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Sonntag, 26. September 2021

Rezension - Das kleine Hotel am Meer



Autorin: Hannah Hope

Titel: Das kleine Hotel am Meer

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. September 2021

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Independently published 



Über die Autorin:
Hannah Hope ist eine Deutschamerikanerin, die ihre deutsche Heimat genauso liebt wie die Westküste der USA. Die letzten zehn Jahre verbrachte sie mit ihrer Familie, Katzen und Hühnern überwiegend im nördlichen Kalifornien. Hannah Hope ist das Pseudonym einer Journalistin und promovierten Betriebswirtin, die es genießt, dem hektischen Leben zu entfliehen und Geschichten zu Papier zu bringen. Unter dem Namen Mimi J. Poppersen ist sie Amazon-Bestseller-Autorin im Genre humorvolle Belletristik.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine malerische Bucht auf Mallorca, eine unerwartete Erbschaft und ein Dorf mit einem dunklen Geheimnis!  
Völlig überraschend erbt Laura das Anwesen ihrer Großtante auf Mallorca. Der Zeitpunkt hätte nicht unpassender sein können, da sie gerade in den Startlöchern für ein aufregendes Berufsleben steht. 
Laura fliegt auf die Insel mit der festen Absicht, das Haus gleich zu verkaufen. Doch es ist nicht irgendein Anwesen, das sie geerbt hat, sondern ein kleines Hotel an einer wunderschönen mallorquinischen Bucht. 
Bei ihrem Besuch lernt sie die Angestellten des Hotels und die Dorfbewohner kennen. Schnell verliebt sie sich in Land und Leute. Vor allem der unnahbare Restaurantbesitzer im Ort bringt ihre Gefühlswelt völlig durcheinander. 
Es könnte so einfach sein, denn Laura hat ein lukratives Kaufangebot auf dem Tisch. Doch bald erkennt sie, dass die Hotelkette, die das Anwesen übernehmen will, nichts Gutes im Sinn hat. Laura beginnt, das Angebot zu hinterfragen, und stellt fest, dass viel mehr hinter den Machenschaften der Hotelbetreiber steckt, als zuerst angenommen. Laura ist zwischen dem Inselleben und ihrem Alltag hin- und hergerissen. Die Ereignisse überschlagen sich, ehe Laura eine Entscheidung treffen kann.


Meine Meinung:
Da ich zur Zeit sehr viele Krimis lese, brauche ich zur Abwechslung doch mal etwas leichtes zum Lesen. Deshalb freute ich mich, als ich auf ein neues Buch von Mimi J. Poppersen aufmerksam gemacht wurde. Ganz begeistert war ich, weil ich mit diesem Buch mal wieder nach Mallorca reisen konnte. 
Allerdings startete die Geschichte etwas dramatisch und es sollte sich auch später noch als überaus rätselhaft und spannend herausstellen, aber mehr verrate ich nicht. Ich lernte also Laura kennen, die von ihrer Großtante völlig überraschend ein kleines Hotel auf Mallorca geerbt hatte. Das Thema selbst war mir als Vielleserin nicht unbekannt und ich war neugierig, was sich die Autorin alles hat einfallen lassen und womit sie mich unterhalten würde. 
Um es kurz zu machen, weil ich immer noch nichts vom Inhalt verraten will, es hat mir sehr gut gefallen, denn es gab überraschende Wendungen, ich war auf der Insel unterwegs und lernte fast nur liebenswerte Menschen kennen. Laura konnte endlich wichtige Entscheidungen treffen und vieles wurde geklärt. 


Fazit:
Ein schönes unterhaltsames Buch für zwischendurch, für mich genau das richtige und ich gebe gerne eine Leseempfehlung. 

Bei der Autorin bedanke ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar

Samstag, 22. Mai 2021

Rezension - Denn die Hoffnung endet nie - Im Sturmwind der Freiheit



Autorin: Julia Drosten

Titel: Denn die Hoffnung endet nie

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Mai 2021

Seiten: 397

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Independently published 



Über die Autoren:
Julia Drosten ist in Wirklichkeit ein verheiratetes Autorenduo. Horst und Julia Drosten leben im Münsterland und hatten schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß macht ihnen die Recherche. So flogen sie schon zusammen in einem alten Doppeldecker oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen. Für "Die Honigprinzessin" absolvierten sie einen Imkerkurs, für "Die schwarze Taube von Siwa" folgten sie in Ägypten den Spuren der alten Pharaonen und für "Die Elefantenhüterin" besuchten sie u. a. wilde Elefanten auf Sri Lanka. Für den Roman "Der Duft von Zimtblüten" flogen sie quer über Afrika, fuhren die Gartenroute von Port Elizabeth bis nach Kapstadt und besuchten alle Schauplätze. Julia Drosten schreibt bevorzugt historische Romane. Mit "Die Honigprinzessin" und "Meine Seele schreit so laut" haben die zwei auch erfolgreiche Gegenwartsromane geschrieben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Zwei Frauen, die das Schicksal zu Feindinnen bestimmt hat, kämpfen in den Wirren des Zweiten Weltkrieges Seite an Seite um ihre Kinder.
Im kleinen Badeort Heringsdorf freut sich die über neunzigjährige Hermine Voßberg mit Sohn Artur und Schwiegertochter Karin auf ihre Lieblingssendung Bares für Rares. Doch dann findet der Experte im Geheimfach eines antiken Sekretärs einen silbernen Becher mit einer rätselhaften Gravur aus dem Jahr 1944 und Hermine bricht zum Entsetzen von Artur und Karin in Tränen aus. Von ihrem Sohn gedrängt, offenbart sie ein viele Jahre tief in sich verborgenes Geheimnis. Sie erzählt die Geschichte von Paulina, einer Widerstandskämpferin aus Warschau, die im Land ihrer Feinde verzweifelt nach ihrer verschwundenen Nichte sucht. Als Paulina und Hermine sich auf einem abgeschiedenen Anwesen in Pommern begegnen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Um ihre Kinder zu retten, schließen sie einen Pakt gegen Willkür und Unmenschlichkeit.
Eine bewegende Geschichte über eine tiefe Freundschaft, die Hass und alle Grenzen überwindet. Dramatisch, atmosphärisch und hoch spannend.


Meine Meinung:
Von Julia und Horst Drosten habe ich schon viele Bücher gelesen und alle haben mich begeistert. Sie wählen immer ein ganz besonderes Thema und recherchieren gründlich und vor allem vor Ort. Deshalb bin ich immer wieder gespannt und freue mich auf ein weiteres Buch von ihnen.
So kam es, dass ich Paulina und Hermine kennen lernte. Zwei ganz unterschiedliche Frauen, die in verschiedenen Gegenden und vor allem sozialem Umfeld aufgewachsen sind. Paulina wohnt zum Zeitpunkt, an dem ich sie kennen lerne in Warschau und lebt als Widerstandskämpferin gefährlich. Hermine wächst wohlbehütet in Stettin auf und lässt sich verführen, denn es schmeichelte sie, dass ein gestandener Mann sich für sie interessierte. Beide Frauen haben natürlich unterschiedliche Sichtweisen auf die Geschehnisse rund um sie herum. Das ist verständlich, zeigt uns Leser aber auch, dass es immer auf die Betrachtungsweise ankommt. Trotz der Unterschiede kommen die beiden Frauen sich näher und müssen dann gemeinsam vieles durchstehen. Darauf will ich hier nun nicht näher eingehen. Allerdings hat mich vieles davon berührt und auch ein bisschen sauer gemacht. Schlimm, wie sich damals viele Menschen verhalten haben, leider durchaus realistisch.
Julia und Horst Drosten haben mich ein weiteres Mal an ihr Buch gefesselt, denn ich wollte natürlich wissen, was passiert und ob die Frauen es schaffen, wie ich es ihnen gewünscht habe. Denn gut ausgehen würde es ja, weil eine Betroffene die ganze Geschichte erzählt. Den Anlass dazu gab eine Sendung "Bares für Rares". Mit der Schilderung der Sendung startete das Buch und ich musste mehrmals schmunzeln, denn ich hatte das Team so richtig vor Augen und "hörte" sie auch. Ich verrate ja nichts, wenn ich hier kurz erwähne, dass ein Silberbecher, der zufällig gefunden wurde, den wirklichen Ausschlag gab, dass Hermine eine bewegende und geheimnisvolle Geschichte erzählte. Ich wollte es kaum glauben, aber vieles davon ist wirklich passiert. Deshalb habe ich mich außerhalb dieses Buches noch mehr über das Thema Kinderheim - Lebensborn informiert. 


Fazit:
Ein Buch, das mich berührt hat. Es hat mir gezeigt, dass Zusammenhalt und Freundschaft selbst unter so genannten Feinden möglich ist. Es zeigt aber auch, dass es eine Zeit gab, in der unmenschliches passierte und es lebensgefährlich war, sich dagegen zu wehren. Vielen war damals wie heute einiges sicher nicht bekannt und deshalb finde ich es gut, wenn Autoren uns in Romanform berichten, was passiert ist.  Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. 

