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Mittwoch, 29. Dezember 2021

Rezension - Bis zum Mond und zurück



Autorin: Dani Atkins

Titel: Bis zum Mond und zurück

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 1. Dezember 2021

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB



Über die Autorin:
Dani Atkins, 1958 in London geboren, lebt heute mit ihrem Mann im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Mit ihren gefühlvollen und dramatischen Liebesgeschichten erobert sie stets die Herzen der Leserinnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Für Alex bricht die Welt zusammen, als seine Frau Lisa bei einem tragischen Unfall ums Leben kommt. Sie war nicht nur seine große Liebe, sondern auch die Mutter ihres gemeinsamen Sohnes Connor, der erst 6 Jahre alt ist. 
Dass etwas von Lisa noch immer da ist, spürt Alex plötzlich ganz deutlich, als sich die herzkranke Molly mit einem sehr emotionalen Brief an ihn wendet: Lisa war Organ-Spenderin, und ihr Herz hat Molly ein neues Leben geschenkt. Nach und nach melden sich drei weitere Organ-Empfänger bei Alex. Von Beginn an besteht eine starke Verbindung zwischen den so unterschiedlichen Menschen. 
Als der kleine Connor von zu Hause fortläuft, um seine Mutter zu suchen, und dabei in Lebensgefahr gerät, werden die neuen Freundschaften auf eine harte Probe gestellt. 


Meine Meinung:
Es ist schon eine Weile her, seit ich Bücher der Autorin gelesen habe. Ich weiß, dass mir die Bücher sehr gut gefallen haben und deshalb wollte ich dieses Buch nun gerne lesen. Vorab erwähnt, ich wurde nicht enttäuscht und habe das Buch am Ende mit einem "Hach, wie toll" zur Seite gelegt. Aber vorher gab es reichlich emotionale Situationen und ab und zu wollte sich eine Träne bemerkbar machen. 
Dani Atkins hat sich mit einem Thema auseinander gesetzt, das viele zum Nachdenken anregen kann. Alex verliert seine Frau Lisa durch einen Unfall. Lisa hat bestimmt, dass ihre Organe gespendet werden. Connor, der kleine Sohn der beiden, will einfach nicht glauben, dass seine Mutter nie wieder kommt, denn sie hatte ihm etwas versprochen. Für alle Beteiligten ist das nicht leicht. Durch die Organspende kann vier Personen geholfen werden. Anscheinend ist die Abwicklung in England etwas anders, als bei uns in Deutschland, denn ich war schon verwundert, dass die Hinterbliebenen und die Organempfänger sich kennen lernen durften. Außerdem fragte ich mich, weshalb "nur" vier Personen geholfen wurde. Aber das sollte jetzt keine allzu wichtige Frage sein, denn in der Hauptsache ging es hier darum, wie alle miteinander umgangen und was sie erlebten.
Die Autorin hat uns die Geschichte aus Sicht von Alex und Molly erzählt. Molly ist eine der vier Organempfängerinnen und entwickelt eine enge Verbindung zu Connor. Sie hatte ich ziemlich schnell in mein Leserherz geschlossen und war bis zum Ende unsicher, was ich ihr wünschen sollte. Letztendlich hat die Autorin den richtigen Weg gefunden, mit dem ich dann auch sehr zufrieden war.


Fazit:
Ein Buch mit einer sehr berührenden Geschichte. Liebe, Freundschaft, Trauer, Zusammenhalt, Trost, Mut und Hoffnung so vieles wurde in diesem Buch miteinander verbunden. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 29. Juni 2021

Rezension - Das Leben irgendwo dazwischen



Autorin: Eva Pantleon

Titel: Das Leben irgendwo dazwischen

Genre: Roman, Schicksal

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 18. Mai 2021

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin
Eva Pantleon lebt und schreibt in Reinbek bei Hamburg. Nach einem Studium der Germanistik volontierte sie bei einem Hamburg-Magazin und arbeitete danach als Redakteurin. Heute ist sie als freie Journalistin tätig. Dies ist ihr Debütroman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Leben gleicht oft einer Großbaustelle, findet Dido. Seit Lukas ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat, fühlt sie sich wie ein Komparse im eigenen Leben. Erst als ihr Chef, der alte Buchhändler Hans, sie um Hilfe bittet, erwacht Dido aus ihrer Lethargie. Denn auch Hans wurde einst von seiner großen Liebe verraten - und konnte sie doch nie loslassen. Dido ahnt, dass die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, man muss es selbst tun. Und sie will Hans dabei helfen. Bei der Suche nach jener Frau taucht plötzlich Lukas an ihrer Seite auf. Und so muss auch Dido sich den eigenen Gefühlen und Verletzungen stellen. Es wird eine abenteuerliche Reise, bei der nichts ist, wie es scheint. Und für die es großen Mut braucht, denn im Leben gibt es kein Schwarz oder Weiß. Das Leben ist irgendwo dazwischen ...


Meine Meinung:
Der Buchtitel hat mich neugierig gemacht und deshalb wollte ich das Buch gerne lesen. Zunächst lernte ich Dido kennen, die bei Regen, Wind und Schnee in Hamburg mit dem Rad unterwegs ist. Sie bekommt den Auftrag ein Interview mit einer Heimatautorin, wie ihr Chef die Schriftstellerin nennt, zu führen. Damit kommt allerdings einiges ins Rollen und ich erfahre nach und nach, was verschiedenen Personen alles so passiert ist. Ohje, es hat eigentlich jeder ein Päckchen zu tragen. Bei keinem gab es bisher einen "normalen" Lebensweg. Fast war es mir etwas zu viel, denn ich hatte das Gefühl, daraus könnten mehrere Bücher gemacht werden. Dido hilft ihrem anderen Chef Hans, eine lang zurückliegende Situation endlich zu bewältigen. Wobei sie selber sehen sollte, dass sie für sich einiges ins Reine bekommt. Ich konnte erleben, wie falsche Schlüsse gezogen wurden; was es bringt, wenn nicht miteinander geredet wird und dass man mit Sturheit sich selber im Wege steht und wertvolle Lebenszeit verschenkt. Zum Glück hat die Autorin dafür gesorgt, dass es immer wieder Beteiligte gab, die gute Ratschläge geben konnten und die eine oder den anderen in die richtige Spur brachte.
Am Ende gab es für alle eine gute Lösung, was mich natürlich gefreut hat.


Fazit:
Ein gelungener Debütroman mit allerdings mehr als genug Schicksalsbegebenheiten. Es ist interessant zu lesen und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung. 

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 19. November 2020

Rezension - Nurias Tanz




Autorin: Stefanie Hohn

Titel: Nurias Tanz

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch (15.12.2020)

erschienen: 19. November 2020

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autorin:
Stefanie Hohn, geb. 1967 in Aachen, studierte Literaturübersetzung in Düsseldorf und promovierte über Charlotte Brontë. Neben dem Schreiben unterrichtet sie das literarische Übersetzen und unterstützt angehende Autoren, den richtigen Ton für ihre Geschichten zu finden. Sie hat viele Jahre in Frankreich gelebt und fühlt sich in vielen Ländern zuhause, vor allem auch in Spanien, der Heimat ihres Mannes. Die Kunst in all ihren Ausdrucksformen hat es ihr besonders angetan und so schreibt sie über Kunst und Liebe – und das, was beides miteinander verbindet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nora ist bei Adoptiveltern aufgewachsen, die sie über ihre Herkunft und den Grund für ihre Gehbehinderung ihr Leben lang im Ungewissen gelassen haben. Ihr Adoptivvater gesteht ihr kurz vor seinem Tod, dass sie in Wahrheit Nuria heißt. Der katalanische Ursprung dieses Namens treibt sie nach Barcelona, in der Hoffnung, dort mehr über sich und ihre Wurzeln zu erfahren, stattdessen jedoch entdeckt sie ihre Leidenschaft für den Flamenco – und für Simón, der sie ermutigt, selbst zu tanzen, ganz gleich welche Grenzen ihr Körper ihr setzen mag. Nuria taucht tief ein in die Magie dieses Tanzes und deckt so ein streng gehütetes Geheimnis auf, das alles auf den Kopf stellt, was sie je über sich geglaubt hat. Ein fesselnder Schicksalsroman über Liebe, Tanz und Leidenschaft - und die Fähigkeit, die eigenen, körperlichen Grenzen zu überwinden.



