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Montag, 27. Dezember 2021

Rezension - Worte einer neuen Zeit



Autorin: Marion Henneberg

Titel: Worte einer neuen Zeit

Genre: Historisch

Version: eBook 

erschienen: 2. August 2021

Seiten: 496

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Forever  by Ullstein



Über die Autorin:
Marion Henneberg wurde 1966 in Goslar geboren. Sie lebt mit ihrer Familie in Marbach a. N. und arbeitet seit vielen Jahren in der Finanzabteilung eines gemeinnützigen Unternehmens in Stuttgart.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Zeiten des Aufbruchs - Eine junge Lehrerin kämpft für ihre Träume und die Liebe ihres Lebens
Bremen 1890: Die Hansestadt ist ein riesiger Umschlagplatz. Nicht nur für Waren aus der ganzen Welt, auch Menschen strömen in die Stadt, um an Bord einem der vielen Dampfer in eine bessere Zukunft in Übersee zu fahren. Lene Drews arbeitet nach dem tragischen Tod ihres Mannes wieder als Lehrerin an einer höheren Mädchenschule. Als sie zufällig den gutaussehenden Zeitungsreporter Georg Berndes kennenlernt, sind beide auf Anhieb voneinander fasziniert und er bietet ihr an, für die Bremer Nachrichten kleine Artikel zu Frauenthemen zu schreiben. Doch was Lene wirklich beschäftigt, sind die schweren Lebensbedingungen der Auswanderer, die in der Stadt oft monatelang festsitzen, und der Frauen von Bremen. Überall wird sie mit Ungerechtigkeiten konfrontiert. Und in ihren Gedanken mit Georg Berndes, der ihr nicht mehr aus dem Kopf geht, seit sie für ihn schreibt. Doch Georg ist verlobt und Lenes Gefühle scheinen zum Scheitern verurteilt …


Meine Meinung:
Seit ich vor ein paar Jahren in Hamburg das Auswanderermuseum BallinStadt besichtigt habe, bin ich sehr daran interessiert Bücher zu lesen, in denen das Thema Auswanderung eine Rolle spielt. Deshalb wollte ich dieses Buch gerne lesen.
Zunächst lernte ich Lene Drews kennen, die nach dem tragischen Tod ihres Mannes wieder in ihrem alten Beruf als Lehrerin arbeiten durfte. Ja, das wurde richtig gelesen, mal davon abgesehen, dass sie arbeiten musste, damit sie ein entsprechendes Einkommen hat, durfte sie wieder als Lehrerin tätig sein, weil sie nun Witwe und somit alleinstehend war. Aber Lene unterrichtet nicht nur an einer höheren Mädchenschule, sie unterrichtet auch Kinder der Auswandererfamilien, die in einem der vielen Häuser untergebracht sind, bevor sie endlich die weite Reise antreten können.
Lene lernt irgendwann den Reporter Georg Berndes kennen, der feststellt, wie gut sie über kritische Themen schreiben kann und bittet sie, kleine Artikel über Frauenthemen zu schreiben. Leider haben sehr viele Männer kritische Einstellungen zu berufstätigen Frauen, wobei die besser gestellten Frauen auch nicht unbedingt fortschrittlicher denken. Auf jeden Fall kann Lene ganz neue und bis dahin für sie unbekannte Wege gehen. Ich möchte hier nicht auf einzelne Begebenheiten eingehen, nur soviel erwähnen, dass ich alles ausgesprochen interessant fand. Ich hatte fast den Eindruck Lene wurde aus ihrem Dornröschenschlaf geweckt und erkannte die Möglichkeiten, mit ihren Artikeln Einfluss nehmen zu können.
Die Autorin hat sehr gut recherchiert und mir als Leserin vieles über das Leben zu der damaligen Zeit vermitteln können. Das Leben der Frau, die immer machen mussten, was Vater, Bruder oder Ehemann bestimmten. Viele wurden unter Druck gesetzt, weil nicht wenige der Meinung waren, die wahre Bestimmung einer Frau wäre die, als Hausfrau und Mutter zu leben. Es wurden aber auch die Probleme der Auswanderer beschrieben, welche Gründe dazu führten, dass sie ihre Heimat verlassen wollten oder mussten. Unter welchen Umständen sie sich auf die Reise begaben und vieles mehr.


Fazit:
Ein sehr gut gelungenes Buch, dass viel über das Leben in Bremen wiedergibt. Sehr informativ und fesselnd und zum Schluss gab es ein erfreuliches Ende. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Der Fall Lazarus



Autor: Rob Reef

Titel: Der Fall Lazarus

Genre: Historischer Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 25. Oktober 2021

Seiten: 290

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Dryas Verlag



Über den Autor:
Rob Reef wurde 1968 geboren. Er studierte Literaturwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin und arbeitet als Berater und Texter in einer Werbeagentur. Seine Kriminalromane folgen dem Muster klassischer "Whodunits". Sie spielen in den 30er-Jahren und handeln von den Abenteuern des Literaturprofessors und Gentleman-Detektivs John Stableford und seines watsonesken Freundes Dr. Holmes. Reef lebt mit seiner Frau und seinen zwei Töchtern in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Heiligabend 1938. Auf dem Weg in die Weihnachtsferien stranden Professor Stableford und Sir Perceval Holmes im Tal von Gore. Der unheimliche Ort, der seit dem Mittelalter für das rege Treiben seiner Untoten bekannt ist, entwickelt sich auch für die beiden Freunde schnell zum Alptraum. Nach einem Zugunglück suchen sie in einem nahe gelegenen Herrenhaus Hilfe und werden dort Zeugen der Entdeckung eines brutalen Mordes. Stableford versucht sich an dessen Aufklärung, doch die Hinweise und Aussagen der Anwesenden sind dermaßen verstörend, dass er ins Zweifeln gerät, ob er diesem Fall allein mit weltlicher Logik beikommen kann.


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach Weihnachtskrimis und mir bisher unbekannten Autoren wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Die Kurzbeschreibung machte mich neugierig, zumal ich davon ausging, dass ich ein weiteres Mal eine Hommage auf einen Klassiker gefunden hatte.
So war es dann auch. Ich hatte einen weiteren Krimi gefunden, der nach alter Machart geschrieben wurde. Heiligabend 1938, die beiden Protagonisten, Professor Stableford und Sir Perceval Holmes sind morgens in London abgefahren und wurden durch Schneefall ausgebremst, der immer heftiger wurde. Sie hätten es trotzdem zum Ziel geschafft, wenn unterwegs nicht ein Unglück passiert wäre. So mussten sie kurz vor ihrem Ziel in einem alten Haus übernachten, wo ebenfalls ein Unglück passiert.
Nun begann das große Rätselraten, für mich als Leserin und für die beiden Männer, die natürlich heraus finden wollten, was genau passiert ist und wer der Täter ist. Ich empfand das alles jetzt nicht besonders spannend, aber sehr rätselhaft. Es wurden viele Informationen zusammen getragen, bis am Ende der Fall gelöst werden konnte. Ich fand das alles dann doch etwas verworren, aber es gab interessante Ideen, wie was passiert sein könnte und wie es wirklich geschehen ist. Allerdings wurde letzteres am Ende in Frage gestellt, ich verrate dazu nichts, aber ich war dann doch verblüfft.


Fazit:
Wer gerne rätselhafte Krimis liest, wird hier vielleicht das richtige Buch gefunden haben. Ich kannte bisher keine Bücher des Autors und ich bin unsicher, ob ich weitere aus dieser Serie lesen möchte. Aber zum Glück sind die Erwartungen unterschiedlich und dem einen oder der anderen wird es mit Sicherheit gefallen.


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#DerFallLazarus #NetGalleyDE!

Donnerstag, 16. Dezember 2021

Rezension - Jane Austen und die Kunst der Worte



Autorin: Catherine Bell

Titel: Jane Austen und die Kunst der Worte

Genre: Biografie, Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 15. November 2021

Seiten: 376

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Unter dem Namen Catherine Bell taucht die Autorin und Journalistin Kerstin Sgonina in das Leben interessanter Frauen ein. Jane Austen liebt sie, seit sie deren Gesamtwerk in frühsommerlicher Hitze auf einem Berliner Balkon verschlang, ohne die stickige Luft, das Rattern der U-Bahn und den vorüberströmenden Verkehr zu bemerken. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Brandenburg und versucht, der dortigen Erde jedes Jahr aufs Neue einen englischen Cottage Garden abzutrotzen – mit bescheidenem Erfolg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Mein Mut wächst mit jedem Versuch, mich einzuschüchtern.“ Jane Austen. 
Steventon, 1795. Die aufgeweckte Pfarrerstochter Jane möchte nur eines: schreiben. Mit tintenverschmierten Händen durchwacht sie die Nächte und begibt sich in die Welt ihrer Heldinnen. Doch ihre Schwester Cass ist verlobt, und Jane schwant, dass ihre Mutter ganz ähnliche Pläne für ihre Zukunft schmiedet. Nur sind Jane die jungen Kerle aus dem Ort alle einerlei, bestenfalls geben sie akzeptable Tanzpartner auf den von ihr heiß geliebten Bällen ab – bis der belesene Wirbelwind Tom Lefroy aufkreuzt. Janes Herz aber muss immer wieder Enttäuschungen ertragen. Umso unermüdlicher kämpft sie für ihren größten Traum: einen Roman zu veröffentlichen.