Montag, 4. Januar 2021

Rezension - DüsselGin - Ortstermin Düsseldorf


Autorin: Gabi Bierhaus

Titel: DüsselGin - Ortstermin Düsseldorf

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Juli 2020

Seiten: 429

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Independently published




Über die Autorin:
Gabi Bierhaus - Jahrgang 1952 - lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf. Sie hat nach dem Studium der Volkswirtschaft und einem Volontariat bei der Westdeutschen Zeitung einige Jahre als Wirtschaftsjournalistin beim Handelsblatt gearbeitet, was sich jedoch in den achtziger Jahren als relativ inkompatibel mit der Familienplanung erwies
Also sattelte sie um und arbeitete zusammen mit ihrem Mann selbstständig als Steuerberaterin. Seit einer ihrer Söhne ihren Job übernommen hat, hat sie wieder mehr Zeit zum Schreiben und zum Reisen. Impressionen dieser Touren finden sich teilweise in ihren Büchern und auch in Form von Reiseberichten auf der Website unter www.gabi-bierhaus.de


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wer hat die millionenschwere Fabrikantenwitwe Iris Küppersbusch mit dem Gift des Kugelfisches ins Jenseits befördert? Hatte etwa einer der japanischen Mitbürger in Düsseldorf damit zu tun?
Eher nicht, denn an ihrem Todestag waren die sie liebenden Verwandten bei Iris zum Tee und haben ihr eine Flasche ›DüsselGin‹ überreicht, die das Gift enthielt. Nur - wie ist es dort hineingekommen? Neffe und Nichte schwören Stein und Bein, sie hätten die Flasche und sich gegenseitig nicht aus den Augen gelassen.
Hauptkommissar Otto Tjombe, dem Nachfolger Tom Brechts als Leiter des KK11, ist überhaupt nicht wohl bei der Sache, als der Neffe schließlich angeklagt wird. Und auf Otto Tjombes gutes Bauchgefühl war bisher stets Verlass.
Die junge und unerfahrene Juristin Luzie Holm verteidigt in ihrem ersten großen Schwurgerichtsprozess den Neffen und Erben der Toten. Ihr Gegenspieler ist der nette Kommissar Axel König vom KK11, der sich mit Luzie eigentlich lieber bei einem Candle-Light-Dinner treffen würde als vor Gericht.


Meine Meinung:
Ich hatte vor einer Weile einen Zeitungsartikel gelesen, in dem die Düsseldorfer Autorin Gabi Bierhaus und dieses Buch vorgestellt wurde. Da ich oft gezielt Ausschau nach Regionalkrimis halte, war meine Neugierde geweckt und ich wollte diesen Krimi lesen.
Mit DüsselGin startet die Autorin eine neue Serie und ich lernte zunächst viele Personen kennen. Auf der einen Seite Hauptkommissar Otto Tjombe mit seinen Kollegen und seiner Familie. Auf der anderen Seite die Juristin Luzie Holm und auch hier ihre Kollegen und Familie. Dabei hat Gabi Bierhaus einigen Beteiligten sehr interessante Charaktere eingehaucht. Aber dazu möchte ich nicht mehr schreiben, denn es würde stellenweise das Lesevergnügen mindern.
In diesem Fall kommen nicht nur Otto Tjombe und seine Mitarbeiter zum Einsatz, auch Luzie Holm muss zeigen, was sie kann. Die reiche Fabrikantenwitwe Iris Küppersbusch wird tot aufgefunden und für uns alle beginnt das große Rätselraten, wie das Gift in den Gin gekommen ist. Es gibt zwar eine Verhaftung, aber wir alle sind immer noch nicht sicher, ob der wahre Täter gefunden wurde. Luzie Holm sorgt bei ihrem ersten großen Fall vor Gericht dann auch für eine überraschende Wendung. Später bietet die Autorin eine weitere Überraschung und ein Ende, dass mich auf weitere Folgen hoffen lässt.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass ich alle bei ihrer Arbeit begleiten konnte. Außerdem freute ich mich über die bekannten Düsseldorfer Örtlichkeiten. Die Spannung war jetzt nicht so groß, dass ich Herzklopfen bekam, aber ich fühlte mich von Anfang bis Ende an das Buch gefesselt, weil ich wissen wollte, wie sich alles entwickelt und vor allem war ich gespannt auf die Auflösung. Natürlich hatte ich mir ebenfalls Gedanken gemacht, aber auf das Ergebnis bin ich dann doch nicht gekommen, was aber auch daran lag, dass es nicht nur für mich neue Informationen gab.


Fazit:
Ein gelungener Start einer neuen Serie, mit vielen interessanten Personen und rätselhaften Begebenheiten. Ich fühlte mich gut unterhalten und habe das Buch mal wieder in einem Rutsch gelesen. Deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Montag, 30. November 2020

Autoreninterview Marco Toccato

 

Lieber Marco,

ich freue mich, dass ich Dich ebenfalls interviewen darf. Persönlich sind wir noch nicht begegnet, aber vielleicht ergibt sich auf der einen oder anderen Buchmesse einmal, wenn wir mal wieder teilnehmen können.

Kennen gelernt haben wir uns über die Bloggerlounge des Self Publisher Verbandes und dort hast Du mir mitgeteilt, dass Du Dich gerne meinen Fragen stellen möchtest. Das finde ich klasse und lege dann auch direkt mit meinen Fragen los.

 

Ich habe auf Deiner Homepage gelesen, wie es dazu kam, dass Du ein Buch geschrieben hast. Möchtest Du dies hier noch einmal kurz erklären?

Ja gerne, es war aus Wut und Stress! Ich hatte beruflich Ärger und ganz schlimm war ein Streit in der Nachbarschaft, der mich dann auch noch privat erwischte. Da die betreffende Person selbst schreibt, wollte ich sie damit ärgern, von mir in einem Buch verewigt zu werden. Es wurde ein Regionalkrimi mit fiktionalem Charakter im schönen Ort Kronenburg, weil ich alle Namen und Orte umbenannt habe. Ich hatte Angst vor juristischen Problemen, deshalb auch mein Pseudonym. Das Buch heißt „Amor Amaro und die tote Nachbarin“

 

Wenn ich das richtig gesehen habe, hast Du in der Hauptsache Krimis geschrieben. Wie kam es zu der Entscheidung, in diesem Genre zu schreiben?

Das ergibt sich zum Teil aus dem, was ich vorher sagte, denn erstens schreibt die Nachbarin auch Krimis, dann wird „meine Nachbarin“ ermordet aufgefunden und last but not least ist mir ein lustiger Protagonist eingefallen, nämlich ein Deutschitaliener namens Amor Amaro, der als Privatdetektiv arbeitet. Den gibt es nun in noch vier weiteren Büchern. Der isst übrigens gerne, weshalb es in den Amor Amaro-Büchern immer Rezepte aus der italienischen Küche gibt.

 

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Oh, das hängt ganz davon ab, wie die Ideen kommen. Bei den „Amor Amaros“ genügt meistens die Grundidee und dann geht’s los. Mir ist es mal passiert, dass ich an einem Tag 60 Seiten geschrieben habe. Trotzdem brauche ich für ein Buch in der Regel 2-3 Monate.

Bei den anderen Büchern, besonders den zweien der „Wiener Träume“-Reihe habe ich viel länger gebraucht, weil da die Recherche umfangreicher war und ich dem Thema wirklich ungewöhnliche Drehs und Wendungen passend zu dem Vorbild „Die Traumnovelle“ geben wollte. Die habe ich auch schon einmal mehrere Monate liegen lassen und dann wieder fortgesetzt, sobald die nächste richtige Eingebung kam.

 

Wer darf es als erstes lesen?

Meine Frau! Sie ist auch meine Korrektorin!

 

Wie sieht Dein Autorenalltag aus?

Da gibt es keinen festen Ablauf außer, dass ich vor allem abends schreibe. Meistens beginne ich um 17, 18 Uhr und zur Tagesschau (die möchte ich möglichst immer sehen) höre ich auf. Es gab aber auch schon Tage – siehe oben mit 60 Seiten – da hatte ich einen Einfall und den wollte ich am Stück schreiben. Da bin ich dann nachmittags gegen halb drei angefangen.

 

Wie findest Du die Ideen zu Deinen Büchern?

Wenn ich das wüsste, ha ha! Nein, Spaß beiseite, beim ersten Buch war klar, dass es schon wehtun sollte für meine ehemalige Peinigerin. Ich habe sie auf einem Duschklo sterben lassen.  Das hat sich als geniale Wahl herausgestellt, weil  mir damit später noch ein kriminaltechnischer Dreh eingefallen ist. Ich weiß in der Regel nicht, wie meine Bücher ausgehen, wenn ich anfange!

Ich hatte mal eine Lesung bei einem Deutsch-Italienischen Verein und die Moderatorin hat mich mit folgenden Worten anmoderiert: „Marco Toccato ha raccolto un cassetto pieno di eventi e di idee durante la sua vita“, was so viel heißt wie „Marco Toccato hat im Laufe seines Lebens eine Schublade voll Ereignissen und Ideen gesammelt.“

Das zweite Buch war mit Ideen aus meiner Berufszeit angefüttert und spielt deshalb im Bereich Software, Internet usw.

Die andere Linie „Wiener Träume“ entstand aus meiner Liebe zu Wien und dem Buch „Die Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler, was mich fasziniert hat und ich meinte, dass das eine moderne, neue Version vertragen könnte. Hört sich größenwahnsinnig an, aber es gibt auch Hobbymaler, die mal einen Rubens kopieren.

 

Du veröffentlichst Deine Bücher als Self Publisher, bist Du mit Deiner Entscheidung zufrieden?

Auf meiner Website gibt es einen Blog, der aber häufiger gefüttert werden müsste. Dort habe ich mal etwas dazu geschrieben, als ich Frust hatte. klick hier

Ehrlich gesagt, kann ich es mir anders nur schwer vorstellen. Es ist die Freiheit, dann zu schreiben wenn ich Lust dazu habe, das zu schreiben, was mir gefällt und nicht einem Lektor  und vor allem auch, wenn ich etwas fertig geschrieben habe, möchte ich es am liebsten nächste Woche als Buch in Händen haben. Als Verlagsautor schreibst du vielleicht ab März ein Buch für die Frankfurter Buchmesse im nächsten Jahr im Oktober, der Lektor versucht seine Vorstellungen durchzusetzen und das Buch gibt es dann über ein Jahr später als fertiges Werk. Du hast es dann zwar noch nicht gesehen, aber vielleicht den Inhalt schon vergessen.

Schlecht am Selfpublisher-Dasein ist, dass wir nicht ernst genommen werden. Tageszeitungen rezensieren nur Verlagsautoren, Wettbewerbe sind ebenfalls in der Regel so, dass wir SPler außen vor bleiben und Marketing macht sowieso kein Mensch für einen.

 

Hast Du noch weitere Bücher geplant?

Mit meinem Realnamen habe ich gerade ein Kinder-/Jugendbuch fertiggestellt. Parallel schreibe ich an dem dritten und letzten Teil von „Wiener Träume“. Der liegt gerade ein wenig in der Warteschlange, mir fehlt die Idee zum Weitermachen bzw. ich habe so viele, dass ich noch nicht weiß, wie ich sie hintereinander sortiere. Wahrscheinlich muss „Amor“ wieder ran oder ich mach noch einmal einen Krimi mit der Kommissarin Karin Kwiatkowski aus dem realen Dortmund. Das erste Buch mit ihr „SAUBER“ kam gut an und es gibt Leser*innen, die Nachschlag fordern.

