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Sonntag, 20. Juni 2021

Rezension - Der Donnerstagsmordclub



Autor: Richard Osman

Titel: Der Donnerstagsmordclub

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 3. Mai 2021

Seiten: 464

Altersempfehlung: Erwachsene

Herausgeber ‏ : ‎ List 



Über den Autor:
Richard Osman ist ein englischer Fernsehmoderator, Produzent und seit Neuestem auch Autor. Die Idee für seinen Krimi kam ihm, als er eine Verwandte in einer luxuriösen Seniorenresidenz besucht hat und ihm das Schlimmste zugestoßen ist, was einem modernen Menschen widerfahren kann: Er hatte keinen Handyempfang. Wer denkt da nicht sofort an Mord und Totschlag? »Der Donnerstagsmordclub« ist sein erster und bisher bester Roman.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Man möchte meinen, so eine luxuriöse Seniorenresidenz in der idyllischen Grafschaft Kent sei ein friedlicher Ort. Das dachte auch die fast achtzigjährige Joyce, als sie in Coopers Chase einzog. Bis sie Elizabeth, Ron und Ibrahim kennenlernt oder, anders gesagt, eine ehemalige Geheimagentin, einen ehemaligen Gewerkschaftsführer und einen ehemaligen Psychiater. Sie wird Teil ihres Clubs, der sich immer donnerstags im Puzzlezimmer trifft, um ungelöste Kriminalfälle aufzuklären. Als dann direkt vor ihrer Haustür ein Mord verübt wird, ist der Ermittlungseifer der vier Senioren natürlich geweckt, und selbst der Chefinspektor der lokalen Polizeidienststelle kann nur über ihren Scharfsinn staunen.


Meine Meinung:
Die Kurzbeschreibung zu dem Buch liest sich sehr interessant und macht neugierig. Ich konnte nun die Mitglieder des Donnerstagsmordclub kennen lernen. Eine sehr rührige Truppe, die wirklich alle verblüffen konnten. Die Senioren lesen alte ungeklärte Fälle und diskutieren darüber. Bis eines Tages ein Mord so zu sagen vor ihrer Haustür passiert. Es ist wohl allen klar, dass die vier sich darum kümmern wollen. Besonders Elizabeth zieht viele Strippen und regelt das meiste im Sinne der Clubmitglieder. Allerdings konnte ich mich an dem Schreibstil des Autors nicht gewöhnen, zu viel wurde ausschweifend beschrieben, es tauchten immer mehr Personen auf, Beteiligte und Verdächtige. Letzteres war jetzt nicht so störend. Ich fand es allerdings nicht so gut, dass durch die Ausschweifungen sich alles in die Länge zog. Am Ende fehlte mir dann einiges, das war zu abrupt für mich und zu gerne hätte ich mehr erfahren. 


Fazit:
Das Buch mag zwar als bester Roman des Autors bezeichnet werden, aber mich konnte er nicht so richtig begeistern. Schade, in der Kürze steckt oft doch mehr Würze und macht ein Buch interessanter. Ich habe auf jeden Fall keine große Lust, weitere Folgen, falls es sie denn geben sollten, zu lesen.


Beim Verlag und NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DerMontagsmordclub #NetGalleyDE

Montag, 16. November 2020

Rezension - Teatime mit Lilibet


Autorin: Wendy Holden

Titel: Teatime mit Lilibet

Genre: Biografie, historisch

Version: eBook und  gebundenes Buch

erschienen: 2. November 2020

Seiten: 528

Altersempfehlung: Erwachsene

 Herausgeber : List Hardcover



Über die Autorin:
Wendy Holden hat als Journalistin für The Sunday Times, Tatler und The Mail on Sunday gearbeitet, bevor sie sich dem Schreiben von Büchern zugewendet hat. Sie hat dreizehn Romane geschrieben, von denen jeder ein Bestseller in Großbritannien war. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in Derbyshire.


Kurzbeschreibung, übernommen:
England, 1932: Im Alter von 22 Jahren wird Marion Crawford die Lehrerin von Prinzessin Elisabeth und ihrer Schwester Margaret. Als Marion ihre Stelle im englischen Königshaus antritt, ist sie schockiert. Das Leben im Schloss hat nichts mit der Realität zu tun. Vor allem Lilibet, die zukünftige Königin, wächst Marion ans Herz. Als überzeugte Sozialistin macht Marion es sich zur Aufgabe, Lilibet das echte Leben zu zeigen. Sie fährt mit ihr U-Bahn und Bus, geht in öffentliche Schwimmbäder und macht Weihnachtseinkäufe bei Woolworth’s. Ihr Einfluss auf die zukünftige Queen ist gewaltig. Doch Marion ahnt nicht, wie sehr sich auch ihr eigenes Leben durch die Royals verändern wird.


Meine Meinung:
Da ich eine gewisse Schwäche für London und das Königshaus habe, war ich natürlich sehr neugierig und wollte dieses Buch unbedingt lesen. Ich wollte gerne wissen, was Marion Crawford über ihre Zeit als Gouvernante von Elisabeth erzählt. Würde mir dadurch ein Blick hinter die Kulissen gewährt? 
Zunächst lernte ich allerdings erst einmal Marion Crawford kennen, die in Edinburgh noch in der Ausbildung zur Lehrerin steckte. Sie hatte bestimmte Vorstellungen, wie und wen sie später mal unterrichten wollte. Allerdings kam alles anders. Sie sollte die beiden Prinzessinnen unterrichten, was sie so eigentlich gar nicht beabsichtigte. Aber sie konnte überredet werden und machte sich mit den besten Ideen auf den Weg. Ich fand die Ideen von Crawfie sehr interessant und hoffte, dass sie einiges umsetzen und bewirken könnte. 
Irgendwann kam bei mit der Zeitpunkt, wo ich zu gerne gewusst hätte, was nun fiktiv war bzw. was der Wirklichkeit entsprach. Es fiel mir nicht immer leicht Verständnis, für gewisses Verhalten  aufzubringen und mit der Verteilung meiner Sympathie war ich ebenfalls sehr zurück haltend. Trotz allem fand ich alles sehr interessant, es ergab einen ganz anderen Blickwinkel auf manche Ereignisse der Vergangenheit.


Fazit:
Teatime mit Lilibet, ein Ereignis an dem mit Sicherheit viele mal teilnehmen möchten. Mir hat es gereicht, dass ich davon lesen konnte. Mir hat natürlich sehr gut gefallen, dass ich in London viele Örtlichkeiten kannte und wusste, wo sie sich aufhielten. Außerdem war es auch ein Stück Weltgeschichte, über die ich einiges lesen konnte. Sehr aufschlussreich! Das Buch hat mich gut unterhalten. Wer ebenfalls daran interessiert ist, etwas über Lilibet und ihre Familie zu erfahren, sollte dieses Buch lesen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#TeatimemitLilibet #NetGalleyDE

Mittwoch, 29. April 2020

Rezension - Der Lehrmeister


Autor: Oliver Pötzsch

Titel: Der Lehrmeister

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, Taschenbuch und gebunden

erschienen: 25. Oktober 2019

Seiten: 800

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List Hardcover
Verlag: Ullstein eBooks


Über den Autor:
Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, arbeitete nach dem Studium zunächst als Journalist und Filmautor beim Bayerischen Rundfunk. Heute lebt er als Autor mit seiner Familie in München. Seine historischen Romane haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht: Die Bände der "Henkerstochter"-Serie sind internationale Bestseller und wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt.
mehr Infos über den Autor: Hompage


Kurzbeschreibung, übernommen:
Der goldene Herbst 1518 neigt sich dem Ende. Sechs Jahre sind vergangen, seitdem der berühmte Magier Johann Georg Faustus aus Nürnberg geflohen ist. Sein Ruhm ist gewachsen, selbst an den Höfen von Herzögen, Grafen und Bischöfen sucht man seinen Rat. So als würde der Herrgott – oder sein böser Gegenspieler? – eine schützende Hand über ihn halten. Gemeinsam mit seinem neuen Gefährten Karl Wagner und der jungen Gauklerin Greta, seiner Ziehtochter, reist er als Quacksalber und Astrologe durch die Lande. Doch Johann spürt, dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm ist. Sein Erzfeind Tonio ist noch nicht besiegt. Tief im Inneren weiß Johann, dass das Böse zurückkehren und erneut seine Hand nach ihm ausstrecken wird


Meine Meinung:
Nicht nur Goethe hat über Faust geschrieben, Oliver Pötzsch hat es auch gemacht. Dies ist nun das zweite Buch, mit dem ich viel über Johann Georg Faust und der damaligen Zeit erfahren konnte.  Denn der Autor hat sehr ausführlich beschrieben, was Faust erlebt hat und erlebt haben könnte. Eine aufregende Zeit war es und auch nicht unbedingt ungefährlich. Ich fand es sehr interessant, zumal in dem Buch historische Persönlichkeiten auftauchten, die Politik eine wichtige Rolle spielte und ich auch bei den Reisen dabei sein konnte. Auf den Inhalt möchte ich nun nicht näher eingehen, es gäbe zuviel zu erwähnen. Ehrlich gesagt, war ich froh, dass ich dieses Buch als eBook lesen konnte, denn mit der Seitenanzahl erschien es mir doch sehr dick und es wäre schwierig, das Buch für unterwegs in die Tasche zu stecken.


Fazit:
Wer das Buch "Der Spielmann" gelesen hat, wird mit Sicherheit auch dieses zweite Buch lesen wollen. Lesenswert sind beide Bücher auf jeden Fall und für historisch begeisterte sehr zu empfehlen.

Beim Verlag und bei NetGalleyDe möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.


#DerLehrmeister #NetGalleyDE

Samstag, 26. Oktober 2019

Der Spielmann - Nominiert für den HOMER Literaturpreis


Autor: Oliver Pötzsch

Titel: Der Spielmann

Genre: Historisch

Version: eBook, Hörbuch, gebundenes Buch

erschienen: 21. September 2018

Seiten: 784

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List Hardcover




Über den Autor:
Seine blutige Familiengeschichte beschäftigt Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, bereits seit der Kindheit. Bei seinen Recherchen stieß er auf die Folterwerkzeuge seiner Ahnen und einen Meisterbrief, der seinem Vorfahren eine 'besondere Kunstfertigkeit beim Köpfen' bescheinigt. Er fand außerdem heraus, dass das Richtschwert der Familie in den 70ern des letzten Jahrhunderts aus einem Heimatmuseum gestohlen wurde und seitdem verschollen ist. Sein 2008 erschienener Roman „Die Henkerstochter“ wurde für den Friedrich-Glauser-Preis nominiert. Der Autor arbeitet für den Bayrischen Rundfunk und lebt in München.