Meine Meinung:
Was mag das wohl für ein Gefühl sein, wenn man über seine eigene Herkunft nichts genaues weiß? Weshalb fühlt sich Nuria von einem Tanz so magisch angezogen? Diese Fragen tauchten beim Lesen des Buches bei mir auf. Natürlich bekam ich Antworten darauf. 
Aber zunächst lerne ich erst einmal Nora kennen und stecke mit ihr in einem Gefühlschaos. Ihr Vater liegt im Sterben und will ihr noch etwas anvertrauen, aber außer ihren wirklich Namen, Nuria, erfährt sie nichts mehr von ihm. Bisher wusste sie nur, dass sie als Baby adoptiert wurde. Durch Rückblenden erfahre ich als Leserin mehr über Nora, Verzeihung Nuria. Denn seit ihr der Name genannt wurde, möchte sie nur noch damit angeredet werden. Nuria reist nach Barcelona, sie will ihre Wurzeln finden. In Barcelona muss tatsächlich einiges geschehen sein, denn die Autorin lässt mich in die Vergangenheit reisen. Dort lerne ich Ana kennen. Im Wechsel lese ich nun, was Ana und Nuria so alles erlebt haben. Durch Ana erfahre ich so nebenbei auch, wie das Leben in Spanien war, als Franco das Sagen hatte. Außerdem bekomme ich ein Gefühl, was der Tanz so alles bewirkt. Weshalb Nuria sich vom Tanz magisch angezogen fühlt und nicht nur vom Tanz. Nun möchte ich hier nicht mehr vom Inhalt verraten. Es soll jeder dem Bann erliegen. Und auch erfahren, welche Probleme auftauchen können, wenn... nein, das verrate ich nicht.
Stefanie Hohn hat mich an das Buch gefesselt. Ich wollte natürlich mit Nuria das Geheimnis auflösen. Ich wollte wissen, wie sich alles entwickelt. Gewisse Vorahnungen hatte ich durchaus, aber sollten sie sich bewahrheiten? Auf jeden Fall war ich am Ende mit allem zufrieden.


Fazit:
Zwei Lebensgeschichten, wie sind sie miteinander verbunden? Ein unterhaltsames und fesselndes Buch, mit schicksalshaften Entscheidungen in der Vergangenheit und Gegenwart. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung dazu. 


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 4. Juli 2020

Rezension - Die Weisheit des Regenbogens



Autor: Jando

Titel: Die Weisheit des Regenbogens

Genre: Schicksal

Version: eBook und gebunden

erschienen: 15. Mai 2020

Seiten: 156

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Koros Nord



Über den Autor:
Jando wurde am 16.07.1970 im niedersächsischen Oldenburg geboren. Mit seinen Geschichten möchte er zeitlose Botschaften für Jung und Alt, Groß und Klein erzählen. Sein Seemannsgarn spinnt er als waschechter Norddeutsche während ausgedehnten Wanderungen entlang der Küste. Als kleiner Junge wollte er Seeräuber werden, der Besitztümer an Arme verteilt. 


Kurzbeschreibung, übernommen:
Seit Sina von ihrem Mann verlassen wurde, ist das Verhältnis zu ihrer Tochter Malin schwierig. Die Hündin Ava ist Malins beste Freundin. Doch bei einem tragischen Unfall werden beide schwer verletzt und Malin gibt sich die Schuld dafür. Die kleine Familie droht zu zerbrechen, also beschließt Sina zur Erholung gemeinsam an die Nordsee zu fahren. Dort begegnet sie dem charismatischen Hundeflüsterer Bent, der sich liebevoll um Ava und Malin kümmert. Doch auch Bent hat mit dunklen Schatten aus seiner Vergangenheit zu kämpfen.


Meine Meinung:
Ich freue mich immer wieder, wenn Jando ein neues Buch veröffentlicht. Denn er schafft es jedesmal, mich als Leserin an das Buch zu fesseln und vor allem erzählt er auf wenigen Seiten sehr viel. Manch einer würde alles etwas ausführlicher beschreiben und es ausweiten. Aber im Grunde ist das wesentliche gesagt. Von der Entwicklung her geht alles sehr schnell, aber es reicht durchaus, um den Leser mitzunehmen und zu berühren. Der Autor vermittelt mit seinen Geschichten Lebensweisheiten und macht Mut. Denn es sind immer wieder besondere Schicksale, die behandelt werden. 
Auf den Inhalt möchte ich jetzt auch nicht weiter eingehen, in der Kurzbeschreibung wird einiges erwähnt, was neugierig macht.
Wie ich es gewohnt bin, ist auch dieses Buch wieder wunderschön, aufgelockert mit Bildern von seiner Schwester Antjeca. 


Fazit:
Ein weiteres gelungenes Buch, das einen berührt und auch zum Nachdenken anregt. Gerne gebe ich auch hier eine Leseempfehlung. Das Buch eignet sich von der Größe her auch wunderbar als Geschenk, vor allem für Leute, die etwas Aufmunterung benötigen, aber es kann auch einfach so verschenkt werden.


Beim Autor und Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Montag, 15. Juni 2020

Rezension - Wie sagt man ich liebe dich


Autorin: Claudia Winter

Titel: Wie sagt man ich liebe dich

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Juni 2020

Seiten: 480

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann Verlag




Über die Autorin:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Ihre frühen Werke sind in Neuauflage unter dem Pseudonym "Carolin Wunsch" erschienen. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und dem Labrador Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Für die gehörlose Maelys Durant wird ein Traum wahr, als sie ein Kunststudium in Paris beginnt. Doch dann erkrankt ihre Tante Valérie, und Maelys muss auf dem Montmartre Touristen porträtieren, um Geld zu verdienen. Dort macht ihr eines Tages ein geheimnisvoller Fremder ein erstaunliches Angebot: für eine stattliche Summe soll sie seinen Großvater in Lissabon malen. Maelys‘ Neugier ist geweckt, und sie begibt sich auf die Reise in die weiße Stadt am Tejo. Dort stößt sie auf die Spuren einer herzergreifenden Liebesgeschichte, die bis ins Paris der 1960er Jahre zurückreicht – und ahnt nicht, welch besondere Rolle sie selbst darin spielt …


Meine Meinung:
Eine "einfache" Liebesgeschichte schreiben, das kann (fast) jede, aber ganz besondere Schicksale einzubauen, das versteht Claudia Winter sehr gut.
Maelys Durant ist gehörlos und wir Leser erfahren durch sie sehr viel, ob es nun um die Gebärdensprache oder Klang der Stimme geht oder Mißverständnisse bei ironischen Sprichwörtern gibt. Was das betrifft macht die Autorin uns Leser auf vieles aufmerksam und berührt uns mit dem Schicksal. Aber es geht nicht alleine um Maelys und ihre Gehörlosigkeit. Es werden Erinnerungen geweckt und die Autorin entführt uns nach Paris. Dort erleben wir die 60er Jahre. Außerdem geht es nach Lissabon und auch von dem Leben in Portugal kann ich sehr viel erfahren. Mir gefällt es immer wieder, wenn mich eine Autorin mit auf die Reise nimmt und mir gleichzeitig wissenswertes über die Geschichte eines Landes schildert.
Natürlich dreht sich in diesem Buch vieles um die Liebe, es zeigt, dass das Schicksal nicht immer einfache Weg auswählt. Aber oft findet manches ein gutes Ende, hier kann ich sogar schreiben, es gibt zwei mal ein gutes Ende.  Mehr möchte ich darüber aber nicht verraten.


Fazit:
Claudia Winter hat es auch diesmal wieder geschafft und ein besonderes Buch geschrieben. Sie hat ein schwieriges Thema angefasst und uns Lesern manches näher gebracht.  Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich hatte die Möglichkeit, dieses Buch vorab lesen zu dürfen und kann deshalb meine Rezension frühzeitig einstellen.

Sonntag, 3. Mai 2020

Rezension - Meine Seele schreit so laut




Autoren: Julia Drosten und Alexander Hartwig

Titel: Meine Seele schreit so laut

Genre: Roman, Schicksal

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. Mai 2020

Seiten: 495

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autoren:
Horst und Julia Drosten leben im Münsterland und hatten schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß macht ihnen die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen. Für "Die Honigprinzessin" absolvierten sie einen Imkerkurs, für "Die schwarze Taube von Siwa" folgten sie in Ägypten den Spuren der alten Pharaonen und für "Die Elefantenhüterin" besuchten sie u. a. wilde Elefanten auf Sri Lanka.
Alexander Hartwig wuchs in einer lebhaften Großfamilie auf und wurde nach einer Ausbildung zum Koch und verschiedenen Stationen im Vertrieb Geschäftsführer eines internationalen Unternehmens der Lebensmittelbranche.  Der vierfache Familienvater interessiert sich für kreative und handwerkliche Tätigkeiten und ist der festen Ansicht, dass die spannendsten Geschichten das Leben selber schreibt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Denn Liebe wagt alles ...
Alexander ist überzeugt, dass das Glück auf seiner Seite steht: Er liebt seine Frau Claudia und seine vier Kinder, besitzt ein wunderbares Haus und fährt beruflich auf der Erfolgsspur. Doch dann schlägt das Schicksal zu und erschüttert sein Leben in den Grundfesten. Alexander verliert seine Gesundheit, seine Würde und seinen Wohlstand und als auch noch tief verborgene Geheimnisse ans Licht kommen, wendet sich sogar Claudia von ihm ab. Einsam und gebrochen versucht er, die Trümmer seines Lebens neu zu ordnen. Dabei trifft er Nina, die wie er alles verloren hat. Zwischen ihnen entsteht eine vorsichtige Freundschaft, aus der tiefe Vertrautheit wächst. Doch an das Gute zu glauben, haben beide fast verlernt und gerade, als sie wagen, auf eine gemeinsame Zukunft zu hoffen, drohen ihre Träume zu zerbrechen.
Eine Geschichte über einen Mann, der gegen ein unausweichliches Schicksal kämpft und über die Frau, die ihm beisteht.


