Dienstag, 18. Februar 2020

Rezension - Irish Feelings - Als ich dich sah




Autorin: Emma Wagner

Titel: Irish Feelings - Als ich dich sah

Genre: Frauenroman

Version: eBook - später auch Taschenbuch

erschienen: 16. Februar 2020

Seiten: 455

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autorin:
Emma Wagner kam 1982 in Niedersachsen zur Welt. Zum Studium der Germanistik und der Biologie verschlug es sie nach Heidelberg. Diese herrliche Stadt wurde ihrem Ruf in Emmas Falle mehr als gerecht, denn sie hat ihr Herz in Heidelberg verloren. Dort lebt sie dementsprechend immer noch - inzwischen glücklich verheiratet - mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Auch wenn Nebel das Land bedeckt, ist die Sonne nicht verschwunden.
Greycastlehill in Irland – malerisch, friedlich und voller liebenswerter Menschen. Vor allem aber: weit weg von dem, was in Boston geschah!
Das denkt sich Flo und will hier einen Neuanfang wagen. Doch gleich an ihrem ersten Morgen gerät sie auf die fürchterlichste Art, die sie sich hätte ausmalen können, mit einem seiner Bewohner aneinander: Matt. Und der ist nicht nur ebenso attraktiv wie unfreundlich, sondern zu allem Überfluss auch noch Polizist. Definitiv das Letzte, was sie in ihrer Situation gebrauchen kann!
Warum nur muss sie ihm andauernd über den Weg laufen?
Matt will schnellstmöglich raus aus Greycastlehill. Da ist diese nervtötende Flo der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Immerhin hat ihr erstes Zusammentreffen einen bleibenden – und äußerst schmerzhaften – Eindruck bei ihm hinterlassen. Und auch wenn einige andere Bewohner offenbar Amor spielen, hat er sich geschworen, nie wieder jemandem sein Herz zu schenken. Erst recht nicht einer Frau, mit der ständig die Fetzen fliegen. Wieso also muss er die ganze Zeit an sie denken? Als die beiden den Nebel ihrer Gefühle endlich durchdringen, holt die Vergangenheit sie ein …
Welcome back to Greycastlehill!


Meine Meinung:
Hach, ich konnte wieder nach Greycastlehill reisen und die liebenswerten Bewohner begrüßen. So manches Mal haben sie dafür gesorgt, dass ich laut lachen musste. Naja, ich konnte zum Vergnügen dorthin reisen. Für Flo gab es einen anderen Grund, der nicht unbedingt lustig war, den ich natürlich nicht verraten werde. Nur soviel, es ist ein ernstes Thema und kommt leider noch viel zu häufig vor.
Wie es bei Büchern in diesem Genre üblich ist, finden am Ende immer die Protagonisten zueinander. Also vorhersehbar, aber nun kommt es darauf an, was sich die Autorin alles einfallen lässt. Den direkten Weg zu gehen, wäre ja auch langweilig, zumal einige Bewohner von Greycastlehill das überhaupt nicht zulassen würden. Sie haben die Autorin dazu gebracht, ihre Geschichten aufzunehmen und in das Geschehen einzubringen. Ach, ich liebe die Zwillinge und Sully und und und. Die Dialoge waren aber auch zu köstlich und was allen sonst noch so passiert ist.
Flo und Matt sind mir auch an mein Leserherz gewachsen und ich bin froh, dass sie die Geschehnisse ihrer Vergangenheit letztendlich bearbeiten und überwinden konnten. Spannung und gefühlvolles hat Emma Wagner  in diesem Buch verknüpft. Mir hat es wieder sehr gut gefallen. Ich habe nur einen Fehler gemacht, ich habe abends mit dem Lesen begonnen und konnte das Buch mal wieder nicht zur Seite legen, wobei diesmal tatsächlich der Schlaf gewonnen hat. Das bedeutete für mich, dass ich am nächsten Tag sofort die Gelegenheit ergriffen habe und diesmal früh genug mit dem Lesen begonnen habe. Übrigens, habe ich am Ende das Buch mit einem Grinsen zur Seite legen können.


Fazit:
Eine tolle weitere Folge, die mich nach Irland geführt hat. Es war für mich spannend humor- und gefühlvoll. Gerne empfehle ich dieses Buch und natürlich auch die beiden vorherigen. Ich persönlich freue mich jetzt schon auf das nächste. Ne, bedrängen will ich die Autorin nicht, aber es wäre schön, wenn sie fleißig daran arbeitet. 😉 Manchmal sollte man mich nicht ganz so ernst nehmen oder doch?

Rezension - Die Liebe gibt Pfötchen


Autorin: Petra Schier

Titel: Die Liebe gibt Pfötchen

Genre: Frauenroman, Lieberoman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. Februar 2020

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: HarperCollins




Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachts- und Liebesromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch und Weltbild. Sie ist Mitglied im Syndikat und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In dem maritimen Lichterhaven hat Thorsten ein Zuhause gefunden. Gemeinsam mit seinem Halbbruder baut er in der Familienwerft hochwertige Holzboote - und erfüllt sich damit einen lang gehegten Traum. Alles, was ihm jetzt noch zu seinem Glück fehlt ist ein Date mit Martina. Doch seit ihrer ersten Begegnung weiß er: Er wird kämpfen müssen, wenn er diese umwerfende Frau für sich gewinnen will. Aber er scheint einen Verbündeten zu haben. Martinas vierbeiniger Begleiter, der ungarische Hirtenhund Capone, schafft es irgendwie immer wieder, dass die beiden sich wie zufällig treffen …


Meine Meinung:
Petra Schier hat mich wieder begeistern können. Ich lese die Bücher, die in Lichterhaven spielen sehr gerne. Es ist wie ein "Nach-Hause-Kommen". Ich treffe Bekannte und freue mich, neues von ihnen zu erfahren. Diesmal standen Martina und Thorsten im Vordergrund und nicht zu vergessen, ein Hund namens Capone, ein Mudi aus Ungarn.
Natürlich ist es nicht einfach "nur" eine Liebesgeschichte, wo sich zwei Personen endlich finden. Das Alltagsleben spielt eine wichtige Rolle, ebenso Vergangenheitsbewältigung. Nicht immer bin ich mit den Handlungen der Protagonisten einverstanden. Ich habe es ja auch leicht, ich bin nicht betroffen, ich lese das alles nur und aus dieser Entfernung heraus, würde ich manche Person zu gerne mal schütteln. Aber gut, dass es Leute gibt, die nicht zu schnell aufgeben und andere, die einem doch mal sagen, wo es lang geht. Es nahm also alles seinen Lauf und mit dem Ende war ich sehr zufrieden.
Die Kommentare von Capone haben mir sehr viel Lesevergnügen bereitet und mit Martina war ich dann auch auf einer Wellenlinie, als ich sah, welches Buch sie am Strand las. 😉 Es sind Kleinigkeiten, die die Autorin einfügt und mir Spaß machen. Wie immer passt das Cover wunderbar zur Geschichte und der Titel ebenfalls.


Fazit:
Auch diesmal ist das Buch in sich abgeschlossen und kann alleine gelesen werden, was ich allerdings nicht empfehle, denn die gesamte Serie gefällt mir und deshalb würde ich allen raten, die die Bücher noch nicht kennen, lest die Serie von Lichterhaven von Anfang an, es macht einfach mehr Spaß. Aber wer darauf keine Lust hat, soll sich nicht abhalten lassen, das Buch kann auch ohne Vorkenntnisse gelesen werden.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.




#DieLiebegibtPfötchen #NetGalleyDE

Rezension - Die Spionin


Autorin: Imogen Kealey

Titel: Die Spionin

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 18. Februar 2020

Seiten: 457

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening




Über die Autoren:
Imogen Kealey ist das gemeinsame Pseudonym des Drehbuchautors Darby Kealey und der Autorin historischer Romane Imogen Robertson. Kealey lebt als Autor und Producer in Los Angeles. Neben der hochgelobten Serie „The Patriots“ hat er zahlreiche Kino- und TV-Drehbücher geschrieben. Imogen lehrte in Cambridge und lebt heute in London. Ihre Romane wurden mehrfach ausgezeichnet. "Die Spionin" ist ihr erster gemeinsamer Roman und wird zurzeit mit Oscar-Preisträgerin Anne Hathaway verfilmt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Geschichte, die keiner kennt: ein einmalig fesselnder Roman über eine der faszinierendsten und dennoch kaum bekannten Heldinnen der jüngeren Geschichte: Nancy Wake. Für die Alliierten ist sie ihre beste Agentin, eine gefürchtete Kämpferin, die ihre Gegner mit einem Handschlag zu töten vermag.
Für die Nazis ist sie die meistgesuchte Person Frankreichs, ein gefürchtetes Phantom, auf dessen Kopf fünf Millionen Francs ausgesetzt sind. Ihr Name ist Nancy Wake - und sie kämpft für die Liebe.
Marseille, 1940: Nancy und Henri lieben sich und genießen ihr mondänes Leben. Dann wird Frankreich von den Deutschen besetzt, und fortan riskiert Nancy ihr Leben für die Résistance. Ihre Schönheit und ihre glamouröse Erscheinung werden zur besten Tarnung der "Weißen Maus", auf die ein Millionenkopfgeld ausgesetzt ist – denn die Nazis vermuten in ihr stets einen Mann. Schließlich wird Henri verhaftet. Nancy entkommt nach England, wo sie zur Geheimagentin ausgebildet wird. Per Fallschirm gelangt sie zurück in die Wälder der Auvergne und übernimmt das Kommando über 7.000 Partisanen. An der Seite ihrer Männer kämpft Nancy blutige Schlachten gegen die Deutschen – ihr gefangener Mann gerät indes in immer größere Gefahr.


Meine Meinung:
Historische Romane lese ich bekannterweise sehr gerne. Wenn in dem Buch von einer Person erzählt wird, die tatsächlich gelebt hat und die als Spionin tätig war, muss ich nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch lesen will.
Nancy Wake war zunächst in der Résistance tätig, bevor sie fliehen musste. Als englische Spionin kam sie zurück. Von den Deutschen gesucht und gejagt, riskierte Nancy sehr viel. Aber sie konnte nicht anders. Ihr war es nicht möglich, die Hände in den Schoss zu legen und auf ein Kriegsende zu warten. Naja, es hätte vielleicht noch andere Möglichkeiten gegeben, sie wählte das große Risiko. Aber wir heute können gut reden, glücklicherweise befanden wir uns niemals in solch einer Situation und so soll es auch bleiben. Auf jeden Fall fand ich ihre Geschichte ungemein fesselnd. Beiden Autoren ist ein sehr gutes Buch gelungen, das man schwer aus der Hand legen kann. Wir wissen zwar alle, dass Nancy überlebt hat, aber was ihr alles passiert ist, liest sich wie ein spannender Krimi.


