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Donnerstag, 16. Dezember 2021

Rezension - Jane Austen und die Kunst der Worte



Autorin: Catherine Bell

Titel: Jane Austen und die Kunst der Worte

Genre: Biografie, Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 15. November 2021

Seiten: 376

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Unter dem Namen Catherine Bell taucht die Autorin und Journalistin Kerstin Sgonina in das Leben interessanter Frauen ein. Jane Austen liebt sie, seit sie deren Gesamtwerk in frühsommerlicher Hitze auf einem Berliner Balkon verschlang, ohne die stickige Luft, das Rattern der U-Bahn und den vorüberströmenden Verkehr zu bemerken. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Brandenburg und versucht, der dortigen Erde jedes Jahr aufs Neue einen englischen Cottage Garden abzutrotzen – mit bescheidenem Erfolg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Mein Mut wächst mit jedem Versuch, mich einzuschüchtern.“ Jane Austen. 
Steventon, 1795. Die aufgeweckte Pfarrerstochter Jane möchte nur eines: schreiben. Mit tintenverschmierten Händen durchwacht sie die Nächte und begibt sich in die Welt ihrer Heldinnen. Doch ihre Schwester Cass ist verlobt, und Jane schwant, dass ihre Mutter ganz ähnliche Pläne für ihre Zukunft schmiedet. Nur sind Jane die jungen Kerle aus dem Ort alle einerlei, bestenfalls geben sie akzeptable Tanzpartner auf den von ihr heiß geliebten Bällen ab – bis der belesene Wirbelwind Tom Lefroy aufkreuzt. Janes Herz aber muss immer wieder Enttäuschungen ertragen. Umso unermüdlicher kämpft sie für ihren größten Traum: einen Roman zu veröffentlichen.


Meine Meinung:
Vom Aufbau-Verlag lese ich sehr gerne Bücher aus der Serie über außergewöhnlich Frauen. Diesmal durfte ich Jane Austen kennen lernen. Ich fand es sehr interessant, denn im Grunde hatte ich mich mit der Autorin noch gar nicht beschäftigt. Natürlich ist der Name wohlbekannt und auch Buchtitel, aber gelesen habe ich bisher kein Buch von ihr. 
Catherine Bell hat mir in diesem Buch sehr viel über das Leben von Jane Austen berichten können. Es ist schon interessant, dass Jane als Tochter eines Pfarrers aufgewachsen ist und ihr die Eltern gewisse Freiheiten ermöglichten. Jane hat viel geschrieben und es gab reichlich Passagen aus ihren Büchern in dieser Biografie. Allerdings hat es mich erstaunt, dass es anscheinend ewig gedauert hat, bis endlich ein Buch von ihr veröffentlicht wurde. Schließlich musste Jane doch Geld verdienen, da sie beschlossen hatte, nicht zu heiraten. Obwohl sie durchaus beabsichtigt hatte. Es gab im Leben von Jane reichlich Schicksalsschläge und sie ist leider auch nicht sehr alt geworden. Auf jeden Fall konnte ich mit diesem Buch vieles über Jane Austen, ihrer Familie und über das Leben in der damaligen Zeit erfahren.


Fazit:
Vielen wird die Autorin vielleicht besser bekannt sein als mir. Interessant mag es auch sein, gewisse Zusammenhänge zu ihren Büchern und ihrem Leben zu suchen und vielleicht zu finden. Wer mehr wissen möchte, sollte das Buch lesen und sich nicht von den vielen Passagen aus ihren Büchern und den zeitlichen Sprüngen abhalten lassen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#JaneAustenunddieKunstderWorte #NetGalleyDE!

Freitag, 12. November 2021

Rezension - Ein Traum von Schönheit - Estée Lauder



Autorin: Laura Baldini

Titel: Ein Traum von Schönheit - Estée Lauder

Genre: Biografie

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 1. September 2021

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Piper Taschenbuch



Über die Autorin:
Laura Baldini alias Beate Maly absolvierte eine Ausbildung zur Kindergartenpädagogin, arbeitete zunächst als Kindergärtnerin und veröffentlichte Kindergeschichten, Kinderbücher und pädagogische Fachbücher. 2007 erhielt sie das Wiener Autorenstipendium für den Entwurf zu ihrem ersten historischen Roman Die Hebamme von Wien. Mit dem Stipendium nahm sie sich eine Auszeit und beendete neben dem Roman auch eine Zusatzausbildung zur mobilen Frühförderin, seitdem ist sie in der Frühförderung tätig.


Kurzbeschreibung, übernommen:
New York, 1928: Die junge Esty darf im Schuppen ihres Onkels beim Mischen von Salben helfen. Sie experimentiert mit Düften und Ölen und kreiert ihre eigene Creme, die sie am Strand von Long Island an einem Klapptisch verkauft: Es wird ihr erster Erfolg. Esty nennt sich fortan Estée, zieht von Queens nach Manhattan und ergattert schließlich einen der begehrten Stände im Edelkaufhaus Saks. Mit originellen Ideen und unendlich viel Arbeit erobert das Mädchen aus Queens New York im Sturm. Aber der Erfolg hat einen hohen Preis. Er könnte sie die Liebe ihres Lebens kosten …


Meine Meinung:
Ich lese gerne Bücher aus der Serie: Bedeutende Frauen, die die Welt verändern. Deshalb war ich auch auf das Buch mit Estée Lauder gespannt. 
Die Autorin hat sehr gut viele Begebenheiten aus dem Leben von Esty, wie ihre Familie sie nannte, geschildert. Wobei sie eine Variante gewählt hat, die mir gefiel. Das erste Kapitel beginnt mit einem Theaterbesuch im Frühjahr 1941 in Manhattan, im Foyer wird sie von einer Dame erkannt und angesprochen. Gerne antwortet Esty auf ihre Fragen und gibt Tipps. So lerne ich sie gleich richtig kennen, denn sie versteht es, zu jeder Zeit den Frauen behilflich zu sein. Das war schon so, als sie mit ihrem Onkel John im Gartenlabor Salben anrührte. An diese und andere Begebenheiten erinnert sich Esty sehr gerne. Geschickt blendet die Autorin kapitelweise immer wieder Rückblenden ein. So erfahre ich nach und nach den Werdegang einer Frau, die ihrer Zeit voraus war. Aber nicht nur sie, auch ihr Ehemann war das. Allerdings passte es nicht zu den Einstellungen der damaligen Zeit und Estée wurde ganz schlimm unter Druck gesetzt, was zur Scheidung ihrer Ehe führte. Ein Fehler, den sie glücklicherweise wieder gut machen konnte. 
Mir hat es sehr gut gefallen, wie die Autorin in Romanform eine Zeitspanne aus dem Leben von Estée und Joe Lauder geschildert hat. Ganz begeistert war ich über das Kapitel "Wie ging die Geschichte weiter". Denn letztendlich wollte ich genau das auch noch wissen.


Fazit:
Eine sehr interessante Biografie, die nicht nur Auskunft über die Person gibt, sondern auch den Zeitgeist mit Einstellungen, über wir heute die Augen verdrehen, wiedergibt. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 


#EinTraumvonSchönheit #NetGalleyDE

Donnerstag, 19. August 2021

Rezension - Frau von Goethe



Autorin: Beate Rygiert

Titel: Frau von Goethe

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 16. August 2021

Seiten: 376

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Aufbau Taschenbuch




Das schreibt die Autorin über sich:
Bücherschreiben ist meine Leidenschaft. Schon als Kind wollte ich Schriftstellerin werden. Nach dem Abitur studierte ich Italienische Literatur, Theater- und Musikwissenschaft in München und Florenz und arbeitete danach einige Jahre als Operndramaturgin. Bis der Tag kam, an dem ich meinen Traum verwirklichte und den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Seitdem bin ich freie Autorin und lebe mit meinem Mann im Schwarzwald.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Ohne Dich ist doch alles nichts.“ Christiane Vulpius Weimar, 1788 Christiane Vulpius ist Putzmacherin in einer Kunstblumen-Manufaktur, als sie mit der Bittschrift ihres Bruders beim Geheimen Rat Goethe, dem begehrtesten Junggesellen Weimars, vorstellig wird. Gesellschaftlich trennen sie Welten, und doch ist es für beide Liebe auf den ersten Blick. Zunächst können sie ihr leidenschaftliches Verhältnis geheim halten. Als Christiane jedoch schwanger wird, schlagen ihr vonseiten der „guten Gesellschaft“ Hass und Verachtung entgegen. Wird Goethe zu ihr und dem Kind stehen? Christiane verliert nicht den Mut, sondern kämpft um ihre Liebe. Die Geschichte einer unkonventionellen und mutigen Frau – kenntnisreich und hochemotional erzählt.