Meine Meinung:
Von Horst und Julia Drosten habe ich schon einige Bücher gelesen, die mir sehr gut gefallen haben und deshalb war für mich klar, dass ich auch dieses Buch lesen wollte. Zumal ich sehr neugierig war, denn dies schien mir ein Buch zu sein, was sich von den anderen sehr unterscheidet. Damit lag ich richtig, denn hier wurde ein besonderes Schicksal aufgearbeitet.
Gemeinsam mit Alexander Hartwig hat das Autorenpaar ein sehr berührendes Buch geschrieben. Wie bereits in der Kurzbeschreibung erwähnt, verliert Alexander seine Gesundheit. Als Leserin war ich natürlich voll und ganz auf seiner Seite und konnte nicht immer die Handlungen aller Beteiligten verstehen. Allerdings hat es mich auch nachdenklich gestimmt und ich habe überlegt, wie ich mich verhalten würde. Ich denke, ich wäre eher wie Nina, die ich natürlich so richtig in mein Leserherz geschlossen habe. Die Autoren haben mich mit der Geschichte an das Buch gefesselt und ich wünschte natürlich, dass es ein gutes Ende nimmt. Ich war dann auch mit den Entscheidungen zufrieden, obwohl es wirklich nicht leicht war.
Das Cover gefällt mir sehr gut und es passt auch bestens. Nachdem ich das Buch gelesen hatte, konnte ich es auch mit ganz anderen Augen betrachten.


Fazit:
Ein sehr gelungenes Buch, das einen berührt und nachdenklich macht, das ein ernstes Thema behandelt und sich mit den Umständen auseinandersetzt. Es sollte nicht einfach zwischendurch gelesen werden. Auf jeden Fall gebe ich gerne eine Leseempfehlung.
Außerdem zeigt uns das Buch, dass es schlimmeres gibt, als gerade jetzt, wo sehr viele unter der Kontaktsperre leiden.

Montag, 10. Februar 2020

Rezension - Liebe reicht doch erst mal


Autorin: Mia Leoni

Titel: Liebe reicht doch erst mal

Genre: Frauenroman, Schicksal, Liebesroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 9. Februar 2020
erschienen: Taschenbuch 21. Februar 2020

Seiten: 276

Altersempfehlung: Erwachsene

 Verlag: Mia Leoni (Nova MD)



Über die Autorin:
Mia Leoni lebt und arbeitet in Erfurt. Nach dem Abitur verschlug es die geborene Puffbohne für eine Ausbildung und zum Arbeiten nach Frankfurt am Main. Sechs Jahre und viele Erfahrungen später lockte sie die geliebte Heimat und ihr heutiger Ehemann zurück in die thüringische Landeshauptstadt. Seit 2013 ist sie Mutter einer Tochter und hat während der Elternzeit ihre Leidenschaft fürs Schreiben wiederentdeckt. Schon in früher Kindheit hat sie Geschichten geschrieben, aber nie zu Ende gebracht. Durch die Motivation einer lieben Autorenkollegin schaffte sie es, im Januar 2015 jedoch endlich ihren Debütroman "In Versuchung" zu veröffentlichen. Wenn sie nicht schreibt, kümmert sie sich um die Familie oder ihr eigenes kleines Unternehmen. Mit einer Prise Humor lässt sie ihre Romanheldinnen ihre Geschichten erleben, wobei die Hauptfiguren gern ein paar Ecken und Kanten haben dürfen. Nicht immer kommt das an der richtigen Stelle an, macht den Reiz aber umso größer, die Charaktere eben nicht mit den perfekten Eigenschaften auszustatten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
"Was ist, wenn ich einen riesigen Fehler begangen habe und in etwas hineingeschlittert bin, dessen Tragweite ich gar nicht absehen kann?"
Julis Leben ist bunt und chaotisch. Sie geht lieber auf Partys als in den Hörsaal, ihr BWL-Studium interessiert sie nicht. Als ihre Eltern schließlich den Geldhahn zudrehen, hat sie ein riesiges Problem und weiß nicht mehr weiter.
Trost findet sie in den Armen ihres attraktiven Mitbewohners Yannik. Es knistert gewaltig zwischen den beiden. Doch Yannik führt ein Leben am Limit: Er liebt riskante Sportarten und waghalsige Aktionen, was Juli zunehmend Sorge bereitet. Außerdem verbirgt er etwas vor ihr. Als sie hinter sein Geheimnis kommt, muss sie sich fragen, wie wagemutig sie selbst ist.


Meine Meinung:
Von Mia Leoni habe ich ja schon einige Bücher gelesen, aber dieses hat mir jetzt am besten gefallen. Es hat mich ungemein berührt, zum Lachen und zum Weinen gebracht.
Wenn man bedenkt, dass ich das Buch erst mal so auf meinen Reader geladen hatte und später in aller Ruhe lesen wollte. Nur mal kurz reinlesen wollte ich und was war, ich war so gefesselt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte.
Ich lernte Juli kennen, eine Chaos-Queen, die einfach nichts rechtes zu Stande brachte. Dabei hat sie ungeahnte Talente. Außerdem lernte ich Yannik kennen, der alles extreme liebt. Beide ahnen nicht, was auf sie zukommt und sie so richtig fordern wird. Was passiert, verrate ich natürlich nicht. Allerdings muss ich sagen, dass ich einige Tränen lassen musste und der Autorin am Ende richtig dankbar war. Sie hätte es auch anders schreiben können. Tja, es tut mir leid, dass ich nun Rätsel aufgebe, aber jeder sollte das Buch lesen und sich eine eigene Meinung bilden.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, Juli hat in der Ich-Form aus ihrer Sicht erzählt, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Mir haben auch gewisse Beschreibungen sehr gut gefallen und zu gerne würde ich das ebenfalls mal sehen wollen. Nun, auch das will ich nicht verraten.


Fazit:
Mich hat das Buch begeistert, es war nicht einfach "nur" ein normaler Liebesroman, ein sehr ernstes Thema wurde untergebracht. Es regt zum Nachdenken an, macht einen dankbar und überhaupt, ach es ist schlicht und ergreifend ein tolles Buch. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Sonntag, 9. Februar 2020

Rezension - Die Suche nach dem Augenblick


Autorin: Catherine Ryan Hyde

Titel: Die Suche nach dem Augenblick

Genre: Schicksal, Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 7. Januar 2020

Seiten: 380

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder




Über die Autorin:
Die mehrfach ausgezeichnete amerikanische Autorin Catherine Ryan Hyde hat bislang knapp dreißig Bücher veröffentlicht.  Neben dem Schreiben ist Catherine Ryan Hyde auch als Referentin tätig und stand bereits dreimal zusammen mit Bill Clinton als Rednerin auf dem Podium. Catherine Ryan Hyde unternimmt gerne Wanderungen und Reisen und ist eine große Hobbyfotografin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In Luis Velez hat die blinde Mildred einen fürsorglichen Betreuer … bis er eines Tages nicht mehr auftaucht. Voller Sorge um ihren Freund wendet sich Mildred an die anderen Mieter des Hauses, aber nur der junge Raymond schenkt ihr Aufmerksamkeit.
Seit seine Eltern sich getrennt haben, hat er das Gefühl, nirgends dazuzugehören. Als ihm klar wird, dass die alte Frau auf Hilfe angewiesen ist, beginnt Raymond sich um sie zu kümmern. Rasch entwickelt sich zwischen den beiden Außenseitern eine tiefe Freundschaft.
Doch was ist mit Luis Velez? Auf seiner Suche nach ihm begegnet Raymond Menschen, die ihm zeigen, dass trotz aller Gleichgültigkeit in der Welt immer Grund zur Hoffnung besteht …


Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und ich wollte es gerne lesen. Das sollte sich auch als gute Entscheidung herausstellen. Ich lernte Raymond und Mildred kennen. Millie, wie sie sich lieber rufen lässt, ist blind und auf Hilfe angewiesen. Leider ist Luis Velez, der  ihr vier Jahre lang geholfen hat, eines Tages nicht mehr gekommen. Sie bittet Raymond um Hilfe und der Junge begibt sich nicht nur auf die Suche nach Luis, er hilft der alten Dame auch bei vielen Erledigungen. Was er bei seiner Suche alles erlebt und wen er noch kennen lernt, fand ich sehr interessant. Aber ich erfahre noch so vieles anderes, was sehr bewegend ist. Leider kann ich nicht auf Situationen eingehen, die mich berührt haben, ich müsste zu viel verraten. Auf jeden Fall haben sie mich nachdenklich gemacht, zu Tränen gerührt aber auch wütend werden lassen.


