Dienstag, 19. März 2019

Autoreninterview Heike Meckelmann



Liebe Heike,
ich freue mich, dass ich Dich jetzt interviewen darf und wenn alles klappt, dann werden wir uns in diesem Jahr auch noch persönlich kennen lernen.  Denn bisher haben wir nur schriftlichen Kontakt.
Ich schreibe eingangs ja immer gerne ein paar Zeilen, wie es dazu kam, dass ich jemanden kennen gelernt habe.
Wie viele wissen,  ist Fehmarn meine Lieblingsinsel und in diesem Jahr kann ich sogar auf 40 Jahre  zurück blicken. Pfingsten 1979 war ich zum ersten Mal dort und seitdem jedes Jahr wieder, mal nur für ein paar Tage, mal für mehrere Wochen. Und wenn ich einen Urlaubsort mag, dann bummel ich natürlich auch durch viele Läden, in der Hauptsache natürlich gerne in Buchläden. So fand ich 2016 Deinen Krimi „Küstenschrei“ und war begeistert davon. Im vorigen Jahr, also 2018 habe ich erst das zweite Buch gelesen und zwar genau während meines Urlaubs auf Fehmarn. Mein Mann und ich waren mal wieder in Burg unterwegs und auf einmal kamen wir rein zufällig  am Kajüthus vorbei. Ich war verblüfft und begeistert zugleich. Da fasste ich dann auch endlich den Entschluss Kontakt zu Dir aufzunehmen, wie gesagt schriftlich und bald hoffentlich persönlich.

Aber nun habe ich genug vorweg geschrieben, ich will dann mal lieber mit meinen Fragen starten.


Zunächst bleibe ich aber bei dem Thema Fehmarn, Heike, Du bist in Elmshorn geboren, wie bist Du auf die Idee gekommen, nach Fehmarn zu ziehen.

Ich habe mich auf der Insel mit einem Friseurbetrieb und einer Hochzeitsagentur selbstständig gemacht.



Deine Krimis spielen alle auf der Insel, was mir als begeisterte Krimileserin natürlich gefällt, aber wie kam es dazu, dass Du dort „Mord und Totschlag“ angesiedelt hast? Es hätte ja auch ein anderes Genre sein können.

Ich bin ein begeisterter Krimi und Thriller Fan! Adler Olsen, Stieg Larson und Steven King sind meine Favoriten. Daher lag der Weg schon sehr nahe. So konnte ich meine Ideen als Krimiautorin natürlich am besten umsetzen.



Kannst Du Dir vorstellen, mal ein historisches Buch oder einen historischen Krimi rund um Fehmarn zu schreiben?

Ja, das kann ich mir sehr gut vorstellen. Ein gewisser historischer Krimi schwirrt mir bereits im Kopf rum. Allerdings habe ich noch eine lange Liste von Krimi-Ideen abzuarbeiten.



Ich habe gelesen, dass Du in Deinem Leben schon einige Berufe hattest, wie kam es denn dazu, dass Du Autorin wurdest.

Ganz simpel: ein Workshop. Nach einer verfassten Kurzgeschichte nahm die Leiterin mich zur Seite und sagte: „Was du da machst, nenn man Literatur … du musst schreiben. Und so fing ich an, meinen ersten Krimi zu entwerfen. Allerdings habe ich vorher bereits viele Kurzgeschichten und Liedertexte verfasst, die längst auch veröffentlicht wurden.



Muss ich als Gast in Deinem Kajüthus haben? Lach, naja ich denke jetzt daran, dass ein Gast sich in einem Krimi wiederfindet.

Ja, das kann manchmal passieren. Allerdings geht dies nur in vorheriger Absprache mit den jeweiligen Gästen. Aber kein Problem; die kommen von allein auf mich zu und bitten mich sogar darum, in einem meiner Krimis eine kleine Rolle zu bekommen. Das ist schon manchmal recht lustig.



Wie sieht Dein Autorenalltag aus?

7 Uhr aufstehen, Koffein, Sohn (16) versorgen und dann erstmal Zeitung lesen. Wer weiß, ob nicht schon eine neue Geschichte dort lauert. Ab 9 Uhr glüht mein Computer. Gegen 14 Uhr muss ich dann auch aufhören. Meine Augen machen dann schlapp. Ich möchte wohl noch weiter, aber mein Körper sagt mir: Pause! Danach muss ich mich entspannen. Entweder bei einem guten Rosamunde Pilcher Film oder für eine Stunde am Meer. Der Abend gehört dann ausschließlich meiner Familie und meinen Freunden.



Wie lange schreibst Du an einem Buch?

An einem Buch schreibe ich mit Lektorat, Covergestaltung und Exposè: Ein Jahr. Diese Zeit brauche -und nehme ich mir.



Wer darf das Buch als erstes lesen?

Als erstes liest das Manuskript meine Freundin Marina Kienitz, die als ausgebildete Lehrerin und begeisterte Krimileserin ein Gespür dafür hat, ob das Thema gut funktioniert.


Wie findest Du die Ideen zu Deinen Büchern oder wie finden sie Dich?

Ich brauche die Themen nicht suchen. Sie finden mich, liegen quasi vor meiner Tür. Hinweise von Gästen, Headlines von Zeitungen und ein Gespür für ein Thema erfüllen mich und ich muss sie dann zu Papier bringen.



Kommt es auch vor, dass Dir während des Schreibens bereits neue Ideen für ein weiteres Buch kommen?

Ja, oftmals ist es so, dass mir bereits beim Schreiben das nächste Thema im Kopf herumschwirrt. Ich muss mich dann bemühen, die Geschichte für eine gewisse Zeit wieder zu den Akten zu legen. Fällt manchmal sehr schwer.



Auf Deiner Facebookseite habe ich Bilder mit Plakaten gesehen, auf denen etwas von einem Mörderischen Dreieck steht, was hat das zu bedeuten?

Das war sehr lustig. Eine Autorenkollegin, die Heike Wolpert aus Hannover, die erfolgreich Katzen Krimis verfasst und aus Hannover kommt, war zu einer meiner Lesungen. Beim gemeinsamen Frühstück am nächsten Morgen haben wir mit  unseren Männern herumgesponnen und sind auf die mörderische Geschichte gekommen. Uns fehlte nur noch eine Dritte im Bunde und danach mussten wir überhaupt nicht lang suchen. Kathrin Hanke aus Hamburg, die mit einer Kollegin die Lüneburg Krimis schreibt, war sofort Feuer und Flamme und so entstand das „Mörderische Dreieck“. Da wir alle drei beim Gmeiner Verlag unter Vertrag stehen, sind wir uns sehr nahe und haben alle Unterstützung des Verlages. Wir werden noch einige nette Lesereisen unternehmen … ganz sicher.



Im vergangenen Jahr hast Du am „perfekten Dinner“ teilgenommen, wie ist es denn dazu gekommen?

Ich wurde vom Sender angerufen! Da immer Leute gesucht werden, die etwas zu berichten haben und ich auf meiner Insel bekannt bin, brauchten sie nicht lang nach mir zu suchen. Ich habe dann nach reiflicher Überlegung zugesagt und es war eine, für mich, sehr wichtige Entscheidung. Ich musste allerdings den Spagat zwischen Pensionsbetrieb und einer anstrengenden Kochwoche hinter mich bringen, was manchmal schon sehr kraftraubend war.
Aber am Ende war alles gut und selbst, wenn ich die letzte der Riege war … kochen kann ich!



Sicherlich bist Du auf Fehmarn eine Berühmtheit, wie gehen denn die Insulaner damit um, dass eine Krimiautorin in der Nachbarschaft lebt?

Ich bin keine Berühmtheit! Ich bin nur jemand, der schon einiges auf der Insel unternommen hat, lange hier lebt und dadurch vielleicht etwas bekannter ist, als manch anderer. Die Fehmaraner gehen mit mir so normal um, wie mit  jedem anderen auch, eben wie mit einem Nachbarn. Meist ist es eher so, dass man kritisch beäugt wird. Aber mit jedem Krimi, der dazu kommt, freuen sich auch  einige Insulaner, ein neues Buch von mir auf dem Markt vorzufinden.



Geben sie Dir auch schon mal neue Tipps oder Anregungen zu weiteren Büchern?

Oh ja, ich muss schon sehr aufpassen, dass sie mir nicht zu sehr in meine Geschichten eindringen. Eine sehr liebe Leserin bat mich, die Liebesgeschichte meines Dirk Westermanns nur nicht sterben zu lassen. Oder ich sollte doch mal dieses oder jenes Thema angehen. Einige tolle Hinweise und Ideen sind mir da schon gekommen.



Wie sehen Deine Pläne aus, dürfen die Krimileser auf ein weiteres Buch hoffen?

Ja, der 5. Fall ist bereits im Kasten. Ich bin gerade dabei, ihn das erste Mal gegenzulesen. Ist sehr spannen, wie sich eine Idee verwirklicht. Und … ich habe eine Liste mit mehreren Themen, die noch geschrieben werden wollen. Ich werde sogar ein Thema vorziehen, das spannend sein wird und nicht allzu lange auf der Liste verbleiben kann.



Natürlich habe ich auch Deinen speziellen Reiseführer von Fehmarn gelesen. Bist Du viel auf der Insel unterwegs? Lieber mit dem Rad oder mit dem Auto?

Oh ja, ich bin gern und viel auf der Insel unterwegs. Leider bin ich durch unsere Pension und das Schreiben ein wenig eingeschränkt in meiner Zeit. Wenn aber, dann mit dem Rad und meiner Kamera. Es gibt auf dieser Insel so viele wunderbare Motive, die entdeckt werden wollen, dass man sich kaum sattsehen kann. Ich kann den Sommer kaum erwarten …



Ab und zu erscheinen Artikel über Dich, so erfahren viele Leser etwas über Dich und Deine Bücher. Hast Du aber auch engen Kontakt zu Deinen Lesern und wenn ja, wie wichtig ist Dir das?

