Mittwoch, 27. Januar 2021

Rezension - Die Rache des Lombarden


Autorin: Petra Schier

Titel: Die Rache des Lombarden

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 26. Januar 2021
Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch


Über die Autorin:
Petra Schier, Jahrgang 1978, lebt mit Mann und Hund in einer kleinen Gemeinde in der Eifel. Sie studierte Geschichte und Literatur an der Fernuniversität Hagen, und seit 2003 arbeitet sie als freie Autorin. Ihre sehr erfolgreichen historischen Romane erscheinen im Rowohlt Taschenbuch Verlag, ihre Weihnachts- und Liebesromane bei Rütten & Loening sowie MIRA Taschenbuch und Weltbild. Sie ist Mitglied im Syndikat und bei DELIA sowie Vorsitzende der Jury des DELIA-Literaturpreises sowie des DELIA-Jugendliteraturpreises.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Hat Liebe einen Preis? 
Köln, anno domini 1424: Im Haus von Aleydis de Bruinker zieht einfach keine Ruhe ein. Betrugsversuche in ihrer Wechselstube, übermütige Verehrer, das kriminelle Erbe ihres verstorbenen Mannes … mit all dem muss Aleydis sich fast täglich auseinandersetzen. Und trotz dieser Widrigkeiten kommt sie bestens zurecht, auch ohne Mann. Auch ohne Vinzenz van Clewe, obwohl sie zugeben muss, dass der gutaussehende Gewaltrichter bisweilen durchaus hilfreich sein kann. Doch dann erlebt Aleydis ihren schlimmsten Alptraum: Ihre Mündel Marlein und Ursel werden entführt. Aleydis setzt alles daran, die Mädchen zurückzubekommen. Koste es, was es wolle …


Meine Meinung:
Voller Spannung habe ich auf dieses Buch gewartet, denn inzwischen fühlte ich mich im Haushalt von Aleydis sehr wohl. Naja, als Leserin, denn vor Ort wäre ich nicht so gerne gewesen, das war mir dann doch zu aufregend. Es war immer etwas los, die Intrigen hörten einfach nicht auf. 
Aber ich will zunächst mit dem ersten Seiten des Buches beginnen. Sehr aufmerksam habe ich mir den Stadtplan von Köln angesehen. So konnte ich die Wege, die Aleydis zurück legte, sehr gut vorstellen. Heute kann man es sich kaum vorstellen, welche Strecken meist zu Fuß bewältigt werden mussten und selbst kurze Wege waren nicht ungefährlich. Alleine durfte ein Frau selten losgehen. 
Zur Auffrischung diente als nächstes das Personenverzeichnis, was mir ebenfalls gut gefallen hat. Gerade für mich als Vielleserin ist es sehr hilfreich, lerne ich doch in den vielen Büchern eine Menge Personen kennen. 
Und dann startet die Geschichte direkt mit einem aufregenden Prolog. Ohje, was erwartete mich denn jetzt? Die Mündel Ursel und Marlein wurden entführt!
Petra Schier hat sich auch diesmal einiges einfallen lassen und eine tolle Folge der Lombarden-Trilogie geschrieben.  Spannung, Romanze und Alltagsleben wurden bestens miteinander kombiniert. Und ich hielt ein weiteres Mal ein Buch in der Hand, das ich einfach nicht zur Seite legen konnte. Gut, dass wir alle im Moment  mehr Zeit zu Hause verbringen und in Ruhe Bücher lesen können. 
Auf den Inhalt des Buches will ich jetzt nicht weiter eingehen. Auf jeden Fall war ich gefesselt. Ich war begeistert, dass ich alte Bekannte aus anderen Büchern wieder gesehen habe. Und ich finde es immer wieder toll, dass ich dank der guten Recherche der Autorin soviel über das Leben in der damaligen Zeit erfahren kann.


Fazit
Ein gelungener Abschluss einer lesenswerten Trilogie. Von mir aus könnte es noch wesentlich mehr Folgen geben, denn Potential ist reichlich vorhanden. Aber nun gebe ich für dieses Buch, nein für die gesamte Lombarden-Trilogie eine Leseempfehlung. 


Bei der Autorin und beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Ein niederträchtiger Mord


Autorin: Cora Harrison

Titel: Ein niederträchtiger Mord

Genre: Krimi, Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. Januar 2021

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Cora Harrison hat als Lehrerin gearbeitet, bevor sie auf eine Farm im Westen Irlands zog und anfing, historische Romane zu schreiben. «Ein niederträchtiger Mord» ist der erste Band ihrer Reihe um die ermittelnde Nonne Mutter Aquinas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Cork, 1923. Der Fluss Lee spült der Nonne Mutter Aquinas eine junge Frau vor die Füße, im feinen, seidenen Ballkleid - und ganz offensichtlich tot. Die resolute Mutter Oberin verständigt umgehend Sergeant Patrick Cashman, einen ehemaligen Klosterschüler von ihr, der neben einem scharfen Verstand auch einen besonderen Blick fürs Detail besitzt. Nicht umsonst: Am Hals der Toten finden sich Strangulationsmale. Es dauert nicht lange, und der obduzierende Arzt – der unorthodoxe jüdische Dr. Scher – bestätigt die Vermutung, dass die junge Frau ermordet wurde. Auch ist die Identität der Toten schnell geklärt: die als vermisst gemeldete Angelina Fitzsimon, die zwanzigjährige Tochter eines respektablen Teehändlers aus Cork, die kurz davor stand, ein Vermögen zu erben. Als Dr. Scher im Saum von Angelinas Ballkleid eine Fahrkarte für die Mitternachtsfähre nach Liverpool entdeckt, ahnt die Mutter Oberin, dass hinter dem Mord an der jungen Frau mehr steckt, als es den Anschein hat. Gemeinsam mit Sergeant Cashman und Dr. Scher geht die Nonne der Sache auf den Grund – und kommt dem Mörder bald näher, als ihr lieb ist …


Meine Meinung:
Ich gestehe, dieses hübsche Buchcover hat mich sofort angesprochen und deshalb habe ich beschlossen, den Krimi zu lesen. Zumal mich die Kurzbeschreibung neugierig machte und ich gerne historische Krimis lese. 
Cork 1923, mal wieder wird das Leben in der Stadt durch Hochwasser beeinträchtigt. Die Nonne Aquinas findet vor dem Kloster eine tote junge Frau. Sie ruft umgehend nach dem Sergeant Patrick Cashman, denn etwas kommt ihr merkwürdig vor. Sie sollte recht behalten und schon stecken wir alle mittendrin in einem Mordfall. 
Die Autorin hat es verstanden und mich an das spannende Buch gefesselt, außerdem hat sie mich mit interessanten Wendungen überraschen können. Für die Nonne war es nicht leicht, alles herauszufinden, aber letztendlich hat sie es mit dem Sergeant und dem zuständigen Arzt geschafft, zumal sie von einer Seite Hilfe erhielt, mit der sie nicht gerechnet hatte. Abgründe taten sich auch, darüber werde ich aber nichts verraten. Mir hat ebenfalls sehr gut gefallen, dass ich auch hier, so ganz nebenbei viel über das Leben zur damaligen Zeit erfahren konnte. 


Fazit:
Dies ist ein gelungener Auftakt einer neuen Serie, die mir gefallen hat. Mit Sicherheit werde ich weitere Folgen lesen. Aber zunächst gebe ich hier gerne eine Leseempfehlung.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Samstag, 23. Januar 2021

Rezension - Tod in Abbey View


Autorin: Pia O'Connell

Titel: Tod in Abbey View

Genre: Krimi, Cosy Crime

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Januar 2021

Seiten: 344

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Piper Spannungsvoll



Über die Autorin:
Pia O’Connell, geboren in Regensburg, lebt und arbeitet seit den frühen Neunzigerjahren auf der grünen Insel. Anregungen für ihre Geschichten erhält sie aus dem täglichen Leben, aus dem Eintauchen in den irischen Alltag mit seinem unverwechselbaren Menschenschlag und aus der bezaubernden irischen Landschaft. Sie liebt ihre baye-irische Familie, schätzt bayerisches Bier und irischen Whiskey und hat eine Schwäche für leckeres Essen. Pia O’Connell lebt mit ihrem Mann im malerischen County Carlow in „Irelands Ancient East“.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Elli O'Shea, geborene Elisabeth Feuchtwanger, hadert mit sich und der Welt. Warum kann sie nicht einfach mal Nein sagen? Kaum haben sie und ihr Mann Seán mit dem gemeinsamen Sohn Patrick ihre neue Doppelhaushälfte in Abbey View, einer neuen Wohnsiedlung in der irischen Kleinstadt Celbridge in der Grafschaft Kildare, bezogen, als sich auch schon ihre Eltern aus Bayern zu Besuch anmelden. Die Bilder hängen noch nicht an den Wänden, als Ellis Eltern das Gästezimmer beziehen. Dann findet ausgerechnet ihr kleiner Sohn Patrick den nervigen Nachbarn tot in seinem Garten liegen. Mit einem Loch in der Stirn. Ellis Vater, Manfred Feuchtwanger, seines Zeichens pensionierter Kriminalhauptkommissar, läßt es sich nicht nehmen, ein bisschen zu ermitteln. Ellis Mutter versucht alles, um ihre Tochter zur Rückkehr nach Regensburg zu überreden. Doch die hat andere Pläne. Sie will gemeinsam mit Tadhg Kelly eine Privatdetektivagentur eröffnen. Nicht ahnend, dass Tadhg mit eigenen Problemen zu kämpfen hat ...


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach einem Krimi, der mich auch in andere Länder reisen lässt, wurde ich auf dieses Buch aufmerksam. Es ist das zweite Buch, in dem Elli O'Shea ermittelt. Schnell stellte ich fest, dass ich problemlos einsteigen konnte. Vorwissen war nicht erforderlich. 
Elli O'Shea kommt ursprünglich aus Regensburg, wohnt aber seit kurzem mit Mann und Sohn in einer irischen Kleinstadt. Als ihre Eltern zu Besuch kamen, hatte ich die Möglichkeit mit ihnen gemeinsam das Alltagsleben in Irland kennen zu lernen, was ich sehr interessant fand. Am Ankunftstag der Eltern finden Ellis Sohn und sein Freund den Nachbarn tot in seinem Garten. Natürlich will Elli wissen, was passiert ist und ihr Vater, als pensionierter Kriminalhauptkommissar ist ebenfalls neugierig. Nun hätte ich erwartet, dass sich alles um die Aufklärung dreht, aber mir kam es so vor, als rückte dies sehr weit in den Hintergrund. Ich begleitete Elli und ihre Familie in der Hauptsache bei ihren Unternehmungen, wobei es meist ums Einkaufen, Kochen, einem Wochenendausflug oder die Einschulung des vierjährigen Sohnes ging. Das alles war wirklich sehr interessant, ich konnte mir das Leben in der irischen Kleinstadt bestens vorstellen. 
In diesem Buch spielte eine weitere Person noch eine Rolle, Tadhg, ein ehemaliger Polizist, der reichlich Probleme hatte und mir nicht ganz so sympathisch war. Elli und Tadgh wollen sich gemeinsam als Detektive selbständig machen. Im Wechsel habe ich dann erfahren, was die beiden so unternehmen. Wobei ich mich nicht wirklich für das gemeinsame Vorhaben begeistern konnte.
Achja, am Ende konnte tatsächlich der Täter ermittelt werden. 


Fazit:
Ich würde dieses Buch als interessanten Irland-Roman bezeichnen, mit einem Hauch krimineller Handlung. Unter diesem Gesichtspunkt fand ich das Buch sehr interessant. So richtig hart gesottenen Krimifans kann ich es nicht unbedingt empfehlen. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#TodinAbbeyView #NetGalleyDE

Roman - Der Tod lässt kein Schwein kalt


Autorin: Ladina Bordoli

Titel: Der Tod lässt kein Schwein kalt

Genre: Cosy Crime

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. Januar 2021

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Piper Taschenbuch



Über die Autorin:
Ladina Bordoli wurde 1984 im Schweizerischen Jenaz geboren und lebt bis heute im Prättigau, einem kleinen Tal in den Alpen. Nach ihrer Matura begann sie, als Fachfrau für Unternehmensführung im elterlichen Bauunternehmen zu arbeiten. Sie entdeckte schon früh ihre Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen und schreibt vorwiegend in den Bereichen Krimi, Fantasy und Frauenunterhaltung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein verschneites Dorf, eine tiefgefrorene Leiche und ein Wollschwein als Hauptzeuge eines Mordes … »Die Polizei und der Arzt hatten den Tatort verlassen. Odette kniete nieder und kniff die Augen zusammen. Schuhabdrücke. Isoliert. In großen Abständen, als sei der oder die Unbekannte gerannt. Dazwischen ... die Abdrücke von Schweinehufen ... « 
Als die divenhafte Schauspielerin Odette Montebello nicht mal mehr eine Statistenrolle als Leiche angeboten bekommt, kauft sie kurzerhand ein Chalet in den Schweizer Alpen, um durch den Tapetenwechsel einer drohenden Midlife-Crisis zu entgehen. Doch ihr Traum von einer ruhigen Auszeit nimmt ein jähes Ende, als sie eines Wintermorgens die Leiche eines Jugendlichen in ihrem Garten findet – zur Vogelscheuche zweckentfremdet. 
Offenbar gibt es für die Tat nur einen einzigen Zeugen: Wollschwein-Dame Persephone von Odettes mürrischem Nachbarn Anton. Während die örtliche Polizei den Fall schnell als einen unglücklichen Unfall zu den Akten legt, fallen der erfahrenen Krimistatistin Odette sofort Ungereimtheiten auf. So beginnt sie, auf eigene Faust zu ermitteln, denn sie ahnt: Die entscheidenden Hinweise zur Überführung des Täters sind in Persephone verborgen – man muss nur kreativ werden …


Meine Meinung:
Da ich ja sehr auf humorvolle Cover reagiere, ist mir dieses Buch schon vor einiger Zeit aufgefallen und ich freute mich, dass ich es nun endlich lesen konnte. 
Ich lernte Odette Montebello kennen, eine "in die Jahre gekommene" Schauspielerin. Sie hat in über zweihundertfünfzig Tatorten mitgespielt und meinte, dass sie Ahnung hat und weiß, wie der örtliche Polizist zu arbeiten hat. Ihr Nachbar Anton und besonders sein Wollschwein Persephone haben ebenfalls etwas mit dem Toten zu tun, denn das Schwein reagiert auf einmal sehr merkwürdig. Hört sich das nach einem spannenden Krimi an? Nun, für mich hielt sich die Spannung in Grenzen. Allerdings war es ganz interessant zu lesen, denn es gab einige merkwürdige Typen und Odette hatte ziemlich originelle Ideen. Auf mich wirkte sie manchmal etwas zu nervig, Anton konnte sie nicht so richtig einordnen, aber er musste feststellen, dass sein Leben nicht mehr so langweilig war. Außerdem hat am Ende Odette ihr Ziel erreicht und heraus gefunden, was denn nun wirklich passiert ist. 
Erzählt wurde mir die Geschichte im Wechsel aus Sicht von Odette und Anton, was mir gut gefallen hat, konnte ich dadurch auch besser die Gedanken der beiden nachvollziehen. 
Die Handlung spielt in den Schweizer Bergen und ich hatte einige Probleme mit verschiedenen Begriffen, leider gab es am Ende kein Glossar mit Erklärungen. 
Sehr anschaulich waren für mich die Beschreibungen der Orte. Ich hatte das Gefühl ebenfalls dort zu sein. 


Fazit
Saukomisch, aber wenig Spannung. Das Ende lässt vermuten, dass es weitere interessante Folgen geben wird. Mit Sicherheit gibt es genügend Fans, die lieber einen Krimi lesen möchten, in dem nicht am laufenden Band Personen ermordet werden und es sehr blutrünstig zugeht. Ich selber werde dieses Buch allerdings nicht unter Krimi einordnen, sondern eher bei den Cosy Crimes.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#DerTodLässtKeinSchweinKalt #NetGalleyDe

Freitag, 22. Januar 2021

Rezension - Waldstettener G'schichten - Das alte Gutshaus


 
Autorin: Brigitte Teufl-Heimhilcher

Titel: Waldstettener G'schichten - Das Alte Gutshaus

Genre: Gegenwartsroman, Gesellschaftsroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 22. Januar 2021

Seiten: 211

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : BoD – Books on Demand



Über die Autorin
Brigitte Teufl-Heimhilcher wurde 1955 in Wien geboren und empfand schon zu Schulzeiten einen Deutschaufsatz als erholsame Freistunde. Die ursprünglich, gelernte Immobilien-Fachfrau verbindet in ihren Büchern auf humorvolle Art unterschiedliche Genre miteinander. Brigittes Romane können sowohl Liebesroman-Elemente, als auch kriminalistischen Anteile enthalten. Die Bücher zeichnen sich durch ihre spannende und erfrischende Abwechslung aus, die sich in aktuellen Gesellschaftsthemen eingebettet sehen. Daher kann man sie auch als heitere Gesellschaftsromane bezeichnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
„Diese Frauen machen mich noch wahnsinnig“, stöhnt Bürgermeister Ludwig Paffler. Als das alte Gutshaus zu einem Seniorenheim umgebaut werden soll, muss sich Ludwig nicht nur mit seiner Schwester Traudl, sondern auch noch mit der neuen Amtskollegin von Stettenkirchen auseinandersetzen. Beide Damen sind ziemlich eigenwillig und verfolgen höchst unterschiedliche Ziele. Traudl ist Anfang fünfzig und nicht gerade ein Ausbund an guter Laune. Da sie mit ihrem Leben reichlich unzufrieden ist, sieht die ehemalige Architekturstudentin in dem Bauvorhaben eine Chance, ihren Jugendtraum zu verwirklichen. Wesentlich undurchsichtiger sind die Ziele, die Irma Duscher verfolgt. Will die Bürgermeisterin das Projekt Seniorenheim zu Fall bringen? Und warum versucht sie, ausgerechnet Ludwig zu umgarnen? Ein heiterer Gesellschaftsroman mit kriminalistischem Touch.


Meine Meinung:
Nun war ich bereits zum vierten Mal in Waldstetten zu Besuch. Mir gefällt es dort sehr gut, ich habe viele Bewohner in mein Leserherz geschlossen. Allerdings gibt es einige, die ich gerne wieder los werden möchte. Ob es mir diesmal gelingt?

Wer bis jetzt noch keine der Waldstettener G'schichten gelesen hat, kann trotzdem ohne Schwierigkeiten einsteigen. Denn anstelle eines Vorwortes gibt die Autor einen Überblick über die Beteiligten und besondere Ereignisse der drei vorherigen Bücher. Auch für mich war es sehr hilfreich, denn mir als Vielleserin begegnen mir so viele Personen und so war ich sofort wieder auf dem aktuellen Stand. Schnell war ich wieder vor Ort und konnte dem Alltagsleben aller folgen. Es gab reichlich schwierige Situationen, die alle sehr realistisch waren. Allerdings konnte ich nicht immer für alle Verständnis aufbringen und hätte zu gerne mal mitgemischt und denjenigen etwas gesagt. Aber Brigitte Teufl-Heimhilcher hat das natürlich auch ohne meine Hilfe hinbekommen 😉 

Sie hat es auch diesmal geschafft, dass ich das Buch möglichst ohne lange Pausen lesen wollte. Zumal ich sehr neugierig war und wissen wollte, was denn nun tatsächlich passiert ist und wie es für alle endet. So war es diesmal nicht nur sehr unterhaltsam, sondern auch spannend. Aber mehr werde ich dazu nicht verraten.

Inzwischen habe ich ja schon einige Bücher der Autorin gelesen und bin mit der österreichischen Sprache etwas vertrauter geworden. Aber trotzdem gibt es ab und zu den einen oder anderen Begriff, der mir nicht so geläufig ist und da finde ich die Erklärungen im Glossar sehr hilfreich. 


Fazit:
Die Waldstettener G'schichten finden ein Ende mit dem ich sehr zufrieden bin. Brigitte Teufl-Heimhilcher versteht es bestens unterhaltsame und heitere Gesellschaftsromane zu schreiben. Jedes Buch kann für sich gelesen werden, weil es eine abgeschlossene Geschichte ist. Allerdings macht es mehr Spaß, alle Bücher in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Gerne empfehle ich dieses und die vorherigen Bücher.

 

Nun möchte ich noch etwas persönliches erwähnen. Mich hat es unwahrscheinlich gefreut, dass Brigitte Teufl-Heimhilcher am Ende des Buches meinen Blog erwähnt hat. Ach was, es hat mich richtig stolz gemacht. Es ist ja oft so, dass wir Buchblogger nicht immer so beachtet werden. Für viele ist es selbstverständlich, dass wir Bücher lesen und rezensieren. Wir haben damit natürlich nicht so viel Arbeit, wie die Autoren, aber es nimmt schon etwas Zeit in Anspruch. Ich mache das aus Spaß an der Freud, wie es bei uns so schön heißt und natürlich freue ich mich noch mehr, wenn ich meinen Namen oder die Erwähnung meiner Bücherseite sehe. 💓

Dienstag, 19. Januar 2021

Rezension - Blut und Blüten



Autorin: Thea Lehmann

Titel: Blut und Blüten

Genre: Krimi

Version: Taschenbuch

erschienen: 11. November 2020

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : DDV EDITION 




Über die Autorin:
Thea Lehmann arbeitete viele Jahre als Journalistin und freie PR-Beraterin, bevor sie 2015 ihren ersten Regional-Krimi veröffentlichte. Die Sächsische Schweiz ist die zweite Heimat der in Bayern aufgewachsenen Autorin. Diese Region inspiriert sie enorm, deshalb gibt es inzwischen sechs Krimis aus der Reihe um den bayerischen Kriminalkommissar Reisinger und seinen sächsischen Kollegen. Thea Lehmann ist Mitglied bei den Mörderische Schwestern e.V. und im Autorenverein 'Das Syndikat'


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eine Verhaftung, eine Hochzeit und der Überfall auf einen Lastwagen der Papierfabrik in Königstein - das Jahr hätte für die Kommissare Sandra Kruse und Leo Reisinger auch ruhiger zu Ende gehen können. Zudem müssen die beiden Ermittler einen Kollegen des LKA bei der Suche nach den verschwundenen Paletten voller Geldscheinpapier unter die Arme greifen. Was zunächst nach einer Kleinigkeit aussieht, entwickelt sich schnell zu einem brisanten Fall. Während Sandra ihren eigenen Weg geht, durchlebt Leo Todesangst... 
Der 6. Heimatkrimi aus der Feder der Autorin Thea Lehmann und ein weiteres spannendes Abenteuer des sächsisch-bayrischen Ermittlerduos.


Meine Meinung:
Nachdem ich mit Begeisterung den Krimi "Mord im Kuhstall" gelesen hatte, wollte ich eigentlich noch weitere Bücher lesen, in denen das sächsisch-bayerische Duo ermittelt. Aber irgendwie habe ich es einfach nicht geschafft und deshalb freute ich mich sehr, dass ich unverhofft dieses Buch in der Hand hielt.
Das interessante Ermittlerduo hatte ich ja bereits kennen gelernt und in mein Leserherz geschlossen. Sandra Kruse und Leo Reisinger haben mich gleich zu Beginn erfreuen können, zu gerne wäre ich bei der Hochzeit des Kollegen dabei gewesen und hätte sie beim Tanzen beobachtet. Diese Aktion sollte im Laufe der Geschichte öfter dafür sorgen, dass ich schmunzeln musste. Aber schnell werden sie vom Alltag wieder eingeholt. Eigentlich sollte ein nicht gerade beliebter Kollege bei seiner Arbeit unterstützt werden und es sah nach einer langweiligen Arbeit aus. Dass es nicht dazu kam, war unter anderem die Familie Howald schuld. Sie hatten besondere Pläne geschmiedet und ich würde sie gerne als "MöchtegernGangster" bezeichnen.
Im Wechsel konnte ich verfolgen, was bei den Howalds passierte und den Ermittlern bei der Arbeit zusehen. Mir hat dieser Wechsel sehr gut gefallen, dadurch bekam ich ja einen Wissensvorsprung. Allerdings waren noch weitere Personen beteiligt und die gaben mir Rätsel auf.
Was anfangs durchaus unspektakulär aussah, entwickelte sich immer mehr in eine spannende Angelegenheit. Es gab Verwicklungen und Handlungen, die für mich immer aufregender wurden und sich mehr und mehr steigerten. Es passierte auch einiges, womit ich nicht gerechnet hatte und was mich überraschte. An einer Stelle erwischte ich mich, als ich dachte, schade, das hätte nicht sein brauchen. Aber so ist es nun einmal. Dafür wurde ich durch das tolle Ende entschädigt. Für die Howalds freute ich mich sehr und nun bin ich gespannt, wie es mit Sandra und Leo weitergeht.


Fazit:
Eine gelungene unterhaltsame und spannende Folge dieser Serie. Mich hat sie begeistert und da die Neugierde groß ist, werde ich nun darauf achten, dass ich weitere Folgen nicht verpasse. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Bei der Autorin möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Die Douglas-Schwestern


Autorin: Charlotte Jacobi

Titel: Die Douglas Schwestern

Genre: Roman, historisch

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 30. November 2020

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Piper Taschenbuch



Über die Autoren:
Charlotte Jacobi ist das Pseudonym der Autoren Eva-Maria Bast und Jørn Precht. 
Eva-Maria Bast, geboren 1978, ist Journalistin, Leiterin der Bast Medien GmbH und Autorin mehrerer Sachbücher, Krimis und zeitgeschichtlicher Romane. Für ihre Arbeiten erhielt sie diverse Auszeichnungen, darunter den Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Kategorie Geschichte. Die Autorin lebt am Bodensee. 
Jørn Precht, geboren 1967, studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg. Seither ist er als Drehbuchautor für Kino- und Fernsehproduktionen tätig und lehrt an verschiedenen Hochschulen. Sein Historiendrama »The Man Who Invented Europe« wurde für den deutschen Drehbuchpreis vorgeschlagen. Er hat mehrere Sachbücher und einen historischen Roman verfasst.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Anfänge der Parfümerie Douglas – betörende Düfte und zwei starke Schwestern Wunderschöne Flakons und betörende Düfte! Schon als kleines Mädchen ist Maria Carstens fasziniert von den Parfüms der feinen Hamburger Damen. Und so versprechen sie und ihre Schwester Anna sich, eines Tages ihre eigene Parfümerie zu eröffnen. Doch während der Vater die beiden tatkräftig unterstützt, sabotiert die ängstliche Mutter das Vorhaben ihrer Töchter. Als sich ihr Traum schließlich erfüllt und sie 1910 am Neuen Wall mit der Parfümerie »Douglas« eine Welt der Düfte erschaffen, fängt das Abenteuer erst an!

Meine Meinung:
Wer kennt sie nicht, die Parfümeriekette Douglas? Nachdem ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht wurde, war ich natürlich neugierig und wollte mehr erfahren. Allerdings möchte ich vorab erwähnen, dass ich dieses Buch nicht unter Biografien einordnen werde. Denn die Autoren haben zwar sehr gut recherchiert, aber über die beiden Schwestern kaum etwas gefunden. Dem Lesevergnügen hat dies nicht geschadet, denn zu der damaligen Zeit, als die Schwestern Maria und Anna Carstens die Parfümiere eröffneten, ist soviel passiert und es hätte durchaus sein können, dass sie genau dies erlebt haben.

Hamburg 1910, Töchter aus gutem Haus werden eigentlich standesgemäß verheiratet. Allerdings hat sich der Zeitgeist schon etwas gewandelt und es gab immer mehr, die sich nicht den veralteten Vorstellungen unterwerfen wollten. Maria und Anna Carstens hatten einen Traum und wollten ihn gerne umsetzen. Wir wissen alle, dass es ihnen gelungen ist. Aber unter welchen Voraussetzungen ist das geschehen? Französisches Parfüm war sehr gefragt, nur kam ihnen der Krieg dazwischen. Glücklicherweise haben die beiden Autoren diese Zeit übersprungen, Schilderungen über Kriegserlebnisse gibt es inzwischen reichlich. Wir Leser können uns allerdings lebhaft vorstellen, dass es keine leichte Zeit war und sie sogar den Laden einige Zeit schließen mussten.

Auf jeden Fall ist es beiden Autoren gelungen, eine unterhaltsame Geschichte zu schreiben und in diese wurden die beiden Schwestern eingebunden. Denn was sie in diesem Buch erleben durften ist durchaus realistisch. Personen, die vor rund hundert Jahren das Zeitgeschehen prägten, wurden eingebunden und über Parfüm konnte ich auch diesmal einiges erfahren.


Fazit:
Ein Roman mit historischen Hintergründen, der mich sehr gut unterhalten hat. Wer dies mag, wird das Buch gerne lesen.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 


#DieDouglasSchwestern #NetGalleyDe

Montag, 18. Januar 2021

Rezension - Die Wölfe vor den Toren


Autorin: Astrid Fritz

Titel: Die Wölfe vor den Toren

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook, Hörbuch und Taschenbuch

erschienen: 15. Dezember 2020

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Rowohlt Taschenbuch



Über die Autorin:
Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Heute lebt Astrid Fritz in der Nähe von Stuttgart. 2003 wurde im Rowohlt Taschenbuchverlag ihr erfolgreicher Erstling „Die Hexe von Freiburg“ veröffentlicht. Seither hat sie zahlreiche historische Romane veröffentlicht.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Erfolgsserie um die Armenapthekerin Serafina aus Freiburg geht weiter. 
Februar 1418: Die Menschen leiden unter der beißenden Kälte. Erschreckend nah heulen des Nachts die ausgehungerten Wölfe und reißen die ersten Schafe. Dann fällt ihnen in dem Dörfchen Würi, gleich vor der Stadt, der junge Badersohn Jörgelin zum Opfer. Zum Schock gesellen sich Spukgeschichten über Werwölfe. Man hängt zur Abschreckung sogar einen Wolf an den Galgen. Das Töten geht weiter. Als die junge Heilerin Mia stirbt, kommen der Armenapothekerin Serafina und ihrem Mann, Stadtarzt Achaz, Zweifel, ob die Tiere für das Morden verantwortlich sind oder wer anders sein Unwesen treibt. Das erste Mal ermitteln sie als Ehepaar gemeinsam. In der Würi stoßen die beiden jedoch auf eine Mauer des Schweigens, der sie mit Spürsinn, Wissen und Hartnäckigkeit begegnen.


Meine Meinung:
Nachdem ich mit dem Buch "Die Tote in der Henkersgasse" in die Serafina-Serie eingestiegen bin, wollte ich nun auch das sechste Folge lesen. Für mich als Vielleserin war es von Vorteil, dass gleich zu Beginn des Buches die Beteiligten aufgeführt wurden und somit konnte ich gut vorbereitet mit dem Lesen starten.
Serafina ist in Freiburg als Armenapothekerin tätig, sie ist mit Stadtarzt Achaz verheiratet. Achaz wird eines morgens geholt. Er soll sich einen toten Jungen ansehen, der wohl von einem Wolf getötet wurde. Das ist durchaus möglich, denn alle leiden in dem extrem kalten Winter Hunger. Allerdings werden Serafina und ihr Mann misstrauisch, denn immer mehr Tote werden gefunden und Achaz entdeckt andere Hinweise, die nicht auf die Wölfe hindeuten. 
Astrid Fritz hat in ihrem Buch so vieles mitgeteilt. Als Leserin habe ich einiges über Aberglaube und Spukgeschichten erfahren. Natürlich so nebenbei auch, wie schlecht es den Bewohnern von Freiburg in dem Winter ging und mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatten. Außerdem hatte ich die Möglichkeit Serafina und Achaz zu begleiten, denn auch ich war  neugierig, wie sich denn nun alles miteinander verhielt und wer oder was letztendlich hinter den Morden steckte. Am Ende war ich sehr überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet. Serafina ebenfalls nicht und deshalb begab sie sich mal wieder in Gefahr. Von Anfang  bis Ende fühlte ich mich an das Buch gefesselt und habe es mal wieder regelrecht verschlungen. 


Fazit:
Fans von spannenden historischen Büchern werden begeistert sein. Ich habe, wie erwähnt, erst den Einstieg mit Band fünf geschafft, was dem Lesevergnügen aber nicht geschadet hat. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung für die Serafina-Serie.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 11. Januar 2021

Rezension - Wiedersehen im Land der Weihnachtssterne


Autorin: Lea Thannbach

Titel: Wiedersehen im Land der Weihnachtssterne

Gerne: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. November 2020

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch




Über die Autorin:
Lea Thannbach, geboren 1991, wuchs in der Nähe von München auf. Sie studierte Journalistik an der Universität Eichstätt, war Mitglied der Drehbuchwerkstatt „Toptalente“ und wurde für das „First Movie Plus"-Programm des Filmzentrums Bayern ausgewählt. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft dem Reisen in ferne Länder, wo sie oft Inspirationen für neue Geschichten findet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Auf den weiten Feldern Kaliforniens leuchtet die prachtvollste Winterblume Kalifornien, 1940: Lizzys Eltern haben den Weihnachtsstern zum weltweiten Symbol für das Fest der Liebe gemacht. Nun übernimmt die junge Frau mit ihren Brüdern die Farm. Als ein großer Brand ausbricht, ist das erfolgreiche Unternehmen in Gefahr, und die Familie droht, alles zu verlieren. Während Lizzy versucht, die Farm zu retten, begegnet sie auf den Feldern dem geheimnisvollen Arbeiter Miguel, der ihr Herz zutiefst berührt …
 

Meine Meinung:
Ich hatte den Vorteil, dass ich nach dem ersten Buch "Im Land der Weihnachtssterne" sofort weiterlesen konnte. Denn längst drehte es sich in der Hauptsache nicht mehr um die Weihnachtssterne, Stellas Familie und die vielen Geheimnisse standen immer mehr im Vordergrund. 
Auch diesmal wurde in zwei Zeitebenen erzählt, 2006 war Stellas Zeit und die Erlebnisse ihrer Familie schlossen 1940 an das erste Buch an. Es macht wenig Sinn, nur dieses zweite Buch zu lesen, weil sonst die Zusammenhänge fehlen. Es ist schon erstaunlich, was in dieser Familie so alles passiert ist und wie lange es dauert, bis endlich alle Geheimnisse gelüftet werden. Mir persönlich war das dann doch ein bisschen zu viel und ich habe nur durch gehalten, weil ich unbedingt wissen wollte, wie denn alles zusammenhing und ob Stella erfahren würde, wer ihr Vater ist. Außerdem wollte ich wissen, wie sich Stella am Ende entscheiden würde, denn eine Entscheidung musste gefällt werden, auch wenn sie sich zerrissen fühlte.


Fazit:
Die Erlebnisse einer Familie, die ausgewandert ist und zufällig eine Pflanze entdeckte, die etwas ganz besonderes werden sollte. Wer Geheimnisse mag mit viel Drama, der wird vielleicht Freude an dem Buch haben.  Ich persönlich werde nicht die volle Anzahl der Sterne geben, denn so richtig begeistern konnte mich diese Familie nicht.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#WiedersehenimLandderWeihnachtssterne #NetGalleyDE

Rezension - Im Land der Weihnachtssterne


Autorin: Lea Thannbach

Titel: Im Land der Weihnachtssterne

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 28. September 2020

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch



Über die Autorin:
Lea Thannbach, geboren 1991, wuchs in der Nähe von München auf. Sie studierte Journalistik an der Universität Eichstätt, war Mitglied der Drehbuchwerkstatt „Toptalente“ und wurde für das „First Movie Plus"-Programm des Filmzentrums Bayern ausgewählt. Neben dem Schreiben gilt ihre Leidenschaft dem Reisen in ferne Länder, wo sie oft Inspirationen für neue Geschichten findet.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach einer wahren Geschichte: die Entdeckung des Weihnachtssterns 
1910: Felizitas' Familie beschließt, nach Kalifornien auszuwandern, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Im Land der Sonne angekommen, erwartet Felizitas die raue und zugleich wunderschöne Natur des amerikanischen Westens. Nicht alle sind von den Neuankömmlingen begeistert: Der Farmerssohn Philipp hält Felizitas für eine „Gewächshauspflanze“, die nicht für das spröde Land gemacht ist. Doch Felizitas blüht in der neuen Umgebung regelrecht auf, und das bleibt auch Philipp nicht verborgen. Auf einem gemeinsamen Ausritt entdecken die beiden wunderschöne wilde Blumen. Sie entscheiden, die unbekannte Pflanze anzubauen – nichtsahnend, dass sie kurz davor sind, die prachtvollste Weihnachtspflanze der Welt zu züchten.


Meine Meinung:
Ganz ehrlich? Dass es eine Geschichte über die Weihnachtssterne geben könnte, hätte ich nicht gedacht. Die Autorin erfuhr zufällig von Paul Ecke, der als Junge von Deutschland nach Amerika ausgewandert ist. Er entdeckte eines Tages die Pflanze, die zur Weihnachtszeit ihre Blätter rot färbt. Eine Idee wurde geboren und der Weihnachtsstern sollte berühmt werden.  Nun wäre es ja langweilig zu schreiben, welche Mühe es machte, bis daraus Topfpflanzen wurden, so wie wir sie kennen. Also entstand die Geschichte rund um Stella und ihre Familie.
Die Autorin erzählt im Wechsel in zwei Zeitzonen. Stella stellt im Jahr 2006 fest, dass sie Verwandte in Amerika hat. Deren Geschichte beginnt im Jahr 1910. Allerdings gibt es in dieser Familie reichlich Geheimnisse. Bis Stella und ich endlich erfahren, was denn nun alles passiert ist, vergeht eine lange Zeit und im Grunde bleiben am Ende noch reichlich Fragen für mich offen. 
Interessant fand ich alles, was den Weihnachtsstern betraf, es gab damit im Laufe der Jahre einige Probleme, mit denen die Familie fertig werden musste. 


Fazit:
So interessant für mich alles war, was mit dem Weihnachtsstern zusammenhing, fand ich die Familiengeschichte doch sehr in die Länge gezogen. Zum Glück konnte ich das zweite Buch sofort lesen, nachdem ich mit diesem fertig war, denn für mich war das alles nicht abgeschlossen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

#ImLandderWeihnachtssterne #NetGalleyDE

Rezension - Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder


Autorin: Antonia Blum

Titel: Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder

Genre: Historisch

Version: eBook und broschiert

erschienen: 30. November 2020

Seiten: 432

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Ullstein Taschenbuch


Über die Autorin
Antonia Blum lebte längere Zeit in Berlin, ohne den Weißen See dort je gesehen zu haben. Erst Jahre später, nachdem sie die Hauptstadt längst verlassen hatte, entdeckte sie durch einen Zufall die Ruine der einstigen Kinderklinik in Weißensee und kommt seitdem von dem Ort und seiner bewegten Geschichte nicht mehr los. Heute fährt Antonia nicht nur zum Spazierengehen immer wieder an den Weißen See, der dem Berliner Stadtteil seinen Namen gab. Sie ist überzeugt, dass dort ein Tor in die Vergangenheit existiert.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das erste Kinderkrankenhaus Berlins und zwei junge Frauen, die sich aufopferungsvoll um ihre kleinen Patienten kümmern Berlin 1911: Die Schwestern Marlene und Emma Lindow können ihr Glück kaum fassen: Sie dürfen als Lernschwestern in der Kinderklinik Weißensee anfangen. Die forsche Marlene lernt schnell, die schüchterne Emma fühlt sich hingegen bald von ihrer Schwester zurückgesetzt. Denn Marlene hat sich gleich doppelt verliebt: in den vornehmen Assistenzarzt Doktor Maximilian von Weilert und in das noch junge Fachgebiet Kinderheilkunde. Sie ist fest entschlossen, selbst Kinderärztin zu werden. Doch der Weg nach oben ist steinig, der in Maximilians Familie erst recht. Emma geht in ihrer Rolle als Kinderkrankenschwester auf und entfernt sich immer mehr von ihr. Erst als das Leben des kleinen Fritz Schmittke am seidenen Faden hängt, erkennen Emma und Marlene, dass sie zusammenstehen müssen, um ihre wichtigste Aufgabe zu erfüllen: den Kindern zu helfen.


Meine Meinung
Das Cover hat mich neugierig gemacht und nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, wollte ich das Buch gerne lesen. Denn ich finde es immer wieder interessant zu lesen, wie sich vor über hundert Jahren das Leben so abspielte. 
In Berlin wurde 1911 das erste Kinderkrankenhaus eröffnet. Junge Frauen begannen eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester. Damit ich mehr über die Arbeit und das Leben erfahre, hat die Autorin die beiden Schwestern Marlene und Emma in den Vordergrund gestellt. Sie haben lange Jahre in einem Waisenhaus gelebt, bevor sie ihre Ausbildung antreten durften. Natürlich wird es ihnen nicht leicht gemacht, denn alle anderen Schwesternschülerinnen kommen aus gutem Haus. So gut ich es fand, dass ich sehr viel über die Klinik und Arbeitsweise erfahren habe, konnte ich mich aber nicht für andere Begebenheiten begeistern. Zu oft habe ich über solche Intrigen gelesen. Natürlich wurde mir vor Augen geführt, wie schwer es jungen Frauen damals gemacht wurde. Viele waren unerfahren und statt Hilfe bekamen sie meist nur Ärger. 


Fazit:
Wissenswertes über die Kinderklinik konnte ich erfahren, was mir sehr gut gefallen hat. Was die beiden Schwestern so alles erleben mussten, war manchmal ergreifend, aber im Grunde nichts besonderes mehr. Nun mag nicht jeder so kritisch denken und bestimmt Gefallen an dem Buch finden. 


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#KinderklinikWeißenseeZeitderWunder #NetGalleyDE

Sonntag, 10. Januar 2021

Rezension - Die Frauen von Paris


Autorin: Pam Jenoff

Titel: Die Frauen von Paris

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 8. Dezember 2020

Seiten: 448

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Aufbau Taschenbuch



Über die Autorin:
Pam Jenoff wurde in Maryland geboren und wuchs in der Nähe von Philadelphia auf. Sie besuchte die George Washington Universität in Washington D.C. und die Cambridge University in England. Während sie ihren Master in Geschichte machte, arbeitete sie als Special Assistant bei der Army im Pentagon. 1996 wurde sie ins U.S. Konsulat in Krakau, Polen versetzt. In dieser Zeit vertiefte Pam Jenoff ihre Kenntnisse in der Polnisch-Jüdischen Geschichte und dem Holocaust. Sie schloss enge Bekanntschaften und Beziehungen zur Jüdischen Gemeinde, während sie in Ämtern arbeitete, die sich mit dem Nachlass von Auschwitzüberlebenden beschäftigte. Sie verließ den „Foreign Service“ 1998 und beendete ein Jura – Studium an der Universität von Pennsylvania. Sie arbeitete mehrere Jahre als Rechtsanwältin in einer Firma in Philadelphia und ist mittlerweile als Dozentin für Recht tätig. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in der Nähe von Philadelphia.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Waffen der Frauen.
Manhattan, 1946: Die junge Witwe Grace Healey gerät an einen Koffer mit einem Dutzend Fotografien junger Frauen, jede von ihnen auffallend attraktiv. Schon bald findet Grace heraus, dass alle zwölf Frauen während des Krieges von England ins besetzte Frankreich geschickt wurden, um die Landung der Alliierten vorzubereiten – und keine von ihnen ist zurückgekehrt. Beim Versuch, das Rätsel ihres Verbleibs zu lösen, stößt Grace auf eine tragische Geschichte von Mut, Liebe und Verrat.
London, 1943: Die alleinerziehende Marie ist verzweifelt, weil sie nicht weiß, wie sie ihre kleine Tochter vor den Bombenangriffen der Deutschen schützen soll – zu kostspielig ist die Unterbringung des Kindes auf dem Land. Dann macht ihr der britische Militärgeheimdienst ein Angebot: Weil die männlichen Agenten im besetzten Frankreich zu schnell enttarnt werden, sollen zum ersten Mal in der Geschichte Frauen als Spione eingesetzt werden. Und zunächst scheint der Plan aufzugehen: Es gelingt Marie, ein Funkgerät zum Résistance-Netzwerk des charismatischen Vesper zu bringen. Doch schon bald wird ihr klar, dass es einen Verräter in ihren Reihen geben muss …
Ein bislang unbekanntes, wahres Kapitel des Zweiten Weltkriegs und eine bemerkenswerte Geschichte über den Mut der Frauen.


Meine Meinung:
Buchtitel und Klappentext machten mich neugierig und deshalb wollte ich das Buch auf jeden Fall lesen. Es ist eine fiktive Geschichte über den Einsatz der Frauen während des Krieges, allerdings mit einem wahren Hintergrund. 
Marie wird rekrutiert und ausgebildet um in Frankreich als Funkerin eingesetzt zu werden. Natürlich ist dies alles nicht so einfach, denn in London sind die wichtigen Männer der Meinung, dass Frauen dazu eigentlich nicht in der Lage sind. So erfahre ich mal wieder ganz nebenbei, wie schwer es eine alleinerziehende Mutter und Frau hatte.
Grace findet in Manhattan einen Koffer und als sie darin Bilder findet, wird sie neugierig und will wissen, wer die Besitzerin ist. 
Was Marie und Grace erleben, erfahre ich im Wechsel, was mir gut gefallen hat. Leider war es eine traurige Geschichte, die aber durchaus realistisch rüberkam. Das Thema fand ich sehr interessant, allerdings hatte ich das Gefühl, das alles zu oberflächlich geblieben ist. 
Im nachhinein fand ich den Titel des Buches dann auch etwas irritierend. Ich hatte mir etwas anderes darunter vorgestellt. 


Fazit:
Interessant war die Kombination der fiktiven Geschichte mit wahren Begebenheiten. Hervorgehoben wurde hier der Zusammenhalt, Freundschaft und Vertrauen der Frauen untereinander. Aber es nützt alles nichts, wenn an höherer Stelle etwas anderes geplant wurde. Mich hat das Buch jetzt nicht hundertprozentig überzeugen können, aber ich stelle vielleicht auch zu hohe Ansprüche. Deshalb sollte jeder lesen und selbst eine Meinung bilden.


Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.  

Rezension - Das Doppelte Gesicht



Autorin: Heidi Rehn

Titel: Das doppelte Gesicht

Genre: Historisch, Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 8. Dezember 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Aufbau Taschenbuch




Über die Autorin:
Heidi Rehn, geboren 1966, studierte Germanistik und Geschichte in München. Seit vielen Jahren schreibt sie hauptberuflich. In München bietet sie literarische Spaziergänge „Auf den Spuren von …“ zu den Themen ihrer Romane an, bei denen das fiktive Geschehen eindrucksvoll mit der Historie verbunden wird. 


Kurzbeschreibung, übernommen:
München, August 1945. Der Krieg ist zu Ende, die Stadt versinkt im Chaos. Die Reporterin Billa Löwenfeld, eine aus dem Exil zurückgekehrte Jüdin, soll den Kriegsheimkehrer Viktor von Dietlitz interviewen – und findet ihn erschossen auf. Der junge und noch unerfahrene Ermittler Emil Graf soll den vermeintlichen Routinefall aufklären. Schon bald geschehen zwei weitere Morde nach demselben Muster. Und Emil findet heraus, dass ausgerechnet Billa die gesuchte Verbindung zwischen den drei Opfern sein könnte …
Ein hervorragend recherchierter Kriminalroman im München der Nachkriegszeit über die Frage, was einen Menschen zum Täter macht


Meine Meinung:
Von Heidi Rehn habe ich bereits einige Bücher gelesen, aber ein historischer Krimi war bei jetzt noch nicht darunter und deshalb wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Das war für mich eine gute Entscheidung, denn ich war von Anfang bis zum Ende an das Buch gefesselt.
Der Krieg ist gerade vorbei, als die Reporterin Billa Löwenfeld sich wieder in München befindet. Sie hat den Auftrag, Kriegsheimkehrer zu interviewen. Allerdings findet sie ihre erste Kontaktperson ermordet vor. Der junge Ermittler Emil Graf soll sich um die Aufklärung kümmern. Merkwürdigerweise bleibt es nicht bei diesem einen Mord und jedes Mal ist Billa nicht weit entfernt. So kommt es, dass beide sich um die Aufklärung kümmern und ich darf sie begleiten. Bei dieser Gelegenheit lerne ich das zerstörte München kennen. Gleichzeitig muss ich erfahren, dass viele aus der Vergangenheit nichts gelernt haben und ich bekomme mit, wie Amerikaner versuchen, Ordnung in das ganz Chaos zu bringen. Die Autorin hat es bestens verstanden, die damaligen Zustände und Probleme zu schildern und gleichzeitig hat sie reichlich Spannung aufgebaut und uns rätseln lassen, was denn nun tatsächlich passiert ist.


Fazit:
Ein spannender historischer Krimi, von dem ich mir wünsche, dass es weitere Folgen geben wird. Ich war an das Buch gefesselt und habe es in einem Rutsch gelesen. Deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

Mittwoch, 6. Januar 2021

Rezension - Die Protestantin


Autorin: Gina Mayer

Titel: Die Protestantin

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Juni 2012

Seiten: 600

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : edition oberkassel



Über die Autorin:
Gina Mayer, geb. 1965, studierte Grafik-Design und arbeitete danach als freie Werbetexterin, bevor sie Schriftstellerin wurde. Seit 2006 hat sie eine Vielzahl an Romanen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene veröffentlicht. Ihre Werke standen auf der Spiegel-Bestsellerliste und wurden in viele Sprachen übersetzt. Gina Mayer lebt mit ihrem Mann in Düsseldorf.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Kaiserswerth im Jahre 1822. Johanne hat nur einen großen Wunsch: Sie möchte der Armut entkommen und ihr trostloses Elternhaus verlassen. Doch der protestantische Pfarrer Theodor Fliedner erkennt ihre Klugheit und Reife. Er ermutigt sie, ihm in seiner Gemeinde zu helfen. Dabei ist schnell offensichtlich, dass Johanne die ideale Gattin für den ehrgeizigen Pastor wäre. Sie aber lehnt eine Ehe ab und wählt die Freiheit. Fliedner und Johanne bleiben enge Vertraute, verbunden durch ihren Glauben und die Vorbereitungen zur Gründung des ersten Diakonissenhauses in Kaiserswerth. 
Johannes Hoffnung, ihre jüngere Schwester Catharine, die zu ihr zieht, würde sich ebenso stark in der Kirche wiederfinden wie sie selbst, wird enttäuscht. Catharine geht ihren eigenen Weg. Mit ihrem Geliebten stürzt sie sich 1848 in die Revolution. Zwischen den Schwestern entbrennt ein heftiger Kampf um die persönlichen Überzeugungen. Erst ihre gemeinsame Pflegetochter Magdalena scheint erfolgreich darin zu sein, Glaube, Liebe und politische Überzeugung in Einklang zu bringen.


Meine Meinung:
Meine Vorliebe für historische Bücher ist bekannt. Wenn ich dann noch feststelle, dass die Handlung sich in Kaiserswerth, heute ein Stadtteil von Düsseldorf, abspielt und ich die Diakonie und Umgebung kenne, muss ich nicht lange überlegen, ob ich das Buch lesen möchte. 
Zunächst lernte ich Johanne König kennen und musste erleben, wie schwer es Protestanten vor rund zweihundert Jahren hatten. Besonders dann, wenn die Familie zu den Armen gehörte. Die Unterschiede in den Gesellschaftsschichten waren enorm. Der junge Pastor Theodor Fliedner musste dies auch feststellen, als er seinen Dienst in der Gemeinde antrat. Dieser Name sollte den meisten bekannt sein, denn er war nicht nur Pastor, sondern auch der Gründer der Kaiserswerther Diakonie. Über ihn und sein Leben erfahren wir Leser in diesem Buch sehr viel. 
Neben Johanne König stehen noch zwei weitere Frauen im Vordergrund. Johanne ist bereits 17 Jahre alt, als sie eine kleine Schwester bekommt. Catharine, um die sie sich Zeit ihres Lebens kümmert und später auch noch eine Pflegetochter, Magdalena. Die Lebensgeschichten der drei Frauen werden eng mit den Begebenheiten verknüpft. Es war allerdings auch eine aufregende Zeit. Die Armut, das Elend und die Revolution, so vieles spielte eine wichtige Rolle im Leben der drei Frauen und natürlich auch im Leben der Familie Fliedner. 
Nun möchte ich nicht den Eindruck erwecken, es wäre ein Buch, in dem die deutsche Geschichte einfach so aufgearbeitet wird. Nein, die Autorin hat es bestens verstanden, besondere Ereignisse und Situationen der Vergangenheit in einem Roman festzuhalten, sie hat das wirkliche Leben mit Romanfiguren verknüpft. Es gibt die Situation der Frau vor zweihundert Jahren wieder. Außerdem fließt das Leben und Wirken der Diakonissen und der Familie Fliedner mit ein. Ich fand das alles ungemein interessant und habe mich an das Buch fesseln lassen. 
Es hat mir außerdem noch gefallen, dass ich die Örtlichkeiten kannte. Für uns ist es heute selbstverständlich, dass wir mal eben vom Süden der Stadt in den Norden fahren können. Aber damals mussten sehr viele Wege zu Fuß zurück gelegt werden, nicht jeder hatte ein Fuhrwerk oder sogar Geld für eine Droschke. Also rundherum ein sehr gutes und unterhaltsames Buch, das über viele Seiten verfügt, was niemanden wundern sollte, denn die Zeit war sehr ereignisreich.


Fazit:
Ein sehr guter historischer Roman, der nicht nur unterhält, sondern auch Wissen erweitern kann. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 5. Januar 2021

Rezension - Die Schwestern Chanel



Autorin: Judithe Little

Titel: Die Schwestern Chanel

Genre: Historisch, Biografie

Version: eBook, Hörbuch, Broschiert

erschienen: 28. Dezember 2020

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : HarperCollins




Über die Autorin
Judithe Little ist in Virginia aufgewachsen und hat Politikwissenschaften und Jura studiert. Nach einem Aufenthalt in Frankreich hat sie für verschiedene Fachzeitschriften gearbeitet. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Houston, Texas.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Frankreich, 1897: Gabrielle Chanel - später unter dem Namen Coco weltberühmt - und ihre Schwester Antoinette werden von ihrem Vater in einem Waisenheim abgegeben. Armut und harte Arbeit bestimmen dort ihren Alltag. Doch Coco ist nicht bereit, sich in ihr Schicksal zu fügen. Unbeirrbar erobert sie sich ihre Freiheit - unter den teils bewundernden, teils neidischen Blicken ihrer Schwester. Antoinette weicht Coco bei ihrem Weg zur Modemacherin nicht von der Seite und unterstützt sie, wo sie kann. Bald schon spricht man in Paris ehrfurchtsvoll von den »Schwestern Chanel«. Doch auf dem Höhepunkt des Erfolges müssen die Frauen erkennen, dass selbst Geld und Unabhängigkeit kein Ersatz für das sind, nach dem sie sich am meisten sehnen: Liebe.


Meine Meinung
In letzter Zeit wurden reichlich Bücher veröffentlicht, in denen wir Leser, über eine kurze Zeitspanne, etwas aus dem Leben besonderer Frauen erfahren konnten. Ich hatte bereits ein Buch über Coco Chanel gelesen und war gespannt, was ich noch erfahren würde. Der Zeitraum passte bestens, dieses endete ungefähr in dem Jahr, womit in dem anderen Buch begonnen wurde. Allerdings gab es hier einen Unterschied, im Vordergrund stand Antoinette Chanel. Durch ihre Geschichte konnten wir verfolgen, was Coco so machte. Ich fand das alles zwar ganz interessant, aber so richtig überzeugen konnte mich das Buch nicht. Deshalb hat es diesmal auch länger gedauert, bis ich es ausgelesen hatte. Der Buchtitel sagt mir zwar, dass ich ein Buch über die Schwestern Chanel in der Hand habe, aber es wäre schöner gewesen, wenn die Autorin auf die Schwestern näher eingegangen wäre. So erschienen mir einige am Rande und etwas sehr blass. 


Fazit
Ein Buch, das zwar sehr interessant ist, mich aber nicht so richtig überzeugen konnte. Wer Interesse hat, mehr über die Chanels zu erfahren, kann es lesen. Mit einer eindeutigen Leseempfehlung bin ich lieber etwas zurück haltend. 


Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalleyDe vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 

#DieSchwesternChanel #NetGalleyDE

Montag, 4. Januar 2021

Rezension - Hannahs Gefühl für Glück



Autorin: Fran Kimmel

Titel: Hannahs Gefühl für Glück

Genre: Roman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 18. September 2020

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : dtv Verlagsgesellschaft 



Über die Autorin:
Fran Kimmel wurde in Calgary (Kanada) geboren und ist auch dort aufgewachsen. Sie hat mehrere Kurzgeschichten und Romane veröffentlicht und lebt heute in Lacombe, Alberta.


Kurzbeschreibung, übernommen: 
Wie ein einsames Mädchen das Leben einer ganzen Familie verändert Es herrscht tiefster Winter im Norden Kanadas, als der ehemalige Polizist Eric Nyland ein Mädchen entdeckt, das allein durch den Schnee wandert. Er nimmt das Kind für die Weihnachtstage bei sich zu Hause auf, obwohl seine Frau Ellie nicht gerade begeistert über den unerwarteten Zuwachs ist. Denn die Nylands haben ihre eigenen Probleme. Die Stimmung im Haus ist angespannt. Und alles andere als weihnachtlich. Aber mit Hannahs Ankunft verändert sich etwas, langsam und fast unmerklich. Niemand hätte es für möglich gehalten, niemand könnte es in Worte fassen - doch tatsächlich gelingt es diesem kleinen Mädchen, das völlig allein auf der Welt ist, wieder Wärme und Nähe in die Familie zu bringen.


Meine Meinung:
So manche Kurzbeschreibung verspricht eine schöne und unterhaltsame Lektüre. Deshalb wollte ich dieses Buch gerne lesen. Allerdings musste ich dann sehr schnell feststellen, dass die Geschichte nicht meinen Erwartungen entsprach. Da ich aber neugierig war, habe ich das Buch bis zum Ende gelesen.
Ich lernte die Familie Nyland kennen. In dieser Familie war so gar nichts in Ordnung. Es wirkte sehr deprimierend auf mich. Eigentlich schade und ich konnte nicht alles nachvollziehen beziehungsweise Verständnis aufbringen. Natürlich war die kleine Hannah eine bemerkenswerte Person, mit ihren knapp zwölf Jahren machte sie so vieles richtig und sollte am Ende nicht dafür belohnt werden? Ich war gespannt.
Der Schreibstil der Autorin sagte mir ebenfalls nicht so richtig zu. Zumindest hat sie ein Ende gewählt, mit dem ich sehr zufrieden war.


Fazit:
Es fällt mir schwer, hier eine Leseempfehlung zu geben.  Es mag ja sein, dass die Autorin zeigen wollte, was ein kleines Mädchen alles bewirken kann, aber die Familie hatte mir dann doch zu viele Probleme.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

#HannahsGefühlfürGlück #NetGalleyDE

Rezension - Drei Frauen im Schnee


Autorin: Blanca Imboden

Titel: Drei Frauen im Schnee

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 30. Oktober 2016

Seiten: 208

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Wörterseh



Über die Autorin:
Blanca Imboden (1962) lebt in der Innerschweiz. 13 Jahre lang war sie als Musikerin in einem Tanzmusikduo unterwegs. «Seither ist mir nichts Menschliches mehr fremd», sagt sie über ihre Zeit im Nachtleben. Dann arbeitete sie 14 Jahre lang bei einer Zeitung als Redaktionssekretärin und redaktionelle Mitarbeiterin. Als die Zeitung wegrationalisiert wurde, wurde sie Seilbahnfahrerin an der Seilbahn von Morschach auf den Stoos.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sonja, die Heldin in Blanca Imbodens Roman "Drei Frauen im Schnee", ist verheiratet, Mutter von Teenager-Zwillingen und lebt mit ihrer Familie unter demselben Dach wie ihre Schwiegermutter. Das allein schon sorgt für allerlei Zündstoff. Eines Tages beschließt Sonja: Dieses Jahr muss Weihnachten anders werden. Leider gelingt ihr das nicht wie gewünscht. Im Gegenteil. Das Fest der Liebe und des Friedens gerät völlig aus den Fugen, weil nicht nur anstrengende Menschen, sondern auch noch verstörte Tiere ein nicht sehr weihnächtliches Chaos veranstalten. Also packt Sonja kurzerhand ihren Mantel, verlässt das Haus und – bekommt ein Geschenk: zwei neue Freundinnen. Nachdem die Silvesternacht für Sonja dann noch verrückter endet als Weihnachten, treffen sich die drei Frauen im Schnee, in den Bergen, auf dem Stoos. Und jede verändert damit das Leben der anderen zum Positiven.


Meine Meinung:
Es war mal wieder das Cover und der Titel, die mich neugierig auf das Buch machten. Auch wenn Weihnachten schon hinter uns liegt, kann dieses Buch noch gelesen werden, denn die Erinnerungen sind noch frisch und außerdem gibt es dort Schnee. 
Anfangs zog sich die Geschichte etwas in die Länge und ich wartete sehnsüchtig auf die drei Frauen im Schnee. Letztendlich wurde meine Geduld belohnt. Sonja, die Protagonistin befand sich in einer Situation, die ähnlich vielleicht schon einige Leserinnen kennen gelernt haben. Ihre Geschichte machte nachdenklich, wie würde man sich selber entscheiden. Außerdem wurden Traditionen erwähnt, die oft veraltet sind und wie schwer es ist, dagegen anzukommen. Ich war voll auf Sonjas Seite und fand es prima, dass sie einfach mal alles hinter sich gelassen hat und Abstand gewinnen wollte.
Blanca Imboden hat es nicht nur geschafft, den Beteiligten besondere Charaktere einzuhauchen. Das ganze drum herum war ebenfalls sehr unterhaltsam. Außerdem hat sie mich mit in die Schweiz genommen, was ich ausgesprochen interessant fand. Über die Gegend habe ich mich zwischendurch dann noch mehr informiert. 


Fazit:
Ein nettes unterhaltsames, winterliches Buch, das sich wunderbar zum Zwischendurch lesen eignet. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken. 


#DreiFrauenimSchnee #NetGalleyDE

Rezension - Lieber den Spatz in der Hand als gar keinen Vogel


Autorin: Ella Marcs

Titel: Lieber den Spatz in der Hand als gar keinen Vogel

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 10. Juni 2020

Seiten: 362

Altersempfehlung. Erwachsene

Herausgeber : Blue Mountains Publishing



Über die Autorin:
Die Autorin Ella Marcs schreibt Liebesromane mit viel Humor und starken Frauenfiguren. In ihrem Debütroman "Lieber den Spatz in der Hand als gar keinen Vogel" erzählt sie vom turbulenten Alltag einer notorischen Ja-Sagerin, die nach vielen Jahren ihre große Liebe wieder trifft - und feststellt, dass da mehr Gefühle sind, als sie geahnt hatte. Die positiven Leserstimmen zu diesem Roman sprechen für sich. 
Wenn Ella Marcs gerade mal nicht schreibt, ist sie mit ihrer Familie auf Reisen, veranstaltet gemeinsame Spieleabende (bei denen sie am liebsten gewinnt) oder probiert zum Leidwesen ihrer Lieben gerne ungewöhnliche Kochrezepte aus.


Kurzbeschreibung, übernommen:
100 To-do´s und nur 21 Tage Zeit? Kira Spatz kann einfach nicht Nein sagen. Statt mit ihrem Verlobten in den Urlaub zu fliegen, stellt sie für ihre hochschwangere Schwester eine Last-Minute-Märchenhochzeit auf die Beine. Von Anfang an geht schief, was nur schiefgehen kann, und dann gesteht ihr der zukünftige Schwager auch noch, dass seine Werbeagentur pleite ist und er die Hochzeit nicht bezahlen kann. Retten würde ihn ein Auftrag von Marc, Erzfeind der Familie, der Kira vor zwölf Jahren das Herz gebrochen hat - und ausgerechnet sie soll ihn mit ihrem Charme überzeugen. Kiras Gefühle fahren ebenso Achterbahn wie ihr vollgestopfter Terminkalender ... wird sie dieses Mal Nein sagen können?


Meine Meinung:
Zufällig wurde ich auf dieses Buch aufmerksam, da mich der Titel neugierig machte, wollte ich auch gerne lesen. Ich muss allerdings gestehen, dass mir der Einstieg etwas schwer fiel. Ich konnte mich mit der Protagonistin Kira gar nicht anfreunden. Unverständlich für mich, was sie sich alles gefallen lässt und dafür auch noch einen so tollen Urlaub absagt. Aber ich habe das Buch nicht zur Seite gelegt, denn eine Entwicklung trat ein, die mir gut gefallen hat. Es wurde immer besser und es gab reichlich Situationen, bei denen ich lachen musste. Ich steckte dann plötzlich mittendrin im Geschehen. Eine beste Freundin, die Kira mit Rat und Tat zur Seite stand, gab es in der Geschichte. Das wäre auch ein Part für mich gewesen. 
Ella Marcs hat es dann geschafft, dass ich mich nach anfänglichen Schwierigkeiten so richtig wohl fühlte und Spaß beim Lesen hatte. Sie hat sich interessante Eigenschaften für die beteiligten Personen einfallen lassen, sie hat dafür gesorgt, dass es lange ein Geheimnis gab und erst durch eine ganz besondere Situation aufgelöst wurde. Das Ende hat mir sehr gut gefallen, es fiel so aus, wie ich es mir im Grunde gewünscht hatte.


Fazit:
Turbulent mit Höhen und Tiefen, so möchte ich das Buch bezeichnen. Es hat für gute und auch humorvolle Unterhaltung gesorgt und gerne gebe ich eine Leseempfehlung.


Für das Rezensionsexemplar möchte ich mich vielmals bedanken

Rezension - DüsselGin - Ortstermin Düsseldorf


 Autorin: Gabi Bierhaus

Titel: DüsselGin - Ortstermin Düsseldorf 

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. Juli 2020

Seiten: 429

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber : Independently published 




Über die Autorin:
Gabi Bierhaus - Jahrgang 1952 - lebt mit ihrer Familie in Düsseldorf. Sie hat nach dem Studium der Volkswirtschaft und einem Volontariat bei der Westdeutschen Zeitung einige Jahre als Wirtschaftsjournalistin beim Handelsblatt gearbeitet, was sich jedoch in den achtziger Jahren als relativ inkompatibel mit der Familienplanung erwies. 
Also sattelte sie um und arbeitete zusammen mit ihrem Mann selbstständig als Steuerberaterin. Seit einer ihrer Söhne ihren Job übernommen hat, hat sie wieder mehr Zeit zum Schreiben und zum Reisen. Impressionen dieser Touren finden sich teilweise in ihren Büchern und auch in Form von Reiseberichten auf der Website unter www.gabi-bierhaus.de


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wer hat die millionenschwere Fabrikantenwitwe Iris Küppersbusch mit dem Gift des Kugelfisches ins Jenseits befördert? Hatte etwa einer der japanischen Mitbürger in Düsseldorf damit zu tun?
Eher nicht, denn an ihrem Todestag waren die sie liebenden Verwandten bei Iris zum Tee und haben ihr eine Flasche ›DüsselGin‹ überreicht, die das Gift enthielt. Nur - wie ist es dort hineingekommen? Neffe und Nichte schwören Stein und Bein, sie hätten die Flasche und sich gegenseitig nicht aus den Augen gelassen.
Hauptkommissar Otto Tjombe, dem Nachfolger Tom Brechts als Leiter des KK11, ist überhaupt nicht wohl bei der Sache, als der Neffe schließlich angeklagt wird. Und auf Otto Tjombes gutes Bauchgefühl war bisher stets Verlass.
Die junge und unerfahrene Juristin Luzie Holm verteidigt in ihrem ersten großen Schwurgerichtsprozess den Neffen und Erben der Toten. Ihr Gegenspieler ist der nette Kommissar Axel König vom KK11, der sich mit Luzie eigentlich lieber bei einem Candle-Light-Dinner treffen würde als vor Gericht.


Meine Meinung:
Ich hatte vor einer Weile einen Zeitungsartikel gelesen, in dem die Düsseldorfer Autorin Gabi Bierhaus und dieses Buch vorgestellt wurde. Da ich oft gezielt Ausschau nach Regionalkrimis halte, war meine Neugierde geweckt und ich wollte diesen Krimi lesen.
Mit DüsselGin startet die Autorin eine neue Serie und ich lernte zunächst viele Personen kennen. Auf der einen Seite Hauptkommissar Otto Tjombe mit seinen Kollegen und seiner Familie. Auf der anderen Seite die Juristin Luzie Holm und auch hier ihre Kollegen und Familie. Dabei hat Gabi Bierhaus einigen Beteiligten sehr interessante Charaktere eingehaucht. Aber dazu möchte ich nicht mehr schreiben, denn es würde stellenweise das Lesevergnügen mindern.
In diesem Fall kommen nicht nur Otto Tjombe und seine Mitarbeiter zum Einsatz, auch Luzie Holm muss zeigen, was sie kann. Die reiche Fabrikantenwitwe Iris Küppersbusch wird tot aufgefunden und für uns alle beginnt das große Rätselraten, wie das Gift in den Gin gekommen ist. Es gibt zwar eine Verhaftung, aber wir alle sind immer noch nicht sicher, ob der wahre Täter gefunden wurde. Luzie Holm sorgt bei ihrem ersten großen Fall vor Gericht dann auch für eine überraschende Wendung. Später bietet die Autorin eine weitere Überraschung und ein Ende, dass mich auf weitere Folgen hoffen lässt.
Mir hat es sehr gut gefallen, dass ich alle bei ihrer Arbeit begleiten konnte. Außerdem freute ich mich über die bekannten Düsseldorfer Örtlichkeiten. Die Spannung war jetzt nicht so groß, dass ich Herzklopfen bekam, aber ich fühlte mich von Anfang bis Ende an das Buch gefesselt, weil ich wissen wollte, wie sich alles entwickelt und vor allem war ich gespannt auf die Auflösung. Natürlich hatte ich mir ebenfalls Gedanken gemacht, aber auf das Ergebnis bin ich dann doch nicht gekommen, was aber auch daran lag, dass es nicht nur für mich neue Informationen gab.


Fazit:
Ein gelungener Start einer neuen Serie, mit vielen interessanten Personen und rätselhaften Begebenheiten. Ich fühlte mich gut unterhalten und habe das Buch mal wieder in einem Rutsch gelesen. Deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Rezension - Krone der Welt


Autorin: Sabine Weiß

Titel: Krone der Welt

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch

erschienen: 21. Dezember 2020

Seiten: 688

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber: Lübbe



Über die Autorin:
Sabine Weiß, geboren 1968 in Hamburg, studierte Germanistik und Geschichte und arbeitete als Journalistin, bevor sie 2007 ihren ersten Roman über das Leben der Wachskünstlerin Marie Tussaud veröffentlichte. Er war ein großer Erfolg, und zwei weitere historische Romane folgten. Nachdem die Autorin für diese Romane monatelang durch Frankreich und Großbritannien gereist war sowie im Elsass und in Süddeutschland recherchierte, freut sie sich nun, für Hansetochter erstmals in die Geschichte ihrer norddeutschen Heimat einzutauchen. Sabine Weiß lebt mit ihrem Mann und ihrem Sohn in der Nordheide bei Hamburg.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Vincent will als Architekt prächtige Stadthäuser bauen. Ruben sehnt sich nach Abenteuern auf hoher See. Betje ist eine begnadete Köchin. Zusammen sind die Geschwister in Amsterdam gestrandet, einem Ort der märchenhaften Möglichkeiten. Doch es ist auch die Zeit der großen Auseinandersetzungen. Katholiken und Calvinisten streiten um den rechten Glauben, Engländer und Spanier um den Einfluss auf das Land am Meer, Kaufleute um die wirtschaftliche Macht. Können sich die Geschwister in dieser schwierigen Situation behaupten?


Meine Meinung:
Amsterdam ist eine tolle Stadt, die ich immer wieder gerne besuche und deshalb interessierte mich dieses Buch sehr. 
Ich lernte Vincent, Ruben und Betje Aardzoon kennen. Es sind die Kinder von Wim Aardzoon, der in Antwerpen als Zimmermann und Festungsbauer arbeitet. Leider muss die Familie die Stadt schnell und fluchtartig verlassen. Ihr Ziel ist Amsterdam. Anhand der Lebensgeschichte der drei Kinder erfahre ich vieles, was vor rund vierhundert Jahren so alles passierte. Glaubenskriege, Entwicklung der Stadt Amsterdam und auch von der großen Politik, Probleme zwischen England und Spanien. 
Sabine Weiß hat alles sehr gut beschrieben, was eine aufwendige Recherchearbeit voraussetzte. Ich fand alles ungemein interessant und konnte mein Wissen durchaus erweitern. Sehr hilfreich fand ich auch das Personenverzeichnis zu Beginn, denn reichlich historische Persönlichkeiten wurden in die Geschichte rund um die Aardzoon Kinder eingebunden.


Fazit:
Wer gerne historische Romane liest, die einen nicht nur gut unterhalten sondern auch reichlich Wissen vermitteln, wird hier das richtige Buch finden. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung. 

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken