Sonntag, 31. Mai 2020

Rezension - Der wunde Himmel



Autorin: Jeannette Oertel

Titel: Der wunde Himmel

Genre: Gegenwartsliteratur, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 20. Februar 2020

Seiten: 510

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: konkursbuch



Über die Autorin:
Jeannette Oertel ist in Halle/Saale und Ostberlin aufgewachsen. Sängerin zwischen ihrem 15. und 20. Lebensjahr. Gesangsstudium an der Musikhochschule Weimar. Danach Fremdsprachenstudium in Berlin. Tätigkeiten in internationalen Firmen in London, Brüssel, München und Berlin, wo sie auch im Diplomatischen Dienst gearbeitet hat. Veröffentlichung von Kurzgeschichten. Derzeit am Bodensee lebend. Der wunde Himmel ist ihr Romandebüt.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine explosive, atemberaubende Geschichte mit Erotik, Agenten, Krimielementen und politisch Bedrohlichem von heute und aus der Vergangenheit in der DDR. Zwischen der Assistentin des Botschafters der fiktiven Arabischen Republik Elydien und einem Diplomaten entwickelt sich eine Amour fou, es spielt in naher Zukunft in Berlin, in Zeiten aufgeheizter Aufruhrstimmung. Die Leidenschaft der beiden wird zur Obsession. Zugleich passieren immer mehr mysteriöse Dinge in der Botschaft, die die Protagonistin auch bis in ihre Kindheit in der DDR zurückführen. Die Liebe schwankt zwischen totaler Hingabe und Verrat in einer zerfallenden politischen Umgebung, in die verschiedene Geheimdienste und die Hand der ehemaligen Stasi immer stärker mit hineinspielen. Die Autorin hat selbst eine Zeitlang im Diplomatischen Dienst gearbeitet.


Meine Meinung:
Rein zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, wurde ich neugierig. Ich gebe zu, in der Masse der Bücher, die sich auf dem Markt tummeln, wäre es mir nämlich nicht aufgefallen, weil mich weder Cover noch Buchtitel angesprochen haben. Aber es stellte sich heraus, dass ich mich gewaltig getäuscht habe.
Ich lernte Tabea Blum kennen, die ihren Dienst in der Botschaft des fiktiven Landes Elydien antritt. Durch sie konnte ich vieles über Abläufe im diplomatischen Dienst erfahren, zumal die Autorin wunderbar das Wissen aus ihrer Arbeitszeit einbringen konnte.
Die Botschaft befindet sich in Berlin und dort wurden von Jeannette Oertel reichlich Beteiligte mit den unterschiedlichsten Charakteren eingesetzt. Nicht jeder hat den Weg in mein Leserherz gefunden, sogar mit Tabea tat ich mich manchmal schwer, nicht jede Handlung konnte ich nachvollziehen, mal davon abgesehen, dass ich auch nicht mit allen einverstanden war, was sie so machte. Man merkt, ich war wieder voll im Geschehen und vor Ort. Dort geschah einiges  und verursachte nicht nur bei mir Herzklopfen. Tabea traf Personen wieder, die sie als Kind während der DDR Zeit kennen gelernt hatte, nicht immer zu ihrer Freude. Nun will ich aber nicht weiter auf den Inhalt eingehen, weil ich sonst zuviel verraten müsste.
Jeannette Oertel konnte in diesem Buch tatsächliche Begebenheiten unterbringen und ihr ist die Mischung sehr gut gelungen. Zumal es ihr Debütroman ist und mich neugierig auf weitere Bücher von ihr macht.


Fazit:
Gegenwart und Vergangenheit, erfundene und wahre Begebenheiten der deutschen Geschichte, beides sehr gut miteinander verbunden. Spannung, Erotik, Politik .... wer diese Kombination mag, sollte das Buch lesen.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. Sie hat bei mir angefragt, ob ich das Buch lesen und rezensieren möchte. Diese Anfrage beeinflusst natürlich nicht meine Bewertung. Sehr gut gefallen hat mir der anschließende persönliche Austausch mit der Autorin über ihr Buch.

Rezension - Limonensommer



Autorin: Susanne Fülscher

Titel: Limonensommer

Gerne: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. Mai 2020

Seiten: 320

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Piper Taschenbuch



Über die Autorin:
Susanne Fülscher widmete sich nach ihrem Germanistik- und Romanistikstudium sehr schnell dem Schreiben. Bisher sind von ihr um die 60 Romane und Kurzgeschichten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erschienen und in viele Sprachen übersetzt worden. Susanne Fülscher lebt als freie Schriftstellerin und Drehbuchautorin in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Seit ein Ereignis ihre Freundschaft vor über zwanzig Jahren zerbrechen ließ, haben Judith, Lene und Katharina nicht mehr miteinander gesprochen. Doch die fünfundvierzigjährige Schauspielerin Judith hofft, in diesem Sommer die Verbundenheit von damals wieder aufleben lassen zu können, und reist zu ihren ehemaligen Schulfreundinnen in die Schweiz und nach Ligurien. Endlich kommen Dinge zur Sprache, über die viele Jahre geschwiegen wurde, und alte Wunden heilen langsam. Während Judith, Lene und Katharina nach und nach die Frage ergründen, was aus den Träumen ihrer Jugend geworden ist, erkennen sie bald, was im Leben wirklich zählt: Die Freiheit, das eigene Glück selbst zu bestimmen, wahre Freundschaft und die Zuversicht, aus den Limonen, die das Leben einem manchmal reicht, Limoncello machen zu können.


Meine Meinung:
Sommer und Limonen und dann so ein einladendes Cover, wer bekommt da keine Lust nach diesem Buch zu greifen? Allerdings verbirgt sich dahinter nicht nur einfach leichte Sommerlektüre. Ein besonderes Thema wird aufgegriffen. Vielleicht hat die eine oder der andere es auch schon erlebt, dass langjährige Freundschaften abbrechen. Manchmal ohne Grund, beziehungsweise, nicht jede kennt den Grund, den die andere dazu veranlasst hatte, sich zurück zu ziehen.
Durch ein besonderes Ereignis im Leben von Judith denkt sie öfter über ihre früheren Freundinnen nach und begibt sich auf die Suche. Wir Leser dürfen sie begleiten und ich war gespannt, wie sich alles entwickeln würde. Allerdings musste ich vorher besonders viel über vergangene Erlebnisse lesen. Es kamen viele Themen zur Sprache und am Ende zeigt es sich, dass nichts zerbrochen ist und alle zusammenhalten, wenn es darauf ankommt. Aber mehr möchte ich darüber nun nicht verraten.


Fazit:
Limonen und das passende Getränk dazu hat die Autorin ins Geschehen einfließen lassen, mit interessanten Auswirkungen. Ein Sommerbuch mit Höhen und Tiefen. Zumindest zeigt es, dass es für manches nicht zu spät ist.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#Limonensommer #NetGalleyDe #NetGalleyDEChallenge

Rezension - Mordssand




Autorin: Ulrike Busch

Titel: Mordssand

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 27. Mai 2020

Seiten: 229

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autorin:
Drei Herzenswünsche hat die gute Fee der gebürtigen Ruhrpottpflanze Ulrike Busch erfüllt: Erstens, in Hamburg zu wohnen, und zweitens, als Autorin von Büchern tätig zu sein, die drittens an Nord- und Ostsee spielen. Seit 1986 lebt die ehemalige selbstständige Texterin in Norddeutschland. „Dreimal hinfallen, und ich bin an meinen Sehnsuchtsorten: Amrum, Sylt, St. Peter-Ording, Travemünde, Niendorf, Timmendorfer Strand. Überall da, wo es viel Meer, Wind und Wetter und eine salzige Brise gibt.“
Bereits ihr erster Krimi, der 2015 erschienene Bestseller „Der Pfauenfedernmord“, etablierte sich als Longseller. Seitdem arbeitet die hauptberufliche Autorin ständig an neuen Bänden ihrer erfolgreichen Cosy-Krimi-Reihen „Ein Fall für die Kripo Wattenmeer“, „Anders und Stern ermitteln“ und „Ein Fall für Molly Bleck“.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Friso Wiborg, Star-Architekt in St. Peter-Ording, will sich am Ende seiner Karriere ein Denkmal setzen. In idyllischer Lage direkt am Strand soll der Friso-Tower entstehen, ein siebenstöckiges Luxus-Hotel. Die Sache mit dem Denkmal gelingt ihm – allerdings auf gänzlich andere Weise, als er sich das vorgestellt hatte: Nach einem Kreativ-Workshop in der Sandskulpturenwerkstatt in Westerhever wird seine skurril verpackte Leiche entdeckt. Wurde er Opfer der ‚Grünen Windmühlen‘? Die Aktivistengruppe um Lina Kraus kämpft entschlossen gegen den Bau des Hotels. Als hätten Tammo Anders und Fenna Stern mit dem Fall allein nicht schon genug zu tun, grätscht auch noch Fennas Tochter Fee dazwischen ...


Meine Meinung:
Als Serienjunkie fühle ich mich oft den Familien der Ermittler als zugehörig. So geht es mir auf jeden Fall, wenn ich wieder in einem Krimi mit Tammo Anders und Fenna Stern versinke. Inzwischen fühlen die beiden sich in dem "Mehrgenerationen-Familienhaus"  sehr wohl, es hat durchaus Vorteile, aber auch manchmal Nachteile. Besonders dann, wenn die Tochter des Hauses sich nicht an Geflogenheiten hält. Aber darauf möchte ich nicht näher eingehen.
An dem Krimi von Ulrike Busch hat mir diesmal sehr gut gefallen, dass wieder ausreichend Spannung vorhanden war, aktuelle Themen, was Bebauung betrifft, angesprochen wurden und ich einiges über Sandskulpturen erfahren habe. Letzteres fand ich sehr gut, denn vor einiger Zeit durfte ich in Dänemark Kunstwerke aus Sand bewundern. Zum Glück habe ich damals keine Leiche vorgefunden.
Die Autorin hat mich ein weiteres Mal mit ihrem Krimi begeistern können. Spannung, Familienleben und vieles mehr hat sie in dieser Geschichte untergebracht. Die Schreibweise ist angenehm flüssig und ich konnte das Buch in einem Rutsch lesen. Das tut mir manchmal schon etwas leid, denn die Autorin hat natürlich wesentlich mehr Zeit aufbringen müssen, zumal sie immer gut recherchiert, was auch diesmal der Fall war.