Meine Meinung:
Goethe kennt ja wohl jeder und hat sicher auch schon etwas von ihm gelesen, wie auch von seinen Wegbegleitern. Aber über Frau von Goethe ist sehr wenig bekannt, zumindest kann ich das von mir behaupten. Darum war ich natürlich sehr neugierig darauf, dieses Buch zu lesen.
Wie ich es gerne bei Biografien mache, suche ich nebenbei im WWW nach weiteren oder ergänzenden Informationen. Deshalb stellte ich nun fest, dass über Christiane direkt wenig auf Anhieb zu finden war.
Beate Rygiert hat also sehr viel recherchieren müssen und musste dann überlegen, wie es gewesen sein könnte.... als die beiden sich kennenlernten.... als sie sich näher kamen und so weiter. Das ist ihr sehr gut gelungen. Gleichzeitig konnte sie mir als Leserin vieles über den Zeitgeist vermitteln. Christiane muss ihren Wolfgang sehr geliebt haben, anders kann ich es mir nicht vorstellen, denn es dauerte Jahrzehnte bis er sie endlich heiratete und sie nicht mehr der Gefahr ausgesetzt wurde, unter der damals viele Frauen zu leiden hatten, wenn sie unverheiratet ein Kind erwarteten.
Allerdings scheint Christiane ihrem Wolfgang in vielen Dingen inspiriert und auch unterstützt zu haben. Beide brauchten einander.
Mir hat es wirklich sehr gut gefallen, was die Autorin geschrieben und mir die beiden näher gebracht hat.


Fazit:
Eine interessante Biografie über eine Frau, die erst spät so richtig gewürdigt wurde. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#FrauvonGoethe #NetGalleyDE

Mittwoch, 4. August 2021

Rezension - Vor Frauen wird gewarnt



Autorin: Heidi Rehn

Titel: Vor Frauen wird gewarnt

Genre: Biografie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. August 2021

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Knaur TB



Über die Autorin:
Heidi Rehn, Jahrgang 1966, wuchs im Mittelrheintal auf und kam zum Studium der Germanistik und Geschichte nach München. Seit vielen Jahren widmet sie sich hauptberuflich dem Schreiben. 2014 erhielt sie den "Goldenen Homer" für den besten historischen Beziehungs- und Gesellschaftsroman. Als „Kopfkino live“ bietet sie sehr erfolgreich Romanspaziergänge durch die Münchner Innenstadt an, bei denen das fiktive Geschehen eindrucksvoll mit der realen Historie verbunden wird.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein schillernder und aufregender biografischer Roman über die Schriftstellerin Vicki Baum, die Frau, die in den Zwanziger Jahren zur Ikone der Unterhaltungsliteratur in Deutschland wurde, von Erfolgsautorin Heidi Rehn Neue Zeiten - neue Frauen Sie war in den Zwanziger Jahren das, was man eine emanzipierte Frau nennt, und damit eine Pionierin ihrer Zeit. Ihr Roman „Menschen im Hotel“ war ein Bestseller, der Vicki Baum schlagartig zum Star der Unterhaltungsliteratur machte. Sie wurde zur Verkörperung der Karrierefrau, ein Begriff, der damals durchaus positiv besetzt war, und von ihren Leserinnen verehrt und um ihre Eigenständigkeit beneidet. Doch wie sah die Frau hinter der glänzenden Fassade aus? Heidi Rehn erzählt in ihrem brillant recherchierten Roman vom Leben und Lieben dieser ungewöhnlichen Frau und setzt ihr damit ein unvergessliches Denkmal.


Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich bis jetzt noch kein Buch von Vicki Baum gelesen habe, was sich aber bald ändern wird. Allerdings habe ich von Heidi Rehn bereits einige Bücher gelesen, die mich begeistert haben und ich war mir sicher, dass ich auch dieses Buch lesen wollte. Zumal mir die Bücher gefallen, in denen mir Frauen als Ikonen einer besonderen Zeit vorgestellt werden.
Heidi Rehn hat aus dem Leben von Vicki Baum einige Jahre heraus gesucht und uns ausführlich beschrieben, wie sie gelebt und vor allem, was sie erlebt hat. In den zwanziger Jahren hat Vicki Baum einen neuen Weg eingeschlagen, sie ist ohne Mann und Söhne nach Berlin gezogen und hat dort beim Ullstein Verlag gearbeitet und auch sehr erfolgreich Bücher geschrieben. Selbst aus heutiger Sicht betrachtet, ist ihr Handeln nicht gerade üblich. Damals brauchte sie zusätzlich noch viel Mut, denn sie musste sich in der Männerwelt behaupten.
Ich fand die Schilderungen von Heidi Rehn ausgesprochen interessant und habe mich an anderer Stelle noch weiter über die Autorin informiert. Natürlich war das alles nicht so ausführlich und gut beschrieben, wie es Heidi Rehn gemacht hat.


Fazit:
Ein sehr gut geschriebenes und interessantes Buch über Vicki Baum, das ich gerne weiter empfehle. Wie bereits erwähnt, werde ich mit Sicherheit noch eine Wissens-Lese-Lücke bei mir schließen und bestimmt das eine oder andere Buch von Vicki Baum lesen.


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#VorFrauenwirdgewarnt #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Sonntag, 25. Juli 2021

Rezension - Die Ingenieurin von Brooklyn


 

Autorin: Tracey Enerson Wood

Titel: Die Ingenieurin von Brooklyn

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 25. Mai 2021

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ HarperCollins



Über die Autorin:
Tracey Enerson Wood hat schon immer geschrieben, ob Kochbücher, Zeitschriftenartikel oder Bühnenstücke. Sie ist ausgebildete Gesundheits- und Krankenpflegerin und Mutter zweier Kinder. »Die Frau des Ingenieurs« ist ihr Debütroman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Geschichte der Frau, die die Brooklyn Bridge erbaut hat 
Während Emilys Weggefährtinnen für das Frauenwahlrecht auf die Straßen gehen, muss sie einen guten Eindruck bei der gehobenen New Yorker Gesellschaft machen. Denn ihr Ehemann Walsh verfolgt eine spektakuläre Vision: Er will die längste Hängebrücke der Welt über den East River bauen. Aber bereits im zweiten Jahr der Arbeiten an der Brücke erkrankt Walsh schwer. Fast erblindet und auf einen Rollstuhl angewiesen, macht er Emily zu seinem Statthalter auf der Baustelle. Und was als kaum zu bewältigende Bürde begann, erfüllt die tatkräftige junge Frau schon bald ganz und gar. Doch die Widerstände gegen eine Frau an der Spitze des Großprojekts häufen sich, und Walsh zieht sich immer stärker zurück. Emily muss entscheiden, was sie will – und was sie bereit ist, dafür zu opfern …


Meine Meinung:
Mich hat der Satz in der Kurzbeschreibung neugierig gemacht: "Die Geschichte der Frau, die die Brooklyn Bridge erbaut hat" und deshalb wollte ich dieses Buch lesen.
Ich fand es dann auch sehr interessant, was Emily geleistet hat, allerdings möchte ich hier erwähnen, dass sie weder eine Ingenieurin war noch die Brücke erbaut hat. Sie hat trotzdem etwas tolles geleistet, denn sie hat ihren Mann unterstützt, der wegen seiner Krankheit nicht oder nur sehr selten auf die Baustelle gehen konnte. Sie hat sich extrem für ihren Mann eingesetzt und sich um sehr vieles gekümmert, zu einer Zeit, wo viele Männer nichts mit Frauen zu tun haben wollten, weil sie der Meinung waren, sie könnten nicht rechnen und hätten nicht den Verstand für solche Arbeiten.
Die Autorin scheint sehr gut recherchiert zu haben, denn es gab reichlich technische Details, die mir vermittelt wurden. Die Caissons spielten eine überaus wichtige Rolle, denn sie verursachten durch Druckausgleich viele Krankheiten. Das alles war durchaus interessant, aber mit Emily konnte ich mich trotzdem nicht anfreunden.