 

Hast Du Zeit und Lust Bücher Deiner Kollegen zu lesen?

Wenn ich nicht schreibe, esse oder schlafe, lese ich wie ein Verrückter. Es ist unglaublich, wie viele Ideen ich durch das Lesen bekommen habe. Wohlgemerkt, ohne zu klauen!

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du besuchen und warum?

Ganz klar den Arthur Schnitzler und ihn bitten, mein „Nur ein Traum im Traum?“ zu lesen und dann von ihm den Kopf gewaschen zu bekommen, weil ich sein Werk verhunzt habe, ha ha. Wenn ich schon mal da wäre, müsste ich unbedingt noch mit Joseph Roth ein Glaserl trinken. Von dieser Zeitmaschine träume ich seit Jahrzehnten.

 

Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher erinnerst Du Dich?

Ich habe ALLES gelesen, was mir in die Hände kam, Comics, Homers Ilias und Odyssee, Gisel und Ursel von meiner Schwester, wenn nichts anderes da war, so ab 12, 13 Jahren habe ich dann Heinrich Böll Haus ohne Hüter, Der Zug kam pünktlich), Günter Grass (Hundejahre) und Zeitgenössisches entdeckt. Wenn die Sommerferien begonnen haben, war ich in unserer Stadtbibliothek und habe mir so an die 10 Bücher mitgenommen.

Außerdem bin ich bekennender Fan von Douglas Adams und „Per Anhalter durch die Galaxis“.

 

Haben Dich irgendwelche Autoren geprägt?

Mich persönlich als Mensch Heinrich Böll und später Arthur Schnitzler, Joseph Roth und deren Epoche.

 

Als Self Publisher bist Du unter anderem auch für die Werbung zuständig. Was unternimmst Du?

Alles Mögliche, aber leider nicht genug und nicht erfolgreich genug! Ich versuche meine Website à jour zu halten, vor Corona habe ich mich bemüht, wenigstens eine Lesung pro Monat zu veranstalten, ich twittere, facebooke, in den Buchhandlungen meiner Umgebung liegt Werbematerial  und auch Bücher von mir in Kommission und manchmal wird auch eine liebe Bloggerin auf mich aufmerksam und macht ein Interview mit mir. Ach ja, ab und zu blogge ich auch über Gott und die Welt, aber da bin ich zu undiszipliniert. Das müsste ich regelmäßiger tun.

 

Machst Du Lesungen?

Ja, sogar sehr gerne! Mein Motto ist „Ich kämpfe um jede Seele!“ Ich würde auch für eine Einzelperson lesen, wenn nicht mehr Interessenten kommen würden. Corona macht mich übrigens fertig!

 

Hast Du Kontakte zu Bloggern und viel wichtiger zu Deinen Lesern?

Da muss ich die Initiative vom Selfpublisher Verband einmal feste loben. Seit es die Bloggerlounge gibt, entstehen wunderbare Kontakte zu Bloggerinnen. Ach übrigens ich fordere eine Männerquote, denn es gibt, was Bücher angeht, scheinbar nur Bloggerinnen. Wo bleiben die ganzen Kerls? ;-)

Zu einzelnen Lesern, es sind übrigens auch scheinbar fast nur Frauen, die lesen, habe ich Kontakt und tausche mich mit denen aus. In jedem meiner Bücher ist meine eMail-Adresse, aber leider machen nur sehr wenige Gebrauch davon. Ich mag jede Rückmeldung, auch wenn darin steht, dass dieses oder jenes in einem meiner Bücher nicht gefiel. Besonders darauf bin ich aus, denn dann kann ich nachfragen und meine Motive erklären bzw. daraus für die Zukunft lernen.

 

Liebe Marco,

ich denke mal, dass ich Dich nun genug gelöchert habe. Vielen Dank für Deine Bereitschaft

Liebe Ulla,

ich habe zu danken. Das hat richtig Spaß gemacht!

 

 

Marco Toccato hat einige Bücher geschrieben, stellvertretend für alle, weise ich hier auf sein neuestes Buch hin:

Sauber
erschienen am 3. August 2019

Im Dortmunder Kreuzviertel geht ein wahnsinniger Serienmörder um. Junge Frauen werden mit heißem Wasser, Dampf und mit Stahlbürsten zu Tode gequält. Die Leichen legt der Mörder an einem Bahndamm ab, immer an dieselbe Stelle. Die Kriminalhauptkommissarin Karin Kwiatkowski ist Leiterin der Mordkommission. Sie versucht mit ihren Mitarbeitern Alex Bender und Karla Schaller die Morde aufzuklären. Alles deutet auf einen jungen Unternehmer aus dem Technologiezentrum hin, dessen Ehe mit seiner bildschönen Frau Nora nicht mehr zu funktionieren scheint. Nora wurde als Kind von ihrem Vater missbraucht! Außerdem kommt ein Ex-Freund von Karla Schaller als Mörder in Frage. Er hat Karla geprügelt und vergewaltigt. Es sind schon zwei Leichen gefunden worden, da verschwindet Karla. Genau wie die zwei toten Frauen ist sie groß, schön und hat vor allem eine wunderbare Ausstrahlung. Solche Frauen sucht der Mörder.

 Mehr über den Autor und Bücher kann hier nachgelesen werden:

Amazon Autorenseite klick hier

Homepage Marco Toccato klick hier

Mittwoch, 25. November 2020

Rezension - CHASE - Jagd auf den Schatz des Zaren


Autor: Thomas Dellenbusch

Titel: CHASE - Jagd auf den Schatz des Zaren

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. November 2020

Seiten: 116

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : KopfKino-Verlag Thomas Dellenbusch 



Über den Autor:
Thomas Dellenbusch wurde 1964 in Düsseldorf geboren. Der ehemalige Kriminalbeamte und jetzige Werbetexter schreibt und textet seit fast zwanzig Jahren aus unterschiedlichen Anlässen. Der Großteil der Anforderungen kam aus der Werbung. Darüber hinaus stammen aus seiner Feder jedoch auch öffentliche Reden für Minister, Gedichte für Mitmenschen, Drehbücher, Reflexionen, Spielregeln, Zeitungsartikel, Sketche und vieles mehr, was sich in lebendige Worte kleiden lässt. Seit 2013 konzentriert er sich auf "Kurzromane in Spielfilmlänge", für die er eigens einen Verlag gründete, in dem neben ihm auch mehrere weitere AutorInnen schreiben. Informationen, News und Leseproben der KopfKino-Reihe finden Sie auf MeinKopfKino.de


Kurzbeschreibung, übernommen:
Verzwickte Schatzsuche nach dem vermutlich wertvollsten verschollenen Schatz der Welt. 
Andree, der übergewichtige IT-Spezialist bei Chase, wird unerwartet in ein neues Abenteuer hineingezogen. Eine alte Freundin aus Schultagen braucht seine Hilfe. Sie besitzt einen geheimnisvollen Datenträger mit verschlüsselten Hinweisen auf einen gewaltigen Schatz aus Russland. Und als sie vor seinen Augen entführt wird, macht sich Andree auf die Suche nach diesem Datenträger, nach ihr und nach dem an einem unbekannten Ort versteckten Schatz des Zaren.


Meine Meinung:
Die ersten beiden Folgen von CHASE haben mich so begeistert, dass ich auf jeden Fall auch dieses dritte Buch lesen wollte. Vorab kann ich erwähnen, dass es eine sehr gute Entscheidung war. 
Ich bin immer wieder begeistert, wie Thomas Dellenbusch es schafft, in seinen Büchern soviel Spannung aufzubauen. Er legt ja Wert darauf, dass die Bücher keine dicken Wälzer werden, sondern verspricht Unterhaltung in Spielfilmlänge. So bietet er mir als Leserin von Anfang bis zum Ende nicht nur reichlich Spannung, sondern vermittelt auch Wissen. Auch hier fand ich es klasse, was mir an da vermittelt wurde, zeigte es mir doch, wie gut der Autor recherchiert hat.
Ein bisschen Fantasy ist ebenfalls dabei und das erhöhte das Lesevergnügen noch mehr. Ich persönlich war natürlich begeistert, dass mir die Orte bekannt waren, wo sich vieles abspielte. Ach und dann war da noch was, das mir gefallen hat, aber das werde ich nicht verraten, es soll jeder das Vergnügen haben und es lesen.


Fazit:
Ich hoffe ja, dass es noch weitere Folgen geben wird, denn mir sind alle Beteiligten ans Leserherz gewachsen. Aber zunächst empfehle ich dieses Buch sehr gerne.

Freitag, 6. November 2020

Rezension - Weihnachtsfabel


Autor: Lenny Löwenstern

Titel: Weihnachtsfabel

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook, gebundenes Buch und Taschenbuch

erschienen: 25. September 2019

Seiten: 332

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Independently published 





Über den Autor
Lenny Löwenstern (geboren 2715 a. u. c. ) hat nichts als Sterne im Kopf. Er träumt vom Fliegen ohne Flügel und weil er das selbst nicht hinbekommt, schickt er andere auf die Reise. Lenny ist ebenso sternverrückt, wie mondbeschimmert, himmelsstürmend und traumvergessen. Er lebt in Bernburg an der Saale. Ich schreibe fantasievolle Romane und sammle mit Begeisterung schöne, alte und besondere Wörter.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Ich bin ja so weihnachtsfroh«, flüstert sie. Und der Raum ist vollständig erfüllt mit sinnlichem Staunen. Mit dem Duft von Weihrauch, mit Kerzen- und Lichterschein, mit Glück und Seligkeit. Die Seele der Schönheit wohnt in diesem Raum.
Am 1. Advent macht der kauzige Vermieter Hieronymus Schollenbein einen überraschenden Fund. Eine geheimnisvolle Schneekugel lässt ihm von da an keine Ruhe mehr. Ein betrügerischer Professor und ein Einbrecher alter Schule haben es ebenso auf ihn abgesehen wie ein stadtbekannter Krimineller.
Die Wege unterschiedlicher Schicksale kreuzen sich. Kann das Weihnachtsfest gerettet werden? Welche Magie wirkt im Hintergrund? Und was verbirgt die Geschichte der Schneekugel?
Ein Roman für jedes Alter. Wer Humor, Feinsinnigkeit, ein wenig Verschrobenheit und die Weihnachtszeit mag, kommt auf seine Kosten. Weihnachten verändert alles und jeden. Sogar Vermieter. Charles Dickens hätte sicher seine Freude gehabt.


