Freitag, 30. Oktober 2020

Rezension - Tango, Torte und ein Mord


Autorin: Ele Wollf

Titel: Tango, Torte und ein Mord

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 30. Oktober 2020
erschienen: Taschenbuch später

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene





Über die Autorin:
Nach dreißig Berufsjahren als Krankenschwester, nach einem Umweg als Galeristin und Vermieterin von Ferienwohnungen auf der Insel Borkum lebt Ele Wolff heute in Leer/Ostfriesland. Auch wenn sie keine waschechte Ostfriesin ist, (in Frankfurt/Main geboren) betrachtet sie sich doch als Gesinnungsostfriesin und gibt sich ganz ihren kriminellen Energien hin. 
Ele Wolff: "In Ostfriesland, hinter den Deichen, im Watt und auf den Inseln geschehen manche unheimlichen Dinge, von denen niemand etwas weiß. Das ist genau die Umgebung, die die Fantasie anregt. In den Geschichten kann ich Gedanken ausleben, die man im wahren Leben nicht so leicht findet oder die unangebracht sind. Ich kann unliebsame Ehemänner oder Chefs entsorgen, reich durch Erbschaft werden oder einfach in einen anderen Erdteil flüchten. Und was besonders von Vorteil ist: Schreiben ist spannend und es macht nicht dick." 


Kurzbeschreibung, übernommen:
Torten in allen Variationen sind Emely Petersens Leidenschaft und die serviert sie mit Freude den Gästen in ihrem Café Kluntje in dem idyllischen ostfriesischen Küstenort Neuharlingersiel. Sie liebt ihr beschauliches, gediegenes Leben an der Nordseeküste. Das ändert sich jedoch, als sie eines Tages einen toten Mann in ihrem Ohrensessel im Café bemerkt, der noch kurz zuvor bei ihr Tee und Aprikosentorte bestellt hatte. Seine Begleiterin allerdings hatte inzwischen unbemerkt das Café verlassen. Emely setzt alles daran, um herauszufinden, was für ein Mensch dieser Mann war, der die Dreistigkeit besessen hatte, in ihrem Café sein Leben auszuhauchen. Schließlich konnte diese Tatsache ungeheuer geschäftsschädigend sein und das wollte Emely auf gar keinen Fall auf sich sitzen lassen.


Meine Meinung:
Ich stelle es mir gerade vor, ich sitze gemütlich in einem Café, genieße Tee und Torte und dann sitzt in einem Sessel ein toter Mann. Da mache ich mir doch meine Gedanken, oder? Auf jeden Fall wollte Emely der Sache nachgehen. Ihr gehört das Café Kluntje. Ich durfte sie dabei begleiten und lernte auch ihre Familie kennen. Gleichzeitig bekam ich natürlich mit, was sich dort im Alltagsleben alles abspielt. Sehr sympathische Leute lernte ich dabei kennen. Ich will jetzt nicht weiter auf den Inhalt eingehen, aber es kann sich jeder vorstellen, dass Emely alles herausfand und glücklicherweise dabei auch eine große Hilfe dabei hatte. 
Ele Wolff hat mir nicht nur den Mund wässrig gemacht, denn es wurde so tolle Torten hergestellt, sie hat mich auch an das Buch gefesselt. Wenn ich einmal drin bin im Geschehen, dann will ich natürlich auch wissen, wie es ausgeht. Dank der flüssigen Schreibweise konnte ich das Buch in einem Rutsch durchlesen.


Fazit:
Liebt Ihr Krimis, in denen es nicht so blutrünstig zugeht und man als Leser auch mit rätseln kann? Dann empfehle ich dieses Buch. Es ist ja die erste Folge, in der Emely ermittelt und ich freue mich schon auf weitere.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Ich hatte in der Vergangenheit bereits einige Bücher von ihr gelesen und war nun neugierig auf dieses neue. 

Mittwoch, 28. Oktober 2020

Rezension - Taubenblut



Autor: Lutz Kreutzer

Titel: Taubenblut

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. September 2020

Seiten: 462

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Kampenwand Verlag (Nova MD)



Über den Autor:
Lutz Kreutzer veröffentlicht sowohl als Verlagsautor wie auch als Selfpublisher Thriller und Spannungsromane und gibt für den Gmeiner-Verlag die Buchreihe "Die gruseligsten Ort in (München, Köln, Hamburg ...)" heraus. Sein erster Thriller 'Schröders Verdacht' schaffte es auf Platz 1 im amazon kindle Shop, sein Roman 'Gott würfelt doch' auf Platz 1 der amazon Belletristikliste. Lutz Kreutzer ist der Veranstalter des Self-Publishing-Day. Er lebt und arbeitet in München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
»Hey, Fritz, jetzt keine Geschichten Es sind zwei Morde passiert. Zwei tote Mädchen. Wahrscheinlich aus Thailand. Mit Rubinen oder sowas im Ohr.« 

Ein Mann macht sich auf den Weg, nachdem er in Schande aus seinem albanischen Bergdorf verjagt wird. Bald werden in einem bayerischen Baggersee zwei Tote entdeckt. Fritz Sperber und Martha Kieninger vom Landeskriminalamt in München übernehmen einen dubiosen Mordfall, der sie mit Habgier, Eifersucht und einer exotischen Liebeskultur zusammenprallen lässt. Welche Rollen spielen der thailändische Guru, der Staatssekretär, die Nonnen und ein Wiener Edelsteinhändler? Die wertvollsten Edelsteine der Welt werden Taubenblut genannt - Rubine von unvergleichlicher Schönheit. Dieser Thriller zeigt, wie Gewinnsucht, Machtbesessenheit und Leidenschaft sämtliche Dämme brechen lassen. Raffiniert hält der Autor der Gesellschaft den Spiegel ihrer Doppelmoral vor Augen. Ein spannungsgeladener Kriminalfall um Mord, Tabus und Skrupellosigkeit. Schauplätze sind Albanien, Bayern, Birma (Myanmar), Thailand und Österreich 


Meine Meinung:
Ich hatte zwar schon ein paar Bücher von Lutz Kreutzer gelesen, aber Fritz Sperber und Martha Kieninger kannte ich bisher noch nicht. Deshalb fand ich es sehr gut, dass ich durch vergangene Begebenheiten Fritz Sperber kennen lernen konnte. Außerdem auch andere Beteiligte, die wichtige Rollen in der Geschichte übernehmen mussten. Meist langweilt mich das am Anfang eine Buches, aber der Autor hat einen besonderen Schreibstil und interessante Erzählweise. Ich war von Anfang an an das Buch gefesselt. 

Ich möchte jetzt nicht näher auf den Inhalt des Buches eingehen, denn durch die Kurzbeschreibung erfährt jeder Leser schon einiges und auch Fragen werden gestellt. Allerdings möchte ich erwähnen, dass ich Personen kennen lernen musste, die mir von Anfang an sehr unsympathisch waren und dann andere, die ich sofort in mein Leserherz geschlossen habe. Mir begegnete reichlich Scheinheiligkeit und das kann ich ja überhaupt nicht leiden. Ich brachte sehr viel Verständnis auf und musste an anderer Stellen mit dem Kopf schütteln. Ich finde, dass Lutz Kreutzer es bestens verstanden hat, er hat mich an das Buch gefesselt und ich war mittendrin. Hoffte und bangte und freute mich. Zu lachen hatte ich auch reichlich, mir hat es ungemein gefallen, wie nach einen Standort gesucht wurde und mit welchen Mitteln auf Verfolgungsjagd gegangen wird. Die Dialoge dazu fand ich einfach köstlich und natürlich gehörte die grantelige Person auch dazu. Habe ich nun alle neugierig gemacht?


Fazit:
Ein spannendes und unterhaltsames Buch, aber nicht nur das, es vermittelt auch jede Menge Wissen und gibt besondere Situationen hervorragend wieder. Ich gebe gerne fünf Sterne und unbedingt eine Leseempfehlung. Achja, freut Euch auf Kamele 😉


Beim Autor und Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Weil du mich riefst


Autorin
: Emma Wagner

Titel: Weil du mich riefst

Genre: Roman

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 27. Oktober 2020

Seiten: 474

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Tinte & Feder




Über die Autorin
Emma Wagner kam 1982 in Niedersachsen zur Welt. Zum Studium der Germanistik und der Biologie verschlug es sie nach Heidelberg. Diese herrliche Stadt wurde ihrem Ruf in Emmas Falle mehr als gerecht, denn sie hat ihr Herz in Heidelberg verloren. Dort lebt sie dementsprechend immer noch - inzwischen glücklich verheiratet - mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Kann die Liebe siegen, wenn das Schicksal andere Pläne hat? 
Tina führt mit ihrem Vater in London ein Restaurant. Als ein Gast behauptet, der Armreif, der einst ihrer Mutter gehört hat, stamme aus Zypern, ist ihre Neugier geweckt. Ihr Vater bestreitet jede Verbindung dorthin, trotzdem beschließt Tina, den Urlaub mit ihrer besten Freundin für Nachforschungen zu nutzen und reist auf die Insel der Götter. Dort verliebt sie sich nicht nur in die malerische Landschaft, sondern auch in den hilfsbereiten Alec. Bald jedoch scheint es, als würde er ihr etwas verheimlichen. Hat es mit der Geschichte ihrer Eltern zu tun? Und wer ist der Mann mit der Narbe im Gesicht? Eine Reise in die Vergangenheit beginnt, die mehr verändert, als Tina je für möglich gehalten hätte.