Fazit:
Interessante Schilderungen, die mit dem Bau der Brücke, der Finanzierung und den Problemen zu tun hatten. Allerdings finde ich den Buchtitel etwas übertrieben, aber das ist ja nicht unbedingt der Autorin anzulasten.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#DieIngenieurinvonBrooklyn #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Rezension - Die Architektin von New York



Autorin: Petra Hucke

Titel: Die Architektin von New York

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Juli 2021

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Piper Taschenbuch



Über die Autorin:
Petra Hucke wurde 1978 in Düsseldorf geboren. Nach Stationen im Westen, Osten und Norden Deutschlands lebt sie nun mit ihrem Mann und einem Kopf voller Ideen in München. Sie übersetzt aus dem Englischen und Französischen, verschlingt isländische Romane im Original und lektoriert außergewöhnliche deutsche Belletristik und Sachbücher.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Frau, die aus Liebe zu ihrem Mann zur Heldin wurde New York, 1865. Die frisch verheiratete Emily Warren Roebling gerät in Panik, als sie und ihr Mann mit der Fähre im vereisten East River stecken bleiben: Es wäre nicht der erste folgenschwere Fährunfall. Doch die Passagiere kommen mit dem Schrecken davon. Wie gut, dass die Stadt endlich den Bau einer Hängebrücke genehmigt hat.
Emily ahnt zu diesem Zeitpunkt nicht, dass sie diejenige sein wird, die diese kolossale Aufgabe zu Ende bringen muss. Denn ihr Mann, der Chefingenieur der Brooklyn Bridge, wird schwer krank. Sie übernimmt gegen erbitterte Widerstände die Führung der enormen und gefährlichen Baustelle. Sie will ihrem geliebten Mann zeigen, dass sie an ihren gemeinsamen Traum glaubt. Und der Welt beweisen, dass eine Frau ein Weltwunder schaffen kann.


Meine Meinung:
Innerhalb kurzer Zeit habe ich zwei Bücher gelesen, in denen es um Emily Warren Roebling ging. Das war mein Fehler, denn ich weiß jetzt nicht, wie ich den Inhalt bewerten soll. Es gab wichtige Begebenheiten im Leben dieser Frau, die beide Male anders geschildert wurden. Es gab Ähnlichkeiten, aber unterschiedliche Namen der Personen, die eine Rolle spielten. Deshalb möchte ich hier nur erwähnen, dass ich nun sehr viel weiß, was bei dem Bau einer so großen Brücke beachtet werden musste und was Emily geleistet hat, weil ihr Mann durch seine Erkrankung so gut wie gar nicht mehr auf die Baustelle gehen konnte. Sie musste sich nicht nur um den Ablauf der Arbeiten kümmern, sie hatte außerdem auch zu kämpfen, damit sie als Frau respektiert wurde.


Fazit:
Interessante Schilderungen, die mit dem Bau der Brücke, der Finanzierung und den Problemen zu tun hatten. Allerdings finde ich den Buchtitel etwas übertrieben, aber das ist ja nicht unbedingt der Autorin anzulasten.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.
 

#DieArchitektinvonNewYork #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Rezension - Fräulein Mozart und der Klang der Liebe


Autorin: Beate Maly

Titel: Fräulein Mozart und der Klang der Liebe

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 31. Mai 2021

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Ullstein Taschenbuch



Über die Autorin:
Beate Maly, geboren und aufgewachsen in Wien, arbeitete zunächst als Kindergärtnerin und in der Frühförderung, bevor sie mit dem Schreiben begann. Neben Geschichten für Kinder und pädagogischen Fachbüchern hat sie inzwischen neun historische Romane geschrieben und drei historische Krimis.Sie ist verheiratet und lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Wien.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Pianistin – Komponistin – Liebende: Eine Frau, die dem Klang ihres Herzens folgt 
Salzburg 1766: Die junge Maria Anna, liebevoll Nannerl genannt, kann sich vor Verehrern kaum retten und hat doch nur die Musik im Sinn. Gemeinsam mit ihrem Bruder Wolfgang Amadeus spielt sie an den vornehmsten Höfen Europas Klavier, bis sie die Bühne für ihren kleinen Bruder räumen muss. Enttäuscht versucht sie sich mit eigenen Kompositionen und zahlreichen Bällen abzulenken. Eines Abends lernt sie den charmanten Franz Armand d’Ippold kennen und fühlt sich dem klugen Mann gleich verbunden. Nur ist Franz mitnichten eine gute Partie und die Schulden der Familie lassen keine Liebesheirat zu. Doch Nannerl Mozart lässt sich nicht beirren und wird weder ihre Musik noch ihre große Liebe aufgeben.


Meine Meinung:
Fast jeder kennt Wolfgang Amadeus Mozart und weiß, dass er bereits als Kind Opern geschrieben hat. Aber seine ältere Schwester Maria Anna, die Nannerl gerufen wird, ist vielen unbekannt. Zumindest mir ging es so und deshalb war ich sehr neugierig auf dieses Buch. 
Nannerl war fünf Jahre älter als ihr Bruder und nicht weniger begabt als er. Allerdings hatte die ärmste den Nachteil, in einer Zeit leben zu müssen, in der Frauen nicht gefördert wurden und schon mal gar nicht arbeiten durften. Zeit ihres Lebens durften Vater oder Ehemann über die Frauen bestimmen. 
Beate Maly hat nun eine fesselnde Romanbiografie geschrieben, worin sie tatsächliche Begebenheiten und fiktive gut miteinander vermischt hat. So konnte ich mir ein Bild über das Leben von Nannerl machen, wie es gewesen war und wie manches hätte gewesen sein können. Tatsache ist, dass sie ihren Bruder zwar unterstützt hat, weil keine so gut seine Musik umsetzen konnte. Aber ihr Bruder hat es seiner Familie mit seiner Lebensweise auch nicht leicht gemacht. 
So ganz nebenbei wurde mir etwas über die damalige Mode vermittelt, sehr interessant war die Haarpracht und die Einstellung zur Reinlichkeit. Dies habe ich dann auch zum Anlass genommen und mir Bilder der Familie Mozart angesehen. Aber nicht nur über die Mode habe ich einiges erfahren, es gab so vieles, was empörend war und Nannerl sowie ihre beste Freundin konnten sich zwar aufregen, aber ansonsten waren sie hilflos und konnten nichts ändern, da die Männer nun einmal das sagen hatten.


Fazit:
Ein sehr interessantes Buch über Nannerl Mozart und das Leben der Familie vor rund zweihundertfünfzig Jahren. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#FräuleinMozartundderKlangderLiebe #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Sonntag, 4. Juli 2021

Rezension - Die Mutige


 
Autorin: Stephanie Marie Thornton

Titel: Die Mutige

Genre: Biografie, historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. April 2021

Seiten: 565

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rütten & Loening Aufbau Digital



Über die Autorin:
Stephanie Marie Thornton ist eine amerikanische Bestsellerautorin, die mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Alaska lebt. In ihren Romanen geht es stets um Frauen im Schatten der Geschichte Amerikas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Zuallererst bin ich eine Frau.“ – Ein großer Roman über Jackie Kennedy.
Gegen den Widerstand ihrer Familie löst die junge Jacqueline Bouvier ihre vielversprechende Verlobung. Dann trifft sie ihre große Liebe: John F. Kennedy. Das strahlend schöne Paar wird zum Symbol der Hoffnung des jungen Amerikas: Jackies Eleganz und ihr Charisma machen sie zum Vorbild der Frauen, zugleich ist die hochintelligente Journalistin Triebfeder der Karriere ihres Mannes. Doch die Ehe ist unglücklich, und das Leben als First Lady gerät zur Zerreißprobe für sie. Trotz allem kämpft sie um ihre Liebe zu JFK – bis zu jenem Tag in Dallas. Auf der Suche nach einer Zukunft für sich und ihre Kinder muss Jackie nun ihren eigenen Weg finden.
Die so intime wie mitreißende Geschichte einer Frau, die wie keine andere zur Ikone wurde.