Fazit:
Ein bewegendes Buch, was sehr viele Facetten zeigt. Mut zum Durchhalten, besondere Freundschaft, Zusammenhalt, sich mit dem Schicksal auseinander setzen und einen Weg finden, ach ich könnte noch viel mehr aufzählen. Am besten liest jeder das Buch und bildet sich seine Meinung. Ich empfehle es gerne weiter.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken



#DieSuchenachdemAugenblick #NetGalleyDE

Montag, 23. Dezember 2019

Rezension - Das Leben ist großartig – von einfach war nie die Rede


Autorin: Gaby Köster

Titel: Das Leben ist großartig – von einfach war nie die Rede

Genre: Biografie, Schicksal

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 27. September 2019

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein Leben



Über die Autorin:
Gaby Köster, geb. 1961, wurde 1988 von Jürgen Becker entdeckt und spielte sich über unzählige Auftritte live, im Radio und TV in die erste Reihe der deutschen Kabarett-Szene.Für Erfolgsformate wie »7 Tage – 7 Köpfe« und »Ritas Welt« erhält sie alle bedeutenden Preise (u.a. Deutscher Comedy-Preis, Deutscher Fernsehpreis, Adolf-Grimme-Preis). 2007 startete ihr drittes und erfolgreichstes Solo-Programm »Wer Sahne will, muss Kühe schütteln!«. Im Januar 2008 erleidet Gaby Köster einen Schlaganfall, der sie zu einer langen Karrierepause zwingt.


Über den Mitautor:
Till Hoheneder, geb. 1965, wurde mit dem Comedy-Duo „Till & Obel“ (1986 – 2000) bekannt. Heute ist er Autor und Comedian. Sein mit Gaby Köster geschriebenes Buch "Ein Schnupfen hätte auch gereicht" wurde ein Bestseller, ebenso „Keine Zeit für Arschlöcher“ mit Horst Lichter und „Und dann kam Ute“ mit Atze Schröder. Till Hoheneder wurde dreimal mit dem Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet. Seit 2018 ist er auch wieder auf der Bühne zu sehen: Mit Torsten Sträter bestreitet er spontane Lesungen und mit Atze Schröder ging er im Frühjahr 2019 erfolgreich mit dem Programm und Podcast „Zärtliche Cousinen“ auf Tournee.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Zehn Jahre nach ihrem Schlaganfall meldet sich Gaby Köster wieder zu Wort. Gewohnt lautstark, komisch und schonungslos ehrlich schreibt die Queen of Comedy von ihrem Weg zurück in ihr zweites Leben: Wie sie sich wieder auf die Bühne zurückkämpft, den grauen Alltag meistert und stets neue Herausforderungen sucht wie Auto zu fahren, Mr.Right zu finden oder zu lernen, wieder zu weinen. Gaby Köster hat trotz vieler Hindernisse und Enttäuschungen ihren Humor behalten und die Freude am Leben nie verloren. Dabei hat sie etwas geschafft, was nur wenigen Menschen gelingt: Sie hat Frieden geschlossen mit sich und ihrem Schicksal. Denn statt zu resignieren, freut sie sich über jeden einzelnen Tag: „Wie schön, dass ich das noch lebendig sehen darf. Wenn ich tot gewesen wäre, hätte ich das doch alles nicht mitgekriegt!“ Das wunderbare Buch einer wunderbaren Frau, das nahtlos an ihren Bestseller „Ein Schnupfen hätte auch gereicht“ anknüpft.


Meine Meinung:
Nachdem ich vor Jahren ihr erstes Buch gelesen hatte, was ich jetzt neugierig, was sie uns Lesern nun mitzuteilen hat. Jede Menge gab es zu berichten, ob es die längere Reise ihres Sohnes nach Südamerika war oder ihre eigene Reise nach New York, wo es für die Schauspielerin, die Gaby Köster im Film gespielt hat, einen Preis gab oder ganz allgemein über Erfahrungen, die sie nun nach ihrem "drecksdrisseligen Schlaganfall" wie sie es immer wieder nannte, gemacht hatte.
Ich habe immer wieder mit Begeisterung die Serie "Ritas Welt" angesehen und mich gefreut, wenn ich Gaby Köster bei uns im Radio hörte, denn es gab mit dem Düsseldorfer Comedian Manes Meckenstock eine herrliche Weihnachts-CD.
Natürlich war ich traurig, als  Gaby Köster damals von der Bildfläche verschwand und ich freute mich wirklich sehr, als sie wieder auftauchte. Deshalb wollte ich beide Bücher unbedingt lesen und ich freue mich über ihre Einstellung und was sie alles geschafft hat.


Fazit:
Bewegend und nachdenklich machend ist dieses Buch von Gaby Köster. Wer also mal etwas ganz anderes lesen möchte, dem empfehle ich dieses Buch wirklich sehr.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



#DasLebenIstGroßartigVonEinfachWarNieDieRede #NetGalleyDE

Samstag, 28. September 2019

Rezension - Das Versprechen des Bienenhüters



Autorin: Christy Lefteri

Titel: Das Versprechen des Bienenhüters

Genre: Roman, Gegenwart, Schicksal

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 2. September 2019

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Limes Verlag



Über die Autorin:
Christy Lefteri wuchs als Tochter zypriotischer Geflüchteter in London auf. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der Brunel University. 2016 und 2017 verbrachte sie die Sommermonate als Freiwillige in einem von der Unicef unterstützten Geflüchtetenlager in Athen. Die Geschichten, die die Menschen ihr dort erzählten, inspirierten sie dazu, »Das Versprechen des Bienenhüters« zu schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sie haben alles verloren und glauben dennoch an einen Neuanfang: Diese Geschichte wird Sie berühren, erschüttern und doch hoffnungsvoll zurücklassen.
Nuri ist Bienenhüter, mit seiner Familie führt er ein einfaches, aber erfülltes Leben im syrischen Aleppo. Bis das Undenkbare passiert und der Krieg ihr Zuhause erreicht. Nuris kleiner Sohn Sami wird bei einem Bombenanschlag getötet, seine Frau Afra erblindet. Sie müssen fliehen, um zumindest ihr eigenes Leben zu retten. Die Trauer um Sami und Erinnerungen an das einst glückliche Leben begleiten sie auf dem langen, gefährlichen Weg durch eine Welt, die nicht auf sie gewartet hat und selbst die Mutigsten in die Knie zwingt. Doch in England wartet Nuris Cousin Mustafa mit einem Bienenstock, der neuen Honig und neues Leben verspricht. Aber die größte Herausforderung liegt noch vor Nuri und Afra: wieder zueinander zu finden und gemeinsam die Hoffnung an ein neues Leben zu bewahren.
Erzählt mit viel Feingefühl, Emotion und besonderen erzählerischen Elementen, wie die Verknüpfung der Zeitebenen: Die Kapitelüberschrift ist das letzte Wort des vorherigen und das erste Wort des folgenden Kapitels, so sind die Erzählung aus der Gegenwart und der Vergangenheit miteinander verbunden.


Meine Meinung:
Zuerst wurde ich durch den Buchtitel neugierig, denn in letzter Zeit gibt es viele Bücher, in denen Bienen eine wichtige Rolle spielen. Aber nicht nur für die Bücher sind sie wichtig, auch für unser Leben. Dann fand ich die Kurzbeschreibung sehr interessant und ich wollte das Buch gerne lesen.
Ich lernte Nuri und Afra kennen und natürlich noch jede Menge andere Beteiligte. Aber im Vordergrund standen die beiden, die aus Aleppo in Syrien flüchten und nach England wollten, wohin es der Cousin Mustafa es bereits geschafft hatte. Er wollte dort wieder Bienenstöcke ins Leben rufen.
In zwei Zeitabschnitten erzählt die Autorin im Wechsel, was die beiden auf der Flucht alles erlebt haben. Mich hat das alles sehr bewegt. Bisher kennen wir ja meist "nur" Berichte von deutschen Flüchtlingen, die vor und im zweiten Weltkrieg fliehen mussten.
Leider oder soll ich besser schreiben, zum Glück, ging die Autorin nicht so sehr in die Tiefe und hat selbst unangenehme Ereignisse nicht so dramatisch geschildert, dass sie einem unter die Haut gingen. Allerdings reichte es mir auch, wie sie Beobachtungen und Situationen erwähnte, mit etwas Phantasie kann sich jeder vorstellen, was passiert ist.
Nuri und Afra haben natürlich mein Leserherz erobert und wenn ich ihr Verhalten manchmal nicht so richtig verstehen konnte, lag es daran, dass ich mich glücklicherweise nicht in ihrer Situation befunden habe. Ich finde es toll, wie Christy Lefteri aus den Erzählungen, die sie im Geflüchtetenlager gehört hat, dieses bewegende und beeindruckende Buch geschrieben hat.