Fazit:
Eine weitere Folge mit Fenna und Tammo, die sich die Liebhaber von Krimiserien nicht entgehen lassen sollten. Für dieses und den vorherigen Büchern gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken, das ich vorab lesen durfte. Dies hatte allerdings keinen Einfluss auf meine gute Bewertung. Für Bücher, die mir nicht gefallen, nehme ich mir selten die Zeit vorab und auch nicht für den Austausch mit der Autorin.

Freitag, 29. Mai 2020

Rezension - Dolce Vesuvio



Autorin: Astrida Wallat

Titel: Dolce Vesuvio

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen:  18. Februar 2020

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: MIRA Taschenbuch/Harper Collins



Über die Autorin:
Astrida Wallat wurde 1975 in Nürnberg geboren. Sie studierte Germanistik, Theologie und Romanistik in Würzburg und Urbino, wo sie die Feinheiten des italienischen Alltags von Amore über Berlusconi bis Zabaione kennenlernte. Sie lebt bei Stuttgart und ist im Projektmanagement tätig. Nach einem Kneipenführer über Würzburg und der Anthologie "Die Ringe bitte! Heiteres rund um das Ja-Wort" war "Pikkolo und Panettone" ihr erster Roman. 2020 folgte eine Wiederauflage des Hochzeitsbuchs unter dem Titel "Das perfekte Paar" sowie ihr zweiter Roman "Dolce Vesuvio" über Pompeji. Mit einer Prise "Dolce Vita", ganz viel "Pasta" und ein bisschen "Amore".


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wer braucht schon die Gegenwart, wenn die Vergangenheit so voller Wunder steckt? Carlotta vergöttert Vulkane, antike Philosophen und alles, was tief unter der Erde verborgen liegt. Doch als sie das Angebot erhält, den Sommer bei einer Ausgrabung in Pompeji zu verbringen, wirbelt das mächtig Staub auf in ihrem Leben. Denn statt dem erhofften Sensationsfund begegnet ihr am Vesuv ausgerechnet ihr Konkurrent Alessandro Mantegna - und der setzt ein schicksalhaftes Drama in Gang, dem nur Carlotta ein Ende setzen kann. Sofern sie lernt, nicht nur hinter die Fassaden ihrer geliebten Ruinen, sondern auch in die Herzen der Männer und den Himmel Italiens zu blicken …


Meine Meinung:
In dieser Zeit, wo wir alle nicht so reisen können, wie wir möchten, ist es toll, wenn man ein Buch zu Hand nehmen und damit auf Reisen gehen kann. In meinem Fall war es sogar eine Erinnerung an eine Reise vor vielen vielen Jahren. Ich habe damals Urlaub auf Ischia gemacht und Tagesausflüge unternommen. Ich war auf dem Vesuv, genau wie Lollo. Ich war in Herculaneum und Pompeji. Wobei Lollo in Pompeji arbeiten musste und ich zu den Touristen gehörte, die sich alles ansehen konnten.
Dank Astrida Wallat konnte ich meine Erinnerungen auffrischen. Was aber viel wichtiger war, ich konnte Lollo bei ihren Arbeiten in Pompeji beobachten, ich bekam Appetit auf das leckere Essen, das Anna gekocht hat und lernte mit Lollo viele interessante Personen kennen. Denn natürlich ging es nicht nur um die Ausgrabungen, sondern auch um zwischenmenschliche Beziehungen.
Die Autorin hat alles sehr gut geschildert und mich an das Buch gefesselt. Ich wollte doch unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt. Ich fand es sehr interessant, was alles aufgedeckt wurde, nicht nur aus der Vergangenheit, sondern auch in der Gegenwart. Mit dem Ende war ich dann sehr zufrieden.


Fazit:
Dolce Vesuvio, ein wirklich gut gelungener Italien-Roman. Man muss nicht dort gewesen sein, um das Buch zu genießen, aber es macht Lust irgendwann mal dorthin zu reisen. Bis dahin empfehle ich allen, das Buch zu lesen.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die Lilienbraut



Autorin: Teresa Simon

Titel: Die Lilienbraut

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 11. Mai 2020

Seiten: 496

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Heyne Verlag



Über die Autorin:
Teresa Simon ist das Pseudonym einer bekannten deutschen Autorin. Sie reist gerne (auch in die Vergangenheit), ist neugierig auf ungewöhnliche Schicksale, hat ein Faible für Katzen, bewundert alles, was grünt und blüht, und lässt sich immer wieder von stimmungsvollen historischen Schauplätzen inspirieren


Kurzbeschreibung, übernommen:
Köln in den Vierzigerjahren. Die junge Nellie Voss hat gerade eine Stelle bei 4711 angetreten. Schnell wird ihr klar, dass sie ein untrügliches Gespür für Düfte hat. Ab und zu vergisst sie darüber sogar, dass ein schrecklicher Krieg tobt. Doch noch mehr beschäftigt sie ihre aussichtslose Liebe zu einem Mann, den sie nicht haben darf ...
Köln in der Gegenwart: Nach ihrer schmerzhaften Trennung eröffnet Liv einen kleinen Laden für Seifen und Düfte im Stadtviertel Ehrenfeld. Eines Tages begegnet sie auf der Straße zufällig einer geheimnisvollen weißhaarigen Dame, die bei ihrem Anblick regelrecht erschüttert ist und sie beschimpft. Wer ist sie, und was verbindet sie mit Liv?


Meine Meinung:
Bücher von Teresa Simon habe ich bisher immer mit Begeisterung gelesen und deshalb freute ich mich auf ein weiteres Buch von ihr. Ihrem Stil treu bleibend, hat sie in der Hauptsache über zwei Frauen geschrieben, die in verschiedenen Zeiten lebten, über Nellie in den Vierzigerjahren und Liv in der heutigen Zeit.

Irgendetwas musste die Frauen verbinden, denn beide hatten eine sehr gute Nase und ein besonderes Gespür für Düfte. Im Wechsel habe ich dann einiges über das Leben von Nellie und Liv erfahren. Beides fand ich sehr interessant, gab es doch gleichzeitig auch den Zeitgeist, besonders bei Nellie wieder. Wobei ich allerdings gestehen muss, diesmal fand ich alles rund um Liv wesentlich interessanter. Ereignisse im Leben und der Umgebung von Nellie waren für mich nicht neu, verschiedenes hatte ich in der letzten Zeit schon öfter gelesen. Tatsache ist allerdings, dass damals viele solche Erlebnisse wie Nellie hatten. Ok, eine wahrscheinlich nicht so unbedingt und die erinnerte mich etwas an das Buch Die Dornenvögel.

Liv stand vor mehreren Rätseln,  weshalb musste sie das Erbe der Tante in Köln-Ehrenfeld antreten?Sie konnte sich nicht erklären, weshalb ihr Steine in den Weg gelegt werden und weshalb eine Dame so merkwürdig reagiert. Wir beide müssen lange warten, bis wir erfahren Antworten auf alles bekommen. Bis dahin muss Liv auch mit dem ganz normalen Alltag einer berufstätigen Mutter fertig werden. Wobei ich ihre Arbeit sehr interessant fand und zu gerne mal an einem Seminar teilgenommen hätte. Die Einblicke, die mir die Autorin gewährt hat, waren sehr interessant.
Mich hat das Buch mal wieder gut unterhalten, am Ende war ich dann auch mit allem zufrieden.


Fazit:
Zwei Frauen mit einer besonderen Begabung, beide haben mit Düften zu tun. Geheimnisse werden aufgedeckt, geschichtsträchtige Erlebnisse werden erwähnt und für beide Frauen gab es romantische Zeiten.  Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich gerne für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Versuchung zum Aperitif



Autorin: Catherine Bybee

Titel: Versuchung zum Aperitif

Genre: Romantischer Thriller

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. Mai 2020

Seiten: 398

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Montlake



Über die Autorin:
Catherine Bybee sagt über sich selbst: Zuerst und vor allem bin ich Ehefrau und Mutter. Danach kommt das Schreiben – über alles, was prickelnd und romantisch ist. Wenn es kein Happy End hat, will ich nichts damit zu tun haben. Seien wir ehrlich: Das Leben ist voller ... na ja ... Leben. Nach einem Jahrzehnt als Krankenschwester in städtischen Notaufnahmen möchte sie in eine schönere Welt abtauchen, wenn sie ein Buch in die Hand nimmt. Inzwischen erschafft sie selbst solche Welten, solche kleinen Fluchten vom Alltag.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Um sich über ihre Zukunft klar zu werden, kehrt die attraktive Sasha Budanov in das strenge Internat zurück, in dem sie unter militärischem Drill alles gelernt hat, was sie für ihren gefährlichen Job als Bodyguard braucht. Ihr Motto: Bleibe wachsam und traue niemandem.
Als die Einzelgängerin den verführerischen AJ Hofmann trifft, muss sie ihre Regeln überdenken. Denn AJ ist eine Versuchung der besonderen Art. Sie vertraut ihm, er ist furchtlos und küsst höllisch gut. Zusammen sind sie unschlagbar. Aber es könnte sie das Leben kosten …


Meine Meinung:
Ich hatte zuerst etwas gezögert, dieses Buch zu lesen, denn das Cover hatte mich als Krimifan nicht so sehr angesprochen. Niemals hätte ich eine so spannende Geschichte dahinter vermutet. Also möchte ich vorweg darauf hinweisen, es steckt nicht dahinter, was Ihr denkt 😉 Lach, kommt einem dieser Satz nicht auch bekannt vor?
Versuchung zum Aperitif ist bereits das fünfte Buch aus der Serie "Diesmal für immer". Ich kenne die anderen Bücher nicht, hatte aber keine Probleme mich zurecht zu finden. Von Anfang bis Ende war ich an das Buch gefesselt.  Es war wirklich ungemein spannend. Wenn ich dieses Buch nun einordnen sollte, würde ich persönlich es weder bei Liebesroman noch unter dem Genre Krimi einsortieren. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, einen Agententriller zu lesen. Wobei Sasha natürlich keine Agentin ist, aber mindestens so gut ausgebildet wie James Bond 😉
Üblicherweise traf Sasha auf einen attraktiven Mann, AJ und neben der Spannung knisterte es gewaltig zwischen den beiden, wobei die Erotik dann auch nicht zu kurz kam.
Wie immer möchte ich nicht mehr verraten, als jeder der Kurzbeschreibung entnehmen kann. Aber ein kleiner Hinweis sei doch erlaubt und macht vielleicht neugieriger. Sasha und AJ sind beide dabei etwas über sich oder vergangene Geschehnisse zu erfahren. Das erfreut längst nicht alle Personen und es kommen äußerst interessante Ergebnisse zutage. Am Ende war ich dann auch sehr überrascht, nachdem wir alle erfahren haben, was damals und heute tatsächlich passiert ist und vor allem weshalb.