Meine Meinung:
Zunächst hatte ich gezögert und überlegt, ob ich das Buch tatsächlich lesen möchte. Denn in einer anderen Biografie kam sie nicht so gut weg. Aber nun bin ich froh, dass ich auch diese gelesen habe. Es kommt tatsächlich immer darauf an, wer aus welcher Sicht das Buch schreibt.
Auf jeden Fall fand ich es ausgesprochen interessant, mehr über ihr Leben zu erfahren und vor allem, wie sie mit der Situation umgegangen ist, in Dallas neben ihrem Mann zu sitzen und alles mit ansehen zu müssen. Ganz bestimmt finde ich aus heutiger Sicht vieles nicht gut, wie manche Personen in ihrem Umfeld gedacht und gehandelt haben. Aber es war eben auch eine andere Zeit und Jackie kannte es nicht anders.
Die Autorin hat eine sehr lange Zeitspanne gewählt und so erfahren wir viel über die junge Jacqueline Bouvier und spätere Jackie Kennedy. Die Zeit als Mrs. Onassis wurde nicht ganz so ausführlich behandelt, aber das hat die meisten Leser wahrscheinlich auch weniger interessiert. Der Weg zur First Lady war interessanter.


Fazit:
Eine sehr interessante Biografie über Jackie Kennedy, ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen. Sicherlich gibt es einige Leser, die es ebenfalls interessiert.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DieMutige #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Dienstag, 4. Mai 2021

Rezension - Josephine Baker und der Tanz des Lebens



Autorin: Juliana Weinberg

Titel: Josephine Baker und der Tanz des Lebens

Genre: Biografie

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 29. März 2021

Seiten: 496

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch


Über die Autorin:
Juliana Weinberg wurde in Neustadt an der Weinstraße geboren. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern im Pfälzerwald. Neben dem Schreiben ist ihr Beruf als Lehrerin ihre große Erfüllung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Einziger Tanz macht sie zur berühmtesten schwarzen Frau der Welt
New York, 1924. Mit kleineren Auftritten als Tänzerin versucht Josephine ihre Familie zu unterstützen, als sie nach Paris eingeladen wird. Bei der »Revue Nègre« tanzt sie in vorderster Reihe. Schon bald ist Josephine ein gefeierter und erfolgreicher Star. Sie besitzt einen eigenen Klub in Paris, nimmt Songs auf, spielt in Filmen mit und tritt auf der ganzen Welt auf. Doch egal wo sie hinkommt, ihre Darbietungen bringen ihr Anbetung und Missachtung zugleich ein. Schließlich wird Josephine vor die schwierigste Entscheidung ihres Lebens gestellt. Kämpft sie für ihre Überzeugung oder ihre Liebe?


Meine Meinung:
Natürlich "kenne" ich Josephine Baker, bei dem Namen fiel mir sofort ihr besonderes Kostüm ein. Aber ich gestehe auch, dass ich nicht viel über ihr Leben wusste, bis ich dieses Buch gelesen habe.
Josephine Baker wurde in St. Louis, Missouri geboren, zu einer Zeit, wo es Menschen mit einer dunklen Hautfarbe in Amerika überhaupt nicht leicht hatten. Mit 18 reiste sie mit der Tanzgruppe nach Paris und konnte es nicht glauben, wie anders sie dort behandelt wurde. In Paris wurde sie sofort eine Berühmtheit, vor allem mit dem besonderen Kostüm, das ich vor Augen hatte. Wobei Kostüm jetzt nicht das richtige Wort ist.
Bevor ich hier nun alles aus ihrem Leben erzähle, empfehle ich lieber das Buch, das Juliana Weinberg geschrieben hat. Sie hat wichtige Begebenheiten aus dem Leben von Josephine Baker beschrieben, denn es ist allerhand passiert. Wenn die Autorin allerdings auf alle Einzelheiten eingegangen wäre, hätte das Buch noch dicker ausfallen müssen. So gab es zeitliche Sprünge, was ich in Ordnung fand.
Im Leben von Josephine Baker gab nicht wenige Männer und auch Frauen, denen sie mehr oder weniger verbunden war. Sie hatte auch einen großen Traum, wobei ich aus heutiger Sicht meine, dass sie wirklich zu unüberlegt gehandelt hat. Aber Geduld und Zurückhaltung war wohl nie ihre Stärke gewesen. Sie hat sich einfach zu viel zugemutet.
Beeindruckt hat sie mich trotz allem. Sie hat sich für so vieles eingesetzt. Natürlich spielte der Rassismus eine große Rolle, unter dem sie in den USA immer wieder leiden musste, selbst noch in den 50er Jahren. Außerdem wollte sie ihren Adoptivkindern ein besseres Leben bieten.
Das Buch hat mich natürlich neugierig gemacht und ich habe mir Bilder und Videos angesehen. Die Frau hat mich wirklich beeindruckt.


Fazit:
Eine wirklich sehr interessante Biografie über viele Begebenheiten, die das Leben von Josephine Baker beeinflusst haben. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung zu diesem Buch.
Die Autorin alles so gut beschrieben, dass ich das Gefühl hatte, immer dabei gewesen zu sein. Gerne gebe ich für das Buch eine Fünf-Sterne-Bewertung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

 

#JosephineBakerundderTanzdesLebens #NetGalleyDE

Mittwoch, 21. April 2021

Rezension - Einer muss doch anfangen! Das Leben der Sophie Scholl


Autor: Werner Milstein

Titel: Einer muss doch anfangen! Das Leben der Sophie Scholl

Genre: Biografie

Version: eBook und broschiert

erschienen: 22. März 2021

Seiten: 208

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene

Herausgeber : Gütersloher Verlagshaus 



Über den Autor:
Werner Milstein, geb. 1955, Studium der Theologie und Philosophie in Münster und Göttingen, er war Gemeindepfarrer in Ostwestfalen, danach im Verlagswesen in Hamburg tätig. Zurzeit ist er Religionslehrer am Berufskolleg in Olsberg/Sauerland.


Kurzbeschreibung, übernommen:
"Man muss einen harten Geist und ein weiches Herz haben." (Sophie Scholl)
Sophie Scholl ist eine der Symbolfiguren des Widerstands gegen Hitler. Werner Milstein portraitiert anlässlich des 100. Geburtstags am 9. Mai 2021 das Leben dieser faszinierenden Persönlichkeit und fragt, ob ihr Leben jungen Menschen, die nach Orientierung und Sinn suchen, heutzutage eine Hilfe sein kann.
Angereichert mit zahlreichen Quellen, Fotos und Querverweisen ist diese leicht zu lesende Biografie eine Fundgrube für Jugendliche, aber auch historisch interessierte Erwachsene.
Für Jugendliche und junge Erwachsene Eine spannende Einstiegslektüre in das Leben Sophie Scholls Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl am 9. Mai 2021


Meine Meinung:
Vor hundert Jahren wurde Sophie Scholl geboren und der Name sollte eigentlich allen etwas sagen. Wer nun etwas mehr über sie erfahren möchte, sollte dieses Buch lesen. 
Werner Milstein hat in der Biografie über alle Stationen ihres Lebens geschrieben. Wobei es sich in der Hauptsache nicht um die Arbeit in der Widerstandgruppe drehte, sondern um den Werdegang und wie es dazu kam. Ich lerne zunächst die Eltern Scholl kennen und später nach und nach die Geschwister. Sophie wächst in einer Zeit auf, wo das Leben vieler gesteuert wird. Entweder lief man damals mit oder hinterfragte einiges, was allerdings gefährlich werden konnte. Anfangs waren Sophie und ihre Geschwister von den Machthabern begeistert, bis immer mehr passierte, was sie nicht mehr hinnehmen konnten und wollten. Die innere Zerrissenheit konnte ich spüren, die Bedenken der Eltern verstehen und die Entwicklung erahnen. Ich fand es ausgesprochen interessant, so vieles über Sophie, ihrer Familie und Freunde zu lesen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich soviel Mut gehabt hätte. Nun jeder weiß, wie damals alles endete und man kann heute dafür sorgen, dass sie und alle anderen nicht in Vergessenheit geraten.


Fazit:
Eine sehr interessante Biografie, sie macht nachdenklich, sie lässt einiges erahnen und sie sollte dafür sorgen, dass die mutigen jungen Leute nicht vergessen werden.  Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und dies ganz besonders an Jugendliche.