Fazit:
Ein Leben geprägt von großen Ereignissen, die die Welt betraf. Sehr gut recherchiert und beschrieben. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DieSpionin #NetGalleyDE

Rezension - Taxi, Tod & Teufel - Fährfahrt in den Tod


Autorin: Lena Karmann

Titel: Taxi, Tod & Teufel

Genre: Krimi

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 28. Januar 2020

Seiten: 190

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Bastei Lübbe AG




Über die Autorin:
Die gebürtige Schwäbin Lena Karmann lebt mit Mann und Kind in der Nähe von Bremen. Sie arbeitet als kaufmännische Angestellte, liest gern (vor allem Krimis) und geht mit ihrem Hund am Strand spazieren. Ihre Begeisterung für ihre neue Heimat Ostfriesland hat sie zu ihrer ersten eigenen Krimireihe "Taxi Tod & Teufel" inspiriert.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Über die Serie: Paalinghus in Ostfriesland: Zwischen weitem Land und Wattenmeer lebt Sarah Teufel mit ihrem amerikanischen Ex-Mann James in einer Windmühle. Gemeinsam betreiben sie das einzige Taxiunternehmen weit und breit - mit einem Original New Yorker Yellow Cab! Bei ihren Fahrten bekommt Sarah so einiges mit. Und da die nächste Polizeistation weit weg ist, ist doch klar, dass Sarah selbst nachforscht, wenn etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Denn hier im hohen Norden wird nicht gesabbelt, sondern ermittelt!
Folge 1: Es ist kalt und neblig in Paalinghus, als die Taxifahrerin Sarah Teufel frühmorgens am Schiffsanleger auf die Fähre aus Baltrum wartet. Doch der Fahrgast, den sie in Empfang nehmen will, ist tot! Zunächst sieht alles nach Herzversagen aus - aber Sarahs aufmerksamem Auge entgeht nicht, dass es ein paar Ungereimtheiten gibt. Warum wären sonst sein Koffer und sein Handy verschwunden, die er beide noch hatte, als er die Fähre betrat? Mit ihrer besten Freundin Britta und ihrem Ex-Mann James macht Sarah sich auf die Suche nach dem Mörder - und gerät selbst in tödliche Gefahr.


Meine Meinung:
Da ich viele Krimis lese, habe ich inzwischen reichlich  Personen kennen gelernt, die ich als "Hobbyermittler" bezeichne. Allerdings war eine Taxifahrerin noch nicht dabei. Sarah Teufel fährt in Paalinghus und Umgebung Taxi, aber kein gewöhnliches, sondern ein New Yorker Yellow Cab.
In diesem ersten Fall soll sie einen Fahrgast von der Fähre abholen und zum Bahnhof bringen. Allerdings ist der Gast tot und einiges kommt Sarah merkwürdig vor.
Ich darf sie nun begleiten und hatte das Gefühl, mit ihr durch den dichten Nebel zu fahren, denn die Autorin hat das bestens beschrieben. Ich sollte noch weitere Personen kennen lernen, die mir alle sehr sympathisch waren.  Obwohl ich hier wieder an einen "kurzen" Krimi geraten bin, hatte ich nicht das Gefühl, dass zu wenig Spannung aufkommt und die Autorin Handlungen hat einfließen lassen, die nicht unbedingt zur Aufklärung erforderlich waren. Wichtige Informationen habe ich erhalten, was ich gut fand. Natürlich war ich gespannt was denn nun geschehen ist und wie sich alles aufklären würde. Darauf wäre ich allerdings nicht gekommen. Tja, so kann es manchmal gehen.


Fazit:
Unterhaltsam und spannend, außerdem ein gelungener Start einer neuen Serie. Das Buch ist natürlich abgeschlossen, aber es gibt doch das eine oder andere, was noch passieren kann und darauf bin ich gespannt.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#TaxiTodundTeufelFährfahrtindenTod #NetGalleyDE

Montag, 17. Februar 2020

Rezension - Liebeswirren in Venedig



Autorinnen: Marie C. Bonnet, Katherine Collins und Ester D. Jones

Titel: Liebeswirren in Venedig

Genre: Fantasie, Erotik

Version: eBook

erschienen: 12. Februar 2020

Seiten: 284

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autorinnen:
Jessie Weber / Marie C. Bonnet ist Kielerin, gebürtig und überzeugt. Die gelernte Schifffahrtskauffrau liebt es, das Meer vor der Tür zu haben. Wenn sie nicht schreibt, arbeitet sie als Sekretärin und Verlagslektorin. In ihrer Freizeit fertigt sie ausgefallene Motivtorten an, ist in der Mittelalterdarstellung aktiv und reist viel, gern auch zu Recherchezwecken. Sie ist Mitglied in zwei Autorenvereinigungen und im Verband der Schriftsteller in Schleswig-Holstein e. V.

Katherine Collins lebt mit ihren zwei kleinen Töchtern in einem kleinen Dörfchen in Mitten des Vest. Als passionierte Leseratte kam sie schon in ihrer Jugend zum Schreiben. Trotzdem stellte sie erst 2013 beim Latos-Verlag ihr Erstlingswerk "Verzeih mir, mein Herz!" vor. Seitdem veröffentlicht sie in diversen Verlagen auch unter dem Pseudonym Kathrin Fuhrmann. In jedem ihrer Werke, ob Fantasy, Science fiction oder historischen Roman, spielt die Liebe eine zentrale Rolle.

Ester D. Jones ist das Pseudonym der 1979 geborenen niederösterreichischen Autorin Bettina Kiraly. Ihre Texte beschäftigen sich mit der Frage, was Menschen dazu treibt, ihr Leben zu ändern oder ihr altes gar zurückzulassen. Im Mittelpunkt von Ester D. Jones' Geschichten stehen außergewöhnliche, starke Frauen und Männer.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Venedig im Karneval 1910 Frauenrechte?
Nicht mit den römischen Göttern! Um dem neumodischen Treiben Einhalt zu gebieten und die alte Ordnung wiederherzustellen, begibt sich Amor in Gestalt des Druckereibesitzers Arturo in die Lagunenstadt. Dumm nur, dass er sich den Zorn der jungen Bernadetta zuzieht, die sein Geschäft ruinieren will. Sie stiftet jede Menge Verwirrung und sorgt dafür, dass auf den Maskenbällen allerlei frivoles Treiben herrscht, worunter vor allem der konservative Adlige Franco zu leiden hat. Dann richtet sich Amors Elixier auch noch gegen ihn selbst und er entbrennt in heißer Liebe - für einen Mann.


Meine Meinung:
Gerade richtig zur Karnevalszeit im Rheinland habe ich dieses Buch gelesen. Denn die Geschichte spielt zu dieser Zeit in Venedig, allerdings hundert Jahre eher und etwas vornehmer geht es auf den Maskenbällen auch zu. Zumindest bin ich davon ausgegangen, denn ich konnte ja nicht damit rechnen, welch ein Durcheinander dort entstehen würde.
Der Buchtitel passt wunderbar zum Inhalt des Buches und es hat mir sehr viel Spaß gemacht, das alles zu lesen. Natürlich werde ich hier nicht verraten, was im Einzelnen passiert ist. Die drei Autorinnen haben es geschafft, vieles miteinander zu kombinieren und ihnen ist ein unterhaltsames Buch gelungen. Historisches, was die Frauenrechte betraf, Fantasievolles, denn Amor soll ja in Venedig einen Auftrag für seine Eltern erledigen und auch Erotik, was jetzt nicht so unbedingt mein Fall war. Trotz allem hatte ich meinen Spaß beim Lesen, vor allem das Ende hat mich sehr begeistert.


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch, wunderbar für zwischendurch zu lesen. Beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen, dass der Humor ebenfalls nicht zu kurz gekommen ist, denn bei dem ganzen Durcheinander, das angerichtet wurde, ergaben sich viele Situationen mit denen keiner gerechnet hatte.

Bei Ester D. Jones möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 15. Februar 2020

Rezension - Das Beste wartet noch auf dich



Autorin: Lilli Marbach

Titel: Das Beste wartet noch auf dich

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Januar 2020

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag



Über die Autorin:
Lilli Marbach wurde im romantischen Waldnaabtal geboren, hat große Lieben und viele berufliche Höhepunkte erlebt und ist doch der Meinung, dass die besten Zeiten noch lange nicht vorbei sind – eine Erkenntnis, die ihren Leserinnen Mut machen soll, an sich und ihre Träume zu glauben. Sie selbst träumt davon, ein Haus zu erben und darin all ihre Freunde zu versammeln. Bis das in Erfüllung geht, konzentriert sie sich ganz auf ihre größte Leidenschaft, das Schreiben. Lilli Marbach wohnt und arbeitet in München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein temporeicher Roman über eine lebensfrohe Heldin, die keine Zeit hat, in Ruhe alt zu werden, weil sie drauf und dran ist, die beste Zeit ihres Lebens einzuläuten ...
Balbina von Buntschuhs eintöniges Witwenleben wird durch eine unerwartete Erbschaft gehörig auf den Kopf gestellt. Nicht genug damit, dass sie ein völlig heruntergekommenes Haus ihr Eigen nennen kann, nein, darin campieren auch noch zwei Hausbesetzer. Eigentlich müsste sie die beiden hochkant auf die Straße setzen, doch die Studenten unterbreiten ihr ein unwiderstehliches Angebot: Gemeinsam mit ein paar Freunden wollen sie ihr beim Renovieren helfen und die Zimmer anschließend zu einem fairen Preis mieten. Balbina willigt ein. Wenn sie allerdings gewusst hätte, mit wie vielen Pannen, Turbulenzen und Missgeschicken der Weg zum Happy End gepflastert sein würde, hätte sie sich das Ganze nochmal gründlich überlegt. Schließlich ist sie nicht mehr die Jüngste! Andererseits: Alter war ja eigentlich noch nie von Bedeutung, es sei denn, man ist eine Flasche Wein. Als sie dann noch eine überraschende Entdeckung macht, ist sie endgültig überzeugt: Ganz egal wie viele Jahre man auf dem Buckel hat – es ist nie zu spät für die beste Zeit des Lebens ...


Meine Meinung:
Der Buchtitel und das humorvolle Cover machten mich neugierig auf das Buch. So kam es, dass ich eine Protagonistin mit dem Namen Balbina von Buntschuh kennen lernen sollte.
Balbina erbte ein Mehrfamilienhaus, was sich vielleicht schon viele von uns Lesern mal erträumt haben. Allerdings sich wenig Gedanken gemacht haben, was das alles nach sich ziehen kann.
Balbina ist 66 und Rentnerin, sie gehört damit zu einer Gruppe Leute, die nicht unbedingt Kredite bekommen, um ein Haus zu renovieren. Was sich so toll anhört, macht ihr wirklich reichlich Kopfzerbrechen, denn Erbschaftssteuer wird ebenfalls anfallen und woher nehmen?
Lilli Marbach hat sehr fesselnd beschrieben, was Balbina alles unternimmt und dabei auch erlebt.
Es gibt reichlich Ideen und durchaus einige Möglichkeiten, nur ob alles so klappt, wie sie es sich vorstellt? Ich werde nichts verraten, auch nicht, dass ein großes Geheimnis aufgedeckt wird und dies sehr hilfreich sein könnte.


