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Montag, 25. Oktober 2021

Rezension - Geheimversteck Schlossturm und Geheimversteck Kö-Graben

Autorin: Susanne Püschel

Titel: Geheimversteck Schlossturm            Titel: Geheimversteck Kö-Graben
Genre: Kinderbuch, Zeitreise                         Genre: Kinderbuch Zeitreise
Version: gebundene Ausgabe                         Version: gebundene Ausgabe
erschienen: 23. Februar 2006                         erschienen: 24. Oktober 2007
Seiten: 143                                                      Seiten: 142
Altersempfehlung: ab 8 Jahre                         Altersempfehlung: ab 8 Jahre
Herausgeber : Droste Verlag                           Herausgeber : Droste Verlag


Über die Autorin:
Susanne Püschel, Jahrgang 1963, arbeitet an verschiedenen Schreib- und Lese-Projekten für und mit Kindern und Jugendlichen. 2007 erhielt sie die Förderung der Bertold Heinze Stiftung für ihr Buch "Geheimversteck Schlossturm". Außerdem ist sie Patin der Max-Schule Düsseldorf im Rahmen des Projektes Patenschaften zur Förderung und Stärkung der Lesekompetenz von Kindern. Susanne Püschel wurde im Ruhrgebiet geboren und lebt heute mit Ehemann und Tochter bei Düsseldorf. 


Kurzbeschreibungen, übernommen:
Geheimversteck Schlossturm
Jan traut seinen Augen nicht: Im Düsselgraben sitzt ein grünes Kerlchen mit strubbeligen Haaren. Es ist Dröppke Dusel, ein kleiner Wasserkobold, der schon seit Jahrhunderten in Düsseldorf lebt. Er nimmt Jan und dessen Schwester Lizi mit auf abenteuerliche Streifzüge durch die Geschichte Düsseldorfs, erzählt ihnen spannende Geschichten über Schneider Wibbel, den ersten Radschläger und den schiefen Turm der Lambertuskirche. Auf einer nächtlichen Zeitreise in die Vergangenheit begegnen sie im Stadtschloss sogar Jakobe von Baden, Kurfürst Johann Wilhelm und dem Hofkünstler Gabriel de Grupello. 
Geheimversteck Kö-Graben:
Der Düssel-Kobold Dröppke Dusel ist wieder da. Dieses Mal zeigt er den Geschwistern Jan und Lizi auf abenteuerlichen Streifzügen und Zeitreisen, was in den letzten beiden Jahrhunderten rund um den Kö-Graben passiert ist – vom Besuch Napoleons bis zur außergewöhnlichen Namensgebung der schönen Düsseldorfer Prachtstraße. Dröppke weiß, was Düsseldorfer Kinder gespielt haben, zeigt ihnen die Kö, als dort noch Kutschen und die Straßenbahn fuhrer, und wie die Bewohner der Stadt Kriege, Wohnungsnot und Ruinen erlebt haben. Die Kinder entdecken Düsseldorfer „Helden“, Originale und andere „Spezialitäten“ ihrer Heimatstadt ganz neu und werden bei ihren Zeitreisen in spannende Abenteuer verwickelt: Jan gerät versehentlich mitten in die Grande Armee Napoleons, und als Düsseldorfer Junge verkleidet, erlebt Lizi das große Seifenkistenrennen von 1957 als echte Herausforderung.


Meine Meinung:
Stadtgeschichte mal anders. Ich finde alle Düsseldorfer Kinder sollten die Geschichte ihrer Stadt kennen. Da gibt es natürlich viele Möglichkeiten. Es könnten trockene Jahreszahlen und Begebenheiten auswendig gelernt werden oder es gibt Bücher mit Abenteuergeschichten, die gelesen oder vorgelesen werden können.
Jan muss für den Geschichtsunterricht zum Thema "Meine Stadt - früher" einen Aufsatz schreiben und das fällt ihm ausgesprochen schwer. Um auf andere Gedanken zu kommen, beziehungsweise damit ihm überhaupt etwas einfällt, läuft Jan an die Düssel und setzt sich dort aufs Mäuerchen. Auf einmal blicken ihn grüne Augen an. Sie gehören Dröppke Dusel, einem Wasserkobold, das in der Düssel lebt und schon sehr sehr alt ist. Dröppke kann Jan viel über Düsseldorf erzählen. Er hat außerdem die Möglichkeit, mit Jan Zeitreisen zu machen. Lizi, die jüngere Schwester von Jan ahnt etwas, als er sich nachts aus dem Haus schleicht und will ihn begleiten. So kommt es, dass die beiden mit Dröppke auf die Reise gehen und viel über Düsseldorf erfahren, ich will hier nicht alle aufzählen, die sie unsichtbar besucht haben. Ich möchte nur einige erwähnen, wie zum Beispiel Jakobe von Baden und Anna von Medici. 
So macht Geschichtsunterricht Spaß und Jan kann einen tollen Aufsatz vorlesen.
Allerdings wollen Jan und Lizi nun noch mehr über Düsseldorf erfahren und verabreden sich auch weiterhin mit Dröppke. Am Kögraben beginnt beginnt ein besonderes Abenteuer für Jan, tja, da war er  wohl sehr ungeduldig. Zum Glück kommt der Kobold in letzter Minute zur Rettung. So können Lizi und Jan weiter durch die Zeit in Düsseldorf herumreisen.
Susanne Püschel hat sehr fesselnd und vor allem spannend viele Begebenheiten der Düsseldorfer Geschichte beschrieben. Ohne Probleme können Kinder ab acht Jahren die Bücher lesen.


Fazit:
Kinderbücher, die auch von Erwachsenen gelesen werden können. Ich fand es sehr unterhaltsam, obwohl mir alle Begebenheiten bekannt waren. Aber es hat Spaß gemacht und gerne empfehle ich allen Eltern und Großeltern die beiden Bücher.

Montag, 3. Februar 2020

Rezension - Drei Tage im November - Düsseldorf 1811



Autorin: Christa Holtei

Titel: Drei Tage im November - Düsseldorf 1811

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Oktober 2019

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droste Verlag



Über die Autorin:
Christa Holtei, geboren 1953 in Düsseldorf, studierte Anglistik und Romanistik, Philosophie und Pädagogik und arbeitete lange Zeit im Bereich der mittelalterlichen englischen Literatur, Sprache, Geschichte und Kultur am Anglistischen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 1994 tätig als Übersetzerin und Autorin für verschiedene Verlage.


Kurzbeschreibung, übernommen:
1811 – Düsseldorf steht Kopf. Der lang erwartete Besuch Napoleons sorgt für Aufregung in der Residenzstadt am Rhein. Ausgerechnet jetzt werden ein kaiserlicher Kurier und ein Kaufmannssohn ermordet. Der junge Commissar Jakob Hartenfels entdeckt bald eine Verbindung zwischen den Fällen. Unterstützt von Hofkammerrat Hermann Joseph Beuth setzt er alles daran, die Morde aufzuklären, ehe der Kaiser die Stadtgrenze erreicht.


Meine Meinung:
Aus drei Gründen wollte ich dieses Buch gerne lesen. Ich wohne in Düsseldorf, lese gerne Krimis und mag historische Bücher. Und ich kann gleich sagen, dass ich begeistert war.
Christa Holtei hat es bestens verstanden und mir nicht nur Einblicke in das Düsseldorfer Leben zu Napoleons Zeiten verschafft, sondern auch für Spannung gesorgt.
1811 - Ein Kurier soll eine Nachricht nach Düsseldorf bringen, er kommt dort aber leider nicht an. Ich bekomme zwar mit, was ihm so kurz vor Düsseldorf passiert, aber das war es dann auch. Gegenüber dem jungen Commissar Jakob Hartenfels habe ich nur einen Vorteil, ich kenne den Namen des Toten.
Ich finde es immer wieder interessant, wie Polizeiarbeit ohne unsere heutigen technischen Hilfsmittel durchgeführt wird. Hier sind es ja über 200 Jahre und gerne habe ich Jakob bei seiner Arbeit. begleitet. Zunächst erhielt er nur Unterstützung vom Polizeidiener Bruck, ein echter Düsseldorfer Jung, dessen Schwester die beiden mit Düsseldorfer Köstlichkeiten versorgte.
Im Laufe der Geschichte habe ich reichlich Personen kennen gelernt, die für die Stadt wichtig waren und deren Namen heute viele auf Straßenschildern finden. Ob sie es sich jemals haben träumen lassen, dass sie mal in einem historischen Krimi eine Rolle spielen 😉  und Straßen nach ihnen benannt werden?
Auf jeden Fall hat es mich begeistert, dass ich teilhaben durfte und so nebenbei noch vieles erfahren habe, was mir im Einzelnen nicht bewusst war. Geschickt hat die Autorin Daten und Fakten in die Handlung eingebunden. Wer weiß von uns beispielsweise, dass eine Insel "Klein-London" genannt wurde, worauf Zölle gelegt wurden und was damals unternommen wurde, damit trotzdem alle Bewohner im Rheinland klar kamen. Nun soll keiner meinen, das alles könnte doch langweilig werden und keine Rolle in einem Krimi spielen. Da muss ich dann widersprechen, denn es passte bestens in die Handlung und hat zusätzlich für eine gewisse Spannung gesorgt.
Ich möchte jetzt natürlich nicht noch mehr vom Inhalt des Buches verraten und anderen Lesevergnügen nehmen.


Fazit:
Es hat mir sehr gut gefallen, etwas über die drei Tage im November zu erfahren. Außerdem war ich im damaligen Düsseldorf zu Fuß unterwegs, was mir besondere Einblicke beschert hat. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter, für Düsseldorfer ein "Muss" und für alle Interessierten, die mehr über die Stadt erfahren möchten, eignet es sich wunderbar.


Ich selber wurde auf dieses Buch im Dezember aufmerksam, denn in meiner Tageszeitung erschien ein sehr großer Artikel zu diesem Buch, der mich sehr neugierig machte. Ich freue mich, dass mir vom Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Ein weiteres Buch der Autorin habe ich mir inzwischen im Buchhandel schon besorgt.

Samstag, 28. November 2015

Rezension - Tote Hippe an der Strippe


Autorin:  Lotte Minck

Titel: Tote Hippe an der Strippe

Genre: Kirmi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 28. September 2015

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droste



Die Autorin Lotte Minck ist von Geburt halb Ruhrpottgöre, halb Nordseekrabbe. Nach 50 Jahren im Ruhrgebiet entschied sie sich, an die Nordseeküste zu ziehen. Ihre Heldin Loretta Luchs und alle Personen in Lorettas Universum sind eine liebevolle Huldigung an Lotte Mincks alte Heimat, die sie immer gern besucht.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bisher hat Loretta die Arbeit an der Sexhotline immer Spaß gemacht, aber seit Belinda und Jeanette dort arbeiten, herrscht eine andere Stimmung. Den Grund dafür erfahren Loretta und Erwin, als Chef Dennis sie verzweifelt um Hilfe bittet: Er wird massiv unter Druck gesetzt, binnen vier Wochen sein Personal durch »professionelle« Damen zu ersetzen. Damen wie Belinda und Jeanette, die über die Hotline Freier für einen Puff akquirieren. Zweimal wurde Dennis bereits zusammengeschlagen, seine Scheune ging in Flammen auf und – für ihn das Schlimmste – fünf seiner sechs geliebten Zwergseidenhühner wurden brutal abgeschlachtet. Die »SoKo Hühnerhof« schickt erst Freundin Bärbel, dann Loretta undercover ins Rennen. Und plötzlich eskalieren die Ereignisse ...


Meine Meinung:
Oft werde ich wirklich nur durch ein besonders auffallendes Cover und den Titel  auf ein Buch aufmerksam. So war es auch hier. Ich fand das Cover sehr witzig und war neugierig, was sich dahinter verbirgt. Da ich ja ein bekennender Fan von Regionalkrimis bin, hatte das Buch sofort gewonnen. Außerdem wollte ich unbedingt wissen, was eine Krimödie ist.
Schnell stellte ich fest, dass dies nicht der erste Fall ist, den Loretta und Erwin lösen, aber ich hatte nicht das Gefühl die anderen Bücher kennen zu müssen. Ich war auch sehr schnell drin im Thema.

Mit viel Humor und auch Spannung erzählt Lotte Minck, wie Loretta und ihre Freunde ihrem Chef helfen wollen. Durch den lockeren und flüssigen Schreibstil konnte ich das Buch prima in einem Rutsch durchlesen. Die beteiligten Personen hat sie wunderbar geschildert und ich habe alle, bis auf die Bösen natürlich, in mein Leserherz geschlossen. Die ganze Geschichte wird in der Ich-Form aus Sicht von Loretta erzählt. Was dem ganzen noch eine besondere Würze gab, denn Loretta muss in ganz anderen Kreisen ermitteln und sich dafür verwandeln und über den einen oder anderen Schatten springen. Leider klappt das nicht immer und dadurch wird es sogar sehr dramatisch und die Spannung steigt. Denn leider gibt es Tote, womit die Hobbyermittler in keinster Weise gerechnet hatten. Bevor ich hier nun zu viel verrate. empfehle ich lieber das Buch zu lesen und sich den Spaß nicht entgehen zu lassen.


Fazit:
Klar, ich hatte es mir ja schon gedacht, bei einer Krimödie kann ich davon ausgehen, dass ich sehr viel Spaß haben werde, Lachen muss und aber auch vor Spannung bibbere. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.

Beim Droste Verlag und Blogg Dein Buch möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.