Meine Meinung
Das Cover ist ein echter "Hingucker", denn mir gefällt das weihnachtliche Rot und vor allem die Schneekugel, die in diesem Buch eine wichtige Rolle spielen wird.
Zunächst lerne ich die beiden Mitarbeiter vom Büro Stern kennen, dort gehen Wünsche ein und sie werden entweder stattgegeben oder abgelehnt. Hier kommt die Schneekugel zum ersten Mal ins Spiel. 
Als nächstes lerne ich viele Bewohner eines Hauses kennen, das sich im Besitz von Hieronymus Schollenbein befindet. Hieronymus ist begeisterter Schneekugelsammler, fast würde ich behaupten, dass es schon fanatisch erscheint. Auf jeden Fall findet er bewusste Kugel und alles nimmt seinen Lauf. 
Ich will hier nicht im Einzelnen erwähnen, was das besondere an den Hausbewohnern ist und was die Schneekugel alles auslöst. Ich fand es sehr interessant, wie sich die Geschichte entwickelte und ich war auf das Ende gespannt. Natürlich gab es in gewisser Weise ein Happy End.


Fazit:
Es stellt sich mir die Frage, war es eine Magie der Schneekugel? War es das besondere Gefühl, das viele vor Weihnachten befällt? Mit Sicherheit kann ich sagen, die Weihnachtsfabel ist ein Buch, das gut in die Adventszeit passt und deshalb gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Beim Autor möchte ich mich vielmals bedanken, der mich auf das Buch aufmerksam gemacht hat.

Freitag, 30. Oktober 2020

Rezension - Tango, Torte und ein Mord


Autorin: Ele Wollf

Titel: Tango, Torte und ein Mord

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 30. Oktober 2020
erschienen: Taschenbuch später

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene





Über die Autorin:
Nach dreißig Berufsjahren als Krankenschwester, nach einem Umweg als Galeristin und Vermieterin von Ferienwohnungen auf der Insel Borkum lebt Ele Wolff heute in Leer/Ostfriesland. Auch wenn sie keine waschechte Ostfriesin ist, (in Frankfurt/Main geboren) betrachtet sie sich doch als Gesinnungsostfriesin und gibt sich ganz ihren kriminellen Energien hin. 
Ele Wolff: "In Ostfriesland, hinter den Deichen, im Watt und auf den Inseln geschehen manche unheimlichen Dinge, von denen niemand etwas weiß. Das ist genau die Umgebung, die die Fantasie anregt. In den Geschichten kann ich Gedanken ausleben, die man im wahren Leben nicht so leicht findet oder die unangebracht sind. Ich kann unliebsame Ehemänner oder Chefs entsorgen, reich durch Erbschaft werden oder einfach in einen anderen Erdteil flüchten. Und was besonders von Vorteil ist: Schreiben ist spannend und es macht nicht dick." 


Kurzbeschreibung, übernommen:
Torten in allen Variationen sind Emely Petersens Leidenschaft und die serviert sie mit Freude den Gästen in ihrem Café Kluntje in dem idyllischen ostfriesischen Küstenort Neuharlingersiel. Sie liebt ihr beschauliches, gediegenes Leben an der Nordseeküste. Das ändert sich jedoch, als sie eines Tages einen toten Mann in ihrem Ohrensessel im Café bemerkt, der noch kurz zuvor bei ihr Tee und Aprikosentorte bestellt hatte. Seine Begleiterin allerdings hatte inzwischen unbemerkt das Café verlassen. Emely setzt alles daran, um herauszufinden, was für ein Mensch dieser Mann war, der die Dreistigkeit besessen hatte, in ihrem Café sein Leben auszuhauchen. Schließlich konnte diese Tatsache ungeheuer geschäftsschädigend sein und das wollte Emely auf gar keinen Fall auf sich sitzen lassen.


Meine Meinung:
Ich stelle es mir gerade vor, ich sitze gemütlich in einem Café, genieße Tee und Torte und dann sitzt in einem Sessel ein toter Mann. Da mache ich mir doch meine Gedanken, oder? Auf jeden Fall wollte Emely der Sache nachgehen. Ihr gehört das Café Kluntje. Ich durfte sie dabei begleiten und lernte auch ihre Familie kennen. Gleichzeitig bekam ich natürlich mit, was sich dort im Alltagsleben alles abspielt. Sehr sympathische Leute lernte ich dabei kennen. Ich will jetzt nicht weiter auf den Inhalt eingehen, aber es kann sich jeder vorstellen, dass Emely alles herausfand und glücklicherweise dabei auch eine große Hilfe dabei hatte. 
Ele Wolff hat mir nicht nur den Mund wässrig gemacht, denn es wurde so tolle Torten hergestellt, sie hat mich auch an das Buch gefesselt. Wenn ich einmal drin bin im Geschehen, dann will ich natürlich auch wissen, wie es ausgeht. Dank der flüssigen Schreibweise konnte ich das Buch in einem Rutsch durchlesen.


Fazit:
Liebt Ihr Krimis, in denen es nicht so blutrünstig zugeht und man als Leser auch mit rätseln kann? Dann empfehle ich dieses Buch. Es ist ja die erste Folge, in der Emely ermittelt und ich freue mich schon auf weitere.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich hatte in der Vergangenheit bereits einige Bücher von ihr gelesen und war nun neugierig auf dieses neue. 

Sonntag, 25. Oktober 2020

Autoreninterview Benita Königbauer alias Nita Koning


Liebe Benita,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Zunächst schreibe ich ja immer etwas darüber, wie ich meine Interviewpartnerin kennen gelernt habe. Die meisten Autoren, die ich interviewt habe, konnte ich auf der einen oder anderen Buchmesse treffen. Wir beide kennen uns jetzt „nur“ durch meine Mitgliedschaft im Bloggerportal des Self Publisher Verbandes. Bevor ich meine Fragen stelle, informiere ich mich immer im WWW über meine Interviewpartnerin und los geht es.

Ich habe bei meiner Recherche heraus gefunden, dass Du als Benita Königbauer Sachbücher schreibst und als Nita Koning bisher ein Kinderbuch veröffentlicht hast. Die Anzahl der Sachbücher ist dabei natürlich bedeutend höher. Wie kommt es, dass Du erst „spät“ Deinem Wunsch nachgekommen bist, ein Buch zu schreiben. Ich denke mir, dass Du als fünfjährige wohl eher nicht daran gedacht hast, später mal Sachbücher zu schreiben.

Nee, Sachbücher hatte ich da sicher nicht auf dem Radar 😅 das hat sich auch eher „zufällig“ ergeben.

Sachbücher erlauben mir, aus den Erfahrungen derer zu lernen, die ein bestimmtes Problem vor mir gelöst haben. Für mich ist das einer der schnellsten und effektivsten Wege, mich zu entwickeln. Meine Sachbücher sind eine Form, dazu beizutragen und Danke zu sagen, für alles, was ich durch Bücher lernen durfte.

Mein erstes Sachbuch „Abenteuer Wunschkanzlei“ ist das Buch, das ich selbst gerne gelesen hätte, als ich nach fünf Jahren Selbständigkeit völlig erschöpft an meinem Schreibtisch saß und auf die Kanzlei blickte, die ich niemals wollte. Es baut die Brücke zu einem Unternehmen für das man morgens mit Freude aus dem Bett springt.

„Umsatzsteuer für Online-Coaches“ entstand, weil ich für meine Kund*innen Fragen recherchieren musste, für die es damals buchstäblich nirgendwo klare, geordnete Antworten gab.

„Steuern für eBook-Autoren“,„Buchführung im Flow“ und „Dream Team“ habe ich geschrieben, um meinen Leser*innen das Leben mit ihren Finanzen leichter zu machen.

Der gemeinsame Nenner all dieser Bücher ist, dass ich es schwer aushalten kann, dass es ein Problem gibt, zu dem man noch kein Buch kaufen kann.

 

Du hattest als Kind die Idee, eine Autorin wie Astrid Lindgren zu werden. War sie Deine Lieblingsautorin und welche Bücher hast Du von ihr gelesen?

Ehrlich gesagt, stand der Name „Astrid Lindgren“ für mein fünfjähriges Ich einfach stellvertretend für „Autorin“ - also jemand, der diese wundervollen Geschichten erschafft, in die ich so gerne eintauchte! Über den Menschen Astrid Lindgren wusste ich damals nicht viel, erst viel später habe ich mehr über sie erfahren, was mich sehr berührt hat.

Ich erinnere mich, dass ich mich sehr verbunden gefühlt habe - und daran hat sich nichts geändert - mit Pippi Langstrumpf (obwohl meine lieben Eltern wirklich alles daran gesetzt haben, mich zu einer Annika zu erziehen) und mit Ronja Räubertochter. Ich war immer eine ziemliche Einzelgängerin, doch die beiden hätte ich sehr gerne in meiner Welt gehabt.

 

Kannst Du Dich noch an weitere Bücher erinnern, die Du als Kind gerne gelesen hast? 

Wo soll ich anfangen ... ;) mit vier Jahren habe ich meine Mutter drangsaliert, mir vor dem Schlafengehen das Alphabet zu zeigen. Wenig später nahm meine Leseleidenschaft mit den vier Buchstaben der örtlichen Tankstelle ihren Anfang. Seither verschlinge ich Buchstaben.

Ich hatte und habe unzählige Lieblingsbücher. Fast alle Bücher, die ich gelesen habe, haben mich auf die eine oder andere Weise berührt. Aus meiner Kinderzeit sind mir besonders die Bücher von Michael Ende ans Herz gewachsen, als Pferdemädchen und Abenteuerfan natürlich auch Serien wie „Bille und Zottel“, „Fünf Freunde“, die „Drei ???“ oder Jo Furmingers „Pony Club“ Bücher.