Fazit:
Ein sehr unterhaltsames Buch über die Erlebnisse einer Erbin, die nebenbei bemerkt, mit 66 gar nicht so alt ist, wie sie manchmal meint. Mag diese Erkenntnis vielleicht daran liegen, weil ich von ihrem Alter gar nicht mal so weit entfernt bin? Wie auch immer, ein Buch für alt und jung, denn es bietet reichlich Lesevergnügen. Gerne empfehle ich es weiter.



Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Der Tag, an dem Theo starb



Autorin: Mara Uhlen

Titel: Der Tag, an dem Theo starb

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 31. Januar 2020

Seiten: 244

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight 



Über die Autorin:
Mara Uhlen lebt und arbeitet in Berlin. Sie hat mehrere Sachbücher zu verschiedenen Themen veröffentlicht. Der Tag, an dem Theo starb ist ihr erster Roman, zu dem sie sich durch ihre häufigen Aufenthalte in Celle und Umgebung inspirieren ließ.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Seit Jahren schon lebt Tilda in Berlin ihren Einheitstrott. Da kommt ihr das Erbe ihrer Tante gerade recht. Endlich kann sie die Hektik der Großstadt hinter sich lassen und in die beschauliche Lüneburger Heide ziehe. Und bei einer Tasse Tee im eigenen Garten und langen Spaziergängen mit Hündin Susi muss sie einfach zur Ruhe kommen. Doch nicht alles scheint so idyllisch zu sein, wie Tilda auf den ersten Blick vermutet hat. Auf ihrer Morgenrunde mit Susi, findet sie den Dackel Theo an einem Baum erhängt. Sachbeschädigung, meint die hinzugerufene Polizei bloß, aber Tilda will sich damit nicht zufriedengeben und beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Schließlich ist sie Journalistin. Außerdem will ihr das Bild des armen Hundes einfach nicht aus dem Kopf gehen. Verdächtige scheinen schnell gefunden, doch für eine Anzeige braucht es bekanntlich Beweise …


Meine Meinung:
Ich habe einen humorigen Spruch mal etwas abgewandelt: bis vor kurzem wusste ich gar nicht, dass es "Cosy Crimes" gibt und nun lese ich sie immer häufiger. 😉 In der Literaturwelt gibt es laufend Veränderungen und neues. Nun gut, Krimis mit Tieren gibt es schon länger und sie können sowohl kuschelig gemütlich sein, als auch spannend.
Hier lernte ich Tilda kennen, die in der Nähe von Celle ein Haus geerbt hat und die Gelegenheit gleich nutzt, um sich eine Auszeit zu nehmen. Zum Erbe gehört Susi, eine niedliche Hündin, die beim Spaziergang den toten Dackel Theo findet. Tildas Neugierde wird geweckt und während sie heraus finden will, was passiert ist, lernt sie reichlich Nachbarn kennen und somit auch genügend Verdächtige. Im Großen und Ganzen geht es recht beschaulich zu und es gibt wenig Aufregung, bis Tilda die richtige Person verdächtigt und es zum Schluss richtig spannend wird. Wie es endet, werde ich natürlich nicht verraten, das muss jeder selber heraus finden.


Fazit:
Wer Krimis mag, aber ab und zu es nicht zu blutig haben möchte, wird hier das richtige Buch finden. Ich gebe gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DerTagandemTheostarb #NetGalleyDE

Rezension - Der freie Hund



Autor: Wolfgang Schorlau
Autor: Claudio Caiolo

Titel: Der freie Hund

Genre: Krimi

Version: eBook, broschiert und Hörbuch

erschienen: 13. Februar 2020

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Kiepenheuer & Witsch


Über die Autoren:
Wolfgang Schorlau lebt und arbeitet als freier Autor in Stuttgart. Neben den acht "Dengler"-Krimis hat er die Romane "Sommer am Bosporus" und "Rebellen" veröffentlicht und den Band "Stuttgart 21. Die Argumente" herausgegeben. 2006 wurde er mit dem Deutschen Krimipreis und 2012 mit dem Stuttgarter Krimipreis ausgezeichnet.
Claudio Caiolo wurde in Sizilien geboren und besuchte 1988 bis 1993 die Theaterschule Avogaria in Venedig. 1996 zog er nach Stuttgart und gründete mit Holger Krabel die Theatergruppe LaoTick. Er schrieb, inszenierte und spielte viele Theaterstücke für Kinder und Erwachsene. Zusammen mit Stefan Jäger schrieb er mehrere Drehbücher für Filmproduktionen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Commissario Antonio Morello, genannt »Der freie Hund«, hat in Sizilien korrupte Politiker verhaftet und steht nun auf der Todesliste der Mafia. Um ihn zu schützen, wird er nach Venedig versetzt. Er hasst die Stadt vom ersten Augenblick an. Zu viele Menschen, trübes Wasser, Kreuzfahrtschiffe, die die Luft verpesten und die Stadt gefährden – selbst der Espresso doppio, ohne den er nicht leben kann, schmeckt ihm in Sizilien besser. Doch Venedig ist eine große Verführerin. Unaufhaltsam entwickelt sie ihre Anziehungskraft. Als Silvia, die schöne Nachbarin, ihm ihr persönliches, verborgenes Venedig zeigt, werden Morellos Widerstandskräfte auf eine harte Probe gestellt. Da wird der junge Anführer einer Bürgerinitiative gegen die Kreuzfahrtschiffe ermordet, und der freie Hund hat seinen ersten Fall, der ihn tief in die Verstrickungen von italienischer Politik und Verbrechen führt.
Wolfgang Schorlau, Erfinder des Privat­­ermittlers Georg Dengler, und Claudio Caiolo, in Sizilien geboren und in Venedig zum Schauspieler ausgebildet, werfen einen neuen Blick auf ein altes italienisches Desaster. Die beiden Freunde tun dies heiter, gelassen und gekonnt – inmitten der aufregenden Kulisse einer großen Stadt.


Meine Meinung:
Bisher kannte ich noch kein Buch der beiden Autoren, aber ich war neugierig. Denn ich lese immer wieder gerne eine andere Krimiserie, die sich in Venedig abspielt und ich war mal auf einen anderen Blickwinkel gespannt.
Antonio Morello wird zu seiner eigenen Sicherheit von Sizilien nach Venedig versetzt. Viele sind darüber nicht begeistert, er selber auch nicht so richtig. Prompt gerät er in einen Fall mit einem höchst aktuellen und brisanten Thema. Es betrifft die Touristenflut und Kreuzfahrtschiffe. Ich fand es ausgesprochen interessant und natürlich auch spannend, Morello bei seiner Arbeit zu begleiten. Ich möchte natürlich nicht näher auf den Inhalt eingehen, aber wenn ich erwähne, dass mir gefallen hat, mit welchen Ideen er aus schwierigen Situationen heraus kam, dann verrate ich nicht zu viel. Ganz besonders angetan war ich vom Ende und hoffe nun auf weitere Folgen von ihm.


Fazit:
Anscheinend brauchen das die Ermittler in Venedig, sie benötigen den Espresso doppio und sind viel in der Stadt unterwegs, wodurch ich sie auch gut kennen lerne. Mir hat dieser Krimi gut gefallen und deshalb empfehle ich ihn gerne weiter.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


#DerfreieHund #NetGalleyDE

Rezension - Ostfriesische Lösung



Autor: Andreas Kriminalinski

Titel: Ostfriesische Lösung

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 5. Februar 2020

Seiten: 142

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant Verlag



Über den Autor:
Kriminalinski – mit bürgerlichem Namen: Andreas Kaminski; 1969 im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen, lebt seit vielen Jahren in Norddeutschland. Als Mitglied des SYNDIKATs war für bereits für den Agatha-Christi-Krimipreis sowie für den Newcomer-Krimipreis Harzer Hammer nominiert.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Der Polizist Ferdi Morthorst traut seinen Augen kaum, als er bei einer Hausbesichtigung in Pewsum über eine Frauenleiche stolpert. Völlig unverhofft haben die Krummhörn-Cops einen neuen Fall! Zeuge des Funds ist der Immobilienmakler Klaus Pelzer, das Feindbild der ganzen Krummhörn. Manch einer fordert gar die »ostfriesische Lösung«, sprich: den Mann ins Watt zu schicken, der sich für den drohenden Ausverkauf der Heimat verantwortlich zeichnet. Die Tote wiederum ist ausgerechnet Katja, die radikalste Gegnerin des Maklers. Hat er seine erbitterte Widersacherin aus dem Weg geräumt und alles genau so eingefädelt? Die Kommissare ermitteln in alle Richtungen und nehmen auch Katjas privates Umfeld ins Visier, denn durch ihre direkte Art hat sich die Einheimische nicht nur Freunde gemacht. Doch als plötzlich eine zweite Leiche auftaucht, erscheint der Fall in einem neuen Licht …


Meine Meinung:
Nachdem ich den ersten Krimi "Ostfriesische Revanche" mit den Krummhörn-Cops gelesen hatte, war klar, dass ich nun auch den zweiten lesen wollte.
Es dauerte einen Moment, bis ich mich wieder zurecht fand und in das Geschehen eintauchen konnte. Aber dann war ich gefesselt, denn der Autor hat einen besonderen Schreibstil gewählt, der mir reichlich Verdächtige bescherte, aber nichts vor dem Ende verriet.
Die beiden Krummhörn-Cops sind schon etwas besonders, ausgestattet mit interessanten Charakteren, die zu Situationen führten, die zwar frivol waren, aber ich persönlich in diesem Umfang jetzt nicht unbedingt gebraucht hätte.  Begeistert hat mich auch diesmal Oma Schwidden, ich hatte wirklich sehr großen Spaß daran, sie zu beobachten.
Das Buch ist in sich abgeschlossen und kann durchaus unabhängig von dem anderen gelesen werden. Allerdings empfehle ich sehr, beide Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen.
Als großer Krimifan bin ich auch nicht bange, Bücher mit vielen Seiten zu lesen. Leider gibt der Verlag immer nur so kurze Krimis heraus, was ich schon lange sehr bedauere. Es zeigt allerdings, wie gut ein Autor ist, wenn es ihm gelingt, in der Kürze reichlich Spannung aufzubauen. Und eins kann ich erwähnen, langweilig war es mir mit diesem Krimi nicht.


Fazit:
Wer Lust hat, ein besonderes Ermittlerteam kennen zu lernen, das gleichzeitig auch eine WG gebildet hat, sollte auf jeden Fall beide Bücher der Krummhörn-Cops lesen.