Kurzbeschreibung, übernommen:
1486: Knittlingen ist ein ruhiger Ort im Kraichgau. Bis zu dem Tag, als die Gaukler in die Stadt kommen – und plötzlich Kinder verschwinden. Johann Georg, genannt „Faustus“, der Glückliche, kümmert das nicht. Ihn interessiert nur der Spielmann und Magier Tonio del Moravia: Von dem blassen Mann mit den stechend schwarzen Augen, der Johann eine große Zukunft als Gelehrter voraussagt, geht eine seltsame Faszination aus. Johann schließt sich ihm an, gemeinsam ziehen sie durch die deutschen Lande. Der junge Mann saugt alles auf, was Tonio ihm beibringt. Doch von Tonios Lehren geht eine ungeahnte Gefahr aus, und schon bald beschleicht Johann das Gefühl, dass sein Meister mit dunklen Mächten im Bunde steht. Mächte, die Johanns ganzes weiteres Leben bestimmen werden …



Das Buch habe ich als Jurymitglied 2018 gelesen, da ich neutral bleiben muss, wird hier keine Rezension erscheinen

Freitag, 13. April 2018

Rezension - Ist die Katze aus dem Haus



Autorin: Rita Mae Brown

Titel: Ist die Katze aus dem Haus

Genre: Krimi, Tierkrimi

Version: eBook und Hardcover

erschienen: 6. April 2018

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List by Ullstein Buchverlage



Über die Autorin:
Rita Mae Brown, geboren 1944 in Hanover, Pennsylvania, wuchs in Florida auf. Sie studierte in New York Filmwissenschaft und Anglistik und war in der Frauenbewegung aktiv. Berühmt wurde sie mit dem Titel Rubinroter Dschungel und durch ihre Romane mit der Tigerkatze Sneaky Pie Brown als Co-Autorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mary Minor Harry Harristeen ist happy. Endlich tummelt sie sich wieder als Caddie auf dem Golfplatz von Crozet, an ihrer Seite Katze Mrs. Murphy. Plötzlich hört Harry Schüsse. Ein Spieler wurde ermordet, Greg Ginger McConnell, ein emeritierter Professor der University of Virginia. Zuletzt schrieb er an einem Buch über den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg und die Spuren, die er in ihrer Gegend hinterlassen hat. Besonders scheint ihn das ehemalige Kriegsgefangenenlager bei Charlottesville interessiert zu haben. Schon bald fragt sich Harry, ob McConnell vielleicht auf eine unliebsame Wahrheit gestoßen ist?


Meine Meinung:
In der Vergangenheit hatte ich ab und zu mal ein Buch der Autorin gelesen und jetzt wieder Lust auf einen neuen Krimi von ihr. Hatte ich es doch in guter Erinnerung, wenn sie gemeinsam mit ihrer Katze Mrs. Murphy ermittelt und Fälle löst.
Die Autorin hat es sich angewöhnt und erwähnt als erstes immer die Personen, die in dem Buch eine Rolle spielen. Mich hat es diesmal verwirrt, denn ich fand, dass es sehr viele waren, die dort aufgeführt wurden und dachte, dass ich mit Sicherheit immer mal wieder nachsehen muss, wer das denn nun wieder ist.
Sehr gut gefallen haben mir die hübschen Schwarz-Weiß Bildchen, die zwischendurch eingefügt wurden und die Geschichte noch anschaulicher gestalteten.
Dann musste ich allerdings feststellen, dass ich mich mit diesem Buch nicht sehr gut anfreunden konnte. Was daran gelegen haben könnte, dass ich mich jetzt nicht so sehr fürs Golfen und die ausführliche Schilderung darüber begeistern konnte.
In diesem Buch spielen Ereignisse während des amerikanischen Unabhängigkeitskrieges eine wichtige Rolle, was damals geschah, erfahre ich durch Rückblenden, die die Autorin immer wieder einfügt. Nun mag dies alles vielleicht für den Professor und Bewohner der Gegend sehr wichtig und interessant sein, aber ich fand es wesentlich spannender zu erfahren, wer hat den Professor denn nun ermordet und welche Rolle spielten die Tiere in diesem Fall. Letzteres sollte ich zu meiner Freude und Überraschung dann auch erfahren.

Fazit:
Ich möchte das Buch jetzt nicht schlecht machen, mit Sicherheit gibt es genügend Leser, die das alles wesentlich interessanter finden. Ich allerdings hatte das Gefühl, ausgerechnet eine Folge der Serie erwischt zu haben, die mich nicht ansprach.

