninger hat dies alles sehr ausführlich beschrieben und manch einen auch zum Nachdenken angeregt.


Fazit:
Dies ist nicht einfach "nur" ein Buch, das man liest, sich erfreut und dann weitermacht. Nein, es macht einen betroffen und nachdenklich.


Ich möchte mich vielmals beim Verlag und bei NetGalleyDe für das Rezensionsexemplar bedanken



#HundertKalteWinter #NetGalleyDE