Beim Autor möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Und vor allem erwähnen, dass ich seinen Krimi unbedingt lesen wollte, denn ich kenne inzwischen einige Kurzgeschichten und Bücher von ihm, die mich begeistert  haben und da greife ich dann auch schon mal zu einem Buch mit einem für mich zu kurzen Krimi 😉

Montag, 10. Februar 2020

Rezension - Liebe reicht doch erst mal


Autorin: Mia Leoni

Titel: Liebe reicht doch erst mal

Genre: Frauenroman, Schicksal, Liebesroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 9. Februar 2020
erschienen: Taschenbuch 21. Februar 2020

Seiten: 276

Altersempfehlung: Erwachsene

 Verlag: Mia Leoni (Nova MD)



Über die Autorin:
Mia Leoni lebt und arbeitet in Erfurt. Nach dem Abitur verschlug es die geborene Puffbohne für eine Ausbildung und zum Arbeiten nach Frankfurt am Main. Sechs Jahre und viele Erfahrungen später lockte sie die geliebte Heimat und ihr heutiger Ehemann zurück in die thüringische Landeshauptstadt. Seit 2013 ist sie Mutter einer Tochter und hat während der Elternzeit ihre Leidenschaft fürs Schreiben wiederentdeckt. Schon in früher Kindheit hat sie Geschichten geschrieben, aber nie zu Ende gebracht. Durch die Motivation einer lieben Autorenkollegin schaffte sie es, im Januar 2015 jedoch endlich ihren Debütroman "In Versuchung" zu veröffentlichen. Wenn sie nicht schreibt, kümmert sie sich um die Familie oder ihr eigenes kleines Unternehmen. Mit einer Prise Humor lässt sie ihre Romanheldinnen ihre Geschichten erleben, wobei die Hauptfiguren gern ein paar Ecken und Kanten haben dürfen. Nicht immer kommt das an der richtigen Stelle an, macht den Reiz aber umso größer, die Charaktere eben nicht mit den perfekten Eigenschaften auszustatten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
"Was ist, wenn ich einen riesigen Fehler begangen habe und in etwas hineingeschlittert bin, dessen Tragweite ich gar nicht absehen kann?"
Julis Leben ist bunt und chaotisch. Sie geht lieber auf Partys als in den Hörsaal, ihr BWL-Studium interessiert sie nicht. Als ihre Eltern schließlich den Geldhahn zudrehen, hat sie ein riesiges Problem und weiß nicht mehr weiter.
Trost findet sie in den Armen ihres attraktiven Mitbewohners Yannik. Es knistert gewaltig zwischen den beiden. Doch Yannik führt ein Leben am Limit: Er liebt riskante Sportarten und waghalsige Aktionen, was Juli zunehmend Sorge bereitet. Außerdem verbirgt er etwas vor ihr. Als sie hinter sein Geheimnis kommt, muss sie sich fragen, wie wagemutig sie selbst ist.


Meine Meinung:
Von Mia Leoni habe ich ja schon einige Bücher gelesen, aber dieses hat mir jetzt am besten gefallen. Es hat mich ungemein berührt, zum Lachen und zum Weinen gebracht.
Wenn man bedenkt, dass ich das Buch erst mal so auf meinen Reader geladen hatte und später in aller Ruhe lesen wollte. Nur mal kurz reinlesen wollte ich und was war, ich war so gefesselt, dass ich das Buch kaum noch aus der Hand legen konnte.
Ich lernte Juli kennen, eine Chaos-Queen, die einfach nichts rechtes zu Stande brachte. Dabei hat sie ungeahnte Talente. Außerdem lernte ich Yannik kennen, der alles extreme liebt. Beide ahnen nicht, was auf sie zukommt und sie so richtig fordern wird. Was passiert, verrate ich natürlich nicht. Allerdings muss ich sagen, dass ich einige Tränen lassen musste und der Autorin am Ende richtig dankbar war. Sie hätte es auch anders schreiben können. Tja, es tut mir leid, dass ich nun Rätsel aufgebe, aber jeder sollte das Buch lesen und sich eine eigene Meinung bilden.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, Juli hat in der Ich-Form aus ihrer Sicht erzählt, bis zu einem bestimmten Zeitpunkt. Mir haben auch gewisse Beschreibungen sehr gut gefallen und zu gerne würde ich das ebenfalls mal sehen wollen. Nun, auch das will ich nicht verraten.


Fazit:
Mich hat das Buch begeistert, es war nicht einfach "nur" ein normaler Liebesroman, ein sehr ernstes Thema wurde untergebracht. Es regt zum Nachdenken an, macht einen dankbar und überhaupt, ach es ist schlicht und ergreifend ein tolles Buch. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Sonntag, 9. Februar 2020

Rezension - Die Suche nach dem Augenblick


Autorin: Catherine Ryan Hyde

Titel: Die Suche nach dem Augenblick

Genre: Schicksal, Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 7. Januar 2020

Seiten: 380

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder




Über die Autorin:
Die mehrfach ausgezeichnete amerikanische Autorin Catherine Ryan Hyde hat bislang knapp dreißig Bücher veröffentlicht.  Neben dem Schreiben ist Catherine Ryan Hyde auch als Referentin tätig und stand bereits dreimal zusammen mit Bill Clinton als Rednerin auf dem Podium. Catherine Ryan Hyde unternimmt gerne Wanderungen und Reisen und ist eine große Hobbyfotografin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In Luis Velez hat die blinde Mildred einen fürsorglichen Betreuer … bis er eines Tages nicht mehr auftaucht. Voller Sorge um ihren Freund wendet sich Mildred an die anderen Mieter des Hauses, aber nur der junge Raymond schenkt ihr Aufmerksamkeit.
Seit seine Eltern sich getrennt haben, hat er das Gefühl, nirgends dazuzugehören. Als ihm klar wird, dass die alte Frau auf Hilfe angewiesen ist, beginnt Raymond sich um sie zu kümmern. Rasch entwickelt sich zwischen den beiden Außenseitern eine tiefe Freundschaft.
Doch was ist mit Luis Velez? Auf seiner Suche nach ihm begegnet Raymond Menschen, die ihm zeigen, dass trotz aller Gleichgültigkeit in der Welt immer Grund zur Hoffnung besteht …


Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und ich wollte es gerne lesen. Das sollte sich auch als gute Entscheidung herausstellen. Ich lernte Raymond und Mildred kennen. Millie, wie sie sich lieber rufen lässt, ist blind und auf Hilfe angewiesen. Leider ist Luis Velez, der  ihr vier Jahre lang geholfen hat, eines Tages nicht mehr gekommen. Sie bittet Raymond um Hilfe und der Junge begibt sich nicht nur auf die Suche nach Luis, er hilft der alten Dame auch bei vielen Erledigungen. Was er bei seiner Suche alles erlebt und wen er noch kennen lernt, fand ich sehr interessant. Aber ich erfahre noch so vieles anderes, was sehr bewegend ist. Leider kann ich nicht auf Situationen eingehen, die mich berührt haben, ich müsste zu viel verraten. Auf jeden Fall haben sie mich nachdenklich gemacht, zu Tränen gerührt aber auch wütend werden lassen.


Fazit:
Ein bewegendes Buch, was sehr viele Facetten zeigt. Mut zum Durchhalten, besondere Freundschaft, Zusammenhalt, sich mit dem Schicksal auseinander setzen und einen Weg finden, ach ich könnte noch viel mehr aufzählen. Am besten liest jeder das Buch und bildet sich seine Meinung. Ich empfehle es gerne weiter.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken



#DieSuchenachdemAugenblick #NetGalleyDE

Rezension - Römisches Finale



Autorin: Natascha Korsakova

Titel: Römisches Finale

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Oktober 2014

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne Verlag



Über die Autorin:
Natasha Korsakova, russisch-griechischer Abstammung, ist eine international konzertierende Violinsolistin. Sie war „Künstlerin des Jahres“ in Chile und Italien. Natasha Korsakova kam mit 19 Jahren nach Deutschland und hat sich sofort in die deutsche Sprache verliebt, die sie heute fließend beherrscht. Natasha Korsakova lebt im Süden der Schweiz. Immer wieder ist sie auch in Rom, dem Schauplatz ihrer Kriminalromane.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Rom. Der weltberühmte Pianist Emile Gallois wird nach einem triumphalen Konzert erschossen aufgefunden. Commissario Di Bernardo, der bereits erfolgreich in der Musikwelt ermittelt hat, wird an den Tatort gerufen. Gemeinsam mit seinem jungen Kollegen Ispettore Del Pino stößt er schon bald aus einem Sumpf aus Intrigen und Affären. Scheinbar führte Emile Gallois ein wildes Doppelleben, und die Ehe mit seiner Frau war nur noch Fassade. Sie hätte also durchaus ein Motiv gehabt, ihn umzubringen. Als dann jedoch eine zweite Leiche gefunden wird, stellt sich der Fall noch einmal ganz anders und sehr viel komplexer dar …


Meine Meinung:
Da ich vor Jahren mal in Rom war und natürlich ein Krimifan bin, wollte ich dieses Buch gerne lesen. Vorab erwähnt, ich wurde nicht enttäuscht.
Die Autorin, selbst eine Musikerin hat in ihrem Krimi nicht nur ihre Kenntnisse eingebracht, sie hat mich durch Rom geführt und für reichlich Spannung gesorgt. Denn der weltberühmte Pianist Emile Gallois wird ermordet in seiner Garderobe aufgefunden. Dem Commissario und seinem Ispettore werden reichlich Verdächtige beschert. Allerdings dauert es, bis sie so richtig durchblicken, denn es tun sich Abgründe auf und dann bleibt es auch nicht bei dem einen Toten.
Mir gefällt es ja immer wieder, wenn ich neben der Ermittlungen einiges vom Privatleben der Ermittler erfahre. Beide konnte ich etwas näher kennen lernen. Ich hatte ebenfalls kein Problem damit, dass dies bereits der zweite Fall, in dem die beiden gemeinsam ermittelten. Wichtiges konnte ich nebenbei erfahren.
Viele Autoren wählen ja einen Schreibstil, in dem sie zwischen den Kapiteln der Gegenwart, etwas über Ereignisse der Vergangenheit erwähnen. Natasha Korsakova hat dies ebenfalls gemacht. Allerdings musste ich sehr lange auf die Auflösung warten. Denn es blieb spannend bis zum Schluss.


Fazit:
Ein spannender und unterhaltsamer Krimi, der einen nach Rom entführt und Einblicke in verschiedene Gesellschaftskreise gewährt.  Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Freitag, 7. Februar 2020

Rezension - Tote trinken keinen Rosé



Autorin: Emilia Bernhard

Titel: Tote trinken keinen Rosé

Genre: Krimi

Version: eBook und broschiert

erschienen: 4. Februar 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Atlantik 



Über die Autorin:
Emilia Bernhard, geboren in Philadelphia, gelangte über mehrere Stationen in den USA und Paris nach Großbritannien, wo sie an der University of Exeter Britische Literatur des 19. Jahrhunderts und Wissenschaftliches Schreiben unterrichtet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Der Banker Edgar Bowen ist in einer köstlichen Vichyssoise ertrunken. Als sie von seinem unglücklichen Tod in der Suppe erfährt, erinnert sich Rachel voller Nostalgie an ihre ersten Jahre in Paris, in denen ihr Edgar den Zauber dieser Stadt gezeigt hatte. Doch auf dem Begräbnis hört sie, dass neben dem Suppenteller eine Flasche Rosé gestanden hatte, und weiß sofort: Da stimmt etwas nicht. Denn Edgar war nicht nur ihr erster Liebhaber, sondern vor allem leidenschaftlicher Rosé-Verschmäher!
Gemeinsam mit ihrer besten Freundin Magda macht sie sich an die Aufklärung des Rätsels. Mitten in den besten Jahren und beileibe nicht immer einer Meinung, überwinden die zwei Damen ihre Skrupel und entdecken ihre kriminalistischen Talente. Als ihre Verdächtigen jedoch nach und nach den Löffel abgeben, werden sie auf eine harte Probe gestellt.