Meine Meinung:
Vom Aufbau-Verlag lese ich sehr gerne Bücher aus der Serie über außergewöhnlich Frauen. Diesmal durfte ich Jane Austen kennen lernen. Ich fand es sehr interessant, denn im Grunde hatte ich mich mit der Autorin noch gar nicht beschäftigt. Natürlich ist der Name wohlbekannt und auch Buchtitel, aber gelesen habe ich bisher kein Buch von ihr. 
Catherine Bell hat mir in diesem Buch sehr viel über das Leben von Jane Austen berichten können. Es ist schon interessant, dass Jane als Tochter eines Pfarrers aufgewachsen ist und ihr die Eltern gewisse Freiheiten ermöglichten. Jane hat viel geschrieben und es gab reichlich Passagen aus ihren Büchern in dieser Biografie. Allerdings hat es mich erstaunt, dass es anscheinend ewig gedauert hat, bis endlich ein Buch von ihr veröffentlicht wurde. Schließlich musste Jane doch Geld verdienen, da sie beschlossen hatte, nicht zu heiraten. Obwohl sie durchaus beabsichtigt hatte. Es gab im Leben von Jane reichlich Schicksalsschläge und sie ist leider auch nicht sehr alt geworden. Auf jeden Fall konnte ich mit diesem Buch vieles über Jane Austen, ihrer Familie und über das Leben in der damaligen Zeit erfahren.


Fazit:
Vielen wird die Autorin vielleicht besser bekannt sein als mir. Interessant mag es auch sein, gewisse Zusammenhänge zu ihren Büchern und ihrem Leben zu suchen und vielleicht zu finden. Wer mehr wissen möchte, sollte das Buch lesen und sich nicht von den vielen Passagen aus ihren Büchern und den zeitlichen Sprüngen abhalten lassen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#JaneAustenunddieKunstderWorte #NetGalleyDE!

Rezension - Der Teepalast



Autorin: Elisabeth Herrmann

Titel: Der Teepalast

Genre: Historisch

Version: eBook und Paperback

erschienen: 27. September 2021

Seiten: 656

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Goldmann Verlag



Über die Autorin:
Elisabeth Herrmann wurde 1959 in Marburg/Lahn geboren. Nach ihrem Studium als Fernsehjournalistin arbeitete sie beim RBB, bevor sie mit ihrem Roman »Das Kindermädchen« ihren Durchbruch erlebte. Fast alle ihre Bücher wurden oder werden derzeit verfilmt: Die Reihe um den Berliner Anwalt Joachim Vernau sehr erfolgreich mit Jan Josef Liefers vom ZDF. Elisabeth Herrmann erhielt den Radio-Bremen-Krimipreis und den Deutschen Krimipreis. Sie lebt mit ihrer Tochter in Berlin und im Spreewald.


Kurzbeschreibung, übernommen:
1834, ein kleines Dorf in Ostfriesland. Lene Vosskamp wächst in einer Fischerfamilie in bitterer Armut auf und muss schon als Kind schwere Schicksalsschläge hinnehmen. Doch dann gerät sie durch einen Fremden in den Besitz einer geheimnisvollen Münze, die sie berechtigt, in China mit Tee zu handeln. Fortan ist sie beseelt von dem Gedanken, sich aus ihren elenden Verhältnissen zu befreien und als erste Frau ein Tee-Imperium zu gründen. Für Lene beginnt eine gefahrvolle Odyssee, die sie über die Meere der Welt und in ferne Länder führt – und auf die Spur der Liebe ihres Lebens, die ihr einst in einer Weissagung prophezeit wurde ...


Meine Meinung:
Ich lese wirklich sehr gerne historische Bücher, aber hier war ich hin und her gerissen und unschlüssig, wie ich meine Bewertung dazu schreiben sollte.
Lene Vosskamp lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort in Friesland. Durch einen unglücklichen Zufall gerät sie in eine Situation, die sehr gefährlich für sie enden könnte, wenn es da nicht einen Fürsprecher gegeben hätte. Auf jeden Fall gelingt Lene die Flucht und sie begibt sich auf den langen Weg nach China. Die Autorin hat die damaligen Lebensumstände sehr gut recherchiert und wieder gegeben. Allerdings fiel es mir schwer daran zu glauben, dass Lene es alleine schafft beziehungsweise immer wieder Retter findet. Das gehört dann wohl in den Bereich Dichtung und wurde rund um die  Personen beschrieben, die damals tatsächlich gelebt haben. 
Die ganzen Erlebnissen waren interessant und ich wollte natürlich das Buch bis zum Ende lesen, weil ich wissen wollte, was Lene alles erlebt hat. Denn, dass sie alles gut überstanden hat, wusste ich ja, sonst hätte sie mit ihrer Enkeltochter nicht gemeinsame Tee trinken können. Allerdings kam wir vieles sehr langatmig vor, es zog sich in die Länge, weil viele Begebenheiten ausführlich beschrieben wurden. Zum Ende hin ging alles viel schneller und da traten bei mir reichlich Fragen auf und ich hätte gerne mehr erfahren.


Fazit
Wer historische Abenteuerromane mag, wird wahrscheinlich begeistert sein. Ich persönlich hätte es dann doch gerne etwas realistischer. Natürlich lasse ich mich gerne belegen, wenn jemand behauptet, das alles kann eine Frau vor rund zweihundert Jahren durchaus erlebt haben. Ich möchte jetzt niemanden vom Lesen abhalten, aber ich war am Ende nicht so richtig zufrieden.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 30. November 2021

Rezension - Der Weg der Highlanderin



Autorin: Eva Fellner

Titel: Der Weg der Highlanderin

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Oktober 2021

Seiten: 501

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Eva Fellner von Feldegg, geboren 1968 im oberbayerischen Murnau, arbeitete zunächst als Chefredakteurin einer Fachhandelszeitschrift. Sie gründete eine Agentur für digitales Marketing und unternahm zahlreiche Reisen. China und Südafrika wurden ihr daher zu einer zweiten Heimat. Neben asiatischer Kampfkunst interessiert sie sich schon immer für Geschichte, vor allem für starke Frauen und das Mittelalter. Sie ist davon überzeugt, dass die besten Geschichten das Leben selbst erzählt. Sie ist verheiratet und hat drei Söhne.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Enja – Das Schicksal der Schotten liegt in ihrer Hand. Schottland, 1314: In den Highlands tobt ein erbitterter Krieg zwischen den Engländern und den Clans um die schottische Unabhängigkeit. Als die Lage sich zuspitzt, beschließt die mutige Kriegerin Enja, die zur Assassinin ausgebildet wurde, für die Schotten zu kämpfen – an der Seite des Clanführers James Douglas. Am Tag der großen Schlacht fällt der König der Schotten eine schwerwiegende Entscheidung: Enja soll sich als Frau vom Kampfgeschehen fernhalten. Doch als sie in den Reihen ihrer Feinde jemanden erkennt, dem sie vor Jahren Rache geschworen hat, weiß sie: Dies ist ihre einzige Chance. Die hochspannende Geschichte einer unvergesslichen Heldin inmitten der schottischen Highlands


Meine Meinung:
Nachdem ich vor ein paar Monaten das Buch "Die Highlanderin" gelesen hatte, war klar, dass ich auch das zweite Buch lesen wollte. Zumal ich davon ausging, dass meine offenen Fragen beantwortet würden. Außerdem hoffte ich auf eine spannende Fortsetzung.
Beides habe ich bekommen. Wie auch im ersten Buch wird hier in einem besonderen Schreibstil die Geschichte rund um Enja weiter erzählt. Enja berichtet mir in der Ich-Form, was sie erlebt, denkt und fühlt. Der Erzählstil wechselt laufend, auch die Zeiten und Gegenden. So einfach mal eben runterlesen war mir nicht möglich, Konzentration war angesagt. Aber da ich mich inzwischen an die Schreibweise gewöhnt hatte, wurde meine Lesefluss nicht weiter gehemmt.
Enja und ihre Begleiter sind nach einer langen Reise in Schottland angekommen. Natürlich habe ich erfahren, was sie auf der Reise alles erlebt haben und in Schottland war es nicht gerade friedlich. Das kennen wir ja alle aus der Geschichte des Landes. Enja steckt mittendrin in den Streitigkeiten und es gibt die eine oder andere gefährliche Situation. Aber auch erfreuliches konnte ich lesen, verraten werde ich allerdings nichts dazu.
Auf jeden Fall war es wieder sehr spannend und es gab reichlich Überraschungen für mich, die größte war das Ende und darüber habe ich mich am meisten gefreut.


Fazit:
Eine gelungene Fortsetzung des ersten Buches, was auch erforderlich war. Nun weiß ich bestens bescheid und habe keine offenen Fragen mehr. Gerne empfehle ich auch dieses Buch, rate allerdings dazu, unbedingt beide zu lesen. Wer das erste Buch bisher noch nicht kannte, hat nun die Möglichkeit beide ohne Wartezeiten zu lesen.

Bei der Autorin, beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DerWegderHighlanderin #NetGalleyDE!

