Posts mit dem Label Autoreninterview werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Autoreninterview werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 27. Juni 2021

Nachgefragt - KBV - Die Krimi-Cops - Böse Falle


Die Krimi-Cops sind: 

Carsten „Casi“ Vollmer, Jahrgang 1967, aus Düsseldorf,

Ingo „Inge“ Hoffmann, Jahrgang 1978, aus Hilden, 

Carsten „Rösbert“ Rösler, Jahrgang 1977, aus Düsseldorf, 

Martin Niedergesähs, Jahrgang 1977, aus Herongen an der niederländischen Grenze und 

Klaus „Stickel“ Stickelbroeck, Jahrgang 1963, aus Kerken am Niederrhein. 

In ihren Büchern verarbeiten sie nach Feierabend mal komische, mal härtere Einsätze. 





Die Krimi-Cops haben zu ihrem neuen Buch ein Interview gegeben, das mir der KBV Verlag zur Verfügung gestellt hat

Die Krimi-Cops: Band sieben wartet auf mit einer ganz bösen Falle für Struller, viel Tempo in der Geschichte und einem rasanten Showdown 




KBV: Mit „Böse Falle“ veröffentlichen Sie unter dem Pseudonym „Die Krimi-Cops“ Ihren nun siebten Krimi. Hinter den Krimi-Cops verbergen sich ja fünf Autoren, die im realen Leben allesamt bei der Düsseldorfer Polizei arbeiten. Wie schafft man es, zu fünf Autoren über die Jahre so viele und dazu noch so lustige Krimis zu schreiben? Was ist Ihr Erfolgsrezept? 

Die Krimi-Cops: Bei unserem Autorenkollektiv haben sich tatsächlich mehrere Dinge supergut getroffen. Zunächst teilen wir den gleichen Humor, der bei Polizisten schon mal ein wenig grob, schwarz und böse sein kann. Und die Anekdoten, die wir im ersten Krimi verarbeitet haben, haben wir selbst erlebt. Das und auch die humorig-schwarze Grundstimmung ist sozusagen unser Erfolgsrezept. 

Ein weiterer Gruppenzusammenhalt bieten auch die vielen Lesungen, die wir gemeinsam machen. Unsere Lesungen sind immer sehr turbulent, da ist viel Spontanes dabei. Das macht es auch für uns so kurzweilig. Wir haben meist genauso viel Spaß wie das Publikum. Ein echter Glücksfall … 


KBV: Wie gehen Sie beim Krimi-Schreiben vor? Ganz konkret: Wie wurde die Idee zu „Böse Falle“ geboren? 

Die Krimi-Cops: Das war ganz eindeutig Carsten Röslers Idee, der sich schon vor einiger Zeit einen Plot ausgedacht hatte, in dem unser Kriminalhauptkommissar Struller selbst im Zentrum der Ermittlungen steht. Ihm wird eine ganz böse Falle gestellt. Struller erkennt schnell, dass er da alleine nicht raus kommt und es war auch Carstens Idee, dass sich eine zu allem entschlossene Task Force der ganz besonderen Art formiert, die ihm zur Seite steht. 

Gleich mehrere markante Protagonisten unserer vorangegangenen Romane wie Oma Jensen, der einarmige Krake, Faserspuren-Harald oder Niko aus Laos bringen ihre schrägen, witzigen, aber auch ganz professionellen, individuellen Fähigkeiten ein. Das waren für uns Schreibende mehrmals ganz herrliche, überraschende Wiedersehen. 

Tatsächlich haben wir mit „Böse Falle“ schon vor vier Jahren angefangen. Der Anspruch: Es musste sich jedes Rädchen in der Geschichte an der richtigen Stelle und im richtigen Tempo drehen. Wir sind selbst überrascht, dass es am Ende funktioniert hat. Schließlich wurde die „Böse Falle“ so für uns auch zum echten Herzensprojekt. Für kein Buch haben wir uns so häufig zum Brainstormen getroffen. 


KBV: In Ihren Krimis ermitteln Kriminalhauptkommissar Struhlmann, genannt „Struller“, und Ex-Fußballer und Privatdetektiv Hartmann. Die beiden und auch alle anderen Figuren sind sehr stark gezeichnet in der Form, dass Sie Klischees der Branche, der Region und auch des Straßen-Milieus widerspiegeln. Die Überzeichnungen scheinen das Erfolgsrezept der Reihe rund um Kommissar Struller zu sein. Waren Sie schon mal an einem Punkt, an dem das Autorenkollektiv gespaltener Meinung war hinsichtlich der Figurenentwicklung? 

Die Krimi-Cops: Oh ja, das kommt sogar regelmäßig vor. Und zwar bei fast allen Figuren, einschließlich Struller. Wir überzeichnen die Figuren, aber sie müssen glaubwürdig bleiben. Struller ist ein bisschen von gestern, hat Vorurteile, lehnt Neuerungen ab, ist allerdings ein hervorragender, zielgerichteter Ermittler. Er darf auf keinen Fall als Trottel rüberkommen. Ist er nämlich nicht! Da die Balance zu halten, ist schwierig. 

Wir fragen uns immer: würde Struller das wirklich tun? Da bleibt zwar manche coole Idee auf der Strecke, das ist aber wichtig. Genauso bei seinem smarten Partner Jensen. Der startete in Band eins als Strullers Praktikant, ist naiv und hat von nichts eine Ahnung, aber mit jedem Band entwickelt sich Jensen mehr zum brauchbaren Polizisten. 

In „Böse Falle“ spielt auch die ehemalige Staatsanwältin Yvette de Baron aus den ersten Bänden wieder mit. Seinerzeit eher in einer Nebenrolle angelegt, war es uns unabhängig voneinander wichtig, die Figur glaubwürdig als eine selbständige, hochkompetente Frau darzustellen. Kein Wunder, dass Krake sich in sie verguckt. Ob er sie kriegt, entscheidet natürlich Yvette. 

Ganz allgemein genießen wir es, eine Reihe schreiben zu dürfen, was uns die Möglichkeit gibt, Figuren sich entwickeln zu lassen. Schreibtechnisch haben auch wir fünf uns weiterentwickelt, wir trauen uns heute mehr und gehen höheres Risiko. Mit den meisten Figuren haben wir noch sehr, sehr viel vor. 


KBV: Besonders beliebt bei Ihren Lesern und Fans sind ja die Lesungen der Krimi-Cops. Publikum und Presse feiern die Auftritte als humorvolle und „unübertreffliche Unterhaltung“. Leider waren ja im vergangenen Jahr wegen der Covid-Pandemie so gut wie keine Lesungen möglich. Wie halten Sie in dieser schwierigen Zeit Kontakt zu Ihren Fans? 

Die Krimi-Cops: Keine Lesungen zu haben, war wirklich sehr, sehr schade. Die Auftritte haben wir schon sehr vermisst. Ganz ausgleichen konnten wir das nicht. Bevor wir anfangen zu lesen, plaudern wir mit den Gästen und bauen dabei Gesagtes später in die Lesungen ein. Wir sprechen auch einzelne Personen direkt an und reagieren auf Zurufe. Das macht unsere Lesungen aus. Gerade deshalb haben wir zum Beispiel auf Online-Lesungen fast komplett verzichtet, dabei ginge zu viel verloren. 

Wir haben unter Krimi-Cops.de eine schicke neue Homepage aufgebaut, die ständig gepflegt wird. Wir waren auf Facebook und Instagram aktiv und haben Teile des Schreibprozesses öffentlich gemacht. Dazu haben wir mehrere Kurzkrimis geschrieben und veröffentlicht, damit es immer mal wieder was von uns zu lesen gab. Aber ehrlich: wir sind froh, dass die ersten Termine zum neuen Buch schon stehen und es bald wieder losgeht. 


KBV: Wie haben Sie es geschafft, sich trotz der Corona-Situation als Krimi-Cops zu motivieren und zu treffen – um einen neuen Krimi zu schreiben? 

Die Krimi-Cops: Gerade wir als Polizisten mussten uns an die Corona-Regeln halten, aber das hat mit Abstand, Mail und Telefon gut geklappt. Die Motivation war immer da. Und wie! Nachdem das Skript einmal stand, haben wir beim Schreiben schnell gemerkt, dass die Story fluppt. Es sind viele herrlich schräge und spannende Szenen entstanden, es ist viel Tempo in der Geschichte. Uns sind ein paar gemeine Wendungen eingefallen, die uns selbst überrascht haben. Der rasante Showdown kommt total unerwartet und ist vielleicht unser bester. 
Je weiter es im Text voranging, desto hibbeliger wurden wir. Wir haben wirklich gefeilscht und hart verhandelt, wer welche Szene schreiben darf. Demnächst geht’s darum, wer welche Szene vorlesen darf ... Juhu! 

Herzlichen Dank für das Interview.


Ich möchte mich vielmals beim Verlag bedanken, der mir das Interview und ein Leseexemplar zur Verfügung gestellt hat. 

Montag, 30. November 2020

Autoreninterview Marco Toccato

 

Lieber Marco,

ich freue mich, dass ich Dich ebenfalls interviewen darf. Persönlich sind wir noch nicht begegnet, aber vielleicht ergibt sich auf der einen oder anderen Buchmesse einmal, wenn wir mal wieder teilnehmen können.

Kennen gelernt haben wir uns über die Bloggerlounge des Self Publisher Verbandes und dort hast Du mir mitgeteilt, dass Du Dich gerne meinen Fragen stellen möchtest. Das finde ich klasse und lege dann auch direkt mit meinen Fragen los.

 

Ich habe auf Deiner Homepage gelesen, wie es dazu kam, dass Du ein Buch geschrieben hast. Möchtest Du dies hier noch einmal kurz erklären?