Fazit:
Extrem spannend war die Spurensuche, gewürzt mit reichlich Erotik und vielen Erkenntnissen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und gerne empfehle ich es weiter.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#VersuchungzumAperitif #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Mittwoch, 27. Mai 2020

Blogtour - Buchreise durch Italien



Die Buchreise durch Italien geht weiter. Erdbeeren im Sommer, ich liebe diese Früchte und sie schmecken nicht nur in Italien gut.  Aber bevor ich mich hier jetzt darüber auslasse, wie gerne ich sie esse und was man alles damit machen kann, will ich lieber über das Buch schreiben:



Wer hatte nicht auch schon mal das Bedürfnis, einfach Koffer packen und von zu Hause abhauen?

Mona braucht aus den verschiedensten Gründen Abstand von ihrem Mann und den beiden Söhnen, sollen sie doch sehen, wie sie klarkommen.
Luisa ist unglücklich, sauer und wütend und will ebenfalls nur weit weg. Da trifft es sich doch gut, dass Luisas Tante Giulia im fernen Italien wohnt und sich freut, dass die Nichte sie endlich mal wieder besuchen will.
Die Tante besitzt einen Erdbeerhof und nach der langen Fahrt werden die beiden sofort mit leckeren Erdbeertörtchen verwöhnt.

Wer jetzt allerdings meint, dass die Freundinnen sich bei der Tante nur ausruhen und sich entspannen können, wird überrascht werden. Spontan, wie die beiden nach Italien gereist sind, packt nun die Tante ihren Koffer und verschwindet. Sie hinterlässt nur eine Liste mit Arbeitsanweisungen. So hatten die beiden sich das nicht vorgestellt. Sie bekommen reichlich Arbeit und decken nebenbei ein lang gehütetes Geheimnis auf. Für Luisa und Mona wird es also eine turbulente Zeit mit überraschenden Entwicklungen.

Die Autorin entführt ihre Leser mit diesem Buch nach Italien und hat, zumindest bei mir, dafür gesorgt, dass ich nach dem Lesen erst einmal Erdbeeren gekauft habe. Jetzt ist genau die richtige Zeit dafür und ich liebe Erdbeeren. Außerdem werden meine Kochbücher mit den mediterranen Rezepten hervor geholt. Was das alles mit dem Buch zu tun hat, fragt Ihr? Tante Giulia besitzt ein Erdbeerfeld und führt ein Restaurant. Als ich gelesen habe, was dort täglich gekocht wird, bekam ich sofort wieder Appetit auf mediterranes Essen. Das sind die angenehmen Nebeneffekte bei den Büchern von Anja Saskia Beyer

Das Buch habe ich schon vor einer Weile gelesen und jetzt für die Buchreise wollte ich meine Erinnerungen noch einmal auffrischen. Deshalb habe ich das Buch ein zweites Mal gelesen und war wieder begeistert. Es hat sogar großen Spaß gemacht und obwohl ich es doch im Grunde schon kannte, kam keine Langeweile auf. Ich war ein weiteres Mal gefesselt von dieser Geschichte.


Wer meine Rezension lesen möchte, kann dies natürlich auch machen.
Außerdem möchte ich auf die Rezensionen meiner Bloggerkolleginnen aus dem Team - Die Drei vom Niederrhein hinweisen. Es ist immer wieder interessant, verschiedene Meinungen zu einem Buch zu lesen.


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Dienstag, 26. Mai 2020

Rezension - Die geheimnisvollen Gärten der Toskana



Autorin: Anja Saskia Beyer

Titel: Die geheimnisvollen Gärten der Toskana

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. Mai 2020

Seiten: 285

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Tinte & Feder



Über die Autorin:
Anja Saskia Beyer studierte Theaterwissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Werbepsychologie in München. Seit 1996 schreibt und arbeitet sie erfolgreich als Drehbuchautorin und Dramaturgin für das Fernsehen, u. a. für die Serien »Lindenstraße«, »Für alle Fälle Stefanie«, »Verliebt in Berlin« und »Dahoam is Dahoam«.
Die Autorin lebt mit ihrem Mann, ihren Kindern und ihrem Hund in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Jessy braucht dringend einen Neuanfang: Ihr Freund hat sie verlassen und dann verliert sie auch noch ihren geliebten Job als Floristin. Kurzentschlossen nimmt sie eine Stelle als Gärtnerin in der Toskana an. Der verwilderte Garten mit seinen Zitronenbäumen und dem Duft der Rosen verzaubert die junge Frau sofort.
Doch der Neubeginn gestaltet sich schwieriger als gedacht: Jessy verliebt sich in ihren attraktiven Arbeitgeber Gregorio. Seine herrische Mutter ist der aufkeimenden Romanze alles andere als wohlgesonnen. Und dann entdeckt Jessy auch noch ein jahrhundertealtes Geheimnis. Ihr wird klar, dass in dieser Familie mit harten Bandagen gekämpft wird – besonders in der Liebe …


Meine Meinung:
Bücher sind doch etwas tolles! Während wir im Moment alle mehr oder weniger zu Hause bleiben, können die Protagonisten reisen und wir können sie auf diesem Weg begleiten.
Jessy hat sich auf eine Stelle als Gärtnerin in der Toskana beworben. Sie ist zwar gelernte Floristin, aber über Renaissance-Gärten weiß sie wenig. Ich gestehe, mir erging es ebenso und deshalb freute ich mich, dass ich mit ihr wunderschöne Gärten kennen lernen konnte. Denn Anja Saskia Beyer hat es bestens verstanden, uns durch die Gärten zu führen und sie so beschrieben, dass ich zu Hause alles vor Augen hatte. Nun soll keine meinen, es wäre ein Gartenbuch oder so, nein, natürlich geht es auch um Jessy und Gregorio, um Bella und Vinc und und und.  Lasst Euch überraschen.
Damit die Geschichte in diesem Buch nicht so abläuft, wie man es oft bei Liebesromanen oder ähnlichem gewohnt ist, hat sich die Autorin ein besonderes Geheimnis einfallen lassen. Außerdem hat sie mich überrascht, denn als Vielleserin meine ich manche Handlungsabläufe zu kennen und hier musste ich nun feststellen, dass so vieles erfrischend anders abläuft. Auch darüber werde ich nichts verraten. Also hat Anja Saskia Beyer mich ein weiteres Mal begeistern können.


Fazit:
Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich meine Begeisterung anscheinend nicht so richtig rüberbringen kann. Ich will ja nicht zu viel vom Inhalt verraten, ich würde gerne einiges zitieren. Also was bleibt einem da übrig? Ihr müsst das Buch selber lesen und werdet mich dann hoffentlich verstehen. Ich bin begeistert und empfehle das Buch wirklich sehr gerne weiter.

Achja, wer sich nun wundert, dass ich sofort am Erscheinungstag die Rezension einstellen kann, dem möchte ich nochmals sagen, dass wir Blogger oft die Möglichkeit haben, ein Buch vorab zu lesen. Das mache ich natürlich sehr gerne, denn ich bin immer furchtbar neugierig, ganz besonders auf Bücher meiner Lieblingsautoren

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


#DiegeheimnisvollenGärtenderToskana #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge


Diese Rezension gehört auch zu der Blogtour "Buchtour durch Italien"
wie es bei Blogtouren üblich ist, möchte ich hier auf weitere Beiträge hinweisen:

Am 23.5. wurde auf dem Blog "Missis Leseecke" das Buch "Die Sterne von Venedig" vorgestellt
Am 24.5. habe ich die Protagonistin des Buches interviewt
Am 26.5. erscheint auch die Rezension zu den geheimnisvollen Gärten in Missis Leseecke
Am 27.5. stelle ich das Buch "Erdbeeren im Sommer" vor

Montag, 25. Mai 2020

Autoreninterview - Christoph Driessen



Sehr geehrter Herr Dr. Driessen,
Sie gehören zu den wenigen Autoren, die ich interviewe und noch nicht auf einer Buchmesse getroffen habe. Deshalb freue ich mich sehr, dass Sie sich meinen Fragen stellen möchten. Dass wir uns noch nicht kennen, könnte auch daran liegen, dass Sie bisher meist Sachbücher veröffentlicht haben, die zwar sehr interessant scheinen, aber auf die ich noch nicht aufmerksam wurde.

In Ihrer Vita habe ich gelesen, dass Sie Journalistik und Geschichte studiert haben und auch keinen langweiligen beruflichen Werdegang hatten. Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Bücher zu schreiben?

Ich bin hauptberuflich im aktuellen Journalismus tätig, das ist ein sehr flüchtiges Geschäft. Irgendwann wollte ich mal etwas machen, was ein wenig bleibender ist. Und das ist dann mit viel Glück auch gelungen, denn meine "Geschichte der Niederlande" wird jetzt schon seit elf Jahren immer wieder neu aufgelegt


Wann haben Sie mit dem Schreiben begonnen?

Journalistische Artikel schreibe ich schon seit meinem 19. Lebensjahr. Das erste Sachbuch habe ich mit 42 veröffentlicht. Aber den ersten Roman erst jetzt im reifen Alter von 53 Jahren.


Wie lange schreiben Sie an einem Buch?

So ungefähr zwei Jahre.


Da Sie ja noch Ihrem Hauptberuf nachgehen, würde es mich interessieren, wann Sie sich die Zeit zum Schreiben nehmen.

Abends oder im Urlaub. Das kommt deshalb auch nicht immer so gut an bei der Familie.


Wenn ich mir die Übersicht Ihrer bereits erschienenen Bücher ansehe, entdecke ich einen Trend. Entweder sind es Bücher über Köln oder sie haben mit den Niederlanden zu tun, ist das richtig?