Ja, absolut. Meine Leser sind mir das Wichtigste. Ohne sie wäre ich nicht da, wo ich bin. Sie tragen mich und verhelfen mir zu meinem Erfolg. Niemand kann ohne seine Leser leben. Es sind schon viele Freundschaften durch meine Bücher entstanden, die ich nicht für möglich gehalten hätte. Tolle Menschen, die mich und meine Bücher verbreiten … ohne sie geht es nicht und ich freue mich über jeden von ihnen.



Hast Du als Kind selber gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher kannst Du Dich erinnern?

Oh, ich habe als Kind Bücher gefressen. Wenn mein Vater mich nach draußen drängen wollte, habe ich mich verweigert und bin in meinem Zimmer verschwunden. Als junges Kind liebte ich Bullerbü und Pipi Langstrumpf von Astrid Lindgren.  Später Dracula Romane von John Sinclair. Ich liebte sie so sehr, dass mein Vater eines Tages 150 gesammelte Sinclair Romane im Garten verbrannte und sagte: „Du bist ja bald selbst schon ein halber Vampir.“ Noch heute muss ich ab und zu daran denken.



Hast Du jetzt überhaupt noch Zeit, Bücher Deiner Kollegen zu lesen? Wenn ja, welches Genre liest Du am liebsten?

Heute lese ich nicht mehr so viel (Zeit), sondern schreibe selbst meine Geschichten. Wenn ich zum Lesen komme, dann lese ich Bücher meiner Kollegen. Ansonsten Stieg Larson, Adler Olsen und natürlich Stephen King. Thriller sind meine Favoriten. Aber … manchmal … lese ich auch Nele Neuhaus und Kathrin Shephert.



Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen verstorbenen Autor würdest Du gerne besuchen und warum?

Agatha Christi
Weil sie meine Leidenschaft am ehesten trifft und ich noch soooo viele Fragen an sie hätte.



 Wie immer bei meinen Interviews frage ich sehr viel, vergesse aber mit Sicherheit auch wieder einiges. Hier hast Du nun die Gelegenheit uns Lesern das zu sagen, was Du uns schon immer mal sagen wolltest.

Sagen wollte ich schon immer mal. Danke, an alle die mich und meine Geschichten mögen, die mich weitertragen und mir zum Erfolg verhelfen. Wenn euch die Geschichten gefallen, empfehlt sie gerne weiter.



Und zum Abschluss frage ich meine Interviewpartner immer, was ihnen zu Namen oder Begriffen einfällt, so nun auch bei Dir:

Jimi Hendrix
Gab sein letztes Konzert auf unserer Insel Fehmarn. Ein riesiger Gedenkstein, der in meinem Krimi Küstenwolf eine Rolle spielt, zeugt davon.


Agatha Christi
Meine Krimifavoritin. Sie verstand es, Kriminalromane mit Humor und Leichtigkeit zu schreiben. Toll


Bullerbü
Meine Kindheit. Noch heute schaue oder lese ich Bullerbü, wenn auch mittlerweile in Schwedisch.


Mark Twain
Klasse. Die Abenteuer des Tom Sawyers und Huckleberry Finn sind grandios und bleiben immer in meinem Herzen. Kindheitserinnerungen, die mir niemand mehr nehmen kann.



Liebe Heike, ich bedanke mich vielmals, dass Du Dich meinen Fragen gestellt hast

Das habe ich sehr gerne getan. Vielen Dank, dass du mich für ein Interview angefragt hast.



Gerne zeige ich hier die Cover der vier Krimis


"Küstenschrei"



"Küstenschatten"











"Küstendämon"








"Küstenwolf"








Und der Reiseführer mit vielen tollen
Tipps für einen Urlaub oder Ausflug
auf Fehmarn




Mehr zu den Büchern kann hier nachgelesen werden

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Freitag, 15. März 2019

Rezension - Das Honigmädchen


Autorin: Claudia Winter

Titel: Das Honigmädchen

Genre: Roman

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 18. März 2019

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Goldmann Verlag




Über die Autorin:
Claudia Winter, geboren 1973, ist Sozialpädagogin und schreibt schon seit ihrer Kindheit Gedichte und Kurzgeschichten. Als Tochter gehörloser Eltern lernte sie bereits mit vier Jahren Lesen und Schreiben, gefördert von ihrem Vater. Neben ihren bisher im Goldmann Verlag erschienenen Büchern hat sie weitere Romane sowie diverse Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht. Die Autorin lebt mit ihrem Ehemann und dem Labrador Luka in einem kleinen Dorf nahe Limburg an der Lahn.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die allein erziehende Camilla kämpft an allen Fronten: Täglich muss sie sich im väterlichen Delikatessenhandel beweisen, während ihre fünfzehnjährige Tochter Marie gegen sie rebelliert. Und dann wird sie auch noch nach Südfrankreich geschickt, um mit einer Honigmanufaktur zu verhandeln – im Gepäck das tobende Mädchen und ihren nervtötenden Nachbarn, der sich ihnen spontan angeschlossen hat. Kein Wunder, dass sich das pittoreske Bergdorf Loursacq zunächst als wenig heilsam für die angespannten Gemüter erweist. Doch Camilla krempelt die Ärmel hoch – und lernt zwischen Tomatenstauden, Rebstöcken und Olivenbäumen, dass die guten Dinge im Leben erst dann auf zarten Flügeln herbeifliegen, wenn man bereit für sie ist …



Meine Meinung:
Wenn ich erst einmal eine Autorin gefunden habe, deren Bücher mich begeistern, dann warte ich natürlich immer sehr auf das nächste Buch. Nun hatte ich endlich "Das Honigmädchen" in der Hand und freute mich darauf, es zu lesen.
Zunächst lernte ich Camilla und ihre Tochter Marie kennen, sowie deren Nachbar. Alle drei befanden sich auf einmal gemeinsam auf dem Weg nach Südfrankreich. Natürlich verrate ich hier jetzt nicht, wie es dazu gekommen ist, diese lustige Geschichte soll jeder selber lesen. Wobei, ich war diejenige, die das lustig fand, Camilla war da etwas anderer Meinung.
Mir hat es auf jeden Fall gefallen, alle zu begleiten, dadurch lernte ich weitere liebenswerte Personen kennen und habe sehr viel über Bienen erfahren können. Aber nicht nur darüber, auch einiges über Ereignisse aus der Vergangenheit der deutsch-französischen Geschichte, außerdem über Vertrauen und Freundschaften.
Claudia Winter hat es also ein weiteres Mal geschafft und mich mit ihrem Buch begeistern können. Ich finde es toll, dass sie immer wieder interessante und aktuelle Themen in ihre Geschichten einfließen lässt. Sie hat lustige Szenen ebenso wie nachdenklich machende eingebaut. Eine gelungene Mischung und vor allem merke ich, dass sie sehr gut recherchiert hat.


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch, das Leser begeistern wird. Bei mir war es der Fall und deshalb empfehle ich es sehr gerne weiter.


Beim Verlag und bei Claudia Winter möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken, das ich als Bloggerin bereits vorab lesen durfte. So toll das auch ist, aber ich werde durchaus etwas ungeduldig, weil ich meine Begeisterung immer sehr schnell weitergeben möchte und nun musste ich auch etwas warten. Aber es war nicht sooo schlimm.

Dienstag, 12. März 2019

Rezension - Das kleine Café am Meer


Autorin: Anja Saskia Beyer

Titel: Das kleine Café am Meer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. März 2019

Seiten: 286

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder




Über die Autorin:
Anja Saskia Beyer studierte Theaterwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Werbepsychologie in München. Seit 1996 schreibt und arbeitet sie erfolgreich als Drehbuchautorin und Dramaturgin für das Fernsehen, u. a. für die Serien »Lindenstraße«, »Für alle Fälle Stefanie«, »Verliebt in Berlin« und »Dahoam is Dahoam«. Seit 2013 schreibt sie Romane, ihr Debütroman wurde gleich ein E-Book-Bestseller. Die Autorin reist sehr gerne, entführt ihre Leser in ihrem Top 1 Kindle-Bestseller und BILD-Bestseller »Mandelblütenliebe« nach Mallorca, in »Erdbeeren im Sommer« (Kindle- und BILD-Bestseller) nach Italien und in ihrem neuen Roman "Nelkenliebe" ins wunderschöne Portugal. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren Kindern in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Für die hübsche Hannah Blumberg, Assistentin in der Modebranche mit einer Vorliebe für teure Handtaschen, läuft es gerade gar nicht gut: Erst wird ihr Arbeitsvertrag nicht verlängert, und dann macht auch noch ihr Freund mit ihr Schluss. Per Mail. Eins ist klar: Hannah braucht dringend eine bezahlbare Auszeit. Da kommt die Einladung von Freundin Lucia nach Mallorca gerade recht – Lucia hat ein Café mit Meerblick eröffnet und serviert den besten Kaffee der Insel. Sie vermittelt Hannah außerdem einen Job als Mädchen für alles in der Pension von ihrem Freund Sam. Zwischen Betten beziehen und Zeit mit der Freundin begibt Hannah sich auf Spurensuche – nach sich selbst, ihrer Kindheit und vielleicht auch dem Sinn des Lebens. Und dann wäre da noch Sam, der unnahbar und anziehend zugleich ist und ihr manchmal den letzten Nerv raubt. Er zeigt Hannah, wie Orangenblütenhonig schmeckt und hört ihr wirklich zu. Doch was verbirgt Sam und was diese Insel?


Meine Meinung:
Es ist schon etwas tolles, wenn über einem alles zusammenbricht und es eine Freundin gibt, zu der man reisen und dort eine Weile bleiben kann.
So ist es Hannah ergangen, genau im richtigen Moment kommt eine Einladung ihrer Freundin Lucia. Und ich hatte ein weiteres Mal die Gelegenheit, eine Protagonistin nach Mallorca zu begleiten. Allerdings war ich dann auch froh, dass ich nur per Buch mit gereist bin, denn so richtig erholen konnte sich Hannah dort nicht. Sie musste arbeiten und außerdem wurde einiges ganz schön stressig, aber darauf möchte ich jetzt nicht weiter eingehen.
Anja Saskia Beyer hat Hannah aber auch die Möglichkeit gegeben, die schöne Gegend zu sehen und einen Orangen-Caipirinha zu trinken. Ja, die Orangen spielten in der Geschichte auch eine große Rolle. Ich persönlich hätte zu gerne die Orangenmarmelade probiert.
Was Hannah und ihre Freunde nun alles erlebt haben und mit welchen mehr oder weniger großen Problemen  und Überraschungen sie fertig werden mussten, hat die Autorin sehr fesselnd beschrieben.


Fazit:
Ich habe es mal wieder genossen, ein weiteres Mal mit einer Protagonistin nach Mallorca reisen zu können. Morgen werde ich dann mal wieder losgehen und mir ein Glas Orangenmarmelade kaufen und den Caipirinha werde ich ebenfalls mal probieren. Aber mich hat das Buch auch sonst sehr gut unterhalten und gerne empfehle ich es weiter.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



#DasKleineCaféAmMeer #NetGalleyDE

Montag, 11. März 2019

Rezension - Verträumt auf Hawaii - Travel & Date


Autorin: Rike Stienen

Titel: Verträumt auf Hawaii - Travel & Date

Genre: Roman, Reise

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Februar 2019

Seiten: 218

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Independently published




Über die Autorin:
Rike Stienen schreibt vorzugsweise romantische Liebesgeschichten, die im Alpenvorland oder vor exotischer Kulisse spielen. Dabei ist es ihr wichtig, zwischenmenschliche Konflikte auf humorvolle Weise zu lösen. Mittlerweile sind zahlreiche Liebesromane, darunter etliche Bestseller in der Kategorie Humor, und Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlicht worden. Besonders erfolgreich und beliebt ist ihre Urlaubsserie mit Herz "Travel & Date". Die Autorin lebt und arbeitet in der Nähe des Chiemsees und gehört verschiedenen Autorenverbänden an. Ihre Kreativität schöpft sie aus ihrem eigenen Gartenparadies und auf Reisen.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Stefanie entdeckt per Zufall ein Jobangebot auf ihrer Trauminsel Hawaii. Daniel Weber sucht auf der Plattform Travel & Date eine deutsche Nanny für seinen Sohn. Stefanie sagt spontan zu. Ihre Begeisterung für die paradiesische Inselwelt Hawaiis wird jedoch gedämpft, als sie ihren elfjährigen Schützling Niko kennenlernt, der sich als unerträgliche Nervensäge entpuppt. Bleibt Stefanie trotzdem Muße für die Erkundung der Inseln und für den smarten Bob? Macht es für sie überhaupt Sinn, sich in einen Mann zu verlieben, der einen riskanten Sport betreibt und um den sie deswegen ständig Angst haben muss?



Meine Meinung:
Dies ist jetzt meine weiteste Reise, die ich mit Travel & Date antrete. Ich war auf Hawaii und habe sehr viel über das Wellenreiten erfahren, denn das spielte in diesem Buch eine wichtige Rolle. Aber zunächst lernte ich Stefanie kennen, die über Travel & Date einen Job für vier Wochen auf Hawaii fand. Sie sollte Niko betreuen, weil sein Vater wichtige Termine und wenig Zeit für seinen Sohn hatte. Niko sorgt anfangs für reichlich Aufregung und ich war froh, dass ich nur lesen "musste" was er so anstellte und weiter nichts damit zu tun hatte. Aber er machte eine erstaunliche Entwicklung durch. Die Zeit auf Hawaii war für Stefanie und Niko sehr schön, interessant und aufregend.  Mehr will ich dazu aber nicht verraten. Allerdings hat es mir dort gefallen, zumal die Autorin sich wieder eine interessante Geschichte hat einfallen lassen. Nicht einfach eine Liebesgeschichte, nein, auch ernsthafte Probleme wurden berücksichtigt.


Fazit:
Die Reise nach Hawaii hat sich gelohnt und zwar für alle Beteiligten. Ich fühlte mich gut unterhalten und deshalb empfehle ich das Buch gerne weiter.
Das Buch kann mir KU gelesen werden.

Rezension - Wandlungen - Das Geheimnis besonderer Frauen


Autorin: Katharina Mohini

Titel: Wandlungen - Das Geheimnis besonderer Frauen

Genre: Gegenwartsroman

Version: eBook, gebunden und Taschenbuch

erschienen: 20. Februar 2019

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Books on Demand



Über die Autorin:
Katharina Mohini ist eine auf dem Buchmarkt bislang relativ junge Autorin, deren Bücher die Themen „starke Frauen in außergewöhnlichen Lebenssituationen“ und „der ewige Kampf mit den großen Gefühlen“ behandeln. Dabei würzt sie ihre Geschichten stets mit einer kräftigen Prise Hochspannung und Humor. Des Öfteren stolpern ihre Protagonisten über die Fallstricke ihrer eigenen Handlungen und Taten, oder geraten in bedrohliche Situationen, die praktisch aussichtslos erscheinen. Dabei dürfte ihr auch ihr einzigartiges Alleinstellungsmerkmal von Nutzen sein. Wie wohl kaum ein/e anderer Autor/in versteht sie es, sich in die Gefühlswelten ihrer Protagonisten hinein zu versetzen. Es gelingt ihr scheinbar mühelos, sowohl die weibliche als auch die männliche Rolle einfühlsam und mit großer Tiefe darzustellen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Katharina „erbt“ nach dem Tode ihres väterlichen Lebensgefährten dessen lange verschollenen Sohn. Dadurch nimmt das Dilemma seinen Lauf. Innerhalb kürzester Zeit stellen Michael Schuwart und seine drei lebhaften Kinder das geruhsame Leben, der resoluten wie auch geheimnisvollen Frau auf den Kopf. Zumal sich Amor einen gewaltigen Fehlschuss geleistet haben dürfte. Mit jedem weiteren Tag geraten die Protagonisten tiefer in den Strudel ihrer Gefühle, Wünsche und Leidenschaften. Doch das Glück lässt sich nicht täuschen, vor allem dann nicht, wenn dabei Ehrlichkeit und Vertrauen auf der Strecke bleiben.

Eine Frau mit mehr Geheimnissen als die Sphinx. Ein Mann, der vor seiner Vergangenheit flieht. Eine Freundin zwischen Liebe und Moral. Drei aufgeweckte Kinder, auf der Suche nach Liebe und Geborgenheit ... ... die es ohne Aufrichtigkeit, Vertrauen und Verständnis nicht geben wird.



Meine Meinung:
Irgendwie wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und dann auch noch neugierig. So kam es, dass ich Katharina kennen lernte, eine besondere Frau mit einem ganz besonderen Geheimnis. Und wer sich nun Gedanken für die Namensgleichheit macht, denn die Autorin sowohl die Protagonistin heißen Katharina, dem kann ich verraten, dass sich einiges aus dem Leben der einen Katharina in dem der anderen Katharina wiederfindet. Bringe ich nun wen durcheinander?
Also die Autorin erzählt, wie in der Kurzbeschreibung erwähnt, dass Katharina nach dem Tode ihres Lebensgefährten dessen Sohn und seine Enkel "erbt".  Nun kann man sich schon vorstellen, dass dies mit Sicherheit sehr turbulent zugehen wird. Allerdings hat niemand damit gerechnet, was das für jeden der Beteiligten bedeutet. Wie immer möchte ich nicht zuviel vom Inhalt verraten, auf jeden Fall nicht mehr, als in der Kurzbeschreibung steht.
Aber ich möchte erwähnen, dass mich die Geschichte der Katharina in der Hauptsache sehr berührt und beeindruckt hat. Über ihr Geheimnis und über die Wandlungen habe ich mir so richtig nie Gedanken gemacht. Übrigens, der Titel des Buches passt bestens zum Inhalt und das Cover gefällt mir ebenfalls sehr gut.


Fazit:
Wer nach einem guten Buch sucht, das nicht nur unterhält, sondern auch Tiefgang hat, wird hier das richtige finden. Die Autorin hat es bestens verstanden etwas ganz besonderes in ihrer Geschichte unterzubringen und zwar nicht einmal, sondern gleich mehrmals. Ich möchte das Buch wirklich gerne empfehlen.


Bei der Autorin bedanke ich mich vielmals, sie hat mir ein Rezensionsexemplar auf Anfrage zur Verfügung gestellt.

Sonntag, 10. März 2019

Autoreninterview Melanie Jungk



Liebe Melanie,
ich freue mich, dass Du Dich bereit erklärt hast und meine Fragen beantworten möchtest. Aber wie immer beginne ich damit, zu schildern, wie wir Kontakt zueinander aufgenommen haben.
Es muss auf der Buchmesse 2017 in Frankfurt gewesen sein, ich schlenderte mal wieder durch die Gänge und meist treffe ich außerhalb meiner Termine dort immer wieder auf Autoren. So auch in diesem Fall. Du hattest eine andere Autorin begleitet, die mich ansprach. Wir stellten uns vor und wenn ich höre, dass eine mir bisher unbekannte Autorin Krimis schreibt, bin ich sofort ganz aufmerksam. Nach der Messe versuchte ich mir alle Namen zu notieren, denn es stürzen ja doch sehr viele Eindrücke auf mich ein. Natürlich habe ich dann auch nachgesehen, welche Bücher veröffentlicht wurden. Nun ist es ja so, dass meine private Wunschleseliste enorm lang ist und ich es manchmal nicht schaffe, all das zu lesen, was ich gerne möchte, deshalb stellte ich den Kauf  Deiner Bücher und viele andere erst einmal zurück.
Im Mai 2018 durfte ich ja abends beim  gemütlichen Beisammensein der Selb Publisher, die sich in Düsseldorf getroffen hatten, dabei sein. Das war dann auch der Moment, wo wir uns zufällig wieder getroffen haben. Für mich bedeutete es aber auch, dass ich endlich mal ein Buch von Dir lesen wollte  und so kam es, dass ich erfahren konnte, wer Sherlock Holmes erstochen hat.

Aber nun genug der Vorrede, ich möchte jetzt einfach mal mit meinen Fragen beginnen.


Auf Deiner Homepage habe ich gelesen, dass Du als Kind sehr gerne gelesen hast, das ging ja vielen los, aber nicht jede kommt auf die Idee selber zu schreiben. Was ist aus den Geschichten von damals geworden?

Leider habe ich nicht alles aufgehoben. Als Teenager habe ich viele davon weggeschmissen, weil ich meinte, dass sie nicht gut seien. Ist halt ein schwieriges Alter. Als ich aus meinem Elternhaus ausgezogen bin, ist mir eine ganz, ganz kleine Geschichte in die Hände gefallen, die ich am 06. Oktober 1983 geschrieben habe. Da war ich zarte 8 Jahre alt. Die hängt nun über meinem Schreibtisch. Quasi als Glücksbringer.



Wie kam es denn dazu, dass Du 2013 tatsächlich ein Buch geschrieben hast?

Ich wollte mal was für mich tun und da ist mir die Werbung für einen Schreibkurs ganz in meiner Nähe in die Hände gefallen. Da dachte ich mir, 5 Abende, die gönnst du dir jetzt. Hier habe ich ganz viele nette Leute kennengelernt, die wie ich gerne Bücher schreiben wollen. In einer Stunde bekamen wir die Aufgabe, aus dem Satz: „Der Kofferraumdeckel war nicht verschlossen“ eine kurze Geschichte zu schreiben. Wir waren 12 Teilnehmer und hatten 12 unterschiedliche Geschichten. Das hat mich so fasziniert, dass ich meinen Traum vom eigenen Buch unbedingt wahr machen wollte. Übrigens findet sich in jeder meiner Geschichten dieser Satz in irgendeiner Weise wieder. Z. B.: Die Haustür war nicht verschlossen.
In dem Schreibkurs habe ich dann gelernt, wie einfach es heute eigentlich ist, ein Buch zu veröffentlichen. Also habe ich mir gedacht, ich probiere es einfach mal. Die Kinder werden älter und gehen immer mehr ihre eigenen Wege. Es war an der Zeit, was für mich selber zu finden. Warum soll man also warten, bis man in Rente geht.



Du schreibst Krimis, die in Fürstenau spielen. Bleibst du an diesem Ort?

Ich werde dem Ort treu bleiben, weil es hier viele schöne Ecken zum Töten gibt und die umliegenden Orte sogar schon fragen, wann denn mal ein Buch mal bei ihnen spielt.
Aber ich schreibe gerade an einer weiteren Reihe, die im schönen Norddeich beginnt. Das Buch wird in diesem Jahr noch erscheinen.



Hast Du noch einen Brotjob?

Ja, ich bin Steuerfachangestellte.



Wann hast Du Zeit zum Schreiben?

Ich versuche in der Mittagszeit, wenn ich schon Zuhause bin und meine Kinder noch nicht, ein paar Seiten zu schreiben. Das gelingt mir natürlich nicht jeden Tag. An manchen Tagen ziehe ich mich abends in mein Büro zurück. Aber meist schreibe ich, wo es gerade geht. Da ich alle meine Geschichten noch handschriftlich in eine Kladde vorschreibe, bin ich örtlich nicht so gebunden. Das funktioniert auch auf einer Parkbank. Die meiste Zeit zum Schreiben habe ich, wenn wir mit dem Wohnmobil in den Urlaub fahren. Mein Mann kann in Ruhe fahren, die Kinder dürfen vorne sitzen und ich sitze, dann mit Laptop, hinten und schreibe. So sind alle glücklich.



Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist ganz unterschiedlich. Das Buch `Wer erstach Sherlock Holmes?´ habe ich auf der Hin- und Rückfahrt nach Frankreich geschrieben. Es kommt auch immer darauf an, wie viel Zeit ich zum Schreiben habe. Eine Deadline ist da sehr hilfreich. Bei mir ist das meist eine Lesung, zu der ich das nächste Buch gerne fertig hätte.



Auf der Homepage habe ich ebenfalls gelesen, dass Du auch in anderen Genre schreiben würdest, gibt es Planungen?

Nichts konkretes, aber ich würde tatsächlich gerne mal einen Western schreiben. Allerdings finden sich den den Western, die so auf dem Markt sind einige Sexszenen. Die würde ich gerne weglassen. Vielleicht eines Tages.



Wie findest Du die Ideen zu Deinen Büchern?

Manchmal kommen die durch eine Begegnung oder durch einen Satz, den ich höre. Bei meinen Fürstenauer Kriminalromanen überlege ich mir zurzeit, warum die Kommissare wohl noch einmal nach Fürstenau kommen könnten. Zum Glück habe ich im Moment noch viele Ideen im Kopf.



Wer darf Dein Buch als erstes lesen?

Meine beste Freundin und meine Nichte sind meine Testleser. Die beiden sind mir zwar wohlgesonnen, aber auch ziemlich gnadenlos. Also genau das, was ein Autor braucht, ehrlich gemeinte Kritik.



Hast Du jetzt auch noch ausreichend Zeit zum Lesen?

Nein, das kommt definitiv zu kurz. Das ist so schade. Da geht es mir wir dir, ich habe Berge an Büchern, die ich unbedingt noch lesen möchte. Ich bevorzuge übrigens noch das klassische Buch, kein eBook.



Gibt es ein Lieblingsbuch?

Ja, in der Tat. Sidney Sheldons Kalte Glut. Das habe ich noch zu Schulzeiten gelesen und es hat mich nachhaltig beeindruckt. Ich fand es sehr spannend.



Du schreibst auf Deiner Seite, dass Du die Hörspielkassetten  der drei ??? mochtest, was hast Du als Kind denn sonst gelesen?

Angefangen hat alles mit Leselöwengeschichten. Ich glaube, diese Bücher gibt es heute noch. In unserer Schulbücherei gab es viele Krimis für Kinder. Da waren auch die Drei ??? dabei. Die habe ich geliebt. Später habe ich dann Sherlock Holmes und Agatha Christie für mich entdeckt. Geschichten wie Hanni und Nanni waren nicht so meins. Auch konnte ich nichts mit Pferdegeschichten anfangen. Dann schon eher Fünf Freunde.



Du hast als Self Publisherin veröffentlicht, wie kam es zu diesem Entschluss?

Ich hatte mich bei mehreren Verlagen beworben, aber nur Absagen bekommen. Nachdem unser Kursleiter uns über die Möglichkeit informiert hatte, habe ich mich auf der Frankfurter Buchmesse schlau gemacht. Da das finanzielle Risiko überschaubar war, habe ich es einfach versucht.



Bist Du damit zufrieden?

Heute bin ich froh über diesen Entschluss. Man muss zwar alles selber machen, aber man darf auch alles selber entscheiden. Von der Geschichte über den Umfang bis hin zum Cover suche ich alles selber aus. Wenn mir ein Buch nicht mehr zusagt, dann lasse ich es halt erst liegen und nehme es mir später noch einmal vor. Es hat auch etwas von Freiheit, wenn man sein eigener Chef ist.



Wir haben uns ja auf der Tagung der Self Publisher getroffen, was hat Dir dieses Wochenende gebracht?

Als erstes natürlich, dass ich viele nette Leute wie dich getroffen habe. Das ist genauso wichtig, wie Fachwissen. Ich mag die Selfpublishing Days, weil man sich zum einen seine Workshops und Vorträge nach Interesse aussuchen kann und weil man viel dazulernen kann. Vor allem, wenn man gerade erst anfängt und vieles noch nicht weiß.



Hast Du Kontakt zu Autorenkollegen?

In der Tat. Mit den Kollegen aus den Schreibkursen treffe ich mich einmal im Monat. Wir haben uns die Osnabrücker Ersttäter genannt.
Auch habe ich auf den Messen und den SP-Days viele Kollegen kennengelernt, mit denen man in Kontakt ist. Es gibt viele, die ihr Wissen gerne teilen und begriffen haben, dass es keinen Sinn macht, sich gegenseitig als Konkurrenz zu sehen. Ich sage immer, wir verkaufen schließlich keine Kühlschränke, die man vielleicht alle 10 Jahre mal anschafft. Es ist doch viel schöner, wenn man sich gegenseitig unterstützt.



Hast Du Kontakt zu Lesern und vor allem zu Bloggern?

Da meine Bücher in meiner Geburtsstadt spielen, werde ich schon das eine oder andere Mal angesprochen. Auch habe ich schon viele positive Rückmeldungen per Email bekommen.
Meinen Kontakt zu Bloggern beschränkt sich im Moment noch auf dich. Aber das kann sich ja noch ändern. Ich bin ja noch nicht so lange dabei.



Wie wichtig ist Dir dieser Kontakt?

Natürlich sehr wichtig. Man schreibt Tage, Monate lang an einem Buch und möchte natürlich auch wissen, ob es gefällt. Wenn es ernst gemeinte und konkrete Kritik ist, dann nehme ich mir das auch sehr zu Herzen. Die Blogger sind da die Fachleute, denn sie lesen und kommentieren die Bücher ehrlich und konstruktiv. Es ist schön, wenn auf den Lesungen jemand kommt und sagt, dass er mein neues Buch unbedingt haben möchte, weil ihm die anderen gefallen haben. Das macht Lust, weiterzuschreiben.




Wie stehst du zu Lesungen?

Ich liebe Lesungen, sowohl als Leser, wie auch als Zuhörer. Es hat immer eine besondere Atmosphäre. Mit meinem lieben Kollegen, Harald Keller, gehe ich auf Lesetour. Das macht mir sehr viel Spaß. Aber ich sitze auch gerne im Publikum. Es ist schön, wenn Autoren stolz aus ihren Büchern lesen und ich hinterher ein signiertes Exemplar mitnehmen kann. Ich weiß ja, was es heißt, ein Buch fertigzustellen. Das sollte keine Leser vergessen, jeder Autor hat seine Energie und seine Leidenschaft in das Buch gesteckt und sich viel Mühe damit gemacht. Auch wenn es nicht gefällt, sollte man die Arbeit würdigen.



Wenn Du in die Vergangenheit reisen könntest, welchen verstorbenen Autor würdest Du gerne besuchen und warum?

Agatha Christie. Ich finde, dass sie unglaublich toll geschrieben hat. Man darf nicht vergessen, zu welcher Zeit sie gelebt hat. Ich würde mir gerne ein paar Tipps von ihr geben lassen.


Gibt es etwas, was Du uns Lesern schon immer mal sagen wolltest? Hier hast Du die Gelegenheit dazu:

Danke, dass ihr meinen Büchern Aufmerksamkeit schenkt. Ich freue mich, dass so viele Gefallen an meinen Büchern gefunden haben.
Vielleicht möchte ich erwähnen, dass ich in jedem meiner Bücher den Satz ` …. war nicht verschlossen´ eingebaut habe. Das habe ich bisher nur für mich gemacht, aber der eine oder andere Leser findet es vielleicht interessant.



Wie immer nenne ich meinen Interviewpartnern Namen und Begriffe und frage, was ihnen dazu einfällt. So auch bei Dir:


Jack London
Das war meine Freibeuterphase, da habe ich Seegeschichten verschlungen.

Astrid Lindgren
Rasmus und der Landstreicher. Für mich das beste Kinderbuch, das ich als Kind gelesen habe. Das Exemplar aus meiner Kindheit habe ich noch.

Enid Blyton
Fünf Freunde. Die Kassetten, die ich vor den Drei ??? gehört habe. Auch die habe ich noch.

Das doppelte Lottchen
Fand ich nie spannend.


Liebe Melanie, ich möchte mich bei Dir vielmals bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und Dich meinen Fragen gestellt hast



Hier möchte ich nun die Cover der bereits erschienen Bücher zeigen:



mehr Informationen zu den Büchern

gibt es auf der


Amazonautorenseite

klick hier






Weitere Informationen

über die Autorin gibt es auf der

Autorenseite Melanie Jungk

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Rezension - Lena - Aus dem Leben mit unserem ganz speziellen Lottogewinn


Autor: Oliver Hülsken

Titel: Lena - Aus dem Leben mit unserem ganz speziellen Lottogewinn: Wenn ein einziges Chromosom aus der Reihe tanzt

Genre: Schicksal, besondere Krankheiten

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. März 2019

Seiten: 532

Altersempfehlung: Erwachsene




Über den Autor und Kurzbeschreibung, übernommen:
Schon früh hatten Lenas Eltern die Vorahnung, dass die Entwicklung ihrer Tochter nicht normal verläuft. Bereits kurze Zeit später änderte sich von jetzt auf gleich alles und stellte ihr Leben auf den Kopf.Zur Diagnostik fuhren sie mit einem gesunden, lediglich entwicklungsverzögerten Kind, nach Hause kamen sie mit der niederschmetternden Gewissheit, dass ihre Tochter eine schwere geistige Behinderung hat und für immer auf sie angewiesen sein wird.Die Frage nach dem „Warum“ konnte ihnen jedoch niemand beantworten.2017 begann Lenas Vater, ein virtuelles Tagebuch über das Leben von Lena und ihrer Familie zu führen. Einfühlsam, gefühlvoll und voller Liebe schreibt er über das Leben mit seiner Tochter. Meist humorvoll, manchmal wütend oder tieftraurig, immer aber schonungslos ehrlich schildert er die Höhen und Tiefen des Lebens mit Lena.Er nimmt uns mit auf eine Reise durch seine alltäglichen Gedanken und in eine andere, aber nicht weniger schöne Welt.Schlussendlich führte das Tagebuch auch zur Antwort auf die Frage nach dem „Warum“. Das Ende einer zwölfjährigen Suche.Die Antwort: „SYNGAP1“


Meine Meinung:
Für die Leser meiner Rezensionen ist es ja nichts unbekanntes, dass ich Bücher im Genre Krimi und Historisch am allerliebsten lese. Was natürlich nicht heißt, dass ich nicht neugierig bin und vielen anderen Büchern ebenfalls eine Chance gebe.
Irgendwie bin ich bei Facebook öfter mal auf die Seite, die Lenas Vater eingerichtet hat, aufmerksam geworden. Aber wie das immer so ist, sie wird gesehen und wegen Zeitmangel nicht ausführlich gelesen, was ich durchaus bedauere. Als ich jetzt die Chance bekam, alle Geschichten in einem Buch zu lesen, habe ich natürlich zugegriffen.
Und was soll ich sagen? Ich bin begeistert! Und zwar von dem Schreibstil des Autors. Oliver Hülsken hat eine besondere humorvolle Art vieles zu schildern. Ich freue mich, dass ihm der Humor nicht abhanden gekommen ist. Nun werden sich wahrscheinlich einige wundern, wie das denn in Zusammenhang gebracht werden kann. Ich kann nur sagen, lest das Buch unbedingt.
Lena befindet sich inzwischen in dem Alter eines Teenagers und leider fehlt ihr ein sehr wichtiges Chromosom. Wie sie und ihre Familie damit umgehen, kann in diesem Buch nachgelesen werden. Die Geschichte hat mich sehr berührt. Ich bewundere die Familie, die mit diesem Schicksalsschlag fertig werden und umgehen muss. Es ist ja nicht so, als wäre es nach kurzer Zeit anders. Gleichzeitig freut es mich zu lesen, wie viel Unterstützung und Hilfe Lena in der Schule und durch ihre Betreuer erhält.
Viele Menschen äußern vielleicht auch ihren Unmut und sind der Meinung, so etwas sollte nicht in die Öffentlichkeit getragen werden und man solle doch nicht die Tochter oder die ganze Familie vorführen. Tja, ich denke, dieser Schritt wurde mit Sicherheit sehr gut überlegt und wenn ich bedenke, dass dadurch die richtige Krankheit endlich gefunden wurde....
Außerdem ist das Leben kein Ponyhof, es schadet also nicht, wenn man ab und zu über den Tellerrand schaut und sieht, wie es anderen geht. Besonders dann, wenn man über Kleinigkeiten meckert und so weiter. Aber ich will hier jetzt nicht den moralischen Finger erheben. sondern schlicht auf ein besonderes Buch aufmerksam machen.


Fazit:
Es schadet ganz bestimmt nicht, wenn man als Leser mal ein etwas anderes Buch zur Hand nimmt. Es zeigt einem, wie andere einen Schicksalsschlag bewältigen und macht manchem vielleicht auch Mut, der meint, ihm ginge es gerade aus irgendeinem Grund besonders schlecht.
Außerdem verbirgt sich soviel Humor darin, den man natürlich finden muss und so hatte ich ein berührendes und unterhaltsames Buch, das ich gerne weiterempfehle.


Ich möchte mich vielmals bei Claudia Perc bedanken, die für das Lektorat zuständig war und gleichzeitig uns Bloggern es ermöglicht hat, das Buch vorab lesen zu können.

Freitag, 8. März 2019

Rezension - BuchTraumKüsse - Verliebt in Silver Creek


Autorin: Ellen McCoy

Titel: BuchTraumKüsse - Verliebt in Silver Creek

Genre: Frauenroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. März 2019

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Books on Demand




Über die Autorin:
Ellen McCoy wohnt mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Töchtern in der Nähe von Köln. Sie ist eine absolute Leseratte und liebt es, in schönen Geschichten zu versinken. Wenn Sie sich nicht gerade mit ihrer Familie beschäftigt, sitzt sie am liebsten schreibend am Laptop. Ihre „Alaska wider Willen“-Reihe schaffte es auf Anhieb in die Top Charts der Online-Shops und auf die Bildbestsellerliste.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach der abrupten Trennung von ihrem Freund steht Annie ohne Wohnung und Arbeit da. Hals über Kopf flüchtet sie zu ihrer Schwester nach Silver Creek in der Hoffnung, dort wieder zu sich zu kommen. Ein Aushilfsjob im Books'n'Dreams, dem örtlichen Buchladen, kommt ihr dabei gerade recht. Endlich kann sie ihre Begeisterung für Bücher voll ausleben und mit anderen teilen. Lediglich der attraktive und vornehm zurückhaltende Buchhändler Mr. Ward macht ihr zu schaffen, denn schon bald fühlt Annie sich stark zu ihm hingezogen. Doch man munkelt, er hätte gar kein Interesse an Frauen. Oder hat er einen anderen Grund, den weiblichen Teil von Silver Creek auf Abstand zu halten?


Meine Meinung:
Mit Ellen McCoy war ich schon mal in Silver Creek und war neugierig auf einen weiteren Besuch. Nun, ich war nicht wirklich dort, eher die Protagonisten der beiden Bücher. Ich freute mich, dass ich Beth vom ersten Buch wieder getroffen habe und nun Annie, ihre Schwester kennen lernen konnte. Vorab möchte ich gleich erwähnen, dass beide Bücher in sich abgeschlossen sind und unabhängig voneinander gelesen werden können.
Ich verrate nichts, weil es in der Kurzbeschreibung schon erwähnt ist, weshalb Annie sich auf einmal bei ihrer Schwester wiederfindet. Den Grund gibt es in den Büchern öfter. Was mir diesmal gut gefallen hat, war allerdings, dass Annie einen Aushilfsjob in einem Buchladen bekommen kann. Ich denke mal, dass ist der Traum vieler Leseratten, täglich mit Büchern umgehen zu können und den Kunden Bücher empfehlen, die wir selber schon gelesen haben.
Allerdings ist nicht alles so, wie Annie es sich wünscht. Da ich sie in mein Leserherz geschlossen hatte, wartete ich voller Ungeduld auf den Moment, wo sich endlich alles klären sollte. Aber es tauchen noch weitere Probleme auf und es gab Momente, da dachte ich Jane Austen lässt grüßen. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, schließlich lieben Millionen Leserinnen ihre Bücher noch heute.
Mich hat dieses Buch gut unterhalten, allerdings muss ich gestehen, dass mir andere Bücher der Autorin wesentlich besser gefallen haben. Ich möchte aber trotzdem nicht unerwähnt lassen, dass es einiges gab, was ich klasse fand. So schön es sein mag, einen kleinen Buchladen zu führen, die Probleme, die es damit gibt, wurden auch berücksichtigt und schon hatte ich ein sehr aktuelles Thema, das hier behandelt wurde und da merkt man, dass die Autorin sich auch damit sehr beschäftigt  und tolle Ideen reingebracht hat. So hat sie vieles miteinander verbunden, das wären beispielsweise Romance, Alltagsgescheehen, Klischees - ja auch diese kamen in meinen Augen vor, Verwicklungen und und und.


Fazit:
Wer mehr über den Traum eines Buchladens lesen möchte und wissen will, was die Küsse damit zu tun haben, sollte dieses Buch lesen. Es ist eine unterhaltsame und leichte Lektüre, bestens geeignet zum Zwischendurchlesen.

Dienstag, 5. März 2019

Rezension - Hundeherz und Liebesglück


Autorin: Petra Schier

Titel: Hundeherz und Liebesglück

Genre: Kurzroman

Version: eBook

erschienen: 1. März 2019

Seiten: 128

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: MIRA Taschenbuch




Über die Autorin:
Seit Petra Schier 2003 ihr Fernstudium in Geschichte und Literatur abschloss, arbeitet sie als freue Autorin und Lektorin. Neben ihren zauberhaften Weihnachtsromanen schreibt sie auch historische Romane. Sie lebt heute mit ihrem Mann und einem deutschen Schäferhund in einem kleinen Ort in der Eifel.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Flugbegleiterin Elke hat sich auf entspannte Urlaubstage im Wellness-Hotel gefreut. Stattdessen ist sie jetzt in der Ferienwohnung auf einem Bauernhof untergebracht, wo sie sich völlig fehl am Platz fühlt. Nur schwer kommt sie mit der unverschämt offenen Art der Bäuerin klar und dass Schäferhündin Ania ihr kaum von der Seite weicht, macht ihr Angst. Als dann auch noch Jungbauer Bruno auftaucht, ist Elke völlig überfordert. Warum rüttelt schon sein Anblick ihre Gefühlswelt so durcheinander? Am liebsten würde sie gleich wieder abreisen. Aber dann spürt sie, wie mit jedem weiteren Tag ihre Anspannung nachlässt. Langsam beginnt sie, sich auf das ruhige Landleben einzulassen, genauso wie auf die Liebe der treuen Ania und vielleicht sogar ein wenig auf Bruno.


Meine Meinung:
Mit Begeisterung lese ich immer wieder und besonders gerne Bücher von Petra Schier. Hier hatte ich nun "nur" einen Kurzroman, aber ich freue mich über jedes Buch von ihr, egal ob dick oder dünn. Außerdem hat sie es verstanden in diesem Kurzroman sehr vieles zu vermitteln.
Ich reiste mit Hilfe der Autorin mal wieder nach Lichterhaven, einem hübschen Ort an der Nordsee, wo man gerne wohnt oder zumindest Urlaub machen möchte. Urlaub wollte Elke dort machen, allerdings wurde er ganz anders, als sie es sich vorgestellt hatte. Ich möchte jetzt nicht zu sehr auf den Inhalt und Einzelheiten eingehen, weil ich zuviel verraten müsste. Auf jeden Fall spielte, eigentlich wie immer, ein Hund eine sehr wichtige Rolle im Buch.
Ich mag den Schreibstil der Autorin und diesmal war es mal etwas anders als sonst, aber es passte alles bestens. Da es ja ein Kurzroman ist, hatte ich das Buch natürlich sehr schnell durch gelesen.


Fazit:
Falls jemand die Wartezeit zwischen den Büchern von Petra Schier überbrücken möchte, sollte dieses lesen, es eignet sich bestens. Natürlich kann es auch vielen anderen Gründen gelesen werden. 😉 Es bietet eine hervorragende Unterhaltung und macht Lust auf mehr Bücher. Ich empfehle es auf jeden Fall sehr gerne.

Rezension - Annas Rückkehr


Autorin: Rose Philipps

Titel: Annas Rückkehr

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. Februar 2019

Seiten: 392

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Bookspot Verlag




Über die Autorin:
Rose Philipps lebt mit ihrer Familie und vielen Haustieren in ländlicher Umgebung. Seit ihrer Schulzeit interessiert sie sich für die geschichtlichen Vorgänge aller Epochen und veröffentliche bereits einige Unterhaltungsromane. Als Rose Philipps ihre Festanstellung aufgab und Mitinhaberin eines kleinen Unternehmens wurde, fand sie endlich Zeit für ihren ersten zeitgeschichtlichen Roman, «Annas Rückkehr« zu recherchieren.
Rose Philipps ist in Ingolstadt geboren und aufgewachsen und lebt seit vielen Jahren in der Nähe von München. Nachdem sie einige Jahre als freiberufliche Kommunikationsberaterin tätig war, widmet sie sich nun ganz dem Schreiben. „Annas Rückkehr“ ist Rose Philipps erster Titel für den Bookspot Verlag. Davor hat sie bereits zahlreiche Bücher in anderen Verlagen veröffentlicht. In ihrem Buch brilliert Philipps als gefühlvolle Vermittlerin zwischen den Ständen des NS-Regimes und schafft es, die Emotionen greifbar zu machen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Berlin, 1935. Elli genießt als Frau eines hohen NS-Funktionärs ein privilegiertes Luxusleben. Durch Zufall lernt sie Grete kennen, die mit ihrem Mann und den beiden Kindern in einer ärmlichen Hinterhofwohnung lebt. Damals ahnen die Frauen noch nicht, dass das Schicksal ihre Leben eng miteinander verknüpft hat. Als Gretes behinderte Kinder unter der Führung von Ellis Ehemann in das Visier des NS-Regimes geraten, steht die Frau, die sich nichts sehnlicher als Nachwuchs wünscht, vor einer schweren Entscheidung. Soll sie ihre Nähe zum Regime nutzen, ihren Mann verraten und damit sich selbst in Gefahr bringen? Schnell ist das Fadenkreuz der Behörden auf sie gerichtet und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt…


Meine Meinung:
Ich lese ja sehr gerne Bücher, deren Geschehnisse in der Vergangenheit liegen, wobei es nicht immer Mittelalter sein muss, auch die jüngere deutsche Vergangenheit ist sehr interessant. Auf jeden Fall machte mich die Kurzbeschreibung dieses Buches neugierig.
Ich sollte Elli und Grete, die beide in der Kurzbeschreibung erwähnt wurden, kennen lernen, aber in der Hauptsache ging es um Anna, die wieder nach Berlin zurück gekehrt ist und wissen wollte, weshalb sie als Mädchen nach Amerika ausreisen musste.
Die Geschichte spielt in zwei Zeitabschnitten, Annas Rückkehr findet 1955 statt und die Reise in die weitere Vergangenheit findet zwischen den Jahren 1933 und 1945 statt. Ereignisreiche Jahre waren es für sehr viele Menschen und nicht jeder hat verstanden, wie sich so manches entwickeln konnte oder besser gesagt, es fehlte das Verständnis für die oft unmenschlichen Handlungen. Aber es kam auch nicht niemand dagegen an.
Die Autorin hat sehr realistisch beschrieben, was alles passierte, wenn jemand dem Regime hörig war und bedingungslos alles glaubte und danach handelte. Annas Geschichte und auch die von Elli und Grete ist sehr berührend. Mir als Leserin sind alle Frauen ans Herz gewachsen und ich habe mit ihnen gelitten und mich ab und zu auch freuen können, aber das war leider nicht allzu oft.
Rose Philipps hat sehr ausführlich über das Leben von Elli und Grete berichtet, manches war mir etwas zu weit ausgeholt, denn eigentlich wollte ich ja wissen, was mit Anna passiert ist. Aber im Nachhinein war es schon klar, weshalb sie das gemacht hat. Ich sollte dadurch besser verstehen, wie das alles passieren konnte.


Fazit:
Ein sehr informatives Buch über eine Zeit, die nicht nur in Deutschland für sehr viel Leid gesorgt hat. Es macht nachdenklich und berührt einen und mich hat es auch noch sauer gemacht, ich musste mich über so viele ärgern, allerdings bin ich froh, dass nicht zu dieser Zeit gelebt habe. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



#AnnasRückkehr #NetGalleyDE

Rezension - Der fabelhafte Geschenkeladen


Autorin: Manuela Inusa

Titel: Der fabelhafte Geschenkeladen

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. Februar 2019

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag




Über die Autorin:
Manuela Inusa hat bereits Kurzgeschichten, Kinder- und Jugendbücher sowie Liebesromane veröffentlicht, im Selfpublishing erreichten ihre E-Books insgesamt 8 Mal die Kindle-Top-100. Im November 2015 erschien ihr erster Verlagsroman "Jane Austen bleibt zum Frühstück" bei Blanvalet/Random House. "Der kleine Teeladen zum Glück", der Auftakt der "Valerie Lane"-Reihe, schaffte es auf Anhieb auf die SPIEGEL-Bestesellerliste, genauso wie Band 2, 3 und 4: "Die Chocolaterie der Träume", "Der zauberhafte Trödelladen" und "Das wunderbare Wollparadies". Die Autorin ist gelernte Fremdsprachenkorrespondentin und lebt mit ihrem Ehemann und ihren beiden Kindern in ihrer Heimatstadt Hamburg. Sie liebt es zu reisen, liest vorzugsweise Thriller und könnte jeden Tag Spaghetti essen. Außerdem hat sie eine Vorliebe für Tee und britische Popmusik. Besuchen Sie sie gerne auf Facebook oder Instagram.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Orchid liebt ihren kleinen Geschenkeladen, mit dem sie sich ihren Lebenstraum erfüllt hat. In Orchid’s Gift Shop gibt es alles, was das Herz begehrt, wie wunderbare Düfte, Badeperlen und selbstgemachte Kerzen. Doch das größte Geschenk, das Orchid anderen gibt, ist ihre Zeit. Immer gut gelaunt hat sie stets ein offenes Ohr für jedermann. Nur ein Mensch vertraut sich ihr nicht an, und das ist ausgerechnet Orchids Freund Patrick. Schon länger scheint es in der Beziehung zu kriseln, doch selbst ihre besten Freundinnen wissen keinen Rat. Und als Orchid endlich beschließt, Patrick vor die Wahl zu stellen, erfährt sie etwas, das sie nie für möglich gehalten hätte …


Meine Meinung:
Wie heißt es so schön in der Werbung für dieses Buch: "Eine Straße zum Verlieben – in der Valerie Lane werden Herzen erobert und Träume wahr ..." Dem kann ich nur zustimmen, ich habe mich tatsächlich in diese kleine Straße verliebt und freue mich immer wieder, wenn ich ein weiteres Buch aus dieser Serie in der Hand habe und lesen kann. Inzwischen sind mir als Leserin ja alle wohlbekannt und ich habe jedes Mal das Gefühl, vor Ort zu sein. Zu gerne würde ich solch eine Straße mal wirklich kennen lernen, aber das wird wohl nicht möglich sein, deshalb freue ich mich umso mehr auf eine weitere Folge.
Diesmal stand Orchid im Vordergrund, sie betreibt den fabelhaften Geschenkeladen, hach, zu gerne würde ich dort mal stöbern, aber ich wiederhole mich. Also Orchid steht im Vordergrund und ich erfahre einiges sehr privates von ihr. Nicht immer kann ich jedes Verhalten von ihr nachvollziehen, aber auch nicht das, anderer Personen. Allerdings klärt sich am Ende vieles und ich kann es gut verstehen. Hier hat die Autorin mich mit einer Wendung der Geschichte überrascht, damit hätte ich so nicht gerechnet. Aber ich fand es interessant und werde hier natürlich nichts verraten.


Fazit:
Ich habe mich ein weiteres Mal in der Valerie Lane wohl gefühlt und freue mich schon auf das nächste Buch. Aber zunächst empfehle ich allen, auch diese Folge zu lesen.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die Tote im Dünenhaus


Autorin: Ulrike Busch

Titel: Die Tote im Dünenhaus 

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 27. Februar 2019

Seiten: 215

Altersempfehlung: Erwachsene






Über die Autorin:
Die Sehnsucht nach Meer und weitem Horizont verspürt Ulrike Busch, seit sie denken kann. Fasziniert von Nord- und Ostsee und von der grenzenlos erscheinenden, grünen Landschaft Norddeutschlands zog sie 1986 aus ihrer Geburtsstadt Essen nach Hamburg. Auf den nordfriesischen Inseln und Halligen, auf dem nordfriesischen Festland und an der Ostseeküste ist sie seitdem fest verwurzelt. Sie liebt die Menschen mit ihrer Geradlinigkeit, Bodenständigkeit und ihrem schnörkellosen Dialekt und Spaziergänge bei Wind und Wetter, wenn der Nordwestwind ihr den Geruch von Salz und Tang um die Nase weht. Viele Jahre war die promovierte Sprachwissenschaftlerin als selbstständige Texterin und Technische Redakteurin tätig. 2013 entdeckte sie eine neue berufliche Leidenschaft: das Schreiben von Romanen - die natürlich in Norddeutschland spielen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das hat Okko Knudsen gerade noch gefehlt: Der frischgebackene Outdoor-Unternehmer ist mit Professor Bubendey im Süden Amrums verabredet. Im Dünenhaus am Wriakhörnsee wollen sie ein Naturschutzprojekt für Jugendliche vorbereiten. Doch statt des Biologen findet der Bruder von Hauptkommissar Kuno Knudsen die Leiche einer jungen Frau in dem Gebäude vor. Hat Bubendey den Mord begangen? Oder handelt es sich um einen gezielten Akt der Amrumer gegen Ulf Janssen? Der verhasste Unternehmer aus Hamburg will das Dünenhaus erwerben und stößt dabei auf heftigen Widerstand der Insulaner. Während Kuno Knudsen und Arne Zander sich in den verzwickten Fall vertiefen, verfolgt eine wie aus dem Nichts aufgetauchte Kollegin von Inselreporter Friedrich Fliegenfischer einen Plan ...


Meine Meinung:
Mit diesem Buch hatte ich nun den 6. Fall von der Kripo Wattenmeer vor mir liegen und ich war ein weiteres Mal begeistert. Ulrike Busch hat wieder einen sehr guten Krimi geschrieben, für mich war es geheimnisvoll, sie hat Spannung aufgebaut und mich mit Wendungen überrascht.
Inzwischen sind mir die Ermittler ja sehr vertraut und ich begleite sie gerne bei ihrer Arbeit, aber auch in ihrem Privatleben.  Letzteres ist für mich als Serienjunkie sehr wichtig, wobei ich es nicht mag, wenn das Private überhand nimmt. Hier hat die Autorin die richtige Mischung gefunden und ich konnte mich sogar an FF erfreuen, der mich doch ein manches Mal etwas genervt hat. Wer das nun ist und was so alles passierte, werde ich hier nicht verraten. Fans der Serie wissen eh, wen ich meine und alle anderen werden ihn kennen lernen.


Fazit:
Jedes Buch ist für sich abgeschlossen und kann allein gelesen werden, allerdings empfehle ich immer gerne die Bücher einer Serie in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Zumindest ich mache das gerne. Aber wer darauf keine Lust hat, ein Einstieg ist jederzeit möglich.
Das Buch kann mit KU gelesen werden.

Mittwoch, 27. Februar 2019

mal etwas anderes - Ulla als Bloggerin unterwegs

Es ist manches Mal schon sehr interessant, wie sich so alles entwickelt. Ich möchte hier eigentlich über ein Treffen berichten, wo ich mich als Bloggerin vorgestellt und über die Tätigkeit erzählt habe.  Aber meine Gedanken schweifen ab und deshalb hole ich jetzt mal etwas aus. Keine Angst bei Adam und Eva beginne ich nicht 😉

Vor drei Jahren habe ich das Buch "Abschiedskonzert" gelesen. Auf das Buch wurde ich durch den Kontakt zur Autorin aufmerksam und was ich noch interessanter fand, ich stellte fest, dass das Buch in einem Verlag erschienen ist, den wir hier in Düsseldorf haben. Nun bin ich ja immer sehr neugierig und nahm irgendwann Kontakt zu Detlef Knut vom Verlag edition oberkassel auf. Zu gerne hätte ich mir ja mal die Räumlichkeiten oder so angesehen. Das war jetzt nicht möglich, aber ich wurde zu einem Autorenfrühstück eingeladen, dass alle vier Wochen in der Düsseldorfer Altstadt in der Destille stattfindet.

Nun ja, es dauert eine Weile, bis ich denn endlich mal einen Samstag gefunden hatte, an dem ich dort hingehen konnte.  Es war sehr interessant, ich lernte einige Autoren kennen, die kurze Ausschnitte aus bereits erschienenen oder sich in Arbeit befindenden Büchern lasen. Unter anderem auch Thomas Dellenbusch, der mich mit seiner Lesung so sehr begeisterte, dass ich mir sofort zwei seiner Bücher  besorgte und lesen wollte, obwohl es "nur" Kurzromane in meinen Augen sind. Aber er versteht es in dieser Kürze reichlich Spannung aufzubauen. Außerdem hat er den Kopfkino-Verlag gegründet und ist im Selfpublisher-Verband sehr aktiv.  Im Bereich Rheinland leitet er die Treffen und zu einem war ich als Bloggerin eingeladen, wo ich zum ersten Mal darüber berichten konnte.

Bei meinem ersten Besuch in der Destille hatte ich mich als Bloggerin zu Wort gemeldet und aus dieser Sicht eine Meinung zu dem Vorgelesenen gegeben. Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich nicht mal an einem anderen Samstag vorbei komme und aus meiner Tätigkeit berichten wollte. Natürlich wollte ich das, es dauerte allerdings wieder einige Monate, bis ich Zeit hatte.




Dieses Bild wurde während meines
Vortrages in der Destille gemacht.















An diesem Tag war Michael Schönberg anwesend, der Autor und  der 1. Vorsitzende des WAV - Westdeutscher Autorenverbandes ist. Von ihm wurde ich gefragt, ob ich bei einem der Treffen einen längeren Vortrag halten würde. Was ich natürlich gerne bejaht habe. Und nun bin ich fast am Ende meiner Vorrede.  Jetzt kann ich von dem Treffen berichten,  an dem ich als erstes meinen Vortrag halten durfte und dann Sabine Giesen aus ihrem Buch "Sein Gelübde" vorgelesen und uns noch über Serienmörder und andere Hintergründe zum Buch  informiert hat.




Ich hatte ca 45 Minuten Zeit, etwas über mich als Leseratte und über meine Bloggertätigkeit zu berichten.
Wie das immer so ist, habe ich an einiges nicht gedacht, das fiel mir dann auch erst hinterher ein.
Aber ich denke, ich konnte einen guten Überblick vermitteln und habe gerne Fragen beantwortet, die einige interessierte Zuhörer an mich hatten.


Die Bilder hat mir übrigens Elke Seifert zur Verfügung gestellt und die ich mit freundlicher Genehmigung des Verbandes hier einstellen darf.

Jaja, wer mich kennt, weiß, dass meist mehrere Fotos gemacht werden müssen, da meine Augen ganz gerne und sehr oft "zwinkern"




Sabine Giesen liest und stellt uns die
Beteiligten ihres Buches vor.

Hierbei dreht es sich um einen Serienmörder, den sie in der Eifel sein Unwesen treiben lässt.













Die Anwesenden, in der Mehrzahl Autoren lauschen aufmerksam dem Vortrag und der Lesung












So ein Zufall aber auch 😉
ich hatte zu dem Buch ja eine Rezension geschrieben und dank meines Handys konnte und durfte ich diese dort vorlesen.


Ich denke, dass Sabine Giesen das gut fand und Michael Schönberg ebenfalls, zumindest hatte er nichts dagegen, dass ich mich kurz vor Ende noch einmal zu Wort meldete.




Mir hat der Abend sehr gut gefallen, ich habe viele neue Autoren kennen gelernt und mir bereits bekannte wieder gesehen. Neue Kontakte wurden geknüpft und ich denke auf der Buchmesse, die  am 28.4. stattfindet, werden sie noch vertieft.




Übrigens, auf der Buchmesse werde ich mit zwei Bloggerfreundinnen vertreten sein:


Claudia Perc von

Missis Leseecke klick hier

und

Andrea Salzberger von

Starlings Bücherhimmel klick hier







Was ich noch erwähnen wollte, in beiden von mir erwähnten Verlagen sind so viele tolle Bücher erschienen, ich muss mich echt zusammen reißen und mich zurück halten. Denn es gibt tatsächlich eine Sucht nach Büchern, die mir immer zuflüstert, das willst Du auch lesen und schau mal dort, da sind so tolle Bücher, willst Du nicht auch.....  Will ich schon, kann ich aber nicht. Aber Euch meinen lieben Lesern empfehle ich es gerne, klickt doch einfach mal auf meine verlinkten Seiten.

Dienstag, 26. Februar 2019

Rezension - Die Fliedertochter


Autorin: Teresa Simon

Titel: Die Fliedertochter

Genre: Roman, Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und Hörbuch

erschienen: 11. Februar 2019

Seiten: 497

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne Verlag




Über die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine geheimnisvolle Schneekugel. Das Erbe einer starken Frau. Eine Liebe, die sich nie erfüllt hat.

Berlin 1936. Die Sängerin Luzie Kühn steht ganz am Anfang ihrer Karriere und träumt von einem Leben im Rampenlicht. Doch als Jüdin fühlt sie sich nicht mehr sicher und verlässt Berlin in Richtung Wien. Sie verliebt sich in den charismatischen Bela Król und schwebt im siebten Himmel, doch schon bald wird klar, dass Luzie auch in Wien nicht sicher ist ...

Berlin 2018. Paulina Wilke wird von ihrer mütterlichen Freundin Antonia gebeten, in Wien ein Erbstück für sie abzuholen. Sie ahnt nicht, dass die Reise nach Wien ihr Leben verändern wird ...


Meine Meinung:
Bisher hat mich Teresa Simon mit ihren Büchern begeistern können und deshalb war ich natürlich neugierig auf dieses neue Buch von ihr. 
Wie gewohnt nimmt sie uns Leser mit auf eine Reise in die Vergangenheit und verbindet Ereignisse der Gegenwart wunderbar mit denen aus der jüngeren Vergangenheit.
Paulina Wilke reist im Auftrag einer sehr lieben Freundin nach Wien, um dort ein Erbstück für sie abzuholen. Keine ahnt, dass es ein Tagebuch ist und was es alles bewirkt. Im Wechsel konnte ich mit Paulina im Tagebuch von Luzie Kühn lesen. Luzie musste Berlin verlassen und reiste zu Verwandten nach Wien. Niemand durfte erfahren, dass sie Jüdin ist und so erfuhr ich nebenher wieder sehr vieles über das, was damals leider geschehen ist. So war ich dann mehrmals in Wien, mit Luzi Ende der 30er und Anfang der 40er Jahre und mit Paulina jetzt in der Gegenwart.
Die Autorin hat es wieder einmal bestens verstanden und alles sehr fesselnd geschildert. Ich war genau so neugierig wie Paulina und am Ende wie sie überrascht. Obwohl ich als Leserin einen Wissensvorsprung hatte und mir einige Entwicklungen schon gedacht hatte.
Das Buch hat mich also gefesselt, neugierig gemacht und berührt. Jeder weiß, was damals alles passiert ist, aber mit einer Protagonistin, die mein Leserherz erobert hat, habe ich so richtig mitgelitten. Luzie musste Entscheidungen treffen, die uns sicher auch schwer gefallen wären und dann gibt es noch andere Personen, sie sich im Laufe der Jahre sicher immer wieder gesagt haben, was wäre gewesen, wenn.... Wobei ich darauf jetzt nicht eingehen möchte, es sollte jeder selber lesen und sich Gedanken machen.


Fazit:
Ein gelungenes Buch, das unterhält, informiert, einen berührt und vieles mehr. Mir hat es sehr gut gefallen und ich empfehle es gerne weiter.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 24. Februar 2019

Rezension - Waldstettener G'schichten - Tante Adelheids Schloss


Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Waldstettener G'schichten - Tante Adelheids Schloß

Genre: Gegenwartsliteratur

Versin: eBook

erschienen: 21. Februar 2019

Seiten: 261

Altersempfehlung: Erwachsene






Über die Autorin:
Brigitte Teufl-Heimhilcher lebt in Wien, ist verheiratet und bezeichnet sich selbst als realistische Frohnatur. In ihren heiteren Gesellschaftsromanen setzt sie sich mit gesellschaftspolitisch relevanten Fragen auseinander. Sie verwebt dabei Fiktion und Wirklichkeit zu amüsanten Geschichten über das Leben - wie es ist, und wie es sein könnte.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Völlig unerwartet erbt Gloria das Schloss ihrer Ahnen – doch es ist baufällig und liegt am Ende der Welt. Verkaufen scheint die einzige Möglichkeit, dummerweise verliebt sich Gloria in das alte Gemäuer. Waldstetten hat zwar nicht viel zu bieten, aber es gehört zur Modellregion für das bedingungslose Grundeinkommen, und ein Einkommen könnte Gloria gut brauchen, denn die Kunstgeschichtlerin ist seit Längerem auf Jobsuche. Gemeinsam mit Freund Daniel zieht sie ins Schloss, kämpft gegen bröckelndes Mauerwerk, den wenig entgegenkommenden Bürgermeister, den Argwohn der Waldstettener und fragt sich bald: Was war los mit meinen Vorfahren? Welche Geheimnisse verbergen sich hinter den alten Schlossmauern?


Meine Meinung:
Die Autorin ist bekannt dafür, dass sie Bücher im Genre "heiterer Gesellschaftsroman" schreibt und auch dieses Buch wird dort angesiedelt.  Wobei sie diesmal einige Aspekte unter dem Motto "was wäre wenn" aufgenommen hat.
Manch einer hat sich schon mal gewünscht ein Schloss zu erben, besonders dann, wenn man solches in einer schönen Gegend entdeckt hat und sich vorstellt, wie es ist, dort zu leben. Ebenso finden einige die Idee eines "Bedingungslosen Grundeinkommens" nicht schlecht. Allerdings kaum einer hat sich vielleicht mehr Gedanken darüber gemacht.
Gloria erbt ein Schloss von ihrer Tante Adelheid und steht nun vor der Überlegung, was sie damit machen soll. Zufällig befindet sich das Schloss in einer Region, wo besagtes Einkommen an alle Bewohner ausgezahlt werden soll.
Birgitte Teufl-Heimhilcher hat uns Lesern nun geschildert, was Gloria und ihre Freunde  alles unternehmen und wie sich das Leben im Dorf entwickelt. Durchaus realistisch kommt es einem vor. Natürlich spielt nicht nur das eine Rolle, auch das Zusammenleben und Verhalten untereinander wird  in der Geschichte ausgenommen. Ein weiteres Mal hat die Autorin es geschafft und unterhaltsam über das wahre Leben berichtet, selbst wenn nicht alles so passieren würde, aber es könnte ja sein.
Allen Beteiligten hat sie interessante Charaktere zugeordnet und ich konnte alle sehr gut leiden, manche ein bisschen mehr und ich habe ebenfalls "na endlich" gesagt, aber warum, das verrate ich nicht.


Fazit:
Waldstettener G'schichten, davon wird es noch mehr geben und darauf freue ich mich. Aber zunächst empfehle ich allen erst einmal dieses Buch zu lesen. Unterhaltsam und unaufregend, das lese ich immer wieder gerne.