Ja gerne, es war aus Wut und Stress! Ich hatte beruflich Ärger und ganz schlimm war ein Streit in der Nachbarschaft, der mich dann auch noch privat erwischte. Da die betreffende Person selbst schreibt, wollte ich sie damit ärgern, von mir in einem Buch verewigt zu werden. Es wurde ein Regionalkrimi mit fiktionalem Charakter im schönen Ort Kronenburg, weil ich alle Namen und Orte umbenannt habe. Ich hatte Angst vor juristischen Problemen, deshalb auch mein Pseudonym. Das Buch heißt „Amor Amaro und die tote Nachbarin“

 

Wenn ich das richtig gesehen habe, hast Du in der Hauptsache Krimis geschrieben. Wie kam es zu der Entscheidung, in diesem Genre zu schreiben?

Das ergibt sich zum Teil aus dem, was ich vorher sagte, denn erstens schreibt die Nachbarin auch Krimis, dann wird „meine Nachbarin“ ermordet aufgefunden und last but not least ist mir ein lustiger Protagonist eingefallen, nämlich ein Deutschitaliener namens Amor Amaro, der als Privatdetektiv arbeitet. Den gibt es nun in noch vier weiteren Büchern. Der isst übrigens gerne, weshalb es in den Amor Amaro-Büchern immer Rezepte aus der italienischen Küche gibt.

 

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Oh, das hängt ganz davon ab, wie die Ideen kommen. Bei den „Amor Amaros“ genügt meistens die Grundidee und dann geht’s los. Mir ist es mal passiert, dass ich an einem Tag 60 Seiten geschrieben habe. Trotzdem brauche ich für ein Buch in der Regel 2-3 Monate.

Bei den anderen Büchern, besonders den zweien der „Wiener Träume“-Reihe habe ich viel länger gebraucht, weil da die Recherche umfangreicher war und ich dem Thema wirklich ungewöhnliche Drehs und Wendungen passend zu dem Vorbild „Die Traumnovelle“ geben wollte. Die habe ich auch schon einmal mehrere Monate liegen lassen und dann wieder fortgesetzt, sobald die nächste richtige Eingebung kam.

 

Wer darf es als erstes lesen?

Meine Frau! Sie ist auch meine Korrektorin!

 

Wie sieht Dein Autorenalltag aus?

Da gibt es keinen festen Ablauf außer, dass ich vor allem abends schreibe. Meistens beginne ich um 17, 18 Uhr und zur Tagesschau (die möchte ich möglichst immer sehen) höre ich auf. Es gab aber auch schon Tage – siehe oben mit 60 Seiten – da hatte ich einen Einfall und den wollte ich am Stück schreiben. Da bin ich dann nachmittags gegen halb drei angefangen.

 

Wie findest Du die Ideen zu Deinen Büchern?

Wenn ich das wüsste, ha ha! Nein, Spaß beiseite, beim ersten Buch war klar, dass es schon wehtun sollte für meine ehemalige Peinigerin. Ich habe sie auf einem Duschklo sterben lassen.  Das hat sich als geniale Wahl herausgestellt, weil  mir damit später noch ein kriminaltechnischer Dreh eingefallen ist. Ich weiß in der Regel nicht, wie meine Bücher ausgehen, wenn ich anfange!

Ich hatte mal eine Lesung bei einem Deutsch-Italienischen Verein und die Moderatorin hat mich mit folgenden Worten anmoderiert: „Marco Toccato ha raccolto un cassetto pieno di eventi e di idee durante la sua vita“, was so viel heißt wie „Marco Toccato hat im Laufe seines Lebens eine Schublade voll Ereignissen und Ideen gesammelt.“

Das zweite Buch war mit Ideen aus meiner Berufszeit angefüttert und spielt deshalb im Bereich Software, Internet usw.

Die andere Linie „Wiener Träume“ entstand aus meiner Liebe zu Wien und dem Buch „Die Traumnovelle“ von Arthur Schnitzler, was mich fasziniert hat und ich meinte, dass das eine moderne, neue Version vertragen könnte. Hört sich größenwahnsinnig an, aber es gibt auch Hobbymaler, die mal einen Rubens kopieren.

 

Du veröffentlichst Deine Bücher als Self Publisher, bist Du mit Deiner Entscheidung zufrieden?

Auf meiner Website gibt es einen Blog, der aber häufiger gefüttert werden müsste. Dort habe ich mal etwas dazu geschrieben, als ich Frust hatte. klick hier

Ehrlich gesagt, kann ich es mir anders nur schwer vorstellen. Es ist die Freiheit, dann zu schreiben wenn ich Lust dazu habe, das zu schreiben, was mir gefällt und nicht einem Lektor  und vor allem auch, wenn ich etwas fertig geschrieben habe, möchte ich es am liebsten nächste Woche als Buch in Händen haben. Als Verlagsautor schreibst du vielleicht ab März ein Buch für die Frankfurter Buchmesse im nächsten Jahr im Oktober, der Lektor versucht seine Vorstellungen durchzusetzen und das Buch gibt es dann über ein Jahr später als fertiges Werk. Du hast es dann zwar noch nicht gesehen, aber vielleicht den Inhalt schon vergessen.

Schlecht am Selfpublisher-Dasein ist, dass wir nicht ernst genommen werden. Tageszeitungen rezensieren nur Verlagsautoren, Wettbewerbe sind ebenfalls in der Regel so, dass wir SPler außen vor bleiben und Marketing macht sowieso kein Mensch für einen.

 

Hast Du noch weitere Bücher geplant?

Mit meinem Realnamen habe ich gerade ein Kinder-/Jugendbuch fertiggestellt. Parallel schreibe ich an dem dritten und letzten Teil von „Wiener Träume“. Der liegt gerade ein wenig in der Warteschlange, mir fehlt die Idee zum Weitermachen bzw. ich habe so viele, dass ich noch nicht weiß, wie ich sie hintereinander sortiere. Wahrscheinlich muss „Amor“ wieder ran oder ich mach noch einmal einen Krimi mit der Kommissarin Karin Kwiatkowski aus dem realen Dortmund. Das erste Buch mit ihr „SAUBER“ kam gut an und es gibt Leser*innen, die Nachschlag fordern.

 

Hast Du Zeit und Lust Bücher Deiner Kollegen zu lesen?

Wenn ich nicht schreibe, esse oder schlafe, lese ich wie ein Verrückter. Es ist unglaublich, wie viele Ideen ich durch das Lesen bekommen habe. Wohlgemerkt, ohne zu klauen!

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du besuchen und warum?

Ganz klar den Arthur Schnitzler und ihn bitten, mein „Nur ein Traum im Traum?“ zu lesen und dann von ihm den Kopf gewaschen zu bekommen, weil ich sein Werk verhunzt habe, ha ha. Wenn ich schon mal da wäre, müsste ich unbedingt noch mit Joseph Roth ein Glaserl trinken. Von dieser Zeitmaschine träume ich seit Jahrzehnten.

 

Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher erinnerst Du Dich?

Ich habe ALLES gelesen, was mir in die Hände kam, Comics, Homers Ilias und Odyssee, Gisel und Ursel von meiner Schwester, wenn nichts anderes da war, so ab 12, 13 Jahren habe ich dann Heinrich Böll Haus ohne Hüter, Der Zug kam pünktlich), Günter Grass (Hundejahre) und Zeitgenössisches entdeckt. Wenn die Sommerferien begonnen haben, war ich in unserer Stadtbibliothek und habe mir so an die 10 Bücher mitgenommen.

Außerdem bin ich bekennender Fan von Douglas Adams und „Per Anhalter durch die Galaxis“.

 

Haben Dich irgendwelche Autoren geprägt?

Mich persönlich als Mensch Heinrich Böll und später Arthur Schnitzler, Joseph Roth und deren Epoche.

 

Als Self Publisher bist Du unter anderem auch für die Werbung zuständig. Was unternimmst Du?

Alles Mögliche, aber leider nicht genug und nicht erfolgreich genug! Ich versuche meine Website à jour zu halten, vor Corona habe ich mich bemüht, wenigstens eine Lesung pro Monat zu veranstalten, ich twittere, facebooke, in den Buchhandlungen meiner Umgebung liegt Werbematerial  und auch Bücher von mir in Kommission und manchmal wird auch eine liebe Bloggerin auf mich aufmerksam und macht ein Interview mit mir. Ach ja, ab und zu blogge ich auch über Gott und die Welt, aber da bin ich zu undiszipliniert. Das müsste ich regelmäßiger tun.

 

Machst Du Lesungen?

Ja, sogar sehr gerne! Mein Motto ist „Ich kämpfe um jede Seele!“ Ich würde auch für eine Einzelperson lesen, wenn nicht mehr Interessenten kommen würden. Corona macht mich übrigens fertig!

 

Hast Du Kontakte zu Bloggern und viel wichtiger zu Deinen Lesern?

Da muss ich die Initiative vom Selfpublisher Verband einmal feste loben. Seit es die Bloggerlounge gibt, entstehen wunderbare Kontakte zu Bloggerinnen. Ach übrigens ich fordere eine Männerquote, denn es gibt, was Bücher angeht, scheinbar nur Bloggerinnen. Wo bleiben die ganzen Kerls? ;-)

Zu einzelnen Lesern, es sind übrigens auch scheinbar fast nur Frauen, die lesen, habe ich Kontakt und tausche mich mit denen aus. In jedem meiner Bücher ist meine eMail-Adresse, aber leider machen nur sehr wenige Gebrauch davon. Ich mag jede Rückmeldung, auch wenn darin steht, dass dieses oder jenes in einem meiner Bücher nicht gefiel. Besonders darauf bin ich aus, denn dann kann ich nachfragen und meine Motive erklären bzw. daraus für die Zukunft lernen.

