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Mittwoch, 10. März 2021

Rezension - Tod auf der Finca


Autorin: Alex Conrad

Titel: Tod auf der Finca

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. März 2021

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : CW Niemeyer Buchverlage GmbH




Über die Autorin:
Geboren wurde Alex Conrad 1965 in Hessen und lebt seit 2000 auf Mallorca. Inspiriert durch viele Bücher, besonders Krimis, Thriller und Science Fiction, begann sie zu schreiben. Im Sommer 2010 trat sie als Gründungsmitglied dem Autorenkreis Son Baulo bei. Nach Teilnahme an verschiedenen Kurzgeschichtenwettbewerben, einem Seminar über das Verlagswesen, Schreibseminaren und angeregt durch das Leben auf Mallorca entstanden die "Mallorca Schattengeschichten" als Gemeinschaftsprojekt mit Elke Becker. Weitere Veröffentlichungen von Kurzgeschichten in den Anthologien: "Nürnberg auf die kriminelle Tour" und in "Schreibaffären" mit der Kurzgeschichte "Der Buchliebhaber". Weitere Veröffentlichungen in Anthologien folgten. Im Frühjahr 2021 erscheint der Krimi "Tod auf der Finca" bei CW Niemeyer und im Herbst 2021 der Band einer Familiensaga mit den wunderbaren Handlungsorten Mallorca und Cuba.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Carmen Munar ermittelt
NICHTS IST, WIE ES SCHEINT
Mit ihrer Beförderung zum Sargento wird Carmen vom Dezernat Palma nach Inca versetzt. Gleich an ihrem ersten Arbeitstag als Leiterin einer Ermittlungseinheit muss sie sich mit einem Todesfall auseinandersetzen. Ein Mann wurde von seinem Zuchteber in den Oberschenkel gebissen und ist verblutet. Ein klarer Unglücksfall. Bis Peter, Tierarzt und Carmens Ex-Mann, Zweifel äußert. Obwohl ihr die Einmischung von ihrem Ex nicht gefällt, ist Carmens Misstrauen geweckt. Während Carmen sich bei den Ermittlungen mit ihrem neuen Kollegen zusammenraufen muss, holt sie ein alter Fall ein, der nicht nur ihr Leben bedroht.


Meine Meinung:
Eigentlich wäre ich demnächst nach Mallorca geflogen, aber in der derzeitigen Situation verzichte ich besser darauf und reise mit Hilfe von Büchern auf die Insel. Nun ja, da nehme ich auch gerne in Kauf, dass es dort etwas kriminell zugeht. Denn ich bin ja nicht betroffen und kann allem aus dem Weg gehen 😉
Es beginnt gleich sehr spannend und ich lerne sofort Carmen Munar kennen. Deshalb weiß ich auch, dass es etwas gibt, das gefährlich für sie werden könnte.
Als nächstes werden mir noch weitere Personen vorgestellt, die eine wichtige Rolle spielen werden. Ich erfahre von allen jede Menge, was sie denken und wie sie handeln und es kommt, wie es kommen muss! Es passiert etwas dramatisches und nun macht die Autorin es sehr geschickt, ab da weiß ich nichts mehr, sondern kann nur vermuten und stehe wie Carmen vor einem Rätsel.
Mir hat der Schreibstil gefallen, als Vielleserin meine ich oft, dass ich etwas vorhersehen kann und werde dann überrascht. Natürlich gefällt mir auch, dass Alex Conrad dies alles auf Mallorca angesiedelt hat. Die Orte durfte ich während eines Urlaubs kennen lernen und es freute mich, dass ich nun wieder dort war.  Ich erwähnte ja bereits, dass alles sehr spannend begann und es stellte sich heraus, dass es für Carmen noch schlimmer kommen sollte. Für mich ergaben sich daraus extrem spannende Momente und ich war an das Buch gefesselt. Mehr werde ich darüber aber nicht verraten


Fazit:
Von Alex Conrad habe ich bisher noch keinen Krimi gelesen, aber ich weiß, dass ich mit Sicherheit weitere Folgen von und mit Carmen lesen möchte. Der Fall ist abgeschlossen, aber das private noch nicht, da gibt es von meiner Seite neugierige Fragen. Mallorca, Spannung, Alltagsleben und Romanze, dies alles hat die Autorin in ihrem Krimi untergebracht und mich damit gut unterhalten.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 7. Juli 2016

