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Mittwoch, 6. Oktober 2021

Rezension - Stürmische Weihnacht in Cornwall


 

Autor: Maxim Wahl

Titel: Stürmische Weihnacht in Cornwall

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 20. September 2021

Seiten: 254

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rütten & Loening



Über den Autor
Hinter Maxim Wahl verbirgt sich ein deutscher Bestsellerautor, der mit seinen zahlreichen Romanen auch international Aufmerksamkeit erregte. Für seine Stoffe sucht sich Maxim Wahl am liebsten große Schauplätze der europäischen Geschichte. Er lebt in Berlin und London, und am allerliebsten im Hotel Savoy. Im Aufbau Taschenbuch sind bisher „Das Savoy. Aufbruch einer Familie“, „Das Savoy. Schicksal einer Familie“ und "Das Savoy. Geheimnisse einer Familie", die ersten Bände seiner erfolgreichen Saga erschienen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Noch einmal möchte die hundertjährige Lady Virginia, Tochter des Earl Trevelyan, das Schloss ihrer Familie auf St. Michael's Mount besuchen. Mit ihrem Enkel reist sie zu der Gezeiteninsel, doch die steigende Flut verwehrt ihnen den Zutritt. Virginia erinnert sich an das Weihnachtsfest im Jahr 1899, als in einer Sturmnacht das Royal Heart, ein sagenumwobener Diamant, verschwand. Und als kurz darauf ein mysteriöser junger Butler auftauchte, brachte dieser Lady Virginias Gefühlswelt gehörig durcheinander ..


Meine Meinung:
Es ist wohl nicht immer erstrebenswert ein Schloss zu erben. Dieser Gedanke kam mir, als ich mit dem Lesen des Buches begonnen hatte. Zugig und kalt ist es auf dem Schloss. Kurz vor Weihnachten 1899 gab es schließlich auch noch nicht die ganzen Heizungen, die uns heutzutage verwöhnen.
Virginia würde als zweitgeborene Tochter des Earl Trevelyan das Schloss erben. Aber anscheinend ist es nicht dazu gekommen. Kurz vor ihrem hundertsten Geburtstag möchte Virginia noch einmal auf die Insel reisen. Ihr Lieblingsenkel Tim begleitet sie und natürlich ist er ebenso neugierig wie ich und möchte wissen, weshalb es nicht mehr ihr Schloss ist. Sie erzählt nun was damals vor vierundachtzig Jahren passiert ist. 
Ich fand es ausgesprochen interessant, denn ich erfuhr einiges über das damalige Leben: Eheschließungen, Bündnisse, Geheimnisse und einem ganz besonderen Herz. Maxim Wahl hat alles sehr fesselnd beschrieben und ich war mal wieder froh, dass ich zu Hause in meinem Lesesessel sitzen und das Buch lesen konnte, denn Sturm und Flut sorgten für einige Unannehmlichkeiten. Bedauert habe ich die letzte Handlung von Virginia, anders hätte sie etwas besseres erreichen können. 


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch, dessen Geschichte zur Weihnachtszeit passiert. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#stuermischeweihnachtincornwall #NetGalleyDE!

Sonntag, 4. Juli 2021

Rezension - Die Mutige


 
Autorin: Stephanie Marie Thornton

Titel: Die Mutige

Genre: Biografie, historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. April 2021

Seiten: 565

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ Rütten & Loening Aufbau Digital



Über die Autorin:
Stephanie Marie Thornton ist eine amerikanische Bestsellerautorin, die mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Alaska lebt. In ihren Romanen geht es stets um Frauen im Schatten der Geschichte Amerikas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Zuallererst bin ich eine Frau.“ – Ein großer Roman über Jackie Kennedy.
Gegen den Widerstand ihrer Familie löst die junge Jacqueline Bouvier ihre vielversprechende Verlobung. Dann trifft sie ihre große Liebe: John F. Kennedy. Das strahlend schöne Paar wird zum Symbol der Hoffnung des jungen Amerikas: Jackies Eleganz und ihr Charisma machen sie zum Vorbild der Frauen, zugleich ist die hochintelligente Journalistin Triebfeder der Karriere ihres Mannes. Doch die Ehe ist unglücklich, und das Leben als First Lady gerät zur Zerreißprobe für sie. Trotz allem kämpft sie um ihre Liebe zu JFK – bis zu jenem Tag in Dallas. Auf der Suche nach einer Zukunft für sich und ihre Kinder muss Jackie nun ihren eigenen Weg finden.
Die so intime wie mitreißende Geschichte einer Frau, die wie keine andere zur Ikone wurde.


Meine Meinung:
Zunächst hatte ich gezögert und überlegt, ob ich das Buch tatsächlich lesen möchte. Denn in einer anderen Biografie kam sie nicht so gut weg. Aber nun bin ich froh, dass ich auch diese gelesen habe. Es kommt tatsächlich immer darauf an, wer aus welcher Sicht das Buch schreibt.
Auf jeden Fall fand ich es ausgesprochen interessant, mehr über ihr Leben zu erfahren und vor allem, wie sie mit der Situation umgegangen ist, in Dallas neben ihrem Mann zu sitzen und alles mit ansehen zu müssen. Ganz bestimmt finde ich aus heutiger Sicht vieles nicht gut, wie manche Personen in ihrem Umfeld gedacht und gehandelt haben. Aber es war eben auch eine andere Zeit und Jackie kannte es nicht anders.
Die Autorin hat eine sehr lange Zeitspanne gewählt und so erfahren wir viel über die junge Jacqueline Bouvier und spätere Jackie Kennedy. Die Zeit als Mrs. Onassis wurde nicht ganz so ausführlich behandelt, aber das hat die meisten Leser wahrscheinlich auch weniger interessiert. Der Weg zur First Lady war interessanter.


Fazit:
Eine sehr interessante Biografie über Jackie Kennedy, ihr Leben mit allen Höhen und Tiefen. Sicherlich gibt es einige Leser, die es ebenfalls interessiert.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DieMutige #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Freitag, 5. März 2021

Rezension - Große Elbstrasse 7 - Liebe in dunkler Zeit

 
Autor: Wolf Serno

Titel: Große Elbstraße 7 - Liebe in dunkler Zeit

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 15. Februar 2021

erschienen: Taschenbuch 12. April 2021

Seiten: 552

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Digital eBook
Herausgeber : Rütten & Loening TB


Über den Autor:
Wolf Serno war, bevor er begann, Romane zu schreiben, viele Jahre erfolgreich als Werbetexter und als Dozent tätig. Mit „Der Wanderchirurg“ gelang ihm ein internationaler Bestseller. Er lebt mit seiner Frau und zwei Hunden in Hamburg und Nordjütland.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die große Hamburg-Saga. 
Jahre des Leids – Jahre der Liebe. 
In ihrem Haus an der Großen Elbstraße versucht Vicki zur Haiden der Not zu trotzen. Die Wirtschaftskrise Anfang der dreißiger Jahre trifft auch sie; zudem hat sie ihre Arbeit im Krankenhaus Eppendorf wegen einer Krankheit aufgeben müssen. Das Leben scheint nichts mehr für sie bereitzuhalten. Doch plötzlich kehrt ihr Bruder Benno mit seiner Tochter Florence aus New York zurück. Voller Eifer machen die drei sich daran, das alte Haus zu renovieren. Florence, die in den USA Medizin studiert hat, findet auch einen fähigen Architekten, in den sie sich obendrein verliebt. Doch Aron ist Jude, und auch in Hamburg kommen die Nazis mit aller Gewalt an die Macht.


Meine Meinung:
Ich finde es immer wieder interessant, etwas über das Leben in Deutschland zu erfahren. Was haben die Leute vor ca neunzig Jahren alles erlebt? Vieles ist bekannt, aber manches auch nicht und deshalb finde ich es gut, wenn die Erlebnisse in einem Roman verarbeitet werden und der Autor uns Lesern an dem Leben der Protagonisten teilhaben lässt. Ich mag nicht darüber nachdenken, wie ich mich damals entschieden hätte, aus heutiger Sicht kann ich zumindest nicht alle Entscheidungen nachvollziehen und gut finden. Aber so war es leider. Zum Glück hatten einige die Möglichkeit auszuwandern, andere leider nicht :( Nun, unverständlich, wie man aus einem sicheren Land wieder nach Hamburg übersiedelt. Aber viele haben damals auch die Gefahr nicht so recht erkannt oder nicht erkennen wollen. Wie auch immer, es war wirklich sehr fesselnd Flo und ihre Familie zu begleiten und durch sie vieles über Berufs- und Alltagsleben zu erfahren. Ganz besonders interessant fand ich es, dass ich die  Augenärztin Flo  begleiten konnte. Dadurch konnte ich sehr viel über ihre Arbeit erfahren.


Fazit:
Man muss das erste Buch nicht kennen, um dieses lesen zu können. Allerdings finde ich es immer wieder gut, wenn ich das vorherige Buch kenne. Hier gebe ich nun gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetgalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#GroßeElbstraße7LiebeindunklerZeit #NetGalleyDE

Sonntag, 25. Oktober 2020

Rezension - Ein Winter im Alten Land


Autorin: Julie Peters

Titel: Ein Winter im Alten Land

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 22. September 2020

Seiten: 330

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rütten & Loening




Über die Autorin:
Julie Peters, Jahrgang 1979, war Buchhändlerin und studierte Geschichte, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin und Übersetzerin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Winterzauber und Honigduft. Hamburg im Winter: Die Ärztin Bea achtet darauf, niemanden an sich heranzulassen. Als eine alte Patientin verschwindet und nur ein Tagebuch zurücklässt, lernt sie deren Neffen Tom kennen, der die Imkerei seiner Tante übernommen hat, sich aber nur wenig um die schlafenden Bienenvölker kümmert. Dann entdeckt Bea im Tagebuch seiner Tante den Hinweis darauf, dass die Population von einer gefährlichen Krankheit bedroht ist. Jetzt muss schon ein Weihnachtswunder passieren, um sie zu retten. Doch Tom und Bea geben nicht auf, und bei dem gemeinsamen Kampf um die Bienen kommen die beiden sich näher ...


Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Ein Sommer im Alten Land" gelesen hatte, war mir klar, dass ich auch wissen will, was dort im Winter passiert. Diesmal stand Bea im Vordergrund und was sehr wichtig ist, es ging auch um Bienen, die in vieler Hinsicht nützlich für uns sind.
Bea arbeitet als Ärztin in einer Klinik und lernt dort Grete kennen. Ihr Neffe Tom soll sich während ihrer Abwesenheit um die Bienen kümmern, was ihm allerdings nicht so recht gelingt. Nun, es ist manchmal schwierig, wenn man die Erfahrungen der älteren nicht annehmen will und meint, alles besser zu wissen. Beas Interesse wird geweckt und sie steckt auf einmal mittendrin im Abenteuer Bienen und Honig.
Julie Peters hat mir nicht nur einiges an Wissen über Bienen vermittelt, sie hat auch die Stimmung der Adventszeit eingefangen. Von hektisch bis gemütlich war alles dabei. Die Beteiligten haben ich fast alle in mein Leserherz geschlossen und war sehr gespannt, wie sich alles entwickeln würde. 
Die Autorin hat das erwähnte Wissen durch Tagebucheintragungen an mich weiter gegeben. Es gab immer wieder, während des Alltagsgeschehens um Bea und Tom, Kapitel mit Auszügen aus dem Tagebuch von Grete. Grete gab uns allen ein Rätsel auf, natürlich werde ich hier nicht mehr dazu verraten. Auf jeden Fall fühlte ich mich gut unterhalten und habe das Buch zügig durchgelesen. 


Fazit:
 Nun war ich im Sommer und im Winter im Alten Land, ich habe Alix und Bea kennen gelernt. Ich würde mich freuen, wenn ich dort auch zu den anderen Jahreszeiten sein könnte. Gerne gebe ich für das Winter-Buch eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 29. September 2020

Rezension - White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht


Autorin: Michelle Marly

Titel: White Christmas - Das Lied der weißen Weihnacht

Genre: Historisch, Biografie, Weihnachtsbuch

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 22. September 2020

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rütten & Loening


Über die Autorin:
Hinter Michelle Marly verbirgt sich die deutsche Bestsellerautorin Micaela Jary, die in der Welt des Kinos und der Musik aufwuchs. Durch ihren Vater, den Komponisten Michael Jary, entdeckte sie schon früh ihre Leidenschaft für französische Chansons. Lange Jahre lebte sie in Paris, heute wohnt sie mit Mann und Hund in Berlin und München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Dreaming of a White Christmas. 
Hollywood, Heiligabend 1937. Für den erfolgreichen Jazz-Komponisten Irving Berlin aus New York ist dieser Tag stets ein besonderer – er verbindet damit sein größtes Glück und gleichzeitig auch einen schweren Schicksalsschlag. Doch diesen Heiligabend muss Irving, zum ersten Mal getrennt von seiner Familie, unter der Sonne Kaliforniens verbringen. Voller Sehnsucht nach seiner Frau und den Kindern beginnt er an einem Song über die Weihnachtszeit zu arbeiten – und erfährt schließlich, dass auch in Hollywood ein Weihnachtswunder geschehen kann.


Meine Meinung:
In diesem Jahr hat das Lied "Dreaming of a White Christmas" das Rennen gewonnen. Es war das erste Weihnachtslied, welches ich hörte. Das lag natürlich an diesem tollen Buch von Michelle Marly. Hin und weg war ich nach dem Lesen. Ich habe mich natürlich noch mehr über Irvin Berlin informiert und stellte fest, dass ich einige der "alten" Lieder kannte. 
Bevor ich noch weiter abschweife, möchte ich auf dieses Buch eingehen. Ich finde es klasse, dass aus dem Leben berühmter Personen ein Zeitabschnitt und somit besondere Begebenheiten hervor gehoben werden. Ich gehe mal davon aus, dass dieses Lied jedem bekannt ist. Aber wer weiß schon, wann und wo das Lied komponiert wurde. Zumindest mir war es nicht bekannt und ich fand es ausgesprochen interessant, weil ich gleichzeitig auch vieles aus dem Leben von Irving Berlin erfahren konnte. 
Die Autorin hat zwei Zeitabschnitte gewählt. Weihnachten 1937 wurde das Lied geschrieben, denn Irving war weit entfernt von seiner Familie, die er sehr vermisste. Durch Rückblenden konnte ich erfahren, was Irving Berlin und seine künftige Frau Ellin Mackay alles durchmachen mussten, bevor sie endlich heiraten konnten. 
Michelle Marly ist es ein weiteres Mal gelungen, ein Buch zu schreiben, das nicht nur interessant ist sondern auch berührt und vor allem mich neugierig gemacht hat. Übrigens, den Film mit Bing Crosby kenne ich natürlich. 


Fazit:
Ein wunderschönes Buch, das mich wirklich sehr begeistert hat. Sehr gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung ab und das Buch hat für mich mehr als fünf Sterne verdient. 

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 13. April 2020

Rezension - Die Bilder unseres Lebens


Autorin: Ines Thorn

Titel: Die Bilder unseres Lebens

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. März 2020

Seiten: 427

Altersempfehlung: Erwachsene

Seiten Verlag: Rütten & Loening




Über die Autorin:
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Heute arbeitet sie als freie Autorin und hat bereits zahlreiche erfolgreiche historische Romane veröffentlicht. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mit Leidenschaft hat die Familie Lindemann das Kino „Die Schauburg“ in Leipzig betrieben. Bis sie nach dem Krieg enteignet wird. Besonders Mutter Ursula fällt es schwer, sich an die Vorgaben der neuen Machthaber zu halten. Ihr Mann Gerhard kommt versehrt von der Front zurück und versucht mühsam, wieder ins Leben zu finden. Auch ihre Tochter Sigrid, die sich kaum an Friedenszeiten erinnern kann, ist verunsichert. Ob die Ausbildung zur Lehrerin das Richtige für sie ist? Nur Stefan, der Sohn, hält an seinem alten Traum fest. Und um Filme machen zu können, beschließt er sogar, die Heimat hinter sich zu lassen und nach West-Berlin zu gehen. Schon bald merken die Lindemanns, wie schwer es ist, familiäre Bande aufrechtzuerhalten, wenn man getrennt ist durch den Eisernen Vorhang.


Meine Meinung:
Von Ines Thorn habe ich schon einige Bücher gelesen und deshalb freute ich mich, dass sie ein weiteres geschrieben hat. Zumal mich die Kurzbeschreibung auch sehr neugierig machte.
Nun bin ich hin und her gerissen und überlege, wie ich meine Rezension schreiben soll. Zum einen bin ich dankbar, dass sie zu diesem umfassenden Thema keine Trilogie geschrieben hat, zum anderen ging mir einiges zu schnell. Denn Jahre wurden übersprungen und mir kam manches wie eine Aufzählung vor.
Interessant und informativ waren die Schilderungen über das Leben nach dem Krieg und ganz besonders in der damals so genannten Ostzone. Die meisten Bücher beschreiben ja, wie der Wiederaufbau im Westen vor sich ging.
Da ich mich persönlich sehr gut an vieles, was die DDR betrifft, erinnern kann, waren meine Erwartungen an das Buch sehr hoch. Schließlich hatte ich Verwandte in dem Teil Deutschlands und war auch öfter dort zu Besuch. Aber viele hatten so gar keine Verbindungen und blieben meist unwissend. Deshalb finde ich es gut, dass die Autorin dieses Buch geschrieben hat und vielen klar wird, wie unterschiedlich das Leben in den beiden Hälften ablief.
Die Geschichte der Familie Lindemann beginnt nach dem Krieg und endet im Jahr der Maueröffnung. Ein roter Faden ist natürlich das Kino, dass vieles wiederspiegelt, was das Zeitgeschehen betrifft. Natürlich kommt das Alltagsleben mit allem Drum und Dran ebenfalls nicht zu kurz und als später Stefan Lindemann in den Westen flieht, wird klar, welche Auswirkungen das auf die Familie hat. Aber ich will hier nun nicht weiter auf den Inhalt des Buches eingehen.


Fazit:
Ein Teil der deutschen Geschichte wird in diesem Buch behandelt. Sehr interessant und informativ.  Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



#DieBilderunseresLebens #NetGalleyDE

Montag, 16. März 2020

Rezension - Ein Sommer im alten Land



Autorin: Julie Peters

Titel: Ein Sommer im Alten Land

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. März 2020

Seiten: 318

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening



Über die Autorin:
Julie Peters, Jahrgang 1979, war Buchhändlerin und studierte Geschichte, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin und Übersetzerin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Der Duft von Apfelblüten. Alix ist Parfümeurin, aber nach einem Unfall kann sie ihren Beruf nicht mehr ausüben. Als es auch noch in ihrer Beziehung kriselt, flieht sie in die Provence. Doch in Grasse, der Stadt der Düfte, erinnert sie zu viel an das, was sie verloren hat. Da kommt die Einladung ihrer Tante auf den Apfelhof im Alten Land mehr als recht. Könnte sie hier nicht eine Seifenmanufaktur errichten – wie in Südfrankreich? Ihre Tante ist alles andere als begeistert, außerdem steht der Hof kurz vor dem Ruin. Nur der benachbarte Ökobauer Johann unterstützt ihre Ideen, oder hat er mit dem Apfelhof ganz eigene Pläne?


Meine Meinung:
Da ich vor einer Ewigkeit mal im Alten Land war, was mir sehr gut gefallen hat, hatte ich große Lust darauf, dieses Buch zu lesen. Gerade jetzt zu dieser Zeit, wo so langsam alles wieder grün wird und die ersten Blüten an Bäumen bewundert werden können, stelle ich es mir wunderschön vor, wenn ich ganz viele Apfelbäume in voller Blüte da stehen.
Bis Alix, die Protagonistin das so richtig genießen kann, vergeht allerdings eine Zeit. Denn durch einen Unfall hat die Parfümeurin ihren Geruchssinn verloren. Das stelle ich mir wirklich sehr schlimm vor. Denn jeder, der schon mal eine verschnupfte Nase hatte, kennt das. Aber auf Dauer nichts riechen zu können? Schrecklich!
Nun, auf jeden Fall findet Alix den Weg auf den Apfelhof ihrer Großtante und schöpft neue Hoffnung. Die Autorin hat es dann auch wunderbar beschrieben und uns teilhaben lassen an allem, was Alix bewegt und passiert. Ich empfand die Geschichte ganz angenehm zu lesen. Allerdings konnte ich nicht immer die Handlungen von ihr verstehen und gut heißen. Ich wünschte mir sehr eine bestimmte Entwicklung der Geschichte und war fast versucht, mal schnell hinten nachzulesen, wie das Buch endet. Aber ich konnte mich zurückhalten und wurde dafür auch belohnt. Zu meiner Zufriedenheit endete alles so, wie ich es mir gewünscht hatte.


Fazit:
Eine nette Geschichte, die allerdings nicht unbedingt im Sommer gelesen werden muss ;) Wer also nach leichter Unterhaltung für Zwischendurch sucht, wird hier wohl das richtige finden.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



#EinSommerimAltenLand #NetGalleyDE

Dienstag, 18. Februar 2020

Rezension - Die Spionin


Autorin: Imogen Kealey

Titel: Die Spionin

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 18. Februar 2020

Seiten: 457

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening




Über die Autoren:
Imogen Kealey ist das gemeinsame Pseudonym des Drehbuchautors Darby Kealey und der Autorin historischer Romane Imogen Robertson. Kealey lebt als Autor und Producer in Los Angeles. Neben der hochgelobten Serie „The Patriots“ hat er zahlreiche Kino- und TV-Drehbücher geschrieben. Imogen lehrte in Cambridge und lebt heute in London. Ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet. "Die Spionin" ist ihr erster gemeinsamer Roman und wird zurzeit mit Oscar-Preisträgerin Anne Hathaway verfilmt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Geschichte, die keiner kennt: ein einmalig fesselnder Roman über eine der faszinierendsten und dennoch kaum bekannten Heldinnen der jüngeren Geschichte: Nancy Wake. Für die Alliierten ist sie ihre beste Agentin, eine gefürchtete Kämpferin, die ihre Gegner mit einem Handschlag zu töten vermag.
Für die Nazis ist sie die meistgesuchte Person Frankreichs, ein gefürchtetes Phantom, auf dessen Kopf fünf Millionen Francs ausgesetzt sind. Ihr Name ist Nancy Wake - und sie kämpft für die Liebe.
Marseille, 1940: Nancy und Henri lieben sich und genießen ihr mondänes Leben. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und fortan riskiert Nancy ihr Leben für die Résistance. Ihre Schönheit und ihre glamouröse Erscheinung werden zur besten Tarnung der "Weißen Maus", auf die ein Millionenkopfgeld ausgesetzt ist – denn die Nazis vermuten in ihr stets einen Mann. Schließlich wird Henri verhaftet. Nancy entkommt nach England, wo sie zur Geheimagentin ausgebildet wird. Per Fallschirm gelangt sie zurück in die Wälder der Auvergne und übernimmt das Kommando über 7.000 Partisanen. An der Seite ihrer Männer kämpft Nancy blutige Schlachten gegen die Deutschen – ihr gefangener Mann gerät indes in immer größere Gefahr.


Meine Meinung:
Historische Romane lese ich bekannterweise sehr gerne. Wenn in dem Buch von einer Person erzählt wird, die tatsächlich gelebt hat und die als Spionin tätig war, muss ich nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch lesen will.
Nancy Wake war zunächst in der Résistance tätig, bevor sie fliehen musste. Als englische Spionin kam sie zurück. Von den Deutschen gesucht und gejagt, riskierte Nancy sehr viel. Aber sie konnte nicht anders. Ihr war es nicht möglich, die Hände in den Schoss zu legen und auf ein Kriegsende zu warten. Naja, es hätte vielleicht noch andere Möglichkeiten gegeben, sie wählte das große Risiko. Aber wir heute können gut reden, glücklicherweise befanden wir uns niemals in solch einer Situation und so soll es auch bleiben. Auf jeden Fall fand ich ihre Geschichte ungemein fesselnd. Beiden Autoren ist ein sehr gutes Buch gelungen, das man schwer aus der Hand legen kann. Wir wissen zwar alle, dass Nancy überlebt hat, aber was ihr alles passiert ist, liest sich wie ein spannender Krimi.


Fazit:
Ein Leben geprägt von großen Ereignissen, die die Welt betraf. Sehr gut recherchiert und beschrieben. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DieSpionin #NetGalleyDE

Dienstag, 7. Januar 2020

Rezension - Große Elbstraße 7


Autor: Wolf Serno

Titel: Große Elbstraße 7

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. September 2019

Seiten: 473

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening




Über den Autor:
Wolf Serno war, bevor er begann, Romane zu schreiben, viele Jahre erfolgreich als Werbetexter und als Dozent tätig. Mit „Der Wanderchirurg“ gelang ihm ein internationaler Bestseller. Er lebt mit seiner Frau und zwei Hunden in Hamburg und Nordjütland.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hamburg, Ende des 19. Jahrhunderts. Eigentlich soll Vicki zur Haiden in Lübeck das Lehrerinnenseminar besuchen, doch sie hält die Enge dort nicht aus. Heimlich kehrt sie nach Hamburg zurück – ausgerechnet als in den ärmeren Vierteln die Cholera ausbricht. Mit dem jungen, am Krankenhaus in Ungnade gefallenen Arzt Johannes Dreyer tut sie alles, um den Erkrankten zu helfen. Bis ihr Vater, der Chefarzt am Neuen Krankenhaus Eppendorf, ihr plötzlich gegenübersteht. Er verbietet seiner rebellischen Tochter den Umgang mit dem eigenwilligen Doktor. Doch Vicki hat sich längst in ihn verliebt und beschlossen, ihr eigenes Leben zu leben ...


Meine Meinung:
Da ich sehr gerne historische Bücher lese, war mir klar, dass ich dieses lesen wollte, zumal die Geschichte in Hamburg angesiedelt wurde.
So lernte ich Vicki zur Haiden kennen, die, wie so viele Frauen der damaligen Zeit, unzufrieden mit den gesellschaftlichen Zwängen war und sich ein anderes Leben als von ihren Eltern geplant, vorstellte. Soweit war es für mich jetzt nichts neues und besonderes. Aber ich konnte vieles über Hamburg und die Cholera erfahren. Ich begleitete Vicki bei ihren Vorhaben, was ich sehr interessant fand, weil ich dadurch weitere Leute mit besonderen Charakteren kennen lernte, die typisch den Zeitgeist wiedergaben. Natürlich wollte ich wissen, wie sich alles für Vicki entwickelt und war dann auch mit dem Ende sehr zufrieden.


Fazit:
Ein Stück Hamburger Geschichte, sehr gut mit dem Leben der Protagonistin verknüpft. So konnte ich wieder einiges interessantes erfahren.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#GroßeElbstraße7 #NetGalleyDE

Montag, 5. August 2019

Rezension - Der Horizont der Freiheit



Autorin: Ines Thorn

Titel: Der Horizont der Freiheit

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. März 2019

Seiten: 392

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening



Über die Autorin:
Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Heute arbeitet sie als freie Autorin und hat bereits zahlreiche erfolgreiche historische Romane veröffentlicht. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Frau in den Wirren der Revolution. 
Frankfurt 1848. Die Stadt ist in heller Aufregung. Die Nationalversammlung tagt in der Paulskirche. Auch der Verleger Joseph Rütten wird von dieser Aufbruchsstimmung angesteckt. Mit seinem Geschäftspartner Zacharias Löwenthal möchte er all die wesentlichen Texte drucken, um die Revolution zu befördern – allen voran den Roman »Wally – die Zweiflerin « von Gutzkow. Doch seinen Verlag plagen nicht nur Probleme mit der Zensur, sondern zudem große Geldsorgen. Und er ist verliebt – in Wilhelmine Pfaff, die Witwe eines Druckers. Die revolutionäre Atmosphäre in der Stadt droht umzuschlagen. Zwei Delegierte werden ermordet – und bald hat die Obrigkeit eine Verdächtige gefunden: Henriette Zobel, eine Freiheitskämpferin und Wilhelmines beste Freundin.


Meine Meinung:
Voriges Jahr habe ich die Gelegenheit und genutzt und habe mir einen Tag vor der Buchmesse unter anderem die Frankfurter Paulskirche angesehen, Ich wusste ja, dass dort so richtig Geschichte gemacht wurde und deshalb war ich nun ganz besonders neugierig auf dieses Buch.
Ich lernte erfundene Personen kennen, aber auch einige, die damals so richtig dabei waren und alles hautnah mitbekamen. Die Autorin hat alle Figuren wunderbar miteinander verbunden und ein spannendes und informatives Buch geschrieben. So mag ich Geschichte, ich fühlte mich bestens unterhalten und war so sehr mit allem verbunden, als wäre ich mittendrin und dabei gewesen. Ich fand es ungemein interessant, was die Drucker und Verleger damals alles so erleben mussten. Gleichzeitig erlebte ich den Beginn des Verlages in dem dieses Buch erschienen ist.  Wer nun mehr wissen möchte, sollte das Buch lesen, denn ich werde nicht weiter auf den Inhalt eingehen und etwas verraten.


Fazit:
Die Autorin hat es bestens verstanden, Spannung, geschichtliches, Alltagsleben  und etwas Romanze miteinander zu verbinden. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#DerHorizonDerFreiheit  #NetGallyDe

Montag, 22. Oktober 2018

Rezension - Das Café der kleinen Kostbarkeiten


Autor: Jan Steinbach

Titel: Das Café der kleinen Kostbarkeiten

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und gebundenes Buch

erschienen: 14. September 2018

Seiten: 234

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening




Über den Autor:
Jan Steinbach, geboren 1973, ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Schriftstellers, der bei einer Reise an die Ostsee seine Leidenschaft für Lübeck und Travemünde entdeckte. Inspiriert von Marzipan und Weihnachtszauber entstand die Idee für diese weihnachtliche Liebesgeschichte.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Auf der Flucht vor der Trauer um ihren verstorbenen Mann reist Luise nach Lübeck. Hier will sie Weihnachten verbringen. Sie, die selbst leidenschaftlich backt, lernt den Marzipanbäcker Ludwig kennen, dem die Schließung seines Cafés droht. Doch mit Luises Hilfe gelingt es ihm, den Betrieb vorerst aufrechtzuerhalten. Und über köstlichen Backwaren aus Marzipan und dem Duft von Zimt und Vanille geschieht, womit keiner der beiden gerechnet hätte – sie verlieben sich. Packen wir dieses Glück, Luise, und halten es fest, meint Ludwig. Doch sie scheut den Neuanfang, und es bedarf erst eines kleinen Weihnachtswunders, bis die beiden sich auf ihre junge Liebe einzulassen wagen.


Meine Meinung:
Ich bin immer wieder gerne in Lübeck und am liebsten wäre ich mit Luise durch die Gassen spaziert und hätte mit ihr einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt getrunken. Aber ich hätte auch zu gerne dieses kleine gemütliche Café kennen gelernt. Wovon ich rede?  Na, von dem Café der Köstlichkeiten, wohin mich der Autor entführt hat. Aber nicht nur das, er hat mich hervorragend mit der Geschichte unterhalten, in der Luise und Ludwig die Protagonisten sind. Beide schon über sechzig Jahre alt. Jüngere Leute finden das vielleicht furchtbar alt, aber wenn man selber in die Jahre gekommen ist, dann sieht man es anders. Ich war mal wieder so mittendrin im Geschehen, dass ich mich furchtbar über die Einstellung einer gewissen Person aufgeregt habe und hoffte wirklich, dass Luise den richtigen Weg wählt. Was die beiden alles erlebt haben hat der Autor sehr gut beschrieben und ich verrate ja nicht viel vom Inhalt, möchte aber erwähnen, dass ich mit dem Ende dann sehr zufrieden war.
Das Cover ist ein wunderbarer Hingucker, schon da kommt der Wunsch auf, genau diese Gasse zu durchqueren. Das Format ist klein und handlich und auch hier denke ich, dass es sich wunderbar zum Verschenken für die Adventszeit eignet.

Fazit:
Eine wunderschöne Geschichte für die Advents- und Weihnachtszeit. Man fühlt sich versetzt in die schöne Hansestadt und sieht romantische Weihnachtsmärkte, die Hektik bleibt einfach mal außen vor. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.


Beim Verlag möchte ich mich gerne für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Werbung #Weihnachtsbuch

Sonntag, 17. Juni 2018

Rezension - Willems letzte Reise



Autor: Jan Steinbach

Titel: Willems letzte Reise

Genre: Roman

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 13. April 2018

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening



Über den Autor:
Jan Steinbach, geboren 1973, ist das Pseudonym eines erfolgreichen deutschen Schriftstellers, der auf einem Bauernhof nahe der niederländischen Grenze aufgewachsen ist. Nach vielen Jahren, die er beruflich in Berlin zugebracht hat, verlebte er einen Sommer in seiner alten Heimat, wo zwischen Wiesen und Kuhställen die Idee für den vorliegenden Roman entstand. »Willems letzte Reise« ist sein erster Roman als Jan Steinbach.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn du noch einmal die Gelegenheit hast, das Richtige zu tun.
Einsam und mit seiner Familie zerstritten, lebt der alte Willem auf seinem Bauernhof in Ostfriesland. Dann bringt seine Tochter ungefragt ihren Sohn Finn bei ihm unter, weil sie sich wegen ihrer Trennung nicht anders zu helfen weiß. Und sosehr sich der knurrige alte Mann auch dagegen wehrt – der bezaubernde kleine Junge erobert sein Herz. Ausgerechnet jetzt erhält Willem eine fatale Nachricht. Aber um ein Versprechen zu erfüllen, das er Finn gegeben hat, begibt er sich mit seinem alten Traktor auf eine Reise quer durch Deutschland. Schon bald wird jedoch klar, dass Willem nicht mehr lange drum herumkommen wird, sich seinen Fehlern von damals zu stellen.


Meine Meinung:
Wie es bei mir ja öfter vorkommt, hier hat das Buchcover mich mal wieder verführt und ich wurde auf das Buch aufmerksam. Ein schwebender alter Trecker macht neugierig und der Titel lässt ahnen, dass es nicht unbedingt ein humorvolles Buch sein wird. Aber ich wollte es gerne lesen und kann jetzt schreiben, dass es mich schon sehr berührt hat.
Willem, seit langer Zeit verwitwet, lebt einsam auf seinem Hof und muss einige Entscheidungen treffen. Mit seinen wenigen Milchkühen kann er nicht in Konkurrenz mit großen Höfen treten. Als seine Tochter ihren Sohn immer öfter zu ihm bringt, muss er auch hier aus seinem Trott heraus kommen und sich entscheiden, was er mit dem Jungen unternimmt. Dabei spielt der alte Trecker eine sehr wichtige Rolle.
Ich als Leserin darf Willem und seinen Enkel Finn begleiten, ich erfahre, was die beiden vorhaben und wie sie die große Reise vorbereiten, von der Willem ahnt, dass es seine letzte sein wird. Willem und Finn habe ich dann auch in mein Leserherz geschlossen, was ich von Finns Eltern nicht unbedingt behaupten kann. Aber ich will, wie immer, nicht zuviel vom Inhalt verraten. Auf jeden Fall hat mich die Geschichte aller Beteiligten sehr bewegt. Durch Rückblenden, die geschickt und  kapitelweise eingefügt wurden, habe ich erfahren, wie es zu vielen Situationen kam, mit denen heute die Familienmitglieder noch hadern.
Auf jeden Fall fand ich die Reise von Willem sehr interessant, die für ihn auch sehr abenteuerlich war. Und was soll ich sagen, ja nachdem, wie man es betrachtet, hatte alles dann auch ein gutes Ende.


Fazit:
Wer sein Wissen über Traktoren erweitern und nebenbei eine Familie eine Weile begleiten möchte, sollte dieses Buch lesen. Aber es ist auch sehr interessant, wenn man jetzt nicht unbedingt sein Traktorenwissen erweitern will 😉mir hat es gefallen und ich gebe auch gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 11. November 2017

Rezension - Für immer Weihnachten


Autorin: Linda Winterberg

Titel: Für immer Weihnachten

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 15. September 2017

Seiten: 192

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening




Linda Winterberg ist das Pseudonym der Autorin Nicole Steyer. Sie ist in Rosenheim aufgewachsen und begann schon im Alter von acht Jahren damit, sich die ersten Geschichten auszudenken und niederzuschreiben. Im Jahr 2001 zog sie der Liebe wegen in das beschauliche Taunusstädtchen Idstein, wo sie bis heute mit ihrer Familie lebt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frankfurt 1951: Eva hat ihren Mann im Krieg verloren. Ihre kleine Tochter Lotte wurde beim Spielen auf einem Trümmergrundstück verletzt und humpelt seitdem. Nun hofft Eva auf einen Neuanfang mit Paul, aber auch ihn lassen die Erlebnisse des Krieges nicht los, und seine wütenden Ausbrüche machen ihrer Tochter Angst. Doch dann begegnet Lotte einem Zwergesel, der ihr Leben auf den Kopf stellen wird. Mit seiner Hilfe erleben die drei Verlorenen ihr ganz persönliches Weihnachtswunder und schaffen es, das Leid der Vergangenheit zu überwinden – und eine Familie zu werden.


Meine Meinung:
Das ist jetzt mal wieder ein Buch, das mich sehr berührt hat. Hier kann ich auch endlich mal verstehen, warum jemand nicht unbedingt Weihnachten feiern möchte.
Weihnachten 1951, vieles erinnert noch an den Krieg, es gibt noch nicht genügend bezahlbare Wohnungen und auch nicht ausreichend Arbeitsplätze. Viele haben schlimme Erinnerungen an Weihnachten während der Kriegsjahre, was es einem zusätzlich zu den anderen Erinnerungen nicht leicht macht. Nun denkt nicht, es wäre ein zu trauriges Buch, nein, es ist eine Geschichte, die ich sehr gerne gelesen habe.
Lotte hat es mit ihrem kaputten Knie nicht leicht, die anderen Kinder ärgern sie. Ihre Mutter hat zwar Arbeit, aber viel verdient sie nicht und Paul, der künftige Stiefvater von Lotte verhält sich äußerst merkwürdig, je näher Weihnachten kommt. Da kann wirklich nur ein Wunder helfen, diesmal ist es ein kleiner Esel.
Mir hat es sehr viel Freude bereitet, als ich lesen konnte, was Lotte alles mit dem Esel unternimmt. Natürlich werde ich hier nichts verraten.
Die Autorin hat mich mit diesem Buch auch nachdenklich gemacht, solange ist es ja noch nicht her, aber selten denken wir daran, wie Weihnachten Anfang der 50er Jahre gefeiert wurde. Sie hat mich nun wieder daran erinnert.

Das Buchcover passt hervorragend zum Inhalt des Buches und hat mir sehr gut gefallen.

Fazit:
Wer mal nach einem etwas anderen Weihnachtsbuch sucht und etwas berührendes lesen möchte, dem empfehle ich diese Buch sehr gerne.


Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Rezension - Ein Weihnachtslicht über Sylt


Autorin: Ines Thorn

Titel: Ein Weihnachtslicht über Sylt

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. September 2017

Seiten: 176

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening




Die Autorin Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.


Kurzbeschreibung:
Adventszeit - eine stimmungsvolle Zeit. Wunschzettel werden geschrieben, Plätzchen werden gebacken und ... unvorhergesehene Ereignisse werfen einige Pläne über dem Haufen. Malte,  seit zwei Jahren verwitwet, versucht seinen Kindern eine schöne unbeschwerte Zeit zu geben. Aber die Kinder sehnen sich trotzdem nach einer Mutter. Da kommt die Idee gerade zur rechten Zeit und es wird ein entsprechender Wunschzettel geschrieben. Papa Malte soll das ja nicht wissen, deshalb wird Ole, der Postbote, gebeten, den Brief weiterzuleiten. Ob Ole da helfen kann?


Meine Meinung:
Gerade im Advent und zur Weihnachtszeit werden gerne Bücher gelesen, wo Gefühle und Wünsche eine große Rolle spielen.

Malte und seine Kinder hatte ich sehr schnell in mein Leserherz geschlossen und wünschte ihnen, dass ihre Wünsche erfüllt werden können. Wobei es zunächst die ganz normalen Wünsche waren, wie zum Beispiel ein Hund 😉 erst später kam der Wunsch nach einer neuen Mutter auf.  So ein Wunsch lässt sich ja nicht besonders leicht erfüllen, zumal zwei Kandidatinnen zur Verfügung standen.

Ich war gespannt und hatte meine Favoritin längst gewählt und ich denke die Kinder waren ebenfalls meiner Meinung.

Ines Thorn hat sehr liebevoll geschildert, wie schön es selbst in einer kleinen Familie im Advent zu gehen kann. Es hat mir sehr großen Spaß bereitet, die Kinder zu begleiten und mit dem Ende war ich dann sehr zu frieden.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und zu gerne würde ich jetzt in diesem Haus sitzen, nachdem ich einen Spaziergang mit Kind und Kegel im Schnee gemacht habe.


Fazit:
Ein Wohlfühlbuch, das gerne im Winter gelesen wird. Natürlich kann es auch zu jeder anderen Jahreszeit gelesen werden, aber es passt einfach besser zum Dezember.


Dieses Buch habe ich als Gastrezensentin gelesen, zur Verfügung gestellt wurde es mir von Claudias Bücherregal

Donnerstag, 8. Juni 2017

Rezension - Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine


Autorin: Rebecca Raisin

Titel: Mein zauberhafter Buchladen am Ufer der Seine

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. April 2017

Seiten: 321

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau-Verlag Rütten & Loening




Rebecca Raisin ist eine wahre Bücherliebhaberin, und sie war schon immer verrückt nach guten Geschichten – vor allem natürlich nach Liebesgeschichten, die sie mit viel Herz und großem Erfolg schreibt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wo liegt das Glück, wenn nicht in Paris?
Buchhandlungen sind magische Orte, an denen manch einer ganz neue Wege für sein Leben zu entdecken vermag. Das zumindest findet die junge Buchhändlerin Sarah. Doch ihr kleiner, aber feiner Laden in der amerikanischen Provinz ist alles andere als eine Goldgrube und hilft ihr auch nicht weiter bei ihrem komplizierten Liebesleben. Als ihre Freundin Sophie sie bittet, für eine Weile ihren Buchladen am Ufer der Seine zu übernehmen, zögert Sarah nicht lange. Doch dort erwartet sie alles andere als la vie en rose, und Sarah muss erst die Geheimnisse der französischen Bücherfreunde verstehen, um den unvergleichlichen Zauber von Paris entdecken zu können …



Meine Meinung:
Bei diesem Buch war das wunderschöne Cover schuld, dass ich darauf aufmerksam wurde und das mich neugierig machte. Zu gerne würde ich in diesem Laden mal stöbern. Leider ist es mir nicht möglich, denn der Buchladen befindet sich in Paris und ich bezweifele, dass ich dort passende Lektüre finden werde. Also wollte ich zumindest mit Hilfe dieses Buches nach Paris reisen und den Buchladen finden.
Zunächst lernte ich allerdings Sophie und Sarah kennen, die eine lebt in der Weltstadt Paris und die andere in der Provinz in den USA. Jede hat einen Buchladen, der auf unterschiedliche Weise geführt wird.
Sarah in den USA hat einen kleinen verträumten Buchladen, der wenig Umsatz bietet, was mich ehrlich gesagt nicht wundert.
Sophies Laden in Paris ist wesentlich größer und da ist so richtig was los. Beide wollen aus den verschiedensten Gründen ihr Leben und die Läden tauschen.
Was Sophie in den USA so erlebt, erfahre ich nur am Rande. Dafür darf ich Sarah beobachten, wie sie mit den für sie ungewohnten Problemen im Laden fertig werden muss und wie sie Geheimnisse in Paris kennen lernt.
Interessant fand ich das alles schon, obwohl ich manchmal über die Zustände, mit denen Sarah klar kommen musste, den Kopf schütteln konnte. Aber ich will hier jetzt nicht weiter auf den Inhalt des Buches eingehen. Auf jeden Fall hat es mich gut unterhalten, es war eine nette Abwechslung zu meinen Krimis und historischen Büchern.


Fazit:
Wer gerne wissen möchte, was Buchhändlerinnen alles so erleben, der wird vielleicht Gefallen an diesem Buch finden. Es ist ganz nett erzählt, beinhaltet viele Träumereien, die allerdings nicht immer ins wirkliche Leben passen. 

Ich möchte mich bei dem Verlag und NetGalley vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Samstag, 15. Oktober 2016

Rezension - Ein Stern über Sylt



Autorin: Ines Thorn

Titel: Ein Stern über Sylt

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Gebunden

erschienen: 19. September 2016

Seiten: 144

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening - Aufbau-Verlag



Die Autorin Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Weihnachten auf Sylt! Was kann es Schöneres geben? Doch nicht für Thiemo, der eigentlich von der Insel stammt. Als er kurz vor Heiligabend mit seiner Freundin nach Kampen reist, um dort mit ihren reichen Freunden zu feiern, beschleichen ihn immer mehr Zweifel, ob die verwöhnte, launische Victoria die richtige für ihn ist. Um ihr ein Weihnachtsgeschenk machen sie zu können, bestiehlt er eine alte Frau. Doch ausgerechnet sie begrüßt ihn wie einen Sohn und lädt ihn zu sich ein. Als er die alte Dame besucht, um das Geld zurückzubringen, erlebt Thiemo die größte Weihnachtsüberraschung seines Lebens.


Meine Meinung:
Weihnachten auf Sylt! Ja, es ist sicher besonders schön. Ich kann es mir zumindest vorstellen. Wobei jeder so seine eigenen Vorstellungen hat,  wie Weihnachten gefeiert werden soll. Dabei scheint es aber auch jede Menge junge Leute zu geben, die sich gar nichts vorstellen können, weil sie es gar nicht kennen gelernt haben.
Was passiert nun, wenn eine Gruppe nach Sylt fährt, reiche junge Leute, die sich vieles leisten können. Aber das besondere Gefühl zu Weihnachten nicht kennen?
Ines Thorn stellt uns in ihrem Buch ganz unterschiedliche Menschen vor. Thiemo, der eigentlich lieber mit seiner allein erziehenden Mutter gefeiert hätte. Dann aber aus den verschiedensten Gründen mit seinen Freunden nach Sylt fährt. Seine Freunde kommen alle aus reichem Elternhaus und stellen besondere Ansprüche.
Thiemo und seine neuen Bekanntschaften auf Sylt waren mir sofort sympathisch und gerne hätte ich mit ihnen einen Punsch getrunken. Tja, das zeigt mal wieder, es ist nicht jeder glücklich, nur weil er Geld hat. Und wer seinen Weg nach den eigenen Vorstellungen gehen darf, ist auch besser dran.
Erkenntnisse, die Ines Thorn mit dieser Geschichte vermittelt. Natürlich kommt das besondere Weihnachtsgefühl auch nicht zu kurz, dafür sorgt Thiemo schon.
Wenn ich das Buchcover betrachte, dann würde ich zu gerne die Laterne nehmen und etwas durch den Schnee stiefeln.

Fazit:
Eine schöne Weihnachtsgeschichte, die allerdings auch einiges zum Nachdenken bietet. Gerne empfehle ich das Buch weiter, denn es entführt uns Leser auch auf die schöne Insel und dann auch noch mit Schnee.

Ich möchte mich vielmals beim Verlag für das Buch bedanken.