 

Liebe Marco,

ich denke mal, dass ich Dich nun genug gelöchert habe. Vielen Dank für Deine Bereitschaft

Liebe Ulla,

ich habe zu danken. Das hat richtig Spaß gemacht!

 

 

Marco Toccato hat einige Bücher geschrieben, stellvertretend für alle, weise ich hier auf sein neuestes Buch hin:

Sauber
erschienen am 3. August 2019

Im Dortmunder Kreuzviertel geht ein wahnsinniger Serienmörder um. Junge Frauen werden mit heißem Wasser, Dampf und mit Stahlbürsten zu Tode gequält. Die Leichen legt der Mörder an einem Bahndamm ab, immer an dieselbe Stelle. Die Kriminalhauptkommissarin Karin Kwiatkowski ist Leiterin der Mordkommission. Sie versucht mit ihren Mitarbeitern Alex Bender und Karla Schaller die Morde aufzuklären. Alles deutet auf einen jungen Unternehmer aus dem Technologiezentrum hin, dessen Ehe mit seiner bildschönen Frau Nora nicht mehr zu funktionieren scheint. Nora wurde als Kind von ihrem Vater missbraucht! Außerdem kommt ein Ex-Freund von Karla Schaller als Mörder in Frage. Er hat Karla geprügelt und vergewaltigt. Es sind schon zwei Leichen gefunden worden, da verschwindet Karla. Genau wie die zwei toten Frauen ist sie groß, schön und hat vor allem eine wunderbare Ausstrahlung. Solche Frauen sucht der Mörder.

 Mehr über den Autor und Bücher kann hier nachgelesen werden:

Amazon Autorenseite klick hier

Homepage Marco Toccato klick hier

Sonntag, 1. November 2020

Autoreninterview Karin Joachim

Liebe Karin,

ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Wir beide haben uns bisher noch nicht auf einer Buchmesse getroffen und deshalb „nur“ schriftlichen Kontakt. Dieser Kontakt entstand durch eine Empfehlung eines lieben Bloggerkollegen. Er gab mir den Hinweis zu einem Deiner Bücher und ich habe mich dann bei Dir gemeldet. Inzwischen habe ich mit Begeisterung einige Deiner Bücher gelesen und werde jetzt auch sofort mit meinen Fragen loslegen.

Danke, liebe Ulla. Ich freue mich sehr auf Deine Fragen. Unser persönliches Treffen holen wir bald nach.


Als freie Autorin hast Du einige Jahre für verschiedene Zeitschriften gearbeitet. Wie kam es, dann Du mit dem Schreiben „richtiger“ Bücher angefangen hast?

Romane zu schreiben, war immer mein Traum. Ich hatte zeitlebens Ideen für ganz verschiedene Geschichten im Kopf, schrieb auch hin und wieder, aber es bestand einfach keine Gelegenheit, mich ausgiebiger damit zu beschäftigen. Bis 2009 habe ich ein Museum geleitet, danach schrieb ich vorwiegend Fachartikel und Sachbücher. Im Rahmen meiner Recherchen für meinen Reiseführer durch das Ahrtal stieß ich auf eine historische Begebenheit, die meine Fantasie beflügelte. Daraus entstand dann die Idee für meinen ersten Ahr-Krimi „Krähenzeit.“

 

Ich kenne von Dir einige Krimis. Wie bist Du auf die Idee gekommen, in diesem Genre zu schreiben?

Die Idee zu meinem ersten Krimi fand mich. Außerdem spukte mir schon eine Weile eine Protagonistin im Kopf herum: Eine Tatortfotografin. Krimis sind für mich eine geeignete Möglichkeit, die Geschichten spannend zu erzählen. In meinen Krimis verwebe ich gerne reale historische Ereignisse mit der Gegenwart.

 

Hast Du mal darüber nachgedacht, Bücher in einem anderen Genre zu schreiben?

Ich schreibe ja bereits zeitgeschichtliche Romane. In „Domschattenträume“ und „Großstadtflüstern“ macht sich die Kölner Fabrikantentochter Karolina Offermann auf ihren ganz eigenen Weg und versucht, dem Einflussbereich ihres Elternhauses zu entkommen. Sie möchte Filmschauspielerin werden. 1926 zieht es sie ins ferne Berlin.

 

Wie findest Du die Ideen zu Deinen Büchern?

Auf ganz unterschiedlichen Wegen. Ich lese sehr viel, vor allem auch Sachbücher. Besuche Museen, Ausstellungen, historische Orte, recherchiere in Archiven. Gute Ideen notiere ich. Und wenn sie ausbaufähig sind, entstehen daraus meine Romane.

 

Kann es vorkommen, dass während des Schreibens bereits neue Ideen auftauchen?

Während des Schreibens bin ich meist ganz in meiner Geschichte gefangen. Ich konzentriere mich dabei auf meine Protagonisten, versetze mich in sie hinein. Die Ideen für neue Projekte kommen eher bei den Recherchen und im Alltag. Die möglichen Fortsetzungen habe ich allerdings schon im Blick, wenn ich schreibe, denn was in den Folgebänden geschieht, muss vorbereitet und angelegt werden.

 

Wie hältst Du sie fest?

Ich habe dafür verschiedene Notizbücher, in die ich dann auch kleine Schnipsel wie Zeitungsartikel etc. klebe.

 

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Die reine Schreibzeit für die erste Fassung des Manuskriptes beträgt meist zwei bis drei Monate. Dann arbeite ich so konzentriert, dass ich in dieser Zeit keine weiteren Termine vereinbare, wenig schlafe und esse. Aber um so arbeiten zu können, muss ich umfangreich recherchiert haben. Die Recherchen können ein bis zwei Jahre dauern. Zunächst schreibe ich das Exposé, entwerfe Figurenbiografien und plotte. Nachdem die Erstfassung geschrieben ist, gibt es wiederum mehrere Korrekturdurchgänge, bevor das Manuskript überhaupt ins Lektorat geht. Alles in allem plane ich für einen Roman ein bis zwei Jahre ein, manchmal auch drei.

 

Wer darf es als erstes lesen?

Sehr gute Freund*innen.

 

Wie sieht Dein Autorenalltag aus?

Ich bin schon sehr diszipliniert. Mein Tagesablauf sieht vermutlich nicht sehr anders aus, als der anderer Berufstätiger. Allerdings arbeite ich oft bis spät in die Nacht, stehe dann am anderen Morgen trotzdem zeitig auf. Zum Glück erinnert mich mein Hund regelmäßig daran, dass ich auch Pausen machen muss. Bewegung an der frischen Luft ist so wichtig.

 

Ich habe gesehen, dass Du auch Lesungen machst, leider wurde in diesem Jahr alles ein bisschen ausgebremst. Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu den Lesern?

Ich liebe Lesungen und den Austausch mit den Leserinnen und Lesern. Im Vorfeld stelle ich ein Programm zusammen, das durchaus unterhaltsam ist. Je nach Buchthema gibt es auch kleinere kabarettistische Einlagen. Für die Lesungen aus „Großstadtflüstern“ (erschienen im Sommer 2020) war die Zusammenarbeit mit Musikern geplant, die Filmmusik der 1920er-Jahre spielen. Das wäre etwas ganz Besonderes geworden.

 

Hast Du Zeit und Lust Bücher Deiner Kollegen zu lesen?

Ja. Aber da ich sehr viele Sachbücher und Fachliteratur lese, bleibt dafür eher wenig Zeit.

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne besuchen und warum?

Ich fände es spannend, mit Vicki Baum zu sprechen. Sie war eine sehr erfolgreiche Schriftstellerin, die z.B. 1929 den Roman „Menschen im Hotel“ schrieb, der auch mehrfach verfilmt wurde. Sie emigrierte in den 1930er-Jahren und starb 1960 in Los Angeles.

 

Hast Du als Kind gerne gelesen und wenn ja, an welche Bücher erinnerst Du Dich?

Ich habe als Kind gerne gelesen, aber ich war keine typische Leseratte. Ich habe immer schon gerne die Welt erkundet, Museumsbesuche, Besichtigungen historischer Stätten und Städte gehörten immer dazu.

 

Du lebst Deinen Traum, wann ist er zum ersten Mal aufgetreten?

Irgendwann in der Schulzeit. Einer meiner Berufswünsche war übrigens auch Kriminalkommissarin, weil ich es mag, Zusammenhänge zu ergründen.

 

Du bist als Verlagsautorin tätig, fühlst Du Dich dort gut aufgehoben?

Ja. Ich bin wirklich glücklich, dass der Gmeiner-Verlag meine Romane verlegt. Die Kontakte zu den Mitarbeiter*innen sind eng und die Zusammenarbeit mit meinem Lektor ist sehr konstruktiv.

 

Hast Du jemals den Gedanken gehabt, Bücher als Self Publisherin herauszubringen?

Bislang noch nicht. Ich mag es, in ein Team eingebettet zu sein.

 

Wie immer frage ich sehr viel und kann doch etwas vergessen haben, deshalb gebe ich Dir hier die Möglichkeit, uns Lesern zu sagen, was Du schon immer mal sagen wolltest.

Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich für die Unterstützung bedanken, die ich von Buchblogger*innen, Buchhändler*innen und natürlich den Leser*innen bislang erfahren durfte. Ich finde es bewundernswert, wie viel Arbeit sich Buchblogger*innen zuweilen machen, wie ausführlich sie unsere Bücher besprechen und wie liebevoll sie diese präsentieren. Über Rückmeldungen meiner Leser*innen freue ich mich besonders. Schreibt mir gerne, z.B. in den sozialen Netzwerken oder auch per persönlicher Nachricht. Mehr dazu gibt es auf www.karinjoachim.de.