Fazit:
Ich gehe mal davon aus, dass jeder in den Nachrichten von den Lagern in Griechenland gehört hat, wo Geflüchtete hoffnungsvoll warteten. Aber niemand wird sich Gedanken gemacht haben, was die Menschen sonst noch erlebt haben. Deshalb empfehle ich dieses Buch als besondere Lektüre.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 11. März 2019

Rezension - Wandlungen - Das Geheimnis besonderer Frauen


Autorin: Katharina Mohini

Titel: Wandlungen - Das Geheimnis besonderer Frauen

Genre: Gegenwartsroman

Version: eBook, gebunden und Taschenbuch

erschienen: 20. Februar 2019

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Books on Demand



Über die Autorin:
Katharina Mohini ist eine auf dem Buchmarkt bislang relativ junge Autorin, deren Bücher die Themen „starke Frauen in außergewöhnlichen Lebenssituationen“ und „der ewige Kampf mit den großen Gefühlen“ behandeln. Dabei würzt sie ihre Geschichten stets mit einer kräftigen Prise Hochspannung und Humor. Des Öfteren stolpern ihre Protagonisten über die Fallstricke ihrer eigenen Handlungen und Taten, oder geraten in bedrohliche Situationen, die praktisch aussichtslos erscheinen. Dabei dürfte ihr auch ihr einzigartiges Alleinstellungsmerkmal von Nutzen sein. Wie wohl kaum ein/e anderer Autor/in versteht sie es, sich in die Gefühlswelten ihrer Protagonisten hinein zu versetzen. Es gelingt ihr scheinbar mühelos, sowohl die weibliche als auch die männliche Rolle einfühlsam und mit großer Tiefe darzustellen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Katharina „erbt“ nach dem Tode ihres väterlichen Lebensgefährten dessen lange verschollenen Sohn. Dadurch nimmt das Dilemma seinen Lauf. Innerhalb kürzester Zeit stellen Michael Schuwart und seine drei lebhaften Kinder das geruhsame Leben, der resoluten wie auch geheimnisvollen Frau auf den Kopf. Zumal sich Amor einen gewaltigen Fehlschuss geleistet haben dürfte. Mit jedem weiteren Tag geraten die Protagonisten tiefer in den Strudel ihrer Gefühle, Wünsche und Leidenschaften. Doch das Glück lässt sich nicht täuschen, vor allem dann nicht, wenn dabei Ehrlichkeit und Vertrauen auf der Strecke bleiben.

Eine Frau mit mehr Geheimnissen als die Sphinx. Ein Mann, der vor seiner Vergangenheit flieht. Eine Freundin zwischen Liebe und Moral. Drei aufgeweckte Kinder, auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit ... ... die es ohne Aufrichtigkeit, Vertrauen und Verständnis nicht geben wird.



Meine Meinung:
Irgendwie wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und dann auch noch neugierig. So kam es, dass ich Katharina kennen lernte, eine besondere Frau mit einem ganz besonderen Geheimnis. Und wer sich nun Gedanken für die Namensgleichheit macht, denn die Autorin sowohl die Protagonistin heißen Katharina, dem kann ich verraten, dass sich einiges aus dem Leben der einen Katharina in dem der anderen Katharina wiederfindet. Bringe ich nun wen durcheinander?
Also die Autorin erzählt, wie in der Kurzbeschreibung erwähnt, dass Katharina nach dem Tode ihres Lebensgefährten dessen Sohn und seine Enkel "erbt".  Nun kann man sich schon vorstellen, dass dies mit Sicherheit sehr turbulent zugehen wird. Allerdings hat niemand damit gerechnet, was das für jeden der Beteiligten bedeutet. Wie immer möchte ich nicht zuviel vom Inhalt verraten, auf jeden Fall nicht mehr, als in der Kurzbeschreibung steht.
Aber ich möchte erwähnen, dass mich die Geschichte der Katharina in der Hauptsache sehr berührt und beeindruckt hat. Über ihr Geheimnis und über die Wandlungen habe ich mir so richtig nie Gedanken gemacht. Übrigens, der Titel des Buches passt bestens zum Inhalt und das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut.


Fazit:
Wer nach einem guten Buch sucht, das nicht nur unterhält, sondern auch Tiefgang hat, wird hier das richtige finden. Die Autorin hat es bestens verstanden etwas ganz besonderes in ihrer Geschichte unterzubringen und zwar nicht einmal, sondern gleich mehrmals. Ich möchte das Buch wirklich gerne empfehlen.


Bei der Autorin bedanke ich mich vielmals, sie hat mir ein Rezensionsexemplar auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 10. März 2019

Rezension - Lena - Aus dem Leben mit unserem ganz speziellen Lottogewinn


Autor: Oliver Hülsken

Titel: Lena - Aus dem Leben mit unserem ganz speziellen Lottogewinn: Wenn ein einziges Chromosom aus der Reihe tanzt

Genre: Schicksal, besondere Krankheiten

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. März 2019

Seiten: 532

Altersempfehlung: Erwachsene




Über den Autor und Kurzbeschreibung, übernommen:
Schon früh hatten Lenas Eltern die Vorahnung, dass die Entwicklung ihrer Tochter nicht normal verläuft. Bereits kurze Zeit später änderte sich von jetzt auf gleich alles und stellte ihr Leben auf den Kopf.Zur Diagnostik fuhren sie mit einem gesunden, lediglich entwicklungsverzögerten Kind, nach Hause kamen sie mit der niederschmetternden Gewissheit, dass ihre Tochter eine schwere geistige Behinderung hat und für immer auf sie angewiesen sein wird.Die Frage nach dem „Warum“ konnte ihnen jedoch niemand beantworten.2017 begann Lenas Vater, ein virtuelles Tagebuch über das Leben von Lena und ihrer Familie zu führen. Einfühlsam, gefühlvoll und voller Liebe schreibt er über das Leben mit seiner Tochter. Meist humorvoll, manchmal wütend oder tieftraurig, immer aber schonungslos ehrlich schildert er die Höhen und Tiefen des Lebens mit Lena.Er nimmt uns mit auf eine Reise durch seine alltäglichen Gedanken und in eine andere, aber nicht weniger schöne Welt.Schlussendlich führte das Tagebuch auch zur Antwort auf die Frage nach dem „Warum“. Das Ende einer zwölfjährigen Suche.Die Antwort: „SYNGAP1“


Meine Meinung:
Für die Leser meiner Rezensionen ist es ja nichts unbekanntes, dass ich Bücher im Genre Krimi und Historisch am allerliebsten lese. Was natürlich nicht heißt, dass ich nicht neugierig bin und vielen anderen Büchern ebenfalls eine Chance gebe.
Irgendwie bin ich bei Facebook öfter mal auf die Seite, die Lenas Vater eingerichtet hat, aufmerksam geworden. Aber wie das immer so ist, sie wird gesehen und wegen Zeitmangel nicht ausführlich gelesen, was ich durchaus bedauere. Als ich jetzt die Chance bekam, alle Geschichten in einem Buch zu lesen, habe ich natürlich zugegriffen.
Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Und zwar von dem Schreibstil des Autors. Oliver Hülsken hat eine besondere humorvolle Art vieles zu schildern. Ich freue mich, dass ihm der Humor nicht abhanden gekommen ist. Nun werden sich wahrscheinlich einige wundern, wie das denn in Zusammenhang gebracht werden kann. Ich kann nur sagen, lest das Buch unbedingt.
Lena befindet sich inzwischen in dem Alter eines Teenagers und leider fehlt ihr ein sehr wichtiges Chromosom. Wie sie und ihre Familie damit umgehen, kann in diesem Buch nachgelesen werden. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Ich bewundere die Familie, die mit diesem Schicksalsschlag fertig werden und umgehen muss. Es ist ja nicht so, als wäre es nach kurzer Zeit anders. Gleichzeitig freut es mich zu lesen, wie viel Unterstützung und Hilfe Lena in der Schule und durch ihre Betreuer erhält.
Viele Menschen äußern vielleicht auch ihren Unmut und sind der Meinung, so etwas sollte nicht in die Öffentlichkeit getragen werden und man solle doch nicht die Tochter oder die ganze Familie vorführen. Tja, ich denke, dieser Schritt wurde mit Sicherheit sehr gut überlegt und wenn ich bedenke, dass dadurch die richtige Krankheit endlich gefunden wurde....
Außerdem ist das Leben kein Ponyhof, es schadet also nicht, wenn man ab und zu über den Tellerrand schaut und sieht, wie es anderen geht. Besonders dann, wenn man über Kleinigkeiten meckert und so weiter. Aber ich will hier jetzt nicht den moralischen Finger erheben. sondern schlicht auf ein besonderes Buch aufmerksam machen.


Fazit:
Es schadet ganz bestimmt nicht, wenn man als Leser mal ein etwas anderes Buch zur Hand nimmt. Es zeigt einem, wie andere einen Schicksalsschlag bewältigen und macht manchem vielleicht auch Mut, der meint, ihm ginge es gerade aus irgendeinem Grund besonders schlecht.
Außerdem verbirgt sich soviel Humor darin, den man natürlich finden muss und so hatte ich ein berührendes und unterhaltsames Buch, das ich gerne weiterempfehle.


Ich möchte mich vielmals bei Claudia Perc bedanken, die für das Lektorat zuständig war und gleichzeitig uns Bloggern es ermöglicht hat, das Buch vorab lesen zu können.