Vielleicht ungewöhnlich, vielleicht auch nicht: auch meine Kinderbibel, die Göttergeschichten der römischen und griechischen Mythologie und die kindgerecht aufbereiteten Lebensgeschichten verschiedener klassischer Komponisten haben mich sehr fasziniert.

Etwas später kamen dann auch Cozy Mystery und Detektivgeschichten dazu. Oh, und Fantasy. Drachen, Zauberer, Fabelwesen ... ganz ehrlich - ich würde immer noch furchtbar gerne mal auf einem Besen oder einem Drachen reiten :)

 

Auf Deiner Homepage habe ich gelesen, dass Du gerne liest, hast Du jetzt als Erwachsene Zeit dazu und welches Genre bevorzugst Du dabei?

Ich lese immer noch zwischen 25 und 50 Büchern pro Jahr. Als Business-Coach sind da natürlich jede Menge Sachbücher dabei. Neben den klassischen Mindset-Themen interessieren mich dabei auch natürliche Ernährung und Gesundheit, denn ohne eine stabile Partnerschaft mit dem eigenen Körper wird’s auch mit dem beruflichen Erfolg nichts.

Und dann ... natürlich nach wie vor auch zauberhafte Fantasy, spannende, humorvolle Krimis, sehr gerne auch die Bücher meiner Autoren-Kolleg*innen. Ich habe das Glück, ein paar sehr produktive und talentierte Selfpublisher zu meinen Freunden zählen zu dürfen. Das ist natürlich immer etwas ganz Besonderes :)

 

Wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du noch einen zeitaufwendigen sogenannten Brotjob. Wann findest Du die Zeit um Bücher zu schreiben?

Ganz ehrlich - das frage ich mich manchmal auch :D 

Nein, im Ernst, ich denke das ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens. Momentan habe ich drei Unternehmen, zwei Ehrenämter und ein sehr erfülltes Privatleben.

Ein wesentliches Erfolgsrezept ist wohl, dass ich das Schreiben zu einem festen Bestandteil meines täglichen Lebens gemacht habe. Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich nicht schreibe. An manchen Tagen sind es nur 20 kleine Wörter, manchmal werden es bis zu 10.000 - je nachdem, was mein Alltag gerade hergibt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass ich etwa 80-90% meiner Bücher am Handy schreibe. Meine Software funktioniert online und offline und synchronisiert reibungslos über sämtliche meiner Geräte, so dass ich tatsächlich immer und überall schreiben kann: im Büro, auf dem Sofa, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in der Toilettenschlange auf Rock-Konzerten, an der Supermarktkasse ... ich kann jede freie Minute nutzen, wenn ich das möchte - und so kommt ein Buch zum anderen ;)

 

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist tatsächlich extrem unterschiedlich. Ein paar meiner Bücher sind innerhalb von zwei Wochen entstanden, andere haben ein ganzes Jahr gebraucht, bis ich dieses spezielle Gefühl hatte: „Jetzt ist es fertig! Besser wird’s nicht.“

Ich schreibe auch nicht linear ein Buch nach dem anderen, sondern meistens mehrere Bücher parallel. Es hängt also auch immer ein bisschen davon ab, was ich gerade sonst noch schreibe.

 

Ich erwähnte ja bereits, dass Du als Nita Koning ein Buch geschrieben hast, es trägt den Titel „Malu – der kleine Flughund“. Gibt es noch weitere Pläne? 

Oh ja! Wenn du wüsstest, was in meinem Kopf los ist, würdest du mich wahrscheinlich für verrückt halten!

Neben Malu und seiner kleinen Schwester Lily, die mir gerade ihr zweites Abenteuer erzählen, wohnen dort zur Zeit noch Holly, eine junge Hexe, und ihr Pegasus. Außerdem klärt gerade eine neugierige Krimiautorin mit Hilfe ihres Labradors und ihrer Ziege den Mord an ihrem Vermieter auf. Ich bin schon sehr gespannt, wie das alles ausgeht :)

 

Du bist Mitglied im Self Publisher Verband und veröffentlichst Deine Bücher verlagsunabhängig, hast Du diese Entscheidung schon mal bereut?

Eigentlich nicht. Meine Sachbücher haben häufig Themen zum Inhalt, die schnellen und häufigen Änderungen unterworfen sind. Als Selfpublisher kann ich da unglaublich schnell reagieren, meine Bücher überarbeiten und ein Update oder bei umfassenden Änderungen gleich eine neue Auflage hochladen.

Als Verlagsautorin müsste ich hier erst den Verlag von der Relevanz der Änderungen überzeugen und dann einen vergleichsweise langwierigen Prozess abwarten. Abgesehen davon ist es für einen Verlag möglicherweise höchst unrentabel, eine neue Auflage zu bringen, wenn noch größere Bestände der alten Auflage auf Lager liegen. Auch das verzögert den Prozess ... und ich muss gestehen: Geduld ist nicht mein zweiter Vorname ;)

Als Sachbuch-Autorin habe ich in meinem Bereich eine anerkannte Expertise und meine Bücher behandeln Spezial-Themen, die es anderweitig noch nicht gibt. Über meine Unternehmer-Community erreiche ich meine Wunsch-Leser*innen vergleichsweise leicht.

Bei Malu ist das anders. Die Story ist wirklich gut (habe ich gehört), doch ich erreiche damit einfach zu wenige Menschen. Ich habe keine Community und damit auch keine eigene Reichweite im Bereich Kinderbuch. Deshalb denke ich gerade ernsthaft darüber nach, für Malu einen geeigneten Verlag zu finden, der ihm das Fliegen besser beibringen kann, als ich.

 

Was bringt Dir diese Mitgliedschaft?

Ehrlich gesagt, das weiß ich noch gar nicht so genau. Ich bin noch nicht lange dabei. Tom Oberbichler hat mir davon erzählt, wie sich der Verband für die Selfpublisher einsetzt - ich finde das ist eine gute Sache und möchte es gern unterstützen. Also bin ich eingetreten :)

Und es hat sich bereits wieder gezeigt, dass das Universum keinen positiven Gedanken unbeantwortet lässt: kaum dabei, lerne ich hier so zauberhafte Menschen wie dich kennen, die uns Autor*innen die Gelegenheit geben, Menschen unsere Bücher vorzustellen und damit ihr Leben zu bereichern. Danke dafür :)

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen und weshalb?

Astrid Lindgren natürlich, weil sie mich unbekannterweise so sehr inspiriert hat.

Außerdem würde ich sehr gerne mit Goethe einen Cappuccino in Venedig  trinken, weil er so eine positive Haltung zum Leben hatte. Vielleicht käme Schiller noch dazu und wir könnten uns über die spannenden Eigenwilligkeiten der Menschheit austauschen?

Shakespeare würde ich gerne auf ein Bier in London treffen, einfach weil ich seinen hintergründigen Humor mag.

 

Wie immer stelle ich viele Fragen und vergesse vielleicht doch die eine oder andere, deshalb gebe ich Dir hier die Möglichkeit: was wolltest Du uns Lesern schon immer mal mitteilen?

Ja! Ich möchte DANKE sagen! Unsere Bücher wären nur bedrucktes Papier (oder eine unnütze Sammlung von Pixeln), wenn niemand darin eintauchen und etwas daraus mitnehmen würde!

Ganz besonders danken möchte ich allen Menschen, die sich außerdem die Zeit nehmen, uns Autor*innen wissen zu lassen, was unser Buch für sie bewirkt hat.

Ich kann das Gefühl kaum in Worte fassen, wenn mir ein Leser eine eMail schreibt, oder ich eine neue Rezension entdecke. Das geht unter die Haut, manchmal mehr als das Schreiben selbst.

Euer Feedback ist das Feuer unter unserem Hintern an den Tagen, an denen wir müde sind, uns ideenlos fühlen, unsere Helden in eine Ecke manövriert haben, oder aus sonst irgend einem Grund unser Manuskript aus dem Fenster werfen möchten. Euretwegen schreiben wir in diesen Momenten weiter. DANKE!

Zu guter Letzt möchte ich mich bei Dir bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen hast und Dich meinen Fragen stellst.

 

 Und ich danke Dir ebenfalls.

 

 An dieser Stelle zeige ich immer gerne ein Buch, stellvertretend für alle bereits erschienenen:


Malu - Der kleine Flughund

Wenn alles, was du liebst, plötzlich verschwindet ... 
... sind Mut, Vertrauen und Freunde dein größter Schatz! 
Was Malu sieht, als er seine Augen öffnet, ist selbst für den frechen, abenteuerlustigen kleinen Flughund zu viel! Während er friedlich in seiner Palme schlief, scheint er in eine völlig fremde Welt gereist zu sein! Alles sieht ganz anders aus und wo ist seine Familie? 
Nach dem ersten Schrecken nimmt er entschlossen all seinen Mut zusammen und macht sich auf eine abenteuerliche Suche voll fremder Wesen, großer Aufgaben, neuer Freunde und alter Geheimnisse. 
Wird es Malu gelingen, alle Abenteuer zu bestehen und rechtzeitig den Weg zurück in seine Welt zu finden, um seine Familie vor der drohenden Gefahr zu beschützen, die auf sie lauert? 
Egal, ob du ein Kind bist oder ein Kind in deinem Herzen wohnt - du wirst diese Geschichte lieben, denn wer kann schon einem kleinen Helden widerstehen, der sich so tapfer seinem Schicksal stellt!

 

 

Wer noch mehr über die Autorin oder  ihre Bücher erfahren möchte, kann dies hier:

Nita Koning

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Benita Königbauer 

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Samstag, 10. Oktober 2020

Autoreninterview - Katharina Lankers


 

Liebe Katharina,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Zunächst schreibe ich ja immer etwas darüber, wie ich meine Interviewpartnerin kennen gelernt habe. Die meisten Autoren, die ich interviewt habe, konnte ich auf der einen oder anderen Buchmesse treffen. Wir beide kennen uns jetzt „nur“ durch meine Mitgliedschaft im Bloggerportal des Selfpublisher-Verbandes. Bevor ich mit meinen Fragen loslege, informiere ich mich gerne über meine Interviewpartnerin und schon geht es los.


Liebe Ulla, ganz herzlichen Dank für dein Interesse!


Ich habe gelesen, dass Du es schon früh geliebt hast, Dir Geschichten auszudenken und aufzuschreiben. Gerne würde ich jetzt wissen, wie „früh“ war das?

Das war schon in der Grundschule, so ab der zweiten / dritten Klasse: Ich fand es immer toll, wenn wir Aufsätze schreiben durften. Gerne habe ich auch außerhalb der Schule geschrieben, beispielsweise Theaterstücke, die ich zusammen mit meiner kleinen Schwester einstudiert und meinen Eltern vorgeführt habe


Gibt es davon noch Aufzeichnungen?

Ja, neben ein paar alten Schulheften habe ich noch das Original meines illustrierten Dramas „Das Reh Flecki“, das von einem verwaisten Reh handelt und leider unvollendet geblieben ist. Außerdem das Theaterstück „Fips und Strolchi“, das ich mit etwa 11 Jahren geschrieben habe. Einen kleinen Eindruck davon kann man sich auf meiner Webseite verschaffen


Du bist Mathematikerin und hast einen zeitaufwendigen, so genannten Brotjob, wann hast Du Zeit zum Schreiben?

Das ist in der Tat ein Problem, vor allem seit ich so aktiv im Selfpublisher-Verband bin. Generell sind die Abende, Wochenenden und Urlaube fürs Schreiben und alles drumherum reserviert. Das heißt, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, beginnt quasi mein Zweit-Job, der nur noch mit der Zeit konkurriert, die ich mir fürs Wandern und Walken im Grünen nehme. So etwas wie „Frei-Zeit“ habe ich eigentlich nie…


Wie lange schreibst Du an Deinem Buch?

Sehr lange. Von der ersten Idee bis zum fertigen Buch sind bisher immer mehrere Jahre vergangen.Bis ich aus meinem ersten Romanentwurf schließlich eine Veröffentlichung gemacht habe („Woanders blühen die Kastanien“), hat es siebzehn Jahre gedauert! Für mein Debüt, den „Himmel über München“ brauchte es dagegen NUR sieben Jahre 😉
Das heißt aber natürlich nicht, dass ich so lange daran schreibe, vielmehr gibt es immer wieder lange Phasen, in denen so ein Projekt bei mir reifen muss.



Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Zwei meiner engsten Schreibfreundinnen und zwei Bloggerinnen, mit denen ich seit meiner Erstveröffentlichung zusammenarbeite. So bekomme ich wertvolles Feedback, das ich einarbeiten kann, bevor ich es meiner Lektorin schicke.


Du hast erwachsene Kinder, was sagen sie denn dazu, dass ihre Mutter Bücher schreibt?


Sie finden es cool😊


Geben sie Dir manchmal auch Anregungen und liefern Ideen?

Auf jeden Fall, wenn auch unabsichtlich. Meine Kinderbuchreihe habe ich beispielsweise ursprünglich für meinen jüngsten Sohn geschrieben, um ihn im Grundschulalter zum Lesen zu motivieren. Und in meinen letzten Roman sind jede Menge der wundervollen kindlichen Formulierungen und originellen Wortschöpfungen eingeflossen, mit denen sie mich im Kleinkindalter beglückt haben (und die ich natürlich fast alle aufgeschrieben habe)


Du scheinst sehr vielseitig zu sein, in welchen Genres hast Du bereits Bücher geschrieben?

Da ich eigentlich nicht in Genres denke, sondern in Geschichten oder Gedanken, die aus meinem Herzen aufs Papier wollen, ist bisher ein bunter Mix herausgekommen: zwei Liebes- bzw. Entwicklungsromane, eine Art humorvolles Roadmovie als Kurzroman, eine Kinderbuchreihe für Erstleser und zuletzt eine autobiografische Erzählung von meinem Jakobsweg. Außerdem habe ich einen bisher unveröffentlichten Lyrikband auf Lager und etliche Kurzgeschichten, Kurzprosa und Gedichte, die zum Teil in Anthologien erschienen sind.


Du darfst hier ruhig etwas Werbung für Deine Bücher machen und mir zum Beispiel erklären, warum ich ein bestimmtes Buch von Dir lesen sollte, oder vielleicht mehrere?

Mit deinen Lieblingsgenres Krimi und historische Bücher kann ich zwar nicht dienen, aber da du auch Gegenwartsliteratur magst, könnte mein Roman „Woanders blühen die Kastanien“ vielleicht etwas für dich sein. Darin geht es um Selbstwertgefühl, Lebensträume, das Muttersein und einen Neustart, bei dem sich die Protagonistin Maggie aus ihrer festgefahrenen Situation freistrampelt. Mit deiner Lebenserfahrung gefällt dir vielleicht auch die Liebesgeschichte von Simon und Theresa in „Der Himmel über München“, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt und bei der man – mit einem Augenzwinkern – den Schutzengeln der beiden bei der Arbeit über die Schulter schauen darf und so einen ganz anderen Blick auf das Geschehen auf Erden bekommt. Und solltest du schon mal mit einer Pilgerreise geliebäugelt haben, oder falls es dich interessiert, wie ich aus einem heftigen emotionalen Tief auf dem Jakobsweg wieder auf die Beine gekommen bin, kann ich dir meine Reiseerzählung „Schritt für Schritt zur eigenen Mitte“ empfehlen.


Ich habe eine Aufstellung Deiner Lieblingsbücher gesehen, die ich sehr interessant fand. Bei den Kinderbüchern habe ich die vermisst, die ich als Kind gerne gelesen habe. Hast Du Bücher von Enid Blyton oder Astrid Lindgren gelesen?

Oh ja, und wie ich die verschlungen habe! Von Enid Blyton hatte ich alle „Geheimnis“- und „Fünf Freunde“- Bücher, ich kannte sie fast auswendig. Und von Astrid Lindgren habe ich neben Pippi Langstrumpf ganz besonders die „Kinder aus Bullerbü“ geliebt. In meinem heutigen Bücherregal stehen diese Bücher allerdings nicht mehr, weswegen sie auf meiner Liste nicht auftauchen.


Bei dieser tollen Liste stelle sich mir direkt die nächste Frage, wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du besuchen und weshalb.

Da gibt es so einige! Astrid Lindgren zu treffen fände ich toll, weil sie so eine spannende Biographie hat, und ich gerne mehr von ihr persönlich erfahren würde. Michael Ende würde ich wahnsinnig gerne besuchen und mit ihm über den Sinn des Lebens, die Zeit und die Stundenblumen philosophieren. Und mit Christian Morgenstern und Robert Gernhard würde ich am liebsten ein paar Nachmittage im Café verbringen und gemeinsam unter viel Gelächter abgefahrene Reime dichten!


Du hast Dich entschieden, Deine Bücher als Self Publisherin zu veröffentlichen, hast Du diese Entscheidung schon einmal bereut?

Nein, im Gegenteil. Da mein erster Roman im Verlag erschienen ist, habe ich ja den direkten Vergleich. Ich bin froh, bei meinen SP-Titeln alle Entscheidungen selbst treffen zu können und komplett unabhängig zu sein, auch wenn es natürlich viel Arbeit ist, sich um alles selbst zu kümmern.


Im Self Publisher Verband bist Du auch sehr aktiv, wie wichtig ist Dir die Zugehörigkeit?

Ich finde es toll, mich mit anderen Selfpublisher:innen auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Außerdem bietet der SP-Verband die Möglichkeit, auf Messen präsent zu sein, tritt für die Rechte von SP-lern ein und gibt ihnen eine Stimme. Und wir organisieren so großartige Dinge wie den Selfpublishing-Buchpreis! Wie wichtig mir das ist, sieht man daran, dass ich seit letztem Jahr sogar im Vorstand aktiv bin und auch fürs kommende Jahr wieder kandidieren werde 😊


Hast Du zu Lesern und Bloggern Kontakt?

Ja, unbedingt. Natürlich zunächst virtuell über Facebook und Instagram, aber ich freue mich ganz besonders über den persönlichen Kontakt. Deshalb halte ich oft und gerne Lesungen und bin (zu Nicht-Corona-Zeiten) viel auf Messen präsent und verabrede mich dort z.B. für Meet&Greets. Es ist jedesmal eine Riesenfreude, eine Leserin oder Bloggerin persönlich zu treffen, den/die ich nur von Facebook kannte.Ich hoffe, auf der nächsten Messe, die nicht nur digital stattfindet, lernen wir uns auch einmal persönlich kennen!


Welche Pläne hast Du für die Zukunft?

In unmittelbarer Zukunft erscheint erstmal eine Neuauflage meines Debütromans „Der Himmel über München“, mit überarbeitetem Text und in einem neuen Gewand, auf das ich mich riesig freue. Dann hoffe ich, dass ich im kommenden Winter endlich einen der angefangenen Romane fertig schreiben kann, die mir schon lange im Kopf herumspuken. Außerdem möchte ich meinen Lyrikband fertigstellen und gerne wieder mehr literarisch herumexperimentieren und vielleicht neue Genres ausprobieren. Meine Ideen platzen aus allen Nähten und ich hätte gerne mehr Zeit zum Schreiben, daher habe ich meinen Brotjob vor Kurzem auf 80 Prozent reduziert. Ganz definitiv wird es im Jahr 2021 wieder eine Veröffentlichung geben – lasst euch überraschen, welches Genre es diesmal wird!


Wie immer frage ich viel und vergesse doch schon mal das eine oder andere, deshalb gebe ich Dir hier die Gelegenheit… was wolltest Du uns Lesern schon immer mal sagen?

Ich würde gerne nochmal darauf hinweisen, dass wir Autor:innen ja (unter anderem) schreiben, um euch, liebe Leser:innen zu unterhalten, zum Nachdenken zu bringen und euch interessante, spannende, beschauliche oder fröhliche Stunden zu bescheren. Je mehr Rückmeldungen wir bekommen, wie gut das gelingt, umso besser können wir daran arbeiten, besser zu werden. Daher habt bitte keine Scheu, uns zu sagen oder zu schreiben, was euch gefallen hat und was weniger gut. Ob es eine Rezension ist oder ein persönlicher Kontakt – jedes Feedback hilft! So habe ich beispielsweise das umfangreiche Leserfeedback zu meinem Debütroman genutzt, um das Manuskript zu überarbeiten und demnächst eine zweite, verbesserte Auflage zu veröffentlichen. Ohne eure vielfältigen Meinungen hätte ich das nicht geschafft – danke!😊


Zum Schluss möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast.


Ich bedanke mich ganz herzlich für deine Zeit und Mühe, für die tollen Fragen und dass du mir einen Platz auf deinem schönen Blog gewährst! 

 

 Stellvertretend für alle Bücher zeige ich hier das Cover zu:


Schritt für Schritt zur eigenen Mitte

Um sich selbst einzuholen, muss man langsam gehen Pilgern? 

Nichts für mich, hätte Katharina Lankers noch vor wenigen Jahren gesagt. Gemeinsam mit Horden von Menschen eine vorgegebene Trasse entlang zu marschieren, lag weit jenseits dessen, was sie sich als erholsam und inspirierend vorgestellt hätte. Doch in Krisensituationen ist vieles anders… 
So brach sie aus einem langjährigen emotionalen Tief auf, um den 800 Kilometer langen Jakobsweg zu pilgern, den Camino Frances von den französischen Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela. Und erlebte sechseinhalb Wochen, die zu den besten ihres Lebens gehören. Warum, davon erzählt diese Geschichte.

Eine persönliche Reiseerzählung mit praktischen Tipps und Packliste


Mehr über die Autorin könnt Ihr hier erfahren:

Autorenseite bei Amazon klick hier

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Dienstag, 6. Oktober 2020

Autoreninterview - Cornelia Lotter

Autorin Cornelia Lotter  -   Fotograf Frank Türpe

 

Liebe Cornelia,

ich freue mich, dass Dich meinen Fragen stellen möchtest. Bevor ich aber damit loslege, möchte ich kurz etwas dazu schreiben, wie und wann wir uns kennen gelernt haben. Natürlich habe ich Dich auf einer der Buchmessen getroffen, die ich in den letzten Jahren gerne und regelmäßig besucht habe. Bei meiner „Recherche“ stellte ich dann fest, dass wir im Jahr 2014 bei Facebook den ersten Kontakt hatten. Seitdem ist natürlich vieles geschehen. Du hast viele Bücher geschrieben und bist nach Leipzig gezogen, um noch einmal so richtig durchstarten zu können.

 

Wie kam es zu diesem Ortswechsel?

Nachdem ich immer „nur nebenbei“ geschrieben habe und mein „Brotjob“ mich immer mehr genervt hat, habe ich beschlossen, noch einmal völlig neu durchzustarten. Ausschließlich das zu machen, was ich eigentlich mein Leben lang machen wollte: Schreiben. Damit verbunden sollte auch ein Ortswechsel sein, weil der Vorort von Tübingen, in dem ich seit 31 Jahren gelebt hatte, doch sehr provinziell war. Es gab einfach zu wenig geistig-kulturellen Austausch, und ich wollte mich auch selbst in die Kulturszene mehr einbringen, als das in Tübingen möglich war. Also schaute ich nach möglichen Zielen und blieb gleich bei Leipzig „hängen“. Auch weil ich dort schon seit einigen Jahren für meine Leipzig-Krimis recherchiert habe und dadurch auch schon einige nette Menschen kannte.

 

Ich habe gelesen, dass Du schon sehr früh mit dem Schreiben hast. Verstehe ich das richtig, also schon als Jugendliche? Was hast Du damals geschrieben und gibt es davon noch Aufzeichnungen?

Ich habe mit dem Schreiben begonnen, gleich nachdem ich das Alphabet beherrschte. Zunächst Märchen (mit entsprechenden Zeichnungen auf Butterbrotpapier), später dann Geschichten über den Schulalltag, angehimmelte Sänger (Bernd Clüver und Brian Connelly von Sweet) und eben den Prinzen, der allerdings nie mit seinem weißen Ross in meine Dorfeinöde geritten kam. Beim letzten Umzug habe ich all diese Ergüsse dann entsorgt. Man hat ja immer weniger Platz. Gedichte habe ich auch schon immer geschrieben. Es wurden auch viele in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien abgedruckt, teils auf Initiative meines Deutschlehrers. Irgendwann hatte ich auch mal eine Phase, da habe ich „utopische Romane“ geschrieben. In der Zeit habe ich mich stark von Stanislaw Lem „inspirieren“ lassen, aber auch Jules Verne fand ich toll.

 

Du bist in der DDR aufgewachsen und hattest sicherlich nicht Kinderbücher zur Verfügung, die wir Kinder im Westen lesen konnten. Hast Du als Kind viel gelesen und wenn ja, woran kannst Du Dich erinnern?

Wir hatten das Glück, eine Dorfbibliothek zu haben, in der ich Stammgast gewesen bin. Ich habe ununterbrochen gelesen, teils nachts mit der Taschenlampe unter der Bettdecke.  Wenn ich nicht gelesen habe, habe ich geschrieben. Meine Mutter musste mich immer raus an die frische Luft jagen, wenn ich mich wieder in meinem Zimmer vergraben hatte.

 

Ich habe gesehen, was Du beruflich im Osten und auch im Westen, nach der genehmigten Ausreise gemacht hast. Wann hast Du eigentlich so richtig mit dem Schreiben begonnen?

Kurzprosa und Lyrik, wie oben schon geschrieben, eigentlich immer. Die ersten Romane entstanden dann 2000. Das war nach einer schlechten Diagnose, die in mir den Kreativitätsmotor angeschmissen hat. Er ist bis jetzt noch nicht zum Stillstand gekommen.

 

Hattest Du neben Deinem Brotjob noch Zeit dazu?

Nach der Geburt meines Sohnes 1993 habe ich ohnehin nur noch Teilzeit gearbeitet. Daran hat sich bis zum Schluss nichts geändert. Dadurch hatte ich auch immer genug Zeit zum Schreiben.

 

Hast Du jetzt noch Zeit, Bücher Deiner Kollegen zu lesen? 

Ich lese nach wie vor sehr viel. Und tatsächlich hauptsächlich Bücher von KollegInnen aus dem Selfpublishing. Ich muss doch wissen, was die so machen…

 

Wie findest Du die Ideen zu Deinen Büchern?

Die Ideen finden eher mich. Zeitungsartikel, Reportagen, Berichte, Dinge, die um mich herum geschehen. Es gibt mehr Interessantes, als ich in Romanen verarbeiten kann. Gegenwärtig schreibe ich an einem Roman, zu dem mich ein Leser und Kollege gebracht hat. Obwohl ich mich erst dagegen gewehrt hatte, weil die Protagonistin nicht gerade als Identifikationsfigur taugt, also alles andere als eine positive Heldin ist, hat mich die Geschichte dann doch gepackt. Ich liebe Herausforderungen!

 

Wie lange schreibst Du an Deinem Buch?

Das ist unterschiedlich und kommt auf den Umfang der notwendigen Recherchearbeit an. Das geht von der Idee bis zum fertigen Buch irgendwas zwischen 3 Monaten und einem Dreivierteljahr. Es kommt natürlich auch auf die Länge an. Für meine Kurzromane mit ca. 150 Seiten brauche ich natürlich nicht so lange.


Wer darf das Buch als erstes lesen?

Meistens habe ich Testleser, die sich von sich aus melden und bewerben oder ich starte einen Aufruf oder ich frage sie konkret an, ob sie Zeit haben.

 

Wie sieht heute Dein Autorenalltag aus?

Nach dem Frühstück ist erst Mal Social Media angesagt. Ich bin ein Morgenmuffel und brauche lange Anlaufzeit. Vor halb zehn bin ich selten in der Lage, einen vernünftigen Satz zu schreiben. Danach wird bis Mittag gearbeitet und dann am Nachmittag nochmal ein paar Stunden, je nachdem, was ich sonst noch für Termine habe.

 

Was hast Du noch alles geplant?

Gerade habe ich, wie schon gesagt, den Roman mit der schwierigen Protagonistin angefangen. Im Hintergrund läuft aber schon seit Monaten die Recherche für einen großen Roman über den kommunistischen Widerstand während der NS-Zeit in Leipzig. Da hängen die Archive mit der Bereitstellung bestimmter Materialien wegen Corona arg hinterher.

 

Du veröffentlichst Deine Bücher als Self Publisherin, hast Du diese Entscheidung schon einmal bereut?

Nein, diese Entscheidung habe ich noch nie bereut. Die Möglichkeit schnell und ohne dass mir jemand reinredet zu veröffentlichen, was ich will, ist einfach unschlagbar toll.

 

Die Idee zu diesem Interview kam, weil ich nun Mitglied in der Bloggerlounge des Self Publisher Verbandes bin und meine, dass verlagsunabhängige Autoren bekannter gemacht werden sollen. Du bist Mitglied im Verband. Was bedeutet das für Dich?

Ich finde es gut und wichtig, dass wir Selfpublisher unsere Kräfte bündeln, um dem Selfpublishing in der Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, uns gegenseitig zu unterstützen und fortzubilden.

 

Auf Deiner Homepage habe ich gesehen, dass Du auch Lesungen machst. Wie wichtig ist Dir das?

Lesungen mache ich sehr gern. Ich bin eine richtige Rampensau. In Tübingen habe ich regelmäßig eigene Programme mit Musik auf die Bühne eines kleinen Theaters gebracht. Auch hier in Leipzig habe ich schon viele tolle und auch gut besuchte Lesungen abgehalten und bedaure sehr, dass es in diesem Jahr wegen Corona so selten möglich gewesen ist. Der Austausch mit dem Publikum ist mir dabei am wichtigsten. Die unmittelbaren Reaktionen zu sehen, hinterher Fragen zu beantworten und mit den Zuhörern zu diskutieren, das ist ein guter Ausgleich zu dem doch einsamen Schreiben zu Hause.

 

Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Bloggern und Lesern?