 

Ganz zum Schluss frage ich gerne, was meiner Interviewpartnerin zu bestimmten Namen oder Begriffen einfällt:

BerlinEine spannende Stadt, vor allem in den 1920er-Jahren

Astrid LindgrenEine Frau mit einer interessanten Vita

RotweinDie Tatortfotografin Jana Vogt, die Protagonistin meiner Ahr-Krimis, liebt Rotweinkuchen.



Liebe Karin, ich möchte mich vielmals bei Dir bedanken, dass Du meine Fragen beantwortet hast

Herzlichen Dank, liebe Ulla, für diese interessanten Fragen.


Gerne möchte ich an dieser Stelle noch etwas zu dem Buch schreiben, das die Autorin in den Händen hält:


Großstadtflüstern

Köln 1927. Hin- und hergerissen zwischen Familie und den glänzenden Verlockungen der Reichshauptstadt fiebert Karolina Offermann ihrer Volljährigkeit entgegen. In Berlin lernt sie berühmte Schauspieler und Regisseure kennen und wähnt sich am Ziel ihrer Träume. Doch als die Polizei den Tod ihrer Mutter neu aufrollt, rückt Karolinas glanzvolles Leben als Filmstar in den Hintergrund. Während die Ermittlungen Unglaubliches zutage bringen, droht sie auch noch die Liebe ihres Lebens zu verlieren …


Wer noch mehr über Karin Joachim und ihre Bücher erfahren möchte, kann hier lesen:

Homepage klick hier

Amazonautorenseite klick hier

Sonntag, 25. Oktober 2020

Autoreninterview Benita Königbauer alias Nita Koning


Liebe Benita,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Zunächst schreibe ich ja immer etwas darüber, wie ich meine Interviewpartnerin kennen gelernt habe. Die meisten Autoren, die ich interviewt habe, konnte ich auf der einen oder anderen Buchmesse treffen. Wir beide kennen uns jetzt „nur“ durch meine Mitgliedschaft im Bloggerportal des Self Publisher Verbandes. Bevor ich meine Fragen stelle, informiere ich mich immer im WWW über meine Interviewpartnerin und los geht es.

Ich habe bei meiner Recherche heraus gefunden, dass Du als Benita Königbauer Sachbücher schreibst und als Nita Koning bisher ein Kinderbuch veröffentlicht hast. Die Anzahl der Sachbücher ist dabei natürlich bedeutend höher. Wie kommt es, dass Du erst „spät“ Deinem Wunsch nachgekommen bist, ein Buch zu schreiben. Ich denke mir, dass Du als fünfjährige wohl eher nicht daran gedacht hast, später mal Sachbücher zu schreiben.

Nee, Sachbücher hatte ich da sicher nicht auf dem Radar 😅 das hat sich auch eher „zufällig“ ergeben.

Sachbücher erlauben mir, aus den Erfahrungen derer zu lernen, die ein bestimmtes Problem vor mir gelöst haben. Für mich ist das einer der schnellsten und effektivsten Wege, mich zu entwickeln. Meine Sachbücher sind eine Form, dazu beizutragen und Danke zu sagen, für alles, was ich durch Bücher lernen durfte.

Mein erstes Sachbuch „Abenteuer Wunschkanzlei“ ist das Buch, das ich selbst gerne gelesen hätte, als ich nach fünf Jahren Selbständigkeit völlig erschöpft an meinem Schreibtisch saß und auf die Kanzlei blickte, die ich niemals wollte. Es baut die Brücke zu einem Unternehmen für das man morgens mit Freude aus dem Bett springt.

„Umsatzsteuer für Online-Coaches“ entstand, weil ich für meine Kund*innen Fragen recherchieren musste, für die es damals buchstäblich nirgendwo klare, geordnete Antworten gab.

„Steuern für eBook-Autoren“,„Buchführung im Flow“ und „Dream Team“ habe ich geschrieben, um meinen Leser*innen das Leben mit ihren Finanzen leichter zu machen.

Der gemeinsame Nenner all dieser Bücher ist, dass ich es schwer aushalten kann, dass es ein Problem gibt, zu dem man noch kein Buch kaufen kann.

 

Du hattest als Kind die Idee, eine Autorin wie Astrid Lindgren zu werden. War sie Deine Lieblingsautorin und welche Bücher hast Du von ihr gelesen?

Ehrlich gesagt, stand der Name „Astrid Lindgren“ für mein fünfjähriges Ich einfach stellvertretend für „Autorin“ - also jemand, der diese wundervollen Geschichten erschafft, in die ich so gerne eintauchte! Über den Menschen Astrid Lindgren wusste ich damals nicht viel, erst viel später habe ich mehr über sie erfahren, was mich sehr berührt hat.

Ich erinnere mich, dass ich mich sehr verbunden gefühlt habe - und daran hat sich nichts geändert - mit Pippi Langstrumpf (obwohl meine lieben Eltern wirklich alles daran gesetzt haben, mich zu einer Annika zu erziehen) und mit Ronja Räubertochter. Ich war immer eine ziemliche Einzelgängerin, doch die beiden hätte ich sehr gerne in meiner Welt gehabt.

 

Kannst Du Dich noch an weitere Bücher erinnern, die Du als Kind gerne gelesen hast? 

Wo soll ich anfangen ... ;) mit vier Jahren habe ich meine Mutter drangsaliert, mir vor dem Schlafengehen das Alphabet zu zeigen. Wenig später nahm meine Leseleidenschaft mit den vier Buchstaben der örtlichen Tankstelle ihren Anfang. Seither verschlinge ich Buchstaben.

Ich hatte und habe unzählige Lieblingsbücher. Fast alle Bücher, die ich gelesen habe, haben mich auf die eine oder andere Weise berührt. Aus meiner Kinderzeit sind mir besonders die Bücher von Michael Ende ans Herz gewachsen, als Pferdemädchen und Abenteuerfan natürlich auch Serien wie „Bille und Zottel“, „Fünf Freunde“, die „Drei ???“ oder Jo Furmingers „Pony Club“ Bücher.

Vielleicht ungewöhnlich, vielleicht auch nicht: auch meine Kinderbibel, die Göttergeschichten der römischen und griechischen Mythologie und die kindgerecht aufbereiteten Lebensgeschichten verschiedener klassischer Komponisten haben mich sehr fasziniert.

Etwas später kamen dann auch Cozy Mystery und Detektivgeschichten dazu. Oh, und Fantasy. Drachen, Zauberer, Fabelwesen ... ganz ehrlich - ich würde immer noch furchtbar gerne mal auf einem Besen oder einem Drachen reiten :)

 

Auf Deiner Homepage habe ich gelesen, dass Du gerne liest, hast Du jetzt als Erwachsene Zeit dazu und welches Genre bevorzugst Du dabei?

Ich lese immer noch zwischen 25 und 50 Büchern pro Jahr. Als Business-Coach sind da natürlich jede Menge Sachbücher dabei. Neben den klassischen Mindset-Themen interessieren mich dabei auch natürliche Ernährung und Gesundheit, denn ohne eine stabile Partnerschaft mit dem eigenen Körper wird’s auch mit dem beruflichen Erfolg nichts.

Und dann ... natürlich nach wie vor auch zauberhafte Fantasy, spannende, humorvolle Krimis, sehr gerne auch die Bücher meiner Autoren-Kolleg*innen. Ich habe das Glück, ein paar sehr produktive und talentierte Selfpublisher zu meinen Freunden zählen zu dürfen. Das ist natürlich immer etwas ganz Besonderes :)

 

Wenn ich das richtig verstanden habe, hast Du noch einen zeitaufwendigen sogenannten Brotjob. Wann findest Du die Zeit um Bücher zu schreiben?

Ganz ehrlich - das frage ich mich manchmal auch :D 

Nein, im Ernst, ich denke das ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens. Momentan habe ich drei Unternehmen, zwei Ehrenämter und ein sehr erfülltes Privatleben.

Ein wesentliches Erfolgsrezept ist wohl, dass ich das Schreiben zu einem festen Bestandteil meines täglichen Lebens gemacht habe. Es vergeht kein einziger Tag, an dem ich nicht schreibe. An manchen Tagen sind es nur 20 kleine Wörter, manchmal werden es bis zu 10.000 - je nachdem, was mein Alltag gerade hergibt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass ich etwa 80-90% meiner Bücher am Handy schreibe. Meine Software funktioniert online und offline und synchronisiert reibungslos über sämtliche meiner Geräte, so dass ich tatsächlich immer und überall schreiben kann: im Büro, auf dem Sofa, in öffentlichen Verkehrsmitteln, in der Toilettenschlange auf Rock-Konzerten, an der Supermarktkasse ... ich kann jede freie Minute nutzen, wenn ich das möchte - und so kommt ein Buch zum anderen ;)

 

Wie lange schreibst Du an einem Buch?

Das ist tatsächlich extrem unterschiedlich. Ein paar meiner Bücher sind innerhalb von zwei Wochen entstanden, andere haben ein ganzes Jahr gebraucht, bis ich dieses spezielle Gefühl hatte: „Jetzt ist es fertig! Besser wird’s nicht.“

Ich schreibe auch nicht linear ein Buch nach dem anderen, sondern meistens mehrere Bücher parallel. Es hängt also auch immer ein bisschen davon ab, was ich gerade sonst noch schreibe.

 

Ich erwähnte ja bereits, dass Du als Nita Koning ein Buch geschrieben hast, es trägt den Titel „Malu – der kleine Flughund“. Gibt es noch weitere Pläne? 

Oh ja! Wenn du wüsstest, was in meinem Kopf los ist, würdest du mich wahrscheinlich für verrückt halten!