Mittwoch, 6. Februar 2019

Rezension - Das Mädchen, das den Blumen zuhörte


Autorin: Stephanie Knipper

Titel: Das Mädchen, das den Blumen zuhörte

Genre: Roman, Schicksal

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Januar 2019

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Piper Schicksalsvoll




Über die Autorin:
Stephanie Knipper ist in Kentucky, USA, aufgewachsen. Ihre Liebe zu Büchern war von klein auf grenzenlos, und obwohl die Familie nicht viel Geld besaß, sorgte ihre Mutter immer dafür, dass ihre Tochter etwas zum Lesen hatte. Ihr Vater wiederum förderte ihre Begeisterung für die Flora und Fauna und lehrte sie, welche Pflanzen sich in welchem Boden am wohlsten fühlen. Knippers Liebe zu Büchern und Blumen prägte ihr gesamtes Leben: Nach ihrem Abschluss in Englischer Literatur an der Northern Kentucky University studierte sie Gartenbau. »Antoinettes geheime Sprache der Blumen« ist Knippers Debütroman. Ihre Tochter Grace war das Vorbild für die Heldin dieses Buchs. Stephanie Knipper lebt mit ihrem Mann, Grace und fünf weiteren Kindern in Kentucky und schreibt derzeit an ihrem zweiten Roman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Antoinette Martin leidet an einer starken Form von Autismus, noch nie in ihrem Leben hat sie ein Wort gesprochen. Aber das kleine Mädchen besitzt eine große Gabe: Ihre Berührungen sind heilend. Doch jede Heilung kostet Kraft und mit jeder Berührung riskiert sie ihr Leben. Zusammen mit ihrer Mutter Rose wohnt sie auf der großen Blumenfarm »Eden Farms«. Als Rose lebensbedrohlich erkrankt, bittet sie ihre Schwester Lily um Hilfe. Die beiden Frauen waren als Kinder unzertrennlich – bis ein trauriger Vorfall sie auseinanderriss. Nun kehrt Lily mit gemischten Gefühlen zurück auf die Blumenfarm. Doch dank der unglaublichen Liebe zu Antoinette und der einzigartigen Wunder, die das kleine Mädchen vollbringt, lernen die Schwestern endlich, einander zu verzeihen...


Meine Meinung:
Hier hat mich das schöne Cover eindeutig mal zu einem Buch verführt, das etwas anders war als die meisten, die ich sonst immer lese. Ich hätte auch nicht gedacht, dass sich solch eine Geschichte hinter dem Buchdeckel verbirgt.
Ich lernte also Antoinette kennen, ein zehnjähriges Mädchen, das noch nie gesprochen hat und eine besondere Gabe besitzt. Außerdem natürlich ihre Mutter Rose und ihre Tante Lily, sowie einige weitere Personen, die mir mal mehr, mal weniger sympathisch waren, aber eine wichtige Rolle in dieser Geschichte spielen sollten. Wie immer möchte ich nicht auf Einzelheiten eingehen, was diesmal sehr schwer ist, denn sie haben für überraschende Wendungen gesorgt und bewegten mich sehr. Das Ende war besonders berührend und ich bin mir nicht sicher, ob ich damit zufrieden sein kann oder mir ein anderes gewünscht hätte.
Die Autorin hat in ihrem Buch eine wirklich bewegende Geschichte erzählt, im Wechsel aus der Sicht der Schwestern, es gab Rückblenden und ich konnte auch die Gedanken den Mädchens erfahren. Als Leserin war ich also bestens informiert. Auch wenn die Gabe und alles, was damit zusammenhängt im Bereich der Phantasie anzusiedeln ist, habe ich mir doch Gedanken gemacht, wie ich reagieren würde, wenn ich in der Haut verschiedener Personen gesteckt hätte. Eine schwer zu beantwortende Frage und deshalb bin ich froh, dass es diese Möglichkeit in dieser Form nicht gibt.


Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen und wer mal wieder etwas lesen möchte, wo nicht immer nur die Sonne scheint und das Schicksal zuschlägt, sollte dieses Buch lesen. Ich empfehle es auf jeden Fall.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DasMädchenDasDenBlumenZuhörte  #NetGalleyDe #Werbung

Donnerstag, 5. Juli 2018

Rezension - I'll push you - Der Jakobsweg, zwei beste Freunde und ein Rollstuhl


Autoren: Justin Skeesuck und Patrick Gray

Titel: I'll push you - Der Jakobsweg, zwei beste Freunde und ein Rollstuhl

Genre: Schicksal, Reisebericht

Version: eBook, Taschenbuch, gebunden und Hörbuch

erschienen: 24. August 2017

Seiten: 332

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Benevento



Über die Autoren:
Justin Skeesuck und Patrick Gray, beide geboren 1975 in Ontario an der Grenze zu Idaho, besuchten dieselbe Schule und spielten im selben Football-Team. Auch als sie nach Schulabschluss auf verschiedenen Universitäten studierten, blieb ihre Freundschaft erhalten. Skeesuck war ein begabter Grafikdesigner, bis er seine Arme aufgrund der schweren Erkrankung nicht mehr benutzen konnte. Mehr Informationen zum Buch und zu den Autoren unter illpushyou.com.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mit 16 erleidet Justin einen Verkehrsunfall, der ihn fast tötet und eine langsam voranschreitende Autoimmunerkrankung auslöst. Er kann seine Arme und Beine nicht mehr bewegen, ist auf den Rollstuhl angewiesen. Sein Traum: den Jakobsweg gehen. Als er seinem Freund Patrick davon erzählt, zögert dieser nicht, sich mit ihm zusammen auf das Abenteuer einzulassen. Sechs Wochen sind die beiden unterwegs, die Reise bringt beide an ihre Grenzen, doch gemeinsam bewältigen sie die 800 Kilometer über Stock und Stein durch Nordspanien. Ein ungewöhnliches Zeugnis von Mut, Glauben und wahrer Freundschaft, das dazu anregt, das eigene Leben infrage zu stellen und Dinge zu wagen, die man bisher nie für möglich hielt.


Meine Meinung:
Es kommt nicht oft vor, dass ich erst einmal tief Luft holen muss und überlege, wie ich meine Rezension schreibe. Bei diesem Buch war es mal wieder soweit. Mit Tränen in den Augen legte ich es zur Seite und dachte, unglaublich, was die beiden Autoren da erlebt haben.  Die Tränen sind mir nicht gekommen, weil ich das schlimm fand sondern, weil es mich unwahrscheinlich bewegt hat.
Mit Sicherheit kennen viele das Buch oder den Film über die "Ziemlich besten Freunde" hier geht die Freundschaft wesentlich weiter, sie sind nicht nur ziemlich sondern enorm gut befreundet.
Justin, der durch eine Krankheit seine Beine und Arme nicht mehr bewegen kann, möchte gerne den Jakobsweg kennen lernen. Patrick ist sofort einverstanden und verspricht: "I'll push you" ich werde dich schieben. Allerdings ahnten beide nicht, wie schwer es sein wird mit dem Rollstuhl diesen Weg zu gehen. Und mit Sicherheit hätten sie niemals gedacht, wie viele Menschen ihnen hilfreich zur Seite stehen würden.
Mir hat das Buch und die Schilderung sehr gut gefallen, im Wechsel haben Justin und Patrick erzählt, wie sie es empfunden haben und auch zwischendurch Erlebnisse eingeflochten aus der Zeit, als Justin noch gesund war. Schließlich kennen die beiden sich ihr Leben lang.
Mich hat es unwahrscheinlich berührt, wie die beiden miteinander umgehen. Von beiden Seiten war es nicht leicht und dieser Weg hat ihnen in mancher Hinsicht sehr geholfen.
Ich möchte hier jetzt nicht auf alle Einzelheiten eingehen, jeder sollte sich eine eigene Meinung bilden und dafür das Buch natürlich lesen.

Fazit:
Ein Buch, das einen sehr bewegt, zum Nachdenken anregt und enorm beeindruckt hat, denn die Hilfsangebote vieler Pilger waren bewältigend. Nebenbei lernte ich den gesamten Jakobsweg über 800 Kilometer kennen und weiß, dass ich das niemals schaffen würde.
Beiden Männern drücke ich ganz feste die Daumen und hoffe, dass sie noch lange und viel mit ihren Familien unternehmen können.

Natürlich habe ich mich im nachhinein noch mehr informiert, es gibt Bilder und auch Videoausschnitte, letztere haben dann auch öfter wieder für Tränen in meinen Augen gesorgt.

Samstag, 3. März 2018

Rezension - Hirngespenster


Autorin: Ivonne Keller

Titel: Hirngespenster

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: als eBook 3. Dezember 2012
erschienen: als TB 1. September 2014

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur TB



Über die Autorin:
Seit ihrer Kindheit liebt Ivonne Keller das Spiel mit der Sprache. Aufgewachsen in einem hessischen Dorf, begeisterte sie sich bereits in der Schule für englischsprachige Literatur und lernte später während eines Auslandsstudiums im andalusischen Granada Spanisch. Die Faszination für Sprache, gekoppelt mit dem Interesse für alles Menschliche, führte sie neben ihrer früheren Tätigkeit als Personalerin zum Schreiben. Dabei interessiert es sie besonders, was mit Menschen passiert, die kurz davor sind, auszuflippen. Wenn das Leben so anstrengend wird, dass die Fassade bröckelt und man auf das schauen kann, was dahinter liegt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Silvie nach einem Unfall erwacht, ist die einst so lebenslustige Frau gefangen in ihrem eigenen Körper. Ihre Schwester Anna, die seit Jahren kurz vor einem Zusammenbruch stand, scheint verschwunden – und die Frau, die sie so liebevoll pflegt, hat Silvie über Jahre als gefährliche Rivalin gesehen.