Rezension - Schattenhaut


Autorin: Nané Lénard

Titel: Schattenhaut

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 4. April 2011

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: CW Niemeyer





Die Autorin Nané Lénard wurde 1965 in Bückeburg geboren. Die Schriftstellerin ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern. Nach dem Abitur und einer Ausbildung im medizinischen Bereich studierte sie später Rechts- und Sozialwissenschaften sowie Neue deutsche Literaturwissenschaften.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Pfarrer Josef Fraas am Weserufer in Rinteln angespült wird, ahnt noch niemand, warum er sterben musste. Dass sein Körper nicht mehr ganz vollständig ist, gibt Kommissar Wolf Hetzer ein weiteres Rätsel auf. Doch noch bevor Hetzer sich auf diesen Fall konzentrieren kann, verschwindet der stadtbekannte Politiker Benno Kuhlmann spurlos. Ein mysteriöser Täter spinnt seine Fäden unerkannt im Hintergrund. Und während ihn die Ermittler vom Weserbergland bis weit ins Schaumburger Land verfolgen, hat Hetzer das Gefühl, den Schatten des Mörders immer dichter zu spüren. Ein spannendes Duell beginnt, dessen Ausgang niemand vorhersehen kann, denn die Gegner sind einander ebenbürtig ...


Meine Meinung:
Als ich auf der Buchmesse in Frankfurt durch die Hallen bummelte, fiel mir ein Stand auf und hier ganz besonders die Hinweise, dass es Regionalkrimis aus dem Bereich Weserbergland gibt. Nun war meine Neugierde geweckt und ich kam mit der Autorin Nané Lénard ins Gespräch. Es wundert sich wohl niemand, dass ich mit einem signierten Buch den Stand verlassen habe.
Jetzt habe ich es endlich geschafft und das Buch gelesen.

Nané Lénard ist mit diesem Buch ein spannender Debütkrimi gelungen und gleichzeitig ein guter Start in eine Serie, in der Wolf Hetzer ermittelt. Neben der Spannung, die sie mir vermittelt hat, fand ich den Schreibstil auch sehr interessant. Denn neben der Schilderung, wie Wolf Hetzer sich um die Lösung des Fallesbemüht, gab es immer wieder eine Schwenker zu einer Person, die ich nach und nach kennen lernen sollte. Anfangs konnte ich sie noch nicht richtig einordnen, dann kam bei mir aber die Erleuchtung und hatte somit dem Ermittler Wolf Hetzer etwas voraus. Das ging sogar soweit, dass ich ahnte, was passieren könnte und nun ganz aufgeregt wurde

An seinem ersten Arbeitstag im Rintelner Kommissariat hat Wolf Hetzer kaum Zeit, seine neuen Kollegen zu begrüßen, denn zum Einstand, den er sich bestimmt anders vorgestellt hat, wurden er und sein Kollege zu einer Wasserleiche gerufen. So lernten er und ich die Kollegen gleich im Einsatz kennen. Interessante Typen waren dabei. Besonders die Pathologin Mica hat es mir angetan. Auch wenn der Kollege Peter etwas genervt war, ich fand die Dialoge der beiden köstlich. Sie hat aber auch einen besonderen Humor, aber den muss man anscheinend haben, damit man mit seinem Beruf klar kommt

Auf jeden Fall hat mich das Buch mal wieder gefesselt. Neben der Auflösung der Fälle, die sich leider vermehrt hatten, kann die Thematik, die sich nach und nach herauskristallisiert sehr nachdenklich machen. Was richten manche Menschen bloß an, in dem sie über andere bestimmen und Dinge veranlassen, die sich nicht mehr ändern lassen. Was ich damit meine, nun, das verrate ich nicht, aber jeder, der das Buch nun lesen möchte, wird am Ende wissen, was ich damit meine.

Fazit:
Mir hat es nicht nur gefallen, dass ich die Gegend kannte, wo sich alles abspielte, ich fand das Buch auch sehr spannend geschrieben und war am Ende überrascht, als ich wusste, wer letztendlich der Täter war.

Samstag, 11. April 2015

Rezension - Tod im Lokschuppen

Autor: Micha Krämer

Titel: Tod im Lokschuppen

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 17. April 2013

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: CW Niemeyer




Der Autor Micha Krämer wurde 1970 in Kausen im Westerwald geboren. 2009 veröffentlichte der gelernte Elektroniker kurz nacheinander die beiden Kinderbücher "Willi und das Grab des Drachentöters" und "Willi und das verborgene Volk". Der regionale Erfolg der beiden Bücher, die er eigentlich nur für seine eigenen beiden Kinder schrieb, war überwältigend und kam für ihn selbst total überraschend. Einmal Blut geleckt mußte im Jahre 2010 nun ein "richtiges Buch" her. Im Juni erschien sein erster Roman für Erwachsene.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein grausamer Mord erschüttert Betzdorf, das kleine Städtchen am Rande des Westerwaldes. In den Ruinen des verfallenen Lokschuppens wird die verstümmelte Leiche eines ortsansässigen Geschäftsmannes gefunden. Ein heikler Fall für die junge Kommissarin Nina Moretti. Schnell wird klar, dass der Tote, der scheinbar ein Doppelleben führte, nicht nur Freunde in der Kleinstadt hatte. Als am nächsten Tag auch noch der Pfarrer erschossen vor dem Altar der Kirche liegt, wird der Fall immer undurchsichtiger. Führt die Spur ins Kölner Rotlichtmilieu? Liegt das Rätsel in der Vergangenheit der Opfer? Oder sind doch nur Hass und Eifersucht im Spiel? Ein spannender Krimi, nicht nur für Kenner der Schauplätze, der dem Leser auch einen Einblick in zwischenmenschliches Chaos und die Gefühle der Charaktere gibt.

Meine Meinung:
Zufälle gibt's! (Scherzmodus an) Wobei ich mir im Moment nicht sicher bin, ob ich so glücklich über diesen Zufall sein soll.(Modus wieder aus) ;)  Auf der Leipziger Buchmesse stoppte ich vor dem Stand des Verlages CW Niemeyer, weil mir einige Buchtitel und -cover ins Auge fielen. Ich hatte Bücher des Weserberglandes entdeckt, zu dem ich eine besondere Bindung hatte, denn schließlich war ich 34 Jahre in einem Unternehmen beschäftigt, das in Hameln seine Hauptverwaltung hatte.
Ein freundlicher Herr, der Autor Micha Krämer sprach mich an und wir kamen ins Gespräch. Es stellte sich heraus, dass er Krimis schreibt, die im Westerwald spielen. Nun war ich neugierig geworden, denn an den Westerwald hatte ich ebenfalls Erinnerungen, die aber weiter zurück lagen. Im Schullandheim Westerburg habe ich schöne Zeiten verbracht. Aber ich schweife ganz schön ab. Ich wurde also neugierig auf das Buch von Micha Krämer und habe am Stand den ersten Fall von Nina Moretti erworben. Und was soll ich sagen, nun will ich mehr lesen, also alle und das wird mit Sicherheit ein großes Loch in mein Büchertaschengeld reißen. Und deshalb bin ich mir nicht sicher, was ich von diesem Zufall halten soll. ;)

Ich mag Krimis, die in Gegenden spielen, die ich kenne und deshalb war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Nina Moretti, eine junge Kommissarin geht von Köln zurück in ihre Heimat. Natürlich ist Betzdorf kein Vergleich zu Köln, aber kaum ist sie dort, hat sie auch schon ihren ersten Fall. Und dieser Fall hat es in sich. Zum Glück darf sie mit einem sehr sympathischen älteren Kollegen zusammen arbeiten.
Nina Moretti und Hans Jürgen Thiel, die beiden waren mir sofort sympathisch und ich bin froh, dass Hans Jürgen ein Engel erschienen ist. Aber auch Mutter Moretti und Klaus habe ich in mein Herz geschlossen und irgendwann kam mir eine Idee, was Mutter Moretti betraf und siehe da, der Autor hatte sie auch und das erfreute mich ganz besonders. Neugierig geworden? Ich verrate nichts, es wäre schade um den entgangenen Lesespaß.

Den Schreibstil des Autors empfand ich als sehr fesselnd und das Buch ließ sich wunderbar in einem Rutsch lesen. Irgendwie war ich am Ende etwas traurig, dass ich es so schnell ausgelesen hatte. Zu gerne hätte ich mehr erfahren, denn ich konnte die beiden Kommissare nicht nur bei ihrer Arbeit beobachten, sondern habe auch einiges aus ihrem Privatleben erfahren. Diese Kombination gefällt mir immer sehr gut. Außerdem war die Geschichte sehr spannend. Es gab so viele Wendungen und neue Ergebnisse, dass ich wirklich neugierig war, die Lösung zu erfahren.

Ebenfalls gefallen hat mir, dass der Autor auf Klischees verzichtet hat. Oft genug konnte ich in anderen Büchern lesen,  dass der ältere Kollege es der jüngeren neuen Mitarbeiterin extrem schwer macht. Zum einen, weil sie eine Frau ist und zum anderen, weil der ältere nicht bereit ist, kurz vor seiner Pensionierung sich auf neues einzulassen. Nein, die beiden haben von Anfang an, gut zusammen gearbeitet, so etwas finde ich sehr gut. Schade, dass ich mir vorgenommen habe, aus dem Inhalt nicht zu viel zu erzählen, denn manche Dialoge und Begebenheiten haben mich sehr amüsiert.

Das Buchcover finde ich sehr originell, schlicht, aber doch sehr aussagekräftig und vor allem passt es zum Inhalt des Buches.


Fazit:
Dieses Buch ist ein gelungener Start einer neuen Krimiserie. Ich freue mich nun darauf, dass ich, sobald es meine Zeit zulässt, die anderen Bücher dieser Serie ohne große Wartezeiten lesen kann.