Auch das ist mir sehr wichtig, ich freue mich immer tierisch, wenn mir ein Leser/ eine Leserin eine Mail schreibt, dass und warum ihnen ein Buch von mir gut gefallen haben. Dadurch sind schon viele gute Kontakte entstanden. Aus Bloggerkontakten sind schon reale Freundschaften entstanden.

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne besuchen und weshalb?

Da ich durch meinen Geburtsort und zeitweiligen Wohnort Weimar ja vorbelastet bin, würde ich schon gern mal mit dem alten Herrn Geheimrat Kaffeetrinken und über sein Frauenbild diskutieren.

 

Nun habe ich wie immer sehr viel gefragt und bestimmt auch wieder etwas vergessen, hier hast Du nun die Möglichkeit, uns Lesern das mitzuteilen, was Du uns schon immer mal sagen wolltest.

Ich möchte alle Leserinnen und Leser bitten, wenn sie ein Buch gelesen haben, auch eine kurze Rezension auf der entsprechenden Plattform zu verfassen. Das ist für uns verlagsunabhängige Autoren immer besonders wichtig. Gern können dort auch kritische Bemerkungen gemacht werden. Es müssen keine Lobeshymnen sein. Aber ein feedback ist immer schön.

Ach ja, ich veröffentliche ja noch unter 5 Pseudonymen. Wer also auch mal etwas ganz anderes (Autobiografisches, Erotik, heitere Frauenliteratur) lesen möchte, kann sich gern per Mail an mich wenden. Ich teile dann gern meine Pseudonyme mit.

Über einen Besuch auf meiner Website www.autorin-cornelia-lotter.de freue ich mich auch.

 

Zum Schluss möchte ich mich bei Dir vielmals bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast.

 

Cornelia Lotter hat einige Bücher veröffentlicht und wenn ich hier nun alle Cover zeigen würde, könnte es den Rahmen sprengen, deshalb nehme ich stellvertretend ein Buch. Lerchenküsse habe ich vor einigen Jahren gelesen und es hat mir gut gefallen:


Kurzbeschreibung, übernommen:

Was für eine Schnapsidee!
 
Sophie will von der tiefsten Schwäbischen Alb nach Leipzig ziehen, um dort einen Erotikshop für Frauen zu eröffnen. Dass sie Angst vor ihrer eigenen Courage hat, verrät sie ihren Eltern natürlich nicht. Und so sieht sie sich - angekommen in der angesagten Sachsenmetropole - auch diversen Schwierigkeiten gegenüber: Wohnungssuche, Standortsuche für ihren Shop und Geldbeschaffung. An männlichen Bekanntschaften mangelt es ihr jedoch nicht, so dass sie auch auf dem Feld der Liebe gehörig ins Schwitzen kommt. 

Eine spritzige und romantische Komödie, ein Gute-Laune-Buch und eine Hommage an die Stadt Leipzig.



Hinweise zu weiteren Büchern sind hier zu finden

Autorenseite bei Amazon

Sonntag, 4. Oktober 2020

Autoreninterview - Michaela Jackson


Liebe Michaela,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Zunächst schreibe ich ja immer etwas darüber, wie ich meine Interviewpartnerin kennen gelernt habe. Die meisten Autoren, die ich interviewt habe, konnte ich auf der einen oder anderen Buchmesse treffen. Wir beide kennen uns jetzt „nur“ durch meine Mitgliedschaft im Bloggerportal des Self Publisher Verbandes. Und damit habe ich auch gleich einen Einstieg zu meinen Fragen.

 

Im April 2020 ist Dein Buch „Samba in Ägypten“ erschienen, wie bist Du auf die Idee gekommen, ein Buch zu schreiben?

Die Idee für meinen Roman bekam ich durch eigene Reisen. Bis zur Umsetzung dauerte es allerdings einige Zeit. Ganz plötzlich, so um 2012 herum, hatte ich das Bedürfnis ein Buch zu schreiben. In einem Schreibkurs hatte ich dann die erste Idee für den Roman und stellte mir die Frage, warum ich nicht eine Liebesgeschichte schreibe. Die Geschichte dazu habe ich erträumt und sie war so präsent, dass ich eigentlich nur noch die Zeit zu Schreiben und einen weiteren Kurs brauchte, um das Buch fertig zu stellen. Während des Schreibprozesses stellte ich fest, dass die Geschichte sich anders entwickelte als ursprünglich gedacht. Das passende Ende lieferte mir mein Sohn.

 

Wie lange hast Du an diesem Buch geschrieben?

2014 war das Buch fast fertig, aber der Schluss hat mir nicht gefallen. So vergingen ein paar Jahre – bis zu diesem Winter. Da packte mich der Ehrgeiz und ich beendete mein „Herzensprojekt“. Die tatsächliche Schreibzeit kann ich nicht benennen, wahrscheinlich ein paar Monate.

 

Du hast dieses Buch als Self Publisherin herausgebracht, wie ist es dazu gekommen?

Ich habe meinen Liebesroman "Samba in Ägypten" über die Plattform „Books on Demand“ selbst publiziert. Ich wollte alle Entscheidungen selbst treffen. Das geht aber ganz schön ins Geld. Für mein nächstes Buch werde ich mir einen Verlag suchen. 


Bist Du mit dieser Entscheidung zufrieden?

Nein, ich bin nicht ganz zufrieden, aber jetzt weiß ich wie es geht und werde es beim nächsten Buch besser machen.

 

So mancher hat schon einmal gesagt, darüber könnte/sollte ich mal ein Buch schreiben. Das ist leicht gesagt, aber so einfach drauflos schreiben, ist ja nicht vor Vorteil. Hattest Du Hilfe bzw Unterstützung bei dem Buch?

Das „Handwerkszeug“ ließ ich mir bei zwei Schreibkursen 2013/2014 in der Nähe von Köln beibringen. Ein guter Ratgeber war mir dabei mein Sohn. Er hat große Teile des Romans gelesen und mir den Schluss in einem Satz gesagt.


Ich habe Dein Buch bisher noch nicht gelesen, Du darfst hier jetzt gerne mal Werbung machen und mir sagen, weshalb ich es lesen sollte. 

Liebe unter der Sonne Ägyptens. Heiße Rhythmen und ein Wechselbad der Gefühle vor traumhaften Urlaubskulissen. Mit dieser Geschichte kannst Du Dir den Urlaub nach Hause holen und mit den Protagonisten auf Reisen gehen. Wird es ein Happy End geben? Träum Dich mit ihnen nach Ägypten und Brasilien. Lass Dich in eine Liebesgeschichte entführen, die so heiß ist, wie die Sonne Ägyptens. Ideal als Urlaubslektüre am Pool, aber auch für alle Daheimgebliebenen mit Sehnsucht nach Sommersonne und Urlaubsflirts. 


Hast Du noch weitere Buchpläne? 

Ja, ich weiß schon welche Geschichte ich als nächstes schreiben werde. Jetzt ist die beste Zeit das nächste Buchprojekt zu beginnen


Als Self Publisherin musst Du Dich ja um alles selber kümmern was Werbung und Bekanntmachung betrifft. Hast Du da etwas besonderes geplant, wie zum Beispiel Lesungen oder die Teilnahme an Buchmessen.

Nein, bis jetzt nicht. Das lässt meine Zeit nicht zu. Das werde ich beim nächsten Buch machen.

 

Du bist Mitglied im Self Publisher Verband, was erwartest Du davon?

Bis jetzt bin ich mit dem Selfpublisher Verband zufrieden. Es freut mich sehr, dass sie die Bloggerlounge ins Leben gerufen haben.

 

Hast Du Kontakt zu Kollegen?

Ja über Instagram zu anderen Autorinnen.

 

Hast Du Kontakt zu Bloggern und Lesern?

Ja, es sind schon ein paar sehr gute Kontakte entstanden.

 

Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher erinnerst Du Dich?

Ich habe als Kind und Teenager sehr viel gelesen und kann mich an die „Fünf Freunde“ Bücher erinnern und habe viele Geschichten mit Pferden gelesen.

 

Hast Du jetzt als Erwachsene auch Zeit und Lust Bücher zu lesen?

Ja, ich mag die Krimis von Rita Falk gerne. Außerdem gefallen mir wahre Geschichten sehr gut, wie z. B. „Die weiße Massai“ und das „Amazonaskind“. Gerade habe ich die Biografie von Jürgen Drews ausgelesen.

 

Gibt es ein Buch, dass Du schon immer mal lesen wolltest, es bisher aber nicht geschafft hast?

Ich habe noch die eine oder andere Biografie hier liegen, die ich noch nicht gelesen habe, wie z. B. „Mein Leben zwischen Rhythm & Blues“ von Fritz Egner.

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne besuchen und weshalb?

Ich war schon im ehemaligen Haus von Ernest Hemingway auf Key West in Florida und in seiner Kneipe. Ich hätte gerne Karen Blixen kennengelernt. Ich liebe die Geschichte von „Out of Africa“ (Jenseits von Afrika). Ich war in dem Karen Blixen Dorf und bei ihrem Museum in Nairobi (Kenia). Ich würde gerne noch ihr Museum in Dänemark besuchen.

 

Wie immer habe ich viel gefragt und bestimmt etwas vergessen, Dir gebe ich hier jetzt die Möglichkeit, uns Lesern das zu sagen, was Du uns schon immer mal mitteilen wollest.

Verstellt Euch nicht, seid einfach Ihr selbst. Leben und leben lassen.

 

Liebe Michaela,

Ich möchte mich bei Dir nun vielmals bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast.

Gerne, es hat mir sehr viel Spaß gemacht. Herzlichen Dank dafür.

 

hier möchte ich nun auf das Buch hinweisen:



Samba in Ägypten
erschienen am 15. April 2020


Während eines Badeurlaubs im Club Caldione bei Hurghada lernt Isabelle den heißblütigen brasilianischen Tänzer Ricardo kennen und verbringt mit ihm wunderschöne Tage unter der ägyptischen Sonne. Viel zu schnell vergeht die Zeit und zurück im tristen Büro-Alltag in München kann Isabelle es kaum erwarten, ihren nächsten Urlaub zu buchen.