Neben Malu und seiner kleinen Schwester Lily, die mir gerade ihr zweites Abenteuer erzählen, wohnen dort zur Zeit noch Holly, eine junge Hexe, und ihr Pegasus. Außerdem klärt gerade eine neugierige Krimiautorin mit Hilfe ihres Labradors und ihrer Ziege den Mord an ihrem Vermieter auf. Ich bin schon sehr gespannt, wie das alles ausgeht :)

 

Du bist Mitglied im Self Publisher Verband und veröffentlichst Deine Bücher verlagsunabhängig, hast Du diese Entscheidung schon mal bereut?

Eigentlich nicht. Meine Sachbücher haben häufig Themen zum Inhalt, die schnellen und häufigen Änderungen unterworfen sind. Als Selfpublisher kann ich da unglaublich schnell reagieren, meine Bücher überarbeiten und ein Update oder bei umfassenden Änderungen gleich eine neue Auflage hochladen.

Als Verlagsautorin müsste ich hier erst den Verlag von der Relevanz der Änderungen überzeugen und dann einen vergleichsweise langwierigen Prozess abwarten. Abgesehen davon ist es für einen Verlag möglicherweise höchst unrentabel, eine neue Auflage zu bringen, wenn noch größere Bestände der alten Auflage auf Lager liegen. Auch das verzögert den Prozess ... und ich muss gestehen: Geduld ist nicht mein zweiter Vorname ;)

Als Sachbuch-Autorin habe ich in meinem Bereich eine anerkannte Expertise und meine Bücher behandeln Spezial-Themen, die es anderweitig noch nicht gibt. Über meine Unternehmer-Community erreiche ich meine Wunsch-Leser*innen vergleichsweise leicht.

Bei Malu ist das anders. Die Story ist wirklich gut (habe ich gehört), doch ich erreiche damit einfach zu wenige Menschen. Ich habe keine Community und damit auch keine eigene Reichweite im Bereich Kinderbuch. Deshalb denke ich gerade ernsthaft darüber nach, für Malu einen geeigneten Verlag zu finden, der ihm das Fliegen besser beibringen kann, als ich.

 

Was bringt Dir diese Mitgliedschaft?

Ehrlich gesagt, das weiß ich noch gar nicht so genau. Ich bin noch nicht lange dabei. Tom Oberbichler hat mir davon erzählt, wie sich der Verband für die Selfpublisher einsetzt - ich finde das ist eine gute Sache und möchte es gern unterstützen. Also bin ich eingetreten :)

Und es hat sich bereits wieder gezeigt, dass das Universum keinen positiven Gedanken unbeantwortet lässt: kaum dabei, lerne ich hier so zauberhafte Menschen wie dich kennen, die uns Autor*innen die Gelegenheit geben, Menschen unsere Bücher vorzustellen und damit ihr Leben zu bereichern. Danke dafür :)

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne mal besuchen und weshalb?

Astrid Lindgren natürlich, weil sie mich unbekannterweise so sehr inspiriert hat.

Außerdem würde ich sehr gerne mit Goethe einen Cappuccino in Venedig  trinken, weil er so eine positive Haltung zum Leben hatte. Vielleicht käme Schiller noch dazu und wir könnten uns über die spannenden Eigenwilligkeiten der Menschheit austauschen?

Shakespeare würde ich gerne auf ein Bier in London treffen, einfach weil ich seinen hintergründigen Humor mag.

 

Wie immer stelle ich viele Fragen und vergesse vielleicht doch die eine oder andere, deshalb gebe ich Dir hier die Möglichkeit: was wolltest Du uns Lesern schon immer mal mitteilen?

Ja! Ich möchte DANKE sagen! Unsere Bücher wären nur bedrucktes Papier (oder eine unnütze Sammlung von Pixeln), wenn niemand darin eintauchen und etwas daraus mitnehmen würde!

Ganz besonders danken möchte ich allen Menschen, die sich außerdem die Zeit nehmen, uns Autor*innen wissen zu lassen, was unser Buch für sie bewirkt hat.

Ich kann das Gefühl kaum in Worte fassen, wenn mir ein Leser eine eMail schreibt, oder ich eine neue Rezension entdecke. Das geht unter die Haut, manchmal mehr als das Schreiben selbst.

Euer Feedback ist das Feuer unter unserem Hintern an den Tagen, an denen wir müde sind, uns ideenlos fühlen, unsere Helden in eine Ecke manövriert haben, oder aus sonst irgend einem Grund unser Manuskript aus dem Fenster werfen möchten. Euretwegen schreiben wir in diesen Momenten weiter. DANKE!

Zu guter Letzt möchte ich mich bei Dir bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen hast und Dich meinen Fragen stellst.

 

 Und ich danke Dir ebenfalls.

 

 An dieser Stelle zeige ich immer gerne ein Buch, stellvertretend für alle bereits erschienenen:


Malu - Der kleine Flughund

Wenn alles, was du liebst, plötzlich verschwindet ... 
... sind Mut, Vertrauen und Freunde dein größter Schatz! 
Was Malu sieht, als er seine Augen öffnet, ist selbst für den frechen, abenteuerlustigen kleinen Flughund zu viel! Während er friedlich in seiner Palme schlief, scheint er in eine völlig fremde Welt gereist zu sein! Alles sieht ganz anders aus und wo ist seine Familie? 
Nach dem ersten Schrecken nimmt er entschlossen all seinen Mut zusammen und macht sich auf eine abenteuerliche Suche voll fremder Wesen, großer Aufgaben, neuer Freunde und alter Geheimnisse. 
Wird es Malu gelingen, alle Abenteuer zu bestehen und rechtzeitig den Weg zurück in seine Welt zu finden, um seine Familie vor der drohenden Gefahr zu beschützen, die auf sie lauert? 
Egal, ob du ein Kind bist oder ein Kind in deinem Herzen wohnt - du wirst diese Geschichte lieben, denn wer kann schon einem kleinen Helden widerstehen, der sich so tapfer seinem Schicksal stellt!

 

 

Wer noch mehr über die Autorin oder  ihre Bücher erfahren möchte, kann dies hier:

Nita Koning

Amazonautorenseite  klick hier

Homepage klick hier


Benita Königbauer 

Amazonautorenseite klick hier

Homepage klick hier

Samstag, 17. Oktober 2020

Autoreninterview - mal anders - KBV - Nachgefragt

Dieses Interview wurde mir freundlicherweise vom KBV-Verlag zur Verfügung gestellt

Klaus Stickelbroeck (*1963) lebt in Kerken am Niederrhein und arbeitet als Polizeibeamter in Düsseldorf. Seinen ersten Kurzkrimi veröffentlichte er im Jahr 2000. Der erste Kriminalroman »Fieses Foul« erschien 2007. »Fischfutter« (2010) wurde für den Friedrich-GlauserPreis als bester Kriminalroman des Jahres nominiert. Sein Serienermittler ist der Ex-Profifußballer und Privatdetektiv Hartmann. Stickelbroeck ist zudem einer der fünf »Krimi-Cops«, deren sechs Kriminalromane, zuletzt »Goldrausch« (2018), ebenfalls bei KBV erschienen sind. www.klausstickelbroeck.de, www.krimi-cops.de


Klaus Stickelbroecks „Kommissar Hartmann“ verstrickt sich 


Guten Tag, Herr Stickelbroeck. Privatdetektiv Hartmann ist wieder im Düsseldorfer Nachtleben auf Mörderjagd unterwegs. Dieses Mal schicken Sie ihn auf Ermittlungstour in die BDSM-Szene. Was hat Sie denn für den neuen Hartmann-Roman zur Recherche in diesem Milieu inspiriert? 

Klaus Stickelbroeck: Als alter Düsseldorfer hat Hartmann in den ersten Romanen in seinem vertrauten Wohnzimmer ermittelt. In seiner Heimatstadt kennt er sich aus, da kennt man ihn, da weiß er, was Sache ist. Ich lasse ihn jetzt in einer Szene ermitteln, die er sich neu erarbeiten muss. Ich fand es total spannend, ob und wie sich Hartmann auf unbekanntem Geläuf durch die turbulenten Situationen manövriert. Die BDSM-Szene kommt in sich geschlossen, leicht verrucht und verwegen daher. Ich war selbst gespannt, Hartmann bei seinen sehr temporeichen Ermittlungen am Limit zu beobachten. 


Sie sind nicht nur als Krimiautor, sondern auch als Polizist in Düsseldorf tätig. Inwieweit sind reale Erfahrungen aus Ihrem Polizistenleben in den Roman „Fesseltrick“ eingeflossen? 

Klaus Stickelbroeck: Das ist eine der spannenden Seiten meines Berufs, nämlich dass man als Polizist Menschen kennenlernt, die man sonst nicht kennenlernen würde und an Orte kommt, wo man vielleicht sonst so nicht unbedingt hinkäme. Über die Jahre kommt da einiges an einschlägigen Einsätzen zusammen. Ich sag immer, ich bin in jedem Club Düsseldorfs gewesen und hab hinter viele Kulissen gucken können. Herrlich. Und dann schaue ich genau hin, es kann ja immer was für den nächsten Krimi dabei sein. Davon profitiert gerade Fesseltrick enorm. Da ließ sich einiges einarbeiten, was die Szenen und handelnden Personen dann im Buch authentisch wirken lässt. 


Im nun achten Band der Hartmann-Reihe sind die bekannten „schrägen Vögel“ rund um den Ermittler auch wieder mit von der Partie: Regenrinnen-Rita, Nachbar Jonny, die smarte Computerspezialistin Alina mit den blauen Haaren, Angie und Huren-Heinz. Mithilfe seiner Kumpels gelingt es Hartmann sicherlich auch dieses Mal wieder, Licht ins Dunkel zu bringen. Was ist das Geheimnis ihres Ermittlungserfolgs? 

Klaus Stickelbroeck: Hartmann ist ein pfiffiger, schlagfertiger Privatdetektiv, der mit fast allen Wassern gewaschen ist, aber seine Fälle bekäme er alleine nicht gelöst. Glücklicherweise kann er sich auch dieses Mal auf sein Netzwerk verlassen, das beinahe wie ein gut sortierter Werkzeugkasten funktioniert. Einbrecherkumpel Angie hilft Hartmann Türen zu öffnen, wenn der keinen Schlüssel hat, die über zwei Meter große Regenrinnen-Rita behält die Übersicht, Alina drückt am PC die richtigen Tasten, der muskulöse Jonny guckt grimmig, wenn es grob wird. Es macht mir einen Heidenspaß Situationen zu entwerfen, in denen Hartmanns Clique zeigen kann, was sie drauf hat. Es entsteht ein turbulentes Geben und Nehmen, das mir total sympathisch ist. Erst genau diese verwegenen, schrägen Typen machen Hartmann erfolgreich. Ein bisschen bin ich ja auch Hartmanns Kumpel. 


Ihre schräg-komischen Figuren-Ensembles scheinen Sie mit schlagfertigen Frauen, frivolen Finnen, trinkfesten Schlagerstars und braven Ehefrauen, die alles andere sind als das, im aktuellen Krimi noch weiter ausgebaut zu haben. Wie haben sich die Charaktere der Hauptfiguren Hartmann & Co. im Vergleich zum Debütroman weiterentwickelt? 

Klaus Stickelbroeck: Das ist der große Vorteil einer Krimi-Reihe. Neben der Hauptfigur bekommen auch alle anderen Figuren in den Romanen die Chance, sich zu entwickeln. So behaupte ich im Debüt einfach, dass die als Prostituierte arbeitende, schwach drogensüchtige Regenrinnen-Rita eine treue Freundin ist. Erst in einem späteren Roman zeigt Rita mit viel Platz im Krimi, warum sie eine so tolle, liebenswerte Person ist. Und der Leser denkt, alles klar, deshalb schätzt Hartmann sie so sehr. Genauso Jonny. Von Roman zu Roman merkt man nach und nach, dass der schweigsame, Taxi fahrende Medizinstudent aus Ghana gar nicht so harmlos ist, wie er immer wortkarg daher kommt. Herrlich undurchsichtig. Über die Romane hinweg blitzt und schimmert es düster unter der Oberfläche, fügt sich ein unheimliches Puzzlestück ans nächste. Ehrlich, ich liebe Jonny, aber ganz geheuer ist er mir nicht. Ich bekomme manchmal beim Schreiben eine Gänsehaut. Mit dieser Figur bin ich noch lange nicht fertig. Und HurenHeinz? Hartmanns Lieblingszuhälter lernen wir in Fesseltrick von einer ganz speziellen Seite kennen. Da war ich selbst überrascht ... Und - zuletzt noch erwähnt - macht es riesig Spaß zu beschreiben, wie die Anderen auf einen sich stetig weiterentwickelnden, professioneller werdenden Hartmann reagieren. Auch das muss in einer KrimiReihe stimmig sein. 


Neben dem Zeichnen von Figuren sind Dialoge Ihre große Stärke. Bringt das der Umgang mit sich? Als Polizist haben Sie viel mit Menschen unterschiedlichster sozialer Schichten zu tun. Sammeln Sie vielleicht auch Sprachfetzen, die Sie auf der Straße aufgreifen, um sie dann in Ihre Krimis einzubauen?

Klaus Stickelbroeck: Oh ja, das ist fast ein Hobby für sich. Ich liebe schräge Dialoge, ich sammle sie. Tatsächlich auch im Dienst mit den unterschiedlichsten Menschen. Ich höre hin und denke manchmal, das ist was für Hartmann. In Fesseltrick ist die Fanta-Szene aus dem Restaurant Fuchsjagd so eine. Großmutter und Enkel am Nachbartisch. Großmutter möchte, dass ihr Enkel Apfelsaft bestellt, er will Fantaaaaa. Hartnäckig. Keinen Apfelsaft. Die Szene habe ich eins zu eins so erlebt. Das kann man sich nicht ausdenken. Fantaaaaa! Darüber hinaus kann man mit einem guten Dialog die Handlung zügig nach vorne treiben und herrlich Stimmungen rüberbringen. Jede Schicht hat ihre Sprache. Und tatsächlich drückt sich Huren-Heinz anders aus, als Hartmanns 80-jährige Nachbarin Heidi. Also meistens. Was für Dialoge gilt, gilt auch für einzelne Worte. Kippenigel. Oder: er hebelschnackte die Bierflasche auf. Ich liebe das. Da höre ich genau hin. 


Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – heißt es so schön im Fußball. Hand aufs Herz: Arbeiten Sie schon an einem Folgeroman? Und: Worin wird sich Hartmann dann verstricken? 

Klaus Stickelbroeck: Oh ja, es wird sicher noch weitere Hartmann-Krimis geben. Ich möchte nichts verraten, aber es werden im Fesseltrick eine ganze Menge Stricke ausgelegt, mit denen man noch prima Knoten machen kann. Oder Schlingen. Tja, und der neue Krimi der Krimi-Cops soll im nächsten Jahr ja auch fertig werden. Es gibt noch viel zu morden. Äh, tun. Viel zu tun. 


Herzlichen Dank für das Interview.




Samstag, 10. Oktober 2020

Autoreninterview - Katharina Lankers


 

Liebe Katharina,
ich freue mich, dass Du Dich meinen Fragen stellen möchtest. Zunächst schreibe ich ja immer etwas darüber, wie ich meine Interviewpartnerin kennen gelernt habe. Die meisten Autoren, die ich interviewt habe, konnte ich auf der einen oder anderen Buchmesse treffen. Wir beide kennen uns jetzt „nur“ durch meine Mitgliedschaft im Bloggerportal des Selfpublisher-Verbandes. Bevor ich mit meinen Fragen loslege, informiere ich mich gerne über meine Interviewpartnerin und schon geht es los.


Liebe Ulla, ganz herzlichen Dank für dein Interesse!


Ich habe gelesen, dass Du es schon früh geliebt hast, Dir Geschichten auszudenken und aufzuschreiben. Gerne würde ich jetzt wissen, wie „früh“ war das?

Das war schon in der Grundschule, so ab der zweiten / dritten Klasse: Ich fand es immer toll, wenn wir Aufsätze schreiben durften. Gerne habe ich auch außerhalb der Schule geschrieben, beispielsweise Theaterstücke, die ich zusammen mit meiner kleinen Schwester einstudiert und meinen Eltern vorgeführt habe


Gibt es davon noch Aufzeichnungen?

Ja, neben ein paar alten Schulheften habe ich noch das Original meines illustrierten Dramas „Das Reh Flecki“, das von einem verwaisten Reh handelt und leider unvollendet geblieben ist. Außerdem das Theaterstück „Fips und Strolchi“, das ich mit etwa 11 Jahren geschrieben habe. Einen kleinen Eindruck davon kann man sich auf meiner Webseite verschaffen


Du bist Mathematikerin und hast einen zeitaufwendigen, so genannten Brotjob, wann hast Du Zeit zum Schreiben?

Das ist in der Tat ein Problem, vor allem seit ich so aktiv im Selfpublisher-Verband bin. Generell sind die Abende, Wochenenden und Urlaube fürs Schreiben und alles drumherum reserviert. Das heißt, wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, beginnt quasi mein Zweit-Job, der nur noch mit der Zeit konkurriert, die ich mir fürs Wandern und Walken im Grünen nehme. So etwas wie „Frei-Zeit“ habe ich eigentlich nie…


Wie lange schreibst Du an Deinem Buch?

Sehr lange. Von der ersten Idee bis zum fertigen Buch sind bisher immer mehrere Jahre vergangen.Bis ich aus meinem ersten Romanentwurf schließlich eine Veröffentlichung gemacht habe („Woanders blühen die Kastanien“), hat es siebzehn Jahre gedauert! Für mein Debüt, den „Himmel über München“ brauchte es dagegen NUR sieben Jahre 😉
Das heißt aber natürlich nicht, dass ich so lange daran schreibe, vielmehr gibt es immer wieder lange Phasen, in denen so ein Projekt bei mir reifen muss.



Wer darf Deine Bücher als erstes lesen?

Zwei meiner engsten Schreibfreundinnen und zwei Bloggerinnen, mit denen ich seit meiner Erstveröffentlichung zusammenarbeite. So bekomme ich wertvolles Feedback, das ich einarbeiten kann, bevor ich es meiner Lektorin schicke.


Du hast erwachsene Kinder, was sagen sie denn dazu, dass ihre Mutter Bücher schreibt?


Sie finden es cool😊


Geben sie Dir manchmal auch Anregungen und liefern Ideen?

Auf jeden Fall, wenn auch unabsichtlich. Meine Kinderbuchreihe habe ich beispielsweise ursprünglich für meinen jüngsten Sohn geschrieben, um ihn im Grundschulalter zum Lesen zu motivieren. Und in meinen letzten Roman sind jede Menge der wundervollen kindlichen Formulierungen und originellen Wortschöpfungen eingeflossen, mit denen sie mich im Kleinkindalter beglückt haben (und die ich natürlich fast alle aufgeschrieben habe)


Du scheinst sehr vielseitig zu sein, in welchen Genres hast Du bereits Bücher geschrieben?

Da ich eigentlich nicht in Genres denke, sondern in Geschichten oder Gedanken, die aus meinem Herzen aufs Papier wollen, ist bisher ein bunter Mix herausgekommen: zwei Liebes- bzw. Entwicklungsromane, eine Art humorvolles Roadmovie als Kurzroman, eine Kinderbuchreihe für Erstleser und zuletzt eine autobiografische Erzählung von meinem Jakobsweg. Außerdem habe ich einen bisher unveröffentlichten Lyrikband auf Lager und etliche Kurzgeschichten, Kurzprosa und Gedichte, die zum Teil in Anthologien erschienen sind.