Beim Verlag und bei NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Samstag, 28. Oktober 2017

Rezension - Winterengel



Autorin: Corina Bomann

Titel: Winterengel

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 13. Oktober 2017

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List



Die Autorin Corina Bomann, 1974 in Parchim geboren, entdeckte die Welt der Bücher schon recht früh für sich. Als Kind verzierte sie die Exemplare der heimischen Bibliothek mit eigenen „Wachsstift-Illustrationen“, später, als sie das Schreiben erlernt hatte, begann sie, eigene kleine Geschichten zu verfassen. Langeweile in Schule und Bus füllte sie mit viel Fantasie aus, sodass aus kleinen Geschichten bald ganze Romane wurden, die zunächst mehrere Kladdehefte füllten. Die Hefte und eine alte Schreibmaschine wichen nach und nach dem Computer; ihre Geschichten entstiegen den Schubladen und fanden ihre Heimat bei Verlagen. Noch heute lebt Corina Bomann in Mecklenburg und nutzt die traumhafte Ruhe und wunderbare Landschaft, um ihre Romane zu spinnen. In ihrer zweiten Heimat Berlin lässt sie sich dagegen vom Puls der lebendigen Stadt inspirieren.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die kleinen Glasengel fertigt Anna Härtel nur an, um das Einkommen ihrer Familie aufzubessern. Bis sie unerwarteten Besuch im schwäbischen Spiegelberg bekommt. Ein Gesandter von Queen Victoria bittet sie an den englischen Hof. Die Königin liebt deutsche Weihnachtstraditionen und ist von Annas Engeln begeistert. Gemeinsam mit dem Diener John und einer Kiste ihrer schönsten Glasengel macht Anna sich auf die Reise. Ihr Leben verändert sich für immer.


Meine Meinung:
Bei  meiner Suche nach Weihnachtsbüchern fiel mir zunächst dieses Cover auf. Als ich dann feststellte, dass ich von der Autorin schon einige Bücher kannte, die mir gefallen haben, war klar, dass ich mich genauer damit beschäftigen würde.
Der Klappentext machte mich dann ganz besonders neugierig, denn in diesem Sommer war ich in London und habe mich dort bei Harrods mit einem Mitarbeiter in der Weihnachtsabteilung unterhalten. Er erzählte mir, dass Albert, der Gemahl von Queen Victoria, dort die deutsche Tradition mit dem Weihnachtsbaum eingeführt hätte.
Deshalb war ich nun sehr gespannt, was ich in dieser Geschichte wohl alles erfahren und mit der Protagonistin erleben würde.
Ich konnte mir zwar schwer vorstellen, dass die Queen eine kleine deutsche Glasmacherin zu sich kommen lässt, aber gerade bei Weihnachtsbüchern darf die Fantasie in Richtung Märchen abdriften. Außerdem weiß ich, was alles möglich gewesen wäre?

Auf jeden Fall lernte ich Anna und ihre Familie kennen. Ich durfte erfahren mit welchen Problemen die junge Frau nach dem Tod des Vaters zu kämpfen hat. Als dann Post aus London kam und Anna sich auf den Weg machte, habe ich sie natürlich auch begleitet.
Sehr fesselnd hat Corina Bomann beschrieben, was Anna unterwegs alles erlebt. Spannung, Liebe und Wissenswertes ergaben eine gute Mischung, die mich begeistert hat.  So ganz nebenbei habe ich viel über Glas und hier über die Herstellung kleiner Glasengel erfahren.
Ich möchte hier nun nicht weiter auf den Inhalt des Buches eingehen, kann aber verraten, dass ich mich  über das Ende gefreut habe, was dann doch ziemlich überraschend kam. Mit einer Begebenheit hatte ich gar nicht gerechnet und bei der anderen hatte ich eine Hoffnung, ob es sich entwickelt, wie es mir wünschte.

Fazit:
Eine Weihnachtsgeschichte mit historischem Hintergrund, ich erwähnte ja schon Spannung und Liebe kamen dabei auch nicht zu kurz.  Gerne gebe ich hier eine Leseempfehlung.


Beim Verlag und Netgalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 27. Juli 2017

Rezension - Bea macht blau


Autorin: Tessa Hennig

Titel: Bea macht blau

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Juli 2017

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List Taschenbuch





Die Autorin schreibt über sich:
Tessa Hennig - c'est moi. 63er Jahrgang, irgendwo in der Mitte zwischen Jung und Alt - was immer das auch heißen mag. Die Leidenschaft zu schreiben wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt, doch erst hieß es "mach was Solides". So ging ich jahrzehntelang Umwege durch alle möglichen "soliden Jobs" im In- und Ausland, um mich schließlich über das Medium Film dem kreativen Schreiben anzunähern. Im Nachhinein ein guter Weg, denn sonst hätte ich nicht so viel über das Leben zu erzählen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bea reicht's: Die Tochter ist ausgezogen, der Mann nimmt sich dennoch keine Zeit für sie und hat auch noch eine Affäre. Kurzerhand macht sie sich auf den Weg zu ihrer Schwester Karin ins Baskenland. Und plötzlich findet sie sich an einem Ort voller Künstler, Surfer und hängengebliebener Hippies wieder, die das Leben eher entspannt sehen. Deutsche Tugenden treffen auf gepflegtes Chaos und spanische Lässigkeit. Zwischen Tapas, Strand und Vino findet Bea tatsächlich wieder Spaß am Leben und einen Mann, bei dem sie ins Träumen gerät. Doch dann kommt es erstens anders und zweitens als sie denkt...


Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gelesen, die mich immer gut unterhalten haben und deshalb freute ich mich, das neue Buch in den Händen zu halten. Das Buchcover versprach mir eine schöne Sommerlektüre. Für mich sollte es auch eine sein, aber Bea, die Protagonistin war bestimmt nicht ganz meiner Meinung.

Ihre Tochter Caroline hat das Abi gemacht und zieht von zu Hause weg nach Passau. Ihr Mann Matthias hat eine Freundin. Bea fällt erst einmal in ein tiefes Loch. Das erstere kennen mit Sicherheit viele, die Kinder werden flügge und sind auf einmal weg und es wird ruhig zu Hause. Jeder geht mit dieser Situation anders um. Bea beschließt ins Baskenland zu fahren, dort hat eine alte Freundin der Familie ein Gästehaus und sie haben dort manch schönen Urlaub verbracht.