Samstag, 27. November 2021

Rezension - Das Buch der verschollenen Namen



Autorin: Kristin Harmel

Titel: Das Buch der verschollenen Namen

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Paperback

erschienen: 1. Oktober 2021

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Knaur HC



Über die Autorin:
Kristin Harmel arbeitet als Autorin und Journalistin. Mit ihrem Debüt Solange am Himmel Sterne stehen landete sie einen weltweiten Bestseller. Sie lebt mit ihrem Mann in Orlando, Florida.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nur knapp entkommt die Studentin Eva Abrams 1942 aus Paris, nachdem ihr Vater, ein polnischer Jude, verhaftet wurde. Eva findet Zuflucht im kleinen Bergdorf Aurignon in der unbesetzten Zone, wo sie auch den jungen Widerstandskämpfer Rémy kennenlernt. Bald beginnt Eva, im Auftrag der Résistance Ausweispapiere für jüdische Kinder zu fälschen – doch deren wahre Identität möchte sie für eine Zeit nach dem Krieg bewahren. Zusammen mit Rémy fertigt sie verschlüsselte Aufzeichnungen an: das Buch der verschollenen Namen. Als jedoch ihre Widerstandszelle verraten wird und Rémy plötzlich verschwindet, bedeutet das Buch für sie beide tödliche Gefahr …


Meine Meinung:
Ich hatte anfangs gezögert und war mir nicht sicher, ob ich das Buch überhaupt lesen wollte. Aber dann bekam ich die Empfehlung einer Bloggerkollegin und was war, nachdem ich mit dem Lesen begonnen hatte, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen.
Mir war bekannt, dass die Geschichte auf eine wahre Begebenheit beruht und bewusst war mir auch, dass Eva alles überlebt hat. Ich wollte nun wissen, was sie alles erlebt hat und ob ihre Aktion erfolgreich waren und sie viele retten konnte. Allerdings wurde meine Geduld auch etwas auf die Probe gestellt, denn für mich gab es einige Schilderungen, die mir langatmig vorkamen und sich oft wiederholten. Nun, es mag ja sein, dass es Eva auch nicht anders ging, denn tagaus, tagein hat sie immer dieselben Tätigkeiten ausführen müssen. Es war für sie ja auch keine leichte Zeit, ihre Mutter hat es ihr nicht leicht gemacht, aber es gab auch Lichtblicke. Manchmal allerdings kamen mir Mutter und Tochter auch etwas naiv mit ihren Meinungen und Vorstellungen vor, aber ich betrachte die damalige Zeit ja aus heutiger Sicht, wer weiß, wie ich gehandelt hätte.
Was ich an diesem Buch bemängeln möchte, ist die fehlende Erklärung, was denn nun fiktiv war. Außerdem hatte ich durch den Buchtitel erwartet, dass ich noch mehr über das Buch der verschollenen Namen erfahren hätte, nicht nur, wie dort etwas eingetragen wird, sondern ob vielen damit im Nachhinein geholfen und Wissen vermittelt werden konnte.


Fazit:
Die Autorin hat viel über die Arbeit und das Leben während der Kriegsjahre vermittelt, was ich sehr interessant war. Zu gerne hätte ich mehr erfahren. Aber es mag vielleicht nicht jeder so neugierig sein, wie ich und Gefallen an dem Buch finden. Lesenswert ist es auf jeden Fall.


Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DasBuchderverschollenenNamen #NetGalleyDE!

Dienstag, 23. November 2021

Rezension - Der Uhrmacher in der Filigree Street



Autorin: Natasha Pulley

Titel: Der Uhrmacher in der Filigree Street

Genre: Historisch, Fantasie

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 18. September 2021

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Klett-Cotta



Über die Autorin
Natasha Pulley studierte in Oxford Englische Literatur. Nach Stationen im Buchhandel und bei der Cambridge University Press in den Bereichen Astronomie und Mathematik setzte sie ihre Studien in Tokyo fort. Sie erhielt ein Stipendium der Gladsone’s Library als Writer in Residence. Gegenwärtig hat sie Lehraufträge an den Universitäten von Bath und Cambridge. Ihr Debüt »The Watchmaker of Filigree Street« gewann den Betty Trask Award und wurde ein internationale Bestseller. Natasha Pulley lebt in Bath.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sein Leben lief ab gleich einem Uhrwerk. Bis er dem Uhrmacher begegnete. 
»Der Uhrmacher in der Filigree Street« erzählt eine mitreißende, phantastische Geschichte um eine rätselhafte Uhr und einen ebenso spektakulären wie unmöglich aufzuklärenden Bombenanschlag auf Scotland Yard. Das Buch nimmt die Lesenden mit auf eine Reise durch das viktorianische England und das Japan des 19. Jahrhunderts und es eröffnet Türen in eine ganz andere, seltsame und magische Vergangenheit. 
London, Oktober 1883. Eines Abends kehrt Thaniel Steepleton, ein einfacher Angestellter im Innenministerium, in seine winzige Londoner Mietwohnung heim. Da findet er auf seinem Kopfkissen eine goldene Taschenuhr. Es ist ihm ein Rätsel, was es mit ihr auf sich hat. Sechs Monate später explodiert im Gebäude von Scotland Yard eine Bombe. Steepleton wurde gerade rechtzeitig gewarnt, weil seine Uhr ein Alarmsignal gab. Nun macht er sich auf die Suche nach dem Uhrmacher und findet Keita Mori, einen freundlichen, aber einsamen Mann aus Japan. So harmlos Mori auch scheint, eine Kette von unheimlichen Ereignissen deutet schon bald darauf hin, dass er etwas zu verbergen hat...


Meine Meinung:
Historisch und London, zwei Aspekte, die dafür sorgten, dass ich das Buch lesen wollte. Außerdem versprach die Kurzbeschreibung einen interessanten und spannenden Lesestoff. Allerdings musste ich schnell feststellen, dass ich reichlich Geduld aufbringen musste, denn leider kam mir alles sehr langatmig vor. Ich erfuhr sehr viel über die Arbeitsabläufe von Thaniel Steepleton, der in der Telegrafieabteilung des Innenministeriums arbeitete und wie er auf sonderbare Weise Besitzer einer Uhr wurde. Durch diese lernte er den besagten Uhrmacher in der Filigree Street kennen. Dieser Uhrmacher erfand sonderbare Gegenstände, was einen ins Reich der Fantasie beförderte. 
Eine weitere Person, der anscheinend eine wichtige Rolle in dieser Geschichte zugeteilt wurde, war Grace. Sie studierte in Oxford und musste sich mit den Einstellungen gegenüber Frauen auseinander setzen. Das war alles durchaus interessant, aber so richtig überzeugen konnte mich das Buch nicht. 
Wie schon erwähnt, kam mir alles sehr langatmig vor, bis endlich mal etwas passierte und auch dann kam keine richtige Spannung auf. 


Fazit:
Wie ich feststellen konnte, ist die Meinung über das Buch breit gefächert. Also liegt es wohl nicht alleine an mir, dass ich damit nicht zurecht kam. Es fällt mir nun auch schwer eine Leseempfehlung auszusprechen. Vielleicht mag der eine oder die andere Gefallen an dem Buch finden, mich konnte es leider nicht begeistern.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DerUhrmacherinderFiligreeStreet #NetGalleyDE!

Freitag, 19. November 2021

Rezension - Feind des Volkes - Max Hellers letzter Fall


Autor: Frank Goldammer

Titel: Feind des Volkes - Max Hellers letzter Fall

Genre: Historischer Kirmi

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 17. September 2021

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft 



Über den Autor:
Frank Goldammer wurde 1975 in Dresden geboren und ist gelernter Maler- und Lackierermeister. Neben seinem Beruf begann er mit Anfang zwanzig zu schreiben, verlegte seine ersten Romane im Eigenverlag. Mit ›Der Angstmann‹, Band 1 der Krimiserie mit Max Heller, gelangte er sofort auf die Bestsellerlisten. Er ist alleinerziehender Vater von Zwillingen und lebt mit seiner Familie in seiner Heimatstadt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sein letzter Fall August 1961: Hauptmann Max Heller von der Dresdner Kriminalpolizei ist von seinem neuen Vorgesetzten in den Innendienst versetzt worden. Ein Affront für Heller, der kurz vor seinem Ruhestand steht. Als er eines Tages ein Paket mit Beweismaterial aus einem längst aufgeklärten Mordfall erhält, ist er alarmiert. Bald ist klar, der wahre Täter von damals ist zurück und fordert Heller zu einem perfiden Kampf um Leben und Tod heraus. Eine atemlose Mörderjagd beginnt, die Hellers Familie in größte Gefahr bringt. Auch die politische Lage in der DDR spitzt sich zu. Nahezu unbemerkt von der Welt wird der Bau der Berliner Mauer vorbereitet. Am 10. August 1961 müssen Karin und Max Heller eine dramatische Entscheidung treffen: gehen oder bleiben.


Meine Meinung:
Ich bin ja erst spät in die Serie eingestiegen, aber dann hat sie mich nicht mehr losgelassen. Denn Max Heller und seine Familie sind mir ans Leserherz gewachsen. Ich habe sehr viel Mitgefühl für sie aufgebracht, denn sie lebten und arbeiteten in einer Zeit, die es vielen nicht leicht machte. So sehr Max Heller sich einsetzte und alle Fälle zur Zufriedenheit lösen wollte, wurde er von verschiedenen Stellen ausgebremst. Aber nicht nur er wurde beruflich ausgebremst, seine kleine Familie musste ebenfalls darunter leiden. Voller Spannung habe ich nun seinen letzten Fall begleitet, der sich im Grunde genommen über mehrere Jahre hinzog. Auf diesen Täter wäre ich niemals gekommen, allerdings hatte Heller durchaus einen Verdacht, der sich dann auch richtig herausstellen sollte. Aber auch er wurde von der Person überrascht.
Der Buchtitel lässt ja schon vermuten, welchen Weg Max Heller im August 1961 einschlägt, ich habe mich darüber sehr gefreut und auch über eine bestimmte Person, die im letzten Moment das Herz sprechen ließ.
Aber bevor es zu diesem Ende kommen sollte, haben wir Leser nebenher noch vieles über das Alltagsleben in der damaligen DDR erfahren dürfen.