 Beim Verlag und bei Literaturtest möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


Sonntag, 18. April 2021

Rezension - Die Bildhauerin



Autorin: Pia Rosenberger

Titel: Die Bildhauerin

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 12. April 2021

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Taschenbuch




Über die Autorin:
Pia Rosenberger wurde in der Nähe von Osnabrück geboren und studierte nach einer Ausbildung als Handweberin in Stuttgart Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Pädagogik. Seit über 20 Jahren lebt sie mit ihrer Familie im mittelalterlich geprägten Esslingen und arbeitet als Autorin, Journalistin, Museumspädagogin und Stadtführerin. Wenn sie keine historischen Romane oder Krimis schreibt, beschäftigt sie sich mit ihrem Garten, der Natur, Yoga und ihrer Querflöte.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Paris, 1881. Die siebzehnjährige Camille Claudel weiß schon früh, was sie will: Bildhauerin werden. Doch als Frau bleibt ihr ein Studium an der École des Beaux-Arts verschlossen. Gemeinsam mit drei Freundinnen mietet sie ein Atelier und stürzt sich in ein Leben der Bohème. Schon bald erregt sie mit ihren Plastiken die Aufmerksamkeit des viel älteren Auguste Rodins. Dieser protegiert und unterrichtet sie, Camille wird zu seiner unentbehrlichen Mitarbeiterin – und schließlich auch zu seiner Geliebten. Doch sie wünscht sich mehr, als nur eine seiner Musen zu sein.


Meine Meinung:
Durch die tolle Serie des Aufbau-Verlages lerne ich viele außergewöhnliche Frauen kennen. Diesmal stand Camille Claudel, eine Bildhauerin im Vordergrund.
Paris 1881, Camille ist siebzehn Jahre alt und will Bildhauerin werden. Schon sehr früh hat sie ihr Talent entdeckt. Allerdings lebt sie in einer Zeit, wo von den jungen Frauen erwartet wird, dass sie gut heiraten und ihrem Mann und Kindern ein angenehmes Leben bereiten. Einzig ihr Vater unterstützt sie. Ihre lieblose Mutter ist so gar nicht damit einverstanden, was Camille macht. Allerdings verhält sich Camille in meinen Augen auch nicht besonders nett, eine Aussage im Buch trifft es genau: „Dir ist kein Preis zu hoch für deine Kunst, oder? Du bist bereit, sogar deine Freunde dafür zu opfern.“ Ich gebe zu, Camille ist begabt und sie hat es nicht leicht. Die Zeit und die Menschen um sie herum sind einfach nicht bereit, Talente zu würdigen und neue Wege zu gehen.
Es war durchaus interessant zu lesen, was Camille so alles erlebt hat. Auch hier wurde aus ihrem Leben nur ein kurzer Abschnitt beschrieben. Meine Neugierde ist natürlich immer groß und ich halte Ausschau nach Bildern von den Werken und habe dabei noch mehr über ihr Leben erfahren. Ich will hier jetzt nichts verraten, aber das Ende des Buches ist sehr abrupt und vor allem wird leider nichts vom weiteren Weg beschrieben und für mich wurde dadurch ein falscher Eindruck vermittelt.


Fazit:
Eine interessante Frau wurde hier beschrieben, durchaus lesenswert und ich freue mich, dass ich Camille dadurch ein bisschen kennen lernen konnte. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#DieBildhauerin #NetGalleyDE


Rezension - Lady Churchill


Autorin: Marie Benedict

Titel: Lady Churchill

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook, Hörbuch und gebundenes Buch

erschienen: 15. April 2021

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Kiepenheuer&Witsch



Über die Autorin:
Marie Benedict, geboren 1973, studierte am Boston College Geschichte und Kunstgeschichte und an der Boston University School of Law. Sie ist Anwältin und lebt mit ihrer Familie in Pittsburgh.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Geschichte einer klugen Frau, die das Weltgeschehen entscheidend prägte und doch eine Unbekannte blieb – Clementine Churchill. 
Marie Benedict ist eine Meisterin darin, den vergessenen Frauen der Weltgeschichte endlich Leben einzuhauchen. Wie ist es nur möglich, dass wir nichts über die emanzipierte Frau an Winston Churchills Seite wissen? Vorhang auf für die bewundernswerte Clementine Churchill. Clementine und Winston Churchill fühlen sich sofort zueinander hingezogen, sind sie doch beide Kinder von unzulänglichen Müttern. Sie finden Sicherheit in ihrer Ehe und bekommen zusammen nicht nur fünf Kinder, sondern gestalten auch gemeinsam Winstons beispiellose Karriere. Cat und Pug, wie sie einander liebevoll nennen, meistern fast jede politische Krise gemeinsam, auch wenn Clementine ihren Mann hin und wieder vor wütenden Frauenrechtlerinnen oder Verehrerinnen retten muss. Die beiden sind ein wahres power couple, obwohl Clementine wegen ihres »unweiblichen« Charakters kritisiert wird. In der Tat stellt sie ihre Fähigkeiten als Mutter infrage, da sie weit mehr Leidenschaft für ihre Arbeit aufbringt als für die Kindererziehung. Winston Churchills Einsatz an der Front im Ersten Weltkrieg, der Tod der zweijährigen Tochter Marigold, Winstons Kampf gegen die Nazis und schließlich die triumphale Rückkehr ins Unterhaus bilden das Gerüst dieses Romans über eine außergewöhnliche Ehe, bei der mal wieder eine starke Frau hinter ihrem Mann steht und die Geschicke klug zu lenken weiß.


Meine Meinung:
Starke Frauen im Schatten der Weltgeschichte - Ganz ehrlich, sehr viele Gedanken hatte ich mir bisher nicht über die Frauen gemacht. Deshalb war ich sehr daran interessiert, dieses Buch über Lady Churchill zu lesen.
Die Autorin beginnt ihre Schilderung über das Leben von Clementine Churchill am 8. September 1908. Es ist der Hochzeitstag von Clementine Hozier und Winston Churchill. Durch gedankliche Rückblenden von Clemmie, wie sie von Freunden genannt wird, erfahre ich einiges mehr über die Zeit davor und vor allem über ihre Familie.
Sehr ausführlich hat die Autorin berichtet, was die beiden alles erleben durften und auch mussten. Denn es war nicht leicht. Winston Churchill war kein einfacher Mann und hat seine Frau sehr beansprucht. Hier kann man wirklich sagen, ohne sie wäre er nie das geworden, was er zeitweise war.  Clementine wurde dann auch hin und her gerissen, zwischen ihren Aufgaben als Mutter und dem Anspruch, ihre Position besonders für die benachteiligten Frauen einzusetzen. Während der Kriege "durften" die Frauen dafür sorgen, dass alles in der Wirtschaft und Produktion lief und danach wurden sie sofort wieder an den heimischen Herd geschickt. Aber nicht nur dafür setzte Lady Churchill sich ein. Sie begleitete ihren Mann zu wichtigen Gesprächen, was natürlich die anwesenden Herren überhaupt nicht gut fanden. Es war eigentlich klar, dass sie irgendwann Erholung brauchte. In ihrem Leben gab es reichlich Höhen und Tiefen, aber ich denke, wenn sie die Wahl gehabt hätte, würde sie Winston Churchill wieder heiraten. Wir Leser begleiten die beiden viele Jahre, allerdings brach das Buch in meinen Augen abrupt ab. Es endete im Jahr 1945. Zu gerne hätte ich ein bisschen über die weiteren Jahre erfahren, schließlich waren sie 57 Jahre verheiratet. Nebenbei habe ich natürlich versucht, etwas mehr über die beiden zu erfahren. Mit Interesse habe ich mir Bilder angesehen. Aber leider konnte ich nirgends Antworten auf meine Fragen finden. 


Fazit:
Anscheinend empfand die Autorin die Jahre zwischen 1908 und 1945 als die wichtigsten im Leben der Eheleute Churchill. Es waren ja auch sehr endscheidende und erlebnisreiche Jahre, aber im Nachwort hätte durchaus kurz noch einiges erwähnt werden können.  Auf jeden Fall war es sehr lesenswert und ich gebe gerne eine Leseempfehlung.  