Nun kommt allerdings alles anders, als Bea es sich gedacht hat. Im Traum hätte sie nicht damit gerechnet, was ihr dort alles passieren wird. Ich möchte darauf nicht näher eingehen, zumal das auch nicht in der Kurzbeschreibung erwähnt wird. Also lasst Euch überraschen.

Tessa Hennig hat auf jeden Fall sehr fesselnd beschrieben, was Bea alles so erlebt und wie sie mit den veschiedensten Situationen fertig wird. Es ist nicht immer leicht für sie, denn die Autorin hat sich einige Überraschungen einfallen lassen.


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch für den Sommer, den Urlaub oder auch zu Hause. Denn die Autorin entführt den Leser ins Baskenland.  Und außerdem ist es interessant zu lesen, wie Bea alles meistert.

Bei dem Verlag und NetGalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 1. November 2016

Rezension - Winterblüte


Autorin: Corina Bomann

Titel: Winterblüte

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook, gebunden und Hörbuch

erschienen: 14. Oktober 2016

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List




Die Autorin Corina Bomann ist in einem kleinen Dorf in Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und lebt mittlerweile in Berlin. Sie hat bereits erfolgreich Jugendbücher und historische Romane geschrieben, bevor ihr mit Die Schmetterlingsinsel der absolute Durchbruch gelang. Seither gehört sie zur ersten Garde der deutschen Unterhaltungsschriftstellerinnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Im eleganten Kurort Ostseebad Heiligendamm bereitet sich die Hotelierfamilie Baabe im Jahr 1902 auf den großen Winterball vor. Feierlich soll die Verlobung von Tochter Johanna bekannt gegeben werden, doch die wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich ihre große Liebe heiraten zu dürfen. Leider ist der junge Mann in den Augen ihrer Eltern keine gute Partie. Da wird eine junge Frau am Strand angespült, die einzige Überlebende eines Schiffsunglücks. Sie kann sich nicht an ihren Namen oder ihre Herkunft erinnern, verzweifelt hält sie einen kleinen Zweig umklammert, der sich in ihrem Kleid verfangen hat. Im Hotel findet sie eine neue Heimat und in Johanna eine Freundin. Die Namenlose weiht Johanna in die Adventstradition des Barbarazweigs ein: Die beiden Frauen stellen am 4. Dezember frisch geschnittene Obstzweige in eine Vase, jede mit der für sie dringendsten Frage – der knospende Zweig wird ihnen die Zukunft weisen. Beide hoffen auf Blüten zum Weihnachtsfest.


Meine Meinung:
Bei diesem Buch war das Cover mal wieder schuld, dass ich mich näher damit befasst habe. Leider kann man auf dem Bild nicht sehen, wie wunderschön es ist.  Wie erwähnt, das Cover sorgte dafür, dass ein weiteres Buch auf meinem Stapel der zu lesenden Weihnachtsbücher landete.

Nachdem ich die Kurzbeschreibung gelesen hatte, war mir eigentlich klar, dass ich ein Buch in der Hand hatte, was eine Zeit wiederspiegelte, in der wir Frauen von heute gar nicht hätten leben wollen. Außerdem nahm ich an, dass der Verlauf der Geschichte sehr vorhersehbar sein würde. Auf der anderen Seite wünscht man sich gerade zur Weihnachtszeit doch öfter Bücher oder Filme, die etwas romantisch kitschig erscheinen. Was in keinem Fall abwertend gemeint ist.

Dezember 1902, eine gut situierte Familie bereitet sich auf den Winterball vor. Johanna soll dort ihre Verlobung bekannt geben. Wobei es damals wichtig war, sich gut zu verheiraten, auch wenn die Liebe keine große Rolle spielte. Es war aber auch die Zeit, in der die jungen Frauen nicht mehr alles mit sich machen ließen. Konflikte waren vorprogrammiert - die Eltern, noch zur alten Schule gehörend, sahen in einer Ehe etwas anderes.
Christian, der Sohn des Hauses findet am Strand eine vermeintlich Schiffsbrüchige. Die junge Frau erholt sich zum Glück sehr schnell, muss aber unter dem Standesdünkel der Frau des Hauses arg leiden.
Sehr fesselnd schildert die Autorin nun wie die jungen Leute ihren Weg finden, welche Hürden sie bewältigen müssen, damit sie an ihr Ziel kommen und ihr Glück finden. Corina Bomann hat mich mit ihrem Schreibstil so richtig in die damalige Zeit versetzen können. Gleichzeitig habe ich den kalten Winter miterlebt und auch gefiebert, dass alles gut ausgeht.

Inzwischen ist die Tradition des Barbarazweiges weit verbreitet, damals war es etwas ungewöhnliches und die Zweige sollten eine wichtige Rolle spielen.


Fazit:
Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Es war berührend und zeigte, was Verhaltensweisen so alles auslösen können. Das Buch eignet sich wirklich hervorragend dazu, in der Advents- und Weihnachtszeit gelesen zu werden.