Meine Meinung:
Von Ivonne Keller hatte ich bisher noch kein Buch gelesen und war besonders neugierig auf dieses Buch. Und dann stellte ich beim Lesen fest, dass ich hier ein überaus interessantes Buch in den Händen hielt.
Silvie hatte einen Unfall und braucht sehr lange bis sie sich davon erholt und wieder ihren Platz im Leben findet. Ich lernte Erinnerungen kennen und konnte beobachten, wie die Familie mit Silvie klar kommt. Natürlich war ich neugierig, wie sich alles entwickelt und ich wollte ja auch wissen, was passiert ist.
Die Autorin setzt sich nebenher mit wichtigen Themen auseinander. Sie zeigt, wie es ist, wenn man wegschaut oder einiges nicht richtig wahr haben will. Sie zeigt, wie sehr man einem Traum nachhängen kann und was sich daraus entwickelt. Soweit war dann auch alles klar für mich, bis ich dann zu dem völlig überraschenden Ende kam. Damit hatte ich ja nun überhaupt nicht gerechnet.


Fazit:
Wer mal ein etwas anderes Buch lesen möchte, sollte dieses lesen. Ich fand es wirklich interessant, kann mich zwar immer noch nicht mit dem Ende anfreunden, aber jetzt denke ich, dass es gar keine andere Möglichkeit gab.

Ich möchte mich vielmals bei der Autorin bedanken.

Montag, 8. Januar 2018

Rezension - Wovon Du träumst


Autorin: Kira Gembri

Titel: Wovon du träumst

Genre: Schicksal, Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 7. November 2017

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Arena Verlag




Über die Autorin:
Kira Gembri wurde 1990 als zweitältestes von fünf Kindern in Wien geboren. Dieser schönen Stadt blieb sie auch nach dem Abschluss ihres Masterstudiums der Vergleichenden Literaturwissenschaft treu. Wenn sie nicht gerade mit ihrer kleinen Tochter auf dem Teppich herumrollt, mehr schlecht als recht Cello spielt, ihrem Kater - einem charakterlichen Doppelgänger von Simon’s Cat - hinterherjagt oder in einem der Bücher schmökert, die sich in ihrer Wohnung stapeln, gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer Geschichten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Emilia führt eine Liste von besonderen Träumen: Sie möchte Klavierspielen lernen, ein Konzert besuchen oder einfach nur wissen, wie der Regen klingt. Hinter jedem dieser Punkte steckt für sie jedoch eine große Herausforderung, denn Emilia ist nahezu taub. Dass der Zufall sie ausgerechnet auf Nick treffen lässt, erscheint ihr wie ein schlechter Scherz. Schließlich zeigt der Junge mit dem schiefen Grinsen viel mehr Interesse an Partys als an Musik. Doch während Emilia ihren Träumen nachjagt, begegnen sich die beiden immer wieder - und wie es scheint, sind Nicks laute und Emilias stille Welt gar nicht so weit voneinander entfernt ...


Meine Meinung:
Das Buch schlummerte schon eine Weile auf meinem Reader, bis ich endlich die Zeit fand, es zu lesen. Kaum angefangen, konnte ich es dann mal wieder nicht aus der Hand legen.
Denn die Autorin hat mich mit dieser Geschichte gepackt und beeindruckt und berührt, weil ich auf einmal einen ganz anderen Einblick in das Leben der Gehörlosen bekam. Ich hatte bisher über vieles noch nicht nachgedacht, was aber auch daran liegen mag, dass ich keinen Gehörlosen in meinem Bekanntenkreis habe.
Auf jeden Fall hat Kira Gembri sich eine tolle Geschichte einfallen lassen, denn hier finden sich zwei Extreme. Emilia kann nicht hören und möchte gerne musizieren dürfen, Nick hat Talent, sieht aber das Musizieren auf der Geige zeitweise als unangenehme Pflicht.
Es ist überaus faszinierend, die beiden begleiten zu können. Geschrieben ist die Geschichte im Wechsel aus Sicht von Emilia und Nick, was es noch einmal besonders interessant macht.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut und passt wirklich genau zum Inhalt.


Fazit:
Wer mal etwas anderes lesen möchte, etwas, das Humor zeigt aber auch nachdenklich macht. In dem die Liebe und das Leben der jungen Leute nicht zu kurz kommt, der sollte dieses Buch auf jeden Fall lesen. Mich hat es wirklich begeistert und deshalb empfehle ich es sehr gerne weiter.

Samstag, 5. August 2017

Rezension - Der Herzschlag Deiner Worte



Autorin: Susanna Ernst

Titel: Der Herzschlag Deiner Worte

Genre: Liebesroman, Schicksal

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen als  eBook: 1. August 2017

erschienen als Taschenbuch : 1. September 2017

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur 





Die Autorin Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitet seit ihrem sechzehnten Lebensjahr eine eigene Musicalgruppe, führt bei den Stücken Regie und gibt Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als der junge Musiker Alex vom plötzlichen Tod seines Vaters erfährt, wirft ihn das aus der Bahn. Auf der Beerdigung begegnet er seiner Patentante Jane zum ersten Mal und ist tief beeindruckt von der scheinbar unbekümmerten Lebensfreude der schwer erkrankten und an den Rollstuhl gefesselten Frau. Jane ist es, die Alex plötzlich neue Wege eröffnet. So führt sie ihn geradewegs in die Arme der temperamentvollen Jung-Autorin Maila, in die sich Alex Hals über Kopf verliebt. Doch warum lässt Maila weder in ihren Geschichten noch im eigenen Leben ein Happy End zu? Und wieso wird Alex das Gefühl nicht los, dass Jane etwas verheimlicht? Und was hat all das mit seinem verstorbenen Vater zu tun? Erst als sich Alex auf die Spuren alles Unausgesprochenen begibt, gelingt es ihm, zu erkennen, wie die unterschiedlichen Geheimnisse derer, die er liebt, miteinander verwoben sind. Kann er Maila mit diesem Hintergrundwissen davon überzeugen, dass doch noch alles gut wird?


Meine Meinung:
Hach, ich liebe die Bücher von Susanna Ernst. Wenn ich eins ihrer Bücher zur Hand nehme, dann weiß ich, dass ich gut unterhalten werde, dass es berührend wird und ich mal besser die Taschentücher nicht zu weit weg lege.  Ihr meint, das wäre langweilig, wenn ich das alles schon im Vorfeld weiß? Nein! Denn die Autorin überrascht mich immer wieder mit ihren Geschichten.

Ich habe mir ja vorgenommen, dass ich nie etwas vom Inhalt der Bücher verrate, wenn ich sie rezensiere. Allerdings fällt es mir diesmal schon schwer, denn so kann ich auch nicht auf bestimmte Situationen eingehen und schreiben, was mir ganz besonders gut gefallen hat.
Aber natürlich kann ich erwähnen, dass mich Susanna Ernst auch diesmal wieder an ihr Buch gefesselt hat. Wie eine bestimmte Person, die sich gewundert hat, warum sie das alles sehen muss, konnte ich zunächst die Zusammenhänge auch nicht verstehen. Allerdings war am Ende keine Frage mehr offen und ich fand es klasse, dass tatsächlich die richtige Entscheidung getroffen wurde.

Wie auch bei den anderen Büchern der Autorin hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Sie hat sehr berührend über die Schicksale und Lebenswege der Beteiligten geschrieben. Ich war natürlich sofort so richtig mittendrin und habe jeden Einzelnen in mein Leserherz geschlossen. Ganz besonders die kleine Leni, sie hat ebenfalls mich sofort um den Finger gewickelt und mich manches Mal zum Grinsen gebracht. Vielleicht möchtet Ihr wissen was ein "Aaasnolle" ist? Leni kennt es und Ihr werdet es kennen lernen, wenn Ihr das Buch lest.


Fazit:
Dieses wunderschöne berührende Buch möchte ich auf jeden Fall allen empfehlen. Mich hat es begeistert und ich könnte so viele Stellen aus dem Buch zitieren, aber ich will ja nicht spoilern.

Bei dem Verlag und bei Netgalley  möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 4. Januar 2017

Rezension - Der Klang deines Lächelns


Autorin: Dani Atkins

Titel: Der Klang deines Lächelns

Genre: Schicksal

Version: eBook, broschiert und Hörbuch

erschienen: 2. November 2016

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Knaur





Dani Atkins, 1958 in London geboren und aufgewachsen, lebt heute mit ihrem Mann in einem Dorf im ländlichen Hertfordshire. Sie hat zwei erwachsene Kinder.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ally und Charlotte haben sich seit 7 Jahren nicht gesehen. Ausgerechnet auf der Intensiv-Station eines Krankenhauses treffen die beiden wieder aufeinander. Ally bangt um das Leben ihres Mannes Joe, der einen Jungen aus einem zugefrorenen See vor dem sicheren Tod rettete, und nun im Koma liegt. Charlotte hingegen betet für ihren Verlobten David, dessen Herz nach einer Virusinfektion schwer geschädigt ist. Während beide Frauen auf ein Wunder hoffen, prasseln Erinnerungen auf sie ein – an ihre gemeinsame Studentenzeit, an Partys, an endlose Sommernächte. Aber auch an Verrat, an Untreue und daran, dass sie beide David geliebt haben. In der dunkelsten Stunde der Nacht müssen Ally und Charlotte eine folgenschwere Entscheidung treffen. Werden Sie mit der Vergangenheit Frieden schließen können? Von dieser Frage hängt am Ende alles ab - sogar das Leben von Joe und David.