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


#LadyChurchill #NetGalleyDE

Montag, 15. März 2021

Rezension - Romy und der Weg nach Paris



Autorin: Michelle Marly

Titel: Romy und der Weg nach Paris

Genre: Biografie, Historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 15. März 2021

Seiten: 415

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin
Hinter Michelle Marly verbirgt sich die in Hamburg geborene deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in München und Lugano aufwuchs. Durch ihren Vater, den Filmkomponisten Michael Jary, begegnete sie vielen Künstlern und Filmschaffenden der fünfziger und sechziger Jahre, später berichtete sie als Reporterin über das Showbiz, bis sie nach Paris zog und Romane zu schreiben begann. Heute lebt sie mit Mann und Hund in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Romy Schneider – die größte Schauspielerin ihrer Zeit.
1958: Die junge Romy fühlt sich in einer Sackgasse gefangen. Als Sissi ist sie zum Weltstar geworden, doch sie ist es leid, immer nur das süße Mädel zu geben. Sie träumt von einer Laufbahn als Charakterdarstellerin. Dann lernt die wohlbehütete Romy bei Dreharbeiten den noch unbekannten Alain Delon kennen – und verliebt sich in den rebellischen jungen Mann. Gegen den Willen ihrer Familie folgt sie ihm nach Paris. Doch Romys Karriere gerät ins Stocken, und schon bald erlebt auch ihre Liebe zu Alain eine Krise …
Ein großer Roman über die Suche einer einmalig faszinierenden Frau nach ihrem Weg als Künstlerin, als Liebende – und nach sich selbst

Meine Meinung:
Als Kind habe ich natürlich die Sissi-Filme alle gesehen und auch viele andere, die sie gemeinsam mit ihrer Mutter gedreht hat. Ich habe mir allerdings nie Gedanken darüber gemacht, wie jung sie damals war und über ihr Leben wusste ich ebenfalls nichts, was wohl auch daran lag, dass ich zu der Zeit, in der sie Alain Delon kennen lernte und nach Paris ging, noch ein kleines Kind war. Deshalb freute ich mich natürlich, dass Michelle Marly diesen Zeitraum aus ihrem Leben gewählt und uns darüber berichtet hat.
Romy Schneider war eine sehr schöne Frau und sehr talentiert. Leider musste sie ein Leben kennen lernen, das, wie sich hinterher herausstellte, nicht gut für sie war. Im Grunde tut sie mir leid, sie musste sich von ihren Eltern lösen, wurde lange Jahre in eine Richtung gedrängt und hatte es schwer, als sie sich verliebte. Ein enormer Druck wurde auf sie ausgeübt. Auf der anderen Seite kannte sie es nicht anders und sie liebte das Film und in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Eine wichtige Person war deshalb Alain Delon für sie.
Michelle Marly hat eine sehr interessante und eindrucksvolle Zeitspanne gewählt, mit der sie uns Leser Einblick in das Leben von Romy Schneider gewährte. Es war die Zeit, wo Romy große Schritte in eine andere Welt machte und was sie sehr geprägt haben musste.


Fazit:
Mit großem Interesse habe ich das Buch gelesen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#RomyundderWegnachParis #NetGalleyDE

Samstag, 27. Februar 2021

Rezension - Die Frau von Montparnasse: Simone de Beauvoir und die Suche nach Liebe und Wahrheit


Autorin: Caroline Bernard

Titel: Die Frau von Montparnasse

Genre: Biografie, Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 15. Februar 2021

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Taschenbuch




Über die Autorin:
Caroline Bernard ist das Pseudonym von Tania Schlie. Die Literaturwissenschaftlerin arbeitet seit zwanzig Jahren als freie Autorin. Sie liebt es, sich Geschichten über starke Frauen auszudenken.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die große Philosophin Simone de Beauvoir und die Liebe in Freiheit Paris, 1929: Die junge Simone will studieren – und schreiben. Dann begegnet sie Jean-Paul Sartre, Enfant terrible, Genie und bald ihr Geliebter. Sie schließen einen Pakt, der ihre Liebe und dabei sexuelle Freiheit sichern soll. Gemeinsam formulieren sie die Philosophie des Existenzialismus, sind der Mittelpunkt der Pariser Bohème. Doch ihren Traum vom Schreiben kann Simone nicht verwirklichen – die Verlage lehnen ihre Texte als »unpassend« ab. Und auch um die Beziehung zu Sartre muss sie kämpfen. Denn: Wie lässt sich eine große Liebe mit dem Streben nach Freiheit vereinbaren?


Meine Meinung:
Ich lese sehr gerne die Bücher aus der Reihe "Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe". Dadurch bekomme ich sehr viele interessante Einblicke in das Leben der unterschiedlichsten Frauen. Diesmal habe ich mich allerdings zum ersten Mal gefragt, wieviel ist hier fiktiv und wie viel entspricht der Wahrheit. Denn mit Simone de Beauvoir wurde mir eine Frau vorgestellt, die mir persönlich so gar nicht sympathisch wurde. Sie mag für die damalige Zeit zwar fortschrittliche Ideen gehabt haben, aber so wirklich konnte sie nicht alles umsetzen. Ihre Bindung zu Jean-Paul Sartre entsprach dann auch nicht meinen Vorstellungen zum Fortschritt. Aber wer bin ich, dass ich hier ihr Verhalten während der vielen Jahre in Frage stelle, außerdem ist es ja alles Vergangenheit und nicht mehr zu ändern. 
Der Autorin habe ich es nun zu verdanken, dass ich mich auf ein weiteres Buch dieser Serie eingelassen habe und mehr über Simone de Beauvoir erfahren konnte. 


Fazit:
Es war eine interessante Erfahrung, aus heutiger Sicht etwas über die damals große Philosophin zu lesen. Fans dieser Buchreihe werden es sicher lesen wollen und sich eine eigene Meinung dazu bilden.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#DieFrauvonMontparnasse #NetGalleyDE

Dienstag, 5. Januar 2021

Rezension - Die Schwestern Chanel



Autorin: Judithe Little

Titel: Die Schwestern Chanel

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook, Hörbuch, Broschiert

erschienen: 28. Dezember 2020

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : HarperCollins




Über die Autorin
Judithe Little ist in Virginia aufgewachsen und hat Politikwissenschaften und Jura studiert. Nach einem Aufenthalt in Frankreich hat sie für verschiedene Fachzeitschriften gearbeitet. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Houston, Texas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frankreich, 1897: Gabrielle Chanel - später unter dem Namen Coco weltberühmt - und ihre Schwester Antoinette werden von ihrem Vater in einem Waisenheim abgegeben. Armut und harte Arbeit bestimmen dort ihren Alltag. Doch Coco ist nicht bereit, sich in ihr Schicksal zu fügen. Unbeirrbar erobert sie sich ihre Freiheit - unter den teils bewundernden, teils neidischen Blicken ihrer Schwester. Antoinette weicht Coco bei ihrem Weg zur Modemacherin nicht von der Seite und unterstützt sie, wo sie kann. Bald schon spricht man in Paris ehrfurchtsvoll von den »Schwestern Chanel«. Doch auf dem Höhepunkt des Erfolges müssen die Frauen erkennen, dass selbst Geld und Unabhängigkeit kein Ersatz für das sind, nach dem sie sich am meisten sehnen: Liebe.


Meine Meinung
In letzter Zeit wurden reichlich Bücher veröffentlicht, in denen wir Leser, über eine kurze Zeitspanne, etwas aus dem Leben besonderer Frauen erfahren konnten. Ich hatte bereits ein Buch über Coco Chanel gelesen und war gespannt, was ich noch erfahren würde. Der Zeitraum passte bestens, dieses endete ungefähr in dem Jahr, womit in dem anderen Buch begonnen wurde. Allerdings gab es hier einen Unterschied, im Vordergrund stand Antoinette Chanel. Durch ihre Geschichte konnten wir verfolgen, was Coco so machte. Ich fand das alles zwar ganz interessant, aber so richtig überzeugen konnte mich das Buch nicht. Deshalb hat es diesmal auch länger gedauert, bis ich es ausgelesen hatte. Der Buchtitel sagt mir zwar, dass ich ein Buch über die Schwestern Chanel in der Hand habe, aber es wäre schöner gewesen, wenn die Autorin auf die Schwestern näher eingegangen wäre. So erschienen mir einige am Rande und etwas sehr blass. 


Fazit
Ein Buch, das zwar sehr interessant ist, mich aber nicht so richtig überzeugen konnte. Wer Interesse hat, mehr über die Chanels zu erfahren, kann es lesen. Mit einer eindeutigen Leseempfehlung bin ich lieber etwas zurück haltend. 


Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#DieSchwesternChanel #NetGalleyDE

Montag, 16. November 2020

Rezension - Teatime mit Lilibet


Autorin: Wendy Holden

Titel: Teatime mit Lilibet

Genre: Biografie, historisch

Version: eBook und  gebundenes Buch

erschienen: 2. November 2020

Seiten: 528

Altersempfehlung: Erwachsene

 Herausgeber : List Hardcover



Über die Autorin:
Wendy Holden hat als Journalistin für The Sunday Times, Tatler und The Mail on Sunday gearbeitet, bevor sie sich dem Schreiben von Büchern zugewendet hat. Sie hat dreizehn Romane geschrieben, von denen jeder ein Bestseller in Großbritannien war. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Derbyshire.


Kurzbeschreibung, übernommen:
England, 1932: Im Alter von 22 Jahren wird Marion Crawford die Lehrerin von Prinzessin Elisabeth und ihrer Schwester Margaret. Als Marion ihre Stelle im englischen Königshaus antritt, ist sie schockiert. Das Leben im Schloss hat nichts mit der Realität zu tun. Vor allem Lilibet, die zukünftige Königin, wächst Marion ans Herz. Als überzeugte Sozialistin macht Marion es sich zur Aufgabe, Lilibet das echte Leben zu zeigen. Sie fährt mit ihr U-Bahn und Bus, geht in öffentliche Schwimmbäder und macht Weihnachtseinkäufe bei Woolworth’s. Ihr Einfluss auf die zukünftige Queen ist gewaltig. Doch Marion ahnt nicht, wie sehr sich auch ihr eigenes Leben durch die Royals verändern wird.


Meine Meinung:
Da ich eine gewisse Schwäche für London und das Königshaus habe, war ich natürlich sehr neugierig und wollte dieses Buch unbedingt lesen. Ich wollte gerne wissen, was Marion Crawford über ihre Zeit als Gouvernante von Elisabeth erzählt. Würde mir dadurch ein Blick hinter die Kulissen gewährt? 
Zunächst lernte ich allerdings erst einmal Marion Crawford kennen, die in Edinburgh noch in der Ausbildung zur Lehrerin steckte. Sie hatte bestimmte Vorstellungen, wie und wen sie später mal unterrichten wollte. Allerdings kam alles anders. Sie sollte die beiden Prinzessinnen unterrichten, was sie so eigentlich gar nicht beabsichtigte. Aber sie konnte überredet werden und machte sich mit den besten Ideen auf den Weg. Ich fand die Ideen von Crawfie sehr interessant und hoffte, dass sie einiges umsetzen und bewirken könnte. 
Irgendwann kam bei mit der Zeitpunkt, wo ich zu gerne gewusst hätte, was nun fiktiv war bzw. was der Wirklichkeit entsprach. Es fiel mir nicht immer leicht Verständnis, für gewisses Verhalten  aufzubringen und mit der Verteilung meiner Sympathie war ich ebenfalls sehr zurück haltend. Trotz allem fand ich alles sehr interessant, es ergab einen ganz anderen Blickwinkel auf manche Ereignisse der Vergangenheit.


Fazit:
Teatime mit Lilibet, ein Ereignis an dem mit Sicherheit viele mal teilnehmen möchten. Mir hat es gereicht, dass ich davon lesen konnte. Mir hat natürlich sehr gut gefallen, dass ich in London viele Örtlichkeiten kannte und wusste, wo sie sich aufhielten. Außerdem war es auch ein Stück Weltgeschichte, über die ich einiges lesen konnte. Sehr aufschlussreich! Das Buch hat mich gut unterhalten. Wer ebenfalls daran interessiert ist, etwas über Lilibet und ihre Familie zu erfahren, sollte dieses Buch lesen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#TeatimemitLilibet #NetGalleyDE

Montag, 19. Oktober 2020

Rezension - Hope Street - Wie ich einmal englischer Meister wurde


Autor: Campino - Andreas Frege

Titel: Hope Street - Wie ich einmal englischer Meister wurde

Genre: Biografie, Roman

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 5. Oktober 2020

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Piper



Über den Autor:
Campino, der mit bürgerlichem Namen Andreas Frege heißt, wurde 1962 in Düsseldorf geboren. Er ist der Frontmann der Düsseldorfer Band Die Toten Hosen, zu deren Gründungsmitgliedern er auch gehört. Als Sohn eines deutschen Vaters und einer englischen Mutter wuchs er in Düsseldorf auf, verbrachte aber viel Zeit bei seiner Verwandtschaft in England und ist seit Jahrzehnten glühender Fan des Liverpool FC, deren Spiele er regelmäßig live verfolgt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Er ist einer der populärsten Musiker Deutschlands. Aber das ist nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte fängt mit Kevin Keegan an, dem englischen Stürmer mit den wilden Locken. Der wurde in den 70ern zu Campinos großem Idol: Als zehnjährigem Sohn einer englischen Mutter und eines Richters aus Düsseldorf war ihm dieser Keegan Erlösung und Vorbild zugleich – ein cooler Engländer, der ihm zeigte, auf welcher Seite er zu stehen hatte. Seitdem verbinden sich in der Entscheidung für den besten Fußballverein der Welt die ganze Widersprüchlichkeit seiner Herkunft und die Liebe zu einem Land, das irgendwo zwischen Beatles und Brexit steht. – Von alldem, seiner Familie und der rasenden Leidenschaft zum Liverpool FC erzählt Campino in diesem Buch.


Meine Meinung:
Das hätte ich vor vielen Jahren nicht gedacht: ich lese ein Buch, das der Frontman der Düsseldorfer Band "Die Toten Hosen" geschrieben hat. Die Gruppe entwickelte sich aus der deutschen Punkbewegung und anfangs war ich überhaupt kein Fan von ihnen. Im Laufe der Jahre hat sich vieles geändert und es gibt, so glaube ich, kaum einen Düsseldorfer, der nicht bei einigen Liedern mitsingt. Ich möchte stellvertretend nur "Tage wie diese" nennen. Aber nun will ich etwas zu dem Buch schreiben, bevor ich noch weiter abschweife.
Andreas Frege, bekannter unter dem Namen Campino hat es sich nicht nehmen lassen und ein Buch geschrieben. In diesem Buch erzählt er, wieso er Fan von Liverpool FC wurde und was er im Laufe der Jahre als solcher erlebt hat. Nun mag sich der eine oder der andere fragen, wie kam es dazu. Tja, da muss Campino dann auch etwas ausholen und von seiner Familie erzählen. Das fand ich ausgesprochen interessant, denn seine Mutter war Engländerin und sein Vater Deutscher. Die Eltern hatten sich kurz nach dem Krieg kennen gelernt. Nun können sich bestimmt viele vorstellen, dass in dieser Familie einiges anders ablief. Im Wechsel lese ich also über seine Familie und von seinen Reisen zu den Spielen von LFC.  Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen, aber interessante Internas konnte ich lesen, was mich begeistert hat. Natürlich wird sehr viel über Fußball berichtet, aber mich hat es ganz und gar nicht gelangweilt. Es ist eben so, wenn man einem Fan folgen will.
Ach und was ich noch erwähnen wollte, als Düsseldorferin war es für mich klar, dass ich dieses Buch auf jeden Fall lesen wollte. 


Fazit:
Natürlich dreht sich in erster Linie alles um den englischen Meister, aber ich habe sehr viel über das Leben von Campino und seiner Familie erfahren, was auch ein bisschen zur Zeitgeschichte gehört. Sehr unterhaltsam und lesenswert und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Mittwoch, 7. Oktober 2020

Rezension - Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne



Autorin: Juliana Weinberg

Titel: Audrey Hepburn und der Glanz der Sterne

Genre: Biografie, Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. September 2020

Seiten: 624

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch



Über die Autorin:
Juliana Weinberg wurde in Neustadt an der Weinstraße geboren. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihren Kindern im Pfälzer Wald. Neben dem Schreiben ist ihr Beruf als Lehrerin ihre große Erfüllung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Niederlande 1944: Während der Zweite Weltkrieg Europa erschüttert, entdeckt die junge Audrey Hepburn ihre Liebe zum Tanz. Zwischen den Schrecken des Krieges und dem allgegenwärtigen Hunger träumt sie davon, Primballerina zu werden. Und obwohl dieser Traum bald platzt, lässt sie sich nicht entmutigen. Ihr neues Ziel: die Filmstudios von Amerika! Und tatsächlich bringt ihr Talent Audrey nach Hollywood. Schon bald spielt sie an der an der Seite von Größen wie Gregory Peck und Humphrey Bogart. Doch der strahlende Ort ihrer Träume verlangt ihr alles ab. Kann Audrey als Stern am Himmel Hollywoods glänzen, ohne sich selbst dabei zu verlieren?