Meine Meinung:
Zunächst machte mich der Buchtitel neugierig, mich interessierte durchaus, was Tote denn stattdessen trinken 😉 Außerdem freute ich mich darüber, dass die Geschichte in Paris angesiedelt wurde. So lernte ich Rachel und Magda kennen. Skurril war die Todesursache schon, denn Edgar ertrank in seinem Suppenteller und neben ihm sollte eine Flasche Rosé gestanden haben, obwohl er diesen Wein überhaupt nicht mochte. Deshalb keimte in Rachel ein Verdacht auf, mehr hatte sie allerdings nicht und ich sollte nun erfahren, was die beiden Freundinnen unternehmen. Ich muss aber gestehen, dass sie mich überhaupt nicht überzeugen konnten und kein Funke zu mir rübersprang.  Sehr langatmig und nicht gerade kurzweilig wurde gesucht und diskutiert. Ich hatte manches Mal das Gefühl, diese beiden Möchte-gern-Ermittlerinnen müssen noch einiges lernen und an ihrem Verhalten noch arbeiten. Ich habe das Buch natürlich zu Ende gelesen, weil ich wissen wollte, was denn tatsächlich passiert ist, zumal es weitere Tote gab. Aber ich bin mir sicher, dass ich keine weiteren Folgen lesen möchte.


Fazit:
Mit Sicherheit gibt es genügend Leser, die so genannte Cosy-Krimis mögen. Ich will nicht abstreiten, dass ich sie auch ab und zu gerne lese, aber dieses Buch konnte mich persönlich leider nicht begeistern.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


#TotetrinkenkeinenRosé #NetGalleyDE

Rezension - Die kleine Pension Dünenblick


Autorin: Sontje Beermann

Titel: Die kleine Pension Dünenblick

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: eBook 6. Januar 2020
erschienen: Taschenbuch 28. Februar 2020

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Forever (28. Februar 2020)



Über die Autorin:
Sontje Beermann ist Personalleiterin und lebt mit ihrer Familie im Herzen des Ruhrgebiets. Das Schreiben ist seit Teenagerzeiten ihre größte Leidenschaft. Ihre facettenreichen, romantischen Geschichten würzt sie am liebsten mit Humor, Musik und ab und zu einer Prise aufregendem Prickeln. Die Autorin schreibt und veröffentlicht seit 2016 erfolgreich Romane, die ans Herz und unter die Haut gehen, weil sie an die großen Gefühle und Chancen im Leben glaubt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine malerische Insel, die Weite der Nordsee und eine neue Liebe
Runa ist zufrieden mit ihrem Leben in Hamburg und ihrer eigenen Kanzlei. Doch als ihre Mutter ins Krankenhaus eingeliefert wird, muss sie in der elterlichen Pension Haus Dünenblick auf Helgoland einspringen. Die Lage vor Ort ist ernster als gedacht und sie braucht dringend einen Plan zur Rettung der Pension. Dabei kommen ihr die sympathischen Annäherungsversuche ihres Gastes Felix gar nicht gelegen, obwohl sie sich zu dem Autor hingezogen fühlt.
Paula plant, sich auf Helgoland eine Zukunft aufzubauen. Sie mietet sich bei Runa ein, um sich ein Hotel anzusehen, das zum Verkauf steht. Sie möchte ihren Eltern zeigen, dass sie auf eigenen Beinen steht und nicht auf das Familienunternehmen angewiesen ist. Doch im Zuge ihrer Recherchen entdeckt sie, dass einigen Hotelinhabern auf der Insel übel mitgespielt wird, unter anderem auch Runas Familie. Die beiden Frauen müssen sich zusammentun, um den Ruf der alteingesessenen Familien auf der Insel zu retten.


Meine Meinung:
Im Laufe der Zeit habe ich durch das Lesen schon viele Inseln kennen lernen können. Diesmal sollte ich also nach Helgoland "reisen". Denn Runa Eggers muss kurzfristig für ihre Eltern einspringen und sich um die kleine Pension Dünenblick kümmern. Durch ihre Spaziergänge und Ausflüge auf der Insel habe ich viel interessantes erfahren. Mir hat es gefallen. Runa allerdings weniger und sie ist nicht so begeistert, dass sie für längere Zeit auf die Insel zurück kehren muss. Sie fühlt sich inzwischen in Hamburg viel wohler. Warum das so ist, hat mir die Autorin natürlich verraten, aber ich werde hier nichts davon erwähnen.
Während ihres Aufenthaltes lernt Runa zwei Gäste näher kennen und es entwickelt sich auch eine Freundschaft zwischen allen. Gemeinsam kommen sie einer üblen Sache auf die Spur und es ist für keinen von ihnen langweilig auf der Insel. Zumal sich Situationen ergeben, die bedeutende Auswirkungen auf die Zukunft aller haben.
Mir hat die leichte und flüssige Schreibweise gefallen und ich hatte dadurch ein weiteres Mal, die Möglichkeit ein Buch zügig zu lesen. Die Geschichte hat mich gefesselt, befürchtete Verwicklungen sind ausgeblieben, andere sind eingetreten und am Ende war alles wieder gut. Allerdings hätte ich mir persönlich noch einen kleinen Epilog gewünscht. Neugierig wie ich immer bin, wollte ich natürlich wissen, ob alle Vorstellungen umgesetzt werden konnten und wie es mit den Hauptbeteiligten weiter ging. Wobei ich nicht behaupten möchte, dass Fragen offen geblieben sind, aber etwas über die weitere Entwicklung zu lesen, gefällt mir immer wieder.


Fazit:
Ein schöner Küstenroman, der einem Helgoland näher bringt. Die Autorin hat vieles miteinander verbunden, Wissenswertes über die Insel, Romanze und auch Spannung. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.



#DiekleinePensionDünenblick #NetGalleyDE

Mittwoch, 5. Februar 2020

Rezension - Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen



Autorin: Caren Benedikt

Titel: Das Grand Hotel - Die nach den Sternen greifen

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook, Hörbuch, broschiert

erschienen: 2. März 2020

Seiten: 528

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet Verlag



Über die Autorin:
Caren Benedikt ist das Pseudonym der Autorin Petra Mattfeldt. Sie liebt den Norden, eine steife Brise und das Reisen an die Orte, über die sie schreibt. Nach einer eher nüchternen Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten arbeitete sie als freie Journalistin. Inzwischen ist die Schriftstellerei ihr Hauptberuf, und sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in einem kleinen Ort in der Nähe von Bremen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein elegantes Hotel an der Ostsee, ein verruchtes Varieté in Berlin, eine starke Frau, die ihren Weg geht, und ein Geheimnis, das alles in Gefahr bringt.
Rügen, 1924. Weiß und prächtig steht es an der Uferpromenade von Binz: das imposante Grand Hotel der Familie von Plesow. Vieles hat sich hier abgespielt, und es war nicht immer einfach, trotzdem blickt Bernadette voller Stolz auf ihr erstes Haus am Platz. Hier hat sie ihre Kinder großgezogen: den ruhigen Alexander, der einmal der Erbe des Grand Hotels sein wird; Josephine, die rebellische Künstlerin, die ihren Weg noch sucht; und den umtriebigen Constantin, der bereits sein eigenes Hotel, das Astor, in Berlin führt. Alles scheint in bester Ordnung. Natürlich gibt es hier und da Streitigkeiten mit ihrer Tochter, und irgendetwas stimmt auch nicht mit dem sonst so fröhlichen Zimmermädchen Marie –, aber all das ist nichts gegen das, was der unangekündigte Besuch eines Mannes auslösen könnte, der Bernadette damit droht, ihr dunkelstes Geheimnis aufzudecken …


Meine Meinung:
Ich liebe historische Bücher  und solche, die in Richtung historische Krimis tendieren noch mehr. Dazu kommt, dass ich bisher viele Bücher der Autorin mit Begeisterung gelesen habe. Außerdem ist das Buchcover ein absoluter Hingucker und ich musste gar nicht lange überlegen, ob ich das Buch lesen möchte.
Caren Benedikt entführt mich mit ihrem Buch in die 20er Jahre nach Rügen, genauer gesagt nach Binz. Dort gibt es das Grand Hotel der Familie von Plesow. Ich lernte Bernadette von Plesow, ihre Familie und Angestellte kennen, natürlich auch einige ihrer Gäste. Das lässt sich ja in einem Hotel nicht vermeiden. Aber es sollte nicht bei diesem Hotel bleiben, ihr älterer Sohn führte in Berlin das Hotel Astor und dorthin führte mich die Autorin ebenfalls. Wechselweise wurde ich über alles mögliche informiert. Es war viel an Information, aber durch den angenehmen Schreibstil hatte ich überhaupt keine Probleme. Ich bekam einen Einblick in das Leben der 20er Jahre, die allerdings nicht für alle die Goldenen 20er sein sollten. Die Kluft zwischen arm und reich war groß.  Im Hintergrund passierte damals einiges, was einen beunruhigen konnte. Auch die Familie von Plesow war betroffen, sie mischte sogar richtig mit. Aber nun habe ich genug von Inhalt erzählt, wenn ich weitermache, verrate ich zu viel.
Auf jeden Fall hat mich die Autorin ein weiteres Mal an das Buch fesseln können. Als Vielleserin ahnte ich einiges, was dann auch eintraf, aber es tat der Spannung keinen Abbruch, denn zusätzlich gab es überraschende Wendungen.


Fazit:
Ein gelungener Start einer weiteren Familiensaga. Historie und Spannung wurden wunderbar kombiniert. Man kann dieses Buch als einzelnes lesen, aber ich für meinen Teil, bin gespannt auf weitere Folgen und möchte einige der Familie noch weiter begleiten oder sollte ich besser sagen beobachten?

Ich habe die Möglichkeit erhalten, dieses Buch vorab zu lesen. Dafür möchte ich mich bei Caren Benedikt und dem Verlag vielmals bedanken. Deshalb kann ich jetzt auch schon die Rezension einstellen und eine Leseempfehlung geben. 

Montag, 3. Februar 2020

Rezension - Drei Tage im November - Düsseldorf 1811



Autorin: Christa Holtei

Titel: Drei Tage im November - Düsseldorf 1811

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Oktober 2019

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Droste Verlag



Über die Autorin:
Christa Holtei, geboren 1953 in Düsseldorf, studierte Anglistik und Romanistik, Philosophie und Pädagogik und arbeitete lange Zeit im Bereich der mittelalterlichen englischen Literatur, Sprache, Geschichte und Kultur am Anglistischen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Seit 1994 tätig als Übersetzerin und Autorin für verschiedene Verlage.


Kurzbeschreibung, übernommen:
1811 – Düsseldorf steht Kopf. Der lang erwartete Besuch Napoleons sorgt für Aufregung in der Residenzstadt am Rhein. Ausgerechnet jetzt werden ein kaiserlicher Kurier und ein Kaufmannssohn ermordet. Der junge Commissar Jakob Hartenfels entdeckt bald eine Verbindung zwischen den Fällen. Unterstützt von Hofkammerrat Hermann Joseph Beuth setzt er alles daran, die Morde aufzuklären, ehe der Kaiser die Stadtgrenze erreicht.