Meine Meinung:
Es gibt eine Redensart: Man sieht sich immer zweimal im Leben. Dies trifft auf jeden Fall auf die Beteiligten dieses Buches zu. Mag es Zufall oder Schicksal sein, hier hat er ganz schön zugeschlagen.
Rein zufällig treffen sich Ally und Charlotte auf einer Intensivstation wieder. Jede ist dort, um ihrem Mann beizustehen. Joe, der Mann von Ally liegt im Koma. David, der Mann von Charlotte hat große Probleme mit seinem Herzen. Die beiden Frauen sind nicht gerade erfreut, sich dort zu treffen. Es gibt da einige Erinnerungen aus der gemeinsamen Vergangenheit. Nach und nach lernte ich alles kennen, denn während die beiden Frauen immer wieder warten mussten,  gab es reichlich Rückblenden. Manchmal haben sie mich schon gestört, weil ich viel eher wissen wollte, wie es den beiden Männern geht. Nun gut, am Ende war mir klar, dass diese Rückblenden durchaus erforderlich waren, damit ich alles verstehen kann. Aber trotzdem fand ich sie manchmal etwas langatmig.
Irgendwann war mir klar, wie sich alles entwickeln wird, es war sehr vorhersehbar, aber trotzdem liefen einige Tränen, denn die Autorin hat es verstanden reichlich Emotionen auszulösen.


Fazit:
Obwohl ich wieder Taschentücher in meiner Nähe haben musste, hat mir das Buch sehr gut gefallen. Eine bewegende, gefühlvolle und vor allem traurige Geschichte, die allerdings auch nachdenklich macht. Und dies alles soll mich aber nicht davon abhalten, das Buch weiter zu empfehlen.

Ich möchte mich bei dem Verlag Knaur vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 24. Mai 2016

Rezension - Amber und ihr Esel


Autoren: Julian & Tracy Austwick

Titel: Amber und ihr Esel

Genre: Schicksal, Tatsachenbericht

Version: eBook und broschiert

erschienen: 14. März 2016

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann




Die Autoren Julian und Tracy Austwick leben zusammen mit ihren fünfjährigen Zwillingsmädchen Amber und Hope in Birmingham, UK. Shocks ist es zu verdanken, dass Amber heute – entgegen sämtlicher Prognosen der Ärzte – laufen und sprechen kann. Amber wiederum war es, die Shocks aus seiner Isolation befreite.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Als Shocks, der Esel, auf einer irischen Farm seinem Schicksal überlassen wurde, war es fraglich, ob er sich jemals wieder erholen würde. Als Amber mit nur 26 Wochen als Frühchen zur Welt kam, war auch ihr Schicksal ungewiss. Ein Luftröhrenschnitt rettete ihr Leben, doch die Ärzte teilten Julian und Tracy Austwick mit, dass ihre Tochter nie würde sprechen können. Später stellte sich heraus, dass sie außerdem an Kinderlähmung litt. Die Austwicks waren verzweifelt. Irgendwann griffen sie nach einem letzten Strohhalm und brachten ihre Tochter in ein Esel-Therapiezentrum, wo das Unglaubliche geschah: Die kleine Amber und der Esel Shocks begegneten sich wie Seelenverwandte und halfen einander, ihre Verletzungen zu heilen. Dank Shocks kann Amber heute sprechen und laufen, und auch der Esel ist mittlerweile gesund und voller Lebensmut. Es ist die bewegende Geschichte einer einzigartigen Freundschaft.


Meine Meinung:
Das war mal wieder ein sehr berührendes Buch oder besser gesagt, ein Tatsachenbuch, was den Leser wirklich berührt.
Es gibt genügend Bücher, da fragt man sich, warum sollte ich das lesen, wen interessiert denn so etwas. Will ich wirklich etwas über die überstandene Krankheit wissen, sei es nun von einer bekannten Person oder von mir völlig unbekannten. Bei diesem Buch war es nicht so, es war unwahrscheinlich interessant und berührend.

Es beginnt mit zwei verschiedenen Geschichten. 

-- Tracy und Julian erwarten ein Baby, so dachten sie, aber bei einer Kontrolluntersuchung erfahren sie, dass es zwei Kinder sind. Die Freude ist groß. Allerdings treten Probleme auf. Tracy hat leider das Fruchtwasser des ersten Zwillings verloren, wenn die Geburt einsetzt, müssen beide geboren werden. Hope der erstgeborene Zwilling schafft es eigentlich sehr gut und entwickelt sich prima. Amber, die zwangsläufig mit zur Welt kommen musste, ist schwer behindert.
Es ist eine schwere Zeit für die Familie,  sie müssen sich um zwei Kinder gleichzeitig kümmern, das eine wird etwas vernachlässigt, die andere braucht unheimlich viel  Aufmerksamkeit. es ist sehr schwer für die Eltern. 

-- Ein Esel wird in Irland entdeckt, der von seinen Besitzern sehr schlecht behandelt wurde. Unter kaum vorstellbaren Bedingungen muss das arme Tier leben. Was er alles erlebt und mitmachen muss, bevor er nach Birmingham kommt, wird sehr fesselnd beschrieben. Shocks, wie der arme Esel nun genannt wird, muss erst viel Vertrauen zu Menschen aufbauen.

Wir als Leser begleiten Shocks und Amber mit ihrer Familie, die sie sich alle begegnen.  Es ist wirklich berührend, was dieses Treffen auslöst, was die beiden gemeinsam erleben und wie es beiden hilft. Nein, besser gesagt, wie es allen hilft. Amber und ihrer Familie  sowie Shocks und dem Therapiezentrum.
Sehr gut hat mir gefallen, dass in der Mitte des Buches Bilder betrachtet werden können. Ich habe immer wieder zwischendurch zu den Bildern geblättert und sie mir nach dem Beschriebenen genauer angesehen.

Das Buchcover hat ich sehr angesprochen, es zeigt Amber und ihren Esel und sagt vieles aus.

Fazit;
Ein Buch, das einen berührt und durchaus lesenswert ist. Zumal es einer guten Sache dient, wenn das Buch erworben wird. Der Verlag Goldmann veranstaltet eine

Große Charity-Aktion zum Buch »Amber und ihr Esel«

Ich möchte mich beim Verlag Goldmann für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 17. April 2016

Rezension - Der blaue, beinahe wolkenlose Himmel



Autorin; Eva-Maria Farohi

Titel: Der blaue, beinahe wolkenlose Himmel

Genre: Schicksal

Version: eBook

erschienen: 9. März 2016

Seiten: 56

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Eva-Maria Farohi wurde in Wien geboren. Nach dem Besuch des Konservatoriums arbeitete sie als Schauspielerin und Malerin. Sie übersiedelte 2003 nach Mallorca, wo sie sechs Jahre lang lebte. Die Schönheit der Insel, die Erlebnisse, Begegnungen und Freundschaften mit den Mallorquinern spiegeln sich in ihren Geschichten und Romanen wider. Seit 2009 lebt sie mit ihrem Mann in Österreich.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wie viel Schmerz kann eine Ehe aushalten? Und wie zerbrechlich ist das Glück? Als Helen und Alexander sich begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Sie heiraten, bekommen bald eine Tochter. Kein Schatten trübt ihr Glück. Doch dann schlägt das Schicksal unbarmherzig zu: Die kleine Julia stirbt. Dieser Belastung ist die Ehe nicht gewachsen. Helen und Alexander trennen sich, brechen den Kontakt zueinander ab. Jahre später treffen sie sich durch Zufall wieder. In demselben Hotel auf Mallorca, in dem sie einmal so unendlich glücklich waren … Eine Achterbahnfahrt der großen Gefühle: Schuldzuweisungen, Verzweiflung und Schmerz. Doch über allem steht – die Liebe.


Meine Meinung:
Mit diesem Buch hat die Autorin eine sehr gefühlvolle Geschichte geschrieben. Es hat mich nachdenklich gemacht und traurig gestimmt, aber auch wieder glücklich gemacht. Sie zeigt, dass man mit Schicksalsschlägen fertig werden kann, ohne sie verdrängen zu müssen.

Helen und Alexander, die sich nach dem Tod ihrer Tochter haben scheiden lassen und getrennte Wege gegangen sind, treffen sich nach Jahren auf Mallorca wieder. Beide sind unabhängig voneinander aus einem bestimmten Grund dorthin geflogen. Bei den Ausflügen, die auf der Insel unternommen wurden, war  ich dabei und ich freute mich, dass ich so viele Orte wieder besuchen konnte, die ich während eines Urlaubs kennen gelernt hatte. Gleichzeitig freute ich mich, dass die beiden einen Weg gefunden hatten. Mehr will ich aber nicht verraten.

Fazit:
Ein kurzes Buch für zwischendurch, was aber trotzdem nicht mal so eben gelesen werden sollte. Mir hat es gefallen und gerne empfehle ich es weiter.