Meine Meinung:
Natürlich kannte ich Audrey Hepburn, nun, zumindest dachte ich das. Allerdings kannte ich nicht ihre Lebensgeschichte und die fand ich nun ungemein interessant. 
Audrey Hepburn hatte es nicht leicht, ihre Jugendzeit verbrachte sie während einer sehr schlimmen und schwierigen Zeit. In den Niederlanden litten viele unter dem extremen Hunger und besonders Audrey war davon betroffen. Viele ihrer Freundinnen, die mit ihr gemeinsam zum Ballettunterricht gingen, mussten aufgeben, weil es zu anstrengend war und sie es körperlich nicht mehr schafften. Diesen Zeitraum hat die Autorin sehr berührend geschildert, aber nicht zu ausführlich, was auch nicht erforderlich war. Ich konnte mir bestens vorstellen, wie es der Familie damals ergangen ist.
Es folgten Kapitel über ihre Zeit in London und später in Amerika. Es war ein bewegtes Leben und leider entsprach es nicht immer den Vorstellungen von Audrey. Aber sie hat alles bestens gemeistert. Ich will hier natürlich nicht auf alles eingehen und eine Kurzfassung des Buches wiedergeben. Es sollte jeder selber nachlesen, wie es während der Dreharbeiten mit Gregory Peck in Rom war und und und.
Zwischendurch habe ich immer mal wieder weitere Informationen gesucht und mir angesehen. Zum Beispiel habe ich mir angehört, wie Audrey "Moon River" gesungen hat. 
Juliana Weinberg hat es geschafft und aus dem bewegten Leben von Audrey, gezielt Begebenheiten ausführlich geschildert oder nur kurz angeschnitten. Auf jeden Fall fühlte ich mich gut informiert und vor allem hat es mich oft berührt.


Fazit:
Egal ob dieses Buch nun im Genre Biografie oder Roman eingeordnet wird, es ist der Autorin sehr gut gelungen. Auf unterhaltsame Weise hat sie mir vieles über das Leben dieser besonderen Frau berichtet. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und gebe gerne fünf Sterne.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#AudreyHepburnundderGlanzderSterne #NetGalleyDE

Dienstag, 29. September 2020

Rezension - White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht


Autorin: Michelle Marly

Titel: White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht

Genre: Historisch, Biografie, Weihnachtsbuch

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 22. September 2020

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rütten & Loening


Über die Autorin:
Hinter Michelle Marly verbirgt sich die deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in der Welt des Kinos und der Musik aufwuchs. Durch ihren Vater, den Komponisten Michael Jary, entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft für französische Chansons. Lange Jahre lebte sie in Paris, heute wohnt sie mit Mann und Hund in Berlin und München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Dreaming of a White Christmas. 
Hollywood, Heiligabend 1937. Für den erfolgreichen Jazz-Komponisten Irving Berlin aus New York ist dieser Tag stets ein besonderer – er verbindet damit sein größtes Glück und gleichzeitig auch einen schweren Schicksalsschlag. Doch diesen Heiligabend muss Irving, zum ersten Mal getrennt von seiner Familie, unter der Sonne Kaliforniens verbringen. Voller Sehnsucht nach seiner Frau und den Kindern beginnt er an einem Song über die Weihnachtszeit zu arbeiten – und erfährt schließlich, dass auch in Hollywood ein Weihnachtswunder geschehen kann.


Meine Meinung:
In diesem Jahr hat das Lied "Dreaming of a White Christmas" das Rennen gewonnen. Es war das erste Weihnachtslied, welches ich hörte. Das lag natürlich an diesem tollen Buch von Michelle Marly. Hin und weg war ich nach dem Lesen. Ich habe mich natürlich noch mehr über Irvin Berlin informiert und stellte fest, dass ich einige der "alten" Lieder kannte. 
Bevor ich noch weiter abschweife, möchte ich auf dieses Buch eingehen. Ich finde es klasse, dass aus dem Leben berühmter Personen ein Zeitabschnitt und somit besondere Begebenheiten hervor gehoben werden. Ich gehe mal davon aus, dass dieses Lied jedem bekannt ist. Aber wer weiß schon, wann und wo das Lied komponiert wurde. Zumindest mir war es nicht bekannt und ich fand es ausgesprochen interessant, weil ich gleichzeitig auch vieles aus dem Leben von Irving Berlin erfahren konnte. 
Die Autorin hat zwei Zeitabschnitte gewählt. Weihnachten 1937 wurde das Lied geschrieben, denn Irving war weit entfernt von seiner Familie, die er sehr vermisste. Durch Rückblenden konnte ich erfahren, was Irving Berlin und seine künftige Frau Ellin Mackay alles durchmachen mussten, bevor sie endlich heiraten konnten. 
Michelle Marly ist es ein weiteres Mal gelungen, ein Buch zu schreiben, das nicht nur interessant ist sondern auch berührt und vor allem mich neugierig gemacht hat. Übrigens, den Film mit Bing Crosby kenne ich natürlich. 


Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das mich wirklich sehr begeistert hat. Sehr gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung ab und das Buch hat für mich mehr als fünf Sterne verdient. 

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 20. September 2020

Rezension - Träume aus Samt


Autorin: Ulrike Renk

Titel: Träume aus Samt

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 18. August 2020

Seiten: 576

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Taschenbuch




Über die Autorin:
Ulrike Renk, geboren 1967 in Detmold, zog ein paar Jahre später mit Eltern und Bruder nach Dortmund, wo sie auch die Schule besuchte. Studienaufenthalt in den USA, Studium der Anglistik, Literaturwissenschaften und Soziologie an der RWTH Aachen. Sie ist Mutter von vier Kindern. Heute lebt sie mit ihrem Mann, dem jüngsten Sohn, zwei Alaskan Malamute, drei ordinären Hauskatzen und zwei indischen Laufenten, in Krefeld am Niederrhein und arbeitet als freie Autorin. 


Kurzbeschreibung, übernommen:
August, 1940. Amerika soll für Ruth Meyer und ihre Familie das Land der Freiheit werden. Endlich haben sie es geschafft, aus Europa zu fliehen. Doch wird man sie als deutsche Juden in der Fremde willkommen heißen? Die Zeichen stehen zunächst nicht zum Besten. Kaum am Hafen angekommen fällt Ruths Vater auf Betrüger herein. In Chicago, der vorerst letzten Station ihrer Odyssee, versucht Ruth sich einzurichten und Arbeit zu finden. Immer sind ihre Gedanken bei ihren Verwandten, die in Deutschland zurückbleiben mussten. Bald aber hat sie noch andere Sorgen. Ein junger Mann wirbt um sie – leider ist er Soldat und muss in die Hölle des Krieges, der sie gerade entkommen ist.


Meine Meinung:
Inzwischen kenne ich Ruth Meyer und ihre Familie sehr gut. Ich durfte in den ersten drei Büchern lesen, was sie bisher erlebt hatten und was ihnen sonst noch widerfahren ist. Jetzt mit dem vierten Buch konnte ich die Familie nach Amerika begleiten. Schwere Zeiten lagen hinter ihnen und die Ungewissheit, wie es den Familienmitgliedern geht, die entweder nicht mitwollten oder sich zu spät entschieden hatten, machte ihnen sehr zu schaffen. Gleichzeitig müssen sich alle in Chicago einleben und dies ist ebenfalls nicht immer leicht. Ich fand es ausgesprochen interessant, die Familie zu begleiten. Denn die Autorin hat mir sehr viel Wissen vermitteln können. So lernte ich das Alltagsleben der Meyers kennen, konnte erfahren, was sich beruflich tat oder es mit der Weiterbildung fortschritt. Alte Gewohnheiten und neue Lebenseinstellungen, damit mussten alle fertig werden. 
Dank der Tagebücher von Ruth Meyer konnte die Autorin wahre Begebenheiten übernehmen. Es freute mich, dass Ruth mit ihrer Familie vieles erreicht hat. Natürlich gab es ebenfalls jede Menge bewegende und traurige Momente. So erging es damals leider sehr vielen. Wir denken heute vielleicht manches Mal, dass wir anders gehandelt hätten, aber das machen wir mit dem Wissen, das wir heute haben. Die Menschen damals hatten doch noch viele Hoffnungen. 
Ich finde es ganz toll, dass Ulrike Renk mit Hilfe der Tagebücher uns Lesern die damalige Zeit näher gebracht hat.


Fazit:
Ein gelungener Abschluss der Serie, die ich wirklich gerne empfehle. In diesem Fall sollte jeder auch die gesamte Buchreihe in der zeitlichen Reihenfolge lesen und nicht einzelne Bücher.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#TräumeausSamt #NetGalleyDE