Meine Meinung:
Aus drei Gründen wollte ich dieses Buch gerne lesen. Ich wohne in Düsseldorf, lese gerne Krimis und mag historische Bücher. Und ich kann gleich sagen, dass ich begeistert war.
Christa Holtei hat es bestens verstanden und mir nicht nur Einblicke in das Düsseldorfer Leben zu Napoleons Zeiten verschafft, sondern auch für Spannung gesorgt.
1811 - Ein Kurier soll eine Nachricht nach Düsseldorf bringen, er kommt dort aber leider nicht an. Ich bekomme zwar mit, was ihm so kurz vor Düsseldorf passiert, aber das war es dann auch. Gegenüber dem jungen Commissar Jakob Hartenfels habe ich nur einen Vorteil, ich kenne den Namen des Toten.
Ich finde es immer wieder interessant, wie Polizeiarbeit ohne unsere heutigen technischen Hilfsmittel durchgeführt wird. Hier sind es ja über 200 Jahre und gerne habe ich Jakob bei seiner Arbeit. begleitet. Zunächst erhielt er nur Unterstützung vom Polizeidiener Bruck, ein echter Düsseldorfer Jung, dessen Schwester die beiden mit Düsseldorfer Köstlichkeiten versorgte.
Im Laufe der Geschichte habe ich reichlich Personen kennen gelernt, die für die Stadt wichtig waren und deren Namen heute viele auf Straßenschildern finden. Ob sie es sich jemals haben träumen lassen, dass sie mal in einem historischen Krimi eine Rolle spielen 😉  und Straßen nach ihnen benannt werden?
Auf jeden Fall hat es mich begeistert, dass ich teilhaben durfte und so nebenbei noch vieles erfahren habe, was mir im Einzelnen nicht bewusst war. Geschickt hat die Autorin Daten und Fakten in die Handlung eingebunden. Wer weiß von uns beispielsweise, dass eine Insel "Klein-London" genannt wurde, worauf Zölle gelegt wurden und was damals unternommen wurde, damit trotzdem alle Bewohner im Rheinland klar kamen. Nun soll keiner meinen, das alles könnte doch langweilig werden und keine Rolle in einem Krimi spielen. Da muss ich dann widersprechen, denn es passte bestens in die Handlung und hat zusätzlich für eine gewisse Spannung gesorgt.
Ich möchte jetzt natürlich nicht noch mehr vom Inhalt des Buches verraten und anderen Lesevergnügen nehmen.


Fazit:
Es hat mir sehr gut gefallen, etwas über die drei Tage im November zu erfahren. Außerdem war ich im damaligen Düsseldorf zu Fuß unterwegs, was mir besondere Einblicke beschert hat. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter, für Düsseldorfer ein "Muss" und für alle Interessierten, die mehr über die Stadt erfahren möchten, eignet es sich wunderbar.


Ich selber wurde auf dieses Buch im Dezember aufmerksam, denn in meiner Tageszeitung erschien ein sehr großer Artikel zu diesem Buch, der mich sehr neugierig machte. Ich freue mich, dass mir vom Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt wurde. Ein weiteres Buch der Autorin habe ich mir inzwischen im Buchhandel schon besorgt.

Rezension - Die Tote in der Henkersgasse



Autorin: Astrid Fritz

Titel: Die Tote in der Henkersgasse

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 17. September 2019

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Heute lebt Astrid Fritz in der Nähe von Stuttgart.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die beliebte, charmant-energische ehemalige Begine Serafina ermittelt in ihrem fünften Fall in Freiburg. Die Erfolgsautorin Fritz nimmt einen historischen Fall als Grundlage für den spannenden, atmosphärischen Roman. Im Mai 1417 liegt in der düsteren Henkersgasse eine junge Frau mit eingeschlagenem Schädel, das Gesicht mit einem falschen Muttermal am Kinn seltsam geschminkt. Die reiche Kaufmannsgattin ist eines gewaltsamen Todes gestorben. Serafina, Frau des Arztes Achaz, findet in der missgünstigen Hausmagd des Witwers eine erste Verdächtige, der eine weitere Spur folgt. Damit nicht genug, führt Serafinas Bruder nichts Gutes im Schilde, und Stadtapotheker Jonas will ihre Armenapotheke schließen. Serafina hat alle Hände voll zu tun.


Meine Meinung:
Manchmal kommt es doch vor, dass ich erst spät in eine Serie "einsteige".  Hier hatte ich nun das Buch mit dem fünften Fall, in dem Serafina die Hauptrolle hat und ermittelt. Es war allerdings kein Problem für mich, denn ich fand mich sofort zurecht und hatte auch keine Lücken, die Fragen für mich aufwarfen.
Serafina, eine ehemalige Begine, ist nun mit dem Stadtarzt Achaz verheiratet. Nach wie vor passieren in ihrem Umfeld Dinge, die sie nicht ruhen lassen und wo sie unbedingt wissen will, was passiert ist. Natürlich ist ihr Mann darüber nicht begeistert, birgt es doch auch eine gewisse Gefahr für seine Frau.
Sehr spannend hat die Autorin es in diesem Buch gemacht und mir Verdächtige beschert. Allerdings wusste ich nicht, wer es denn nun wirklich war und so kam das Ende mit einer großen und vor allem spannenden Überraschung.
Ich hatte von der Autorin vor langer Zeit schon Bücher gelesen, die mir gefallen haben und deshalb freute ich mich, als ich die Möglichkeit erhielt, dieses Buch in meinen Händen zu halten.

Fazit:
Fans der Serie werden bestimmt alle Bücher mit Begeisterung gelesen haben. Aber ich kann auch Neueinsteigern empfehlen, an dieser Stelle zu starten und vielleicht die Vorgängerbücher auch zu lesen.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die ganze Welt ist eine große Geschichte und wir spielen darin mit


Autorin: Charlotte Roth

Titel: Die ganze Welt ist eine große Geschichte und wir spielen darin mit

Genre: Roman, Biografie

Version: eBook, Hörbuch, gebundenes Buch

erschienen: 27. September 2019

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Eisele Verlag



Über die Autorin:
Charlotte Roth, Jahrgang 1965, ist gebürtige Berlinerin, Literaturwissenschaftlerin und seit vielen Jahren als Autorin tätig. Mit ihrem Roman Als wir unsterblich waren, der auf einem Stück ihrer Familiengeschichte basiert, gelang ihr der erste in einer Reihe von Bestsellern. Für die Recherche an Die ganze Welt ist eine große Geschichte, und wir spielen darin mit führte sie unzählige Gespräche mit Endes Lektor und Freund Roman Hocke. Charlotte Roth lebt mit Mann, Kindern und Enkeln in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Michael Ende war eine faszinierende Persönlichkeit, die Welt kaum vorstellbar ohne seine Fantasie. Einzutauchen in diese Vorstellungswelt des Menschen Michael Ende ist das Ziel dieses Romans, der bewusst keine faktenorientierte Biografie sein will, sondern der Versuch, sich den Geheimnissen, die Michael Ende nicht preisgab, ebenso respektvoll wie poetisch zu nähern. Sein Leben, das ein knappes Jahrhundert umfasste, wird mit seinem ganz speziellen Blick auf die Welt beleuchtet, der hinter dem Sichtbaren das Unsichtbare zu erspüren suchte. Geschrieben von Charlotte Roth und inhaltlich kuratiert von Michael-Ende-Kenner Roman Hocke wird dem Innenleben des beliebten Autors auf besondere Weise nachgespürt – in einer Fülle von Bildern, Schauplätzen und Begegnungen, aus der sich das Mosaik seiner ganz eigenen Geschichte zusammenfügt.


Meine Meinung:
Wer kennt sie nicht: Jim Knopf, Lukas, Emma und Lummerland? Wenn ich mich recht erinnere, war die Geschichte von Jim Knopf so ziemlich das erste, was ich von der Augsburger Puppenkiste gesehen habe. Das Buch habe ich nie gelesen, dafür aber Momo und die unendliche Geschichte und die Filme im Kino gesehen.
Deshalb hat mich dieses Buch interessiert, denn ich wollte mehr vom und über den Autor erfahren.
Gleich zu Anfang wird noch einmal darauf hingewiesen, dass es keine "normale" Biografie ist, sondern ein so genannte Romanbiografie. Das Buch beginnt mit der Geschichte seiner Eltern, die ihn sehr geprägt haben und auch später nicht loslassen konnten, besonders das Verhalten der Mutter sollte einiges beeinflussen. Ich fand alles sehr interessant zu lesen, allerdings hatte ich mir öfter mal gewünscht, zu wissen, in welchem Jahr ich mich beim Lesen befinde beziehungsweise wie alt Michael Ende jeweils war. So sehr ich mich für das Buch interessierte, konnte es mich nicht so richtig überzeigen. Mir kam vieles sehr langatmig beschrieben vor, es gab große Zeitsprünge und wenn ich es mir recht überlege, habe ich mir das Leben eines Autors ganz anders vorgestellt. So kam es, dass ich mit Michael Ende dann doch nicht so richtig warm wurde.


Fazit:
Wie bereits erwähnt, fand ich es sehr interessant, Einblicke in das Leben des Autors zu erhalten. Ich bin mir aber nicht sicher, ob eine reine Biografie mir mehr gefallen hätte. Mit Sicherheit gibt es genügend Leser, die mehr von Michael Ende erfahren möchten und nicht so kritisch sind, wie ich es bin.

Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DieGanzeWeltIstEineGroßeGeschichteUndWirSpielenDarinMit #NetGalleyDE

Samstag, 1. Februar 2020

Rezension - Klugscheißer Deluxe



Autor: Thorsten Steffens

Titel: Klugscheißer Deluxe

Genre: Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. Dezember 2019 als ebook
erschienen: 2. Juni 2020 als Taschenbuch

Seiten: 270

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Piper Humorvoll 


Über den Autor:
Thorsten Steffens, geboren 1974, studierte Germanistik und Anglistik an der Universität zu Köln. Zuvor, währenddessen und danach arbeitete er in den unterschiedlichsten Berufen: Als Grafiker, als Platzanweiser, als Dozent an einer Universität und als Kassierer im Supermarkt. Inzwischen jedoch arbeitet er als Lehrer an einer Realschule, wo er die Fächer Deutsch und Englisch unterrichtet sowie eine Anti-Rassismus-AG leitet. Mit „Klugscheißer Royale“ legte er seinen Debüt-Roman vor.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Klugscheißer an der Uni – kann das gutgehen?
Ein irre komischer Roman um Studenten, Lehrer, und welche, die Lehrer werden wollen – für alle Fans von Tommy Jaud und Fack ju Göhte
Timo Seidel ist 29 Jahre alt und hat beruflich noch nicht viel in seinem Leben erreicht. Bisher stand ihm vor allem immer seine große Klappe im Weg, denn Timo leidet unter einer weit verbreiteten, aber sehr unangenehmen Krankheit: Er ist ein chronischer Klugscheißer! Dagegen helfen leider auch keine Tabletten. Und so gerät Timo immer wieder mit seinen Mitmenschen aneinander, was auch dazu führte, dass er vor fünf Jahren sein Studium schmiss. Nun glaubt er allerdings, erwachsener zu sein und beschließt, mit Ende zwanzig doch noch einmal ein Studium neben seiner Aushilfsstelle an einer Abendschule zu wagen. An der Universität trifft er auf anstrengende Lehrkräfte, außergewöhnliche Mitstudierende und auf die bildhübsche Sophie, die ihm obendrein den Kopf verdreht. Ein Klugscheißer an der Uni – kann das gut gehen? Nach »Klugscheißer Royale« der zweite Roman rund um Timo Seidel.