Meine Meinung:
Ich gestehe, dass ich mich mit Zypern bisher nur oberflächlich beschäftigt habe. Nachdem ich das Buch ausgelesen hatte, änderte sich das. Warum das so ist?
Emma Wagner hat in ihrem Buch im Grunde zwei Geschichten erzählt. Ich lernte Sarima und Yasin kennen. Durch Rückblenden in das Jahr 1974 erfuhr ich sehr viel über die Insel und das Leben dort. In der Gegenwart befanden sich Athina und Alec. Athina wollte einem Rätsel auf die Spur kommen und reiste dafür nach Zypern und lernt dort Alec kennen. Sie erzählt uns Lesern ihre Erlebnisse und Eindrücke. Beide Erzählstränge waren sehr gut beschrieben und ich wurde regelrecht an das Buch gefesselt. Die Kapitel wechselten sich immer ab und ich hätte am liebsten immer sofort gewusst, wie es bei den jeweiligen Personen weiterging. Dadurch baute die Autorin natürlich eine gewisse Spannung auf. Aber ich habe brav immer schön der Reihe nach gelesen. Was natürlich zur Folge hatte, dass ich das Buch wirklich nicht zur Seite legen konnte.
Natürlich werden nicht nur einfach die Erlebnisse und Eindrücke geschildert, kleinere oder sogar größere Nebenschauplätze brachten zusätzlich eine gewisse Würze ins Geschehen. Besonders nachdenklich haben mich die Begebenheiten im Jahr 1974 gemacht, aber auch, dass heute noch so viel zu sehen ist. Ich möchte nicht näher auf alles eingehen. Aber es ist wirklich sehr interessant zu lesen. Natürlich auch, welche Schicksale damit zusammen hängen. In dem Buch geht es um die große Liebe, unerfüllte Liebe, Hoffnungen, Geheimnisse, Freundschaft, Zusammenhalt und leider auch um Hass und Ungerechtigkeiten. So vieles hat die Autorin miteinander verknüpft. Außerdem wurden den Personen besondere Charaktere eingehaucht, die durchaus realistisch waren, denn bei vielen dachte ich, solche Leute trifft man leider zu allen Zeiten an.
Das Cover gefällt mir natürlich sehr gut, denn ich war oft auf Kreta und mag solche griechischen Eindrücke. Besonders berührend fand ich dann auch die Stelle, zu der der Buchtitel gehörte.


Fazit:
Eine wunderschönes berührendes Buch, das mir sehr gut gefallen hat. Ich könnte noch weiter davon schwärmen, aber das würde den Rahmen sprengen und deshalb gebe ich dem Buch nicht nur fünf Sterne sondern spreche ausdrücklich eine Leseempfehlung aus.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#Weildumichriefst #NetGalleyDE

Montag, 26. Oktober 2020

Rezension - Mord in Milano



Autorin: Beate Boeker

Titel: Mord in Milano

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 5. Oktober 2020

Seiten: 330

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Midnight by Ullstein



Über die Autorin:
Der erste Roman der USA Today Bestseller-Autorin Beate Boeker wurde im Jahr 2008 von dem Verlag Avalon Books in New York veröffentlicht. Heute ist eine große Auswahl ihrer unterhaltsamen Krimis, romantischer Komödien und Kurzgeschichten auf Englisch verfügbar. Ihre Bücher wurden für viele Auszeichnungen nominiert, z.B. dem Golden Quill Contest, dem National Readers' Choice Award, und den Best Indie Books.
Bücher mit einem Sinn für Humor und einem Hauch von Verrücktheit sind ihre Schwäche. Obwohl sie Deutsche ist, entschied sie sich, zunächst nur auf Englisch zu schreiben, weil sie in den USA mehr Hilfe bei der Entwicklung ihrer schriftstellerischen Fähigkeiten fand. Jetzt übersetzt sie ihre Bücher auch ins Deutsche und verlegt einen großen Teil dieser Romane über den Ullstein Verlag, insbesondere die erfolgreiche cozy crime Reihe “Florentinische Morde”.
Beate Boeker ist Betriebswirtin mit internationalem Schwerpunkt. Sie spricht Englisch, Französisch und Italienisch, ist weit gereist, arbeitet heute als Unternehmensberaterin im Marketing und lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Deutschland.
Der Name Beate kommt aus dem Lateinischen und bedeutet 'die Glückliche', während Boeker auf Plattdeutsch 'Bücher' heißt. Mit so einem Namen kann man nur Bücher mit einem glücklichen Ende schreiben, daher der Name ihrer Webseite: http://www.happybooks.de


Kurzbeschreibung, übernommen:
Um dem Trubel zu entgehen, den die chaotische Familie Mantoni rund um Carlinas und Stefanos Verlobung veranstaltet, heiraten die beiden kurzentschlossen in Florenz. Doch wie immer scheinen Carlina und der Commissario vom Unglück verfolgt zu werden. Am Abend der Hochzeit wird Dorotea, die neue Freundin von Carlinas Bruder Enzo, erschossen. Da Dorotea die Inhaberin eines bekannten Modeimperiums war, nimmt Polizeihauptkommissar Cervi die Ermittlungen selbst in die Hand. Für ihn ist klar: Liebhaber Enzo ist der Hauptverdächtige – schon, weil er Doroteas gesamtes Vermögen erbt. Verzweifelt bittet Enzo Commissario Garini und Carlina um Hilfe. Die beiden reisen mit ihm nach Mailand, um Enzo vor den Intrigen der Modewelt zu bewahren …



Meine Meinung:
Es ist nicht leicht, sich von der Familie Mantoni zu lösen. Die Erfahrung machen nicht nur Carlina und Stefano, mir ergeht es ebenso. Es gibt Momente, da nerven sie ungemein, dann bringen sie einen zum Lachen und es passiert auch, dass man sich freut, wenn jemand aus der Familie plötzlich auftaucht.
Jetzt in der siebten Folge wollen Carlina und Stefano endlich heiraten. Sie haben sich etwas einfallen lassen, damit die Familie sie nicht nerven kann und eigentlich klappt alles bestens. Bis zu dem Moment, wo die Freundin von Carlinas Bruder erschossen wird. Statt Hochzeitsreise stehen nun Ermittlungen an. Ich bin dabei und darf alles beobachten. Klar, dass sich weitere Familienmitglieder einmischen. 
Tja, die Familie, ich war ja richtig froh, dass ich nur die Leserin von allem sein musste. Ich bin mir nicht sicher, ob ich schreiend weglaufen würde. So konnte ich aber mit einer gewissen Gelassenheit alles verfolgen und mich über Tante Violetta amüsieren, obwohl es manchmal grenzwertig war, was sie so machte. Ich verrate nichts. 
Beate Boeker konnte mich auch diesmal wieder begeistern, es war durchaus spannend geschrieben, denn es gab reichlich Verdächtige. Irgendwann hatte ich eine leichte Ahnung und war gespannt, ob ich richtig lag. Es gab nicht nur reichlich Verdächtige, den meisten Beteiligten wurden besondere Charaktere zugeordnet. Ich hatte ziemlich schnell eine Liste mit den Personen, die mir sehr sympathisch waren oder mich nervten. Außerdem gab es einige, die ich nicht mochte und ist es schlimm, wenn ich die Getötete nicht mochte? 


Fazit:
Spannung und Humor, beides sehr gut miteinander verbunden. Ein Familienclan, der immer wieder für Überraschungen sorgt. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten und gebe gerne eine Leseempfehlung. Dem Buch gebe ich sehr gerne fünf Sterne.


Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 


#MordinMilano #NetGalleyDE

Sonntag, 25. Oktober 2020

Rezension - Mookie Weihnachten mit Schwein


Autorin: Laura Wohnlich

Titel: Mookie  Weihnachten mit Schwein

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. September 2020

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Heyne Verlag



Über die Autorin:
Laura Wohnlich, 1992 in Basel geboren, schreibt eigentlich schon immer. Unter anderem wurden ihre Texte im Entwürfe-Magazin und in der WELT veröffentlicht. Sie war Mitglied beim jungen Theater Basel, stand auf der Bühne und verfasste Drehbücher. 2017 erhielt sie vom Literarischen Colloquium Berlin ein Aufenthaltsstipendium. 


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hört nur, wie lieblich es grunzt. Wenige Tage vor Weihnachten steckt Joachim mitten in der Sinnkrise. Seit Wochen geht er kaum noch vor die Tür. Wird sich das jemals wieder ändern? Doch dann bekommt Joachim völlig überraschend ein Schwein geschickt. Einfach so, per Post. Ohne Absender, dafür quicklebendig. Joachim kann sich keinen Reim darauf machen. Und so fasst er einen folgenschweren Entschluss: Gemeinsam mit seinem neuen Haustier, das er auf den Namen Mookie tauft, wagt er sich hinaus in die Winterkälte, um das Rätsel zu lösen. Ein unglaubliches Abenteuer nimmt seinen Lauf …


Meine Meinung:
Wer bekommt denn zu Weihnachten ein Schwein geschenkt? Diese Frage stellte ich mir und wollte natürlich eine Antwort darauf haben. 
Die Geschichte in dem Buch begann so gar nicht weihnachtlich. Ausführlich musste ich von Joachim lesen, der sich furchtbar hängen lässt. Er hat Probleme, denen er sich nicht stellt, sondern lieber trinkt und die Wohnung verkommen lässt. Mein Fall war das gar nicht und ich überlegte, ob ich das wirklich lesen wollte. Zum Glück war die Neugierde doch groß und ich erlebte, wie ein kleines Schweinchen in sein Leben tritt. Wir beide überlegten, wer ihm das wohl geschickt haben mag und ich begleitete Joachim auf der Suche nach demjenigen. In diesem Fall hat das Schweinchen, das den Namen Mookie erhielt ,vieles bewirkt, also ein Glücksschwein. Es gab überraschende Wendungen, interessante Erfahrungen und vor allem ein Ende, über das ich schmunzeln musste.


Fazit:
Nach einem, für mich, unglücklichen Start mit dem Buch, hat mir die Geschichte dann doch gefallen. Also empfehle ich keinem, das Buch nicht zu lesen.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Ein Winter im Alten Land


Autorin: Julie Peters

Titel: Ein Winter im Alten Land

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 22. September 2020

Seiten: 330

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rütten & Loening




Über die Autorin:
Julie Peters, Jahrgang 1979, war Buchhändlerin und studierte Geschichte, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Heute arbeitet sie als Schriftstellerin und Übersetzerin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Winterzauber und Honigduft. Hamburg im Winter: Die Ärztin Bea achtet darauf, niemanden an sich heranzulassen. Als eine alte Patientin verschwindet und nur ein Tagebuch zurücklässt, lernt sie deren Neffen Tom kennen, der die Imkerei seiner Tante übernommen hat, sich aber nur wenig um die schlafenden Bienenvölker kümmert. Dann entdeckt Bea im Tagebuch seiner Tante den Hinweis darauf, dass die Population von einer gefährlichen Krankheit bedroht ist. Jetzt muss schon ein Weihnachtswunder passieren, um sie zu retten. Doch Tom und Bea geben nicht auf, und bei dem gemeinsamen Kampf um die Bienen kommen die beiden sich näher ...


Meine Meinung:
Nachdem ich das Buch "Ein Sommer im Alten Land" gelesen hatte, war mir klar, dass ich auch wissen will, was dort im Winter passiert. Diesmal stand Bea im Vordergrund und was sehr wichtig ist, es ging auch um Bienen, die in vieler Hinsicht nützlich für uns sind.
Bea arbeitet als Ärztin in einer Klinik und lernt dort Grete kennen. Ihr Neffe Tom soll sich während ihrer Abwesenheit um die Bienen kümmern, was ihm allerdings nicht so recht gelingt. Nun, es ist manchmal schwierig, wenn man die Erfahrungen der älteren nicht annehmen will und meint, alles besser zu wissen. Beas Interesse wird geweckt und sie steckt auf einmal mittendrin im Abenteuer Bienen und Honig.
Julie Peters hat mir nicht nur einiges an Wissen über Bienen vermittelt, sie hat auch die Stimmung der Adventszeit eingefangen. Von hektisch bis gemütlich war alles dabei. Die Beteiligten haben ich fast alle in mein Leserherz geschlossen und war sehr gespannt, wie sich alles entwickeln würde. 
Die Autorin hat das erwähnte Wissen durch Tagebucheintragungen an mich weiter gegeben. Es gab immer wieder, während des Alltagsgeschehens um Bea und Tom, Kapitel mit Auszügen aus dem Tagebuch von Grete. Grete gab uns allen ein Rätsel auf, natürlich werde ich hier nicht mehr dazu verraten. Auf jeden Fall fühlte ich mich gut unterhalten und habe das Buch zügig durchgelesen. 


Fazit:
 Nun war ich im Sommer und im Winter im Alten Land, ich habe Alix und Bea kennen gelernt. Ich würde mich freuen, wenn ich dort auch zu den anderen Jahreszeiten sein könnte. Gerne gebe ich für das Winter-Buch eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Autoreninterview Benita Königbauer alias Nita Koning


Liebe Benita,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Zunächst schreibe ich ja immer etwas darüber, wie ich meine Interviewpartnerin kennen gelernt habe. Die meisten Autoren, die ich interviewt habe, konnte ich auf der einen oder anderen Buchmesse treffen. Wir beide kennen uns jetzt „nur“ durch meine Mitgliedschaft im Bloggerportal des Self Publisher Verbandes. Bevor ich meine Fragen stelle, informiere ich mich immer im WWW über meine Interviewpartnerin und los geht es.

Ich habe bei meiner Recherche heraus gefunden, dass Du als Benita Königbauer Sachbücher schreibst und als Nita Koning bisher ein Kinderbuch veröffentlicht hast. Die Anzahl der Sachbücher ist dabei natürlich bedeutend höher. Wie kommt es, dass Du erst „spät“ Deinem Wunsch nachgekommen bist, ein Buch zu schreiben. Ich denke mir, dass Du als fünfjährige wohl eher nicht daran gedacht hast, später mal Sachbücher zu schreiben.

Nee, Sachbücher hatte ich da sicher nicht auf dem Radar 😅 das hat sich auch eher „zufällig“ ergeben.

Sachbücher erlauben mir, aus den Erfahrungen derer zu lernen, die ein bestimmtes Problem vor mir gelöst haben. Für mich ist das einer der schnellsten und effektivsten Wege, mich zu entwickeln. Meine Sachbücher sind eine Form, dazu beizutragen und Danke zu sagen, für alles, was ich durch Bücher lernen durfte.

Mein erstes Sachbuch „Abenteuer Wunschkanzlei“ ist das Buch, das ich selbst gerne gelesen hätte, als ich nach fünf Jahren Selbständigkeit völlig erschöpft an meinem Schreibtisch saß und auf die Kanzlei blickte, die ich niemals wollte. Es baut die Brücke zu einem Unternehmen für das man morgens mit Freude aus dem Bett springt.

„Umsatzsteuer für Online-Coaches“ entstand, weil ich für meine Kund*innen Fragen recherchieren musste, für die es damals buchstäblich nirgendwo klare, geordnete Antworten gab.

„Steuern für eBook-Autoren“,„Buchführung im Flow“ und „Dream Team“ habe ich geschrieben, um meinen Leser*innen das Leben mit ihren Finanzen leichter zu machen.

Der gemeinsame Nenner all dieser Bücher ist, dass ich es schwer aushalten kann, dass es ein Problem gibt, zu dem man noch kein Buch kaufen kann.

 

Du hattest als Kind die Idee, eine Autorin wie Astrid Lindgren zu werden. War sie Deine Lieblingsautorin und welche Bücher hast Du von ihr gelesen?

Ehrlich gesagt, stand der Name „Astrid Lindgren“ für mein fünfjähriges Ich einfach stellvertretend für „Autorin“ - also jemand, der diese wundervollen Geschichten erschafft, in die ich so gerne eintauchte! Über den Menschen Astrid Lindgren wusste ich damals nicht viel, erst viel später habe ich mehr über sie erfahren, was mich sehr berührt hat.

Ich erinnere mich, dass ich mich sehr verbunden gefühlt habe - und daran hat sich nichts geändert - mit Pippi Langstrumpf (obwohl meine lieben Eltern wirklich alles daran gesetzt haben, mich zu einer Annika zu erziehen) und mit Ronja Räubertochter. Ich war immer eine ziemliche Einzelgängerin, doch die beiden hätte ich sehr gerne in meiner Welt gehabt.

 

Kannst Du Dich noch an weitere Bücher erinnern, die Du als Kind gerne gelesen hast? 

Wo soll ich anfangen ... ;) mit vier Jahren habe ich meine Mutter drangsaliert, mir vor dem Schlafengehen das Alphabet zu zeigen. Wenig später nahm meine Leseleidenschaft mit den vier Buchstaben der örtlichen Tankstelle ihren Anfang. Seither verschlinge ich Buchstaben.

Ich hatte und habe unzählige Lieblingsbücher. Fast alle Bücher, die ich gelesen habe, haben mich auf die eine oder andere Weise berührt. Aus meiner Kinderzeit sind mir besonders die Bücher von Michael Ende ans Herz gewachsen, als Pferdemädchen und Abenteuerfan natürlich auch Serien wie „Bille und Zottel“, „Fünf Freunde“, die „Drei ???“ oder Jo Furmingers „Pony Club“ Bücher.

Vielleicht ungewöhnlich, vielleicht auch nicht: auch meine Kinderbibel, die Göttergeschichten der römischen und griechischen Mythologie und die kindgerecht aufbereiteten Lebensgeschichten verschiedener klassischer Komponisten haben mich sehr fasziniert.

Etwas später kamen dann auch Cozy Mystery und Detektivgeschichten dazu. Oh, und Fantasy. Drachen, Zauberer, Fabelwesen ... ganz ehrlich - ich würde immer noch furchtbar gerne mal auf einem Besen oder einem Drachen reiten :)

 

Auf Deiner Homepage habe ich gelesen, dass Du gerne liest, hast Du jetzt als Erwachsene Zeit dazu und welches Genre bevorzugst Du dabei?

Ich lese immer noch zwischen 25 und 50 Büchern pro Jahr. Als Business-Coach sind da natürlich jede Menge Sachbücher dabei. Neben den klassischen Mindset-Themen interessieren mich dabei auch natürliche Ernährung und Gesundheit, denn ohne eine stabile Partnerschaft mit dem eigenen Körper wird’s auch mit dem beruflichen Erfolg nichts.

Und dann ... natürlich nach wie vor auch zauberhafte Fantasy, spannende, humorvolle Krimis, sehr gerne auch die Bücher meiner Autoren-Kolleg*innen. Ich habe das Glück, ein paar sehr produktive und talentierte Selfpublisher zu meinen Freunden zählen zu dürfen. Das ist natürlich immer etwas ganz Besonderes :)

 

Wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du noch einen zeitaufwendigen sogenannten Brotjob. Wann findest Du die Zeit um Bücher zu schreiben?

Ganz ehrlich - das frage ich mich manchmal auch :D 

Nein, im Ernst, ich denke das ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens. Momentan habe ich drei Unternehmen, zwei Ehrenämter und ein sehr erfülltes Privatleben.

Ein wesentliches Erfolgsrezept ist wohl, dass ich das Schreiben zu einem festen Bestandteil meines täglichen Lebens gemacht habe. Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich nicht schreibe. An manchen Tagen sind es nur 20 kleine Wörter, manchmal werden es bis zu 10.000 - je nachdem, was mein Alltag gerade hergibt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass ich etwa 80-90% meiner Bücher am Handy schreibe. Meine Software funktioniert online und offline und synchronisiert reibungslos über sämtliche meiner Geräte, so dass ich tatsächlich immer und überall schreiben kann: im Büro, auf dem Sofa, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in der Toilettenschlange auf Rock-Konzerten, an der Supermarktkasse ... ich kann jede freie Minute nutzen, wenn ich das möchte - und so kommt ein Buch zum anderen ;)

 

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist tatsächlich extrem unterschiedlich. Ein paar meiner Bücher sind innerhalb von zwei Wochen entstanden, andere haben ein ganzes Jahr gebraucht, bis ich dieses spezielle Gefühl hatte: „Jetzt ist es fertig! Besser wird’s nicht.“

Ich schreibe auch nicht linear ein Buch nach dem anderen, sondern meistens mehrere Bücher parallel. Es hängt also auch immer ein bisschen davon ab, was ich gerade sonst noch schreibe.

 

Ich erwähnte ja bereits, dass Du als Nita Koning ein Buch geschrieben hast, es trägt den Titel „Malu – der kleine Flughund“. Gibt es noch weitere Pläne? 

Oh ja! Wenn du wüsstest, was in meinem Kopf los ist, würdest du mich wahrscheinlich für verrückt halten!

Neben Malu und seiner kleinen Schwester Lily, die mir gerade ihr zweites Abenteuer erzählen, wohnen dort zur Zeit noch Holly, eine junge Hexe, und ihr Pegasus. Außerdem klärt gerade eine neugierige Krimiautorin mit Hilfe ihres Labradors und ihrer Ziege den Mord an ihrem Vermieter auf. Ich bin schon sehr gespannt, wie das alles ausgeht :)

 

Du bist Mitglied im Self Publisher Verband und veröffentlichst Deine Bücher verlagsunabhängig, hast Du diese Entscheidung schon mal bereut?

Eigentlich nicht. Meine Sachbücher haben häufig Themen zum Inhalt, die schnellen und häufigen Änderungen unterworfen sind. Als Selfpublisher kann ich da unglaublich schnell reagieren, meine Bücher überarbeiten und ein Update oder bei umfassenden Änderungen gleich eine neue Auflage hochladen.

Als Verlagsautorin müsste ich hier erst den Verlag von der Relevanz der Änderungen überzeugen und dann einen vergleichsweise langwierigen Prozess abwarten. Abgesehen davon ist es für einen Verlag möglicherweise höchst unrentabel, eine neue Auflage zu bringen, wenn noch größere Bestände der alten Auflage auf Lager liegen. Auch das verzögert den Prozess ... und ich muss gestehen: Geduld ist nicht mein zweiter Vorname ;)

Als Sachbuch-Autorin habe ich in meinem Bereich eine anerkannte Expertise und meine Bücher behandeln Spezial-Themen, die es anderweitig noch nicht gibt. Über meine Unternehmer-Community erreiche ich meine Wunsch-Leser*innen vergleichsweise leicht.

Bei Malu ist das anders. Die Story ist wirklich gut (habe ich gehört), doch ich erreiche damit einfach zu wenige Menschen. Ich habe keine Community und damit auch keine eigene Reichweite im Bereich Kinderbuch. Deshalb denke ich gerade ernsthaft darüber nach, für Malu einen geeigneten Verlag zu finden, der ihm das Fliegen besser beibringen kann, als ich.

 

Was bringt Dir diese Mitgliedschaft?

Ehrlich gesagt, das weiß ich noch gar nicht so genau. Ich bin noch nicht lange dabei. Tom Oberbichler hat mir davon erzählt, wie sich der Verband für die Selfpublisher einsetzt - ich finde das ist eine gute Sache und möchte es gern unterstützen. Also bin ich eingetreten :)

Und es hat sich bereits wieder gezeigt, dass das Universum keinen positiven Gedanken unbeantwortet lässt: kaum dabei, lerne ich hier so zauberhafte Menschen wie dich kennen, die uns Autor*innen die Gelegenheit geben, Menschen unsere Bücher vorzustellen und damit ihr Leben zu bereichern. Danke dafür :)

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen und weshalb?

Astrid Lindgren natürlich, weil sie mich unbekannterweise so sehr inspiriert hat.

Außerdem würde ich sehr gerne mit Goethe einen Cappuccino in Venedig  trinken, weil er so eine positive Haltung zum Leben hatte. Vielleicht käme Schiller noch dazu und wir könnten uns über die spannenden Eigenwilligkeiten der Menschheit austauschen?

Shakespeare würde ich gerne auf ein Bier in London treffen, einfach weil ich seinen hintergründigen Humor mag.

 

Wie immer stelle ich viele Fragen und vergesse vielleicht doch die eine oder andere, deshalb gebe ich Dir hier die Möglichkeit: was wolltest Du uns Lesern schon immer mal mitteilen?

Ja! Ich möchte DANKE sagen! Unsere Bücher wären nur bedrucktes Papier (oder eine unnütze Sammlung von Pixeln), wenn niemand darin eintauchen und etwas daraus mitnehmen würde!

Ganz besonders danken möchte ich allen Menschen, die sich außerdem die Zeit nehmen, uns Autor*innen wissen zu lassen, was unser Buch für sie bewirkt hat.

Ich kann das Gefühl kaum in Worte fassen, wenn mir ein Leser eine eMail schreibt, oder ich eine neue Rezension entdecke. Das geht unter die Haut, manchmal mehr als das Schreiben selbst.

Euer Feedback ist das Feuer unter unserem Hintern an den Tagen, an denen wir müde sind, uns ideenlos fühlen, unsere Helden in eine Ecke manövriert haben, oder aus sonst irgend einem Grund unser Manuskript aus dem Fenster werfen möchten. Euretwegen schreiben wir in diesen Momenten weiter. DANKE!

Zu guter Letzt möchte ich mich bei Dir bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen hast und Dich meinen Fragen stellst.

 

 Und ich danke Dir ebenfalls.

 

 An dieser Stelle zeige ich immer gerne ein Buch, stellvertretend für alle bereits erschienenen:


Malu - Der kleine Flughund

Wenn alles, was du liebst, plötzlich verschwindet ... 
... sind Mut, Vertrauen und Freunde dein größter Schatz! 
Was Malu sieht, als er seine Augen öffnet, ist selbst für den frechen, abenteuerlustigen kleinen Flughund zu viel! Während er friedlich in seiner Palme schlief, scheint er in eine völlig fremde Welt gereist zu sein! Alles sieht ganz anders aus und wo ist seine Familie? 
Nach dem ersten Schrecken nimmt er entschlossen all seinen Mut zusammen und macht sich auf eine abenteuerliche Suche voll fremder Wesen, großer Aufgaben, neuer Freunde und alter Geheimnisse. 
Wird es Malu gelingen, alle Abenteuer zu bestehen und rechtzeitig den Weg zurück in seine Welt zu finden, um seine Familie vor der drohenden Gefahr zu beschützen, die auf sie lauert? 
Egal, ob du ein Kind bist oder ein Kind in deinem Herzen wohnt - du wirst diese Geschichte lieben, denn wer kann schon einem kleinen Helden widerstehen, der sich so tapfer seinem Schicksal stellt!

 

 

Wer noch mehr über die Autorin oder  ihre Bücher erfahren möchte, kann dies hier:

Nita Koning

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Homepage klick hier


Benita Königbauer 

Amazonautorenseite klick hier

Homepage klick hier

Samstag, 24. Oktober 2020

Rezension - Im schwarzen Wasser


Autorin: Petra Oelker

Titel: Im schwarzen Wasser

Genre: Krimi, historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Oktober 2020

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch




Über die Autorin:
Petra Oelker, geboren 1947, arbeitete als Journalistin und Autorin von Sachbüchern und Biographien. Mit «Tod am Zollhaus» schrieb sie den ersten ihrer erfolgreichen historischen Kriminalromane um die Komödiantin Rosina, neun weitere folgten. Zu ihren in der Gegenwart angesiedelten Romanen gehören «Der Klosterwald» «Die kleine Madonna» und «Tod auf dem Jakobsweg». Zuletzt begeisterte sie mit «Emmas Reise», einer Road Novel in der Zeit nach dem 30jährigen Krieg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Endlich! Komödiantin Rosina ermittelt wieder im historischen Hamburg. 
Als Lehrling Jakob an einem Maimorgen 1774 die Gerberei an der Kleinen Alster betritt, liegt ein Leichnam in der ätzenden Lohebrühe. Mord!, stellt der Stadtphysikus fest. Der Tote war Erfinder mechanischer Geräte und fremd in der Stadt – wem konnte er im Weg gewesen sein? Dem Gerberlehrling? Oder unbekannten Auftraggebern? 
Weddemeister Wagner und Komödiantin Rosina konzentrieren ihre Ermittlungen schnell auf das Eimbecksche Haus, das Ratsweinkeller und Auktionshaus beherbergt – sowie die Totenkammer der Stadtleichenfrau, für die Entsorgung der Verstorbenen ebenso zuständig wie für die Bergung ausgesetzter Säuglinge. Die neugierige Leichenfrau pflegt diskrete Verbindungen in alle Kreise. Und ist kurz darauf spurlos verschwunden ...


Meine Meinung:
Nach sehr vielen Jahren hatte ich endlich wieder ein "Rosina"- Buch in der Hand. Ich hatte noch in Erinnerung, dass mir die vorherigen Bücher damals alle sehr gut gefallen haben und freute mich wirklich auf das Wiedersehen. Meine anfängliche Sorge, dass ich vielleicht nicht richtig in die Geschichte reinkomme, weil ich einiges vergessen haben könnte, war unbegründet. Vieles wurde kurz erwähnt, was mir gefallen hat und das Lesen erleichterte.
Es war wieder toll von Rosina und ihren Freunden zu lesen. Mir hat es gefallen, gemeinsam mit Rosina durch das alte Hamburg zu gehen. Und vor allem natürlich, dass sie dazu beitragen konnte, den Fall zu lösen. Ein weiteres Mal hat es Petra Oelker geschafft und mich an das Buch gefesselt. So ganz nebenbei konnte ich wieder einiges vom Alltagsleben in Hamburg erfahren. Und wenn mich nun jemand fragt, ob ich noch mehr Bücher von und über Rosina lesen möchte, so lautet meine Antwort: eindeutig Ja. Zumal das Ende ja wirklich eine weitere Folgen versprechen könnte.


Fazit:
Die Fans von Rosina werden begeistert sein. Wer sie noch nicht kennt, kann dieses Buch durchaus lesen. Allerdings kann es sein, dass alle neugierig werden auf die Abenteuer der vorherigen Bücher und ich gebe für alle eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Rezension - Weihnachten in Cornwall


Autorin: Mila Summers

Titel: Weihnachten in Cornwall

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Oktober 2020 als TB
erschienen: 22. Oktober 2020 als eBook

Seiten: 308

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Independently published 



Über die Autorin:
Mila Summers wurde 1984 in Würzburg geboren, wo sie auch heute noch mit ihrem Mann, ihrer Tochter und ihrem kleinen Sohn lebt. Sie studierte Europäische Ethnologie, Geschichte und Öffentliches Recht und erfüllte sich mit der Veröffentlichung ihres ersten märchenhaften Kurzromans "Küss mich wach" einen großen Traum. Wenn sie nicht gerade Windeln wechselt, auf Reisen geht oder in den Büchern schmökert, die sich auf ihrem SuB häufen, gilt ihre Leidenschaft dem Schreiben humorvoller und romantischer, sowie dramatischer Geschichten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Amy ist Lektorin bei einem der größten Verlagshäuser Londons. Als sie dem erfolgreichsten Autor des Hauses unwissentlich auf den Schlips tritt, schickt ihr Chef sie kurzerhand zwei Wochen vor Weihnachten in den Zwangsurlaub. Also flüchtet sie sich zu ihrer Tante Cybill und ihrer schnuckeligen kleinen Buchhandlung nach Port Isaac in Cornwall, um ein paar ruhige Tage zu verleben. Doch da hat sie ihre Rechnung ohne das Schicksal und ein Paar türkisblaue Augen gemacht … 
Weihnachtlich turbulent und herzerwärmend amüsant – am besten mit einer Tasse heißer Schokolade und selbstgebackenen Cornish Fairings genießen (Rezept im Buch)


Meine Meinung:
Geht es Euch auch so? Die Geschichten in den Weihnachtsbüchern dürfen in meinen Augen durchaus rührselig und vorhersehbar sein. Das Drumherum ist da ausschlaggebend. Amy ist Lektorin und lernt viele erfolgreiche Autoren kennen. Ihre Tante Cybill hat eine kleine Buchhandlung in Cornwell. Wenn ich jetzt wählen sollte, welche Rolle ich übernehmen möchte, würde es mir schwer fallen. Also beschränke ich mich darauf, die beiden zu begleiten. 
Mila Summers hat sich einiges einfallen lassen, was die beiden in der Weihnachtszeit erleben sollten. Die beiden haben sehr schnell den Weg in mein Leserherz gefunden, sowie die meisten der weiteren Beteiligten. Eine Person konnte ich allerdings überhaupt nicht leiden und ich bin mir nicht sicher, ob ich ihr selbst an Weihnachten vergeben könnte. Aber wie erwähnt, gerade zu dieser Zeit sind die Menschen großzügig und rührseliger eingestellt.


Fazit:
Ein schönes leichtes und unterhaltsames Buch, bestens geeignet, jetzt gemütlich in einem Sessel sitzend, gelesen zu werden. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Mittwoch, 21. Oktober 2020

Rezension - Das Christkind in der Badewanne


Autor: Lutz Kreutzer

Titel: Das Christkind in der Badewanne

Genre: Vorlesegeschichte, Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 14. Dezember 2019

Seiten: 14

Altersempfehlung: Kinder, Jugendliche und Erwachsene





Über den Autor:
Lutz Kreutzer veröffentlicht sowohl als Verlagsautor wie auch als Selfpublisher Thriller und Spannungsromane und gibt für den Gmeiner-Verlag die Buchreihe "Die gruseligsten Ort in (München, Köln, Hamburg ...)" heraus. Sein erster Thriller 'Schröders Verdacht' schaffte es auf Platz 1 im amazon kindle Shop, sein Roman 'Gott würfelt doch' auf Platz 1 der amazon Belletristikliste. Lutz Kreutzer ist der Veranstalter des Self-Publishing-Day. Er lebt und arbeitet in München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Es schneit ohne Unterlass, und der kleine Junge, der mit seiner Familie am Berg wohnt, sorgt sich am Heiligen Abend, ob das Christkind denn auch kommen kann. Doch seine Schwester zeigt ihm, wie er seine Befürchtung los wird - nämlich in der Badewanne. Eine herzige Weihnachtsgeschichte, die davon erzählt, wie es früher war.


Meine Meinung:
Unter dem Buchtitel steht zwar, dass dies eine Vorlesegeschichte zu Weihnachten ist, aber ich finde, es ist bedeutend mehr. Vor allem für die, die vor fünfzig Jahren und mehr ganz aufgeregt auf das Christkind warteten. Zumindest ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen und freute mich über meine Erinnerungen, die der Geschichte ähnelten. 


Fazit:
Ob nun zum selber lesen oder vorlesen, die Geschichte ist sehr schön und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.


Beim Autor möchte ich mich vielmals bedanken.

Rezension - Der Zauber der Schneeflocken


Autorin: Holly Baker

Titel:  Der Zauber der Schneeflocken

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 5. Oktober 2020

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Piper Taschenbuch



Über die Autorin:
Holly Baker, die in den bunten 80ern geboren wurde, lebt mit ihrer Familie im Ruhrgebiet. Sie ist ein leidenschaftlicher Weihnachtsfan und liebt es, sich Geschichten auszudenken, die ihre Leserinnen zum Träumen bringen, sowie selbst in Romanen, Serien oder Filmen zu schwelgen. Unter ihrem richtigen Namen schreibt die Autorin auch Krimis und Fantasyromane.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein ganz besonderer Adventskalender zaubert weihnachtliche Glücksmomente zum Verlieben Seit Leni an Heiligabend vor zwei Jahren ihren geliebten Ehemann verlor, erinnert sie alles in der Weihnachtszeit an ihren Verlust, und die Trauer hat sie noch immer fest im Griff. Um Leni zurück ins Leben zu führen, haben ihre Zwillingsschwester Marie und ihre beste Freundin Emma deshalb dieses Jahr einen ganz besonderen Adventskalender für sie erstellt: Hinter jedem Türchen verbirgt sich eine Aufgabe, die Leni jene Weihnachtsvorfreude wieder näherbringen soll, die sie früher so begeistert ausgelebt hat. Dabei erhält sie Unterstützung von ihrer Familie und ihren Freunden – und bald auch von ihrem Nachbarn Erik, dem sie mit jedem Türchen langsam ihr Herz ein wenig mehr öffnet … 
»P.S. Ich liebe dich« für Weihnachtsfans! Holly Bakers berührender Roman ist perfekt für kuschelige Lesestunden vor dem Kamin.


Meine Meinung:
Ich suchte ein Weihnachtsbuch und als ich las, dass dies angelehnt ist, an das Buch "P.S. Ich liebe dich" war ich besonders neugierig, denn das Buch hat mir damals gut gefallen. Diesmal zogen sich die Aufgaben nicht über ein Jahr hin. Sie befanden sich in einem Adventskalender und der hat ja bekanntlich 24 Türchen oder wie in diesem Fall Socken.
Leni hat ihren Mann genau an Heiligabend verloren und mit dieser Dramatik startete die Geschichte. Zwei Jahre später trauert sie immer noch sehr extrem und zieht sich von allem zurück, was ihre Schwester und ihre Freundin nicht mit ansehen können. Sie lassen sich deshalb 24 Aufgaben einfallen, die erledigt werden müssen. Ich durfte dabei sein und befand mich in einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Ich war sauer über manche Reaktionen und konnte nicht immer Verständnis aufbringen. Ich empfand Freude, Trauer und hatte Tränen vor Rührung in den Augen.  Auf die Gründe will ich nun nicht näher eingehen, das wird jeder selber entdecken, wenn das Buch gelesen wird.
Wichtig für ein Weihnachtsbuch ist allerdings auch, dass der Zauber der Adventszeit vermittelt wird und es ein gutes Ende gibt. Das alles hat die Autorin geschafft.


Fazit:
Ein sehr gefühlvolles Buch, das jeder lesen sollte, der weinen kann und trotzdem sagt, ach, was ist das schön. 😉 Mir hat es gefallen und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals bedanken. 


Autorenlesung - Klaus Stickelbroeck - Fesseltrick

Auch in diesem Jahr war eine Premienlesung zu dem neuen Buch von Klaus Stickelbroeck geplant. Allerdings sah es lange Zeit gar nicht gut aus. Corona hat dafür gesorgt, dass vieles abgesagt werden musste. Aber zum Glück gibt es Konzepte, die ausgearbeitet werden konnten und mit Abstand und Maske durfte die Veranstaltung stattfinden.


Hartmann verstrickt sich! Privatdetektiv Hartmann ist mächtig genervt. Sein Kumpel Angie ist vorübergehend bei ihm eingezogen und feiert eine Party nach der anderen. Da kommt ihm ein neuer Fall gerade recht: Der Düsseldorfer Immobilien-König Lutz Busse wurde heimlich bei einem Clubbesuch mit frivolem Fessel-Event fotografiert und wird nun erpresst. Hartmann soll herausfinden, wer der Erpresser ist, damit Busse sich mit ihm einigen kann. Die Ermittlungen führen ihn in die Düsseldorfer BDSM-Szene, auf ausschweifende Partys und in geheime Privatclubs. Er trifft auf schlagfertige Frauen, frivole Finnen, trinkfeste Schlagerstars und brave Ehefrauen, die alles andere sind als das. Die rumänische Computerspezialistin Alina, Huren-Heinz und Regenrinnen-Rita helfen Hartmann, einen Fall aufzuriffeln, der verknoteter nicht sein könnte. Als er bei seinen Ermittlungen schließlich sogar auf eine Tote stößt, wird ihm schlagartig klar, dass aus einem kunstvoll geknoteten Strick ganz leicht eine tödliche Schlinge werden kann.






Alles ist vorbereitet ...

Dort stehen die beiden zuletzt erschienen Bücher:

Blondes Gift

und 

Fesseltrick






auch in diesem Jahr hat eine Leserin wieder einen 
tollen Premienkuchen gebacken. 

Ich muss doch mal nachfragen, wie er geschmeckt hat




Manches lässt sich nur mit dem guten alten Jägermeister ertragen... oder?

Auf jeden Fall gab es einen Grund, weshalb die Flasche auf dem Tisch bereit stand 😉


Letzte Vorbereitungen, bevor Klaus Stickelbroeck in seiner besonderen Art Auszüge aus dem Buch vorliest.











Während der eigentlichen Lesung habe ich zwar auch Bilder gemacht, aber der Scheinwerfer machte das Gesicht so blaß und ich habe ja nur mit meinem Handy fotografiert.

Obwohl ich das Buch schon kannte, hatte ich viel Spaß beim Zuhören. Ok, manchmal habe ich gleich zu Beginn gelacht, weil ich wusste, was alle anderen jetzt hören würden.
Klaus Stickelbroeck hat nicht nur eine besondere Art, Krimis zu schreiben. Nein, auch das Zuhören bereitet ungemein großes Vergnügen. 

Montag, 19. Oktober 2020

Rezension - Hope Street - Wie ich einmal englischer Meister wurde


Autor: Campino - Andreas Frege

Titel: Hope Street - Wie ich einmal englischer Meister wurde

Genre: Biografie, Roman

Version: eBook, Hörbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 5. Oktober 2020

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Piper



Über den Autor:
Campino, der mit bürgerlichem Namen Andreas Frege heißt, wurde 1962 in Düsseldorf geboren. Er ist der Frontmann der Düsseldorfer Band Die Toten Hosen, zu deren Gründungsmitgliedern er auch gehört. Als Sohn eines deutschen Vaters und einer englischen Mutter wuchs er in Düsseldorf auf, verbrachte aber viel Zeit bei seiner Verwandtschaft in England und ist seit Jahrzehnten glühender Fan des Liverpool FC, deren Spiele er regelmäßig live verfolgt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Er ist einer der populärsten Musiker Deutschlands. Aber das ist nur die halbe Geschichte. Die andere Hälfte fängt mit Kevin Keegan an, dem englischen Stürmer mit den wilden Locken. Der wurde in den 70ern zu Campinos großem Idol: Als zehnjährigem Sohn einer englischen Mutter und eines Richters aus Düsseldorf war ihm dieser Keegan Erlösung und Vorbild zugleich – ein cooler Engländer, der ihm zeigte, auf welcher Seite er zu stehen hatte. Seitdem verbinden sich in der Entscheidung für den besten Fußballverein der Welt die ganze Widersprüchlichkeit seiner Herkunft und die Liebe zu einem Land, das irgendwo zwischen Beatles und Brexit steht. – Von alldem, seiner Familie und der rasenden Leidenschaft zum Liverpool FC erzählt Campino in diesem Buch.


Meine Meinung:
Das hätte ich vor vielen Jahren nicht gedacht: ich lese ein Buch, das der Frontman der Düsseldorfer Band "Die Toten Hosen" geschrieben hat. Die Gruppe entwickelte sich aus der deutschen Punkbewegung und anfangs war ich überhaupt kein Fan von ihnen. Im Laufe der Jahre hat sich vieles geändert und es gibt, so glaube ich, kaum einen Düsseldorfer, der nicht bei einigen Liedern mitsingt. Ich möchte stellvertretend nur "Tage wie diese" nennen. Aber nun will ich etwas zu dem Buch schreiben, bevor ich noch weiter abschweife.
Andreas Frege, bekannter unter dem Namen Campino hat es sich nicht nehmen lassen und ein Buch geschrieben. In diesem Buch erzählt er, wieso er Fan von Liverpool FC wurde und was er im Laufe der Jahre als solcher erlebt hat. Nun mag sich der eine oder der andere fragen, wie kam es dazu. Tja, da muss Campino dann auch etwas ausholen und von seiner Familie erzählen. Das fand ich ausgesprochen interessant, denn seine Mutter war Engländerin und sein Vater Deutscher. Die Eltern hatten sich kurz nach dem Krieg kennen gelernt. Nun können sich bestimmt viele vorstellen, dass in dieser Familie einiges anders ablief. Im Wechsel lese ich also über seine Familie und von seinen Reisen zu den Spielen von LFC.  Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen, aber interessante Internas konnte ich lesen, was mich begeistert hat. Natürlich wird sehr viel über Fußball berichtet, aber mich hat es ganz und gar nicht gelangweilt. Es ist eben so, wenn man einem Fan folgen will.
Ach und was ich noch erwähnen wollte, als Düsseldorferin war es für mich klar, dass ich dieses Buch auf jeden Fall lesen wollte. 


Fazit:
Natürlich dreht sich in erster Linie alles um den englischen Meister, aber ich habe sehr viel über das Leben von Campino und seiner Familie erfahren, was auch ein bisschen zur Zeitgeschichte gehört. Sehr unterhaltsam und lesenswert und deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Rezension - Kreuzfahrt, Mord und Mittelmeer



Autoren: verschiedene - siehe unten

Titel: Kreuzfahrt, Mord und Mittelmeer

Genre: Krimi, Reise, Kurzgeschichten

Version: Taschenbuch

erschienen: 5. Oktober 2020

Seiten: 270

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : adakia Verlag UG




Die Namen der Autoren führe ich hier gerne auf, allerdings verzichte ich diesmal auf eine Vita, weil es hier sonst den Rahmen sprengen würde:

Julia Raabe, Petra Hartmann, Greta R. Kuhn, Heike Winter, Kerstin Lange, Carolin Roth, Bruno Woda, Joachim Speidel, Stefan Schreiber, Sabine Giesen, Fenna Williams, Laura Gambrinus, Martin Meyer, Jan Teuner, Brigitte Lamberts, Ursula Schmid-Spreer, Edith Anna Polkehn


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Seefahrt, die ist lustig, eine Seefahrt, die ist schön! Sie kann aber auch schön dramatisch, ganz schön kriminell oder sogar mörderisch sein. Je nachdem, wer sich mit Ihnen an Bord befindet. Und bei Tausenden von Passagieren kann der mit Problemen beladene Rucksack des Lebens schon mal zu perfiden Plänen führen. Rache, Eifersucht und Gier machen vor einer Mittelmeerkreuzfahrt nicht halt. Lassen Sie sich vom exklusiven Flair einer Kreuzfahrt, den vielfältigen Eindrücken der Landausflüge und von spannenden Kurzkrimis gefangen nehmen! Ein Kreuzfahrtschiff bildet einen Mikrokosmos auf hoher See. Verliebte und frisch Vermählte, aber auch Familien und rüstige Rentner lassen sich verwöhnen und genießen das Meer und die Landgänge. Doch mit dem Leben auf engstem Raum sind Eifersüchteleien, Streit und dicke Luft vorprogrammiert. Ein Heiratsschwindler trifft auf die perfekten Frauen, es kommt zu Diebstahl an Land, Morden und Ermittlungen. 17 AutorInnen präsentieren 19 Kurzkrimis auf einer Kreuzfahrtreise durch das Mittelmeer zwischen Barcelona, Marseille, Cannes, Palma de Mallorca und Rom.


Meine Meinung:
Im Moment ist das Reisen nicht ohne weiteres möglich, deshalb ist es schön, wenn ich mit einem Buch Gegenden besuchen kann, die ich noch nicht kenne oder endlich mal "wiedersehen" kann.
Eine Kreuzfahrt bietet diese Möglichkeit hervorragend an. Besonders im Mittelmeer gibt es so viele sehenswerte Städte, da lohnt es sich richtig. Wer nun allerdings ein Liedchen auf den Lippen hat, sollte vorsichtig sein, denn nicht immer ist eine Seefahrt lustig. 
Siebzehn Autorinnen und Autoren haben sich einiges einfallen lassen. Es sind nicht einfach nur Reiseberichte, nein, es sind Kurzkrimis. Unterhaltsam, spannend und humorvoll - es ist alles dabei. 
Mir hat bei diesem Buch sehr gut gefallen, dass die Geschichten so unterschiedlich waren und ich auch die Möglichkeit hatte, immer mal zwischendurch das Buch zur Seite zu legen. Denn ich meine, dass nicht alle Geschichten in einem Rutsch hintereinander gelesen werden sollen. Die Wirkung für die einzelne ist wesentlich größer und schöner.


Fazit:
Wer gerne verreist und spannende und unterhaltsame Geschichten mag, sollte hier zugreifen. Und keine Angst, solche Abenteuer kommen doch relativ selten vor 😉 Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.  Außerdem möchte ich noch erwähnen, dass die eine oder andere Geschichte mich neugierig gemacht hat und ich mehr von der Autorin oder von dem Autor lesen möchte.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 17. Oktober 2020

Autoreninterview - mal anders - KBV - Nachgefragt

Dieses Interview wurde mir freundlicherweise vom KBV-Verlag zur Verfügung gestellt

Klaus Stickelbroeck (*1963) lebt in Kerken am Niederrhein und arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. Seinen ersten Kurzkrimi veröffentlichte er im Jahr 2000. Der erste Kriminalroman »Fieses Foul« erschien 2007. »Fischfutter« (2010) wurde für den Friedrich-GlauserPreis als bester Kriminalroman des Jahres nominiert. Sein Serienermittler ist der Ex-Profifußballer und Privatdetektiv Hartmann. Stickelbroeck ist zudem einer der fünf »Krimi-Cops«, deren sechs Kriminalromane, zuletzt »Goldrausch« (2018), ebenfalls bei KBV erschienen sind. www.klausstickelbroeck.de, www.krimi-cops.de


Klaus Stickelbroecks „Kommissar Hartmann“ verstrickt sich 


Guten Tag, Herr Stickelbroeck. Privatdetektiv Hartmann ist wieder im Düsseldorfer Nachtleben auf Mörderjagd unterwegs. Dieses Mal schicken Sie ihn auf Ermittlungstour in die BDSM-Szene. Was hat Sie denn für den neuen Hartmann-Roman zur Recherche in diesem Milieu inspiriert? 

Klaus Stickelbroeck: Als alter Düsseldorfer hat Hartmann in den ersten Romanen in seinem vertrauten Wohnzimmer ermittelt. In seiner Heimatstadt kennt er sich aus, da kennt man ihn, da weiß er, was Sache ist. Ich lasse ihn jetzt in einer Szene ermitteln, die er sich neu erarbeiten muss. Ich fand es total spannend, ob und wie sich Hartmann auf unbekanntem Geläuf durch die turbulenten Situationen manövriert. Die BDSM-Szene kommt in sich geschlossen, leicht verrucht und verwegen daher. Ich war selbst gespannt, Hartmann bei seinen sehr temporeichen Ermittlungen am Limit zu beobachten. 


Sie sind nicht nur als Krimiautor, sondern auch als Polizist in Düsseldorf tätig. Inwieweit sind reale Erfahrungen aus Ihrem Polizistenleben in den Roman „Fesseltrick“ eingeflossen? 

Klaus Stickelbroeck: Das ist eine der spannenden Seiten meines Berufs, nämlich dass man als Polizist Menschen kennenlernt, die man sonst nicht kennenlernen würde und an Orte kommt, wo man vielleicht sonst so nicht unbedingt hinkäme. Über die Jahre kommt da einiges an einschlägigen Einsätzen zusammen. Ich sag immer, ich bin in jedem Club Düsseldorfs gewesen und hab hinter viele Kulissen gucken können. Herrlich. Und dann schaue ich genau hin, es kann ja immer was für den nächsten Krimi dabei sein. Davon profitiert gerade Fesseltrick enorm. Da ließ sich einiges einarbeiten, was die Szenen und handelnden Personen dann im Buch authentisch wirken lässt. 


Im nun achten Band der Hartmann-Reihe sind die bekannten „schrägen Vögel“ rund um den Ermittler auch wieder mit von der Partie: Regenrinnen-Rita, Nachbar Jonny, die smarte Computerspezialistin Alina mit den blauen Haaren, Angie und Huren-Heinz. Mithilfe seiner Kumpels gelingt es Hartmann sicherlich auch dieses Mal wieder, Licht ins Dunkel zu bringen. Was ist das Geheimnis ihres Ermittlungserfolgs? 

Klaus Stickelbroeck: Hartmann ist ein pfiffiger, schlagfertiger Privatdetektiv, der mit fast allen Wassern gewaschen ist, aber seine Fälle bekäme er alleine nicht gelöst. Glücklicherweise kann er sich auch dieses Mal auf sein Netzwerk verlassen, das beinahe wie ein gut sortierter Werkzeugkasten funktioniert. Einbrecherkumpel Angie hilft Hartmann Türen zu öffnen, wenn der keinen Schlüssel hat, die über zwei Meter große Regenrinnen-Rita behält die Übersicht, Alina drückt am PC die richtigen Tasten, der muskulöse Jonny guckt grimmig, wenn es grob wird. Es macht mir einen Heidenspaß Situationen zu entwerfen, in denen Hartmanns Clique zeigen kann, was sie drauf hat. Es entsteht ein turbulentes Geben und Nehmen, das mir total sympathisch ist. Erst genau diese verwegenen, schrägen Typen machen Hartmann erfolgreich. Ein bisschen bin ich ja auch Hartmanns Kumpel. 


Ihre schräg-komischen Figuren-Ensembles scheinen Sie mit schlagfertigen Frauen, frivolen Finnen, trinkfesten Schlagerstars und braven Ehefrauen, die alles andere sind als das, im aktuellen Krimi noch weiter ausgebaut zu haben. Wie haben sich die Charaktere der Hauptfiguren Hartmann & Co. im Vergleich zum Debütroman weiterentwickelt? 

Klaus Stickelbroeck: Das ist der große Vorteil einer Krimi-Reihe. Neben der Hauptfigur bekommen auch alle anderen Figuren in den Romanen die Chance, sich zu entwickeln. So behaupte ich im Debüt einfach, dass die als Prostituierte arbeitende, schwach drogensüchtige Regenrinnen-Rita eine treue Freundin ist. Erst in einem späteren Roman zeigt Rita mit viel Platz im Krimi, warum sie eine so tolle, liebenswerte Person ist. Und der Leser denkt, alles klar, deshalb schätzt Hartmann sie so sehr. Genauso Jonny. Von Roman zu Roman merkt man nach und nach, dass der schweigsame, Taxi fahrende Medizinstudent aus Ghana gar nicht so harmlos ist, wie er immer wortkarg daher kommt. Herrlich undurchsichtig. Über die Romane hinweg blitzt und schimmert es düster unter der Oberfläche, fügt sich ein unheimliches Puzzlestück ans nächste. Ehrlich, ich liebe Jonny, aber ganz geheuer ist er mir nicht. Ich bekomme manchmal beim Schreiben eine Gänsehaut. Mit dieser Figur bin ich noch lange nicht fertig. Und HurenHeinz? Hartmanns Lieblingszuhälter lernen wir in Fesseltrick von einer ganz speziellen Seite kennen. Da war ich selbst überrascht ... Und - zuletzt noch erwähnt - macht es riesig Spaß zu beschreiben, wie die Anderen auf einen sich stetig weiterentwickelnden, professioneller werdenden Hartmann reagieren. Auch das muss in einer KrimiReihe stimmig sein. 


Neben dem Zeichnen von Figuren sind Dialoge Ihre große Stärke. Bringt das der Umgang mit sich? Als Polizist haben Sie viel mit Menschen unterschiedlichster sozialer Schichten zu tun. Sammeln Sie vielleicht auch Sprachfetzen, die Sie auf der Straße aufgreifen, um sie dann in Ihre Krimis einzubauen?

Klaus Stickelbroeck: Oh ja, das ist fast ein Hobby für sich. Ich liebe schräge Dialoge, ich sammle sie. Tatsächlich auch im Dienst mit den unterschiedlichsten Menschen. Ich höre hin und denke manchmal, das ist was für Hartmann. In Fesseltrick ist die Fanta-Szene aus dem Restaurant Fuchsjagd so eine. Großmutter und Enkel am Nachbartisch. Großmutter möchte, dass ihr Enkel Apfelsaft bestellt, er will Fantaaaaa. Hartnäckig. Keinen Apfelsaft. Die Szene habe ich eins zu eins so erlebt. Das kann man sich nicht ausdenken. Fantaaaaa! Darüber hinaus kann man mit einem guten Dialog die Handlung zügig nach vorne treiben und herrlich Stimmungen rüberbringen. Jede Schicht hat ihre Sprache. Und tatsächlich drückt sich Huren-Heinz anders aus, als Hartmanns 80-jährige Nachbarin Heidi. Also meistens. Was für Dialoge gilt, gilt auch für einzelne Worte. Kippenigel. Oder: er hebelschnackte die Bierflasche auf. Ich liebe das. Da höre ich genau hin. 


Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – heißt es so schön im Fußball. Hand aufs Herz: Arbeiten Sie schon an einem Folgeroman? Und: Worin wird sich Hartmann dann verstricken? 

Klaus Stickelbroeck: Oh ja, es wird sicher noch weitere Hartmann-Krimis geben. Ich möchte nichts verraten, aber es werden im Fesseltrick eine ganze Menge Stricke ausgelegt, mit denen man noch prima Knoten machen kann. Oder Schlingen. Tja, und der neue Krimi der Krimi-Cops soll im nächsten Jahr ja auch fertig werden. Es gibt noch viel zu morden. Äh, tun. Viel zu tun. 


Herzlichen Dank für das Interview.




Freitag, 16. Oktober 2020

Rezension - Lotte mischt mit


Autor: Klaus Heimann

Titel: Lotte mischt mit

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. August 2020

Seiten: 192

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : edition oberkassel



Über den Autor:
Klaus Heimann, Jahrgang 1959. Schon als Jugendlicher liebte er es, anderen Kindern Märchen oder aus dem Stegreif erfundene Geschichten zu erzählen. Die Lust am Erzählen begleitete ihn ins Erwachsenenalter und er begann mit dem Schreiben. Bisher verfasste er Kurzprosa, Lieder, ein Kindermusical und mehrere Romane. Neben seiner Heimatstadt Essen und dem Ruhrgebiet liefern Klaus Heimann Reiseerlebnisse Inspiration für sein schriftstellerisches Schaffen. 2015 erschien sein erster Kriminalroman „Taxi zum Nordkap“. Ihm folgten und folgen noch weitere.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Hauptkommissar Sigi Siebert und seine Frau Lotte machen Urlaub zum Blütenfest in Werder an der Havel. Außerdem wollen sie dort ihre Tochter Lucy treffen, die in Berlin studiert. Auf einer Fahrradtour hören Sieberts plötzlich Schüsse. Sigi dringt in eine Villa ein und entdeckt dort zwei Frauenleichen. Lotte beharrt darauf, in einer schwarz gekleideten Gestalt, die sie zufällig am Tatort beobachtet hat, eine Urlaubsbekannte aus Essen erkannt zu haben. Die Potsdamer Kripo nimmt ihre Arbeit auf. Immer mehr Spuren führen in die Heimatstadt der Sieberts. Sigi wird mit seinen Kollegen Erich und Möhrchen in die Ermittlungen hineingezogen. Sie machen sich auf die Suche nach der ominösen Frau. Doch die nimmt es bei ihren Aussagen nicht allzu genau mit der Wahrheit. Schließlich ist es wieder eine Beobachtung von Lotte, die bei der Überführung hilft. Aber Sigi muss trickreich agieren, um zu einem Geständnis zu gelangen.


Meine Meinung:
Mit dem Buch "Tod einer Bikerin" habe ich den Hauptkommissar Sigi Siebert kennen gelernt und war jetzt neugierig auf einen weiteren Fall von ihm. Nicht nur ich war neugierig, sein Freund Ecki war es ebenfalls. Obwohl er ja eigentlich alles zu dem Fall wissen müsste. Aber zu gerne werden alte Geschichten an der Theke, in der Stammkneipe, bei ein, zwei, drei oder ganz vielen Pilschen und Samtkragen erzählt. Nach dem Motto, weißt Du noch....
Vor einigen Jahren machten Sigi und Lotte in Werder an der Havel Urlaub. Zufällig hörten sie Schüsse und beide wollten natürlich wissen, was da passiert sein könnte. Ohne es zu wollen, steckten beide mehr oder weniger in einem Fall, dessen Spuren auch nach Essen, ihrer Heimatstadt, führten. 
Sigi erzählt also seinem Freund Ecki alles über diesen Fall und ich fand diesen Schreibstil einmal erfrischend anders. Spannend war es bis zum Schluss. Lotte mischte sich, wie der Buchtitel es verspricht, dann auch kräftig ein, wobei ich manches an ihrem Verhalten unverständlich fand. 
Auf jeden Fall fühlte ich mich gut unterhalten und außerdem bekam ich große Lust, genau dort, wo die beiden waren, auch mal Urlaub zu machen. 


Fazit:
Ein Krimi, der mal ganz anders geschildert wurde. Die Spannung ging dadurch nicht verloren und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 15. Oktober 2020

Rezension - Der Stockholm-Code: Die erste Begegnung


 
Autorin: Denise Rudberg

Titel: Der Stockholm-Code: Die erste Begegnung

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 13. Oktober 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Denise Rudberg, 1971 in Stockholm geboren, studierte Filmwissenschaft und Dramaturgie in New York. Zusammen mit Camilla Läckberg moderierte sie im schwedischen Fernsehen eine Kultur- und Literatursendung. In Schweden ist sie eine Bestsellerautorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Drei Frauen im Krieg und ein geheimer Code.
1940, Schweden: Das Schicksal führt Signe, Elisabeth und Iris, die unterschiedlicher nicht sein könnten, in Stockholm zusammen. Sie alle müssen hier einen Neuanfang wagen, während die Bedrohung durch die Nazis in Europa immer größer wird. Die drei werden aufgrund ihrer mathematischen Begabung ausgewählt, an einem geheimen Projekt teilzunehmen: Sie sollen dabei helfen, die Funknachrichten der Nazis zu entschlüsseln und nach versteckten Botschaften zu durchsuchen. Doch jede der drei Frauen birgt ein Geheimnis – und eines Tages werden sie von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Die spannende Geschichte dreier junger Frauen mit einem besonderen Talent, das ihnen zur Waffe wird.


Meine Meinung:
Stockholm ist eine wunderschöne Stadt und als ich den Titel las, war mir klar, dass ich das Buch lesen wollte. Ich lernte drei völlig unterschiedliche Frauen kennen, die der Zufall zusammenführen sollte. Denn alle drei hatten eine besondere Begabung, die sehr nützlich während des Krieges sein sollte.
Die Autorin hat allen drei Frauen besondere Charaktere zugeordnet, was ich sehr interessant fand. Durch ihr Verhalten konnte ich sehr viel über das damalige Leben in Schweden erfahren. Natürlich war ihre Aufgabe, die sie erledigen mussten, auch sehr fesselnd. Ich will jetzt nicht behaupten, dass es übermäßig spannend war. Es hat mir einfach gefallen, alle Personen zu beobachten und freute mich, dass sie Funknachrichten entschlüsseln konnten. Was mir so gar nicht gefallen hat, war das Ende. Es hört sehr dramatisch auf und ich muss nun warten, bis das nächste Buch erscheint und ich lesen kann, wie sich alles weiter entwickelt. Etwas weniger dramatisch hätte mir auch gereicht, denn ich bin natürlich neugierig, wie sich alles entwickeln wird, da noch viele Fragen offen sind. 


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch auf historischer Basis. Es ist immer wieder interessant zu lesen, was während dieser schrecklichen Jahre in anderen Ländern passierte. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung und ich muss mich jetzt leider gedulden, bis es weitergeht.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DerStockholmCode #NetGalleyDE

Rezension - Das Geheimnis von Dower House


Autor: Nicholas Blake

Titel: Das Geheimnis von Dower House

Genre: Krimi, Weihnachtsbuch

Version: eBook und gebundene Ausgave

erschienen: 19. September 2020

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Klett-Cotta



Über den Autor:
Nicholas Blake ist das Pseudonym des Autors Cecil Day-Lewis (1904–1972). Er war ein irisch-britischer Akademiker, arbeitete eine Zeit lang beim Verlag Chatto & Windus, wurde von der Queen zum Hofdichter ernannt und brauchte irgendwann Geld, weshalb er begann, unter Pseudonym äußerst erfolgreiche psychologische Kriminalromane zu schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das legendäre Fliegerass Ferguson O’Brien bekommt seit einiger Zeit Morddrohungen frei Haus. Und O’Brien wäre kein so draufgängerischer Abenteurer, wenn er nicht die Gelegenheit nutzen würde, um zusammen mit dem Detektiv Nigel Strangeways nach dem mysteriösen Briefeschreiber zu suchen, der sich unter seinen Weihnachtsgästen befinden muss. Ferguson O’Brien, hochdekorierter Pilot und Abenteurer, erhält seit einiger Zeit eine Reihe von äußerst eloquenten Morddrohungen, in denen ihm angekündigt wird, den zweiten Weihnachtsfeiertag nicht zu überleben. Doch von so etwas lässt sich jemand wie O’Brien nicht verunsichern, stattdessen schmiedet der alte Haudegen einen Plan, um seinen Mörder zu entlarven. Zur Unterstützung lässt er zudem den charismatischen Detektiv Nigel Strangeways nach Dower House kommen, der sich so in einer bunten Weihnachtsgesellschaft voll undurchsichtiger Motive wiederfindet. Und während Strangeways noch versucht, aus den Gästen schlau zu werden, wird O’Brien pünktlich nach dem zweiten Weihnachtsfeiertag tot aufgefunden – doch dem einen Toten folgen noch weitere …


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach weihnachtlichen Büchern wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Das Cover gefiel mir und der Klappentext machte mich neugierig. Allerdings fiel mir gleich der für mich ungewöhnliche Schreibstil auf. Lange verschachtelte Sätze machten mir den Einstieg schwer. Deshalb habe ich mich noch weiter über das Buch informiert und festgestellt, dass der Autor es ursprünglich wohl 1936 geschrieben hat. Was ja auch sehr interessant sein konnte, denn es ist schon ein Unterschied, ob ein Autor von heute einen Krimi schreibt, der sich in den 30er Jahren abspielte oder ich einen Krimi lese, der damals geschrieben wurde. Auf jeden Fall habe ich mich doch zügig daran gewöhnen können und mein Lesefluss wurde nicht mehr gestört. Detektiv Nigel bekommt einen ungewöhnlichen Auftrag, der sich etwas anders entwickelt, als er sich gedacht hatte. Ein großes Rätselraten beginnt, wir beide stecken mittendrin. Nigel ist da natürlich etwas versierter als ich, er muss sich zwar anstrengen, aber am Ende hat er alle Zusammenhänge erfasst und weiß auch, was wann wir passiert ist. Ich fand es sehr unterhaltsam, hatte aber das Gefühl, dass die Spannung nicht sehr groß war. 


Fazit:
Wer Lust hat, mal wieder einen englischen Krimi in einem anderen Schreibstil zu lesen, wird hier wohl das richtige Buch finden. Ich gebe hier nicht unbedingt eine hundertprozentige Leseempfehlung, möchte aber auch nicht abraten. Vielleicht macht es Sinn, zunächst die Leseprobe zu lesen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#DasGeheimnisvonDowerHouse #NetGalleyDE

Dienstag, 13. Oktober 2020

Rezension - Fesseltrick


Autor: Klaus Stickelbroeck

Titel: Fesseltrick

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. Oktober 2020

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : KBV




Über den Autor:
Klaus Stickelbroeck (*1963) lebt in Kerken am Niederrhein und arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. Seinen ersten Kurzkrimi veröffentlichte er im Jahr 2000. Der erste Kriminalroman »Fieses Foul« erschien 2007. »Fischfutter« (2010) wurde für den Friedrich-Glauser-Preis als bester Kriminalroman des Jahres nominiert. Sein Serienermittler ist der Ex-Profifußballer und Privatdetektiv Hartmann. Stickelbroeck ist zudem einer der fünf »Krimi-Cops«, deren sechs Kriminalromane, zuletzt »Goldrausch« (2018), ebenfalls bei KBV erschienen sind.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Hartmann verstrickt sich! Privatdetektiv Hartmann ist mächtig genervt. Sein Kumpel Angie ist vorübergehend bei ihm eingezogen und feiert eine Party nach der anderen. Da kommt ihm ein neuer Fall gerade recht: Der Düsseldorfer Immobilien-König Lutz Busse wurde heimlich bei einem Clubbesuch mit frivolem Fessel-Event fotografiert und wird nun erpresst. Hartmann soll herausfinden, wer der Erpresser ist, damit Busse sich mit ihm einigen kann. Die Ermittlungen führen ihn in die Düsseldorfer BDSM-Szene, auf ausschweifende Partys und in geheime Privatclubs. Er trifft auf schlagfertige Frauen, frivole Finnen, trinkfeste Schlagerstars und brave Ehefrauen, die alles andere sind als das. Die rumänische Computerspezialistin Alina, Huren-Heinz und Regenrinnen-Rita helfen Hartmann, einen Fall aufzuriffeln, der verknoteter nicht sein könnte. Als er bei seinen Ermittlungen schließlich sogar auf eine Tote stößt, wird ihm schlagartig klar, dass aus einem kunstvoll geknoteten Strick ganz leicht eine tödliche Schlinge werden kann.


Meine Meinung:
Als bekennender Krimi-Serien-Junkie war es für mich klar, dass ich auch das achte Buch lesen wollte, in dem Christian Hartmann einen Auftrag bearbeitet. 
Klaus Stickelbroeck hat sich wieder einiges einfallen lassen und so beginnt die Geschichte in diesem Buch sehr chaotisch. Hartmann kommt nach Hause und seine Wohnung ist verwüstet. Aber es waren keine Einbrecher, sondern sein Kumpel Angie, dem er Obdach gewährt hat. Allerdings hatte Angie Besuch und sie haben so richtig schlimm gehaust. Hartmann hat Durst und schnappt sich eine Colaflasche und trinkt alles aus. Oh oh. Es sind die vielen kleinen Nebensächlichkeiten, die neben der Spannung noch für sehr viel Lesevergnügen sorgen. Außerdem bereitet es mir immer wieder viel Spaß, wenn ich die Örtlichkeiten kenne, wo etwas passiert ist. Allerdings gestehe ich sofort, dass ich mit Fesseltricks bisher noch nichts zu tun hatte und das auch gar nicht kennen lernen will. 😉 Mir reicht es, dass ich Hartmann begleiten konnte.
Mit Spannung und Humor hat es der Autor wieder geschafft, dass ich an das Buch gefesselt wurde, haha, tolles Wortspiel. Der Schreibstil ist so ganz anders, als ich es normalerweise von Krimiautoren gewohnt bin, aber genau das gefällt mir an den Krimis von Klaus Stickelbroeck sehr gut. Wer kennt eine Regenrinnen-Rita oder einen Huren-Heinz? Die Namen sind doch schon sehr aussagekräftig und besonders Rita hat eine wichtige Rolle in diesem Buch. Überhaupt sähe Hartmann sehr schlecht aus, wenn er nicht immer wieder Hilfe seiner schrägen Freunde bekommen würde.


Fazit:
Auch diesmal ist dem Autor ein spannender und humorvoller Krimi gelungen. Die Szene war jetzt nicht so ganz mein Ding, aber ich musste dort ja auch nicht ermitteln, mir hat das Lesen durchaus gereicht. Gerne gebe ich auch für diese Folge eine Leseempfehlung, möchte aber erwähnen, dass es durchaus Sinn und Spaß macht, auch die vorherigen Bücher zu kennen. Allerdings kann jedes Buch für sich gelesen werden, da es abgeschlossene Geschichten sind.


Beim Autor und beim Verlag möchte ich mich vielmals bedanken, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, das Buch vorab zu lesen. Zumal ich im Vorfeld schon sehr neugierig darauf gemacht wurde. 
Ich hatte nämlich die Möglichkeit den Autor in diesem Corona-Sommer mit Abstand in unserem Entenpark zu treffen und worüber unterhalten sich da Leserin und Autor? Außerdem habe ich beobachten können, welche Geschichten ihm so erzählt werden. Interessant kann ich da nur sagen