Fazit:
Ein wunderbarer und vor allem spannend rätselhafter Abschluss der Serie rund um Max Heller. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. Nicht nur für dieses Buch sondern auch für die vorherigen.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Freitag, 12. November 2021

Rezension - Ein Traum von Schönheit - Estée Lauder



Autorin: Laura Baldini

Titel: Ein Traum von Schönheit - Estée Lauder

Genre: Biografie

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 1. September 2021

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Piper Taschenbuch



Über die Autorin:
Laura Baldini alias Beate Maly absolvierte eine Ausbildung zur Kindergartenpädagogin, arbeitete zunächst als Kindergärtnerin und veröffentlichte Kindergeschichten, Kinderbücher und pädagogische Fachbücher. 2007 erhielt sie das Wiener Autorenstipendium für den Entwurf zu ihrem ersten historischen Roman Die Hebamme von Wien. Mit dem Stipendium nahm sie sich eine Auszeit und beendete neben dem Roman auch eine Zusatzausbildung zur mobilen Frühförderin, seitdem ist sie in der Frühförderung tätig.


Kurzbeschreibung, übernommen:
New York, 1928: Die junge Esty darf im Schuppen ihres Onkels beim Mischen von Salben helfen. Sie experimentiert mit Düften und Ölen und kreiert ihre eigene Creme, die sie am Strand von Long Island an einem Klapptisch verkauft: Es wird ihr erster Erfolg. Esty nennt sich fortan Estée, zieht von Queens nach Manhattan und ergattert schließlich einen der begehrten Stände im Edelkaufhaus Saks. Mit originellen Ideen und unendlich viel Arbeit erobert das Mädchen aus Queens New York im Sturm. Aber der Erfolg hat einen hohen Preis. Er könnte sie die Liebe ihres Lebens kosten …


Meine Meinung:
Ich lese gerne Bücher aus der Serie: Bedeutende Frauen, die die Welt verändern. Deshalb war ich auch auf das Buch mit Estée Lauder gespannt. 
Die Autorin hat sehr gut viele Begebenheiten aus dem Leben von Esty, wie ihre Familie sie nannte, geschildert. Wobei sie eine Variante gewählt hat, die mir gefiel. Das erste Kapitel beginnt mit einem Theaterbesuch im Frühjahr 1941 in Manhattan, im Foyer wird sie von einer Dame erkannt und angesprochen. Gerne antwortet Esty auf ihre Fragen und gibt Tipps. So lerne ich sie gleich richtig kennen, denn sie versteht es, zu jeder Zeit den Frauen behilflich zu sein. Das war schon so, als sie mit ihrem Onkel John im Gartenlabor Salben anrührte. An diese und andere Begebenheiten erinnert sich Esty sehr gerne. Geschickt blendet die Autorin kapitelweise immer wieder Rückblenden ein. So erfahre ich nach und nach den Werdegang einer Frau, die ihrer Zeit voraus war. Aber nicht nur sie, auch ihr Ehemann war das. Allerdings passte es nicht zu den Einstellungen der damaligen Zeit und Estée wurde ganz schlimm unter Druck gesetzt, was zur Scheidung ihrer Ehe führte. Ein Fehler, den sie glücklicherweise wieder gut machen konnte. 
Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin in Romanform eine Zeitspanne aus dem Leben von Estée und Joe Lauder geschildert hat. Ganz begeistert war ich über das Kapitel "Wie ging die Geschichte weiter". Denn letztendlich wollte ich genau das auch noch wissen.


Fazit:
Eine sehr interessante Biografie, die nicht nur Auskunft über die Person gibt, sondern auch den Zeitgeist mit Einstellungen, über wir heute die Augen verdrehen, wiedergibt. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 


#EinTraumvonSchönheit #NetGalleyDE

Mittwoch, 10. November 2021

Rezension - Mitte

Autor: Volker Kutscher

Illustratorin: Kat Menschik

Titel: Mitte

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 7. Oktober 2021

Seiten: 128

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Galiani-Berlin
Herausgeber ‏ : ‎ Kiepenheuer & Witsch eBook



Über die Illustratorin:
Kat Menschik ist freie Illustratorin. Ihre Reihe Lieblingsbücher gilt als eine der schönsten Buchreihen der Welt. Zahlreiche von ihr ausgestattete Bücher wurden prämiert. Zuletzt erschienen dort Kat Menschiks und des Diplom-Biologen Doctor Rerum Medicinalium Mark Beneckes Illustrirtes Thierleben (2020), als zehnter Jubiläumsband Durch den wilden Kaukasus (2021) und Mitte (2021). Ihr Gartenbuch Der goldene Grubber wurde 2014 als eins der Schönsten Bücher des Jahres prämiert. Es verkaufte sich bisher über dreißigtausend Mal und ist ein Longseller, weil das Gärtnern mit dem Buch glücklich macht.

Über den Autor:
Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach dem Studium der Germanistik, Philosophie und Geschichte zunächst als Tageszeitungsredakteur, bevor er seinen ersten Kriminalroman schrieb. Heute lebt er als freier Autor in Köln. Mit dem Roman »Der nasse Fisch«, dem Auftakt seiner Krimiserie um Kommissar Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang ihm auf Anhieb ein Bestseller, dem bisher fünf weitere folgten. Die Reihe ist inzwischen in viele Sprachen übersetzt und durch Tom Tykwers Verfilmung Babylon Berlin international bekannt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Für Fans von Volker Kutschers weltberühmten Krimis um Kommissar Gereon Rath.
Das Buch Mitte knüpft unmittelbar an die dramatischen Ereignisse des letzten Kutscher-Krimis Olympia an. Die außergewöhnlich spannende Erzählung wurde eigens für die Reihe von Kat Menschik geschrieben.
Im Zentrum des Buches steht eine der drei zentralen Figuren aus dem Kutscher-Kosmos: Fritze Thormann - Charly und Gereon Raths Pflegesohn. Der 15-jährige wollte als Ehrendienstler der HJ auf der Olympiade 1936 vor allem seinem Läuferidol Jesse Owens nahe sein. Doch wurde er zu seinem Unglück zufällig Zeuge eines Selbstmords, dessen Umstände mehr als fragwürdig waren. Während die Polizei ihm nicht glaubt, ist die Gestapo schon auf der Spur des unliebsamen Zeugen. Dem Jungen bleibt nichts übrig, als zu fliehen und mit gefälschtem Pass beim Kohlehandel Kleinfeldt in Berlin-Mitte unterzutauchen. Aus seinem Versteck heraus versucht Fritz Kontakt zu Charly und Gereon Rath aufzunehmen, von deren dramatischen Schicksal er noch gar nichts weiß. Und auch seiner ebenfalls untergetauchten jüdischen Freundin Hannah schreibt Fritz über ein Postfach. Doch nicht nur die Gestapo fahndet nach ihm … Die Situation ist alles andere als harmlos.


Meine Meinung:
Mich machte der Buchtitel und das Cover neugierig. Von den Krimis kenne ich keinen, aber ich konnte in diesem Buch einiges erfahren.
Sehr gut hat mir der Schreibstil gefallen und begeistert war ich von den dazu gehörenden Bildern. So hatte ich alles noch besser vor Augen.
Im Mittelpunkt dieses Buch steht Fritz, ein Junge, der leider die Aufmerksamkeit verschiedener Personen auf sich gezogen hat. Das ist besonders in den dreißiger Jahren sehr gefährlich. Wie es ihm ergeht und was er erlebt, erfahre ich durch Briefe, die er zwei Frauen schickt. In diesen Briefen erzählt er etwas über sich und da er auf die Briefe der Frauen genauestens eingeht und diese entsprechend beantwortet, weiß ich auch über sie bescheid. Eine aufregende Zeit war es damals und nicht immer fand alles ein gutes Ende. 


Fazit:
Eine besondere Art, uns Lesern etwas über das damalige Zeitgeschehen zu vermitteln. Ich fand es sehr interessant und auch spannend, da ich die Hoffnung hatte, dass es ein gutes Ende nehmen könnte. Auf jeden Fall gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Mitte #NetGalleyDE!

Dienstag, 9. November 2021

Rezension - Das Archiv des Teufels



Autor: Martin Conrath

Titel: Das Archiv des Teufels

Genre: Historischer Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. September 2021

Seiten: 375

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Gmeiner-Verlag



Über den Autor:
Martin Conrath ist Schriftsteller und Journalist, war Personalentwickler, Musiker und Schauspieler. Seit 2006 lebt und schreibt er in Düsseldorf.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Ich will Heiderer vor Gericht bringen, wegen Kriegsverbrechen und dem Mord an meinem Bruder. In Deutschland wird mir das nur schwer gelingen. Selbst wenn ich Beweise gegen ihn habe, wird er höchstens seinen Posten als Minister nicht antreten können. Man wird sagen, er sei erkrankt. Alles andere wird vertuscht werden, um das Ansehen Adenauers nicht zu beschädigen.
Der Roman zeigt, wie hochrangige Nazis nach dem Zweiten Weltkrieg, mithilfe der amerikanischen Besatzungsmacht, in Deutschland eine zweite Karriere starteten.