Meine Meinung:
Den Klugscheißer Timo hatte ich bereits im ersten Buch kennen gelernt und ich gestehe, anfangs brachte ich nicht so wahnsinnig viel Sympathie für ihn auf. Aber im Laufe der Geschichte änderte es sich und nun wollte ich natürlich auch lesen, was ihm noch so alles passierte. Zumal Timo sich ja vorgenommen hatte, nicht mehr soviel zu "klugscheißern". Ich verrate jetzt auch nicht, ob es ihm immer gelungen ist.
Humorvoll hat der Autor nun Timos Werdegang beschrieben. Ich muss sagen, ich war eigentlich immer auf der Seite von Timo. Thorsten Steffens hat viele Personen in dieser Geschichte untergebracht und ihnen interessante Charaktere zugeordnet. Ich höre schon den Einwand von Timo 😉 Ganz besonders begeistert hat mich natürlich sein Oma, eine urige Person mit Dialekt.


Fazit:
Auch das zweite Buch, in dem Timo sich etwas zurück halten will, hat mir gut gefallen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung, denn es eignet sich hervorragend zum "Zwischendurch lesen"

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Das Wiener Vermächtnis - Hinter den Spiegeln


Autorin: Ulrike Schweikert

Titel: Das Wiener Vermächtnis - Hinter den Spiegeln

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch und gebundene Ausgabe

erschienen: 14. Oktober 2019 als eBook

Seiten: 465

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: MIRA Taschenbuch


Über die Autorin:
Ulrike Schweikert arbeitete nach einer Banklehre als Wertpapierhändlerin, studierte Geologie und Journalismus. Seit ihrem fulminanten Romandebüt «Die Tochter des Salzsieders» ist sie eine der erfolgreichsten deutschen Autorinnen historischer Romane. «Die Charité. Hoffnung und Schicksal» schaffte es in die Top 10 Bestsellerliste. Ulrike Schweikert lebt und schreibt in der Nähe von Stuttgart.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wien 1892. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen? Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empörung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie abhängen …


Meine Meinung:
Da mir bisher alle Bücher, die ich von Ulrike Schweikert gelesen hatte, gefallen haben, habe ich nicht lange überlegt, ob ich dieses Buch auch lesen möchte. Der Klappentext machte mich besonders neugierig. Wie reagiert eine junge Frau, die nach einer Bewusstlosigkeit aufwacht und erfahren muss, dass sie eine Komtess ist. Ich wollte es gerne wissen und muss sagen, die "erwachte" Luise hat mir sehr gut gefallen.
Allerdings gab es einiges, was mich  nicht so überzeugen konnte. Angefangen mit dem Prolog, die langatmigen Beschreibungen in der Zuckerbäckerei und am Ende gab es einige Fragezeichen bei mir. Schade, denn vom Klappentext ausgehend hatte ich etwas anderes erwartet. Ich mag ja historische Bücher sehr und Spannung ebenso, die trat allerdings erst sehr spät auf. Wobei die Autorin durch die geheimnisvollen Andeutungen, was denn nun eigentlich genau passiert ist, doch zwischendurch auch für etwas Spannung sorgte. Zumindest blieb ich am Ball und habe das Buch zu Ende gelesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie sich alles entwickelt.


Fazit:
Gefallen haben mir die Einblicke, die mir ins "höfische Leben" gewährt wurden, genau genommen das Wiener Leben der adeligen Gesellschaft und auch Zusammenhänge im Familienleben. Es gab reichlich Geheimnisse und auch die Romanze kam nicht zu kurz. Vielleicht ist ja nicht jeder so kritisch wie ich und wird an dem Buch mehr Gefallen finden.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Das Glück in Bildern



Autorin: Martina Gercke

Titel: Das Glück in Bildern

Genre: Roman, Frauenroman

eBook und Taschenbuch

erschienen: 23. Januar 2020

Seiten: 260

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Books on Demand



Über die Autorin:
Martina Gercke lebt mit ihrem Mann und den zwei erwachsenen Kindern in ihrer Lieblingsstadt Hamburg. Ihre Leidenschaft für das Schreiben hat sie erst relativ spät entdeckt. Nachdem Frau Gercke einmal angefangen hatte, wurde das Schreiben schnell zur großen Leidenschaft. Ihre Liebe zum Happy End hat Frau Gercke dazu bewogen heitere Liebesromane zu schreiben. Ihre Bücher sollen wie ein guter Kinofilm vor den Augen des Lesers ablaufen. Man soll lachen, weinen und schmunzeln können und das Buch mit einem guten Gefühl im Bauch lesen. In ihre Romane fließen alltägliche Geschehnisse,witzige Erlebnisse aus ihrem Freundeskreis und eigene Erfahrungen. Die Inspiration für ihre Geschichten ist jedoch das Leben selbst mit all seinen Höhen und Tiefen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Seit dem Tod ihres Verlobten lebt Molly zurückgezogen in dem beschaulichen Küstenort Kitty Hawk. Ihr einziger Lichtblick sind die Mails ihrer Schwester aus dem fernen Afrika. Nicht nur in Mollys Leben herrscht Stillstand – auch mit ihrem Manuskript kommt die Schriftstellerin nicht weiter. Als sich der Abgabetermin nähert und ihr Laptop den Geist aufgibt, braucht sie schnell Hilfe! Jaxon hat schon viele illegale Dinge gemacht, aber noch nie hat er in den Daten seiner Kunden geschnüffelt. Bei dem Laptop, den er zur Reparatur bekommt, kann er einfach nicht anders. Er ist völlig fasziniert von dem Foto auf dem Display. Wer ist die Frau mit den traurigen Augen? Gibt es eine Möglichkeit, ihr zu helfen? Jaxon beschließt, mehr über die Unbekannte zu erfahren und Schicksal zu spielen … Eine Geschichte über die Liebe, das Glück und den Weg zu sich selbst.


Meine Meinung:
Von Martina Gercke habe ich ja schon sehr viele Bücher gelesen und meine,  dass ich ihren Stil und den Inhalt oder Verlauf ihrer Geschichten ganz gut kenne oder erahne. Allerdings hatte ich diesmal das Gefühl, es war mal etwas anderes. Was aber nicht bedeutet, dass es mir nicht gefallen hat, ganz im Gegenteil.
Ich lernte Molly kennen, die uns ihre Geschichte in der "Ich-Form" erzählte. Es war eine sehr bewegende Geschichte. Ich möchte jetzt nicht auf Einzelheiten eingehen und etwas mehr verraten, als im Klappentext zu lesen ist. Auf jeden Fall hat mich die Autorin auch diesmal an ihr Buch gefesselt. Es hat mich berührt und ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt. Schließlich vermutete ich, dass es mal wieder zu Verwicklungen kommen könnte. Auch hier hat die Autorin für Überraschungen gesorgt, die ich ebenfalls nicht verrate. Nur soviel, ich persönlich war am Ende zu frieden mit allem.
Jetzt hätte ich doch beinahe vergessen, etwas zu erwähnen. Das Cover gefällt mir ausgesprochen gut und es passt zum Inhalt. Der Buchtitel natürlich ebenfalls und deshalb kann ich auch an dieser Stelle erwähnen, dass Bilder eine sehr wichtige Rolle spielen.


Fazit:
Gerne gebe ich zu diesem Buch eine Leseempfehlung. Wer sich gerne in schöne Gegenden entführen lässt und Geschichten mag, die das Herz berühren, wird hier das richtige finden.


Ich möchte mich bei der Autorin vielmals bedanken, denn sie hat mir die Möglichkeit gegeben, dass ich das Buch vorab lesen und meine Kommentare dazu bei ihr abliefern durfte.

Mittwoch, 29. Januar 2020

Rezension - Der Ring des Lombarden


Autorin: Petra Schier

Titel: Der Ring des Lombarden

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. Januar 2020

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rowohlt Taschenbuch




Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachts- und Liebesromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch und Weltbild. Sie ist Mitglied im Syndikat und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln im Mittelalter – aufregend, abwechslungsreich und gefährlich. Ein extrem spannender und hervorragend recherchierter Roman über eine starke Frau und schmutzige Geldgeschäfte im 15. Jahrhundert. Köln, 1423. Der Tod ihres Mannes, des Lombarden Nicolai Golatti, hat Aleydis de Bruinker zu einer sehr jungen und sehr reichen Witwe gemacht. Und zu einer Frau mit vielen Feinden: Konkurrenten, die sie als unfähig verleumden, die geerbte Wechselstube zu führen. Angeblich ehrenwerte Männer, die an die Mitgift ihrer Mündel wollen. Und eine unsichtbare Bedrohung aus der Schattenwelt, dem Netz aus Intrigen und Erpressung, das ihr Mann zu Lebzeiten gewoben hat. Als ein Brandanschlag auf Nicolais Mörderin die Stadt erschüttert, muss Aleydis etwas tun, das ihr überhaupt nicht behagt: Gewaltrichter Vinzenz van Cleve um Hilfe bitten, den Mann, der ohnehin schon zu viel Platz in ihren Gedanken einnimmt …


Meine Meinung:
Ich hatte ja schon das Buch "Das Gold des Lombarden" mit Begeisterung gelesen und freute mich nun auf die Fortsetzung. Obwohl es schon eine Weile her ist, seit ich das Buch gelesen hatte, kam ich sehr schnell wieder rein ins Geschehen.
Ich fühlte mich dann auch gleich wieder wohl in der Hausgemeinschaft von Aleydis. Obwohl es durchaus unruhig wurde, denn noch immer gab es Probleme mit dem Erbe, dass sie antreten musste. Zumal erst nach und nach heraus kam, welchen Geschäften ihr verstorbener Mann so alles nachging. Es war weiterhin spannend und ich fühlte mich ein weiteres Mal an das Buch gefesselt. Aber so kenne ich es ja auch, Petra Schier hat mich bisher noch nie enttäuscht. Allerdings weiß ich auch, dass sie sich immer neue Überraschungen einfallen lässt und ich spielte ab und zu mit dem Gedanken, mal schnell auf den letzten Seiten nachzusehen, ob ich erkennen kann, dass es nach meinen Wünschen bzw Vorstellungen ausgeht.  Ich habe es aber aushalten können, was meine Spannung natürlich enorm steigerte und ich nicht schnell genug das Buch verschlingen konnte. Ja, ich habe es regelrecht verschlungen, was mir manchmal etwas leid tut. Ich kann mir vorstellen, dass aufwändig recherchiert werden muss, denn die Autorin hat mir sehr viel Wissen über die Arbeit eines Münzwechslers mitgeteilt. Und das alles so nebenbei, denn in der Hauptsache ging es doch darum Geheimnisse zu lüften und einem Täter auf die Spur zu kommen.