Ich möchte mich bei dem List Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Donnerstag, 12. Mai 2016

Rezension - Sommerreise


Autorin: Åsa Hellberg

Titel: Sommerreise

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. April 2016

Seiten: 368

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: List




Die Autorin Åsa Hellberg wurde 1962 in Fjällbacka geboren. Heute lebt sie mit Sohn, Katze und ihrem Lebensgefährten in Stockholm. Sie arbeitete unter anderem als Flugbegleiterin, Coach und Dozentin, bevor sie mit dem Schreiben begann. Mit ihren Bestseller-Romanen schrieb sie sich auf Anhieb in die Herzen der Leserinnen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Sara ist Anfang 50 und frisch geschieden. Als ihr Exmann dann auch noch verlangt, dass sie sich um den Verkauf seines Motorrads kümmert, hat sie genug. Kurzerhand entführt sie das wertvolle Liebhaberstück. Ihrer besten Freundin Jessica liegt eigentlich nichts ferner als eine Reise auf dem Motorrad. Aber sie lässt sich überreden. Kurz darauf verlassen die beiden Freundinnen Stockholm und düsen in Richtung Süden. Und damit beginnt das eigentliche Abenteuer erst, bei dem die beiden Freundinnen die Liebe und das Leben endlich zu genießen lernen.


Meine Meinung:
Das wunderschöne Buchcover und die Kurzbeschreibung haben es geschafft, dass ich mich für das Buch interessierte. Ich versprach mir viel Lesespaß, weil ich mich darauf freute, die beiden Frauen auf ihrer abenteuerlichen Reise begleiten zu können. Mit dem Motorrad von Stockholm in die Toskana, was könnten sie dort alles sehen und erleben.
Tja, was ich dann zu lesen bekam, war eine Geschichte über zwei Frauen, die eigentlich eine schöne Zeit zusammen verbringen könnten, wenn es da nicht die vielen Probleme oder Verwicklungen gegeben hätte.
Jessica, eine Autorin braucht einen neuen Anstoß für ein weiteres Buch und will mit ihrem langjährigen Geliebten keine ernsthafte Unterhaltung führen. Warum das so ist, sollte ich gegen Ende des Buches erfahren.
Sara will ihren Ex-Mann ärgern und in der Toskana eine alte noch offene Familienrechnung begleichen und hat Probleme mit einem Mann, den sie nicht zu kennen scheint.
Das alles war nicht das, was ich erwartet hatte, aber trotzdem war die Neugierde mal wieder sehr groß. Ich wollte hinter die Geheimnisse kommen und wissen, wie sich alles entwickelt und am Ende auch auflöst.
Mit den beiden Protagonistinnen konnte ich mich leider nicht so richtig anfreunden, ich konnte ihr Verhalten nicht nachvollziehen und fand es auch nicht unbedingt dem Alter entsprechend.

Fazit:
Hier hatte ich also  mal wieder ein Frauenbuch in der Hand, so zu sagen eine leichte Lektüre, die in meinen Augen keinen wirklichen Tiefgang  hatte. Schade, dass ich anscheinend mit zu hohen Ansprüchen an das Buch heran gegangen bin und deshalb enttäuscht wurde.

Bei dem Verlag List möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Rezension - Elli gibt den Löffel ab




Autorin: Tessa Hennig

Titel: Elli gibt den Löffel ab

Genre: Roman, Humor

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. März 2011

Seiten: 384

Altersempfehlung: Erwachsene



Da ich in den vorhergehenden Rezensionen schon einiges über die Autorin geschrieben habe, möchte ich sie hier kurz zitieren:
"Warum schreibe ich gerne Bücher über Figuren, die sich in der Lebensmitte und darüber hinaus befinden? Warum Ü-50? Die Erklärung ist einfach: Ich spiele nun selbst in dieser Liga und kann daher „mitreden“. Darüber zu schreiben ist vielleicht die beste Vorbereitung, um das Älterwerden zu genießen."
Wer mehr erfahren möchte, kann dies auf ihrer Homepage lesen: Tessa-Hennig

Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein unerwarteter Brief aus Italien stellt Ellis Leben völlig auf den Kopf: Die liebenswerte 60-Jährige hat eine kleine Pension auf der Ferieninsel Capri geerbt. Als ihr museumsreifer VW-Käfer auf dem Weg in den Süden schlappmacht, bekommt sie ausgerechnet Hilfe von Aussteiger Heinz, der Elli in seinem klapprigen Wohnmobil nach Capri bringt. Aber dort wartet eine unangenehme Überraschung auf sie: Ellis ältere Schwester Dorothea hat es ebenfalls auf das Erbe abgesehen. Ein Schwesternstreit entbrennt, bei dem es nicht nur um die Pension, sondern natürlich auch um Männer geht!

Meine Meinung:
Bei diesem Buch war ich wirklich sehr gespannt, was mich erwarten wird. Denn der Buchtitel macht einen ja doch neugierig und was sollte man sich darunter vorstellen. Und es war tatsächlich so, wie bei den anderen Büchern, die ich bisher von der Autorin gelesen habe, hat der Buchtitel tatsächlich einen Bezug auf den Inhalt des Buches. Aber mehr werde ich dazu nicht verraten....
Elli hat eine Videothek, die in der heutigen Zeit aber nicht keinen Gewinn mehr bringt. Sie steht mit 60 Jahren vor einem Aus, was ihr natürlich zu schaffen macht. Da kommt ein Brief aus Italien, in dem ihr mitgeteilt wird, dass sie geerbt hat. Sie macht sich sofort auf den Weg. Leider macht der altersschwache Käfer nicht mit und gibt unterwegs seinen Geist auf. Hilfsbereit springt ihr Heinz zur Seite, der mit seinem Hund im Wohnmobil unterwegs ist. Mit viel Humor beschreibt die Autorin, was Elli nun erlebt.
Doro, die ältere Schwester, sollte eigentlich zu frieden sein mit ihrem Leben. Sie verdient gut und hat eine erwachsene Tochter. Sie erhält ebenfalls einen Brief und macht sich auch sofort auf den Weg nach Capri.
Während der Überfahrt von Neapel zur Insel treffen sich die beiden auf dem Schnellboot und nun geht es los. Die Schwestern zanken und vertragen sich. Immer im Wechsel, es kommt einem bekannt vor. Hier ist es natürlich humorvoll übertrieben, aber ein Körnchen Wahrheit steckt schon in dem Verhalten.
Bei beiden Schwestern wusste ich selber nicht, ob ich sie so richtig gut leiden kann. Elli hätte ich gerne manchmal geschüttelt und gesagt, he, Du bist erst 60 Jahre alt, lebe! und dann he, Du bist schon 60 Jahre alt, wo bleibt Dein Verstand? Aber ich musste ja keine Partei ergreifen und konnte als unbeteiligte Beobachterin abwarten was passiert. Denn turbulent ging es zu.
Es tauchten immer mehr Beteiligte auf und manches war vorzusehen. Eine dramatische Wendung brachte Spannung in die Geschichte. Tessa Hennig hat es wieder gut verstanden und neben dem Humor auch nachdenkliches geschrieben, schade eigentlich, dass manches erst nach so vielen Jahren heraus kam.

Diese Geschichte spielt auf der Insel Capri, was bei mir viele Erinnerungen hervor rief. Allerdings war ich vor zig Jahren nur als Tagesgast auf der Insel. Damals war ich auf Ischia in Urlaub und bin rüber nach Capri gefahren. Es hat mich besonders gefreut, dass ich gleichzeitig mit der Geschichte über  Elli und Doro die Insel "wiedersehen" konnte.

Fazit:
Ein weiteres Buch für den Sommer, wo man doch gerne leichte Lektüre lesen möchte. Es beinhaltet alles, Humor und Alltag.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Rezension - Dreikönigsmord



Autorin: Bea Rauenthal

Titel: Dreikönigsmord

Genre: Krimi, Zeitreise

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. Dezember 2013

Seiten: 346

Altersempfehlung: Erwachsene





Bea Rauenthal ist das Pseudonym der Bestsellerautorin Beate Sauer, die mit ihren historischen Romanen große Erfolge feiert. Sie lebt in Bonn.

Kurzbeschreibung, übernommen:
Hauptkommissarin Jo Weber und ihr streitlustiger Kollege Lutz Jäger werden zu einer Leiche gerufen. Doch die ist mehrere hundert Jahre alt. Kein Fall für Jo und Lutz also - bis sie sich völlig überrascht im Mittelalter wiederfinden. Um in die Gegenwart zurückzukehren, müssen sie den Mord an dem Mann aufklären, dessen Skelett gefunden wurde. Ohne moderne Spurensicherung und Genanalyse scheint ihnen das unmöglich. Die Spur führt zuerst in die Gosse, dann in Kirchenkreise, und immer müssen Jo und Lutz aufpassen, dass sie sich nicht verraten und der Ketzerei angeklagt werden. Werden sie es schaffen - zurück in die Zukunft?

Meine Meinung:
Bei Vorablesen,de habe ich zu der Leseprobe dieses Buches folgenden Leseeindruck geschrieben:

Das kannte ich bis jetzt auch noch nicht, Zwei Polizisten, die an einem Sonntag zu einem Leichenfund gerufen werden, finden sich auf einmal in der Vergangenheit wieder. Ich habe vor der Leseprobe nicht auf die Kurzbeschreibung geachtet und wusste nicht, dass Jo Weber und Lutz Jäger beide zusammen  in der Vergangenheit gelandet sind. In dem Moment, als sie sich "fanden" endete die Leseprobe und ich saß hier, völlig aufgeregt, weil ich wissen wollte, warum sie dort gelandet sind und war echt enttäuscht, dass genau an dieser Stelle die Leseprobe endete. Nun bin ich sowas von neugierig auf das Buch....
Dann habe ich das Buch erhalten und konnte meine Neugierde befriedigen.

Bücher mit Zeitreisenden habe ich ja schon einige gelesen, aber ein Krimi war bisher noch nicht dabei.
Jo Weber und Lutz Jäger hatten einen Verkehrsunfall und wachten beide im Mittelalter wieder auf. Sie finden sich beide in ihren Ahnen wieder und erfahren, dass sie dort einen Mord aufklären müssen, sonst können sie nicht wieder nach Hause in ihre Zeit. Jo fällt es sehr schwer sich in der Zeit zurecht zu finden, zumal sie auf einmal eine junge Witwe ist und eine Weberei geerbt hat. Sie hat so keine Ahnung von dieser Zeitepoche. Lutz Jäger, ihrem Kollege fällt es wesentlich leichter.  Ich fand es sehr interessant zu lesen, wie die beiden sich dort einlebten. Denn sie mussten sich ja auch anpassen, was besonders für die junge Jo nicht leicht war. Sehr interessant war es aber auch, wie sie den Fall ohne diese ganzen technischen Hilfsmittel lösen wollten. Ich habe mir vorgestellt, was ich alles vermissen würde, wenn ich mich auf einmal einige hundert Jahre früher wieder finden würde. Das Buch war sehr spannend geschrieben  und ich wusste lange Zeit wirklich nicht, wen ich verdächtigen sollte.
Über den Inhalt will ich jetzt nicht noch mehr verraten und einigen den Spaß am Lesen damit nehmen.

Fazit:
Auf jeden Fall kann ich dieses Buch weiterempfehlen. Ich meine auch, dass es Lesern gefallen wird, die spannende Bücher lieben. Außerdem ist es ja etwas besonderes, Kommissare ermitteln im Mittelalter!
Inzwischen habe ich gesehen, dass es zwei weitere Bücher von den beiden Kommissaren geben wird, die im nächsten Jahr erscheinen werden. Mit Sicherheit werde ich diese Bücher auch lesen wollen

Donnerstag, 26. September 2013

Rezension - Die Champagnerkönigin


Autorin: Petra Durst-Benning

Titel: Die Champagnerkönigin

Genre: Historischer Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 13. September 2013

Seiten: 528

Altersempfehlung: Jugendliche und Erwachsene



Die Autorin Petra Durst-Benning, 1965 in Baden-Württemberg geboren, lebt mit ihrem Mann südlich von Stuttgart. Mit ihren historischen Romanen zählt sie zur ersten Garde deutscher Bestsellerautorinnen.

Kurzbeschreibung:
Isabelle hat den Winzersohn Leon Feininger geheiratet. Überraschend erbt Leon ein Weingut in der Champagne. Beide reisen voller Begeisterung in ihre neue Heimat, allerdings finden sie nicht alles so wunderbar vor, wie sie es sich erträumt haben. Nach einem Schicksalsschlag muss Isabelle zeigen, was in ihr steckt und mit dem alten Kampfgeist meistert sie die große Aufgabe hervorragend.

Meine Meinung:
Dieses Buch ist das zweite aus der Jahrhundertwind-Trilogie. Es kann aber auch alleine gelesen werden. Allerdings empfehle ich doch auch das erste Buch zu lesen, dafür ist es zu gut, dass es nicht beachtet wird.
Ich habe mich auf dieses Buch schon sehr gefreut und wurde nicht enttäuscht. Im ersten Buch ist mir Isabelle nicht so sehr ans Herz gewachsen, aber das hat sich nun geändert. Denn auch sie hat sich geändert, aus dem verwöhnten Fabrikantentöchterchen aus Berlin ist eine junge Frau geworden, die so richtig anpacken kann.
Bei den Eltern von Leon hatte sie es nicht leicht, aber es wurde ihr auch nicht leicht gemacht. Die Schilderungen von dem Weingut in der Pfalz, die Leon ihr in Berlin gemacht, entsprachen nicht der Wirklichkeit und ihren Vorstellungen. Umso erfreuter war Isabelle, als Leon völlig überraschend ein Weingut in der Champagne erbte. Sie sah sich schon als reiche Winzer, aber leider gab es dort so viele Probleme. Der Champagner war eigentlich nicht für den Verkauf geeignet und eine Rivalin machte ihr das Leben schwer. Zum Glück fand Isabelle in dem kleinen Ort reichlich Freunde, die ihr hilfreich zur Seite standen.
Alle Personen waren sehr gut beschrieben und ich hatte sie so richtig vor Augen. Aber auch die Gegend wurde wunderbar beschrieben, mir war als würde ich dort alles kennen, so deutlich sah ich alles vor meinen Augen.
Sehr großen Respekt habe ich vor der aufwändigen Recherche, die Petra Durst-Benning betrieben hat. Ich habe das Gefühl, dass ich nun so ganz nebenbei bestens informiert wurde. Die Arbeit innerhalb eines Jahres auf einem Weingut kenne ich nun. Und genau das fand ich besonders klasse, denn durch einen mir sehr gut bekannten Winzer im Burgenland wusste ich schon sehr viel über Trauben und Lese. Ich selber durfte schon mehrmals bei der Lese helfen und es geht dort genauso zu, wie auf den Weingütern von Isabelle. Hier hatte ich ebenfalls das Gefühl mittendrin zu sein. Und mein Wissen konnte ich mit diesem Buch noch erweitern.

Wie beim ersten Buch hat es mir sehr gut gefallen, mal etwas "historisches" aus einer Zeit, die noch nicht so lange zurück liegt, zu lesen. Auch hier wird einem bewusst, wie aufwändig das Reisen vor etwas über 100 Jahren noch war und wie schnell die wirtschaftliche Entwicklung fort geschritten ist.

Dieses Buch hat mich mal wieder gefesselt und ich habe es nur ungern zur Seite gelegt, weil ich um meine Arbeiten im Haushalt kümmern musste. Lobend möchte ich auf das Buchcover hinweisen. Es ist wirklich sehr schön und wenn ich das Buch nicht sowieso hätte haben wollen, dann wäre ich dadurch verführt worden.

Fazit:
Ich möchte dieses Buch gerne weiterempfehlen und freue mich schon auf das dritte, worauf ich zu meinem Leidwesen noch eine Weile warten muss. Aber nun schwelge ich erst einmal von diesem Buchgenuss!

Ich danke dem Verlag und Vorablesen für das Rezensionsexemplar