Meine Meinung:
Ich freue mich immer wieder, wenn ich Bücher von Autoren entdecke, die mir bis zu dem Zeitpunkt noch nicht bekannt waren. Als ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde, war es besonders der Zusatz unter dem Titel, der mich neugierig machte: "Roman aus der Zeit des Kalten Krieges".
Robert Bennett war im März 1952 bereits auf dem Weg nach Hause. Er freute sich, dass er nach getaner Arbeit wieder in die USA zurück fliegen konnte. Allerdings kam alles anders. Die Rückreise wurde gestoppt und er bekam einen Sonderauftrag. Er sollte dafür sorgen, dass ein ehemaliger hochrangiger Nazi eine weiße Weste bekam.
Die Geschichte dieses Buch ist zwar frei erfunden, ebenso wie viele Personen, aber sie basiert auf historische Hintergründe. Vielen von uns ist bekannt, dass nach Ende des Krieges nicht so richtig aufgeräumt wurde und viele nicht die gerechte Strafe erhielten, die erforderlich war.
Martin Conrath hat sehr spannend beschrieben, wie Robert Bennett vorgeht, zumal er in einer Zwickmühle steckt, darauf will ich hier aber nicht weiter eingehen. Während Robert nun versucht, sich um alles zu kümmern, erhält in der DDR eine Agentin der Staatssicherheit einen Auftrag, der mit dem von Robert zu tun hat. Ich als Leserin bin jetzt dabei und begleite beide im Wechsel. Weil alles auch mit Vorfällen im Krieg zusammenhängt, gibt es immer wieder Rückblenden auf diese Ereignisse.
So spiegelt alles vieles vom damaligen Zeitgeschehen wieder. Sehr gut wurde das miteinander verbunden und ich an das Buch gefesselt. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es denn nun endet. Natürlich war nicht alles so, wie ich es mir gewünscht hatte, aber leider entsprach einiges den Tatsachen. Aber bezüglich der beiden Agenten war ich sehr zufrieden und würde mich freuen, wenn es hier eine Fortsetzung geben würde.


Fazit:
Ein spannender Agententhriller, der mich begeistert hat und den ich gerne weiter empfehle.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE bedanke ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar.

#DasArchivdesTeufels #NetGalleyDE

Sonntag, 7. November 2021

Rezension - Der Stockholm-Code - Die zweite Botschaft


Autorin: Denise Rudberg

Titel: Der Stockholm Code - Die zweite Botschaft

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 20. September 2021

Seiten: 350

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Denise Rudberg, 1971 in Stockholm geboren, studierte Filmwissenschaft und Dramaturgie in New York. Zusammen mit Camilla Läckberg moderierte sie im schwedischen Fernsehen eine Kultur- und Literatursendung. In Schweden ist sie eine Bestsellerautorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Drei junge Frauen, ihr besonderes Talent und ein geheimer Code. Stockholm, 1940: Iris, Elisabeth und Signe arbeiten fieberhaft daran, die verschlüsselten Nachrichten der Deutschen zu decodieren. Iris, die vom Geheimdienst in Gewahrsam genommen, aber wieder freigelassen wurde, befindet sich unter ständiger Beobachtung, denn ein schrecklicher Verdacht steht im Raum: Hat sie Verbindungen zu Deutschland? Als herauskommt, dass jemand geheime Informationen an die Deutschen weitergibt, spitzt sich die Lage zu. Denn eigentlich können nur die drei Freundinnen dieses Wissen haben. Eine spannende und emotionale Geschichte über den Mut dreier Frauen, die erkennen, dass sie zusammen stärker sind als allein – von einer schwedischen Bestsellerautorin


Meine Meinung:
Nachdem ich das erste Buch "Der Stockholm-Code - Die erste Begebung" gelesen hatte, wollte ich doch wissen, wie es weitergeht und war gespannt auf dieses zweite Buch.
Die beteiligten Personen waren mir ja bereits bekannt und ich konnte sie weiter begleiten. Im eiskalten Stockholm gingen alle drei ihrer Arbeit nach, die langsam Fortschritte machte. Allerdings hatten sie es auch immer wieder mit unsympathischen Personen zu tun, die Druck ausübten und Schrecken verbreiteten. Es war ganz interessant zu lesen, aber so richtig spannend war es im Grunde nicht.
Die Autorin gewährte mir mit diesem Buch ein weiteres Mal den Einblick in das Leben der damaligen Zeit. Ich hatte auch das Gefühl, es war alles etwas oberflächlich und jetzt nicht unbedingt wichtig. Von Iris mit ihren Söhnen habe ich nicht allzu viel erfahren, Signe hatte reichlich Probleme mit ihrer Gesundheit, einzig Elisabeth sorgte für richtig gute Unterhaltung. Ich wartete die ganze Zeit auf einen so genannten Höhepunkt in der Geschichte und war auf einmal am Ende angelangt und hatte reichlich offene Fragen. Regelrecht erstaunt schaute ich am Ende auf das Buch und mir stellte sich die Frage, was sollte das denn jetzt? Gibt es ein weiteres Buch, in dem alles aufgeklärt wird? Wenn nicht, dann wäre ich äußerst unzufrieden mit allem.


Fazit:
Ganz interessant war das Leben und Zeitgeschehen rund um die drei Frauen zu lesen, aber spannend kann ich jetzt nicht behaupten. Das Alltags- und Berufsleben wurde sehr anschaulich geschildert, zumal mir als Leserin ja die schwedische Sichtweise geboten wurde. Ich bin etwas unsicher, ob ich ein weiteres Buch lesen möchte, sofern es denn eins geben mag. Auf der anderen Seite hätte ich schon gerne eine Antwort auf meine offenen Fragen. Ich möchte jetzt keinem vom Lesen der beiden Bücher abraten, aber wenigstens darauf hinweisen, dass es kein abschließendes Ende für mich gab.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#derstockholmcode #NetGalleyDE!

Montag, 25. Oktober 2021

Rezension - Geheimversteck Schlossturm und Geheimversteck Kö-Graben

Autorin: Susanne Püschel

Titel: Geheimversteck Schlossturm            Titel: Geheimversteck Kö-Graben
Genre: Kinderbuch, Zeitreise                         Genre: Kinderbuch Zeitreise
Version: gebundene Ausgabe                         Version: gebundene Ausgabe
erschienen: 23. Februar 2006                         erschienen: 24. Oktober 2007
Seiten: 143                                                      Seiten: 142
Altersempfehlung: ab 8 Jahre                         Altersempfehlung: ab 8 Jahre
Herausgeber : Droste Verlag                           Herausgeber : Droste Verlag


Über die Autorin:
Susanne Püschel, Jahrgang 1963, arbeitet an verschiedenen Schreib- und Lese-Projekten für und mit Kindern und Jugendlichen. 2007 erhielt sie die Förderung der Bertold Heinze Stiftung für ihr Buch "Geheimversteck Schlossturm". Außerdem ist sie Patin der Max-Schule Düsseldorf im Rahmen des Projektes Patenschaften zur Förderung und Stärkung der Lesekompetenz von Kindern. Susanne Püschel wurde im Ruhrgebiet geboren und lebt heute mit Ehemann und Tochter bei Düsseldorf. 


Kurzbeschreibungen, übernommen:
Geheimversteck Schlossturm
Jan traut seinen Augen nicht: Im Düsselgraben sitzt ein grünes Kerlchen mit strubbeligen Haaren. Es ist Dröppke Dusel, ein kleiner Wasserkobold, der schon seit Jahrhunderten in Düsseldorf lebt. Er nimmt Jan und dessen Schwester Lizi mit auf abenteuerliche Streifzüge durch die Geschichte Düsseldorfs, erzählt ihnen spannende Geschichten über Schneider Wibbel, den ersten Radschläger und den schiefen Turm der Lambertuskirche. Auf einer nächtlichen Zeitreise in die Vergangenheit begegnen sie im Stadtschloss sogar Jakobe von Baden, Kurfürst Johann Wilhelm und dem Hofkünstler Gabriel de Grupello. 
Geheimversteck Kö-Graben:
Der Düssel-Kobold Dröppke Dusel ist wieder da. Dieses Mal zeigt er den Geschwistern Jan und Lizi auf abenteuerlichen Streifzügen und Zeitreisen, was in den letzten beiden Jahrhunderten rund um den Kö-Graben passiert ist – vom Besuch Napoleons bis zur außergewöhnlichen Namensgebung der schönen Düsseldorfer Prachtstraße. Dröppke weiß, was Düsseldorfer Kinder gespielt haben, zeigt ihnen die Kö, als dort noch Kutschen und die Straßenbahn fuhrer, und wie die Bewohner der Stadt Kriege, Wohnungsnot und Ruinen erlebt haben. Die Kinder entdecken Düsseldorfer „Helden“, Originale und andere „Spezialitäten“ ihrer Heimatstadt ganz neu und werden bei ihren Zeitreisen in spannende Abenteuer verwickelt: Jan gerät versehentlich mitten in die Grande Armee Napoleons, und als Düsseldorfer Junge verkleidet, erlebt Lizi das große Seifenkistenrennen von 1957 als echte Herausforderung.


Meine Meinung:
Stadtgeschichte mal anders. Ich finde alle Düsseldorfer Kinder sollten die Geschichte ihrer Stadt kennen. Da gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Es könnten trockene Jahreszahlen und Begebenheiten auswendig gelernt werden oder es gibt Bücher mit Abenteuergeschichten, die gelesen oder vorgelesen werden können.
Jan muss für den Geschichtsunterricht zum Thema "Meine Stadt - früher" einen Aufsatz schreiben und das fällt ihm ausgesprochen schwer. Um auf andere Gedanken zu kommen, beziehungsweise damit ihm überhaupt etwas einfällt, läuft Jan an die Düssel und setzt sich dort aufs Mäuerchen. Auf einmal blicken ihn grüne Augen an. Sie gehören Dröppke Dusel, einem Wasserkobold, das in der Düssel lebt und schon sehr sehr alt ist. Dröppke kann Jan viel über Düsseldorf erzählen. Er hat außerdem die Möglichkeit, mit Jan Zeitreisen zu machen. Lizi, die jüngere Schwester von Jan ahnt etwas, als er sich nachts aus dem Haus schleicht und will ihn begleiten. So kommt es, dass die beiden mit Dröppke auf die Reise gehen und viel über Düsseldorf erfahren, ich will hier nicht alle aufzählen, die sie unsichtbar besucht haben. Ich möchte nur einige erwähnen, wie zum Beispiel Jakobe von Baden und Anna von Medici. 
So macht Geschichtsunterricht Spaß und Jan kann einen tollen Aufsatz vorlesen.
Allerdings wollen Jan und Lizi nun noch mehr über Düsseldorf erfahren und verabreden sich auch weiterhin mit Dröppke. Am Kögraben beginnt beginnt ein besonderes Abenteuer für Jan, tja, da war er  wohl sehr ungeduldig. Zum Glück kommt der Kobold in letzter Minute zur Rettung. So können Lizi und Jan weiter durch die Zeit in Düsseldorf herumreisen.
Susanne Püschel hat sehr fesselnd und vor allem spannend viele Begebenheiten der Düsseldorfer Geschichte beschrieben. Ohne Probleme können Kinder ab acht Jahren die Bücher lesen.


Fazit:
Kinderbücher, die auch von Erwachsenen gelesen werden können. Ich fand es sehr unterhaltsam, obwohl mir alle Begebenheiten bekannt waren. Aber es hat Spaß gemacht und gerne empfehle ich allen Eltern und Großeltern die beiden Bücher.

Dienstag, 12. Oktober 2021

Rezension - Das Geheimnis des Schneemanns



Autor: Nicholas Blake

Titel: Das Geheimnis des Schneemanns

Genre: Historischer Krimi, Winterbuch

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 18. September 2021

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Klett-Cotta



Über den Autor:
Nicholas Blake ist das Pseudonym des Autors Cecil Day-Lewis (1904–1972). Er war ein irisch-britischer Akademiker, arbeitete eine Zeit lang beim Verlag Chatto & Windus, wurde von der Queen zum Hofdichter ernannt und brauchte irgendwann Geld, weshalb er begann, unter Pseudonym äußerst erfolgreiche psychologische Kriminalromane zu schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Mr. Strangeways, ich wüsste gern, ob Sie das Übernatürliche akzeptieren.«
Im ehrwürdigen Easterham Manor gehen sonderbare Dinge vor sich. Zu Heiligabend haben sich Familie und Freunde versammelt, um zu ergründen, was es mit einer alten Spuklegende auf sich hat. Und tatsächlich scheint zumindest die Katze Gespenster zu sehen. Doch dann geschieht ein Mord, und nichts ist mehr, wie es war...
Als Privatdetektiv Nigel Strangeways gemeinsam mit seiner Frau Georgia zu einer Tante nach Essex reist, glaubt er noch, er sei nur eingeladen worden, um das rätselhafte Verhalten einer Katze aufzuklären. Doch schnell wird klar, dass der Geist, der offenbar seit Heiligabend in Easterham Manor sein Unwesen treibt, es nicht auf Katzen abgesehen hat, sondern auf sehr reale Menschen. Als ein Mitglied der Familie Restorick in Easterham zu Tode kommt, erwacht der Spürsinn des Detektivs. Welche Geheimnisse birgt das alte Gemäuer, in dem es angeblich spukt? Und welche Absichten verbergen die Gäste der Restoricks?


Meine Meinung:
Nachdem ich im vergangenen Jahr das Buch "Das Geheimnis von Dower House" gelesen hatte, wusste ich diesmal, was mich erwartet. Nicholas Blake hat dieses Buch 1941 geschrieben und somit gehört es zu den Klassikern mit besonderem Schreibstil.
Das Geheimnis des Schneemanns sollte offen gelegt werden, allerdings wurde ich im Prolog erst einmal nur neugierig gemacht und musste bis zum Ende warten.
Nigel Strangeways und seine Frau Georgia werden von Georgias Cousine gebeten, nach Essex zu reisen. Sie sollen herausfinden, ob Katzen Gespenster sehen können. Als morgens eine Bewohnerin des Hauses tot aufgefunden wird, kann Nigel nicht anders. Er bietet seine Hilfe an, zumal er vieles beobachtet hat und auch andere Antworten als die Polizei erhält.
Dieser Krimi erinnert an andere Klassiker. Jemand wird tot aufgefunden und alle Anwesenden werden zu Verdächtigen, denn von außerhalb kann niemand gekommen sein. Der Autor macht es uns Lesern, aber auch dem Privatdetektiv nicht leicht. Immer wieder rückt jemand anderes an erster Stelle der Liste mit den Verdächtigen. Merkwürdige Begebenheiten geben weitere Rätsel auf. Ich hatte zwar einen Verdacht, aber da lag ich nur halb richtig. Mehr werde ich dazu aber nicht schreiben.
So ganz nebenbei erfahre ich auch vieles über die damalige Situation, denn der Zeitgeist wird bestens wieder gegeben.


Fazit:
Ich erwähne noch ein weiteres Geheimnis, der Schneemann ist kein gewöhnlicher Schneemann, nein, es wird eine bekannte Persönlichkeit dargestellt. Das Cover verrät nichts. Wer mehr wissen will, sollte das Buch lesen.


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DasGeheimnisdesSchneemanns #NetGalleyDE!

Montag, 11. Oktober 2021

Rezension - Tru & Nelle - eine Weihnachtsgeschichte

Autor: Greg Neri

Titel: Tru & Nelle - eine Weihnachtsgeschichte: Inspiriert durch die Freundschaft von Truman Capote und Nelle Harper Lee

Genre: Weihnachtsbuch, historisch

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 25. August 2021

Seiten: 350

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Freies Geistesleben


Über den Autor:
Greg Neri ist für seine Kinderbücher "Yummy", "Chess Rumble", "Ghetto Cowboy" und "Hello, I’m Johnny Cash" bereits mit mehreren Literaturpreisen ausgezeichnet worden. Davor war er Filmemacher, Animator und Illustrator. Er lebt mit seiner Frau und Tochter an der Golfküste Floridas. Im Verlag Freies Geistesleben erschien sein großartiges Kinderbuch "Tru & Nelle". Eine Geschichte über die Freundschaft von Truman Capote und Nelle Harper Lee, das u. a. von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur als Buch des Monats ausgezeichnet wurde. www.gregneri.com


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Wunder muss her Tru hatte die Hoffnung, dass das Leben mit seiner Mutter in New York City endlich perfekt und aufregend würde. Doch es kommt alles ganz anders … Tru ist nicht nur traurig, er ist geradezu unglücklich und beschließt, zurück nach Monroeville zu fliehen, zurück zu Nelle, der einzigen Freundin, die er je hatte. Aber auch dort läuft anfangs einiges schief. Überall, wo er hinkommt, scheinen schlimme Dinge zu passieren. Die einzige Erklärung ist für ihn: Er muss verflucht sein. Doch nun steht Weihnachten vor der Tür, und Tru wünscht sich nichts sehnlicher, als glücklich zu sein. Aber dafür braucht es ein Wunder, damit dieser Wunsch in Erfüllung geht. Glücklicherweise ist Weihnachten ja bekanntlich das "Fest der Wunder" … Tru und Nelle basiert auf der wahren Freundschaft von Truman Capote und Nelle Harper Lee und auf realen Begebenheiten - von zärtlichen persönlichen Momenten bis hin zur schrecklichen Wahrheit des Lebens in den USA in Zeiten der Rassentrennung. Auch heute noch hochaktuell!


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach Weihnachtsbüchern wurde ich auf dieses aufmerksam. Zunächst durch das Cover und als ich dann Titel und Untertitel las, wurde ich besonders neugierig auf das Buch. Schließlich sind mir die Namen Truman Capote und Harper Lee bekannt. Allerdings ist es schon Jahrzehnte her, seit ich das Buch "Wer die Nachtigall stört" von Harper Lee gelesen habe. Truman Capote hat unter anderem "Frühstück bei Tiffany" geschrieben. Was mir nicht bekannt war, dass die beiden als Kinder befreundet waren und in einer Gegend lebten, in der Rassentrennung ganz strikt gelebt wurde. Noch eine Kleinigkeit nebenbei, über die ich schmunzeln konnte. Der Vorname Nelle ist rückwärts gelesen, der Name ihrer Großmutter. 
Der Autor Greg Neri hat sich bei diesem Buch von der Freundschaft der beiden inspirieren lassen. Die Geschichte ist fiktiv, aber die Schauplätze und Handlungen basieren auf wahre Begebenheiten, die in den 1930er Jahren in der Stadt Monroeville passiert sind.
Tru und Nelle sind Kinder ohne Vorurteile gegenüber Schwarzen und sehen das Unrecht gegenüber einigen Teilen der Bevölkerung. Der Ku-Klu-Klan ist sehr aktiv und das Leben ist für viele sehr gefährlich.
Das Buch wird für Kinder ab 11 Jahren vorgeschlagen, stellenweise war ich auch der Meinung einen Kinderdetektivabenteuerroman zu lesen. Auf der anderen Seite sollten vor allem Jugendliche und auch Erwachsene das Buch lesen, denn darin werden historische Begebenheiten aufgearbeitet. Ob die Kinder das alles so nachvollziehen können, weiß ich nicht. Auf jeden Fall sollte das mit Erwachsenen gemeinsam gelesen werden. Wir Älteren haben das Wissen, was damals so alles passiert und es auch heute noch in einigen Landesteilen für manche Personen schwierig ist.
Es gab sehr viele emotionale Stellen in dieser Geschichte, am meisten hat mir die besondere Weihnachtsfeier gefallen und so sehr ich es mir gewünscht habe, dass es für zwei Personen gut endet, befürchte ich, dass es in Wahrheit schlimm ausgegangen ist.


Fazit:
Historische Begebenheiten wurden sehr gut untergebracht. Weihnachten spielte während vieler Jahre eine sehr wichtige Rolle, vor allem die Erinnerungen daran blieben im Herzen. Gerne gebe ich ein Leseempfehlung für dieses Buch.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


#TruundNelleEineWeihnachtsgeschichte #NetGalleyDE!

Samstag, 2. Oktober 2021

Rezension - Des Kummers Nacht



Autor: Ralph Knobelsdorf

Titel: Des Kummers Nacht

Genre: Historischer Krimi

Version: eBook, Hörbuch und Paperback

erschienen: 27. August 2021

Seiten: 624

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Lübbe



Über den Autor:
Ralph Knobelsdorf Jahrgang 1967, wurde in Löbau/Sachsen geboren. Der Informatikkaufmann studierte in Halle an der Saale Philosophie, Jura und Geschichte mit dem Schwerpunkt Deutschland im 19. Jahrhundert. Nach Tätigkeiten in Werbe- und Internetagenturen arbeitet er gegenwärtig in einem Unternehmen der IT-Branche. Mit Des Kummers Nacht legt er sein Debüt als Autor historischer Kriminalromane vor. Der begeisterte Eishockeyanhänger und bekennende Liebhaber von Downton Abbey lebt mit Frau und zwei Kindern in Erfurt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Erleben Sie mit Wilhelm von der Heyden die Entwicklung der preußischen Kriminalpolizei im Berlin des 19. Jahrhunderts! 
Berlin, 1855: Wilhelm von der Heyden steht kurz vor dem Abschluss seines Studiums, als er Zeuge einer Explosion wird. Die Fenster der gegenüberliegenden Wohnung sind zerstört, eine Frau hängt leblos im Zaun. Um ihr zu helfen, eilt er an den Unglücksort - und gerät selbst in Verdacht. Der Wachtmeister hat sein Urteil schon gefällt, der Chef der Kriminalpolizei ist jedoch von Wilhelms Beobachtungsgabe begeistert und stellt ihn ein. Talentierte neue Mitarbeiter werden in der noch jungen preußischen Ermittlungsbehörde dringend benötigt. Doch Fingerspitzengefühl ist gefragt, denn bald schon führen die Ermittlungen Wilhelm und seine Kollegen in die höchsten Kreise ...


Meine Meinung:
Ich freue mich immer wieder, wenn ich neue Autoren entdecke, die außerdem noch historische Krimis schreiben. Überrascht war ich von der hohen Seitenzahl, das kannte ich bisher noch nicht bei einem Debüt. Manchmal schreckt mich das dann tatsächlich auch ab, aber diesmal war die Neugierde größer. 
So lernte ich Wilhelm von der Heyden und seinen besten Freund Johann kennen. Beide beobachten wie eine Frau aus einem Fenster stürzt und wollen ihr helfen. Allerdings kamen sie zu spät, denn sie hatte den Sturz nicht überlebt. Unversehens befanden sich im Team der Ermittler. Das fand ich sehr interessant, denn dadurch habe ich sehr viel über die Arbeit der Polizei und über künftige Entwicklungen erfahren können. Natürlich war es nicht leicht, einiges über das Umfeld der Toten heraus zu bekommen, denn sie gehörte zu einer Schicht der höheren Kreise.
Ralph Knobelsdorf hat für mich sehr ausführlich beschrieben, wie im Jahr 1855 gelebt und gearbeitet wurde. Viele historische Personen kamen ebenfalls in der Geschichte vor. So hatte Wilhelm das Vergnügen Otto von Bismarck kennen zu lernen. Allerdings fand ich den kriminelle Anteil jetzt nicht so groß und spannend. Schade fand ich auch, dass ich nach den vielen gelesenen Seiten immer noch offene Fragen hatte. 


Fazit:
Für mich war dies ein interessantes historisches Buch mit kriminellem Anteil. Wer dies mag, wird bestimmt begeistert sein.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 


#DesKummersNacht #NetGalleyDE!

Sonntag, 19. September 2021

Rezension - Das Auktionshaus - Der Glanz Londons


Autorin: Amelia Martin

Titel: Das Auktionshaus - Der Glanz Londons

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. August 2021

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Taschenbuch



Über die Autorin:
Amelia Martin ist das Pseudonym einer erfolgreichen Autorin, die jahrelang als Sachverständige für ein weltweit handelndes Auktionshaus gearbeitet, die Provenienz von Möbeln und Kunstgegenständen geprüft und Ausstellungen organisiert hat. Nach Jahren in England und im europäischen Ausland unternimmt die Autorin heute ausgedehnte Recherchereisen an die Schauplätze ihrer Romane.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Vom Elendsviertel in die glamouröse Welt der Auktionshäuser Als Sarah Rosewell in den Haushalt von Lady Sudbury aufgenommen wird, ändert sich ihr Leben über Nacht: Sie entkommt der Enge und der Gewalt ihres Elternhauses im Armenviertel Soho, und vor ihr liegt plötzlich eine strahlende Zukunft. Sie wird von ihrer Wohltäterin zu einer Expertin für wertvolle Gegenstände ausgebildet und beginnt, für das prestigeträchtige Auktionshaus Varnham’s zu arbeiten. Das ist jedoch vielen ein Dorn im Auge, und Sarah muss sich gegen mächtige Gegenspieler behaupten, die nur darauf warten, dass sie einen Fehler macht. Ihre Vergangenheit kann sie nicht abstreifen, und ihre Zukunft will sie nicht aufs Spiel setzen – auch wenn das bedeutet, dass sie den Mann, dem ihr Herz gehört, nie haben kann. Doch dann bricht der Erste Weltkrieg aus, und die Kriegsjahre verändern alles …


Meine Meinung:
Ich gebe zu, wenn im Buchtitel meine Lieblingshauptstadt London erwähnt wird, dann werde ich besonders neugierig. So kam es, dass ich Sarah kennen lernte, die mit ihrer Familie im Armenviertel Soho lebte. Die Lebensumstände waren schwer für sie, worauf ich allerdings nicht näher eingehen möchte. Auf jeden Fall entwickelte sich einiges für Sarah sehr märchenhaft, nach dem Motto: armes Kind trifft gute Fee. Bei Sarah war es Lady Sudbury, die das Mädchen aus ihrem Elend heraus holte und dafür sorgte, dass sie ihre Schulbildung erweitern und später eine Anstellung in einem Auktionshaus finden konnte. Es gab die üblichen Neider, die es Sarah nicht leicht machten, nicht immer konnte ich das nachvollziehen, aber es spiegelte das damalige soziale Verhalten in den verschiedenen Schichten wieder. Auf jeden Fall hat Sarah die Gelegenheit genutzt und ist den eingeschlagenen Weg weiter gegangen. Was für viele ein Unglück war; die meisten Männer wurden für den Kriegsdienst eingesetzt; bedeutete für Frauen vor über hundert Jahren, dass sie zeigen konnten, dass sie nicht nur ungebildet für die Familie sorgen, sondern auch etwas leisten konnten. Diesen Umständen verdankt es Sarah, dass sie sich zur Expertin des Auktionshauses entwickeln konnte. Es war sehr interessant zu lesen, was Sarah, ihren Familienmitgliedern und Freunden so alles erleben und verarbeiten mussten. Durch die ausführlichen Schilderungen der Autorin habe ich auch einen guten Einblick in die Arbeit dieses Auktionshauses bekommen können. An Dramatik, traurigen Begebenheiten und besonderen Situationen hat die Autorin nicht gespart, manches war mir dann doch etwas zu viel. Es war ganz interessant zu lesen, allerdings endete dieses Buch mit einem Cliffhänger, was sich überhaupt nicht gut finde.


Fazit:
Wer sehr ausführlich etwas über das Leben vor über hundert Jahren in London erfahren möchte und wer nicht nur vom Elend sondern auch vom Glanz lesen will, sollte dieses Buch lesen. Ich fand es ganz interessant, überlege mir allerdings, ob ich das zweite Buch unbedingt lesen möchte.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#DasAuktionshausDerGlanzLondons #NetGalleyDE


Rezension - Die Edelweißpiratin


Autorin: Michaela Küpper

Titel: Die Edelweisspiratin

Genre: Historisch

Version: eBook und Hardcover

erschienen: 1. September 2021

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Droemer HC


Über die Autorin:
Michaela Küpper wurde im niederrheinischen Alpen geboren und ist in Bonn aufgewachsen. In Marburg studierte sie Soziologie, Psychologie, Politik und Pädagogik. Dann zog es sie zurück ins Rheinland, wo sie nach einem Volontariat viele Jahre lang als Projektmanagerin in einem Verlag tätig war. Heute arbeitet sie als freie Autorin, Redakteurin und Illustratorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Exakt recherchiert, mitreißend erzählt:- ein ergreifendes Stück deutsche Geschichte aus der Zeit des Nationalsozialismus in Köln – und die wahre Geschichte einer mutigen Familie
Köln im Sommer 1933: Die SA stürmt die Wohnung der Familie Kühlem, die dafür bekannt ist, regelmäßig kommunistische Treffen abzuhalten. Gertrud und ihre Tochter Mucki lässt man zunächst in Ruhe, doch Peter Kühlem wird ins Braune Haus verschleppt. – wo erst einen Tag zuvor eine Freundin und Genossin zu Tode kam. und muss später als "Moorsoldat" in einem Arbeitslager um sein Leben bangen.
Trotz ihrer Sorge um Peter hält Gertrud jetzt erst recht an ihrem Kampf für eine bessere, gerechtere Welt fest. Als die Herrschaft der Nazis immer erdrückender wird, schließt Mucki sich den »Edelweißpiraten« an, einer Gruppe Jugendlicher, die im Widerstand aktiv ist und immer größere Risiken eingeht …
Michaela Küpper greift in ihrem sorgfältig recherchierten historischen Roman das Schicksal der Familie Kühlem aus Köln auf, die sich von Anfang an der Herrschaft des Nationalsozialismus widersetzt hat. »Die Edelweißpiratin« ist ein bewegender Roman – und eine wahre Geschichte.


Meine Meinung:
Nachdem ich vor kurzem erst das Buch "Der Kinderzug" von Michaela Küpper gelesen hatte, war ich neugierig auf dieses geworden. Denn ich war der Meinung, dass sie sehr gut recherchiert hatte und nun gespannt, ob es diesmal auch wieder so ist.
Die Geschichte ist fiktiv, allerdings gab es Gertrud "Mucki" Kühlen wirklich und anhand vieler Quellen hat die Autorin versucht, der Lebenswelt der Edelweißpiraten nachzuspüren. Dies berichtet Michaela Küpper im Nachwort und ich finde, es ist ihr bestens gelungen. 
Von Juli 1933 bis Juni 1946 konnte ich die Mutter Gertrud und ihre Tochter Mucki begleiten. Im Wechsel habe ich vieles jeweils über Mutter und Tochter erfahren können. Wobei Mutter Gertrud alles in der Ich-Form geschildert hat. Natürlich lernte ich auch weitere Personen kennen. Gertrud war als Apothekerin sehr aktiv und hat vielen Menschen auf verschiedenste Art und Weise geholfen. Mucki war schon als Kind sehr aufgeschlossen und hat vieles hinterfragt, leider wurde das von SA und SS nicht gerne gesehen. Ich fand es ausgesprochen interessant durch dieses Buch viel über das Leben junger Leute zu erfahren, die sich nicht in Gruppen pressen lassen wollten. Es hat auch nachdenklich gemacht, wie hätten wir damals wohl gehandelt? Glücklicherweise hat Mucki alles überlebt, im Gegensatz zu anderen sehr bekannten Edelweißpiraten. 


Fazit:
Wer mehr über das Leben junger Leute im besonderen, vor rund neunzig Jahren wissen möchte, sollte dieses Buch lesen. Es spiegelt vieles vom Alltagsleben wieder: Familie, Beruf, Schule und Einstellungen zum Zeitgeschehen werden sehr gut geschildert.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Montag, 13. September 2021

Rezension - Das Kind der Toskana



Autorin: Rhys Bowen

Titel: Das Kind der Toskana

Genre: Gegenwart, Historisch, Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Juli 2021

Seiten: 399

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Tinte & Feder 



Über die Autorin:
Rhys Bowen ist die Bestseller-Autorin von mehr als dreißig Krimis. Zu ihren Werken gehören die Molly Murphy-Krimis, die in New York City um 1900 spielen, und die leichteren Royal Spyness-Romane über eine Adlige im England der Dreißigerjahre. Sie schrieb auch die Constable Evans-Krimis über einen Police Constabler im heutigen Wales. Bowens Werke haben bis heute vierzehn Preise erhalten, darunter viele Agatha-, Anthony- und Macavity-Preise. Ihre Bücher sind in viele Sprachen übersetzt worden, und sie hat Fans auf der ganzen Welt, inklusive zwölftausend Followern auf Facebook. Als umgepflanzte Britin verbringt Bowen ihre Zeit zwischen Kalifornien und Arizona.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein bewegender Roman über ein tief vergrabenes Geheimnis, einen folgenschweren Verrat und die innige Verbundenheit der Liebe von Bestsellerautorin Rhys Bowen. 1944: Der britische Pilot Hugo Langley wird über der von deutschen Truppen besetzten Toskana abgeschossen. Schwer verletzt findet er Unterschlupf in einem zerstörten Kloster und Zuflucht in den Armen der jungen Sofia Bartoli. Sie rettet ihm das Leben. Fast dreißig Jahre später findet Hugos Tochter Joanna im Nachlass ihres Vaters einen berührenden Brief an Sofia, aber sie kann sich nicht erinnern, dass er jemals von ihr gesprochen hätte. Auf der Suche nach Antworten reist Joanna nach Italien. Das abgelegene Bergdorf, in dem Sofia zu Hause war, empfängt sie mit italienischer Gastfreundschaft – doch Joanna stößt auf eine Mauer des Schweigens, als sie beginnt, Fragen zu stellen …


Meine Meinung:
Von Rhys Bowen habe ich erst ein paar leichtere Krimis gelesen und war nun neugierig auf dieses Buch. Das Thema ist jetzt nicht so ungewöhnlich, Aufarbeitung von Begebenheiten während des zweiten Weltkrieges und das Aufdecken von Geheimnissen wird öfter zum Inhalt von Büchern gewählt. Nun war ich gespannt, was die Autorin sich hat einfallen lassen.
Ich lernte Hugo kennen, der als britischer Flieger über der Toskana abgeschossen und dort von Sofia gefunden und versorgt wird. Gleichzeitig darf ich Joanna begleiten, die im Nachlass ihres Vaters Hugo einen Brief findet und nun wissen will, was damals passiert ist. Im Wechsel lerne ich nun die Geschichte von Hugo kennen und lese, was Joanna alles in Erfahrung bringen kann. Im Grunde sind es ja zwei verschiedene Geschichten. Da Hugo inzwischen verstorben ist, hoffe ich, dass zumindest Joanna alles erfährt und es für sie ein gutes Ende nimmt. Ich will nicht zu viel verraten, nur erwähnen, dass ich damit  am Ende sehr zu frieden war.


Fazit:
Es ist zwar eine fiktive Geschichte, allerdings ist sie sehr realistisch geschildert und ich kann mir vorstellen, dass das eine oder andere damals auch passiert sein kann. Auf jeden Fall ist alles sehr eindrucksvoll beschrieben und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung. 


 Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DasKindderToskana #NetGalleyDE


Rezension - Die Muse von Florenz


Autorin: Manuela Terzi

Titel: Die Muse von Florenz

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. August 2021

Seiten: 473

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Gmeiner-Verlag




Über die Autorin:
Manuela Terzi lebt in Wien und verfasst romantische, spannende Romane mit historischem Hintergrund. Die freiberufliche Autorin spricht italienisch und genießt es, ihre Fantasie auf Reisen nach Italien zu beflügeln. Sie ist eine profunde Kennerin der italienischen Renaissance. Am liebsten lässt sie sich von Besuchen in Museen, Archiven und inmitten des centro storico inspirieren.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Florenz, 1426. Die Notarstochter Juliana genießt ein privilegiertes Leben im väterlichen Palast, bis eine Begegnung mit einem außergewöhnlichen Künstler alles verändert. Sie verliebt sich in den Bildhauer Dario und kennt fortan nur noch ein Ziel: Sie will ihm und Baumeister Filippo Brunelleschi bei der Erfüllung ihres Traums helfen - dem Bau der großen Kuppel der Santa Maria del Fiore. Aus Liebe zu Dario bricht Juliana alle Konventionen. Doch die Florentiner Gesellschaft duldet keine Schwäche und auf Julianas Familie lastet ein dunkles Geheimnis …


Meine Meinung:
Mir gefällt es immer wieder, dass ich beim Lesen von Büchern mit historischem Hintergrund viel über das Leben der damaligen Zeit erfahren kann. Dabei ist es egal, ob es damals wirklich eine Muse namens Juliana gab oder nicht. Ich habe viel über die Arbeit eines Notars erfahren und natürlich über die Arbeitsbedingungen beim Bau der Kuppel. Die Autorin hat es verstanden über das privilegierte Leben in Florenz zu schreiben und dabei Familiengeheimnisse und die Romanze einfließen zu lassen. Gleichzeitig hat sie mir das Gefühl gegeben, dass ich in Florenz dabei bin und Juliana bei allem begleiten konnte. 


Fazit:
Alltagsleben, Zeitgeschehen, Dramatik und Romanze, all dies und noch mehr wurde in diesem Buch miteinander verknüpft und es beschert ein interessantes Lesevergnügen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetgalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.