Du darfst hier ruhig etwas Werbung für Deine Bücher machen und mir zum Beispiel erklären, warum ich ein bestimmtes Buch von Dir lesen sollte, oder vielleicht mehrere?

Mit deinen Lieblingsgenres Krimi und historische Bücher kann ich zwar nicht dienen, aber da du auch Gegenwartsliteratur magst, könnte mein Roman „Woanders blühen die Kastanien“ vielleicht etwas für dich sein. Darin geht es um Selbstwertgefühl, Lebensträume, das Muttersein und einen Neustart, bei dem sich die Protagonistin Maggie aus ihrer festgefahrenen Situation freistrampelt. Mit deiner Lebenserfahrung gefällt dir vielleicht auch die Liebesgeschichte von Simon und Theresa in „Der Himmel über München“, die sich über mehrere Jahrzehnte erstreckt und bei der man – mit einem Augenzwinkern – den Schutzengeln der beiden bei der Arbeit über die Schulter schauen darf und so einen ganz anderen Blick auf das Geschehen auf Erden bekommt. Und solltest du schon mal mit einer Pilgerreise geliebäugelt haben, oder falls es dich interessiert, wie ich aus einem heftigen emotionalen Tief auf dem Jakobsweg wieder auf die Beine gekommen bin, kann ich dir meine Reiseerzählung „Schritt für Schritt zur eigenen Mitte“ empfehlen.


Ich habe eine Aufstellung Deiner Lieblingsbücher gesehen, die ich sehr interessant fand. Bei den Kinderbüchern habe ich die vermisst, die ich als Kind gerne gelesen habe. Hast Du Bücher von Enid Blyton oder Astrid Lindgren gelesen?

Oh ja, und wie ich die verschlungen habe! Von Enid Blyton hatte ich alle „Geheimnis“- und „Fünf Freunde“- Bücher, ich kannte sie fast auswendig. Und von Astrid Lindgren habe ich neben Pippi Langstrumpf ganz besonders die „Kinder aus Bullerbü“ geliebt. In meinem heutigen Bücherregal stehen diese Bücher allerdings nicht mehr, weswegen sie auf meiner Liste nicht auftauchen.


Bei dieser tollen Liste stelle sich mir direkt die nächste Frage, wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du besuchen und weshalb.

Da gibt es so einige! Astrid Lindgren zu treffen fände ich toll, weil sie so eine spannende Biographie hat, und ich gerne mehr von ihr persönlich erfahren würde. Michael Ende würde ich wahnsinnig gerne besuchen und mit ihm über den Sinn des Lebens, die Zeit und die Stundenblumen philosophieren. Und mit Christian Morgenstern und Robert Gernhard würde ich am liebsten ein paar Nachmittage im Café verbringen und gemeinsam unter viel Gelächter abgefahrene Reime dichten!


Du hast Dich entschieden, Deine Bücher als Self Publisherin zu veröffentlichen, hast Du diese Entscheidung schon einmal bereut?

Nein, im Gegenteil. Da mein erster Roman im Verlag erschienen ist, habe ich ja den direkten Vergleich. Ich bin froh, bei meinen SP-Titeln alle Entscheidungen selbst treffen zu können und komplett unabhängig zu sein, auch wenn es natürlich viel Arbeit ist, sich um alles selbst zu kümmern.


Im Self Publisher Verband bist Du auch sehr aktiv, wie wichtig ist Dir die Zugehörigkeit?

Ich finde es toll, mich mit anderen Selfpublisher:innen auszutauschen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterstützen. Außerdem bietet der SP-Verband die Möglichkeit, auf Messen präsent zu sein, tritt für die Rechte von SP-lern ein und gibt ihnen eine Stimme. Und wir organisieren so großartige Dinge wie den Selfpublishing-Buchpreis! Wie wichtig mir das ist, sieht man daran, dass ich seit letztem Jahr sogar im Vorstand aktiv bin und auch fürs kommende Jahr wieder kandidieren werde 😊


Hast Du zu Lesern und Bloggern Kontakt?

Ja, unbedingt. Natürlich zunächst virtuell über Facebook und Instagram, aber ich freue mich ganz besonders über den persönlichen Kontakt. Deshalb halte ich oft und gerne Lesungen und bin (zu Nicht-Corona-Zeiten) viel auf Messen präsent und verabrede mich dort z.B. für Meet&Greets. Es ist jedesmal eine Riesenfreude, eine Leserin oder Bloggerin persönlich zu treffen, den/die ich nur von Facebook kannte.Ich hoffe, auf der nächsten Messe, die nicht nur digital stattfindet, lernen wir uns auch einmal persönlich kennen!


Welche Pläne hast Du für die Zukunft?

In unmittelbarer Zukunft erscheint erstmal eine Neuauflage meines Debütromans „Der Himmel über München“, mit überarbeitetem Text und in einem neuen Gewand, auf das ich mich riesig freue. Dann hoffe ich, dass ich im kommenden Winter endlich einen der angefangenen Romane fertig schreiben kann, die mir schon lange im Kopf herumspuken. Außerdem möchte ich meinen Lyrikband fertigstellen und gerne wieder mehr literarisch herumexperimentieren und vielleicht neue Genres ausprobieren. Meine Ideen platzen aus allen Nähten und ich hätte gerne mehr Zeit zum Schreiben, daher habe ich meinen Brotjob vor Kurzem auf 80 Prozent reduziert. Ganz definitiv wird es im Jahr 2021 wieder eine Veröffentlichung geben – lasst euch überraschen, welches Genre es diesmal wird!


Wie immer frage ich viel und vergesse doch schon mal das eine oder andere, deshalb gebe ich Dir hier die Gelegenheit… was wolltest Du uns Lesern schon immer mal sagen?

Ich würde gerne nochmal darauf hinweisen, dass wir Autor:innen ja (unter anderem) schreiben, um euch, liebe Leser:innen zu unterhalten, zum Nachdenken zu bringen und euch interessante, spannende, beschauliche oder fröhliche Stunden zu bescheren. Je mehr Rückmeldungen wir bekommen, wie gut das gelingt, umso besser können wir daran arbeiten, besser zu werden. Daher habt bitte keine Scheu, uns zu sagen oder zu schreiben, was euch gefallen hat und was weniger gut. Ob es eine Rezension ist oder ein persönlicher Kontakt – jedes Feedback hilft! So habe ich beispielsweise das umfangreiche Leserfeedback zu meinem Debütroman genutzt, um das Manuskript zu überarbeiten und demnächst eine zweite, verbesserte Auflage zu veröffentlichen. Ohne eure vielfältigen Meinungen hätte ich das nicht geschafft – danke!😊


Zum Schluss möchte ich mich vielmals dafür bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast.


Ich bedanke mich ganz herzlich für deine Zeit und Mühe, für die tollen Fragen und dass du mir einen Platz auf deinem schönen Blog gewährst! 

 

 Stellvertretend für alle Bücher zeige ich hier das Cover zu:


Schritt für Schritt zur eigenen Mitte

Um sich selbst einzuholen, muss man langsam gehen Pilgern? 

Nichts für mich, hätte Katharina Lankers noch vor wenigen Jahren gesagt. Gemeinsam mit Horden von Menschen eine vorgegebene Trasse entlang zu marschieren, lag weit jenseits dessen, was sie sich als erholsam und inspirierend vorgestellt hätte. Doch in Krisensituationen ist vieles anders… 
So brach sie aus einem langjährigen emotionalen Tief auf, um den 800 Kilometer langen Jakobsweg zu pilgern, den Camino Frances von den französischen Pyrenäen bis nach Santiago de Compostela. Und erlebte sechseinhalb Wochen, die zu den besten ihres Lebens gehören. Warum, davon erzählt diese Geschichte.

Eine persönliche Reiseerzählung mit praktischen Tipps und Packliste


Mehr über die Autorin könnt Ihr hier erfahren:

Autorenseite bei Amazon klick hier

Homepage klick hier

Facebook klick hier

Instagram klick hier

Dienstag, 6. Oktober 2020

Autoreninterview - Cornelia Lotter

Autorin Cornelia Lotter  -   Fotograf Frank Türpe

 

Liebe Cornelia,

ich freue mich, dass Dich meinen Fragen stellen möchtest. Bevor ich aber damit loslege, möchte ich kurz etwas dazu schreiben, wie und wann wir uns kennen gelernt haben. Natürlich habe ich Dich auf einer der Buchmessen getroffen, die ich in den letzten Jahren gerne und regelmäßig besucht habe. Bei meiner „Recherche“ stellte ich dann fest, dass wir im Jahr 2014 bei Facebook den ersten Kontakt hatten. Seitdem ist natürlich vieles geschehen. Du hast viele Bücher geschrieben und bist nach Leipzig gezogen, um noch einmal so richtig durchstarten zu können.

 

Wie kam es zu diesem Ortswechsel?

Nachdem ich immer „nur nebenbei“ geschrieben habe und mein „Brotjob“ mich immer mehr genervt hat, habe ich beschlossen, noch einmal völlig neu durchzustarten. Ausschließlich das zu machen, was ich eigentlich mein Leben lang machen wollte: Schreiben. Damit verbunden sollte auch ein Ortswechsel sein, weil der Vorort von Tübingen, in dem ich seit 31 Jahren gelebt hatte, doch sehr provinziell war. Es gab einfach zu wenig geistig-kulturellen Austausch, und ich wollte mich auch selbst in die Kulturszene mehr einbringen, als das in Tübingen möglich war. Also schaute ich nach möglichen Zielen und blieb gleich bei Leipzig „hängen“. Auch weil ich dort schon seit einigen Jahren für meine Leipzig-Krimis recherchiert habe und dadurch auch schon einige nette Menschen kannte.

 

Ich habe gelesen, dass Du schon sehr früh mit dem Schreiben hast. Verstehe ich das richtig, also schon als Jugendliche? Was hast Du damals geschrieben und gibt es davon noch Aufzeichnungen?

Ich habe mit dem Schreiben begonnen, gleich nachdem ich das Alphabet beherrschte. Zunächst Märchen (mit entsprechenden Zeichnungen auf Butterbrotpapier), später dann Geschichten über den Schulalltag, angehimmelte Sänger (Bernd Clüver und Brian Connelly von Sweet) und eben den Prinzen, der allerdings nie mit seinem weißen Ross in meine Dorfeinöde geritten kam. Beim letzten Umzug habe ich all diese Ergüsse dann entsorgt. Man hat ja immer weniger Platz. Gedichte habe ich auch schon immer geschrieben. Es wurden auch viele in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien abgedruckt, teils auf Initiative meines Deutschlehrers. Irgendwann hatte ich auch mal eine Phase, da habe ich „utopische Romane“ geschrieben. In der Zeit habe ich mich stark von Stanislaw Lem „inspirieren“ lassen, aber auch Jules Verne fand ich toll.

 

Du bist in der DDR aufgewachsen und hattest sicherlich nicht Kinderbücher zur Verfügung, die wir Kinder im Westen lesen konnten. Hast Du als Kind viel gelesen und wenn ja, woran kannst Du Dich erinnern?

Wir hatten das Glück, eine Dorfbibliothek zu haben, in der ich Stammgast gewesen bin. Ich habe ununterbrochen gelesen, teils nachts mit der Taschenlampe unter der Bettdecke.  Wenn ich nicht gelesen habe, habe ich geschrieben. Meine Mutter musste mich immer raus an die frische Luft jagen, wenn ich mich wieder in meinem Zimmer vergraben hatte.

 

Ich habe gesehen, was Du beruflich im Osten und auch im Westen, nach der genehmigten Ausreise gemacht hast. Wann hast Du eigentlich so richtig mit dem Schreiben begonnen?

Kurzprosa und Lyrik, wie oben schon geschrieben, eigentlich immer. Die ersten Romane entstanden dann 2000. Das war nach einer schlechten Diagnose, die in mir den Kreativitätsmotor angeschmissen hat. Er ist bis jetzt noch nicht zum Stillstand gekommen.

 

Hattest Du neben Deinem Brotjob noch Zeit dazu?

Nach der Geburt meines Sohnes 1993 habe ich ohnehin nur noch Teilzeit gearbeitet. Daran hat sich bis zum Schluss nichts geändert. Dadurch hatte ich auch immer genug Zeit zum Schreiben.

 

Hast Du jetzt noch Zeit, Bücher Deiner Kollegen zu lesen? 

Ich lese nach wie vor sehr viel. Und tatsächlich hauptsächlich Bücher von KollegInnen aus dem Selfpublishing. Ich muss doch wissen, was die so machen…

 

Wie findest Du die Ideen zu Deinen Büchern?

Die Ideen finden eher mich. Zeitungsartikel, Reportagen, Berichte, Dinge, die um mich herum geschehen. Es gibt mehr Interessantes, als ich in Romanen verarbeiten kann. Gegenwärtig schreibe ich an einem Roman, zu dem mich ein Leser und Kollege gebracht hat. Obwohl ich mich erst dagegen gewehrt hatte, weil die Protagonistin nicht gerade als Identifikationsfigur taugt, also alles andere als eine positive Heldin ist, hat mich die Geschichte dann doch gepackt. Ich liebe Herausforderungen!

 

Wie lange schreibst Du an Deinem Buch?

Das ist unterschiedlich und kommt auf den Umfang der notwendigen Recherchearbeit an. Das geht von der Idee bis zum fertigen Buch irgendwas zwischen 3 Monaten und einem Dreivierteljahr. Es kommt natürlich auch auf die Länge an. Für meine Kurzromane mit ca. 150 Seiten brauche ich natürlich nicht so lange.


Wer darf das Buch als erstes lesen?

Meistens habe ich Testleser, die sich von sich aus melden und bewerben oder ich starte einen Aufruf oder ich frage sie konkret an, ob sie Zeit haben.

 

Wie sieht heute Dein Autorenalltag aus?

Nach dem Frühstück ist erst Mal Social Media angesagt. Ich bin ein Morgenmuffel und brauche lange Anlaufzeit. Vor halb zehn bin ich selten in der Lage, einen vernünftigen Satz zu schreiben. Danach wird bis Mittag gearbeitet und dann am Nachmittag nochmal ein paar Stunden, je nachdem, was ich sonst noch für Termine habe.

 

Was hast Du noch alles geplant?

Gerade habe ich, wie schon gesagt, den Roman mit der schwierigen Protagonistin angefangen. Im Hintergrund läuft aber schon seit Monaten die Recherche für einen großen Roman über den kommunistischen Widerstand während der NS-Zeit in Leipzig. Da hängen die Archive mit der Bereitstellung bestimmter Materialien wegen Corona arg hinterher.

 

Du veröffentlichst Deine Bücher als Self Publisherin, hast Du diese Entscheidung schon einmal bereut?

Nein, diese Entscheidung habe ich noch nie bereut. Die Möglichkeit schnell und ohne dass mir jemand reinredet zu veröffentlichen, was ich will, ist einfach unschlagbar toll.

 

Die Idee zu diesem Interview kam, weil ich nun Mitglied in der Bloggerlounge des Self Publisher Verbandes bin und meine, dass verlagsunabhängige Autoren bekannter gemacht werden sollen. Du bist Mitglied im Verband. Was bedeutet das für Dich?

Ich finde es gut und wichtig, dass wir Selfpublisher unsere Kräfte bündeln, um dem Selfpublishing in der Gesellschaft mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen, uns gegenseitig zu unterstützen und fortzubilden.

 

Auf Deiner Homepage habe ich gesehen, dass Du auch Lesungen machst. Wie wichtig ist Dir das?

Lesungen mache ich sehr gern. Ich bin eine richtige Rampensau. In Tübingen habe ich regelmäßig eigene Programme mit Musik auf die Bühne eines kleinen Theaters gebracht. Auch hier in Leipzig habe ich schon viele tolle und auch gut besuchte Lesungen abgehalten und bedaure sehr, dass es in diesem Jahr wegen Corona so selten möglich gewesen ist. Der Austausch mit dem Publikum ist mir dabei am wichtigsten. Die unmittelbaren Reaktionen zu sehen, hinterher Fragen zu beantworten und mit den Zuhörern zu diskutieren, das ist ein guter Ausgleich zu dem doch einsamen Schreiben zu Hause.

 

Wie wichtig ist Dir der Kontakt zu Bloggern und Lesern?

Auch das ist mir sehr wichtig, ich freue mich immer tierisch, wenn mir ein Leser/ eine Leserin eine Mail schreibt, dass und warum ihnen ein Buch von mir gut gefallen haben. Dadurch sind schon viele gute Kontakte entstanden. Aus Bloggerkontakten sind schon reale Freundschaften entstanden.

 

Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, welchen Autor der Vergangenheit würdest Du gerne besuchen und weshalb?

Da ich durch meinen Geburtsort und zeitweiligen Wohnort Weimar ja vorbelastet bin, würde ich schon gern mal mit dem alten Herrn Geheimrat Kaffeetrinken und über sein Frauenbild diskutieren.

 

Nun habe ich wie immer sehr viel gefragt und bestimmt auch wieder etwas vergessen, hier hast Du nun die Möglichkeit, uns Lesern das mitzuteilen, was Du uns schon immer mal sagen wolltest.

Ich möchte alle Leserinnen und Leser bitten, wenn sie ein Buch gelesen haben, auch eine kurze Rezension auf der entsprechenden Plattform zu verfassen. Das ist für uns verlagsunabhängige Autoren immer besonders wichtig. Gern können dort auch kritische Bemerkungen gemacht werden. Es müssen keine Lobeshymnen sein. Aber ein feedback ist immer schön.

Ach ja, ich veröffentliche ja noch unter 5 Pseudonymen. Wer also auch mal etwas ganz anderes (Autobiografisches, Erotik, heitere Frauenliteratur) lesen möchte, kann sich gern per Mail an mich wenden. Ich teile dann gern meine Pseudonyme mit.

Über einen Besuch auf meiner Website www.autorin-cornelia-lotter.de freue ich mich auch.

 

Zum Schluss möchte ich mich bei Dir vielmals bedanken, dass Du Dir die Zeit genommen und meine Fragen beantwortet hast.

 

Cornelia Lotter hat einige Bücher veröffentlicht und wenn ich hier nun alle Cover zeigen würde, könnte es den Rahmen sprengen, deshalb nehme ich stellvertretend ein Buch. Lerchenküsse habe ich vor einigen Jahren gelesen und es hat mir gut gefallen:


Kurzbeschreibung, übernommen:

Was für eine Schnapsidee!
 
Sophie will von der tiefsten Schwäbischen Alb nach Leipzig ziehen, um dort einen Erotikshop für Frauen zu eröffnen. Dass sie Angst vor ihrer eigenen Courage hat, verrät sie ihren Eltern natürlich nicht. Und so sieht sie sich - angekommen in der angesagten Sachsenmetropole - auch diversen Schwierigkeiten gegenüber: Wohnungssuche, Standortsuche für ihren Shop und Geldbeschaffung. An männlichen Bekanntschaften mangelt es ihr jedoch nicht, so dass sie auch auf dem Feld der Liebe gehörig ins Schwitzen kommt. 

Eine spritzige und romantische Komödie, ein Gute-Laune-Buch und eine Hommage an die Stadt Leipzig.



Hinweise zu weiteren Büchern sind hier zu finden

Autorenseite bei Amazon