Ja, genau richtig. Mein eigentliches Spezialgebiet ist die Geschichte der heutigen Beneluxländer. Das mit Köln hat sich eher zufällig ergeben, weil ich jetzt schon so lange hier wohne.


Wie kommen Sie auf die Ideen zu Ihren Büchern?

Ein Teil stammt gar nicht von mir, sondern von den Verlagen. Aber zum Beispiel bei dem Buch, das ich über Rembrandt geschrieben habe, da hatte ich mir gedacht, es wäre sehr interessant, einmal nicht auf ihn zu schauen, sondern auf die drei Frauen, mit denen er zusammengelebt hat.


Mich interessiert ja immer, wer das Buch eines Autors als erstes lesen darf. Meist sind es ja Romane, aber wie sieht es bei einem Sachbuch aus?

Das ist immer meine Frau.


Ich erwähnte oben ja bereits, dass wir uns bisher noch auf keiner Buchmesse getroffen haben, beabsichtigen Sie mal zu einer der beiden Messen zu fahren?

Ich war schon mehrfach auf der Buchmesse in Frankfurt, habe dort zum Beispiel mal aus meinen literarischen Köln-Führer gelesen.


Wie sieht Ihre Präsenz im Bereich der Sozialen Medien aus?

Ich bin da oft unterwegs, aber nicht unbedingt selbst aktiv.


Ich werde gleich noch genau auf Ihr neuestes Buch eingehen, jetzt interessiert mich erst einmal eine Frage. Ich habe gesehen, dass Sie zur Vorstellung des Buches online-Lesungen gemacht haben. Können Sie sich vorstellen, dass Sie irgendwann mal In Buchhandlungen oder an anderen Orten auf Ihrem Buch lesen werden?

Auf jeden Fall, ich habe schon oft Lesungen gemacht, nicht nur in Deutschland, sondern zum Beispiel auch in den Niederlanden und in Belgien.


Möchten Sie engeren Kontakt zu Ihren Lesern und vielleicht auch zu Bloggern aufbauen?

Klar, aber es schreiben mir zum Glück auch jetzt schon viele Leser, oft mit Fragen und Anregungen, hin und wieder auch mit Kritik – vor allem zu meinem Niederlande-Buch.


Gibt es Planungen für weitere historische Romane?

Es könnte natürlich mit der Muskatprinzessin noch weitergehen, das habe ich mir schon beim Schreiben überlegt.


Haben Sie als Kind gerne gelesen und wenn ja, an welches Buch erinnern Sie sich noch gut?

Sehr gern. Ich bin in den 70er Jahren aufgewachsen, da gab es ja noch lange kein Internet und im Fernsehen vielleicht an zwei oder drei Tagen mal eine Kindersendung. Von daher hat da, glaub ich, jeder viel gelesen. Eines meiner Lieblingsbücher war „Lord Schmetterhemd“ von Max Kruse, mit dem ich auch jahrelang korrespondiert habe.


Haben Sie jetzt Zeit und Lust zum Lesen und welches ist ihr bevorzugtes Genre?

Zeit habe ich leider nicht so viel. Am liebsten lese ich historische Sachbücher. Neulich habe ich Christopher Clark interviewt, den Autor von „Die Schlafwandler“. Das ist zum Beispiel ein Idol von mir.


Wenn Sie eine Zeitreise machen könnten, welchen Autor würden Sie besuchen und warum?

Thomas Mann – obwohl ich es mir sehr schwer vorstelle, mit ihm ins Gespräch zu kommen.


Wie immer stelle ich reichlich Fragen und denke, dass ich doch das eine oder andere vergessen habe. Deshalb gebe ich Ihnen hier die Möglichkeit, was wollten Sie uns Lesern gerne noch mitteilen?

Ich freue mich ungemein über jede Leserin und jeden Leser und bedanke mich sehr für das Interesse.


Zum Abschluss meines üblichen Interviews frage ich meine Interviewpartner gerne, was ihnen zu Namen oder Begriffen einfällt. Die Frage möchte ich hier ebenfalls stellen und dann gleich ausführlich auf Ihren historischen Roman eingehen

Amsterdam - Eine von mir sehr geliebte Stadt. Ich wollte eigentlich immer nach Amsterdam ziehen, aber das hat bisher nie geklappt.

Tulpenmanie - Das war eine große Spekulationswelle mit Tulpenzwiebeln in den 1630er Jahren in Holland. Viele Schriftstellerinnen haben sich dadurch inspirieren lassen, der bekannteste Roman ist sicher „Tulpenfieber“, verfilmt mit Christoph Waltz.

Erich Kästner - Ein wunderbarer Autor, dessen Bücher ich als Kind gelesen habe. Und später habe ich sie dann  meinen Kindern vorgelesen.


An dieser Stelle endet üblicherweise mein Interview, aber ich möchte auf ein Buch doch noch genauer eingehen. Zunächst stelle ich hier das Buch kurz vor


Kurzbeschreibung, übernommen:
Amsterdam, frühes 17. Jahrhundert: Eva sieht sich gezwungen, ihre geliebte Heimat Holland zu verlassen, denn die Geschäfte ihres Vaters, des Bierbrauers Claes Corneliszoon Ment, laufen schlecht. Bedrängt von seinen Gläubigern, kommt es ihm gerade recht, dass der wohlhabende Generalgouverneur der Vereinigten Ostindischen Compagnie, Jan Pieterszoon Coen, ein Auge auf seine Tochter geworfen hat. Gegen ihren Willen muss die blutjunge Frau die Ehe mit dem über zwanzig Jahre älteren Pfeffersack eingehen und lernt schon in der ersten gemeinsamen Nacht seine dunkelste Seite kennen.
Kurz nach der Vermählung tritt Coen seinen Generalgouverneursposten in Ostindien an und Eva muss bis auf ihren lebenslustigen Bruder Gerrit und ihren Kater Jasper alles zurücklassen. Acht Monate dauert die Fahrt nach Batavia in drückender Hitze, um sodann wie ein Herrscherpaar in ihrer neuen Heimat empfangen zu werden. Die Welt, in die Eva nun eintaucht, könnte exotischer nicht sein. Sie hat plötzlich den Status einer Prinzessin mit einer riesigen Schar asiatischer Diener und einem Elefanten als Reittier. Eva kann sich dem Zauber und der Schönheit des fremden Landes nicht entziehen. Sie lernt Jacques Specx und seine geheimnisvolle Tochter Sara kennen, den dicken Crijn van Raemburch, Mitglied des Indienrates und vor allem den jungen Aufsteiger Antonio van Diemen, der ihre Aufmerksamkeit erregt. Rasch gewinnt die rothaarige Eva an Einfluss, kümmert sie sich doch um benachteiligte Frauen und Kinder und wird hierfür von den Einheimischen verehrt, während ihr Mann mit äußerster Strenge über das Land und seine eigene Frau herrscht.


Im Verlag Maximum ist Ihr Buch „Die Muskatprinzessin“ erschienen. Bisher waren es ja meist Sachbücher, wie sind Sie auf die Idee gekommen, nun einen Roman zu schreiben?

Das war gar nicht meine Idee, sondern die Idee der sehr erfolgreichen Literaturagentin Lianne Kolf. Ich habe erst gesagt: „Nie und nimmer, das kann ich gar nicht!“ Aber Frau Kolf hat eine große Überzeugungskraft. 


Weshalb wurde es ein Buch über die Muskatprinzessin?

Die Hauptperson Eva Ment hat ja wirklich gelebt. Und die faszinierte mich schon seit langem. Deshalb habe ich sofort an sie gedacht.


Die Recherche für die beiden Hauptfiguren war vermutlich zeitintensiv. Wie formten sich diese Charaktere für die Handlung?

Da muss man unterscheiden: Die männliche Hauptperson Jan Pieterszoon Coen ist ja eine sehr bedeutende historische Persönlichkeit. Über Coen hatte ich schon viel gelesen und auch einiges geschrieben. Der stand mir also schon lebendig vor Augen. Über seine junge Frau Eva Ment ist dagegen nur wenig bekannt. Ihr Charakter hat sich quasi beim Schreiben geformt – sie entwickelte  ein Eigenleben.


Welche Eigenschaft hat Sie an Eva am meisten fasziniert? Und am Generalgouverneur?#

An Eva war es der Umstand, dass diese ganz junge Frau von 18, 19 Jahren sich auf eine so große Reise in das heutige Indonesien begeben hat. Das war ja in einer Zeit, in der die allermeisten Menschen ihren Geburtsort ihr ganzes Leben nie verlassen haben. Und sie beginnt nun ein neues Leben in dieser unglaublich weit entfernten und unvorstellbar fremden und gefährlichen Welt. Das hat mich von Anfang an gepackt. Ich habe mich gefragt: Was hat sie dabei empfunden? Welche Erwartungen hatte sie? Wie groß war ihr Heimweh? All diese Dinge...

Und Coen – das ist natürlich auch eine fesselnde Gestalt. Ohne ihn gäbe es das heutige Indonesien vielleicht gar nicht, und das ist immerhin das viertgrößte Land der Welt, gemessen an der Bevölkerungszahl. Er war ein Globalisierungspionier, ungeheuer erfolgreich. Aber er hatte eben auch Abgründe. Er ging über Leichen. Er war ein gefährlicher Mann, vor dem man sich in Acht nehmen musste. Im Roman habe ich versucht, diese beiden Seiten herauszuarbeiten.


Jan Pieterszoon Coen wird inzwischen kontrovers diskutiert. Was ist Ihre Einschätzung zu seinem Charakter? Wieso hat er so gehandelt, wie es dokumentiert ist?

Er hat das alles für völlig richtig gehalten, war sich keiner Schuld bewusst. Was ihm heute ja vor allem zur Last gelegt wird, ist die Ermordung und Verschleppung der Bevölkerung einer Inselgruppe, des Banda-Archipels. Da war seine Rechtfertigung, dass die Bandanesen einen Handelsvertrag gebrochen hätten, den die Vereinigte Ostindische Compagnie mit ihnen abgeschlossen hatte. Dass asiatische Völker mit solchen Verträgen gar nicht vertraut waren und ihnen keine große Bedeutung beimaßen, ignorierte er. Man darf eine historische Persönlichkeit natürlich immer nur nach den Maßstäben ihrer eigenen Zeit beurteilen, aber auch danach handelte Coen grausam und skrupellos. Er wurde auch von Zeitgenossen schon scharf kritisiert.  


Die Religionen sind ebenfalls ein großes Thema. Stand jemand für Sara Specx Pate?

Ja, sie war die Tochter eines niederländischen Kaufmanns und seiner japanischen Geliebten. Das habe ich im Roman allerdings geändert, weil ich die Geschichte jetzt nicht auch noch mit Japan überfrachten wollte. Im Buch stammt ihre Mutter von der Insel Bali, und sie ist dementsprechend Hindu.  Religionen sind in der Tat ein sehr wichtiges Thema des Buchs. In vielen historischen Romanen wird die Religion ja weitgehend ausgeblendet, aber für die damaligen Menschen war das das Allerwichtigste überhaupt.
Sara ist im Buch gleichsam der Gegenpol zu Coen. Sie ruht in sich selbst, sie ist sanft und offen für andere. Aber beide haben auch Gemeinsamkeiten: Sie sind charismatisch und willensstark.


Im Roman werden bildhaft die Sitten und Gebräuche der jeweiligen Orte geschildert. Wie versetzt man sich beim Schreiben in eben diese Zeit?

Also, in das Holland des 17. Jahrhunderts muss ich mich gar nicht groß hineinversetzen, darüber habe ich in den letzten 35 Jahren so viel gelesen und recherchiert, da bewege ich mich fast, als wenn ich schon mal da gewesen wäre. Deshalb könnte ich auch nicht einfach einen historischen Roman aus einer ganz anderen Zeit schreiben. Was die exotischen Orte betrifft, da knüpfe ich teilweise an eigene Erfahrungen an. Wer schon mal im tropischen Regenwald war, der weiß eben, dass es da nachts völlig anders zugeht als tagsüber – nachts erwacht der Wald zum Leben. Oder wenn ich beschreibe, wie Eva einem Wal begegnet, da habe ich daran gedacht, wie ich selbst mal einen mehr als 20 Meter großen Finnwal gesehen habe.


Können Sie sich vorstellen, dass es den Leserinnen ähnlich geht, dass auch bei ihnen Erinnerungen geweckt werden?

Absolut! Gerade jetzt, wo wir durch Corona alle mehr oder weniger ans Haus gefesselt sind, ist es doch schön, Erinnerungen wach zu rufen und sich auf die Zeit zu freuen, in der wir hoffentlich wieder in der Lage sein werden, zu verreisen.


Was war für Sie der größte Unterschied zwischen dem Schreiben von Sachbüchern und einem Roman wie der Muskatprinzessin?

Ein Roman geht viel tiefer, da steckt viel mehr von einem selbst drin. Deswegen trifft einen eine Kritik auch ungleich härter als bei einem Sachbuch. Zudem habe ich die Erfahrung gemacht, die auch schon andere Schriftsteller geschildert haben: Die Personen beginnen mit der Zeit zu leben. Man denkt an sie wie an tatsächlich existierende Menschen. Das hätte ich so nicht für möglich gehalten. 



Sehr geehrter Herr Dr. Driessen,
ich möchte mich nun an dieser Stelle dafür bedanken, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Fragen zu beantworten.


Mehr Informationen über den Autor und seine Bücher gibt es hier:

Maximum Verlag

Wikipedia

Autorenseite bei Amazon

Sonntag, 24. Mai 2020

Blogtour - Buchreise durch Italien


Anja Saskia Beyer ermöglicht uns Lesern mit ihren Büchern, dass wir durch Italien reisen können.  Sie nimmt uns mit in schöne Gegenden, sorgt dafür, dass zumindest mir, das Wasser im Munde zusammenläuft 😉 und erzählt uns spannende Geschichten aus der Vergangenheit und Gegenwart. Ich freue mich, dass ich an dieser Blogtour teilnehmen darf. Hier kommt nun mein erster Beitrag:





Mit Begeisterung habe ich das Buch „Die Sterne über Venedig“ gelesen. Die Frauen, egal wie alt sie sind, haben mich beeindruckt. Zu gerne hätte ich mich mal mit ihnen unterhalten. Wie würde das wohl abgelaufen?

Vielleicht so:

Ich stehe in Venedig vor einem der höheren Häuser und betätige den Türklopfer. Nachdem mir geöffnet wird, gehe ich die enge Treppe hinauf. Denn in den venezianischen Häusern befindet sich im Erdgeschoss nur der große Eingangsbereich, so kann das Hochwasser den Räumen nicht so viel anhaben. 

Ich darf in einem edlen Wohnraum Platz nehmen und betrachte nun die Anwesenden.
Um mich herum sitzen Lotta, Caterina, Nicola, Gina und Miranda. Ich kenne sie natürlich alle aus dem Buch und somit ihre Geschichten. Jetzt habe ich die Gelegenheit und kann meine Fragen los werden. Obwohl ich alle fünf sehr interessant finde, möchte ich Miranda doch die meisten Fragen stellen.

Es fällt mir allerdings schwer, denn Lotta ist gerade mal 12 Jahre alt und mich würde schon interessieren, wie sie sich denn künftig gegen die frechen Jungs wehren will.

Nicola, ihre Mutter hat es nicht leicht, nachdem sich ihr Mann von ihr getrennt hat und außerdem kann sie nicht verstehen, weshalb sich ihre Schwester Caterina so komisch verhält. Mich würde schon interessieren, ob sich das gute alte Schwesternverhältnis wieder einstellt.

Gina, die Mutter von Nicola und Caterina ist in der ganzen Geschichte ziemlich zurückhaltend, aber sie bemüht sich den Töchtern und der Enkelin eine Hilfe und Stütze zu sein. Mit ihr würde ich gerne in der Küche backen, wobei ich mehr Wert darauf lege, die leckeren Sachen zu probieren.

Miranda ist über 90 und hat viel Aufregendes erlebt. Ich traue mich fast gar nicht, meine Fragen zu stellen. Aber die Neugierde ist größer.


Miranda Du kennst Deine Freundin Elina schon ewig, wie fühltest Du Dich, als sie eines Tages nicht mehr zur Schule gehen durfte.

Ich war wütend und fand es so ungerecht. Sie hatte niemandem etwas getan. Nur weil sie in den Augen von manchen die falsche Religion hatte. Elina war Jüdin, aber ihre Familie lebte den Glauben noch nicht einmal. Am liebsten wäre ich auch nicht mehr zur Schule gegangen, aber dann hätte ich ihr nicht einmal mehr die Schulsachen bringen können. Ihr Vater hat sie dann ja zum Glück unterrichtet.


Du warst gerade 18 als Du durch den Kontakt zur Schneiderin Giulia im Untergrund mithelfen konntest. Hättest Du Dir da vorstellen können, was Du alles erleben wirst?

Nein, aber ich wusste, ich muss etwas tun, kann nicht nur zusehen, wie so viele. Als Giulia mir von ihrem Bruder erzählt hat, den die Deutschen ins Gefängnis gesteckt hatten, blieb mir keine Wahl mehr. Sollte ich zusehen, wie unsere Männer alle ins Gefängnis kommen und womöglich sterben? 


Es fing ja ganz harmlos an, zunächst habt ihr den Gefangenen Männerkleidung zu kommen lassen. Wie fühltest Du Dich da?

Ich fühlte mich wie eine ausgestopfte Gans. Wir haben so viele Männerklamotten übereinander gezogen, dass wir richtig dick aussahen. Unter unseren langen Röcken konnte man es gut verstecken. Aber ich hatte eine riesige Angst, dass die Deutschen es merken und wir selbst ins Gefängnis kommen. Wir konnten sie gut ablenken mit unserem guten italienischen Essen.


Ich finde es ungemein mutig, was Du danach alles gemacht hast. Hattest Du nicht jedes Mal vor Aufregung Herzklopfen? Ich denke da an verschiedene Situationen in den Bergen.

Oh ja, sehr oft hatte ich Herzklopfen. Im Nachhinein bin ich selbst überrascht, was wir Frauen alles auf uns genommen haben. Unser Glück war, dass Frauen damals nicht ernst genommen wurden, also quasi unsichtbar waren. Die Deutschen haben einfach nicht gedacht, dass die italienischen Frauen so mutig sein könnten. Und ich habe es für Renzo gemacht, für meine große Liebe.


Jetzt im Alter erzählst Du Deiner Familie alles. Hast Du nie daran gedacht, das mal alles aufzuschreiben? Es wäre doch schade gewesen, wenn Deine Mädels das nicht erfahren hätten.

Alle Frauen aus dem Widerstand, die ich kenne, haben nie darüber gesprochen, was sie damals im Krieg alles mutiges getan haben. Wir haben es für unsere Männer getan. Für unsere Kinder. Wir wurden nie geehrt dafür. Erst in den letzten Jahren, seit ich Angst habe, dass sich die Geschichte wiederholen könnte, habe ich mal daran gedacht, es aufzuschreiben. Aber das hat ja zum Glück diese Autorin jetzt gemacht. Und ich habe meine Geschichte meiner Familie erzählt. Ich hoffe so sehr, dass viele daraus lernen werden, dass es sich nicht wiederholen darf, aber auch dass Frauen so viel stärker sind als sie oft selbst denken.


Wenn Du  nun über alles nachdenkst, würdest Du noch einmal so handeln, könnte  die Zeit zurück gedreht werden?

Ich denke ja. Ich hoffe es. Ich könnte mich nicht im Spiegel ansehen, wenn ich damals gegen die Nazis nichts gemacht hätte. Und wir haben ja unbewaffnet gekämpft, mit den Waffen der Frauen.


Bereust Du irgendetwas?

Ich bereue nichts. Und das am Ende eines Lebens sagen zu können, ist doch wundervoll. Wäre ich nicht so mutig gewesen, hätte ich alles mit mir und mit meinen Lieben machen lassen, würde ich mich schuldig fühlen und bereuen.


Tja, Miranda, ich hätte zwar noch einige Fragen, aber wenn ich die stelle, dann wissen die anderen Leser sofort, wie sich alles entwickelt hat. So bleibt mir nur zu sagen, dass ich von Dir beeindruckt bin und nicht glaube, dass ich den Mut aufgebracht hätte.

Danke. Aber ich bin mir sicher, dass Du auch mitgeholfen hättest, für das Gute zu kämpfen lohnt sich immer. Denn wenn die Guten nicht kämpfen, siegt das Böse. Und wir Frauen haben ja auch mit sehr kleinen Mitteln gekämpft. Es hätte sicher etwas für dich gegeben, das du gewagt hättest. Erst wenn es um Leben und Tod geht, weiß man, zu was man fähig ist.


Zum Schluss noch eine Sache, was gibst Du Deinen Mädels noch mit auf dem Weg?

Lasst euch nichts gefallen, ihr seid klug und stark. Redet miteinander, wenn es Unstimmigkeiten gibt. Denn jemanden aus der Familie zu verlieren ist das schlimmste was es gibt auf der Welt.


Tja, so ähnlich könnte sich alles abspielen und natürlich habe ich Espresso bekommen und durfte von den leckeren Buranellis probieren.

Das freut mich, ich hoffe sie haben dir auch das Rezept mitgegeben. Sonst findest du es im Buch, zusammen mit köstlichen anderen venezianischen Gerichten.
Ich danke dir für die klugen Fragen und hoffe, du hattest eine schöne Reise nach Venedig, die dich zum Nachdenken über dein eigenes Leben gebracht hat. Haltet die Augen offen, damit etwas in der Art nie wieder geschieht. Wehrt euch, ihr könnt es.
Alles Liebe, Miranda



Seid Ihr nun neugierig auf das Buch und möchtet mehr erfahren? Auf der Seite von Missis Leseecke
gab es gestern 23.5. die Buchvorstellung 

Samstag, 23. Mai 2020

Rezension - Grace und die Anmut der Liebe



Autorin: Sophie Benedict

Titel: Grace und die Anmut der Liebe

Genre: Historisch

Version: eBook, Taschenbuch, Hörbuch

erschienen: 8. Mai 2020

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Sophie Benedict ist das Pseudonym der Bestsellerautorin Steffi von Wolff. Die 1966 bei Frankfurt geborene Journalistin war jahrelang als Moderatorin und Redakteurin beim Radio tätig.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Wenn man eines Tages mein Leben erzählt, würde man erkennen, wer ich wirklich bin.“ Grace Kelly.

1947: Gegen den Willen ihrer Eltern zieht die erst siebzehnjährige Grace nach New York, um zur Schauspielschule zu gehen. Sie taucht ein in das schillernde Leben Manhattans und muss hart darum kämpfen, eine gute Schauspielerin zu werden. Gegen den Widerstand der mächtigen Männer der Filmbranche und trotz der gesellschaftlichen Erwartung an die junge Frau, sich zu fügen, gelingt es Grace, sich treu zu bleiben und dennoch eine Legende der Leinwand zu werden. In der Liebe indes scheitert sie immer wieder – bis sie Rainier begegnet, dem Fürsten von Monaco …


Meine Meinung:
Ich bin begeistert von dieser Serie des Aufbau-Verlages: Mutige Frauen zwischen Kunst und Liebe. Deshalb freute ich mich auch darauf, etwas über Grace Kelly zu lesen. Schließlich war sie eine berühmte Schauspielerin bevor sie zur Fürstin von Monaco wurde.
Wenn man bedenkt, wann sie nach New York ging und was sie alles erlebt hat, ist es schon sehr mutig von ihr, diesen Weg einzuschlagen. Leicht hatte sie es weder im Elternhaus noch auf der Academy. Zum Glück gab es genügend Leute, die ihr Talent gesehen und sie unterstützt haben.
Die Autorin hat in diesem Buch den Weg geschildert, den Grace gegangen ist. Wobei ich nicht den besten Eindruck von ihr gewonnen habe. So richtig passend finde ich den Buchtitel dann auch nicht.
Ich fand es durchaus interessant zu lesen, mit wem Grace Kelly zusammen gearbeitet hat. Aber irgendwie war ich doch etwas enttäuscht von dem Buch. Klar kann nicht ihr ganzes Leben erzählt werden, obwohl es durchaus interessant gewesen wäre, sie dabei zu beobachten, wie sie anfangs als Fürstin zurecht kam.


Fazit:
Interessant fand ich die Erlebnisse und Erfahrungen, die Grace Kelly gemacht hat. Aber eigentlich hatte ich etwas mehr erwartet. Durch ihre Affären und seltsamen Reaktionen ist sie mir nicht gerade ans Herz gewachsen. Aber wahrscheinlich waren meine Erwartungen einfach zu hoch und/oder die Autorin durfte nicht zu sehr in die Tiefe gehen. Auf jeden Fall gibt es viel über die Schauspielerin zu erfahren.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#GraceunddieAnmutderLiebe #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Rezension - Kriminelles Kopenhagen



Autorin: Hanne Holms

Titel: Kriminelles Kopenhagen

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 4. Mai 2020

Seiten: 272

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Piper Taschenbuch



Über die Autorin:
Hanne Holms, geboren in Stuttgart, betreibt das Journalismusgewerbe seit Jahren mit Herzblut. Heute besucht sie als Reisejournalistin die schönsten Orte der Welt. Dort arbeiten, wo andere Urlaub machen, ist seither ihre Devise. Doch Hanne Holms hat auch eine dunkle Seite: Sie schreibt leidenschaftlich gern Kriminalromane, und so sind Mord und Totschlag ihre liebsten Reisebegleiter.


Kurzbeschreibung, übernommen:
In ihrem vierten Fall ermittelt Lisa Langer in Dänemark. Und dort ist es alles andere als hyggelig!
In Kopenhagens Unterwelt ist die Hölle los. Mehrere Gangs fechten einen ausgewachsenen Ganovenkrieg miteinander aus, und die Polizei hat keine Ahnung, worum es überhaupt geht. Reisejournalistin Lisa Langer soll im Süden der Insel Lolland in einem Erbschaftsstreit vermitteln. Weit genug entfernt von allem, was sich im kriminellen Kopenhagen abspielt. Glaubt sie. Doch die Erbschaftssache ist eine schmutzige Angelegenheit, und Lisa kommt einem Mordkomplott auf die Schliche, dessen Auswirkungen bis in die dänische Hauptstadt reichen ...


Meine Meinung:
In meinen Rezensionen erwähnte ich es schon öfter, dass mich Cover "ansprechen" und besonders neugierig auf ein Buch machen. Bei diesem Buch war es dann mal wieder soweit. Kopenhagen - Lolland - Dänemark - Krimi, alles Stichworte, wo ich sofort reagiere und natürlich Nyhavn! Gerne gehe ich immer wieder dahin und begeistere mich an diesem Anblick.
Das war nun der Grund, dass ich Lisa Langer im vierten Fall, an dem sie mitarbeitet, erneut treffen sollte. Dies sollte allerdings kein Problem für mich werden. Das Buch ist abgeschlossen, ich fand mich bestens zurecht und Informationen aus den beiden mir fehlenden Büchern waren nicht erforderlich.
Lisa Langer und Fred Hamann machten sich auf den Weg nach Lolland. In Nysted sollten sie ihren Auftraggeber treffen und alle erforderlichen Unterlagen für ihren Auftrag erhalten. Allerdings entwickelte sich alles etwas anders und es gab für die Protagonistin manch brenzlige Situation. Für mich war es spannend und vor allem wurde ich immer neugieriger. Es traten immer mehr Beteiligte auf und es wurde für mich etwas unübersichtlich, wer hat denn nun wem welchen Auftrag erteilt? Natürlich gab es am Ende eine Auflösung mit Überraschung für mich.
Dieses Buch wird unter anderem mit der Aussage beworben, dass es ein neuer unterhaltsamer Urlaubskrimi von Hanne Holms ist  und das nicht nur für Dänemarkfans. Da kann ich zustimmen, denn es wird viel interessantes über die Gegend und vor allem über das Essen erwähnt. Begeistert hat mich, dass es am Ende des Buches Rezepte bzw Beschreibungen gibt, was in Dänemark gegessen wird. Außerdem hat es mich persönlich gefreut, dass ich auf diesem Weg mal wieder nach Dänemark reisen konnte. Die Orte sind mir alles bekannt und das Wiedersehen hat mir gefallen.


Fazit:
Unterhaltsam und spannend fand ich diesen Krimi. Die Reise nach Dänemark hat mir gefallen und wird andere Krimileser ebenfalls begeistern. Vielleicht möchte ja doch der eine oder die andere in das Land reisen, wo es tatsächlich nicht immer kriminell sondern mehr "hyggelig" zugeht. Auf jeden Fall möchte ich eine Leseempfehlung zu diesem Buch geben.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#KriminellesKopenhagen #NetGalleyDe #NetGalleyDEChallenge

Rezension - Cremig zart verführt - Verliebt in Wales



Autorin: Ellen McCoy

Titel: Cremig zart verführt - Verliebt in Wales

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. April 2020

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Montlake



Über die Autorin:
Ellen McCoy wohnt mit ihrem Mann und ihren zwei kleinen Töchtern in der Nähe von Köln. Sie ist eine absolute Leseratte und liebt es, in schönen Geschichten zu versinken. Wenn Sie sich nicht gerade mit ihrer Familie beschäftigt, sitzt sie am liebsten schreibend am Laptop. Ihre „Alaska wider Willen“-Reihe schaffte es auf Anhieb in die Top Charts der Online-Shops und auf die Bildbestsellerliste. Als Elvira Zeißler schreibt die Autorin auch romantische Fantasy.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Café Ambrosial ist über die Grenzen von Wales hinaus für sein wunderbares Eis bekannt. Die junge Carys bereitet es jeden Tag frisch zu, mit besten Zutaten und genau der richtigen Dosis Raffinesse.
Als das Café von dem ehrgeizigen Geschäftsmann Logan Walsh übernommen wird, droht sich das zu ändern. Denn Logan will vor allem eins: mehr Gewinn. Also beschließt Carys ihm zu beweisen, dass das Ambrosial genau so richtig ist, wie es ist.
Der attraktive Engländer lässt sich auf ihr Angebot ein. Doch obwohl die süße Carys sein Herz mit ihren Eiskreationen und ihrer Lebensfreude nach und nach zum Schmelzen bringt, verfolgt er seine eigenen Ziele ...


Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gelesen, sie schreibt ja unter verschiedenen Namen in unterschiedlichen Genre und immer war ich begeistert.
Diesmal lies ich mich von ihr nach Wales entführen, was in Zeiten, wo wir ja nicht so frei reisen können, wie wir es gewohnt sind, schon toll ist. Was aber ganz schlimm war, Carys arbeitet in einer Eisdiele und kreiert die tollsten Eissorten. Warum ich das nun schlimm finde? Sag ich gerne, mir lief das Wasser im Mund zusammen und ich hatte zu Hause kein Eis zur Hand. Kleiner Scherz am Rande 😉 . Natürlich wurde Carys sehr schnell eine Lieblingsprotagonistin, bei Logan war ich mir nicht so sicher. Oft genug habe ich böse geguckt, wenn ich lesen musste, was er so dachte, geplant hatte und dann auch gemacht hat. Ich dachte: Junge, wie willst Du hier die Kurve kriegen und gut aus der Sache wieder rauskommen.  Ihr merkt, ich war mal wieder mittendrin im Geschehen und an das Buch gefesselt. Ellen McCoy hat sich dann auch einiges einfallen lassen und mich mit dem Ende nicht nur überrascht, sondern auch zufrieden gestellt.
Zum Inhalt möchte ich nicht mehr verraten, zumal die Kurzbeschreibung schon einiges aussagt, man vieles ahnen kann und vor allem neugierig macht.


Fazit:
Für mich war es ein schönes sommerliches Wohlfühlbuch und allen, die nun neugierig sind und es lesen möchten, kann ich ja raten, sorgt für einen kleinen Eisvorrat zu Hause. Also Leseempfehlung und Eisvorrat.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Der Dünensommer



Autorin: Sylvia Lott

Titel: Der Dünensommer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Mai 2020

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag



Über die Autorin:
Die Autorin Sylvia Lott ist gebürtige Ostfriesin und wuchs im Ammerland auf. Sie begann als Lokalredakteurin im Oldenburger Land, studierte dann Publizistik, Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte in Münster, schrieb ihre Doktorarbeit über Frauenzeitschriften im Dritten Reich und in der Nachkriegszeit, war Trainee der Verlagsleitung "Brigitte" bei Gruner+Jahr, Ressortleiterin und Textchefin von Frauenzeitschriften, arbeitete viele Jahre als freie Journalistin für verschiedene Frauen-, Lifestyle- und Reisemagazine und konzentriert sich heute ganz auf ihre Romane. Die Inselfrauen und Die Fliederinsel standen jeweils mehrere Wochen auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Auch Die Inselgärtnerin stieg eine Woche nach Erscheinen in die SPIEGEL-Bestsellerliste ein. Sylvia Lott lebt in Hamburg-Winterhude. Sie ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller (VS), des Hamburger Presseclubs und der Vereinigung Deutschsprachiger Liebesroman-Autoren e. V. (Delia).


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Liebe, so schwerelos und vergänglich wie ein heißer Sommertag ...
Norderney 1959. Ulla führt ein scheinbar sorgloses Leben. Sie ist jung und gutaussehend, mit einem wohlhabenden Hamburger Verleger verheiratet und verbringt die Sommermonate im schicken Nordseeheilbad. Doch ihr Aufenthalt dort hat einen ernsten Hintergrund: nach drei Jahren Ehe sind Ulla und ihr Mann noch immer kinderlos, das maritime Klima soll Ullas Gesundheit stärken. Fernab vom stickigen Hamburg flaniert sie auf der Strandpromenade, badet, feiert und genießt das ungewöhnlich heiße Wetter. Man spricht von einem Jahrhundertsommer, und alle spielen ein bisschen verrückt. Ulla lernt den mittellosen jungen Fotografen Hans kennen, der so anders ist als ihr Gatte. Bald entstehen zarte Gefühle zwischen den beiden und als das Ende des Sommers näher rückt, muss Ulla eine schwierige Entscheidung treffen …


Meine Meinung:
Bisher habe ich viele Bücher der Autorin mit Begeisterung gelesen und deshalb stellte sich mir erst gar nicht die Frage, ob ich das nächste ebenfalls lesen wollte.
Wie ich es von Sylvia Lott gewohnt bin, geht sie mit mir auf die Reise. Diesmal war ich mit ihr auf Norderney.
Besonders gut gefällt mir dabei immer, dass es im Grunde zwei Geschichten sind, denn es geht um Ulla, die 1959 auf Norderney war und Kim, die sich jetzt auf der Insel aufhält.
Ulla soll sich auf der Nordseeinsel erholen und etwas für ihre Gesundheit tun. Sie lernt dort den Fotografen Hans kennen und beide verbringen eine aufregende Zeit.
Sechzig Jahre später treffen sich Kim und Julian auf Norderney. Schnell stellen sie fest, dass es anscheinend irgendwelche Verbindungen zueinander gibt. Alles hängt mit einem Bild zusammen und beide versuchen mehr darüber in Erfahrung zu bringen.
Durch sie erfahre ich vieles über das Leben auf der Insel vor rund 60 Jahren. Die Unterschiede in den Gesellschaftsschichten und über die Denkweisen mancher Menschen. Vor allem Ulla fällt es nicht leicht, damit klar zu kommen. Ich fand das alles sehr interessant zu lesen. Denn von der Zeit habe ich selber nicht viel mitbekommen, ich war damals ja noch ein kleines Kind.  Allerdings möchte ich jetzt nicht weiter auf die Geschehnisse eingehen. Erwähnen möchte ich nur noch, dass ich mir ein paar Fragen stellte und ganz gespannt auf die Antwort war. Zu gerne wollte ich wissen: hat sie oder hat sie nicht, ist sie es oder ist sie es nicht 😉 wenn ich nun jemand neugierig mache, kann ich nur empfehlen, das Buch zu lesen, zumal ich am Ende natürlich die Auflösung erfahren habe.
Das Cover gefällt mir übrigens sehr gut, gerne würde ich mich mit einem guten Buch in diesen Strandkorb setzen.

Fazit:
Dünensommer, ein Sommer voller Erlebnisse, ob nun in der Vergangenheit oder Gegenwart.  Das Buch hat mir sehr gut gefallen, bestens unterhalten und mich mal wieder auf die Reise mitgenommen. Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 20. Mai 2020

Rezension - Zugvögel



Autorin: Gisa Pauly

Titel:  Zugvögel

Genre: Krimi

Version: eBook, Hörbuch

erschienen: 4. Mai 2020

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Piper  



Über die Autorin:
„Mir langt’s!“, sagte sich Berufsschullehrerin Gisela Pauly 1993 nach zwanzig Jahren Schuldienst. Sie hing den Job an den Nagel und begann zu schreiben. Schon 1994 erschien ihr Report „Mir langt’s. Eine Lehrerin steigt aus!“. Als Gisa Pauly stieg sie ein ins freie Schriftstellerinnenleben. Die 1947 geborene Münsteranerin schreibt mittlerweile Kriminalromane, aber auch Drehbücher (z. B. für die ARD-Telenovela „Sturm der Liebe“), und sie arbeitet als Print- und Hörfunkjournalistin. Ihr zweiter Wohnsitz Sylt ist Schauplatz ihrer Krimireihe, in der seit 2007 regelmäßig Fälle von Mamma Carlotta, der umbrischen Schwiegermutter des Kommissars, gelöst werden. Gisa Pauly engagiert sich bei den „Mörderischen Schwestern“ und ist Mitglied im „Syndikat“ – zwei Vereinigungen deutschsprachiger Krimiautorinnen.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Umherziehende Artisten, ein Häkelclub und ein Charity-Event, das tödlich endet Erst machen die Zugvögel Rast auf Sylt, dann folgen in Scharen die Touristen – und schließlich kommen die Zirkusleute. Für Mamma Carlotta ein willkommenes Vergnügen, bis sie einen Artisten der Truppe sieht: Er hat ihrer Cousine Violetta vor vielen Jahren das Herz gebrochen. Das ist ja noch aufregender als der Häkelclub, den Charity-Lady Flora Engelbeck organisiert! Und Violetta kommt sogar höchstpersönlich auf die Insel, um sich den Verflossenen vorzuknöpfen. Was für ein Abenteuer! Das toppt sogar den Mord an einem Filmproduzenten und den Fund einer Leiche in den Dünen. Amore ist ja immer spannender als Mord. Dann aber hat der Mörder es auf ihre Familie abgesehen, und das ändert alles ...


Meine Meinung:
Mamma Carlotta ist mir inzwischen sehr vertraut, ebenso ihr Schwiegersohn und ihre Enkelkinder. Oft genug durfte ich alle beobachten, wenn mal wieder etwas vorgefallen war und Carlotta ihrem Schwiegersohn beim Ermitteln "helfen" wollte.
Gisa Pauly hat in den Geschichten eine ganze Reihe liebenswerte Personen untergebracht, nun ja, ich gestehe, manche sind schon gewöhnungsbedürftig und ich bin froh, dass ich "nur" die Leserin bin. An manche Macken habe ich mich ja auch gewöhnt, aber diesmal kam Carlottas Cousine nach Sylt und da brauchten allen reichlich Kraft und Nerven, um sie zu ertragen. Selbst Carlotta, die die Familie ja über alles stellt, fiel es nicht immer leicht. Aber mehr verrate ich darüber jetzt nicht.
Wie immer habe ich mich gefreut, dass ich neben der Spannung auch wieder etwas über das Alltags- und Familienleben mitbekommen habe. Zu gerne würde ich, natürlich rein zufällig, mal zur Essenszeit bei Erik Wolf klingeln und mich dort an den Tisch setzen dürfen. Die Rezepte am Ende des Buches sorgen zumindest dafür, dass jeder zu Hause nach kochen kann.
Fans der Serie wissen, dass es oft verzwickte Fälle sind, die aufgeklärt werden müssen. So war es zumindest auch diesmal. Und Carlotta konnte tatsächlich, sogar hochoffiziell mithelfen.
Übrigens finde ich die Cover zu allen Büchern dieser Serie hervorragend und sehr originell. Im Buchladen sind sie ein "echter Hingucker".


Fazit:
Eine weitere Folge, die mir sehr gut gefallen hat. Jedes Buch ist abgeschlossen und wer einmal eine Folge verpassen sollte, hat kein Problem mit dem Weiterlesen. Allerdings macht es mehr Spaß, wenn alle Bücher in der entsprechenden Reihenfolge gelesen werden. Auf jeden Fall gebe ich für diese Folge eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken


#Zugvögel #NetGalleyDe #NetGalleyDEChallenge

Sonntag, 17. Mai 2020

Rezension - Weinbergsommer


Autorin: Johanna Frost

Titel: Weinbergsommer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. April 2020 eBook
erschienen: 2. Juni 2020 Taschenbuch

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: HarperCollins



Über die Autorin:
In Johanna Forsts Grundschulpoesiealbum stand als Traumberuf »Schriftstellerin«, mit dem Schreiben angefangen hat sie aber erst knapp 25 Jahre später. Nach einem literaturwissenschaftlichen Studium unterrichtete sie zunächst im In- und Ausland »Deutsch als Fremdsprache«, bevor sie sich dem Schreiben von Kurzgeschichten und schließlich Romanen widmete. Die gebürtige Westfälin lebt in Süddeutschland in der Nähe des Elsass, an das sie schon vor vielen Jahren ihr Herz verlor.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das einzige, was Annikas tristen Joballtag als Altenpflegerin auflockert, sind die heimlichen Pokerrunden mit dem alten, griesgrämigen Hermann. Als dieser einen längst vergessenen Brief seiner Tochter findet, und beschließt, in Paris nach ihr zu suchen, soll Anika ihn begleiten. Spontan türmen die beiden aus dem Altenheim in Richtung Frankreich. Doch unterwegs stranden sie in dem kleinen elsässischen Städtchen Ribeauville in der gemütlichen Pension von Olivier. Bei Wein und Flammkuchen, zwischen Weinbergen und neuen Freunden erscheint ihnen die Weiterfahrt plötzlich gar nicht mehr so erstrebenswert. Dabei ist Anika natürlich klar, dass es völlig absurd ist, von einer Zukunft im Elsass zu träumen - oder?


Meine Meinung:
Auf der Suche nach einem schönen Sommerbuch wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Allerdings stellte es sich dann doch nicht als ein Buch heraus, das "nur" leichte Lektüre vermittelte. Die Autorin hat vieles miteinander verbunden, Krankheit, späte Reue, die Suche auf ein schönes Leben im Alter. Aber sie hat auch die Schönheiten beschrieben, ob es nun die Ruhe im Elsaß, das gute Essen oder der Zusammenhalt war. Sie hat all das wunderbar verbunden und in der Geschichte untergebracht.
Anika und Hermann machten sich auf den Weg nach Paris. Die Strecke hat mich zwar etwas verwundert, aber was solls, ich wollte mal nicht so kritisch sein. Auf jeden Fall sind sie nicht lange zu zweit unterwegs, auf einmal sind sie zu fünft und landen im wunderschönen Elsaß. Ich will hier natürlich nicht noch mehr vom Inhalt verraten und ob sie es bis nach Paris geschafft haben, kann jeder selber nachlesen. 😉 Ich fühlte mich gut unterhalten, hatte allerdings auch mal ein paar Tränchen im Auge.


Fazit:
Ein Buch, das sehr unterhaltsam ist und einen jetzt im Sommer verreisen lässt. Zu gerne wäre ich dort, könnte im Garten den kleinen Pension sitzen und das leckere Essen genießen.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken



#Weinbergsommer #NetGalleyDE #NetGalleyDEChallenge

Rezension - Reingewaschen



Autor: Claus Wechselmann

Titel: Reingewaschen

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. April 2020

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Gmeiner-Verlag



Über den Autor:
Claus Wechselmann, 1963 in Berlin geboren, fing nach dem Abitur ein Studium der Linguistik und der Kommunikationswissenschaften an und startete nach seinem Abschluss in der Welt der großen Konzerne. So arbeitete er für Siemens und IBM, ehe es ihn in eine Berliner Beratungsfirma zog. Seit 2015 macht er aus seinen Erfahrungen und Gedanken spannende Geschichten und schafft mit seinem Erstlingswerk »Reingewaschen« einen Roman, der Spannung und Anspruch in selten gelungener Balance hält. Claus Wechselmann ist Vater von zwei Töchtern, die nicht nur mit ihrer Inspiration seine Bücher bereichern, sondern gleichzeitig kritisches Publikum sind.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Berlin 1984. Sebastian findet den Nachlass seines Großvaters aus einer anderen Zeit: zehn Briefe, geschrieben von einem ehemaligen Häftling während des Zweiten Weltkrieges. Er setzt alles in Bewegung, um das Geheimnis um den Gefangenen zu entschlüsseln - Brief für Brief rekonstruiert er das Geschehene. Wäre da nicht Sebastians Vater, der die Nachforschungen verhindern will. Wer war sein Großvater wirklich? Die Suche nach Antworten führt Sebastian in eine geheime Abteilung der deutschen Verwaltung, deren Spuren fast vollständig verwischt wurden.


Meine Meinung:
Diesmal hat mich die Kurzbeschreibung sehr neugierig gemacht. Ich wollte herausfinden, wie ein Jugendlicher heutzutage die Vergangenheit seines Großvaters verarbeitet. Bis ich dies in Erfahrung bringen konnte, habe ich erst einmal viel über einige Handlungen des Großvaters und Vaters erfahren.  Gleichzeitig hat mir Sebastian etwas aus seinem Leben erzählt. Dies alles fand Kapitelweise im Wechsel statt. Allerdings kam es mir sehr langatmig vor und ich konnte auch schwer den Wechsel vollziehen. Konzentration war angesagt, was nicht bedeutet, dass ich andere Bücher unkonzentriert lese.  Aber dieser Schreibstil hemmte sehr meinen Lesefluß. Trotzdem habe ich durchgehalten und das Buch bis zum Ende gelesen.
Die Geschichte um diese drei Männer: Sebastian, seinem Vater und Großvater war durchaus interessant und gab vieles von dem Zeitgeschehen wieder, vor allem von den Einstellungen zu Familienleben, Erziehung und Berufsalltag.
Das Ende hat mich dann auch sehr überrascht. hätte ich damit rechnen können?


Fazit:
Wenn ich betrachte, dass ich vieles über Zeitgeschehen erfahren konnte, fand ich das Buch gut. Aber mit dem Schreibstil konnte ich mich gar nicht anfreunden und hat es mir schwer gemacht.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#NetGalleyDEChallenge #Reingewaschen #NetGalleyDE

Donnerstag, 14. Mai 2020

Rezension - Roter Ozean - Im Fahrwasser der Macht



Autorin: Ute Bareiss

Titel: Roter Ozean - Im Fahrwasser der Macht

Genre: Thriller

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen; 29. August 2016

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Kieselsteiner



Über die Autorin:
"Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!" So machte sich Ute Bareiss Anfang des Millenniums zur Weltumsegelung auf und verlegte ihr Schreib- und Übersetzungsbüro von Stuttgart an Bord ihres Segelkatamarans Taimada. Gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten erforscht sie die Welt über und unter Wasser. Ihre Spur zieht sich vom Mittelmeer über Afrika, die Karibik, Nord- und Südamerika, die Südsee, Ozeanien, Australien, Indonesien bis in den Fernen Osten, den Indischen Ozean, das Rote Meer – einmal um die ganze Welt. Was könnte besser zum Abtauchen in andere Welten inspirieren als exotische Plätze und fremdartige Kulturen? Nicht nur in ihren Reiseberichten für diverse Magazine, sondern auch in spannungsgeladenen Thrillern und Jugendkrimis spiegeln sich aufregende Situationen ihres Alltags facettenreich wider. Zudem ist sie als freie Lektorin und Übersetzerin tätig und engagiert sich ehrenamtlich in Schriftstellerforen und Autorenverbänden.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Roter Ozean: Im Fahrwasser der Macht. Ein Alex-Martin-Thriller (Band 1) Ein Feuerball erhellt das Tyrrhenische Meer. Aus den Trümmern der explodierten Motorjacht rettet der Meeresbiologe Alex einen Verletzten. Damit beginnt ein Kampf ums Überleben. Denn der Gerettete Sergio ist Journalist und besitzt brisantes Recherchematerial zu einem Mord in den höchsten Politkreisen Italiens. Alex gerät in einen Strudel aus Macht und Intrigen bis er selbst von Polizei und skrupellosen Verbrechern verfolgt wird.. Es bleibt nur ein Ausweg: Der Gejagte muss selbst zum Jäger werden ...


Meine Meinung:
Puh, war das spannend! Das waren meine Gedanken, als ich das Buch ausgelesen hatte. Gleichzeitig  habe ich es bedauert, dass ich nicht schon eher nach einem Buch von Ute Bareiss gegriffen habe.
Alex Martin will eigentlich einfach "nur" einen Mann retten, dessen Boot in Flammen aufgegangen ist und ihm einen Wunsch erfüllen. Was er dann erleben muss, zerrte an seinen und auch an meinen Nerven 😉 Es war aber auch spannend, was sich die Autorin hat einfallen lassen. So viele Beteiligte, die irgendwie nicht ganz sauber waren und wer war nun der Auftraggeber?  Die Autorin hat einen interessanten Spannungsbogen gezogen, auch innerhalb der Kapitel. Aber da ich nicht zu sehr auf den Inhalt eingehen will, kann ich leider auch keine Situationen beschreiben. Man möge mir einfach glauben. Auf jeden Fall war ich so sehr ans Buch gefesselt, weil ich wissen wollte, wie es denn nun endet und ein weiteres Mal habe ich alles zügig durchgelesen.


Fazit:
Ein sehr gelungener Auftakt zu einer Thriller-Serie, was mich begeistert. Sobald es meine Zeit zulässt, werde ich auch die weiteren Folgen lesen, ach, was schreib ich da, ich werde sie ebenfalls verschlingen. Aber zunächst gebe ich gerne eine Leseempfehlung.


Was ich noch schreiben wollte.... ich habe Ute Bareiss auf einer der Buchmessen kennen gelernt und seitdem haben wir uns immer mal wieder ausgetauscht. Allerdings hatte ich mich nie an ihre Bücher getraut, weil mich der Begriff "Thriller" ein bisschen abgeschreckt hat. Ich mag Krimis und manche könnten sich auch Thriller nennen und wiederum sind manche Thriller in meinen Augen nicht so schlimm, dass sie meine Nerven zu sehr strapazieren. Deshalb habe ich es endlich gewagt und bin begeistert. Vor allem danke ich der Autorin, dass sie mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.