Fazit:
Es freut mich, dass es mit Sicherheit noch ein weiteres Buch geben wird. Dieses ist jetzt zwar abgeschlossen, aber Potential für ein nächstes ist reichlich vorhanden und ich weiß, dass ich auch das nächste Buch verschlingen werde, sobald ich es in meinen Händen halten kann.

Beim Verlag und bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 26. Januar 2020

Rezension - Potsdamer Ganoven



Autorin: Hanna C. Bergmann

Titel: Potsdamer Ganoven

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Juli 2019

Seiten: 309

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Gmeiner-Verlag



Über die Autorin:
Hanna C. Bergmann heißt eigentlich Karin Joachim. Sie wurde in Bonn-Bad Godesberg geboren und lebt seit über 20 Jahren im Ahrtal. Die studierte Germanistin und Anglistin sowie ehemalige Leiterin eines archäologischen Museums ist heute als freiberufliche Autorin tätig. In ihrer Freizeit ist Karin Joachim mit ihrem Border Terrier unterwegs, mit dem sie die Natur erkundet. Besonders gerne besichtigt sie historische Orte sowie Parks und Gärten im In- und Ausland.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Winterkälte hat die ehemalige Garnisonsstadt fest im Griff. Wie an jedem Tag dreht der junge Postbote Theodor Berwalt seine Runde. Am Stadtkanal findet er bei einer Zustellung die Leiche von Alfred Pagel. Kaum hat die Polizei ihre Ermittlungen aufgenommen, gerät Theodor in Verdacht, Pagel ermordet zu haben. Dem Postboten eilt seine Freundin Gisela zu Hilfe, die als Stenotypistin im Polizeipräsidium arbeitet. Gemeinsam begeben sich Theodor und Gisela auf Mörderjagd …


Meine Meinung:
Was erfreut eine Leseratte, die gerne Krimis und historische Bücher liest? Na klar, ein historischer Krimi. Ich bin immer wieder begeistert, wenn ich lesen kann, wie zu früheren Zeiten Mordfälle aufgelöst wurden, ohne die ganzen technischen Hilfsmittel, die heutzutage eingesetzt werden können. Außerdem finde ich es toll, wenn ich so nebenbei auch einiges über das Leben der damaligen Zeit erfahren kann.
Berlin 1924, einige Jahre nach dem großen Krieg, wie damals der erste Weltkrieg genannt wurde. Theodor Berwalt ist als Postbote tätig und kommt viel rum, er sieht auch viel. Allerdings hätte er viel darum gegeben, wenn er den Toten nicht gefunden hätte. Leider wurde er als Verdächtiger angesehen und musste einige Tage zu Hause bleiben. So hatte er allerdings Zeit sich mit seiner Freundin Gisela um einiges zu kümmern.
Hanna C. Bergmann hat mir mit diesem Krimi Einblicke in das Berliner Leben verschaffen können. Aber auch Spannung vermittelt. Denn es war nicht leicht für Theodor und Gisela, wofür es mehrere Gründe gibt. Aber die möchte ich hier nicht nennen. Auf jeden Fall fühlte ich mich an das Buch gefesselt. Der Mord konnte aufgeklärt werden, aber es gibt noch einiges, was bei mir Fragen aufwirft und ich gehe sehr davon aus, dass ich in einem Folgeband mehr dazu erfahren werde. Wichtig ist allerdings, dass dieser Fall abgeschlossen werden konnte.


Fazit:
Ein gelungener Start für den Postboten Theodor Berwalt.  Ich fühlte mich gut unterhalten und empfehle das Buch gerne weiter. Geduldig warte ich nun auf die nächste Folge.


Bei der Autorin und beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Pechmaries Rache


Autorin: Carla Berling

Titel: Pechmaries Rache

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Dezember 2019

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne Verlag




Über die Autorin:
Carla Berling, unverbesserliche Ostwestfälin mit rheinländischem Temperament, lebt in Köln, ist verheiratet und hat zwei Söhne. Mit der Krimi-Reihe um Ira Wittekind landete sie auf Anhieb einen Erfolg als Selfpublisherin. Bevor sie Bücher schrieb, arbeitete Carla Berling jahrelang als Lokalreporterin und Pressefotografin. Sie tourt außerdem regelmäßig mit ihren Romanen durch große und kleine Städte.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Auf dem Hellberger Hof regiert der Hass: Alle Familienmitglieder sind bis aufs Blut zerstritten - spätestens seit die dreijährige Angelina im Bach ertrunken ist, weil ihre Großmutter nicht richtig aufgepasst hat. Reporterin Ira Wittekind, die eigentlich mitten in den Hochzeitsvorbereitungen steckt und einen Artikel über den Hof schreiben will, hat von Anfang an ein merkwürdiges Gefühl. Dann sterben zwei weitere Menschen. Und als Ira gemeinsam mit Kommissar Brück recherchiert, stellt sich schnell heraus, dass die Ursachen für die Streitigkeiten auf dem Hof eine Grausamkeit besitzen, die sie sich niemals hätte vorstellen können...


Meine Meinung:
Als Serienjunkie war für mich klar, dass ich auch den 5. Fall von Ira Wittekind lesen wollte. Inzwischen kenne ich sie ja sehr gut. Ich freute mich auch schon sehr darauf, die Tanten ihres künftigen Mannes wieder zu treffen. Ja, Ira wird bald heiraten und ist mit Vorbereitungen beschäftigt, als in ihrer Nachbarschaft eine ältere Frau stirbt, was ihr komisch vorkommt. Als kurz danach eine weitere Tote auf dem Hof stirbt, will Ira wissen, ob das alles mit rechten Dingen zugeht.
Gemeinsam mit Ira erfahre ich vieles über die Familie der Verstorbenen und ich muss gestehen, da tun sich Abgründe auf. Ich bin natürlich sehr gespannt, ob der Verdacht zurecht besteht, den Ira hat. Irgendwann habe ich selber eine Vermutung, wo ich eigentlich sehr sicher bin und nun mit Spannung verfolge, wie das denn wohl geschehen ist.
Am Ende des Buches komme ich in einen echten Gewissenskonflikt, ähnlich wie Coco, der Freundin von Ira. Carla Berling hat sich wieder einiges einfallen und mich ein weiteres Mal begeistert. Die Tanten befinden sich immer noch in meinem Leserherzen. Bei der Hochzeit wäre ich zu gerne dabei gewesen. Aber mehr werde ich nun nicht verraten.
Das Cover gefällt mir sehr gut, es fühlt sich außerdem schön an. Der Buchtitel gefällt mir überhaupt nicht. Dafür aber die Inhalte der Umschlagklappen. Vorne werden die wichtigsten beteiligten Personen aufgeführt und hinten befindet sich eine kleine Landkarte. Sehr hilfreich, wenn eine gewisse Zeit zwischen den Erscheinungsterminen liegt.


Fazit:
Natürlich hat das Buch eine abgeschlossene Geschichte. Es ist nicht erforderlich, die anderen Bücher zu kennen. Aber es macht halt mehr Spaß, wenn sie in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden können. Ich empfehle also nicht nur dieses Buch, sondern auch die vorherigen Bücher dieser Serie.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 22. Januar 2020

Rezension - Mord im Krimihotel



Autorin: Ingrid Schmitz

Titel: Mord im Krimihotel

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Juli 2017

Seiten: 270

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: KBV Verlags- & Medien GmbH



Über die Autorin:
Ingrid Schmitz, geb. 1955 in Düsseldorf, ist gelernte Speditionskauffrau und arbeitete bei einer kanadischen Reederei und im sowjetischen Außenhandel. Seit 2000 ist sie hauptberufliche Autorin. Mittlerweile sind an die 60 Kurzkrimis und mehrere Kriminalromane von ihr veröffentlicht worden. Regelmäßig gibt sie (kulinarische) Kriminalanthologien heraus. Ingrid Schmitz ist Mitglied bei »Mörderische Schwestern« und im »Syndikat«.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein Zimmer mit Leiche, bitte
Krimiautorin Lea Schein reist mit einer ordentlichen Portion Lampenfieber in das beschauliche Städtchen Hillesheim mitten in der Eifel. Dort blüht angeblich das Verbrechen. Selbstverständlich nur auf dem Papier. Inmitten der morbiden Atmosphäre eines Krimihotels soll sie mit ihren Lesungen den Wochenendgästen zu einem angenehmen Schauder verhelfen.
Aber nicht alle Anwesenden hat die spannende Kriminalliteratur hierhergelockt, wie Lea schon bald feststellen muss. Zum Entsetzen aller liegt plötzlich eine Tote auf dem Hotelparkplatz. Es handelt sich keineswegs um eine makabre Inszenierung, denn die Leiche ist echt! Lea Schein ermittelt – und diesmal nicht auf dem Papier.


Meine Meinung:
Zuerst möchte ich allen Unwissenden mitteilen, dass es dieses Krimihotel tatsächlich gibt. Ich hege schon lange den Wunsch, mal dorthin zu fahren. Allerdings bin ich jetzt etwas unsicher. Könnte es für mich da auch gefährlich werden? 😉 Nein, Scherz beiseite, denn es lesen dort so viele Cops und pfiffige Krimiautoren, der Täter würde mit Sicherheit schnell gefunden werden und es deshalb erst gar nicht wagen.
Ingrid Schmitz lässt ihre Protagonistin, die Autorin Lea Schein nach Hillesheim reisen. Sie soll dort aus ihren Büchern vorlesen. Allerdings hat sie zu dem Zeitpunkt noch nicht viel veröffentlicht und war im Grunde froh, dass sie dort einiges an Ablenkung findet. Wobei es nicht unbedingt eine Tote hätte sein müssen. Aber zunächst lernen sich alle Beteiligten, die da ein Wochenende verbringen werden, kennen. Nun, Lea und ich erfahren einiges über die Leute, die sehr unterschiedliche Charaktere haben und aus den verschiedensten Gründen nach Hillesheim gekommen sind. Außerdem erfahre ich, was sich an so einem Krimiwochenende so alles dort abspielt, was mir sehr gut gefallen hat. So habe ich Informationen bekommen und konnte voller Spannung beobachten, was unternommen wird, um den Täter zu finden.
Ich erwähnte ja schon, dass die Beteiligten aus den unterschiedlichsten Gründen angereist sind und dies sollte auch eine wichtige Rolle spielen. So gab es reichlich Nebenschauplätze, was ich interessant fand. Natürlich wurde der Fall aufgelöst, es wurden Entscheidungen getroffen und ich konnte nachlesen, was innerhalb eines Jahres passiert ist.


Fazit:
Unterhaltsam und spannend empfand ich diesen Krimi, den ich gerne weiter empfehle und ich denke jetzt doch einmal ernsthaft über ein Wochenende in Hillesheim nach.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken